Andrea Maria Schenkel Kalteis

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Inhaltsangabe zu „Kalteis“ von Andrea Maria Schenkel

Der neue Kriminalroman von Bestsellerautorin Andrea Maria Schenkel
München, Ende der 1930er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden …

Kommt zwar nicht an das Erstlingswerk heran - aber absolute Klasse.

— Bernhard123

Spannender Krimi in merkwürdigem Schreibstil

— Nisnis

Fesselnder Psychothriller

— sommerlese

Ein nüchternes Buch.

— SchmoekerJule

Warum ist jemand sofort Bestseller-Autor oder -Autorin? Nur weil in der Top Ten z.B. im Spiegel jemand das Buch gepuscht hat? Steht ein Buch dort erst mal drin, kaufen es so viele Leute, dass man denken könnte, es ist tatsächlich gut...

— wanderhase

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  • Historischer Kriminalfall

    Kalteis

    solveig

    05. November 2017 um 17:50

      Das Letzte, was er in seinem Leben hört, ist die Gefängnisglocke. Sie läutet so lange, bis seine Exekution vollzogen ist. In einer Rückschau erzählt Andrea Maria Schenkel von dem Triebtäter Josef Kalteis und seiner Verurteilung. Die Autorin rekonstruiert den authentischen Fall des Serienmörders Eichhorn aus Aubing, der München in den 30er Jahren heimgesucht hat. Dabei rollt sie den Kriminalfall vom Schluss her auf und wählt anstelle einer kontinuierlichen, einheitlichen Erzählung kurze aufeinander folgende Berichte: in Form von  Verhörprotokollen, Zeugenaussagen und Schilderungen aus seinem Alltagsleben und dem seiner Opfer entwickelt sich ein spannender Roman. Allerdings stehen hier nicht allein Gedanken und Hintergrund des Täters im Mittelpunkt des Buches, sondern vor allem auch Leben und Schicksal der Frauen, die ihm zum Opfer fielen. So wird dem Leser die Geschichte der jungen Kathi, die der Enge des Dorflebens entflieht und in der Großstadt ihr Glück sucht, ausführlich nahe gebracht. Authentizität und Lokalkolorit erzielt die Autorin zusätzlich, indem sie die Charaktere in ihrer Mundart für sich sprechen lässt  -  für Nichtbayern allerdings nicht immer einfach zu lesen.

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  • Kalteis

    Kalteis

    Giselle74

    30. September 2017 um 12:27

    Vorweg, dieses Buch wurde mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet - und das wird seine Gründe gehabt haben... Es geht um einen Serienmörder und seine Opfer. Das Ganze wird ausschnittartig beleuchtet durch Zeugenaussagen, Vernehmungsprotokolle und kurze Berichte über die letzten Stunden der ermordeten Frauen. Und wie auch bei dem zuletzt von mir gelesenen Roman "Der Täuscher" muß ich sagen: professionell gemacht, wie sich so nach und nach der Schleier lüftet, wie auch zum Schluß nicht alles deutlich vor einem liegt, man sich einiges zusammenreimt und doch nicht ganz sicher sein kann. Gut geschrieben, gut aufgebaut. Aber wieder finde ich keinen Zugang zu diesem Buch, sind mir die Personen zu holzschnittartig, um mich sonderlich für sie zu interessieren. Dabei ist die Geschichte schon unheimlich genug, um als reine Kurzmeldung in den Medien Gruseln und Mitleiden hervorzurufen. Irgendwas an Andrea Maria Schenkels Schreibstil läßt mich kalt - und das jetzt schon beim zweiten Buch. So kann ich sie nur mit Vorbehalt weiterempfehlen, aber es gibt ja genügend andere lobende Stimmen!

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  • Kein klassischer Krimi

    Kalteis

    Leuchtturmwaerterin

    Bereits auf den ersten Seiten sprang mir die Naivität der Sprache förmlich entgegen. Diese Sprache hat den Text wunderbar unterstrichen. Man sieht dabei Kathie, wie sie noch jung und unwissend in die Großstadt kommt noch deutlicher vor sich. Der verwendete Dialekt lässt die Geschichte authentischer wirken, ist dabei aber nicht zu plump oder aufdringlich, wie in so manchem Alpenkrimi. Mich hat vor allem die Stelle fasziniert, wo Kathie vom Sommer in der Heimat träumt, wie sie mit nackten Füßen durch die Pfützen springt. Sie sehnt sich in diesem Moment nicht nur in ihre Kindheit zurück, sondern auch nach Hause, in ihr Dorf. Das beschreibt deutlich den Moment, indem sie erkennt, dass die Großstadt doch nicht nur Wunderbares bereit hält. Immer wieder springt die Autorin vom ICH-Erzähler (Kathie) zur distanzierten Erzählerin, die Kathie von außer her betrachtet, obwohl sie es ja eigentlich selbst ist, die spricht. Ein sehr zu empfehlendes Buch, wenn auch kein klassischer Krimi.

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  • Spannender Krimi im merkwürdigen Schreibstil

    Kalteis

    Nisnis

    17. December 2014 um 09:26

    Klappentext: Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis München in den 1930er Jahren: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt - auch Kathi träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden... Kalteis trifft ins Herz. Meinung zum Cover: Das Cover verrät bereits eine düstere Stimmung. Ich erkenne ein geschobenes Fahrrad, welches von einem Mann geschoben wird. Der Mann folgt einer Frau. Meinung zum Buch: Der Schreibstil von Andrea Maria Schenkel war für mich sehr gewöhnungsbedürftig, denn er entspricht dem bayrischen 30er Jahre Stil. Beispiel: "Ich fahr dann mit dem Radl umher und schau mir die Weiber an. Besonders gefallen mir die Schwarzhaarigen, die rassigen Schwarzhaarigen. Und wenns dann noch einen fetten Arsch hat. Nicht zu dünn darfst sein. Die Dürren, nein, die gefallen mir nicht. Was dran sein muss schon an der. An Busen Solls haben, aber mehr noch als an Busen an schönen Arsch........ Dieser Krimi ist durchaus spannend, aber zwischendurch hätte ich es beinahe nicht weiter gelesen. Die Autorin springt thematisch verwirrend von Kapitel zu Kapitel, von einer Vernehmung zu der Geschichte von einem Mädchen, zu einem weiteren Mädchen, zu einem Verhör, zu einem weiteren Mädchen usw. Zunächst kann ich da kaum einen Zusammenhang nachhalten. Im Nachhinein weiß ich nun das es sich um verschiedene Opfer handelte, aber für mich war das so nicht angenehm zu lesen. Bis zuletzt habe ich auf den Kick im Buch gewartet, der nicht kam und war entsprechend enttäuscht als das Ende des Buches erreicht war. Ein Mädchen sucht ihr Glück in München und will sich von ihrem dörflichen Leben verabschieden. Sie möchte wie die Schönen und Reichen aus den Filmen sein. Ohne Job und Unterkunft schlägt sie sich durch das Leben in München, verkauft ihren Körper, um ein Bett für die Nacht zu haben. Eines Tages verliebt sie sich unglücklich. Um sie herum sind grausame Morde geschehen. Die Opfer entsprechen ihrem Aussehen. Wird sie die nächste sein? Mein Fazit: Spannend, aber leicht durcheinander und komisch geschrieben. Daher von mir nur 3***

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  • Ein neuer Fall im Stil von Tanöd

    Kalteis

    fantagiroh

    01. March 2014 um 22:58

    Wie in der Kurzbeschreibung steht, spielte sich das ganze in der Münchner Gegend ab. Nachdem ich Tannöd gelesen hatte, war ich dann doch neugierig auf Kalteis. Der Schreibstil und der Aufbau konnte nicht mehr so überraschen wie bei Tannöd, da auch hier Gedanken des Mörders, Prozessbericht und Verhöre abwechselnd den Text bestimmen. Der Fall hier ist jedoch präziser als Tannöd, da man hier den Mörder kennt und er am Schluß seine grausamen Beweggründe offenbart. Also nichts für zarte Gemüter, ähnlich wie Tannöd aber mit einem Schluß. Auch den Stil im schmalen Taschenbuch behält Frau Schenkel wieder bei, auch das fand ich für diese Art des Buchinhaltes gut

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  • Das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.

    Kalteis

    Igelmanu66

    01. March 2014 um 13:42

    „Immer wieder wollte ich es haben, in einem Rausch war ich, nicht mehr ich selbst war ich, danach habe ich mich immer geschämt, aber nach einiger Zeit war das vergessen und ich bin wieder los. Wie ein wildes Tier, das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.“ München, Ende der 30er Jahre. Ein Serienmörder hat dafür gesorgt, dass immer wieder junge, hübsche Frauen spurlos verschwunden sind. Frauen wie Kathie, die mit großen Träumen von einem besseren Leben vom Land in die große Stadt gezogen ist. Zu Beginn des Buches ist der Täter bereits inhaftiert, verurteilt und seine Hinrichtung steht bevor. Eine öffentliche Bekanntmachung ist unerwünscht, denn der Täter ist ein guter Deutscher, ein Arier, Mitglied der NSDAP und „jeder Schaden, der dem Ansehen der Partei und der nationalsozialistischen Bewegung entstehen könnte, (ist) zu vermeiden.“ In zahlreichen Rückblenden erleben wir die Verhöre des Täters Josef Kalteis und die Geschichte der Opfer. Die Verhöre zeichnen sich dadurch aus, dass nur die Antworten von Kalteis aufgeführt sind, die dazugehörenden Fragen aber fehlen. Diese fehlen aber überhaupt nicht, man kann aus den Antworten leicht schließen, wonach gefragt wurde. Aber durch die konsequente Aneinanderreihung seiner Aussagen werden die Widersprüche, in die er sich verwickelt, nur umso deutlicher. Eine besondere Brisanz haben die Verhörprotokolle, da man als Leser ja schon weiß, dass er schuldig ist. Da man bereits weiß, worauf alles hinausläuft. Wenn ich unter diesen Voraussetzungen lese, wie er begeistert schildert, wie gerne er beim Schweineschlachten hilft und die einzelnen Abläufe detailliert beschreibt, dabei auch noch zugibt, wie toll er es findet, wenn er die Angst bei dem Tier wahrnimmt, dann läuft mir ein Schauer den Rücken hinunter. Zumal er einige dieser Abläufe präzise wiederholen wird, aber dann nicht an einem Schwein. Und dann die Geschichten der diversen Mädchen… Man lernt ein Mädchen kennen, erfährt, wie es dazu kam, dass sie an dem Abend, der ihr letzter werden soll, alleine nach Hause fährt und nicht in Begleitung – und die ganze Zeit weiß man, dass dies alles auf ihre Ermordung hinausläuft. Diese vorweggenommene Spannung finde ich toll! Besagtes Ende gestaltet sich unterschiedlich. Bei dem einen Mädchen erfährt man nur, dass sie verschwunden ist, vermisst gemeldet wurde. Bei einem anderen wird die Tat einschließlich einer fiesen Verstümmelung detailliert geschildert. So weiß man auch, was mit den anderen geschah. Schlimm, dann eine Mutter bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter zu erleben! Ganz besonders intensiv lernen wie Kathie kennen. In Rückblenden begleiten wir sie bis zu ihrer Kindheit. Mit großen Träumen und Wünschen kam sie vom Land nach München, hoffte, dass hier ihr Leben eine entscheidende Wendung zum Besseren erfährt. Und natürlich träumt sie von einem Mann, einem Traumprinzen. Ein gutgläubiges, unerfahrenes, einfaches Opfer! Unterstützt wird alles durch eine konsequent einfach gehaltene Sprache. Kurze, abgehackte Sätze, Dialekt und falsche Grammatik. Nicht immer einfach zu lesen, aber dadurch traten mir die einzelnen Personen nur umso deutlicher vor Augen. Einfache Menschen, ohne große Bildung. Auch bei Josef Kalteis muss ich ein gehöriges Maß an geistiger Armut einräumen. Heute würde man so einem Menschen mindestens verminderte Schuldfähigkeit wenn nicht gar Unzurechnungsfähigkeit attestieren und ihn in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Aber dies hätte ja dem Ansehen der Partei Schaden zufügen können… Der Roman basiert auf einem historischen Kriminalfall. Der Quellennachweis verweist unter anderem auf Vernehmungsprotokolle der Polizeidirektion München aus den Jahren 1930-1939. Das Buch ist sehr kurz (nur 187 Seiten), was ich an sich bedauerlich finde. Aber so kann man es „mal eben“ schnell zwischendurch lesen – mir hat es heute netterweise eine lange Wartezeit beim Orthopäden vertrieben.

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  • Kalteis

    Kalteis

    carpe

    28. February 2014 um 15:28

    In Kürze (Quelle: krimi-couch.de): München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt – auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein. Mein zweites Buch von Frau Schenkel. Nachdem mir als eine der wenigen "Tannöd" ganz gut gefallen hat, wollte ich auch dieses Buch lesen. Auch wenn, oder gerade weil, es nicht die besten Kritiken bekommen hat. Allerdings ist dieses Buch nicht so gut, wie "Tannöd". Die Handlung ist sehr undurchsichtig, teilweise stellt sich die Frage, was überhaupt die Handlung ist. Aber man kommt trotzdem gut durch. Frau Schenkel schreibt in sehr kurzen, prägnanten Sätzen und in recht einfacher Sprache. Und mit gut 180 Seiten belastet es den SuB auch nur unwesentlich. Fazit: Ein Roman, der etwas anderen Art. Gewöhnungsbedürftiger, aber interessanter Schreibstil.

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  • Fesselnder Psychothriller

    Kalteis

    sommerlese

    06. January 2014 um 20:11

    Das Buch befasst sich mit  wahren Fällen, die sich in den 30 er Jahren in München ereignet haben. Ein perverser Triebtäter ermordet mehrere junge Frauen und wird dafür hingerichtet.Der Aufbau des Romans entsteht durch sich abwechselnde Kapitel über verschiedene Frauen, verschiedenen Teilen der Vernehmung des Täters Kalteis, Beschreibungen seiner Frau Walburga und mehreren Teilen über das Mädchen Kathie. Das ist erst ein wenig verwirrend, später jedoch erklärt jedes Kapitel die furchtbare Person Kalteis ein wenig mehr.Gesprochen wird in einer einfachen knappen Sprache mit eigentümlichem Satzbau, ein wenig Bayrisch wirkend. Diese Sprachwahl macht die Charaktere sehr authentisch, aber auch alle sehr ähnlich und daher auch austauschbar. Der Mörder ist von Anfang an bekannt, aber trotzdem liest man dieses Buch in einer unheimlichen Spannung. Kathie, das naive  aber nicht unschuldige Mädchen vom Lande, ist die einzige Frau, deren Geschichte den Leser durch das ganze Buch hindurch begleitet.Schenkel widmete allen anderen "Opfern" immer nur kurze Kapitel, die mit ihrer Ermordung endeten."Wie viele denn noch?" So fragte ich mich während des Lesens. Und genau das macht den grausam fesselnden Reiz dieses Romans aus. Man wird fast gezwungen, zu Ende zu lesen, um diesen Morden ein Ende zu bereiten.Ein absolut fesselnder Psychothriller, mit Gruseleffekt und intelligent gelöstem Aufbau der Spannung und Handlung.

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  • Im Prinzip gut, aber irgendwie doch etwas nüchtern

    Kalteis

    SchmoekerJule

    26. October 2013 um 11:42

    Weil es mal was anderes ist, habe ich das Buch gern gelesen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, in den Akten der Polizei zu lesen. Ein bisschen mehr Spannungsaufbau, auch Dialoge, ein paar Details wären dann doch schön gewesen. Ich finde, manchmal funktioniert dieser nüchterne Stil, Aber nicht immer.

  • ~ Kalteis - eiskalt ~

    Kalteis

    ShadowOfBlue

    16. August 2013 um 09:21

    Ort des Geschehens: Deutschland Wir schreiben die Zeit des Nationalsozialismus, der 2. Weltkrieg ist jedoch noch fern.Im tiefsten Bayern, in der Nähe von Ingolstadt, macht sich die junge Kati auf den Weg nach München. Dort möchte Sie mit einer Anstellung als Dienstmädchen ihr Geld verdienen. Elegant möchte Sie sein, wie die schönen Frauen in den Magazinen. Und ein hübsches Mädchen ist sie bereits. Ihre erste Anlaufstelle ist eine Verwandte in München, doch dort ist kein Platz für Sie. Das wusste Sie bereits vorher, daher geht Sie direkt weiter zu einer Freundin, wo sie ein paar Tage bleiben kann. Ihre Aufenthaltsorte in der nächsten Zeit verschwimmen jedoch ein wenig, mal ist sie hier, mal dort. Genauso wechselhaft wie die Übernachtungsmöglichkeiten von Kati ist die Handlung, denn zu dieser Zeit treibt ein Serienmörder- und vergewaltiger im Münchener Umkreis sein Unwesen. Die Handlung springt zwischen Katis Geschichte, den einzelnen Morden sowie Zeugenaussagen hin und her, lässt auch den Mörder selber zu Wort kommen. Ebenfalls sein Verhör durch die Polizei wird immer wieder zwischendurch aufgegriffen. Grob zusammengefasst ist dies die Handlung des Buches "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel, der Gewinnerin des Krimi-Preises 2007 für Ihr Erstwerk "Tannöd".Andrea Maria Schenkel wurde 1962 in Regensburg geboren und landete mit Ihrem Debut im Jahr 2006 einen Beststeller. Jedoch geriet sie schon damals in die Kritik, wurde ihr doch vorgeworfen, dass Ihr Buch ein Plagiat sei. Nun folgte mit "Kalteis" 2007 ein weiterer Kriminalroman, der auf einem historischen Verbrechen beruht. Doch was macht einen Krimi eigentlich aus? Klassischerweise geschicht zu Beginn ein Verbrechen, das im Laufe des Romans aufgeklärt wird. In seltenen Fällen - so z.B. auch bei "Yates ist tot", einem Gemeinschaftswerk mehrerer irischer Autoren - erfährt der Leser schon zu Beginn den Täter, die Handlung an sich verzweigt sich aber immer mehr in eine andere Richtung, so dass das Anfangsverbrechen nebensächlich zu werden scheint. Bei "Kalteis" ist dieses anders. Hier fehlen eigentlich alle Aspekte, die einen klassischen Krimi ausmachen. Der Täter ist von Anfang an bekannt, es fehlt der Kriminalist und die Haupthandlung, die den roten Faden des Buches bildet, ist belanglos, fade und uninteressant. Was reizt da überhaupt dazu, das Buch zu Ende zu lesen? Hoffnung - Hoffnung auf eine Wendung, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Neugier darauf, was die Geschichte von Kati mit dem ganzen zu tun haben wird. Vielleicht auch einfach nur der Wille durchzuhalten und nicht aufzugeben? Letztendlich ist es bei mir sicherlich eine Mischung aus allen 3 Punkten gewesen, sowie die Zuversicht, dass nach 160 Seiten alles vorbei sein wird.So, die Handlung wäre nun zerrissen, doch was ist mit dem - naja, sagen wir eigenwilligen Schreibstil von Andrea Maria Schenkel? Sie schafft es auf faszinierende Weise, dass man keinerlei Gefühle zu den Personen aufbaut. Die Schilderungen sind dermaßen nüchtern, dass man schon fast geneigt ist, Sympathie zum Täter aufzubauen. Zusätzlich erschwert die sehr naive Schreibweise und Grammatik das Lesen neben dem bayrischen Sprachgebrauch an manchen Stellen sehr. Doch vielleicht ist es gerade dieses unkonventionelle, sachliche Schreiben, das den Reiz dieses Buches ausmacht? Schließlich habe ich es ja bis zum Ende gelesen und muss gestehen, dass ich mich nach einigen Seiten schon an den Stil gewöhnt habe. Im Vergleich dazu war Elia Barcelo's "Das Rätsel der Masken" mit seinem ausschmückenden, dramatisierenden Stil, welches ich im Anschluss gelesen hatte, schon sehr schwere Kost für mich. Was für ein Fazit soll man einem Buch geben, dessen Handlung - falls man den Inhalt so nennen kann - einen nicht fesselt, dessen Schreibstil mehr an ein ein Kind erinnert als an eine Frau über 40 und das einen in keinster Weise irgendwie berührt? Kann man sagen, dass es lesenswert ist? Es ist schließlich mal etwas anderes als der ganze Einheitsbrei. Sicherlich bin ich weniger voreingenommen als manch anderer Leser, da ich Schenkels Erstwerk "Tannöd" nur vom Hörensagen kenne. Aus diversen Rezensionen habe ich jedoch den Eindruck bekommen, dass dieses vom Stil her sehr ähnlich ist. Für mich als "Schenkel-Erstleser" war es sicherlich eine neue Erfahrung, die ich auch in gewisser Weise nicht bereue, jedoch muss ich diese Erfahrung nicht nochmal wiederholen. Für den Mut zu etwas neuem vergebe ich hier 2 Sterne, eine Empfehlung zum Kauf für 12,90 Euro kann ich jedoch nicht aussprechen. Wenn man dieses Buch nicht gerade - so wie ich - geschenkt bekommt, kann man sein Geld in wesentlich bessere Lektüre investieren. Wer jedoch keine hohen Ansprüche an Spannung und Gefühle in einem Kriminalroman stellt und nur eine kurze Lektüre für graue Winterabende sucht, der könnte hier seine Erfüllung finden.

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  • Rezension zu "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel

    Kalteis

    PiMi

    16. November 2012 um 13:29

    Meine Meinung: Tannöd, der erste Roman von Andrea Maria Schenkel hat mir so gut gefallen, dass ich Kalteis einfach kaufen musste. Aber der Roman hat mich mit einer ganzen Menge Fragezeichen zurückgelassen und das dickste Fragezeichen war wahrscheinlich, was soll das Ganze? Es geht um den Sereinmörder Josef Kalteis, der 1939 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, weil er mehrere Frauen vergewaltigt und ermordet hat. Die Idee und die Tatsache, dass der Roman auf einem echten Verbrechen basiert fand ich sehr interessant. Auch, dass die Autorin Mitschriften der Vernehmung von Josef Kalteis (Johann Eichhorn) zitiert, hat mir auf den ersten Blick gut gefallen. Auf der anderen Seite fand ich die erfundenen Dinge die Frau Schenkel um die reale Story webt, ziemlich öde und die Schilderungen von dem was Kalteis mit seinen Opfern gemacht hat sehr heftig. Schade finde ich, dass man über Kalteis und seine kranke Seele nicht mehr erfährt, als das was er in den Vernehmungsprotokollen preis gibt. Andrea Maria Schenkel hat das Buch mit dem Dialekt geschrieben, den man in Stadelheim (Bayern), dem Ort des Geschehens anscheinend spricht. Beispiele: „Dagesessen sind wir und haben geredet.“ „Magst an Kaffee, bevor du ins Bett gehst?“ Ich kann verstehen, dass das als Stilmittel genutzt wird um Authentizität zu erzeugen und oft finde ich das auch gut z.B. bei Gute Geister von Kathryn Stockett aber hier fand ich es sehr mühsam. Ich bin immer wieder über die Sätze gestolpert, so dass es für mich unmöglich war in einen angenehmen Lesefluss zu kommen. Was Kalteis mit den Geschlechtsteilen seiner Opfer veranstaltet fand ich einfach nur ätzend und auch wenn viele Autoren, die Krimis, Thriller und Horrorromane schreiben eine sehr direkte Art haben, fand ich diese Schilderung in diesem doch sehr kurzem Roman zu viel. Der Leser hat kaum eine Chance sich in irgendeiner Weise in eine der Personen hinein zu versetzen und ich muss ehrlich sagen, dass ich froh war, dass ich das Buch schon nach gut 1,5 Stunde wieder zur Seite legen konnte. Josef Kalteis und seine Neigungen waren einfach zu viel für mich, zu schnell, zu brutal und auf der anderen Seite war das Buch, der Prozess und auch die Augenzeugenberichte ziemlich langweilig und langatmig. Die Autorin schafft es nicht mich zu packen oder zum weiterlesen zu animieren. Ich fand das Buch weder lesenswert noch spannend, schade. Fazit: Kann ich einfach nicht weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel

    Kalteis

    Sky

    08. August 2012 um 16:46

    Die kalte Seite Münchens Kathie will raus aus ihrem Dorf. Ihr Vater will schließlich auch, dass sie ihm nicht mehr auf der Tasche liegt und sie selbst sich ein Leben aufbaut. Darum fährt sie nach München und will ein neues Leben beginnen. Doch nicht als eine Dienstmagd, sondern etwas viel besseres, etwas, wovon sie leben kann. Am besten wie ihre neue Bekanntschaft Mitzi, der alles von ihrem Verlobten gezahlt wird. Zur gleichen Zeit läuft eine Mordserie im München der 1930er Jahre. Frauen werden vergewaltigt, umgebracht und verstümmelt... Mit „Tannöd“ hat Andrea Maria Schenkel große Resonanz erreicht und legt mit „Kalteis“ nach. Und sie bedient sich demselben Aufbaus wie bei ihrem Debüt: Realer Hintergrund, durchmischt mit Fiktion. Schon die Erzählweise knüpft an „Tannöd“ an: Die Geschichte wird in verschiedenen Perspektiven erzählt, die wie Zeugenvernehmungen gestaltet sind und je nach Perspektivträger in erster oder dritter Person geschildert sind. Dadurch wird dem Leser ein umfassender Blick zwischen innerer und äußerer Reflexion der Figuren gegeben, wie sie gesehen werden und sie tatsächlich sind. Dabei steht oft im Zentrum ein Perspektivträger im Wechsel mit der einseitigen Vernehmung von Joseph Kalteis und einem auktorialen Erzähler. Der Schreibstil ist geprägt von hauptsächlich kurze Satzstrukturen, die mit bayrischen Dialekt einhergehen um einen erzählenden Charakter zu gewinnen um gleichzeitig lokales Flair zu bewirken. Hintergrund der Handlung des Romans ist dabei eine Mordserie, die es tatsächlich Beginn der 1930er Jahre gab. Darauf baut die Handlung auf und wird gemischt mit Mutmaßungen und Fiktion. Im Zentrum von „Kalteis“ steht dabei Kathie, die ihr Glück in der Großstadt München finden, dort arbeiten, leben, lieben und fliehen aus der Heimat will. Diese Haupthandlung wird durch die Übergriffe auf Mädchen unterbrochen, die von verschiedenen Personen geschildert werden. Diese Art von Erzählung hat etwas kriminalistisches, baut Spannung auf und führt gleichzeitig zur Verwirrung des Lesers. Während man mit vielen Informationen überschüttet und von den Nebenhandlungen beeinflusst wird, versucht man hinter die Morde zu kommen, die aber keine große Kombinationsfähigkeit verlangen. Denn der Täter ist ab der ersten Seite klar und das Ende kommt alles andere als überraschend. Alles ist vorgegeben und so lebt der Roman nicht von spannenden Überraschungen, sondern eher vom Täter selbst, das Monströse, was Andrea Maria Schenkel unterstreichen will, abhängig von der damaligen Zeit und den herrschenden Verhältnissen. Sie versucht den Zeitgeist einzufügen und schafft es einem in ein vergangenes München zu entführen. Aber hier bleiben auch die einzigen positiven Aspekte. Das Risiko an vielen Perspektiven, ist die Problematik, dass sie sich zu sehr ähneln und keine eigene Persönlichkeit ausstrahlen. Dieses Problem hat auch „Kalteis“ und so fällt es den Figuren an eigenen Charakter. Sie ähneln sich sehr, unterscheidet sich nur minimal und sprechen alle durch die Bank gleich. Alle reden sie in kurzen Sätzen und niemand hebt sich besonders hervor. Nur dadurch, was sie beruflich tun und woher sie kommen, lässt sie zu einzelnen vorstellbaren Charakteren werden. Auch hat die Handlung nur das zu bieten, was man erwartet und nicht mehr. Sie ist linear und es kommen keine Wendepunkte auf. Dadurch ist sie vorhersehbar und die Spannung bleibt nur durch den Schreibstil und Aufbau. So bleibt nur ein durchschnittliches Psychogramm eines Serienmörders, der Frauen aus reinem Trieb tötet. Fazit „Kalteis“ arbeitet nach demselben Schema wie das Debüt von Andrea Maria Schenkel und schafft trotz allem nicht, an dieses heranzureichen. Blasse Charaktere und fehlende Spannung, aber eine immer noch interessanter Aufbau eines Kriminalromans, machen „Kalteis“ nur zu durschnittlicher Lektüre.

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  • Rezension zu "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel

    Kalteis

    MaryLouise

    21. May 2012 um 18:20

    >>>Klappentext: München in den 30er Jahren: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt - auch Katie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein. <<< Also... ich bin nicht sehr weit gekommen.. und ich hasse es wirklich Bücher abzubrechen, aber ich komm' nicht drum rum es bei diesem Buch zu tun! Der Schreibstil ist einfach nur schrecklich. Abgehackte Sätze, Artikel vor Namen (was ich 'auf den Tod nicht ausstehen kann') und überhaupt nicht spannend. Vielleicht nehme ich das Buch irgendwann mal wieder in die Hand, wenn sich mein SuB lediglich auf dieses beschränkt. Aber solange das nicht der Fall ist, wird es wohl nicht vorkommen, dass ich es noch einmal in die Hand nehme. Einfach nur schrecklich. Ein kleines Beispiel (bei dem es nicht ganz so schlimm ist.. ich will ja keinen verschrecken. Es soll sich ja jeder seine eigene Meinung bilden): >>Ob sie denn keinen Koffer hätte, wöllte die Bösl noch wissen. Eingestellt habe sie den, war Kathies Antwort. Aber die schien die Bösl gar nicht mehr zu interessieren, vom Tisch ist sie aufgestanden und rüber zur Kammer gegangen. Hat die Tür aufgemacht und mit dem Kopf in Richtung der offenen Tür genickt. "Da drinnen kannst schlafen." <<< Also, ich mag den Schreibstil gar nicht... Ohne der Autorin gegenüber böse oder unfair sein zu wollen, ihr gar unnötig nahe treten zu wollen und falls irgendjemand dies liest, der sie kennt, es soll niemand persönlich nehmen, aber das klingt wie fisch von einem Bauerntölpel geschrieben, der so gar keine Ahnung von Grammatik und gutem Satzbau hat. Der Klappentext geht ja noch, da hört sich das Buch auch interessant an, aber wenn man anfängt zu lesen - welch ein Graus! Wer also, wie ich, gute Sätze mag und sich von umständlich geschriebenen und schlecht zu verstehenden Sätzen gestört fühlt, dem rate ich dringlich von diesem Buch ab! (Gut, dass ich das Buch lediglich geschenkt bekommen habe - und das vor geraumer Zeit - und nicht selbst gekauft habe, sonst würde ich mich wahrscheinlich noch mehr ärgern als so schon.)

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  • Rezension zu "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel

    Kalteis

    literat

    29. February 2012 um 20:34

    Guter, origineller Krimi. Und gut geschrieben, ich mag den Stil der Autorin.

  • Rezension zu "Kalteis" von Andrea Maria Schenkel

    Kalteis

    Sternenstaubfee

    05. October 2011 um 16:59

    München in den 1930er Jahren. Kathie ist jung. Sie ist im Dorf aufgewachsen, aber jetzt zieht es sie in die Stadt. In München möchte sie ihr Glück machen, doch sie wird Opfer eines Serienmörders. * Meine Meinung * Rein inhaltlich ist die Geschichte spannend, allerdings geht für meinen Geschmack durch den Schreib- bzw. Erzählstil der Autorin vieles an Spannung verloren. Dabei stören mich nicht einmal so sehr die Zeitsprünge, sondern einfach die Art des Erzählens. Ich konnte das Buch zwar flüssig und schnell lesen, aber richtig packen konnte mich die Story nicht. Die Charaktere blieben alle irgendwie oberflächlich, gingen nicht in die Tiefe. Ich konnte keinen Bezug zu ihnen aufbauen. Mir hat einfach das gewisse Etwas hier gefehlt. Da mich das Buch aber dennoch nicht gelangweilt hat und ich es flüssig lesen konnte, bekommt es drei von fünf Sternen.

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