Andrea Maria Schenkel Täuscher

(28)

Lovelybooks Bewertung

  • 32 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 11 Rezensionen
(5)
(12)
(9)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Täuscher“ von Andrea Maria Schenkel

»Je schlechter der Mensch, desto größer das Glück.« Landshut 1922: Die Musiklehrerin Clara Ganslmeier und ihre Mutter wurden in ihrer Wohnung ermordet, ihr Schmuck ist gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen und Aussagen diverser Zeugen führen rasch auf die Spur von Hubert Täuscher, dem Verlobten von Clara Ganslmeier. Die Indizien scheinen erdrückend und er wird trotz seiner Unschuldsbeteuerungen schuldig gesprochen, das Todesurteil vollstreckt. Aber hat er tatsächlich den Mord begangen?

Gut recherchierter Krimi mit ungewöhnlicher Struktur

— gretavox

Konnte mich leider nicht fesseln...

— Diana182

Meine Lieblingsautorin. Ich bin begeistert.

— Bernhard123

Gut geschriebenes Buch, aber ich habe mir mehr davon erwartet. Spannung war nicht so da.

— lesedini

Stöbern in Krimi & Thriller

Geheimnis in Rot

So stelle ich mir typischen englischen Krimi aus den 20er Jahren vor. Kann ich mir gut als alten schwarz/weiß Film vorstellen

Gelinde

Oxen. Das erste Opfer

Spannender Fall, interessanter geschichtlicher Hintergrund, gut geschrieben - ich freue mich auf Teil 2!

miah

Die Prater-Morde

Sarah Pauli setzt wieder ihre Spürnase ein, jedoch fehlte mir diesmal das Okkulte und der Lokalkolorit. In der MItte etwas spannungsarm

tinstamp

Was wir getan haben

Die Geschichte hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen, ist aber nicht wirklich schlecht. Vorhersehbar, aber definitiv gut geschrieben.

eulenmatz

Die Brut - Die Zeit läuft

Sie sind immer noch da... und sie spinnen den Leser ein mit ihren Fäden und zwingen immer weiter zu lesen- spannend- freu mich auf Band 3

Buchraettin

Murder Park

Spannend und düster

krimielse

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Täuscher

    Täuscher

    Giselle74

    30. September 2017 um 12:08

    Ich habe schon viel von Andrea Maria Schenkel gehört, daß ich ihre Romane "Tannöd" und später dann "Kalteis" unbedingt lesen müsse, daß mir ihre Bücher bestimmt gefallen würden etc. Nun habe ich also ihr neuestes Buch "Täuscher" gelesen. Es ist mit Sicherheit gut geschrieben, sprachlich flüssig, inhaltlich interessant, Aufbau spannend. Es geht um einen Doppelmord in einer süddeutschen Kleinstadt im Jahr 1922. Ermordet wurden eine Klavierlehrerin und ihre kranke Mutter, verdächtigt wird der Geliebte der ersteren. In Zeitsprüngen laufen nun Gerichtsverhandlung und Vorgeschichte nebeneinander ab, man erfährt mehr über die Opfer und den angeblichen Täter, über das damalige Justizsystem und den Umgang mit der zu dem Zeitpunkt noch möglichen Todesstrafe. Und wie schon oben gesagt, eigentlich gibt es nichts zu mäkeln. Nur blieben die Personen für mich seltsam unscharf, im Grunde hat mich wenig interessiert, was mit ihnen passiert. Ich habe keinen Einstieg gefunden in diese Geschichte, keinen Punkt an dem mein Interesse stärker erwacht wäre. Ja, ich habe das Buch in einem Zuge gelesen, es ist nicht so umfangreich, und ich habe auf den springenden Funken gehofft, leider vergeblich... Was wirklich schade ist, denn dieses Buch ist gut gemacht und hat alles, was einen guten Kriminalroman ausmacht. Nur eben nicht für mich.

    Mehr
  • Interessanter Zickzackkurs

    Täuscher

    gretavox

    07. January 2016 um 12:00

    Hin und her schickt Anna Maria Schenkel, die mit Tannöd bekannt gewordene Krimi-Autorin, ihre Leser auf der Suche nach einem Doppelmörder im Landshut der 1920er Jahre. Einmal mehr beruht Schenkels Roman auf einem authentischen Kriminalfall, wieder verlangt sie durch Zeitsprünge und fehlende Chronologie dem Leser einiges ab. Aber auch in „Täuscher“ besticht die Autorin durch die gleichen schriftstellerischen Tugenden wie in ihren Vorgängerwerken: präzise Recherche und eine sachliche, fast schon protokollarische Erzählweise. Aus einer anfangs etwas unüberschaubaren Story gelingt es ihr, einen Roman zu schaffen, in dem sich zum Schluss die Bruchstücke des Mosaiks zu einem logischen Ganzen zusammenfügen. „Täuscher“ fehlt zwar das Unheimliche, Düstere der ersten Romane von Anna Maria Schenkel, dennoch ein weiterer Krimi in einer ungewöhnlichen Umsetzung. „Täuscher“ fehlt zwar das Unheimliche, Düstere der ersten Romane von Anna Maria Schenkel, dennoch ein weiterer Krimi in einer ungewöhnlichen Umsetzung.

    Mehr
  • Hätte etwas mehr erwartet.

    Täuscher

    Diana182

    15. October 2015 um 16:39

    Das Cover zeigt die Drucktasten einer alten Schreibmaschine. Zwar ein interessantes Bild, aber ich habe nicht so wirklich verstanden, was dies mit dem Inhalt des Buches zu tun haben könnte. Ich vermute einmal, des es einen Bezug auf das Jahr nimmt, in dem die Geschichte erzählt wird. Nämlich im Jahre 1922. Der Buchtitel ist schlicht und einfach der Nachname der Hauptperson, die im Buch wegen Doppelmordes angeklagt wurde. Anfangs fand ich die Geschichte recht intressant. Der bayrische Dialekt verleiht dem Buch das gewisse Etwas. Der Schreibstil ist flüssig und nimmt den Leser mit an den Ort des Geschehens. Auch die gewählte Zeitepoche gefällt mir gut. Jedoch bin ich dann beim lesen des öfteren durcheinander gekommen. Mal ist man vor Gericht, mal ist man wieder in der Vergangenheit. So habe ich dann nach und nach leider den Faden verloren. Es wird zb. von einem Mann mit 2 verschiedenen paar Schuhen berichtet. ich habe gestern Abend die letzten Seiten gelesen und kann mich nun nicht mehr erinnern, was es mit dieser Person auf sich hat und habe nicht richtig mitbekommen, ob dieses noch aufgeklärt wurde. Wie auch schon oben erwähnt, fand ich den bayrischen Dialekt nicht schlecht gewählt - jedoch konnte ich mit manchen Worten dann leider nicht veil anfangen und konnte nur vermuten, was damit gesagt werden sollte. Und so richtige Spannung wollte sich leider auch nicht aufbauen. Es plätscherte eher die ganze Zeit so vor sich hin. Wäre das Buch um einiges dicker gewesen, hätte ich es wohl nach ein paar Kapiteln aus der Hand gelegt.

    Mehr
  • Toller Krimi für Schenkel-Fans

    Täuscher

    LiebezuBuechern

    Landshut 1922: Ein blutiger Doppelmord erschüttert die ganze Stadt. Der Hauptverdächtige ist der Sohn eines reichen Bürstenfabrikanten und gleichzeitig das schwarze Schaf der Familie. Obwohl alle Indizien dafür sprechen, dass er der Mörder ist, leugnet er beharrlich. Kann man ihm glauben? Ist er ein abgebrühter, kaltblütiger Mörder oder das Opfer eines schrecklichen Justizirrtums? Andrea Maria Schenkel ist wohl eine Autorin, die man entweder liebt oder hasst. Etwas dazwischen mag es scheinbar nicht geben. Mit ihrem ersten Buch „Tannöd“ für das sie 2007 den deutschen Krimi-Preis erhielt entzweite sie die Massen. Ihr Markenzeichen sind die recht kurzen Bücher, die meist kaum einen Umfang von 200 Seiten überschreiten und bayerische Kriminalfälle beschreiben, die auf wahrer Begebenheit beruhen. Auch der Fall von Clara Ganslmeier und ihrer Mutter tut dies. Ein Umstand, der den Leser noch mehr fesselt. Zu wissen, dass die beschriebenen Ereignisse sich genauso zugetragen haben, macht den ganzen Fall und das ganze lesen gleich zu einem anderen Erlebnis. Der Leser bekommt hier klar und deutlich vor Augen geführt, wie schwierig das Leben in einer bayerischen Kleinstadt sein kann. Hubert Täuscher wird von der ganzen Stadt an den Pranger gestellt. Jeder weiß etwas zu berichten und, dass Täuscher schuldig ist, steht außer Frage. Schnell lässt sich auch die Justiz und Staatsanwaltschaft darauf ein und treibt den Prozess voran. Klare Indizien werden ausgeblendet, dem Angeklagten kein Wort geglaubt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die einzelnen Abschnitte sind nicht chronologisch geordnet. Diese Tatsache erwartet einen aufmerksamen Leser, der konzentriert der Geschichte folgt. Dennoch kann man dem Buch ohne Probleme folgen. Die Autorin schafft es gekonnt Spannung zu erzeugen, sodass man das Buch schwer aus der Hand legen konnte. Wie für sie üblich, springt die Geschichte zwischen Erzählungen und Dialogen, Zeitungsberichten und Vernehmungsprotokollen hin und her. Schenkel bleibt auch mit diesem Buch ihrem Stil treu, streut Lokalkolorit und ebenso den bayerischen Dialekt mit ein. Leser, die diesem Dialekt nicht mächtig sind, werden allerdings keine Verständigungsprobleme haben. Außerdem geht sie auf die damaligen Lebensumstände ein und berichtet detailliert. Das Ende wurde nicht ganz perfekt gewählt. Für mich als Leser sind noch einige Fragen offengeblieben, auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte. Ich selbst empfand es doch etwas zu abrupt. Fazit: Wer Bücher von Andrea Maria Schenkel mag, der muss auch dieses Buch lesen. Ihr Stil ist nicht jedermanns Sache, wenn man sich aber erst einmal darauf einlassen kann, dann wird das Buch zu überzeugen wissen.

    Mehr
    • 2
  • Ein historischer Kriminalfall

    Täuscher

    Karin_Kehrer

    03. November 2013 um 11:38

    Wieder befasst sich die Autorin mit einem historischen Kriminalfall, diesmal aus den Zwanziger Jahren in der Kleinstadt Landshut.  Die Autorin vermag sehr gut die Atmosphäre der Zwischenkriegszeit darzustellen. Die Armut der einfachen Bevölkerung, das Suchen nach Möglichkeiten, um Geld zu verdienen, das auch dem Mörder und seinem Opfer zum Verhängnis wird.  Ob der Verdächtigte wirklich schuldig war, möchte ich hier nicht verraten. Eine interessante Milieustudie, welcher der verwendete Dialekt noch zusätzlich Leben verleiht.

    Mehr
  • er war's, er war's nicht...

    Täuscher

    GuteMiene

    09. October 2013 um 08:24

    Man schreibt das Jahr 1922: Landshut Ein grausiger Doppelmord erschüttert die (Klein)Stadt. Ein Täter ist schnell gefunden. Es kommt zur Gerichtsverhandlung und alle sind von seiner Schuld überzeugt. Er jedoch, plädiert auf unschuldig… Die Autorin Andrea Maria Schenkel schafft es durch den Wechsel von Erzählperspektiven und  Zeitsprüngen den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Durch den Sprachstil (dialektdurchsetzt) und die bildhaften Formulierungen fühlt man sich nach 1922 zurückversetzt. Die beteiligten Personen lernt man nur über Beschreibungen und Aussagen von Dritten kennen, und der Leser bildet sich so seine Meinung über den Tathergang. Das Ende ist in dieser Konsequenz –nach heutiger Sicht- nicht vorhersehbar und lässt auch einige Fragen offen. Aber wer sagt dass ein Kriminalroman alle Fragen beantworten muss? Ich möchte dieses Buch allen empfehlen, die nicht nur 08/15 Kriminalromane lesen mögen, und sich gerne einmal in eine andere Zeit versetzen lassen möchten. Es war für mich sicher nicht das letzte Buch von Andrea Maria Schenkel, das ich gelesen habe.  

    Mehr
  • Intelligenter Krimi mit dichter Atmosphäre

    Täuscher

    michael_lehmann-pape

    01. October 2013 um 12:37

      In das Jahr 1922 entführt Andrea Maria Schenkel den Leser mit ihrem neuen Kriminalroman.   Die Zeit, in der das Kino groß in Mode kam, auch in Landshut, wo ansonsten in der Regel nicht viel sonstiges passiert. So passt es gut, dass Kreszentia Wurzer, die Frau es Kriminalwachtmeisters, aufgewühlt nach einem „mörderischen“ Film kaum zur Nachruhe findet. So täuschend echt sah die Leiche im Film aus. Gut, dass das „bei uns“ nicht passiert.   Weit gefehlt im Übrigen, denn schon am nächsten Tagen werden zwei Frauen, Mutter und Tochter, ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Und ganz Landshut steht Kopf und scheint sich im Treppenaufgang zur Tatwohnung zu drängen.   Brutal, ja, aber doch schnell aufgeklärt, meint die Öffentlichkeit. Meinen auch zunächst die ermittelnden Kriminalen. Denn Hubert Täuscher, Juniorerbe einer Besenfabrik, „hatte was“ mit der ermordeten Tochter. Und gleichzeitig auch mit einer anderen jungen Frau. Und da beide voneinander erfahren hatten, war die Stimmung zwischen den Beteiligten seit Wochen vor aller Augen schon gereizt.   „Die Thea hat den Hubert und die Clara zur Rede gestellt. Aufeinander los sind´s wie die Furien“.   Zudem genießt Hubert Täuscher an sich nicht den besten Ruf. „Angeber und Geck“ sind da noch die harmlosen Urteile der Landshuter über den jungen Mann.   Doch bei der Verhandlung knickt dieser in keiner Weise ein und nicht nur dem Leser schwant bald, dass es noch ganz andere Figuren im Spiel gibt, die ihre ganz eigenen Motive gehabt haben könnten. Den Frauen oder Hubert zu schaden, je nach Sichtweise.   Wer also ist Freund und Feind und von welcher Seite könnte ein Verrat an Freundschaft erfolgt sein? Oder macht Hubert seinem Namen alle Ehre und ist ein perfekter „Täuscher“? Ein schwacher Mann? Einfach aufgeblasen? Oder ein kalter Mörder?   „Rache und Eifersucht waren schon immer gute Motive ...... Da hat schon mancher einen Blödsinn gemacht“.   Immer tiefer führt Schenkel den Leser in dieses Konglomerat aus wechselseitigen, verdeckten Beziehungen ein und hält die Spannung durch immer wieder, auch kleiner, Wendungen im Verständnis des Geschehenen hoch.   Zudem gelingt es ihr, die Atmosphäre der Zeit und das spezielle Lokalkolorit im Landshut jener Jahre durchgehend durch ihre Personen fassbar zu gestalten. Eine keine Welt mit großen Gefühlen, eine überschaubare Bewohnerschaft mit durchaus verdeckten Interessen bei dem ein oder anderen.   Alle in allem ein spannender, ruhiger, intelligent konzipierter und gut erzählter Kriminalroman.

    Mehr
  • Täuscher

    Täuscher

    Themistokeles

    26. September 2013 um 09:52

    Bei diesem historischen Krimi merkt man auf jeden Fall sofort, wie sich doch die Ermittlungstechniken verändert haben, was es daher sicherlich auch für Unterschiede bei den Ergebnissen einer Ermittlung gibt und vor allen Dingen auch, wie interessant es doch auch immer wieder ist, was früher so über Alltägliches von heute gedacht wurde. Unter anderem musste ich nämlich doch etwas schmunzeln, als ich die Meinung zur Abnahme von Fingerabdrücken am Tatort gelesen habe, was damals wohl noch als »neumodischer Schnick-Schnack« galt, der nicht wirklich vertrauenswürdig war. Ebenso galt das Kino damals noch als gefährlich, da man nie wusste, was für Flausen es den Menschen in den Kopf setzt und ob die schnelle Bildfolge nicht eventuell das Gehirn aufweicht. Und ich finde es ehrlich dabei spannend, wie man Parallelen zu neuen Technologien heutzutage ziehen kann, wie sich doch immer wieder alles wiederholt. Die Geschichte an sich ist dabei auch noch sehr interessant aufgebaut, da die Autorin mit den Kapiteln von einer Zeit zur anderen sprint und das auch nicht gerade nach einem leicht erklärbaren Muster, da erlebt man Szenen direkt nach dem Mord, weit vor dem Mord und von der Verhandlung über den Mord, vollkommen durcheinander. Das Ganze noch gemischt, mit ab und an einem Artikel aus der Zeitung, der sich mit dem Mord beschäftigt. Und das wundersame daran, trotz dieser sehr wirr wirkenden zeitlichen Abfolge, die bar jeder Chronologie ist, macht alles genau so, in dieser Reihenfolge einen Sinn. Dabei ist es dann auch so, dass man immer mal wieder leicht anderen Vermutungen erliegt, auch wenn sich ab einem bestimmten Punkt eine sehr starke Vermutung herauskristallisiert, die einen auch ab da an, bis zum Ende verfolgen wird. Besonders macht das Rätseln auch dadurch Spaß, dass die Charaktere gleichzeitig so durchschaubar wirken und dann sich doch ab und an mal wieder etwas an ihnen offenbart, was man so nicht unbedingt erwartet hätte. Besonders bei Täuscher selbst, war ich mir nie so ganz sicher, ob ich ihn jetzt richtig einschätze oder doch vollkommen daneben liege. Zumal auch alle, vor allen Dingen durch ihre doch sehr dörfische Art, oftmals sehr interessant waren und vor allen Dingen die Wortwahl der Autorin, die in der wörtlichen Rede oftmals im Dialekt gehalten war und auch relativ altmodisch wirkte, einfach eine sehr stimmige Atmosphäre dieser Zeit hat entstehen lassen. Einzig das Ende hat mir eher nicht so sonderlich gefallen, denn auch wenn der Tathergang erklärt wurde, blieben einfach noch einige Fragen offen, die ich gern geklärt bekommen hätte, besonders, da mir eine Person die gesamte Geschichte hindurch als relevant für den Fall vorkam und dann am Ende einfach unter den Tisch fiel. Solche Dinge mag ich einfach nicht, da ich mich ungern viel mit Charakteren beschäftige, die am Ende scheinbar sinnlos waren. Für Krimifans, die auch gern mal etwas in einem historischen Setting lesen und denen es nichts ausmacht, wenn die Tat nicht vollkommen undurchschaubar ist, auf jeden Fall ein gutes Buch.

    Mehr
  • Historischer Kriminalroman mit viel Lokalkolorit

    Täuscher

    PMelittaM

    20. September 2013 um 17:33

    1922 gibt es in Landshut einen Doppelraubmord. Mutter und Tochter Ganslmeier werden brutal umgebracht, der Schmuck gestohlen. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht: Hubert Täuscher, der Verlobte der jüngeren Toten. Doch war er wirklich der Täter? Andrea Maria Schenkel arbeitet geschickt mit mehreren Perspektiven und erzählt außerdem nicht chronologisch. Immer wieder gibt es Rückblenden, so dass die Leserschaft das tatsächliche Geschehen um die Tat erst nach und nach erfährt, während sie parallel dazu den Ermittlungen und sogar der Gerichtsverhandlung folgen kann. Das gibt dem Roman eine ganz eigene Dynamik und auch eine gewisse Art von Spannung. Außerdem erlaubt es zwar mitzuraten, bringt aber die Gedankengänge auch öfter ins Wanken. Mir gefällt diese Art der Erzählung sehr gut, sie erfordert aber auch ein aufmerksames Lesen, zumal ständig Hinweise eingestreut werden. Lesen lässt sich der Roman dennoch sehr flott. Die Charaktere sind aber, wohl auch auf Grund dieser Erzählweise, relativ oberflächlich gezeichnet. Manche, wie den mutmaßlichen Täter, lernt man vorwiegend aus Sicht anderer Menschen kennen, so dass man sich nie sicher sein kann, was tatsächlich stimmt. Was mir sehr gut gefällt, ist das Lokalkolorit, die Sprache ist dialektdurchsetzt, doch auch, wenn man nicht jedes Wort versteht, wird man der Handlung folgen können. Die Dialektbegriffe sind eher ein Schmankerl für diejenigen, die sie verstehen. Ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt. Die damalige Zeit hat die Autorin gut eingefangen. Sei es bei den Ermittlungen, den Lebensverhältnissen oder auch der Ablehnung neuer Medien (Kinofilme schaden der Jugend!). Mir hat der Roman gut gefallen, wie auch schon andere Romane der Autorin. Nicht ganz zufrieden war ich mit dem Ende, es blieb doch noch die eine oder andere Frage offen, die ich gerne beantwortet hätte. Ein interessanter Roman, den ich auf jeden Fall empfehlen kann.

    Mehr
  • Ein grausamer Doppelmord in Landshut

    Täuscher

    claude20

    19. September 2013 um 10:56

    Es geschah in Süddeutschland im Jahre 1922. Ein grausamer Doppelmord beunruhigt die Bewohner von Landshut. Ein Hauptverdächtiger ist schnell gefunden. Es kann nur der Sohn des Bürstenfabrikanten gewesen sein. Schließlich war er der Verlobte eines der Opfer und er wird als das schwarze Schaf der Familie angesehen. Der Angeklagte leugnet aber beharrlich seine Schuld, obwohl die Indizien gegen ihn sprechen. Ist er auch ein Opfer der Umstände, der Denunzierungen und seines vorherigen Lebens oder ist er ein brillianter und auch abgebrühter Mörder? Das war mein erstes Buch der Autorin Andrea Maria Schenkel und ich war sehr positiv überrascht. Sie schafft es mit einer einfachen und nicht überzogenen Sprache die Stimmung des Jahres 1922 sehr schön einzufangen. Die unterschiedlich auftauchenen Charaktere und Protagonisten werden unter anderen durch die Verwendung des bayrischen Dialektes nahezu perfekt beschrieben und in Szene gesetzt.  Die Kapitel dieses Krimis werden in verschiedenen Zeitebenen und zusätzlich auch unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt und betrachtet, damit der Leser einen umfassenden Einblick in das Geschehen erhält. Dies ist der Autorin auch sehr gut gelungen und die Geschichte bleibt unter anderen aus diesem Grund bis zum Ende interessant und spannend. Nach dem Genuss dieses Buches werde ich bestimmt in nächster Zeit noch einige Bücher der Autorin lesen. Danke auch für die sehr angenehme und interessante Leserunde. Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkte und gerne auch eine Leseempfehlung. © claude

    Mehr
  • facettenreicher historischer Krimi

    Täuscher

    utaechl

    18. September 2013 um 22:33

    Inhalt: Die bayrische Kleinstadt Landshut wird 1922 von einem Doppelmord erschüttert. Clara Ganslmeier und ihre Mutter werden tot aufgefunden und der Verdacht fällt schnell auf ihren Verlobten, Hubert Täuscher. Zusammen mit einem Komplizen, der für Verkauf des gestohlenen Schmucks zuständig gewesen sein soll, landet er vor Gericht und die Verurteilung scheint reine Formsache. Doch er will einfach nicht gestehen und es kommen doch einige Zweifel auf, ob es sich nicht anders zugetragen haben könnte und der Täter vielleicht selbst Opfer ist. Setting und Stil: Andrea Maria Schenkel schafft es perfekt Landshut und München des Jahres 1922 vor dem Auge des Lesers mit Leben zu füllen. Sowohl der benutzte Akzent, als auch die alltäglichen Dinge, die uns heute seltsam vorkommen, werden gekonnt dem Leser näher gebracht. Die gesellschaftlichen Besonderheiten der Nachkriegszeit, die allgemein eher negative Situation für die Bevölkerung und die mehr oder weniger legalen Überlebensstrategien einzelner finden ihren Platz. Das sehr stimmige Gesellschaftsbild bildet die Grundlage für den Kriminalfall, der von den Ermittlern mit den damaligen Methoden angegangen wird. Nachdem man sich an die Urbayrischen Begriffe gewöhnt hat, liest sich das Buch sehr gut. Die Geschichte wird sehr kompakt erzählt, einige Handlungsfäden offen gelassen und es ist schwer, sich wieder vom Buch zu trennen. Charaktere: Von den Hauptfiguren bis hin zu der kleinsten Nebenrolle sind die Charaktere sehr individuell gestaltet und erwachen wie in den im Buch verteufelten Filmen vor dem Auge des Lesers zum Leben. Sehr schöne Beschreibungen, individuelle Wortwahl und typische Handlungen bis hin zu einem markant geworfenen Feudel lassen uns mitten hineintauchen in die historischen Ereignisse. Auch wenn der namensgebende Täuscher gar keine so große Rolle einnimmt, geht es indirekt halt doch immer um ihn und seine Beziehung zu den anderen. Geschichte: Der Doppelmord und seine Aufklärung stehen natürlich im Zentrum, aber gleichzeitig geht es um noch viel mehr. Moral und Sitte der damaligen Zeit, Vorverurteilung durch die Justiz und Gesellschaftsverhältnisse, die sich im Wandel befinden. All dieses wird von Andrea Maria Schenkel hervorragend verwoben. Der Leser darf nach jedem Kapitel seine Ansichten und Mutmaßungen überdenken, Zeitsprünge sorgen dafür, dass man umso genauer aufpasst und unzählige Spuren machen es einem nicht gerade leicht, der richtigen zu folgen. Fazit: Andrea Maria Schenkels neuester Krimi ist ein sehr lohnenswertes Leseerlebnis, das zum Miträtseln, Nachdenken und Beschäftigen mit der damaligen Zeit einlädt. Eine Reise in eine Epoche, die noch nicht einmal 100 Jahre zurück liegt und trotzdem in vielen Dingen grundverschieden zu unserer ist. Auch wenn die alltäglichen Probleme den unseren gleichen, sehen die Lösungen anders aus. Eine spannende und fesselnde Zeitreise zu einem Kriminalfall, der es in sich hat. Facettenreich und sehr unterhaltsam entwickelt sich die Geschichte, die in unserem Kopf zum Leben erwacht und gerne weitergesponnen werden darf. Für alle zu empfehlen, die vor dem ein oder anderen bayrischen Ausdruck nicht zurückschrecken und Krimis und gute historische Geschichten lieben.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks