Andrea Micus

 3.3 Sterne bei 7 Bewertungen

Alle Bücher von Andrea Micus

Sortieren:
Buchformat:
Väter ohne Kinder

Väter ohne Kinder

 (1)
Erschienen am 02.03.2015
Ich hatte ein Leben

Ich hatte ein Leben

 (1)
Erschienen am 10.10.2016
Sex Ü60

Sex Ü60

 (1)
Erschienen am 29.08.2015
Hilfe, ich finde keinen Mann

Hilfe, ich finde keinen Mann

 (0)
Erschienen am 09.01.2017
Gefühle inklusive

Gefühle inklusive

 (0)
Erschienen am 28.07.2010

Neue Rezensionen zu Andrea Micus

Neu

Rezension zu "Ich hatte ein Leben" von Andrea Micus

Die beklemmende Geschichte eines Soldaten, der traumatisiert aus dem Kriegseinsatz heimkehrt ..
Bommerlindavor 2 Jahren

Schon bald nach ihrer Aufstellung im Jahr 1955 hat die Bundeswehr sich an humanitären Hilfsaktionen im Ausland beteiligt. Daraus wurde im Verlauf der 90er Jahre ein dauerhaftes und teils langjähriges Engagement in Auslandseinsätzen, anfangs in Bosnien, später dann im Kosovo. Höhepunkt dieser Entwicklung war der ISAF-Kampfeinsatz in Afghanistan von 2002 bis 2014. Mittlerweile sind Bundeswehrsoldaten bei Missionen in Europa, Asien und Afrika sowie im Mittelmeer und am Horn von Afrika im Einsatz. Dies geschieht stets im engen Schulterschluss mit den EU-Partner und den Verbündeten der NATO (bundeswehr.de).
Was aber wird aus denen, die in ihren Kriegseinsätzen mit dem Tod und dem Sterben von Kameraden, Zivilpersonen oder aber dem Gegner konfrontiert werden. Kann man nach seinem Einsatz im Krisengebiet ganz normal in den Alltag zurückkehren oder aber bleiben da Narben von all dem, was erlebt wurde. Fast ein Viertel aller deutschen Soldaten kehrt mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zurück. Zurück zur Freundin, zur Ehefrau, zu den Kindern, wieder in den Kreis der Familie und alle erwarten, dass alles so weitergeht, wie es vor dem Auslandseinsatz gewesen ist. Der Alltag gespickt im immer wiederkehrenden Rhythmus, mit den stinknormalen Problemen, mit Freude und auch einmal ein wenig Streit und Leid. Kurzum, ein stinknormales Leben!

Was die Bundeswehr fast mit den Worten "humanitäre Hilfsaktion im Ausland" verniedlicht, sieht in der der Realität nicht mehr so niedlich aus. Das Gegenteil ist der Fall.
Autor Sandro Strack zeigt in seinem Buch seinen Kampf zurück in ein Leben auf, dass wieder von Freude und Glück begleitet wird. Schwer traumatisiert kehrt er aus seinem Kriegseinsatz in Afghanistan zurück. Panikattacken begleitet von Schlaflosigkeit und Schweißausbrücken sowie Albträumen und Atemnot erschweren die Zeit nach seinem Einsatz und rauben ihm jegliche Kraft nach seiner Rückkehr. Gerüche, Handlungen, Alltagssituationen sind negativ besetzt. Viele Dinge, die den Alltag ausmachen, assoziiert Strack mit den Erlebnissen des Krieges in Afghanistan. Autos, die zu dicht auf seinen auffahren, bereiten ihm Angst, könnten sie doch eine Bombe mit sich führen und in jedem Moment explodieren. Selbst der Weihnachtsbummel wird zu einem schweren Gang, riechen die gebrannten Maronen doch genauso wie verbranntes Menschenfleisch. Jeden Tag erneut durchlebt Strack ein Martyrium, das ein normales Leben nicht möglich macht. Auf Unterstützung des Staates wartet er traurigerweise vergebens. Es scheint so, als gehöre es sich nicht, traumatisiert aus einem Krieg zurückzukehren. Soldaten sind starke Typen, ganze Männer und keine Weicheier. Traumatische Erlebnisse werden weggesteckt. Über sie wird nicht geredet und schon gar nicht leidet man unter diesen. Augen zu und durch.

Ein Buch, das nachdenklich stimmt und die furchtbare Wahrheit der Kriegseinsätze im Ausland widerspiegelt. Nachdenklich, weil die Bundeswehr an alles denkt, nur nicht an die zurückkehrenden Soldaten aus einem Krisengebiet. Es ist fast so, als würde die Bundeswehr die Augen vor der Realität verschließen. An all diesen schrecklichen Erfahrungen und dem steinigen Weg zurück in ein lebenswertes Leben lässt Sandro Strack den Leser teilhaben. Ein Buch, das den Leser berührt, aufhorchen lässt und vorallem die Realität des Soldatendaseins aufzeigt. Hier geht es um Menschen, die sich im Kriegseinsatz befinden und nicht um Maschinen.

Kommentieren0
5
Teilen
M

Rezension zu "Väter ohne Kinder" von Andrea Micus

Oft nicht im Blickpunkt
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Oft nicht im Blickpunkt

Matthieu Carriere hat vor Zeiten sein „Vater ohne Kind Sein“ öffentlich und medienwirksam thematisiert. Einer der wenigen, der durch diese Form der Darstellung den Blick der Öffentlichkeit auf die Gruppe der „getrennten Väter“ gelegt hat und damit ein Gegenbild zu vielen Vorurteilen auch geschaffen hat, dass Väter sich nach Trennungen gerne „auflösen“ aus dem gemeinsamen Leben.

Wie das ist, wenn nach einer schmerhaften Trennung plötzlich nicht nur die Beziehung, sondern gleich „die Familie“ per Zwang aus dem bis dato gemeinsamen Leben entfernt wird, das zeigt Micus anhand einiger sehr prägnanter Beispiele im Buch auf und geht der Frage der Bedeutung dieses Erlebens intensiv nach.

„Durch die Hölle gehen“, so ist das eben auch, wenn die ehemalige Partnerin oder ehemalige Ehefrau den Umgang mit dem oder den gemeinsamen Kindern verwehrt.

Gerade der Hauptteil „6 Väter erzählen“ im Buch kommt dem Leser emotional sehr nahe. Ohne großartigen Pathos oder Übertreibungen finden sich hier Erlebnisschilderungen („Ich will nicht mehr leiden“) in der Ich-Form, die ein sehr deutliches und klares Licht auf die Brüche, die Verletzungen, das Leiden jener Männer wirft, die eben nicht irgendeine „Flucht“ im Leben freiwillig gewählt hätte, sondern die emotional gebunden massiv und scherzhaft von ihren Kindern „getrennt wurden“.

„Meine Gefühle werden ein- und ausgeknipst“, so erzählt es Fabian im Buch. Seine Tochter ist aus einer her kurzzeitigen Affäre hervor gegangen und dennoch wäre er gerne da für das Kind. Doch als unehelicher Vater stehen die Chancen denkbar schlecht, hierfür eigene Möglichkeiten zu finden, wenn die Mutter es verhindern möchte.

„Ich habe begriffen, dass meine Frau an einer einvernehmlichen Lösung nicht interessiert ist. Sie will mich zwar loswerden, aber sie will es ohne größere finanzielle Verluste“.

Natürlich gilt nicht, dass dies alles nun einseitig wäre. Die „Paargeschichte“ ist voll von Streit, Konflikten, Machtspielen, die Frauen ebenso betreffen wie aber eben auch vielfach Männer, wovon dieses Buch ein klares Zeugnis ablegt.

Die Reflexion der individuellen Schicksale und die Möglichkeiten, in all dem andere Formen des Umgangs finden zu können finden sich je eingearbeitet in die Lebensbeispiele. Das ist allerdings ein wenig schade, da so die konstruktiven Möglichkeiten und das „sich Lohnen“ eines nicht-Aufgebens eher indirekt zum Tragen kommen. Eine von der „Ich-Form“ distanzierte und ausführlichere Form der Reflexion und des Ausblicks wäre wünschenswert gewesen, auch wenn natürlich die wesentlichen Informationen der verschiedenen Umgangsmöglichkeiten mit einer solchen Situation in den einzelnen Fallbeispielen inhaltlich zu lesen sind.

Ein wichtiges Thema und ein sehr persönliches Buch, das allemal das Lesen auch für nicht Betroffene Leser lohnt, um einen Einblick in die „andere“, häufig öffentlich nicht gesehene Seite der Trennungen von Familien zu erhalten.

Kommentieren0
7
Teilen

Rezension zu "Rubinroter Sommer: Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe" von Andrea Micus

nu habe ich es doch gelesen
dieFlovor 6 Jahren

mein erstes ebook ...

Es ist schon komisch welche Wege man gehen muss und kann, wie viel Kraft man braucht, um sich selbst zu finden. Karina Lorenz erzählt ihr Leben, sie, die unerfahrene, kleine Studentin aus dem Osten, die mit dem Mauerfall für den tollen Wessi ihr Leben, ihre Träume erst auf Eis legt, dann wegschmeißt. Es ist eine Geschichte, wie sie oft passiert. Der erste Eindruck blendet, man lässt sich leiten, man kann ich zurück. Haushalt, Geschäft, Kinder - keine Zeit für Gefühle, so sieht ihr Leben aus. Bis Kathleen kommt, neuen Schwung in den Laden bringt und das Lachen in Karinas Gesicht zurückführt. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht, trotz allen ein Buch, was ich weiterempfehlen kann. Es liest sich gut und eigentlich ist man viel zu schnell am Ende! Wenn es 3,5 Sterne geben würde - wäre ich dafür, ... so sind es eben vier hier! ( für den Mut, sich so zu outen und sein Leben zu erzählen)

Kommentieren0
35
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 10 Bibliotheken

Worüber schreibt Andrea Micus?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks