Andrea Micus Väter ohne Kinder

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Inhaltsangabe zu „Väter ohne Kinder“ von Andrea Micus

Viele männer verlieren nach einer trennung nicht nur die Partnerin, sondern auch den Kontakt zu ihren Kindern. andrea micus, die diese situation aus der eigenen Familie kennt, schildert die dramatische Lage dieser Väter. ihre beispiele zeigen deren persönliches Leid, aber auch die gesellschaftliche relevanz. Zugleich skizziert sie mögliche Lösungswege – zum Wohle aller Familienmitglieder.

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  • Oft nicht im Blickpunkt

    Väter ohne Kinder
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. March 2015 um 09:18

    Oft nicht im Blickpunkt Matthieu Carriere hat vor Zeiten sein „Vater ohne Kind Sein“ öffentlich und medienwirksam thematisiert. Einer der wenigen, der durch diese Form der Darstellung den Blick der Öffentlichkeit auf die Gruppe der „getrennten Väter“ gelegt hat und damit ein Gegenbild zu vielen Vorurteilen auch geschaffen hat, dass Väter sich nach Trennungen gerne „auflösen“ aus dem gemeinsamen Leben. Wie das ist, wenn nach einer schmerhaften Trennung plötzlich nicht nur die Beziehung, sondern gleich „die Familie“ per Zwang aus dem bis dato gemeinsamen Leben entfernt wird, das zeigt Micus anhand einiger sehr prägnanter Beispiele im Buch auf und geht der Frage der Bedeutung dieses Erlebens intensiv nach. „Durch die Hölle gehen“, so ist das eben auch, wenn die ehemalige Partnerin oder ehemalige Ehefrau den Umgang mit dem oder den gemeinsamen Kindern verwehrt. Gerade der Hauptteil „6 Väter erzählen“ im Buch kommt dem Leser emotional sehr nahe. Ohne großartigen Pathos oder Übertreibungen finden sich hier Erlebnisschilderungen („Ich will nicht mehr leiden“) in der Ich-Form, die ein sehr deutliches und klares Licht auf die Brüche, die Verletzungen, das Leiden jener Männer wirft, die eben nicht irgendeine „Flucht“ im Leben freiwillig gewählt hätte, sondern die emotional gebunden massiv und scherzhaft von ihren Kindern „getrennt wurden“. „Meine Gefühle werden ein- und ausgeknipst“, so erzählt es Fabian im Buch. Seine Tochter ist aus einer her kurzzeitigen Affäre hervor gegangen und dennoch wäre er gerne da für das Kind. Doch als unehelicher Vater stehen die Chancen denkbar schlecht, hierfür eigene Möglichkeiten zu finden, wenn die Mutter es verhindern möchte. „Ich habe begriffen, dass meine Frau an einer einvernehmlichen Lösung nicht interessiert ist. Sie will mich zwar loswerden, aber sie will es ohne größere finanzielle Verluste“. Natürlich gilt nicht, dass dies alles nun einseitig wäre. Die „Paargeschichte“ ist voll von Streit, Konflikten, Machtspielen, die Frauen ebenso betreffen wie aber eben auch vielfach Männer, wovon dieses Buch ein klares Zeugnis ablegt. Die Reflexion der individuellen Schicksale und die Möglichkeiten, in all dem andere Formen des Umgangs finden zu können finden sich je eingearbeitet in die Lebensbeispiele. Das ist allerdings ein wenig schade, da so die konstruktiven Möglichkeiten und das „sich Lohnen“ eines nicht-Aufgebens eher indirekt zum Tragen kommen. Eine von der „Ich-Form“ distanzierte und ausführlichere Form der Reflexion und des Ausblicks wäre wünschenswert gewesen, auch wenn natürlich die wesentlichen Informationen der verschiedenen Umgangsmöglichkeiten mit einer solchen Situation in den einzelnen Fallbeispielen inhaltlich zu lesen sind. Ein wichtiges Thema und ein sehr persönliches Buch, das allemal das Lesen auch für nicht Betroffene Leser lohnt, um einen Einblick in die „andere“, häufig öffentlich nicht gesehene Seite der Trennungen von Familien zu erhalten.

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