Andrea Nagele Tod auf dem Kreuzbergl

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Inhaltsangabe zu „Tod auf dem Kreuzbergl“ von Andrea Nagele

In Klagenfurt verschwindet ein junges Mädchen spurlos, nur wenige Stunden nachdem ein wegen Kindsmordes verurteilter Mann aus der Haft entlassen wurde. Ein weiteres Kind wird vermisst, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kathi kennt beide Mädchen – ist sie das nächste Opfer?

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite - ein außergewöhnlicher Kriminalroman.

— kleinechaotin

In jeder freien Minute habe ich ein paar Seiten des Buchs gelesen.

— winterdream

Das Kreuzbergl in Klagenfurt, Dreh- & Angelpunkt mit ganz viel Spannung - absolut TOP!

— dreamlady66

Toller Krimi bzw. Psychothriller, der den Leser gefangen nimmt und ihm einen spanenden Einblick in das Seelenleben der Figuren gewährt

— Julitraum

Toller Krimi.

— Booky-72

Ein exzellentes Buch, das unter die Haut geht

— Bibliomarie

Packender Krimi mit wahnsinnig guten Personenbeschreibungen - ganz nah dran am Geschehen

— Leserin71

Einblicke hinter manch schöne Fassade!

— mabuerele

Tief berührend !!!

— marpije

Vorverurteilung von einem Straftäter und Gewalt innerhalb einer Familie - ein Krimi der Spitzenklasse.

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  • Kriminalroman oder doch schon Psychothriller? Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Tod auf dem Kreuzbergl

    kleinechaotin

    08. January 2017 um 20:19

    Das Buch "Tod auf dem Kreuzbergl" von Andrea Nagele ist das zweite Buch der Kärntner Autorin. Die 13-jährige Julia verschwindet spurlos - angeblich wollte sie zu ihrer gleichaltrigen Freundin Kathi, so zumindest die Version für ihre Eltern. Was sie wirklich vorhatte, weiß nicht einmal Kathi. Was ist mit ihr passiert? Wo ist sie?In das Visier der Ermittlungen gerät auch Peter Grohar, der gerade aus der Haft entlassen worden war, wo er seine Strafe aufgrund von Mord an einem Kind abgesessen hat. Sein Weg kreuzt sich mit dem von Julia am Tag des Verschwinden - sie saßen im gleichen Bus.Der Sozialarbeiter Viktor kann mit seinem neuen Schützling nicht sehr gut - die Sympathie fehlt auf beiden Seiten. Er unterweißt ihn, dass er sich nicht in der Nähe von Spielplätzen aufhalten darf und keine Kinder ansprechen darf. Kurz nach dem Gespräch wird der Ex-Häftling bereits auf einem Spielplatz auffällig und wird von der Polizei verhört. Wenig später verschwindet ein zweites Mädchen, die mit 5 Jahren um einiges jünger ist als die verschwundene Julia.Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der beiden Mädchen? Leben sie noch? Wo sind sie? Hat wirklich Peter Grohar etwas mit der Situation zu tun? Und hat Kathi alles gesagt, was sie weiß?Mir gefiel das Buch "Tod auf dem Kreuzbergl" von Andrea Nagele sehr gut - ein vielschichtiges Buch, bei dem sich erst auf den letzten Seiten alle Handlungsstränge zusammenfinden. Manche Vermutungen werden bestätigt, manche verändert und manche bleiben - zumindest für mich - offen.Wie schon bei "Tod in den Karawanken" ist es ein komisches Gefühl einen regionalen Kriminalroman zu lesen - man kennt Handlungsorte, man hat überall ein klares Bild vor Augen und hat die Plätze schon selbst phasenweise mehrfach besucht. Sprachlich gefiel es mir ganz gut, ab und zu war es für mich etwas sprunghaft und ruckelig - die Spannung konnte jedoch aufrecht gehalten werden und zog sich wie ein roter Faden von der ersten bis zur letzten Seite.Ich habe mich nicht an die Reihenfolge der Bücher gehalten (mit dem 4. Buch angefangen, jetzt das zweite gelesen..) und konnte sehr gut folgen.Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung. 

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  • Tolles Buch - spannend geschrieben

    Tod auf dem Kreuzbergl

    winterdream

    17. September 2016 um 18:12

    Inhalt/Klappentext: In Klagenfurt verschwindet ein Mädchen spurlos, nur wenige Stunden nachdem ein wegen Kindsmordes verurteilter Mann aus der Haft entlassen wurde. Ein weiteres Kind wird vermisst, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die zwölfjährige Kathi kennt beide Mädchen – ist sie das nächste Opfer? Cover: Das Cover finde ich passend zum Buch. Es passt auch sehr gut zu dem emons Verlag. Mein Fazit: Ich konnte mit von der ersten Seite an sehr gut in das Buch und auch in die Charaktere hineinversetzen. Die Schreibweise hat mir gut gefallen. Sie war einfach zu lesen. Allgemein konnte ich das Buch schnell und flüssig lesen. Die Autorin hat es geschafft, dass man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. In jeder freien Minute habe ich ein paar Seiten des Buchs gelesen. Es war spannend erzählt und ist nie langweilig oder langatmig gewesen. Alles in allem vergebe ich hier gerne 5 von 5 Punkten.

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  • Das Kreuzbergl in Klagenfurt, Dreh- & Angelpunkt mit ganz viel Spannung - absolut TOP!

    Tod auf dem Kreuzbergl

    dreamlady66

    13. September 2016 um 21:22

    (Inhalt übernommen) In Klagenfurt verschwindet ein junges Mädchen spurlos, nur wenige Stunden nachdem ein wegen Kindsmordes verurteilter Mann aus der Haft entlassen wurde. Ein weiteres Kind wird vermisst, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kathi kennt beide Mädchen – ist sie das nächste Opfer? Zur (genialen) Autorin: Andrea Nagele leitete über ein Jahrzehnt ein psychotherapeutisches Ambulatorium und ist mit Krimi-Literatur aufgewachsen. Neben dem Schreiben betreibt sie heute eine psychotherapeutische Praxis. Sie lebt mit ihrem Mann in Klagenfurt am Wörthersee und in Grado. Schreibstil/Fazit: Zuerst einmal bedanke ich mich bei Dir, liebe Andrea & dem emons-Verlag für die (erneute) Zusage an einer wunderbaren Leserunde sowie superschnelle Belieferung im Exklusivdesign mit passendem Coverbild, 18 Kapiteln und 255 Seiten. Während eines verlängerten Wochenendes im Donautal konnte ich binnen 2 Nachmittagen Dein Meisterwerk verinnerlichen dank angenehmer Schrift & meist kurzknappen Kapiteln - ich war hier sogleich geflasht, von der ersten bis zur letzten Seite...und kam sofort in die düstere & oft auch traurige Story, die mir stets ein Gänsehautfeeling bereitete. So viele menschliche Abgründe in einem Kriminalroman vereint zeugt von einem kreativen Schreibstil & vielen (Vor)kenntnissen, gar Recherchen...ich ziehe davor eindeutig meinen Hut, wie Du das Sammelsurium an Personen, Gefühlen & Gedanken aber auch Schauplätzen perfekt in diesem Meisterwerk vereint hast. Erneut könnte ich mir die Story als Filmvorlage gut vorstellen - klasse fand ich, wenn auch leider nur recht kurz angerissen, die Inputs zu Grado per Dienstreise, Deinem zweiten Wohnsitz. Gerne hätte ich hier noch mehr Details über das schnuckelige Adriastädtchen erfahren...das Ende blieb offen & hat mich emotional wieder stark aufgewühlt! Ein wunderbar ergreifender Kriminalroman zum Nachdenken, der mir wie im Zeitraffer gar schon Sekundentakt ablief und viele menschliche Schwächen & tiefen seelischen Abgründe vereint - einfach nur herausragend dargestellt & verarbeitet! Hierfür gebührt Dir die Höchstpunktzahl & weite Streuung!!! Danke für die vielen berührenden Lesestunden...

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  • Hochspannung garantiert! Ein ausgezeichneter Krimi - geradezu ein Psychothriller!

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Julitraum

    09. September 2016 um 15:23

    In Klagenfurt verschwindet die 13-jährige Julia. Angeblich wollte sie zu ihrer Freundin Kathi, doch sie kam niemals bei ihr an. Was ist mit Julia geschehen? Wurde sie entführt, überfallen? Lebt sie noch? Die Suche nach ihr läuft auf Hochtouren. Die Verzweiflung der Eltern ist grenzenlos und die ermittelnden Beamten versuchen alles, um Julia zu finden. Dabei gerät auch ein soeben aus der Haft entlassener Mann ins Blickfeld der Polizei, denn Peter Grohar saß wegen Kindesmord an einem jungen Mädchen im Gefängnis und hinzu kommt noch, daß er im Bus sogar in der Nähe der verschwundenen Julia saß. Hat er dem Mädchen aufgelauert? Alles scheint gegen ihn zu sprechen, zumal er auch kein wirkliches Alibi vorweisen kann. Auch Grohars Bewährungshelfer hält nicht viel von seinem neuen Klienten. Warum trieb er sich schon kurz nach der Entlassung am Spielplatz herum, obwohl das doch gegen seine Bewährunsauflagen verstösst? Es dauert nicht lange und ein weiteres, noch jüngeres Mädchen, verschwindet spurlos. Wieder ist es Kathi, die auch dieses Mädchen kennt. Doch Kathis hat auch noch mit anderen Sorgen zu kämpfen. Kathis Stiefvater misshandelt und drangsaliert Kathis Mutter Waltraud, die sich nicht wehren kann, deren Verzweiflung und Angst aber so groß wird, daß sie bald zum Äußersten bereit ist. Dieser Krimi, den man ohne weiteres als Psychothriller bezeichnen kann, fesselt den Leser von Beginn der ersten Seite an. Gekonnt werden nach und nach die agierenden Figuren eingeführt, in deren Seelenleben man einen ungemein spannenden Einblick gewährt bekommt. Die Charaktere sind perfekt gezeichnet und es ist äußerst aufregend mitzuerleben, wie jede der Figuren handelt und welche Gedanken sie hat. Die Personen und ihr Handeln werden geschickt miteinander verwoben und ergeben im Verlauf der Handlung ein schlüssiges Zusammenspiel. Die Spannung steigert sich gekonnt und ist nichts für allzu schwache Nerven, da man als Leser mitfiebert und auf ein gutes Ende hofft. Der Autorin ist es gelungen in diesem Krimi eine ungemein fesselnde Atmosphäre zu schaffen, dadaurch daß sie einen so intensiven Einblick in die seelischen Ab- und Beweggründe der Protagonisten schafft. Dabei kann man sich als Leser in nahezu jede der Figuren hineinversetzen, selbst mit dem Tatverdächtigen, dessen Verzweiflung wirklich spürbar ist, kann man sich identifizieren. Dessen Handeln ist aber auch so raffiniert angelegt, daß man als Leser lange Zeit nicht weiß, ob er schuldig oder unschuldig ist. Einfach meisterhaft inszeniert, daher von mir volle Punktzahl und absolute Leseempfehlung!

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  • Tod auf dem Kreuzbergl

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Blaustern

    09. September 2016 um 12:04

    Peter Grohar saß jahrelang wegen Mordes an einem Mädchen ein und ist jetzt aus der Haft entlassen. Wieder verschwindet ein Mädchen, die 13jährige Julia. Sein Bewährungshelfer traut ihm nicht über den Weg, noch weniger die Polizei. Denn Grohar sitzt mit im Bus voller Schüler, als Kathis Handy verschwindet. Als ihre Freundin Julia die Nummer wählt, meldet sich jemand und schlägt einen Treffpunkt auf dem Kreuzlberg vor, im Dunklen und allein. Das kann doch nur Grohar gewesen sein? Dann verschwindet auch noch die kleine Maisy. Eine Stadt ist in Aufruhr und Peter Grohar wird wieder festgenommen.Gleich zu Beginn landet man in dem thrillerartigen Krimi, der einen nicht mehr loslässt. Schnelle Szenewechsel mit kurzen Kapiteln lassen einen kaum Luft holen und machen es besonders spannend. Die Figuren sind hervorragend ausgearbeitet und geben uns einen tiefen Einblick in ihre Seele mit ihrer kompletten psychischen Verfassung. Auch hinter die Gardinen der Familien können wir blicken und entdecken, dass selbst in den betuchtesten angesehenen Familien nicht alles Gold ist, was glänzt, dass sich dort genauso menschliche Abgründe auftun, wie auch in der untersten Klasse. Das ist sehr interessant zu lesen. Die Polizei macht hier nicht die beste Arbeit. Sie sind von Beginn an felsenfest überzeugt, dass es nur einen Entführer geben kann. Peter Grohar. In einem offenen Schreibstil wird uns hier das Bild unserer Gesellschaft vor Augen geführt. Es liest sich angenehm fließend.

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    • 2
  • Tod auf dem Kreuzbergl

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Booky-72

    06. September 2016 um 11:33

    Ein entlassener Kinderschänder, der wieder rückfällig wird? Ein junges Mädchen ist verschwunden und sofort wird er verdächtigt und die Polizei schießt sich nur auf ihn ein. Doch während er in U-Haft sitzt kommt auch noch die kleine Maisy Burger abhanden und erste Zweifel an seiner Schuld kommen auf. Die Abgründe, die sich hier in den beteiligten Familien auftun, sind gravierend und erschreckend. Und leider führt nicht der komplette Fall zu einem guten Ende. Die Spannung ist perfekt und die psychologische Ausarbeitung hat die Autorin, da sie ja vom Fach ist, gut rübergebracht. 5 Sterne gebe ich für den tollen Krimi.

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  • Ein realistisches und erschreckendes Szenario

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Maddinliest

    05. September 2016 um 18:56

    Ein absolutes Krimihighlight um das Verschwinden zweier junger Mädchen und dessen Auswirkung.Die Geschichte beginnt mit einem vermissten Handy des 13-jährigen Mädchens Kathi. Mit ihrer Freundin Julia ruft sie das Handy an und es meldet sich eine männliche Stimme. Kathi soll sich das Handy alleine am Abend an einem vorgegeben Treffpunkt abholen. Den Freundinnen ist die Sache nicht geheuer und Kathi beschlisst nicht zu dem Treffpunkt zu gehen. Julia hingegen beschliesst, sich am Abend alleine auf den Weg zu machen, da sie hinter dieser Aktion einen Jungen aus ihrer Klasse vermutet, dem sie gerne näher kommen möchte. Ab diesem Zeitpunkt ist Julia verschwunden und die Aufregung in Klagenfurt ist groß, da just ein Tag vorher ein vorbestrafter Kinderschänder entlassen wurde. Kurze Zeit später verschwindet ein zweites Mädchen...Andrea Nagele erzeugt mit ihrer bildreichen und lebendigen Schreibweise eine düstere Atmosphäre, die hervorragend zur Geschichte passt. Sie erzählt die Geschichte aus den Blickwinkeln einiger Personen, deren Schicksale sich im Verlaufe des Buches kreuzen und so miteinander verbunden sind. In den kurzen Kapiteln charakterisiert sie die Protagonisten hervorragend und die einzelnen Handlungsstränge verdichten sich nach und nach zu einem Ganzen. Die vielen Kapitel mit den damit zusammenhängenden Perspektivwechseln geben dem Kriminalroman ein zusätzliches Tempo. Die Spannung wird hervorragend aufgebaut und der Leser wird lange im Dunklen gehalten, was die Verbrechen anbetrifft. So kam es bei mir immer wieder zu Hoffnungen, dass Befürchtungen nicht eintreffen und die entsprechenden Personen anders reagieren , wie vorhergesehen. Andrea Nagele packt in "Tod auf dem Kreuzbergl" gesellschafts-kritische Themen an, ohne damit reißerisch umzugehen. Die Umsetzung erfolgt authentisch und damit geht die Geschichte auch unter die Haut. Mich hat das Buch nachdenklich zurückgelassen.Insgesamt eine sehr ansprechende und spannende Krimi-unterhaltung, die ich wärmstens weiterempfehlen kann und folgerichtig mit verdienten 5 von 5 Sternen bewerte!!!

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  • Spannend und nervenaufreibend

    Tod auf dem Kreuzbergl

    AnnaMagareta

    03. September 2016 um 21:16

    Mit dem Buch „Tod auf dem Kreuzbergl" hat die Autorin Andrea Nagele einen spannenden und mitreißenden Krimi geschrieben, der unter die Haut geht. Schon der Anblick des Covers sorgt für Gänsehaut   - trist, düster, nebelig – und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Zum Inhalt: Nach dem Verschwinden eines Mädchens gerät ein gerade aus der Haft entlassener Kindermörder direkt wieder unter Verdacht.   Als auch noch die kleine Maisy verschwindet. Auf der Suche nach ihr, bekommt man tiefe Einblicke  in menschliche Abgründe. Dabei kommen eine Vielzahl von Themen wie Vorurteile, Gewalt in der Ehe, Kindesmissbrauch und Alkoholmissbrauch zur Sprache. Die Charaktere: Andrea Nagele beschreibt ihre Charaktere ausgesprochen authentisch und komplex. Ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen. Zum Teil wirken sie sympathisch,   zum Teil unsympathisch, aber immer glaubwürdig. Dabei fügt sie die einzelnen Personen so geschickt in die Handlung ein, dass sie im Gedächtnis bleiben und ich keine Mühe hatte sie auseinanderzuhalten und zuzuordnen. Der Schreibstil: Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln. Durch den stetigen Perspektivenwechsel, wird  Spannung erzeugt und man möchte einfach wissen, wie es weitergeht und muß weiterlesen. Der Schreibstil ist flüssig, eingängig und wirkt authentisch.         Mein Fazit: Ein spannendes Buch, das durch seine allgegenwärtige Thematik unter die Haut geht. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Deswegen vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung an jeden, der gute Nerven hat.  

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  • Geht unter die Haut

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Bibliomarie

    29. August 2016 um 12:38

    Peter Grohar wird aus der Haft entlassen. Er hat seine Strafe als Kindermörder abgesessen. Aber ist er wirklich frei? Sein Bewährungshelfer beäugt ihn misstrauisch, ein unglückliches Missverständnis  auf dem Spielplatz bringt ihn sofort wieder in Verdacht.Dann verschwindet ein Mädchen, sofort sind alle Vorurteile wieder da und Peter Grohar landet in U-Haft. Kathie kann einige Hinweise auf ihre Freundin geben, aber sie bringen keinen Erfolg bei der Suche. Dann verschwindet auch noch die kleine Maisy und der Ort gerät in Aufruhr.Wie immer bei Andrea Nagele wird man sofort in Sog des Geschehens gezogen. Die Spannung, die dabei entsteht, hat nicht so sehr mit Action zu tun, sondern mit der dichten, ungeschminkten Beschreibung der Charaktere. Schaut man hinter die Fassaden der bürgerlichen Familien, tun sich Abgründe auf. Das ist bei den wohlsituierten Eltern von Maisy nicht anders, als bei Kathies Mutter, die kaum über die Runden kommt und mit einem gewalttätigen Ehemann gestraft ist. Auf heile Welt in einem touristisch schön beschriebenen Klagenfurt darf man nicht hoffen. Dass dieser Roman – Krimi wäre eine fast zu einseitige Kategorisierung – aber mitreißend und spannend und keinesfalls trist ist, liegt einfach an der Kunst der Autorin mit wenigen Beschreibungen komplexe Charaktere und Situationen zum Leben zu erwecken. Sicher hat das auch mit der Profession von Andrea Nagele zu tun. Ein Kriminalroman der schon zum Psychothriller tendiert und dafür keine krankhaften Phantasien und Szenarien braucht.Ein tolles Buch und ein fast schmerzhaft dichtes Psychogramm der Gesellschaft.

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  • Krimihighlight

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Leserin71

    29. August 2016 um 08:06

    Andrea Nagele hat mit "Tod auf dem Kreuzbergl" einen Krimi geschrieben, der mich noch länger beschäftigen wird. Für Eltern von kleinen Kindern ist das Buch keine einfache Kost. Zwei Mädchen verschwinden kurz hintereinander und ein verurteilter Kindsmörder wird aus der Haft entlassenen. Die Polizei und der Bewährungshelfer entdecken Zusammenhänge, aber war es wirklich so? Meine Meinung: Das Buch hat mich gepackt, nicht nur wegen der Suche nach den Kindern. Die Autorin arbeitet auch als Psychotherapeutin, was man an den Beschreibungen der Personen merkt. Präzise, prägnant, pointiert werden für mich die Charaktere erlebbar und ich habe das Gefühl ganz nahe dran zu sein. Manche sind mir sympatischer, andere gar nicht, aber ihre Situation wird glaubhaft beschrieben. Kindesmissbrauch, Alkoholmissbrauch, Gewalt in der Ehe, Vorverurteilung sind die Hauptthemen - keine einfache Kost. Die Protagonisten werden so geschickt eingeführt, dass ich trotz der großen Anzahl an Personen nie das Gefühl hatte, wieder zurückblättern und nochmal nachlesen zu müssen. Werden anfangs die Personen noch einzeln nebeneinander vorgestellt, war es sehr spannend zu lesen, wie ihre Leben vielleicht doch miteinander zusammenhängen. Die vielen kurzen Kapiteln aus immer wieder einer anderen Perspektive (insgesamt 75, in verschiedenen Tagesabschnitten) tragen auch zum Spannungsaufbau bei. Dieser Krimi ist für mich ein Lesehighlight und bekommt eine unbedingte Leseempfehlung - 5 Sterne sowieso (mehr gibt es leider nicht).

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  • Einmal Mörder immer Mörder?

    Tod auf dem Kreuzbergl

    esposa1969

    28. August 2016 um 19:18

    Klappentext:In Klagenfurt verschwindet ein junges Mädchen spurlos, nur wenige Stunden nachdem ein wegen Kindsmordes verurteilter Mann aus der Haft entlassen wurde. Ein weiteres Kind wird vermisst, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kathi kennt beide Mädchen – ist sie das nächste Opfer?Cover:Das Cover ist richtig "nebulös" und wirkt sehr schaurig. Hat einen wahren Wiedererkennungswert zu den Emons-Krimis im allgemeinen und passt irgendwie des Waldes wegen zu Österreich, verbinde ich eben mit Berge und Wald und Natur...Leseeindruck:Nachdem mich gerade erst vor kurzem der Krimi "Grado im Regen" der Autorin Andrea Nagele begeistert hatte, freute ich mich nun auf einen weiteren Regional-Krimi der Autorin, der mir nun mit "Tod auf dem Kreuzbergl" vorliegt. Wie man dem Klappentext bereits entnehmen konnte, verschwindet in Klagenfurt ein Mädchen spurlos, just nachdem der wegen Kindermordes verurteilter Straftäter Peter Groner aus der Haft entlassen wurde. Obwohl dieser seine Unschuld beteuert, hält man ihn für den Täter, als abermals ein Mädchen verschwindet....Ich fand diesen Krimi sehr nervenzerreißend, fast schon einem Thriller entsprechend. Dieser Krimi ist nichts für schwache Nerven und selbst als Mutter zweier Kinder musste ich das ein oder andere Mal schwer schlucken. Da es sich aber hier um kein Tatsachenbericht handelt, sondern eben nur um eine fiktive Handlung - die so aber tatsächlich passiert hätte sein können - war dieser schaurige Krimi dennoch sogar für meine Nerven lesenswert. Die insgesamt überschaubaren Charaktere werden sehr gut beschrieben, der Spannungsbogen wird konstant straff gehalten und die allesamt angenehm kurzen und kurzweiigen Kapitel, die sich auf 254 Seiten verteilen, lasen sich fesselnd und spannend, so dass ich gerne 5 Sterne vergeben möchte.@ esposa1969

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  • Was geschah wirklich?

    Tod auf dem Kreuzbergl

    mabuerele

    27. August 2016 um 17:23

    „...Ihr Herz hat Flügel bekommen und flattert wild im Hals...“ Ljubica ist auf den Weg zur Schule. Doch ihr Bus ist gerade weg. Da hält ein Auto an. Der Fahrer nimmt sie mit. Kurze Zeit später ist das Mädchen tot. Ein Rentner mit seinem Hund findet sie in einer Grube im Wald, umgeben mit verwelkten roten Rosen und einem Kranz von Margeriten. Es sind einige Jahre vergangen. Peter Grohar ist auf den Weg zu seinem Bewährungshelfer. Der Bus ist voller Schulkinder. Zu ihnen gehören Julia und Kathi. In der Schule stellt Kathi fest, dass ihr Handy verschwunden ist. Julia ruft mit ihrem Handy Kathis Nummer an. Der angerufene bestellt das Mädchen für den Abend auf den Kreuzlberg. Kathi weigert sich. Ohne jemand Bescheid zu sagen, geht Julia zu den Treffen. Danach wird sie nicht mehr gesehen. Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen. Das liegt unter anderen an den kurzen Kapiteln und den schnell wechselnden Handlungsorten und Protagonisten. Die Personen werden gut charakterisiert. Kathi lebt mit ihrer Mutter Waltraud und den Stiefvater Gerald zusammen. Gerald ist Alkoholiker und schlägt seine Frau. Bei Waltraud hat das schon psychische Spuren hinterlassen, trotzdem weist sie Gerald nicht aus der Wohnung. Peter Grohar war am Tod der kleinen Ljubica schuld und ist seit wenigen Tagen in Freiheit. Sein Selbstbild und das Bild, das seine Umgebung von ihm hat, sind zwei völlig unterschiedliche Seiten einer Medaille. Leider hat er während seiner Haft keine wirkungsvolle Psychotherapie erhalten. Scheinbar hat niemand interessiert, was Peter wirklich bewegt. Thomas ist Arzt und mit seiner Frau Marisa auf den Weg zu einem Kongress in Grado. Es ist selten, dass Marisa ihn begleitet, denn sie kümmert sich um die gemeinsame Tochter Maisy. Allerdings ist auch in ihrem gutbürgerlichen Haushalt mehr Schatten als Licht. Maisy betreut momentan ihr Schwiegervater. All die genannten Personen spielen im Ablauf der Handlung eine Rolle. Die Polizei allerdings hat nur einen Verdächtigen, und das ist Peter. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch. Sehr gut herausgearbeitet werden die psychischen Tiefen der Protagonisten. Dazu dienen auch kleine Rückblicke in die Vergangenheit. Die Beschreibung der Handlungsorte ist ausführlich. Treffende Metapher werden nicht nur für Maisys Lieblingsplätze gefunden. Es gibt Szenen, die unter die Haut gehen. Dazu gehört zum Beispiel das Verhalten der Polizei. Hier werden Grenzen überschritten, das Offensichtliche wird negiert. Viel Wert legt die Autorin auf die Emotionen ihrer Protagonisten. Die Angst der verschiedenen Personen durchzieht wie eine roter Faden die Geschichte. Obiges Zitat stammt von Waltraud in einer Situation, wo sie um Kathi bangt. Das Cover mit dem dunklen Wald passt. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Er zeichnet ein Bild der dunklen Seiten unserer Gesellschaft. Vorurteile statt Hilfe und permanentes Wegsehen führen zur Katastrophe.

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    • 4
  • Ein ungeschönter Einblick in gesellschaftliche Defizite

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Krimine

    26. August 2016 um 23:58

    Gerade erst aus der Haft entlassen, wird der Kindsmörder Peter Groner erneut verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden eines Mädchens zu tun zu haben. Denn die dreizehnjährige Juila, die am späten Abend allein auf den Kreuzbergl unterwegs gewesen war, wird seit dem von ihren Eltern vermisst. Eine sofort eingeleitete Suche bleibt ohne Erfolg, wie auch die Befragung von Anwohnern und Mitschülern, die keine Hinweise zum Verbleib der Schülerin geben können. Deshalb stützen sich die Ermittlungen auf den Fakt, dass Peter Groner kein Alibi hat und obwohl er seine Unschuld beteuert, wird er in Haft genommen, als ein weiteres Mädchen verschwindet.„Tod auf dem Kreuzbergl“ ist ein Krimi, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Einmal angefangen, lässt er einen nicht mehr los. Vor allem, weil es in ihm nicht nur um die Ermittlungen zu verschwundenen Mädchen geht, sondern vor allem um nicht erwiesene Schuldzuweisungen und um das Unvermögen Einzelner, mit ihrem Leben zurechtzukommen. Jede Menge Probleme, viele offenen Fragen und Verbrechen, die gesühnt werden müssen, beschäftigen den Leser die gesamte Handlung lang und offenbaren schonungslos die Schwächen, die auch in unserer Gesellschaft an der Tagesordnung sind. Da gibt es einen Mann, der seine Frau gnadenlos schlägt und eine Frau, die ihn trotzdem nicht verlässt. Oder ein Kind, das sterben muss, weil es nicht an sein Asthmaspray kommt. Situationen, in denen die Opfer kaum eine Chance haben, mit dem Leben davon zu kommen oder sofortige Hilfe zu erfahren. Erzählt werden die tragischen Ereignisse, in kurzen Kapiteln, die von regelmäßigen Szenenwechseln gezeichnet sind und von einer unverblümten Schreibweise, die an die Nieren geht. Dabei lernt der Leser zu Beginn des Buches eine Reihe von Personen kennen, die immer wieder auftauchen und deren Schicksale sich regelmäßig kreuzen und ganz allmählich zu einem geschickt zusammengefügten Ganzen werden.Fazit:„Tod auf dem Kreuzbergl“ ist mehr als nur ein Kriminalroman mit einem spannenden Fall. Er ist ein kritischer Roman, der einen ungeschönten Einblick in gesellschaftliche Defizite gewährt.

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  • Tief berührend !!!

    Tod auf dem Kreuzbergl

    marpije

    24. August 2016 um 16:45

    Im Klagenfurt verschwindet ein Mädchen spurlos, nur wenige Stunden nachdem ein wegen Kindsmorders verurteilter Mann aus der Haft entlassen werde. ein weiteres Kind wird vermisst und ein Wettkampf gegen die Zeit beginnt. Die zwölfjährige Kathi kennt beide Mädchen - ist sie das nächste Opfer ? Eine Geschichte welche geht unter die Haut, Andrea Nagele hat ein hochspannendes, fesselndes Thriller geschrieben über Vorurteile und über häusliche Gewalt .  Die tiefe Einblicke in die psychische Zustand von die Protagonisten hier, haben mich in andere Welt hingesetzt, ein Welt wo Angst du Gewalt schon lange die Oberhand gewonnen haben. Ein Alkoholiker welche verprügelt regelmäßig seine Frau und eine Frau welche kann nicht loslassen, sie will bessere Leben für sie und ihre Tochter aber sie ist unfähig etwas ändern und eine Probe in diese Richtung nimmt tragische Wende. Mich hat die Geschichte von der entlassenen Kindermörder sehr berührt, sie zeigt welche schreckliche Folgen können unsere Vorurteile bringen, nie sollen wir jemanden beschulden nur aus diesen Grund dass er in Vergangenheit etwas schlechtes gemacht hat , solche Aussage kann ein Mensch das Leben kosten. Der Schreibstill ist flüssig, einfach und sehr angenehm zu lesen, die Kapiteln sind immer mit wechselnde Erzählperspektive geschrieben, das macht noch alles spannender und interessanter. Die Sätze sind kurz aber sehr intensiv, das ganze ist sehr emotional , das Klima ist beklemmend, düster und dunkel, beim Lesen habe ich immer ein Vorahnung - jetzt passiert etwas schlimmes. Andrea Nagele ist eine Maisterin , sie kann mit nur knappen Worten ganz genaues Bild von inneren menschlichen Welt malen und ihre ruhige Erzählweise schrillt noch lange, nach dem lesen  in meinem Kopf.  

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  • Ein Krimi, der unter die Haut geht

    Tod auf dem Kreuzbergl

    Antek

    23. August 2016 um 14:29

    Dies ist bereits mein zweiter Krimi von Andrea Nagele, der mir so richtig unter die Haut gegangen ist und mir super spannende Unterhaltung geliefert hat. Es geht schon mit einem ergreifenden Prolog los, in dem man Zeuge davon wird, wie ein junges Mädchen namens Ljubica grausam erstickt und ein Mann mit seinem Dackel eine aufgebahrte Mädchenleiche entdecken muss. Von dieser Katastrophe wird man in die nächste geschleudert, Waltraud wird von ihrem Ehemann Gerald brutal misshandelt, ganz klar, dass sie davon träumt ihn umzubringen. Man wagt sich gar nicht über das perfekte Familienglück bei Burgers mit Opa Michael, Papa Thomas, Mama Marisa und Enkelin Maisy zu freuen, denn erstens läuft die Ehe schlecht und zweitens könnte die Fünfjährige doch das Mädchen sein, deren Verschwinden der Klappentext schon ankündigt. Die erste Verschwundene ist ganz klar Julia, die sich auf die Suche nach Kathis verlorenem Handy machen wollte. Kann es Zufall sein, dass der verurteilte, seltsame Kindsmörder auch an diesem Tag aus seiner Haft entlassen wurde? Ich habe diesen Krimi zur Hand genommen und war von der ersten Seite ab gefesselt. Man bekommt hier grandiose Krimispannung, die ich mehr schon in die Ecke Psychothriller packen würde. Die Ermittlungen durch Kommissar van Hals rangieren eher am Rande, fehlen aber auf keiner Seite. Durch die eindringliche Art die Charaktere darzustellen und die Szenen so zu formulieren, dass sie unter die Haut gehen, ist hier Hochspannung geboten. Man kann rätseln, wer wohl für das Verschwinden verantwortlich ist, es geht um Leben oder Tod der kleinen Mädchen und nicht nur eine menschliche Tragödie macht das Lesen zum wahren Krimigenuss. Die kurzen Kapitel und die häufigen Szenenwechsel verleihen der Story zusätzlich so viel Fahrt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Der Schreibstil liest sich locker, leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Die Autorin versteht es zudem so eindringlich zu formulieren, dass meine Emotionen fast übergekocht sind. Von unglaublichem Hass, Unverständnis, Sorge, Angst, Fassungslosigkeit bis hin zu Freude war hier alles vertreten, eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Gut haben mir auch die sprachlichen Bilder, wie z.B. „blass wie Sommerbutter“ oder „ Lächeln, als ginge über der Mülldeponie die Sonne auf“, gefallen. Die Charaktere sind mehr als grandios dargestellt. Waltraud, die Ehefrau, die nicht den Mut hat ihren Ehemann Gerald zu verlassen. Genau so muss sich eine misshandelte Frau fühlen, stellt sie sich doch meist als Betrachter neben sich. Gerald, dieser abartige Alkoholiker, war für mich mehr als ein rotes Tuch. Ich habe ihn regelrecht gehasst. In mein Herz geschlichen hat sich auf jeden Fall Opa Michael. Genau so muss ein Opa sein, den man sich wünscht. Er kümmert sich liebevoll um seine Enkelin Maisy, sieht im Haus des Sohnes nach dem Rechten und würde alles für seine Familie geben. Exknacki Peter Grohar war mysteriös von Anfang an und für mich ebenso wie für seinen Bewährungshelfer Viktor Arnold nicht zu durchschauen. Kommt er nur mit seiner wiedererlangten Freiheit nicht zurecht, oder kann man ihm einfach nicht über den Weg tauen? Auch alle anderen Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei van Hals, dem arroganten und selbstgefälligen Kommissar angefangen, über Kathi, die Tochter von Waltraud, die hier einiges durchmachen muss, bis hin zu Willi einem ihrer Klassenkameraden, der sich schwer in das Mädl verliebt hat. Alles in allem ein Krimi, der unter die Haut geht, bei dem es um die Vorverurteilung von Menschen und um Geheimnisse, die Heranwachsende vor ihren Eltern oder anderen Autoritäten haben, geht. Er setzt sich zudem sozialkritisch mit Themen, wie Gewalt in der Ehe, Alkoholabhängigkeit und Betrug auseinander und das Ganze in einem tollen Schreibstil. Volle Leseempfehlung von meiner Seite.

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