Andrea Nikolaizig Biblibido

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Inhaltsangabe zu „Biblibido“ von Andrea Nikolaizig

Die Liebe ist wie das Straßennetz einer Megametropole. Ein chaotischer Schauplatz heftiger Verkehrsunfälle, Fahrerfluchten und Personenschäden. Die Liebe ist wie ein Tropfen Wasser in den Halluzinationen eines Verdurstenden. Sie ist DIE universelle Sprache noch vor der Musik, eine namenlose Religion, der Sinn des Lebens. Man kann also durchaus behaupten, die Liebe sei von enormer Bedeutung. Es gibt nicht viele Dinge, die ebenso wichtig erscheinen, ja, im Grunde genommen gibt es nur eine Sache, die auf der Bedeutungsskala an die Liebe heranreicht - das Bibliothekswesen. Bibliotheken sind großartige Gebäude, in Ausnahmefällen auch von virtueller Natur, in denen das Wissen und das Unwissen aller Zeiten, aller Völker und aller Regionen vereint auf Rezeption hoffen. Die Wesen in den Bibliotheken bezeichnet man als Bibliothekare. Diese üben den wichtigsten, selbstlosesten und verkanntesten aller Berufe aus und gelten in eingeweihten Kreisen als elitäre Vertreter gesellschaftlicher Anpassungsfähigkeit. Es stellt sich daher die Frage, welche Art Mensch am ehesten geeignet wäre, um mit Bibliothekaren Nachwuchs zu zeugen, beziehungsweise welche Berufsgruppe die Grundvoraussetzungen erfüllt, um sich für die Liebe der Bibliothekare zu qualifizieren. Etwaige Verhaltensweisen, die mit Zuneigung aus den Kathedralen der Weisheit belohnt werden, sind respektvolle Huldigung gegenüber dem Archivgedanken der Universalbibliotheken und ein gewisser Hang zur gesellschaftlichen Verbreitung bibliotheksspezifischer Terminologie. Zu den von Bibliothekswesen akzeptierten und erwünschten Eigenschaften zählen des Weiteren pedantischer Ordnungssinn und die Vorliebe für hochkomplexe Klassifikationssysteme. Im Übrigen lösen Bibliothekare entgegen landläufiger Randmeinungen keine Kreuzworträtsel, sondern Akronyme. Sie verfallen in wilden Stimmungsschwankungen faszinierenden Nomenklatoren und behandeln Lose-Blatt-Sammlungen wie Hellseher ihren Kaffeesatz. Um die eingangs angesprochene Frage nach geeigneten Paarungskonstellationen ausführlich beantworten zu können, erscheint es notwendig, die in Frage kommenden Berufsgruppen angemessen und wahrheitsgemäß zu beschreiben. Nachfolgend werfen wir einen investigativen Blick auf das dritte Interesse, welches seit den siebziger Jahren nicht nur die Welt da draußen bewegt, sondern auch uns, hier in der bibliothekarischen Parallelwelt. In eben diesen Gefilden durchwandeln wir die Räumlichkeiten auf der Suche nach dem dritten Interesse und zeigen schonungslos all das auf, was Sie, lieber Leser, bereits seit Ihrer Assimilation durch andere Bibliothekswesen vermutet haben. Orte, Hilfsmittel und Indikatoren für und gegen bibliothekarisches Verlangen und daraus resultierende Triebe werden ebenso vorgestellt, wie der eine oder andere Tatsachenbericht zur Illustration und Beweisführung aller hierin formulierter Behauptungen. Nachfolgend wird ein wenig Licht in den bibliothekarischen Alltag eingelassen, um zu verdeutlichen, dass die öffentliche Allgemeinheit noch immer geblendet vor den Pforten der Bibliotheken umherirrt, unwissend aber zufrieden. Denn aufgrund terminologischer Unbekümmertheit gibt es eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten für Begriffe wie „integrierter Geschäftsgang“. Ausufernder Höhepunkt des bibliothekarischen Kalenders ist der nationale Bibliothekskongress, der im abschließenden Essay als perfekt getarnte Stimmungsmesse entlarvt werden kann. Beispielszenen einer Auszubildendenauktion wechseln sich, stimmungsvoll überblendet, mit Einstellungen ab, die landläufig als frivol und orgiastisch bezeichnet werden könnten. Aber all das ist halb so schlimm, handelt es sich doch bezüglich des Bibliothekswesens um eine eingeschränkte Öffentlichkeit ohne gesellschaftlich relevantes Außenbild. Um dieser formalen und thematischen Vielfalt gerecht werden zu können und damit sämtliche und allgemeingültige Facetten platonischer, körperlicher und dem Animismus zuzuschreibenden Freuden des bibliothekarischen Lebens ausdrücken, wurde auf eine einheitliche Erzählweise ebenso verzichtet, wie auf geschlechtsspezifische Darstellungen. Somit entsprechen die Protagonisten teilweise fragmentarischen Persönlichkeiten und werden in multiplen Erzählinstanzen wiedergegeben. Ganz nebenbei erfahren Sie hier, verehrte Lesende, die Ausreizung einer der Königsdisziplinen literaturwissenschaftlicher Extremprosa, das Tiefenlot invertierter Dichtung, das Superlativ semantischer Subkultur: die Wir-Erzählung in der dritten Form! Wohlan...

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  • Rezension zu "Biblibido" von Andrea Nikolaizig

    Biblibido

    roseF

    15. March 2008 um 17:41

    Ich fand das Buch sehr schlecht. Es hat versucht witzig zu sein, war aber meiner Meinung nach nur aufdringlich und anrüchig. Es hat viele typischen Klischees über Bibliothekare weiter vermittelt.

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