Andrea Rottloff Die Frau im grünen Mantel

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Inhaltsangabe zu „Die Frau im grünen Mantel“ von Andrea Rottloff

Eine Frau zwischen den Fronten im Kampf ums Heilige Land Jerusalem im 12. Jahrhundert: Zur Zeit des Dritten Kreuzzugs reist die junge Margret von Beverly aus England an den Ort ihrer Geburt: ins Heilige Land. Sie findet sich in einer vollkommen fremden Welt wieder und wird in einen Strudel von kriegerischen Ereignissen hineingezogen, die nicht nur ihre Leidensfähigkeit, sondern auch ihren Glauben auf eine harte Probe stellen. Als die Muslime die Stadt erobern, gerät Margret in Gefangenschaft. Dennoch merkt sie bald, dass die Spannungen zwischen den Kulturen eigentlich erst am Anfang stehen. Und als ein geheimnisvoller Fremder sie freikauft, findet sie sich selbst im Sog der Leidenschaften gefangen ...

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  • Rezension zu "Die Frau Im Grunen Mantel" von Andrea Rottloff

    Die Frau im grünen Mantel
    JuliaB

    JuliaB

    20. May 2012 um 12:43

    Das Romandebüt der Archäologin Andrea Rottloff schildert ein Frauenschicksal im 12. Jahrhundert: Schon als Kind träumt die Engländerin Margret von einer Pilgerreise ins Heilige Land. Als Erwachsene macht sie sich auf den Weg, trifft allerdings zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in Jerusalem ein: die Stadt wird von Sultan Saladin belagert. Dabei lernt Margret Marjam und ihre Familie kennen, verliert sie jedoch wieder aus den Augen, als Jerusalem kapitulieren muss. Kaum entronnen, gerät Margret in die Gewalt von Beduinen und wird als Bergwerksklavin verkauft. Der Medicus Jonas, der sie befreien konnte, entwickelt sich zu ihrer grossen Liebe, was Margret in einen Gewissenskonflikt stürzt: soll sie bei Jonas bleiben und ihre weitere Pilgerreise und die Rückreise in die Heimat aufgeben? Sie trifft Marjam wieder und wird Zeugin, wie diese durch einen rücksichtslosen Tempelritter in eine aussichtslose Lage gerät, so dass sie als „Frau im grünen Mantel“ in die Geschichte eingehen wird. Unterdessen spitzt sich der Konflikt zwischen Christen und Muslimen immer mehr zu und führt schliesslich zu einem unfassbaren Drama. Man merkt, dass Andrea Rottloff Wissenschaftlerin ist. Die historischen Fakten sind sehr genau wiedergegeben, auch in kleinsten Details. Das Nachwort und das Personenregister am Schluss des Buches machen es dem Leser einfach, Fiktion und Fakten auseinander zu halten, auch die ausführliche Zeittafel hilft dabei. Wer einen Fachbegriff nicht versteht, kann im Glossar nachschlagen. Und wer sich weiter mit dem Thema befassen möchte, ist mit der ausführlichen Literaturliste gut ausgestattet. Man merkt aber auch, dass es der erste Roman der Autorin ist. Die Sprache wirkt manchmal trocken, stellenweise dann wieder sehr schwülstig. Bezeichnenderweise wirken jene Szenen am lebendigsten, die historisch gut fundiert sind. Ansonsten bleibt die Figurenzeichnung eher flach, da durch die eher überfrachtete Handlung wenig Raum für eine charakterliche Entwicklung der Protagonisten bleibt. Vielleicht liegt das daran, dass die Autorin möglichst viel Geschichte in ihren Roman einbauen wollte. Schade, denn eine Pilgerreise als alleinstehende Frau bietet eigentlich genug Stoff, ohne dass man da noch Beduinenüberfälle, Sklaverei und religiöse Visionen bemühen muss. Auch die ständige Mahnung zu mehr Toleranz im Konflikt zwischen den Kulturen und Religionen wird mit der Zeit etwas lästig. Die Darstellung des toleranten Muslims Saladin und des engstirnigen, fanatischen Christen Richard Löwenherz ist etwas einseitig, auch wenn die Grundtendenz natürlich der historischen Faktenlage entspricht. Aber der moralische Zeigefinger hätte ein wenig zurückhaltender eingesetzt werden können. Dass Margret ihre jüdische Jugendfreundin ausgerechnet im Heiligen Land wieder trifft, damit diese ihr von Progromen in England erzählen kann, wirkt zu sehr konstruiert und trägt wenig zur Handlung des Buchs bei. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch noch an diversen Kinderkrankheiten eines Erstlingsromans einer Autorin krankt, die bisher Fachliteratur verfasst hat. Allerdings ist durchaus Entwicklungspotenzial vorhanden, man kann also auf den nächsten Roman von Andrea Rottloff gespannt sein.

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  • Rezension zu "Die Frau im grünen Mantel" von Andrea Rottloff

    Die Frau im grünen Mantel
    Sibylle_Meister

    Sibylle_Meister

    10. May 2011 um 08:01

    Margret, eine Engländerin im 12. Jahrhundert, pilgert allen widrigen Umständen zum Trotz ins belagerte Jerusalem, übersteht die Eroberung, wird entführt und als Sklavin in ein Bergwerk verkauft. Dann wird sie von einem Medikus freigekauft und verliebt sich wider Willen in ihn. Dazu kommt ein psychisch gestörter Kreuzritter, eine labile junge Frau und das Massaker von Akkon, garniert mit religiösen Visionen und viel, viel Blabla über religiöse Konflikte und Toleranz als Allheilmittel. Eines der schlechtesten Bücher, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Frauenpower ist ja gut und recht, wirkt aber im 12. Jahrhundert nach den Schilderungen der Autorin wenig glaubhaft. Die Geschichte ist wirr und derart überladen, dass für eine passable Figurenzeichnung kein Raum mehr bleibt. Und der lehrerhafte Unterton mit der ständigen Mahnung zu religiöser Toleranz ist sehr schnell nur noch nervig. Die Autorin sollte in Zukunft bei ihren Sachbüchern bleiben und Romane jenen überlassen, die eine Geschichte nicht nur konstruieren, sondern auch erzählen können.

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