Andrea Sawatzki Der Blick fremder Augen

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Inhaltsangabe zu „Der Blick fremder Augen“ von Andrea Sawatzki

In ihrem beklemmend intensiven Psychothriller "Der Blick fremder Augen" beweist Andrea Sawatzki, eine der beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen und SPIEGEL-Bestsellerautorin, erneut ihre besondere Fähigkeit, tief in die Psyche ihrer Figuren einzutauchen und hochspannende Plots zu entwickeln. In diesem Auftaktband zu Sawatzkis Thrillerreihe um die gestandene Berliner Kommmissarin Melanie Fallersleben zeichnet sie das spannende, schockierende Psychogramm einer gequälten Seele. Die Tote lehnt am Stamm einer Kiefer. Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales Leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft … "Sawatzki zeichnet grüblerische, düstere und innerlich zerrissene Hauptpersonen. Ihre Kommissarin zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich im Zuge ihrer Ermittlung in das Opfer hineinversetzt. Mit präziser, schonungsloser Sprache und psychologischem Feingespür beschreibt Sawatzki diese Perspektive." Offenbacher Post

Schnell zu lesen, gut geschrieben, trotz der recht kurzen Kapitel. Ein spannendes Buch.

— Eldfaxi
Eldfaxi

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  • Der Blick fremder Augen

    Der Blick fremder Augen
    Fanti2412

    Fanti2412

    23. May 2017 um 22:01

    Zum Inhalt: In ihrem beklemmend intensiven Psychothriller "Der Blick fremder Augen" beweist Andrea Sawatzki, eine der beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen und SPIEGEL-Bestsellerautorin, erneut ihre besondere Fähigkeit, tief in die Psyche ihrer Figuren einzutauchen und hochspannende Plots zu entwickeln. In diesem Auftaktband zu Sawatzkis Thrillerreihe um die gestandene Berliner Kommmissarin Melanie Fallersleben zeichnet sie das spannende, schockierende Psychogramm einer gequälten Seele. Die Tote lehnt am Stamm einer Kiefer. Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales Leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft … (Kurzbeschreibung gem. Droemer HC) Leseprobe Die Autorin: Andrea Sawatzki gehört zu den beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen, unter anderem bekannt für die Rolle der Tatort-Hauptkommissarin Charlotte Sänger, für die sie von 2001 bis 2009 vor der Kamera stand. Gleich ihr erster Spannungsroman „Ein allzu braves Mädchen“ wurde ein SPIEGEL-Bestseller und begeisterte Kritiker wie Leser. Auch ihre folgenden Bücher, die Familienkomödien „Tief durchatmen, die Familie kommt“ und „Von Erholung war nie die Rede“ eroberten die Bestsellerlisten. Beide Bücher werden für das ZDF verfilmt. Andrea Sawatzki ist mit dem Schauspieler Christian Berkel verheiratet, die beiden haben zwei Söhne und leben in Berlin.  (Quelle: Droemer-Knaur Verlag) Meine Meinung: Dieser Psychothriller ist der Auftakt einer Reihe um die Berliner Kommissarin Melanie Fallersleben.Diese ermittelt mit ihrem Kollegen Steffen Müller bezüglich mehrerer Morde. Den ersten Mord erlebt der Leser gleich im Prolog, aber die Ermittlungen laufen nur schleppend, da es kaum Spuren oder Hinweise gibt.Melanie und Steffen haben mir als polizeiliche Ermittler gut gefallen. Beide wirken authentisch und durch private Einblicke kann man sie auch gut kennenlernen.Steffen ist ein bisschen chaotisch, was ihn liebenswert macht. Allerdings ist er mir mit seinen häufigen „Vorträgen“ an Melanie über gesunde und vegane Ernährung auch ein bisschen auf die Nerven gegangen. Das war einfach zuviel.Melanie ist anfang 50, seit kurzem wieder Single und geht in ihrem Beruf auf.Und dann ist da noch die Protagonistin Katrin Minkus. Die junge Frau ist verheiratet, Angestellte in einem Drogeriemarkt und es umgibt sie eine merkwürdige Atmosphäre. Schnell ist klar, dass Katrin Probleme hat, aber es dauert ziemlich lange, bis man das ganze Ausmaß erkennen kann.In insgesamt 78 recht kurzen Kapiteln sowie einem Prolog und einem Epilog erzählt Andrea Sawatzki Katrins Geschichte. Dabei legt sie viel Wert auf die psychologische Tiefe aller Charaktere aber besonders bei Katrin.Die Stimmung und die Atmosphäre habe ich durchgängig als ziemlich düster empfunden, was mich manchmal etwas gestört hat.Auch wird schon relativ früh erkennbar welche Zusammenhänge es geben könnte, was ein bisschen die Spannung raus genommen hat. Allerdings waren die Fragen nach Ausführung und Motiv durchaus fesselnd.Auf dem Cover der gebundenen Ausgabe wird das Buch als Roman bezeichnet während man beim Taschenbuch zu Psychothriller gewechselt hat.Ich würde es als psychologischen Spannungsroman bezeichnen, denn Thrillerelemente gibt es kaum.Auffällig fand ich noch, dass trotz aller psychologischer Tiefe gewisse Dinge und Ereignisse ziemlich emotionslos geschildert werden. So fühlte ich mich immer ein wenig distanziert von den Ereignissen und die Geschichte konnte mich nicht so ganz in ihren Bann ziehen.Dennoch ist es eine lesenswerte Story, deren Plot gut konstruiert ist und zu fesseln weiß! Fazit: 4 von 5 Sternen © Fanti2412

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  • der Blick

    Der Blick fremder Augen
    anja_bauer

    anja_bauer

    07. November 2016 um 14:05

    Der Prolog beginnt mit der Ermordung einer Joggerin. Geplante Tat, aber Hinweise gibt es nicht, wer denn diese Frau getötet haben könnte. Dann geht es weiter mit Katrin Minkus. Sie ist Anfang 20 und verheiratet. Angestellte in einer Drogeriefiliale. Alles scheinbar ganz normal, doch beim weiteren Lesen merkt man, dass nicht alles schöne heile Welt ist. Denn Katrin ist tablettensüchtig und die Beziehung zum Ehemann hat vor zwei Jahren stark gelitten. Nach und nach erfährt man, was vor zwei Jahren geschehen ist. Zusätzlich gehen die Erzählungen immer in den Rückblick von Katrins Kindheit. Auf der anderen Seite wird die Geschichte von Melanie Fallersleben erzählt. Sie ist Anfang 50 und mit sich selber nicht im Reinen. Vor kurzem hat sie sich von ihren Lebensgefährten getrennt. Unterstützt wird Mel von ihren 30järhigen Kollegen Steffen Müller, der total auf Bio und ´ähnlichem steht. Nach und nach kommen die beiden dem Täter auf der Spur und dabei spielt Katrin auch ihre Rolle. Dieser Krimi wird in kurzen knappen Kapiteln erzählt. Dadurch ist der Schreibstil flüssig und lässt sich leicht und schnell lesen. Andrea Sawatzi legt hier auch viel Wert auf die Hintergründe der einzelne Personen, was dem Krimi bzw. Roman aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil, so lernt man die einzelnen Protagonisten gut kennen. Ich muss gestehen, dass mir eigentlich die privaten Probleme oftmals auf den Keks gehen, aber hier ist alles natürlich und ohne Allüren geschrieben, so dass sie erträglich sind und überhaupt nicht nerven. Im Gegenteil, das macht die Personen irgendwie symphytisch und realistisch. ein paar Mal musste ich sogar bei diesen Krimi / Roman schmunzeln. Da wird Kaufland erwähnt. Witzig, denn ich arbeite im Kaufland und weiß daher, was es heißt: Ich gehe mal auf die 17. DAS hatte ich jetzt hier in den Roman nicht gedacht und hat mich echt positiv überrascht. Die Aufmachung des Buches bzw., das Cover gefällt mir auch sehr gut. Es hat einem milchigen Schutzumschlag, von dem dahinter einen eine Frau anschaut. Der Titel ist im blutrot geschrieben. Alles in allem ist dieser Roman / Krimi sehr stimmig, trotz der üblichen fehlenden Spannung, den man sonst bei vielen Krimis hat. Er fesselt einen schon allein Weggen der Geschichte.

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  • Roman über die Macht der Psyche

    Der Blick fremder Augen
    Catherine Oertel

    Catherine Oertel

    09. June 2016 um 18:14

    Die Autorin schildert das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln. Aus Sicht des Täters, der Personen in seinem unmittelbaren Umfeld, sowie aus Sicht der Kommissarin Melanie Fallersleben und ihres Kollegen. Dadurch bringt sie dem Leser die Gründe für die Morde näher, zeigt auf; Wieso, Weshalb, Warum, es soweit kommen konnte. Leider wird die Geschichte dadurch aber auch sehr vorhersehbar. Auf den Paukenschlag wartet man vergeblich, Andrea Sawatzkis Roman „Der Blick Fremder Augen“ ist eher ein Werk der leisen Töne. Mit kurzen prägnanten Sätzen, die manchmal fast minimalistisch anmuten, führt sie den Leser durch die Geschichte.  Welche nicht getragen wird durch einen hohen Spannungsbogen sondern eher durch die Einblicke in die Abgründe der Psyche einer paranoiden Persönlichkeit.   Fazit: Ein Roman über die Macht der Psyche, die tief verborgen im Inneren lauert, unsichtbar für die Welt und allzu oft unterschätzt. Definitiv nicht der typische Kriminalroman. Den allgemeinen Hype um den Roman, kann ich dennoch nicht nachvollziehen. Das Psychodrama  punktet zwar mit seiner skurrilen Kommissarin, konnte mich aber im Ganzen nicht überzeugen.

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  • Mehr ein Psychogramm als ein klassischer Thriller

    Der Blick fremder Augen
    Cleos_Buecherblog

    Cleos_Buecherblog

    03. April 2016 um 23:31

    3 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen: Endlich ein neuer Thriller von Andrea Sawatzki!, klingt ziemlich psycho, Melanie Fallersleben ist zurück! Das sagt der Verlag: Die Tote lehnt am Stamm einer Kiefer. Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales Leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft … Meine bescheidene Meinung: Um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen: ich bin – das denke ich zumindest im Nachhinein – mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Wie oben schon gesagt, habe ich mich sehr über die Erscheinung eines neuen Thrillers von Andrea Sawatzki gefreut und war noch begeisterter, dass sie mit Melanie Fallersleben die Ermittlerin aus Ein allzu braves Mädchen wieder ins Spiel bringt. Nachdem mir Sawatzkis Vorgänger-Thriller schon sehr gut gefallen hatte, war ich entsprechend gespannt. Das Ding ist allerdings – und damit verrate ich nicht zuviel – dass es schon nach wenigen Seiten klar ist, wer der/die Täter/in ist, es also vielmehr um das Wieso? Weshalb? Warum? geht. An und für sich ja nicht schlimm, aber wenn man sich auf nen ordentlichen Psycho-Thriller gefreut hat (und der Prolog hat da einiges versprochen), ist man eben ein bisschen enttäuscht. Sowohl Melanie Fallersleben als auch ihr Kollege Steffen Müller sind äußerst authentisch gezeichnet und ich hatte beide auch direkt vor Augen – was ja schon mal ein gutes Zeichen ist. Trotzdem hat mich was gestört, was ich zuerst nicht so richtig benennen konnte. Vorrangig war dies  die fast nicht vorhandene Ermittlungsarbeit; aber darauf war der Roman ja offensichtlich auch nicht ausgelegt. Zum anderen war es bei Frau Fallersleben die in meinen Augen zu deutliche Ähnlichkeit mit Julia Durant, der Frankfurter Kommissarin des verstorbenen Andreas Franz: ähnlich wie die hessische Hauptkommissarin war mir Fallersleben zu burschikos, zu alleingängerisch, fachlich zwar äußerst kompetent, aber von Social Skills keine Spur. Auch auf privater Ebene war die Parallele getrennt lebend und kinderlos sofort erkennbar. Steffen Müller mochte ich gerne, zumal er ein bisschen verpeilt war und es immer wieder – leider meist vergebens – versuchte, seiner Chefin alles recht zu machen. Dass er schwul und vegan war und beides auch immer wieder erwähnt werden musste, war mir zwar ein bisschen zu viel des Guten an Klischees, aber hat mich nicht weiter gestört, da ich ihn – wie schon oben gesagt – mochte. Das Buch an sich ist flüssig geschrieben. Wie bereits bei Ein allzu braves Mädchen sind die Kapitel wieder kurz und knackig gehalten und ich bilde mir da ja gerne ein, dass ich schneller voran komme… Andrea Sawatzki schafft es erneut, eine deprimierende, graue, trostlose Stimmung zu erzeugen. Diese Atmosphäre passt ganz wunderbar zur Protagonistin Kathrin Minkus. Sie ist jung, verheiratet und Angestellte einer Drogerie. Eigentlich ein recht durchschnittliches, normales Leben, wenn da nicht diese tiefe Traurigkeit wäre, die sie umgibt und nicht loszulassen scheint. Über die 304 Seiten des Buches erfährt der Leser immer mehr über die Umstände und sowohl die Morde als und auch die Ermittlungsarbeit (die nicht wirklich erwähnenswert ist), rücken komplett in den Hintergrund. Was am Ende bleibt ist ein Psychogramm einer gequälten Seele. Sehr leise und subtil erzählt – was an und für sich schon eine ziemliche Kunst ist und mich auch zu begeistern wusste. Da ich die Handlung beim Lesen so genau vor Augen hatte, kann ich mir das Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen; dabei wäre die Tatsache, dass Frau Fallersleben ebenso wie Frau Sawatzki rothaarig und Anfang 50 ist, sicher ganz hilfreich. Alles in allem ein gutes und auch auf seine spezielle Art spannendes Buch, das mich aufgrund meiner Erwartungshaltung und der Tatsache, dass es mehr psycho als Thriller war, nicht ganz überzeugen konnte.

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  • Viel mehr als ein klassischer Kriminalroman

    Der Blick fremder Augen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    01. February 2016 um 11:08

    Dieses neue Buch von Andrea  Sawatzki, das genau wie ihre drei früheren Bücher mit Sicherheit im Laufe des Jahres 2016 verfilmt werden wird,  ist viel mehr als ein klassischer Kriminalroman. Zwar gibt es mit Melanie Fallersleben eine Kommissarin, und es gibt auch einen  Fall. Doch der Schwerpunkt des spannenden  Buches liegt in der genauen Inspektion der Innenseiten und  psychischen  Biographien  ihrer  Protagonisten. Sich in die Opfer genauso wie in die Täter hineinzuversetzen, geradezu  zu verschmelzen mit ihrer Geschichte um sie zu verstehen, das ist für Melanie Fallersleben der schwierigste Teil ihrer Arbeit. Aber auch eine  Dimension, die sie über die Maßen fasziniert und regelrecht gefangen nimmt. Intime Akte sind für sie Begegnungen mit toten Opfern, in deren Leben sie im Rahmen ihrer Ermittlungen eintaucht. Und in der Verfolgung  der Täter  ist sie nicht weniger  intensiv. Ihre Nachforschungen machen auch vor den tiefsten  Abgründen der menschlichen Seele nicht  halt. Kein Wunder,  dass sie, die selbst nach der Trennung  von ihrem Mann noch unter den Folgen einer schweren Lebenskrise leidet, von der Ermittlung in ihrem neuen  Fall bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit geführt wird. Denn sie tritt in einem Fall unendlicher Grausamkeit lange auf der Stelle.  In einem klassischen Kriminalroman wäre das langweilig und würde die Spannung rausnehmen.  Nicht so bei Andrea Sawatzki. Mit ihrer auch sprachlich anspruchsvollen Beschreibung ungeahnter psychologischer Abgründe steigert sie mit jeder weiteren Seite eine Spannung, die auch durch die am Ende wenig überraschende Handlung nicht geschmälert wird und das Buch zu einer exquisiten Unterhaltung macht. Man darf auf die Verfilmung ebenso gespannt sein wie  auf Sawatzkis nächstes Buch. So langsam beginnt sie sich  im illustren Kreis anspruchsvoller Krimiautoren zu etablieren.

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  • Der Blick fremder Augen

    Der Blick fremder Augen
    Kleine8310

    Kleine8310

    27. January 2016 um 00:14

    "Der Blick fremder Augen" ist ein Roman der Autorin Andrea Sawatzki. In diesem Buch ist die Protagonistin die Kommissarin Melanie Fallersleben. Und diese bekommt es mit einem spannenden, vielschichtigen Fall zu tun.  Kaum verwertbare Spuren führen Melanie zu der Annahme, dass der Täter scheinbar ein unauffälliges, ganz normales Leben in der Masse der Gesellschaft führt. Der Toten wurde die Kehle durchtrennt. Auch dies ist nichts aussagekräftiges. Als weitere Morde folgen, die auch keine hilfreichen Erkenntnisse bringen tritt die Kommissarin auf der Stelle, bis sie, wie aus heiterem Himmel eine verstörende Botschaft erhält, der noch weitere folgen sollen ... "Der Blick fremder Augen" ist mein erstes Buch von Andrea Sawatzki. Die Autorin schreibt klar, flüssig und ohne Schnörkel, sodass ich dem Geschehen gut folgen konnte. Was mir sogleich aufgefallen ist sind die sehr kurzen Kapitel. Mich hat es hier aber nicht gestört, denn es war passend zum Inhaltlichen Geschehen aufgeteilt. Als LeserIn erfährt man abwechselnd die Perspektive des Täters und die von Melanie Fallersleben, was ich sehr interessant gemacht fand.    Der Mordfall beziehungsweise die Mordfälle und die Ermittlungen haben mich leider nicht wirklich gepackt, dazu hat mir die nötige Spannung gefehlt. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin das Hauptaugenmerk hierbei auch eher auf die psychologischen Komponenten gelegt hat, was ihr, meiner Meinung nach, zu großen Teilen auch ganz gut gelungen ist.    Bei der Ausarbeitung der Charaktere hat mir die Authentizität zugesagt, aber einen wirklichen Sympathieträger habe ich hier dennoch nicht für mich gefunden.    Was "Der Blick fremder Augen" an Spannung vermissen liess brachte die Autorin durch psychologische Raffinesse und Tiefgang fast wieder ins Lot!

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  • Ein Krimi der leisen, aber finalen Töne

    Der Blick fremder Augen
    Fluse

    Fluse

    Zunächst muss ich bekennen, dass ich Andrea Sawatzkis Romane sehr gern lese, weil sie, egal, welches Genre sie bedient, einfach so nah am Realen ist, dass man denkt, die Geschichte spielt nebenan. Das finde ich grandios. Allerdings ist bei diesem Buch das Cover reichlich unspektakulär, lädt nicht unbedingt zum Kaufen ein, wenn man nicht Fan der Autorin ist. Zur Geschichte: Der roten Faden ist die Geschichte einer Frau, die als Kind unglaublich unter ihren Eltern gelitten hat und als sie selbst im Begriff ist, Mutter zu werden, verliert sie ihr Kind und ihr Leben gerät komplett aus den Fugen. Sie schottet sich ab, erträgt keine Menschen um sich und schon gar nicht ihren Mann Bernd, der sich, wie es kommen musste, von seiner Frau abwendet, um Trost bei einer anderen Frau zu finden. Dies ist der Beginn eines fast atemlosen Rachefeldzuges und das Ende des Leidens von Kati. Der Roman hält nicht nur den traumatisierten Lebensweg der Kati bereit, auch erleben wir eine überaus eigenwillige Kommissarin, die es auch nicht gerade schafft, ihrem Leben mit Zufriedenheit zu begegnen. Klar ist, dass dieses Buch kein Pageturner im eigentlichen Sinne ist. Der Leser taucht Seite um Seite tiefer in die Psyche von Kati ein und mehr und mehr wächst der Beschützerinstinkt in ihm. Beim großen Finale ist man fast geneigt zu sagen: das war genau richtig. Wer es solide mag, leise und schleichend, mit Charakteren, die einem so echt wie der Nachbar von gegenüber vorkommen, ist hier genau richtig.

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    • 2
  • *+* Ein gigantisch gut gelungenes Psychogramm *+*

    Der Blick fremder Augen
    Irve

    Irve

    01. January 2016 um 17:12

    Liebe Lesefreunde, ich bin sehr erschüttert von Katrin Minkus´ Schicksal. Eigentlich hat sie es so gut. Sie ist Anfang zwanzig, ist verheiratet und ihr Mann schein ein ganz lieber Zeitgenosse zu sein. Die Arbeit in einer Drogeriefiliale macht ihr – vom Chef einmal abgesehen – Spaß. Sie scheint ein Durchschnittsleben zu führen, aber durchschnittlich glücklich ist sie nicht. Im Gegenteil. Katrin wirkt verstört und ohne Tabletten kann sie den Tag nicht durchstehen. Nach und nach verliert sie den Überblick – zunächst über die Medikamentenmenge, später über ihr Leben. Damit überfordert sie zunehmend auch ihren Mann…. Die Originalrezension findet ihr auf meinem Bücherblog: https://irveliest.wordpress.com/2015/12/28/andrea-sawatzki-der-blick-fremder-augen/ Katrin rast auf den Abgrund zu und ich war mir nicht sicher, für wen die Frau die größere Gefahr darstellte, für sich selbst oder ihre Mitmenschen. Fragte mich auch immer wieder, ob Katrin die im Rückentext beschriebene Frau ist bzw. im weiteren Verlauf sein würde…. Über Katrin erfahren wir nicht nur aus den aktuellen Schilderungen, sondern auch aus Rückblicken in ihre Kindheit, eine Kindheit, die kein Kind in dieser Form haben sollte. Eine Kindheit, die ein Kind zerstört, Stück für Stück. Und aus einem unglücklichen, verstörten Kind wächst häufig genug ein Erwachsener heran, der sein Leben aus Problemen gepflastert sieht. Parallel zu Katrin Minkus gibt es immer wieder Passagen mit Kommissarin Melanie Fallersleben. Wie ihr Arbeitsleben aussieht, aber auch, welche Spuren ihre Vergangenheit hinterlassen hat und wie sie es schafft, diese zu verarbeiten. Die Kommissarin ist ein spröder Typ, hat Ecken und Kanten. Sprangen in mir bei Katrin gleich die mütterlichen Gefühle an, verweigerten sich mir meine positiven Gefühle gegenüber der Kommissarin völlig. War Katrins Scherbenhaufen des Lebens die Folge gravierender Schuld anderer Menschen, so schienen mir die Probleme von Frau Fallersleben eher wie hausgemacht und ich war sehr gespannt, ob sie es schaffen würde, ihrem Glück keine Steine mehr in den Weg zu legen. Fast bis zur Mitte des Romans passiert nicht wirklich etwas Dramatisches und dennoch konnte ich meine persönliche Lesespannung fast greifen und schneiden…..Katrins Entwicklung, das musste doch in einem Drama enden, oder? Es fiel mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Tiefe der Charaktere, die sezierende Schreibfeder der Autorin, die Schicht für Schicht der Psyche Katrins freilegte und in mir zunehmend Grauen auslöste….Ein gigantisch gut gelungenes Psychogramm!! Inhalt Die Tote lehnt am Stamm einer Kiefer. Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales Leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft … Spannend, schockierend und mit großem Lesesog zeichnet die beliebte Schauspielerin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Andrea Sawatzki in „Der Blick fremder Augen“ das Psychogramm einer gequälten Seele und führt eine faszinierende Ermittlerin ein: kompetent, energisch und bereit, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Buch „Der Blick fremder Augen“ von Andrea Sawatzki ist im Oktober 2015 unter der ISBN-Nr 978-3-426-28139-0 im Droemer Knaur Verlag erschienen. Der Roman umfasst 304 Seiten und ist ebenfalls als eBook und Hörbuch (erschienen im Argon Verlag) erhältlich. Autorin Andrea Sawatzki gehört zu den beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen, unter anderem bekannt für die Rolle der Tatort-Hauptkommissarin Charlotte Sänger, für die sie von 2001 bis 2009 vor der Kamera stand. Gleich ihr erster Spannungsroman „Ein allzu braves Mädchen“ wurde ein SPIEGEL-Bestseller und begeisterte Kritiker wie Leser. Auch ihre folgenden Bücher, die Familienkomödien „Tief durchatmen, die Familie kommt“ und „Von Erholung war nie die Rede“ eroberten die Bestsellerlisten. Beide Bücher werden für das ZDF verfilmt. Andrea Sawatzki ist mit dem Schauspieler Christian Berkel verheiratet, die beiden haben zwei Söhne und leben in Berlin. Quelle: Droemer Knaur Verlag

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  • Ein gut durchdachter und interessanter Thriller ....

    Der Blick fremder Augen
    Adlerauge

    Adlerauge

    20. December 2015 um 15:16

    Ein "Seelendrama" ,das unter die Haut geht ... Die Tote leht am Stamm einer Kiefer.Ihr Gesichtsausdruck ist entrückt, die Wimperntusche verschmiert, die Kehle durchtrennt. Kommissarin Melanie Fallersleben hat zunächst kaum verwertbare Spuren, und der Täter wird durch sein scheinbar ganz normales leben allzu gut verborgen. Auch die folgenden Morde liefern der Ermittlerin keinen echten Hinweis. Doch dann erhält sie eine erste verstörende Botschaft ...... Meine Meinung : Kurzum ein gut durchdachter und knapp umschriebener Thriller , den man schnell in einem Rutsch durchlesen kann ! Durch die angenehme Ermittlerin ( Melanie Fallersleben ) wird die gesamte Geschichte noch interessanter ,da der Schreibstil recht flüssig ist . Teilweise auch sehr blutrünstige Tatvorgänge ,die aber zu einem guten Thriller einfach dazu gehören . Fazit : Einfach sehr empfehlenswert für alle "Thrillerfans " ,denn meistens liegt in der Kürze ( Seitenanzahl ) auch die Würze !

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  • Das Trauma der Katrin Minkus

    Der Blick fremder Augen
    Schassi

    Schassi

    14. December 2015 um 17:07

    Im Epilog wird eine Joggerin kaltblütig ermordet. Die Tat scheint geplant, einen Hinweis auf den Täter gibt es nicht. Im ersten Kapitel setzt die Geschichte mit Katrin Minkus einige Tage vorher ein. Katrin ist Anfang zwanzig, verheiratet und arbeitet in einer Drogeriefiliale. Ihr Leben scheint auf den ersten Blick eigentlich ziemlich normal, doch der Leser erfährt schnell, dass bei ihr einiges im Argen liegt. Sie ist tablettensüchtig und hat schwerwiegende, psychische Probleme. Die Beziehung zu ihrem Mann hat vor zwei Jahren einen schweren Bruch erlitten – warum, erfährt der Leser Stück für Stück. Und langsam taucht er auch in die ganze ungeheuerliche Geschichte dieser jungen Frau ein. In kurzen Einschüben werden rückblickend Szenen aus Katrins Kindheit erzählt, die schlimmer kaum hätte sein können. Auf der anderen Seite steht die Kommissarin, Melanie Fallersleben, Anfang fünfzig, frisch geschiedener Neu-Single. Ihr zur Seite steht ihr 30-jähriger Partner Steffen Müller. Die beiden kommen miteinander aus, aber  viel verbindet sie nicht. Müllers Versuche, Melanie in ihrem eintönigen, einsamen Leben positiv zu beeinflussen, wehrt sie stets ab. Die Geschichte wird in sehr kurzen Kapiteln (meist nur 3 Seiten lang) abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen in der dritten Person erzählt, dabei stets linear fortlaufend. Gedanken und Handlungen werden in kurzen, prägnanten, aber teils auch sehr bildhaften Sätzen erläutert. Dabei wird jede Tat scheinbar minütlich beschrieben, was den knappen Kapiteln leider wieder einiges an Spannung nimmt. Überhaupt fehlte mir beim Lesen die Spannung, das Atem-Anhalten und hastig Weiterblättern-Wollen, wie ich es z. B. von Fitzeks Psychothrillern kenne und liebe. Sawatzkis Stärke liegt vielmehr in den persönlichen Hintergründen für die Taten. Sie beschäftigt sich ausführlich mit den Auswirkungen eines unverarbeiteten Traumas, das tief in einer gewalttägigen und lieblosen Kindheit verwurzelt liegt. Diese Szenen sind teilweise schwer zu ertragen, weil sie so authentisch beschrieben sind. Beim Lesen hatte ich wirklich einen dicken Kloß im Hals. Die Kommissarin Melanie Fallersleben empfand ich als sehr angenehm. Mittlerweile wird man ja fast derart von den persönlichen Problemen der Ermittler erschlagen, dass ich Melanies Privatleben als geradezu gewöhnlich empfand – im positiven Sinne. Auch die Nebenfiguren, wie Katrins Mann Bernd und Melanie Fallerslebens Partner Steffen Müller, haben ihre eigenen Geschichten, die aber stets unaufdringlich im Hintergrund bleiben, ohne dabei zu blass zu wirken. Etwas enttäuscht war ich von der Namenswahl der Protagonisten, die mir sehr lieblos erschien. Steffen Müller – ein 0815-Männername. Es taucht sogar eine Müllerstraße in der Geschichte auf. Oder Katrins Mann Bernd. Welcher Endzwanziger / Anfangdreißiger heißt denn heute noch Bernd? Da musste ich beim Lesen die Stirn runzeln. Mehr gibt es aber fast nicht zu meckern. Insgesamt konnte mich das Buch überzeugen. Auch an blutigen Szenen mangelt es nicht – wie sich das für einen ordentlichen Thriller gehört. Hier einige Leseseindrücke: Kurz schießt Kati ein Bild durch den Kopf. Der tote Vater im Bad, die Augen verdreht, den Kopf im Erbrochenen. Kati neben ihrer Mutter an der Tür. Tränen fließen ihr übers Gesicht, die Mutter schubst sie beiseite und schließt die Tür. (S. 142) Melanie Fallersleben sieht nicht viel besser aus. Der Alptraum hat sie mitgenommen, sie wird die Bilder nicht los. Außerdem hat sie Kopfschmerzen und ständig ein Pfefferminzbonbon im Mund, obwohl ihr davon morgens schlecht wird. Aber es braucht ja keiner zu merken, dass sie letzte Nacht Alkohol getrunken hat. (S. 154) Kati wehrt sich nicht. Sie hat in ihrem kurzen Leben eines gelernt: Wenn sie sich wehrt, steigert sich die Wut der Eltern ins Unermessliche. Wenn sie die Strafe stumm über sich ergehen lässt, verlieren sie irgendwann das Interesse. (S. 245) Fazit: Ein solider Psychothriller, indem die ganze grausame Tragweite einer furchtbaren Kindheit im Mittelpunkt steht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch durch einige der beinhalteten Themen vor allem Frauen anspricht. Wer Thriller mit gut ausgearbeiteten, abgrundtief bösen Hintergründen mag und auf atemlose Spannung verzichten kann, sollte hier zugreifen.

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  • Psychogramme

    Der Blick fremder Augen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. November 2015 um 11:41

    Psychogramme Ja, es gibt Tote. Niht nur menschliche. Ermordete. Und ja, es gibt eine kongeniale, dem mittleren Alter mitten hinein wachsende Kommissarin. Dennoch, es ist bei Weitem kein klassischer Kriminaloman, den Andrea Sawatzki in ihrem neuen Roman vorlege. Denn das Eigentliche, auf das sie den Blick des Lesers über die gesamte Länge des Buchs hin wendet, ist das innere Erleben, die Psyche, die Prägung von früh an ihrer beider Protagonistinnen. Und, ganz am Ende, die dann darauf folgende, letztlich logische, fast zwangsläufige Beziehungsform, die zwischen der Kommissarin und dem Objekt ihrer Ermittlungen entstehen wird. Wobei, dennoch sei im Vorfeld nicht verraten, wer für die Morde verantwortlich ist, sehr früh während der Lektüre klar ist, wer die Taten begeht. Aber das Warum, das, was in einem solchen Menschen vorgeht, was an Lebens- und Leidensgeschichte dahinter steht, was an aktuellen Ereignissen, am Wegbrechen der letzten haltenden Fixpunkte den letzten Tropf in das Faß zum Überlaufen hinein gibt, das führt Sawatzki breit und in Teilen emotional nahe gehend aus. „Sie schreibt grundsätzlich alles auf....Mit genauer Zeiteinteilung. Sie uss das tun, um den Tag zu strukturieren. Um nicht abzugleiten in das Dunkel“. Aber nichts wird wirklich halten, auch die Liebe nicht. Kein Wunder, im Blick auf diese Kindheit........ Ebenso, wie sie der anderen Seite, der Kommissarin Melanie Fallerleben Tiefgang verleiht, mehr in den Raum der Ereignisse die innere Suche, die Folgen der Trennung von ihrem Mann, diese Mattigkeit im Blick auf eine Motivation zum Neuanfang, dieses fast hörbare „lautlose Seufzen“ über das Leben hineingeht, als in die praktische Arbeiten der Ermittlerin. „Was soll sie machen?.....Schreiben, dass sie ihn gerne sehen würden? Nein, das wäre ja die Wahrheit. Frauen sind nur dann interessant, wenn sie ihre Sehnsüchte verschleiern. Also nicht antworten. Aber damit käme sie auch nicht weiter“. Immer innerlich verwirrt, den Knoten nicht durchschlagen, so schleppt sich Fallersleben innerlich eher durch die Tage, denn das sie aktiv die Dinge angeht. Das sind schon psychologische Abgründe und teils harte Erlebnisse, in die Sawatzki Seite für Seite führt und, unmerklich fast, eine reale, bedrängende, sich steigernde innere Spannung schildert, die zur Katharsis immer stärker drängt. Auf allen Seiten. Sprachlich hier und da zu einsilbig, zu distanziert für teils bittere und harte Emotionen, die sie schildert, folgt der Roman dennoch einer klaren Linie und bleibt so, trotz der Vorhersehbarkeit der Ereignisse, eine anregende Lektüre. Welche die Neugier des Lesers wachhält, noch genauer und noch klarer zu verstehen, warum die Dinge sich so entwickeln, wie wie es tun. Und wie es ausgehen wird.

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