Ein allzu braves Mädchen

von Andrea Sawatzki 
3,1 Sterne bei97 Bewertungen
Ein allzu braves Mädchen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (38):
supersusis avatar

Interessantes Thema und tolle Umsetzung für einen Erstlingsroman. Sehr einfühlsam und überzeugend.Es gibt unendlich viele Patienten, die dur

Kritisch (24):
Janine0210s avatar

Zum Schluss hat es mich nicht mehr überzeugt und ich kann es leider nichtweiter empfehlen.

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Inhaltsangabe zu "Ein allzu braves Mädchen"

Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Verstört und mit bloßen Füßen findet man die junge Frau in einem Waldstück. Ihr anfängliches Misstrauen den Psychiatern gegenüber weicht erst ganz allmählich dem Bedürfnis, ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die wirklich niemanden kalt lässt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492304863
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:11.08.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.03.2013 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    supersusis avatar
    supersusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes Thema und tolle Umsetzung für einen Erstlingsroman. Sehr einfühlsam und überzeugend.Es gibt unendlich viele Patienten, die dur
    tragisch

    Mit nur 170 Seiten, von denen jede zweite nur halb beschrieben ist, liest sich das Buch locker in einem durch. Auch der Inhalt trägt dazu bei, es in einer Rutsche von vorn bis hinten durchzulesen, denn man kann es nicht aus der Hand legen.

    Eine völlig verstörte junge Frau wird in einem Waldstück aufgegabelt und da sie ihren Namen nicht preisgibt erstmal in die Psychiatrie gebracht. Dort findet eine Therapeutin langsam Zugang zu ihr und entlockt ihr mehr und mehr über die schreckliche Kindheit, deren Folgen in einem Verbrechen gipfeln, wobei Wahrheit und Einbildung nicht immer zu unterscheiden sind. Was ist wahnhaft oder Traum, was ist Realität und wirkliche Erinnerung ? 

    Ganz toll fand ich, wie die Therapeutin auf die Patientin eingegangen ist, ihr Zeit gelassen hat, sich ihr anzuvertrauen und sie zu nichts drängte. Wenn die Psychiatrien doch mehr solche Therapeuten hätte und die KLiniken keine Entlassungen forcieren würden wegen des Kostendrucks durch die Krankenkassen, dann wäre vielen geholfen. Etwas seltsam fand ich die Regeln in der Klinik, auch für eine geschlossene Station, aber das nur nebensächlich. Es gibt unendlich viele Patienten, die durch ihre Kindheit schwerst traumatisiert sind und die Traumata können ganz unterschiedlich aussehen. Hier wird endlich mal nicht sexueller Mißbrauch als Trauma beschrieben (auch wenn dies leider einen Großteil der Traumata ausmacht), sondern ein ganz anderes, aber auch häufiges Phänomen in den Vordergrund gerückt. Ein sehr einfühlsames Buch, das sehr gut beschreibt, was eigentlich alles dahintersteckt und was es für ein Kind und seine Entwicklung bedeutet, wenn es in dieser o.ä. Situation aufwächst. In der Krankenakte steht dazu oft nur ein Satz oder zwei und dann weiß man ja auch, wie schwer die Kindheit war, hier aber wird genau geschildert, was es für die Psyche eines Kindes bedeutet, so aufzuwachsen. Geschrieben wurde das Buch übrigends wohl von einer Schauspielerin.

    Interessantes Thema und tolle Umsetzung für einen Erstlingsroman. Sehr einfühlsam und überzeugend. Ob da was aufgearbeitet wurde ? (Also nur der KIndheitsteil ?)


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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten
    Ein psychologisch interessantes Debüt...

    Von einem (von vielen Lesern eventuell erwarteten) Thriller ist das literarische Erstlingswerk der Schauspielerin Andrea Sawatzki meilenweit entfernt, was vermutlich die eine oder andere negative Kritik erklären könnte, die ich im Internet las.
    Wer Krimiartiges sucht, wird bei "Ein allzu braves Mädchen" kaum fündig, dafür bekommt der geneigte Leser ein vielschichtiges Psychodrama geboten, und dies in einer sprachlichen Qualität, die für eine Buchdebütantin wirklich beachtlich ist. Sawatzki erzählt ihre düster-traurige Geschichte in vielen kleinen Kapiteln, in denen sich nach und nach das tragische Schicksal einer jungen Frau entfaltet, die eines Tages verstört und zitternd im Wald gefunden wird. Der Rest des Buches besteht dann quasi aus den Bemühungen einer Psychologin, hinter das Geheimnis der Unbekannten zu gelangen, da in der Nähe ihres Fundortes ein älterer Mann in seiner Villa ermordet worden ist.
    Auch wenn die weiteren Ereignisse des Buches recht schnell erkennbar und plottechnische Überraschungen kaum zu finden sind, fasziniert die Story durch ihre sprachliche Intensität. Leider werde ich in nächster Zeit kaum in den Genuß weiterer Geschichten Andrea Sawatzkis kommen, da mich ihre dreiteilige heitere Familiengeschichte überhaupt nicht interessiert und die jüngst begonnene Krimireihe mich ebenso wenig anspricht.

    Fazit: Ein erstaunliches, literarisches Debüt. Düster, tragisch, packend und psychologisch vielschichtig. Durchaus empfehlenswert für Bücherfreunde, die bereit sind, solche Geschichten auch ohne Psychothrillereinschlag zu lesen.

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kurz und intensiv.
    Kurz und intensiv

    Die Leiche eines alten Mannes wird in seinem Haus gefunden - offensichtlich ein Mord. Gleichzeitig wird in einem Waldstück eine verstörte junge Frau aufgegriffen und in die Psychiatrie gebracht. Dass die beiden Fälle zusammenhängen, ist den Beamten schnell klar, doch wie?

    Dieses 177-Seiten-Büchlein hat mich wirklich begeistert. Sicherlich hätte man die Geschichte auch auf 500 Seiten erzählen können, und auch dann hätte sie gut funktioniert, und ich hätte sie gerne gelesen, doch Andrea Sawatzki hat es geschafft, auf nicht einmal 200 Seiten eine Geschichte zu schreiben, bei der mir (fast) nichts gefehlt hat. Und es wirkte einfach auch nicht, als hätte die Autorin mal eben in einer Woche etwas aufgeschrieben oder sich irgendwie durch eine Story gehechelt, um schnell fertig zu werden.

    Die Passagen um den Mord und den Stand der Ermittlungen sind nüchtern und knapp verfasst, meistens keine zwei Seiten lang. Dafür nimmt sich die Autorin genügend Zeit mit der zunächst noch namenlosen Frau, die ihre Geschichte der Psychiaterin in der Klinik erzählt, in die sie gebracht wurde. Dabei verstrickt sie sich immer wieder in Ungereimtheiten, und man ist nicht sicher, was wahr und was erfunden ist. 

    Am Ende wollte die Autorin noch einen Schocker einbauen, der an mir allerdings formschön verpufft ist, weil mir das ziemlich schnell klar war. Auch hätte ich mir gewünscht, dass bei einer der widersprüchlichen Erzählungen der Frau noch einmal deutlich gemacht worden wäre, dass auch der Psychiaterin dieser Widerspruch aufgefallen ist, aber diese beiden Dinge sind bei mir nicht sehr ins Gewicht gefallen, weil ich vor allem beeindruckt war, wie Andrea Sawatzki die Intensität der Geschichte auf so wenigen Seiten hervorgebracht hat. 

    Fazit: Noch so eine bekannte Persönlichkeit, die jetzt halt mal einen Roman schreiben will? Ja! Gerne! Von mir bekommt Andrea Sawatzkis Debutroman 5*****, weil ich ihn einfach gut fand. 

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    Whoopiedas avatar
    Whoopiedavor 3 Jahren
    So psychisch ...

    Klappentext: Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Verstört und mit bloßen Füßen findet man die junge Frau in einem Waldstück. Ihr anfängliches Misstrauen den Psychiatern gegenüber weicht erst ganz allmählich dem Bedürfnis, ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die wirklich niemanden kalt lässt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit?  ~*~
    Es geht um eine junge Frau, die uns aus ihrem Leben erzählt. Als kleines Mädchen macht sie traumatische Erfahrungen, von der Mutter eigentlich im Stich gelassen muss sie sich schon viel zu früh um Ihren an Demenz erkrankten Vater kümmern. Auf diese Weise erlangt sie keinen Schulabschluss oder Ausbildung und rutscht schnell in Milieu ab.
    Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich somit gut lesen. Allerdings hatte ich mir wohl etwas anderes unter 
    einem Krimi vorgestellt - mir war es eindeutig zu psychologisch .... Die Geschichte ist sehr ergreifend und tragisch - aber
     von Anfang an hervorsehbar.
    Mein Fazit: Ich bleibe zukünftig lieber dabei einen humorvollen Roman von Frau Sawatzki zu lesen.


    Vielleicht hab Ihr trotzdem Lust Euch Euer eigenes Bild
    von dem Roman zu machen ....

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 3 Jahren
    Opfer oder Täterin?

    Winfried Ott ist tot. Der 71-jährige Mann starb bereits vor einigen Tagen, ermordet mit einem scharfkantigen Gegenstand. Vermisst hatte den Mann niemand, lediglich durch das Bellen seiner Hunde wurde die Nachbarschaft darauf aufmerksam, dass bei Ott irgendwas nicht stimmte. Vom Täter ist weit und breit keine Spur zu entdecken - doch wer hätte auch ein Motiv gehabt, diesen alten Mann zu ermorden?


    Derweil wird eine junge, verstörte Frau in einem Wald aufgefunden. Sie selbst kann sich an nichts erinnern, weiß nicht, was passiert ist und wie sie in den Wald gekommen ist. Von der hinzugerufenen Polizei wird sie in eine psychiatrische Klinik gebracht. Anfänglich ist die Frau nicht bereit, mit den Ärzten zusammen zu arbeiten, doch nach und nach verändert sich ihre Einstellung.


    Zu ihrer betreuenden Ärztin, Dr. Minkowa baut sie langsam aber sicher ein Vertrauensverhältnis auf und beginnt, sich ihr zu öffnen und der Ärztin schonungslos und offen aus ihrem Leben zu berichten. Dr. Minkowa ist schockiert und fasziniert von dieser jungen Frau, die noch immer keinen Namen hat. Dann jedoch steht ein unheimlicher Verdacht im Raum - könnte sie etwas mit dem Tod des alten Mannes zu tun gehabt haben?



    Opfer oder Täterin? Der Plot wurde abwechslungsreich und realistisch erarbeitet. Fasziniert war ich von der Tatsache, wie die Autorin es schaffte, den Leser immer wieder in die Gedankenwelt der jungen Frau eintauchen zu lassen und die ist mitunter sehr erschreckend. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch hätten mir ein paar mehr an der Zahl gut gefallen, irgendwie waren sie recht rar gesät. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, jedoch blieb bei mir nach Abschluss der Lektüre ein eher fader Beigeschmack zurück - ich hatte wohl einfach zu viel erwartet.

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    achterbahnmaedchens avatar
    achterbahnmaedchenvor 3 Jahren
    Rezension zu "Ein allzu braves Mädchen" von Andrea Sawatzki

    Die Meinungen über dieses Buch sind ja nun wirklich gespalten und absolut unterschiedlich.  Dementsprechend vorsichtig ging ich an die Geschichte ran.

    Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil wirklich sehr gut gefallen hat und es gab einige wirklich schöne Sätze, die ich mir aufgeschrieben habe. Der Schreibstil ist flüssig, schön und gut verständlich. Die Geschichte lässt sich aus diesem Grund auch sehr schnell lesen. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Stunden durch.

    Dies liegt allerdings nicht nur an dem guten Schreibstil, sondern auch an der eher mageren Seitenanzahl. Wobei ich - ehrlich gesagt - schon froh bin, dass das Buch nicht mehr Seiten hatte und ich es schneller hinter mich gebracht habe. Wie ich schon sagte, der Schreibtstil ist schön. Dafür gibt es auch zwei Sterne, weil er mir wirklich gefallen hat.
    Alles andere ist leider so ziemlich kompletter Müll. :/
    Die Idee an sich finde ich grandios - aber die Ausarbeitung ist wirklich mangelhaft. Es liest sich eher wie ein Therapiebericht, es ist oberflächlich, kalt und lässt den Leser irritiert zurück. Gerade das Ende fand ich einfach absolut bescheuert? Es wirkte so, als wolle die Autorin zwingend noch ein BOOM erreichen. Ich konnte nur schmunzeln und den Kopf schütteln.
    Das ganze Buch wirkt wie ein gehetzt hingekritzeltes Manuskript, es wirkt lieblos. Die Protagonistin war für mich nicht gut dargestellt. Sie war viel zu selbstreflektierend und zu weit weg. Ihre Gefühle wurden nicht gut dargestellt. Sie erzählt viel zu strukturiert von ihrem Trauma/den Erlebnissen, was überhaupt nicht glaubhaft rüberkommt. Es hat einfach nicht so wirklich zum sonstigen Wesen der Protagonistin gepasst, dass sie sich so schnell und "weit" geöffnet hat.
    An sich ist die Story tragisch. Aber die Geschichte wird einfach viel zu blass und oberflächlich erzählt. Es ist nicht spannend, es ist nicht interessant, die Gefühle bleiben auf der Strecke. Es wird alles einfach nur abgehandelt sowie kalt und berichtsmäßig erzählt. Ich fand es eher langweilig und vorhersehbar.

    Frau Sawatzki ist eine wunderbare Schauspielerin. Leider hat mich das Buch umso weniger überzeugt. Es wirkt alles so gewollt und nicht wirklich geschafft. :/

    Alles in allem ist es ein Buch für zwischendurch, nicht empfehlenswert - gar nicht meins. Es hat mich enttäuscht und lässt mich auch etwas wütend zurück.


    SPOILER















    P.S.: Durch eine Rezension auf amazon von Kastanies-Leseecke habe ich folgendes erfahren:
    „Erst im Alter von acht Jahren zog Schauspielerin Andrea Sawatzki mit ihrer Mutter zu ihrem Vater.“
    „Tochter einer Krankenschwester“
    „Als sie 13 war starb ihr Vater an Demenz“

    Also kann es möglicherweise sein, dass die Autorin ihre Erlebnisse teilweise in dem Buch verarbeiten wollte? Auch wenn ich das jetzt weiß, es ändert leider nicht wirklich etwas an der Sicht über das Buch. :/


    Kommentare: 1
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    MissRichardParkers avatar
    MissRichardParkervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider eine Enttäuschung. Die Geschichte ist wirr und mühsam erzählt, die Spannung gleich Null... Dafür ist der Schreibstil schön.
    Leider eine Enttäuschung

    Eine verwirrte junge Frau wird in einem Wald gefunden. Sie kann sich an nichts erinnern... Fast gleichzeitig wird die Leiche eines älteren Mannes in seiner Villa gefunden. Vom Täter keine Spur. Bald wird klar, dass die beiden etwas miteinander zu tun haben mussten.
    In der Psychiatrie versucht eine Psychologin der jungen Frau zu helfen und langsam kehrt Ihre Erinnerung zurück und Sie beginnt Ihre Geschichte zu erzählen...

    Für mich war dieses Buch leider eine ziemlich grosse Enttäuschung. Ich fand es weder spannend noch angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist zwar schön, aber da ich alles sehr wirr und ohne roten Faden empfunden habe, fiel mir das Lesen einfach schwer. Gottseidank war es ein dünnes Buch und ich hatte es schnell durch. Hängen blieb nicht viel. Ausserdem war es ziemlich vulgär auf eine unangenehme Weise.
    Meine Meinung: Die Zeit kann man sich sparen und für ein besseres Buch verwenden. Ich kann es nicht weiterempfehlen.

    Kommentare: 3
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    Kerstin_KeJasBlogs avatar
    Kerstin_KeJasBlogvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ernstes Thema schockierend gut verpackt.
    traumatische Kindheitserlebnisse

    Dieses Buch habe ich eher aus Zufall gelesen und wäre ob der Bekanntheit der Autorin nicht in meinem Einkaukskorb gelandet.
    Aber ich bin keineswegs enttäuscht, sondern positiv überrascht.

    Zu der Story:
    eine junge Frau wird in verwirrtem, apathischem Zustand aufgefunden und in einer Psychatrie untergebracht. Dort vertraut sie sich im Laufe der Zeit ihrer Ärztin an und hat Unglaubliches zu berichten. Vom Kind, dass den kranken Vater pflegt, zur Teenagerin, zur Diebin, zur Prostituierten.
    Zeitgleich wird ein ältere Mann in seiner Villa mit eingeschlagenem Schädel aufgefunden.


    Meine Meinung zum Buch: 
    die recht kurz gehaltenen einzelnen Kapital animieren zum Weiterlesen. 
    In den Gesprächen zwischen Patientin und Ärztin offenbart sich die Kindheit und Jugend in einem schwierigen Umfeld, bis zu den Beschreibungen in ihrem Job als Prostituierte. Diese Beschreibungen sind durchaus vulgär, aber wirken angesichts der Umstände trotzdem nicht ordinär,  sondern sind ein wichtiger Bestandteil um die Protagonistin herum.
    Es ist ein Text der ohne viel Drumherum auskommt, zeitgleich fasziniert aber auch schockiert. 

    Wie diese Geschichte ausgeht, kann man zwar ab einem bestimmten Zeitpunkt voraussehen, aber trotzdem überrascht es doch ein wenig.

    Ich gebe 4 von 5 Sternen, aber auch nur weil das Buch mit 176 Seiten viel zu kurz war.

    © K.B.

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    Wortweltens avatar
    Wortweltenvor 5 Jahren
    Psychologische Studie

    Leseimpressionen

    Eine völlig verstörte, in ein absurdes Paillettenkleid gehüllte junge Frau wird mitten im Wald aufgefunden. Sie scheint sich an nichts erinnern zu können, weder, wer sie eigentlich ist, noch, wie sie in den Wald gekommen ist. Vorerst wird sie in einer psychiatrische Klinik eingewiesen und dort von der Psychologin Dr. Minkowa betreut.

    Zeitgleich dazu findet die Polizei den einundsiebzigjährigen Witwer Wilfried Ott ermordet in seinem Haus auf.

    Natürlich ist dem Leser ziemlich rasch klar, dass die beiden Handlungsstränge miteinander zusammenhängen. Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt auf den Gesprächen zwischen der jungen Frau und ihrer betreuenden Ärztin, in denen nach und nach das Leben der Patientin aufgerollt wird. Am Anfang ist das noch sehr spannend, doch mit der Zeit wird die Dialogform zu einseitig. Der Leser erhält nichts als die Erinnerungen der jungen Frau, es gibt kaum Figuren außerhalb des Patientin-Ärztin-Gefüges und auch über Dr. Minkowa erfährt man eigentlich nichts. So entwickelt sich der Roman eher zu einer Art Kammerspiel mit karger Kulisse, völlig fokussiert auf ein zerstörtes Leben, das dem Leser häppchenweise zu Füßen gelegt wird. Doch auch diese Häppchen wiederholen sich stellenweise und lassen sich ziemlich schnell zu einem Ganzen zusammenfügen. Als literarisches Spiel mit der Psyche einer Figur ist das Werk interessant zu lesen, hätte aber deutlich mehr ausgebaut werden können, um stärker zu berühren. Die Reduktion auf bloße Erinnerungen, eingebettet in Träume, Reflexionen und Gespräche, wirkt allerdings unbefriedigend.

    Die teilweise raue Sprache hingegen empfand ich weniger als störend, da sie zu der Figur und ihren Erlebnissen passt. Dementsprechend ist die Erzählweise recht authentisch und sie sorgt auch dafür, dass sich dieser ohnehin sehr kurze Roman schnell lesen lässt.

    Fazit

    Eine interessante, aber leider etwas einfach bleibende Untersuchung der Psyche einer gebrochenen Frau.

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    MarionHs avatar
    MarionHvor 5 Jahren
    Naja!

    Man sollte sich nicht immer von einem schönen Cover leiten lassen. 

    Diese Kurzgeschichte ist verdammt langweilig. Es passiert nichts. Es wird nur die Geschichte des Hauptcharakters durch Psychotherapie aufgedeckt. Das sie die Mörderin ist, steht von Anfang an fest und das Motiv ist auch eher "typisch". 

    In ein paar Seiten liest man sich eher wie durch ein Tagebuch eines Teenis, als durch einen Thriller oder was das auch immer war.

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