Andrea Schacht Schiffbruch und Glücksfall

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Inhaltsangabe zu „Schiffbruch und Glücksfall“ von Andrea Schacht

Von Katzen, Kobolden und einer ungewöhnlichen Liebe

Kelda ist über sich selbst erbost - wie konnte sie sich nur auf einen Urlaub mit diesem Hohlkopf Matt einlassen? Doch statt die Bretagne so schnell wie möglich zu verlassen, bleibt sie ihrer Freundin Marie-Claude zuliebe dort. Mit der Ruhe, die sie sich gönnen will, wird es allerdings nichts. Nicht nur, dass sie unfreiwillig eine Nacht im Keller ihres Ferienhauses verbringen muss - neben einem leibhaftigen Skelett. Zu allem Überfluss taucht auch ihre Jugendliebe Simon auf, der in der Bretagne alte Häuser restauriert. Mit ihm - und der Katze Soquette - macht Kelda sich auf, das Geheimnis des Toten in ihrem Ferienhaus zu lüften - und gerät tief in die Geheimnisse der Bretagne.

Ein wunderschöner Roman über die Bretagne und die Faszination einer ebenso rauen wie poetischen Landschaft.

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  • Rezension zu "Schiffbruch und Glücksfall" von Andrea Schacht

    Schiffbruch und Glücksfall

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    16. March 2012 um 07:50

    Kelda und Matt sind seit 6 Jahren ein Paar, doch als sie bei einem Segelausflug im Urlaub in der Bretagne fast ums Leben kommen und Matt das auch noch komisch fand, ist Schluss mit lustig bei Kelda und sie trennt sich kurzerhand von ihrem Freund. Sie zieht aus dem gemeinsamen Zelt aus und nimmt das Angebot ihrer Freundin an und zieht in ein Ferienhaus, das diese ihr empfohlen hat. Aber die Freude dauert nicht lange an, denn sie rauscht mitsamt Sofa durch die Decke und landet im Keller. Zur Gesellschaft hat sie dort für die Nacht ein Skelett, das sie durch die Wand anschaut. Aus dem Keller, der weder Türen noch Fenster hat, wird sie am nächsten Tag vom Eigentümer Yves und von Simon gerettet. Besagter Simon entpuppt sich als ihr früherer Nachbar, der vor 10 Jahren in sie verliebt war. Kelda zieht zu ihrer Freundin, die für Touristen eine kleine Imbissstube betreibt. Sie geht ihr ein wenig zur Hand, wenn Hilfe nötig ist und beschäftigt sich in ihrer Freizeit mit dem Geheimnis um den toten Mann im Keller. Aber auch Simon hilft sie. Er ist in die Bretagne gekommen, weil sein Großvater ihm ein Haus hinterlassen hatte und das wollte er suchen. Durch ihre Recherchen kommen sie einem Geheimnis auf die Spur und selbst Simon gelingt es, Einblicke in das Leben seines Großvaters zu erhalten. Wieder legt die Autorin einen Roman vor, der in der Bretagne spielt. Ihre eigene Liebe zur Bretagne lässt sie mühelos in der Beschreibung der Landschaft einfließen. In diesem Buch verbindet sie Geheimnisse, die miteinander verwoben sind, mit der Gegenwart. Durch Befragungen von den 4 alten Veteranen und anderen Personen im Dorf gelingt es ihnen, die Vergangenheit lebendig zu machen und längst vergangenes Unrecht aufzudecken. Es macht Spaß, als Leser diese Suche nach der Wahrheit mitzuverfolgen. Die Protagonisten Kelda und Simon sind beide sehr sympatisch und die aufkommende Anziehungskraft der beiden kann man sehr gut nachvollziehen. Kelda ist mit einem trockenen, aber herzlichen Humor gesegnet, der mich das ein oder andere Mal schmunzeln ließ. Auch in diesem Werk ließ die Autorin eine Katze ihr "Unwesen" treiben. Soquette hat es nicht leicht, wird ihr doch von einem Feenwesen die Sahne streitig gemacht. Das Dumme ist nur, dass nur sie die Fee sehen kann. Niemand sieht, wie Soquette von ihr provoziert wird, aber alle sehen die Ergebnisse einer wilden Jagd über Tische und Stühle, für die Soquette allein verantwortlich gemacht wird. Eine wunderbare Verschmelzung von Aberglaube und Sagengestalten. Weitere liebevoll gezeichnete Charaktere runden das absolute Lesevergnügen ab. Schade fand ich nur, dass es eine so kurze Geschichte war. Andrea Schacht ist eine Meisterin des Wortes, aber hier hat sie sich leider etwas zu kurz gefasst. Ich hätte gern noch ein wenig mehr von der Korrigane und Soquette gelesen. Für zwischendurch ist es ein wirklich sehr schönes Buch, das ich gern weiterempfehle.

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