Andrea Schacht

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Interview mit Andrea Schacht

Interview zwischen Andrea Schacht und LovelyBooks // April 2011

1) Wie sind Sie zum Schreiben gekommen bzw. wie kam es zur Veröffentlichung Ihres ersten Buches?

Geschichten habe ich mir eigentlich schon immer ausgedacht. Aber als ich 1993 einer schwarzen Hotelkatze begegnete, die jeden Abend zur gleichen Zeit in einsamer Majestät einen langen, blauen Flur hinunterwandelte, löste dieser Anblick wieder einmal eine komplette Geschichte in mir aus und ich sagte mir endlich: Jetzt oder nie musst du sie aufschreiben. Ich hatte das Glück, einen kleinen Verlag zu finden, in dem „Der Tag mit Tiger“ dann auch gleich veröffentlicht wurde. Danach habe ich schlichtweg nicht mehr aufgehört zu schreiben. Was mich jedoch ganz besonders freut, ist, dass mein Erstling – und seine beiden Nachfolgebände - jetzt im Aufbau-Verlag ein neues Katzenkörbchen gefunden haben.

2) Wie lang haben Sie an Ihrem ersten Buch geschrieben – wie viel Zeit haben Sie für die Recherche und wie viel für die Ausarbeitung gebraucht (das stellt man sich ja gerade bei historischen Romanen sehr langwierig vor)?

Mein erster Roman war eine Katzengeschichte. Ich weiß nicht mehr genau, wie lange ich daran geschrieben habe, vermutlich ein paar Monate. Die Recherche habe ich damals am lebenden Objekt – unserem Kater – durchgeführt. Erst sechs Jahre später habe ich meinen ersten historischen Roman begonnen – Der dunkle Spiegel – für den ich ein gefühltes Mediävistikstudium betrieben habe. Seither türmen sich Berge von Sach- und Fachbüchern bei mir. Geschrieben habe ich den Roman dann auch in wenigen Monaten. Inzwischen benötige ich für die Recherche bei Mittelalter-Themen nicht mehr soviel Zeit. Jedes neue Setting hingegen verlangt wieder monatelange Einarbeitung.

3) Gibt es schon Ideen & Pläne für einen neuen Roman?

Ich habe ständig neue Pläne und Ideen. Derzeit habe ich einen weiteren historischen Katzenroman beendet und beginne mit dem vierten Teil der Alyss-Reihe.

4) Welche Vorteile bieten für Sie das Internet und wie nutzen Sie hier den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de

Ich bin Mitglied in einem Autorenforum, begleite in einigen Foren auf Anfrage Leserunden, und ansonsten nutze ich natürlich das Internet für Recherchezwecke.

5) Bei der Buchfrage können sich Leser in Echtzeit über Autoren und ihre Bücher austauschen, damit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik geschaffen. Wie gehen Sie damit um?

Ich habe mich mit Ihren Buchfragen noch nicht beschäftigt. Aber über Lob freue ich mich immer. Kritik, wenn sie konstruktiv ist und höflich formuliert wird, überdenke ich, Pöbeleien ignoriere ich.

6) Welche Bücher/Autoren lesen Sie selbst gern und wo finden bzw. suchen Sie Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich lese überwiegend Sachbücher, manchmal den einen oder anderen Krimi oder Urban Fantasy. Meine Bücher suche ich mir immer noch gerne in einer Buchhandlung aus, weil ich sie dort aufschlagen und schon mal ein paar Seiten überfliegen kann. Man wird als Autor so schrecklich wählerisch …

7) Man wird als Autor schnell in Schubladen gesteckt. Würden Sie gerne mal das Genre wechseln und Ihre Leser mit einer völlig neuen Seite überraschen z.B. mit einem Thriller?

Ich bin schon von Anfang an in mehreren Schubladen zu Hause: Katzenromane, historische Romane, Liebesromane und Fantasy. Aber ganz neu werde ich meine Leser im Herbst 2011 mit dem „Jägermond“ überraschen, mein langgehegter Traum einer kätzischen Fantasy.

9) Welche Wünsche haben Sie im Bezug auf Ihre Bücher und Ihre Arbeit für die kommenden Jahre?

Das schönste Schicksal, dass ich meinen Büchern wünsche, ist, dass sie zweimal gelesen werden. Und für meine Arbeit wünsche ich mir, dass es mir gelingen möge, meine Leser zum Mitfiebern, zum Lachen und Weinen zu bringen.

8) Wo holen Sie sich die Ideen und Inspiration für Ihre Romane?

Oh, überall her. Sie fliegen mich sozusagen an. Ich habe das Glück, direkt an einem großen Waldgebiet zu wohnen, und auf meinen täglichen Streifzügen durch das Gebiet pflücke ich Ideen wie Blätter von den Bäumen.