Ich finde das Cover so toll gestaltet. Es passt richtig gut zum Titel und Inhalt.
Da es sich um eine wahre Geschichte handelt, möchte ich nur soviel zu den Figuren sagen, dass sie sehr gut vorstellbar beschrieben sind, was aber für mich viel wichtiger ist, sind die Emotionen und Gedankengänge. Ich habe sie selbst gespürt und diese Geschichte erlebt.
Ja, was tust Du wenn Dein Partner sich selbst tötet? Mir würde es den Boden unter den Füßen wegziehen, denn es kommen ja zu den Trauerphasen noch ganz andere Gefühle dazu. Schuldgefühle, Schuldzuweisungen und Reflektion, ohne die sicher kein Verzeihen möglich ist, also negative Gefühle wie Hass und Wut in positive zu leiten und liebevoll an den Partner zurück zu denken.
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte unglaublich berührt. Sie hat ehrlich und ungeschönt die Jahre mit Thomas erzählt, ohne die eigenen Unzulänglichkeiten außen vor zu lassen.
So schön diese Liebe der beiden zu Beginn war, so schrecklich wurde sie beendet.
Es sind gesellschaftskritische Themen integriert, es geht um Sucht und Koabhängigkeit und dazu kommt noch die eigene Erkrankung, in diesem Fall MS.
Aber was in den 5 Jahren dieser Beziehung alles an Positivem geschehen ist finde ich so schön, sie war so voller Liebe, Respekt und Wertschätzung, dass ich mir zunächst nicht vorstellen konnte was sie so zum Eskalieren gebracht hat.
Andrea hat so viel Stärke bewiesen, sich dabei aber auch selbst verloren und das kostet unendlich viel Kraft.
Ich finde sie mutig und möchte mich ganz herzlich für das Vertrauen bedanken das mir die Autorin entgegenbringt.
Aber man sollte sie einfach selbst lesen, denn in vielen Situationen erkennt man sich vielleicht selbst wieder, und so bringt sie uns zum Nachdenken.
Deshalb gebe ich eine ganz klare Leseempfehlung, denn trotz der Tragik macht sie auch ganz viel Hoffnung und zeigt Wege auf, die helfen können, auch die Adressen im Nachwort finde ich sehr hilfreich.






