Andrea Seidl Mit Kommissaren spielt man nicht

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Inhaltsangabe zu „Mit Kommissaren spielt man nicht“ von Andrea Seidl

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    Mit Kommissaren spielt man nicht
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    24. July 2013 um 11:23

    Uli ist Hauptkommissarin in Regensburg und hat ein Laster - eine Affäre mit ihrem Chef. Seit eineinhalb Jahren ist sie bereits mit ihm liiert, räumt gedanklich die Wohnung um, damit er bei ihr einziehen kann. Doch alles kommt anders. Ihr Chef beendet die Beziehung und zwingt sie, sich nach München versetzen zu lassen. Dort hat sie keine Freunde, keine Wohnung und keine Perspektive. Uli ist niedergeschlagen. Am Ende kommt aber doch alles ganz anders. Bei "Mit Kommissaren spielt man nicht" handelt es sich um eine solide Geschichte, die man am ehestens im Chick Lit-Bereich ansiedeln kann. Auch wenn ich mich mit der Wahl des Genres schwer tue. Für einen Krimi kommen eindeutig zu wenig kriminalistische Elemente darin vor, für Chick Lit fehlt ein wenig der Spaß. Vordergründig steht die Liebesbeziehung bzw. das Liebeschaos um Uli im Vordergrund. Man findet sofort in die Geschichte hinein und fühlt sich gut unterhalten. Der Schreibstil ist einfach, jedoch nie langweilig und Protagonistin Uli sympathisch. Man hat fast etwas Mitleid mit ihr, dass sie sich dieses Theater eineinhalb Jahre gefallen ließ. Ihr Chef Daniel dagegen ist nach der Trennung ein richtiges Ekel und von Beginn an unsympathisch. Allerdings erscheint mir UIi das ganze Buch über nie als Kommissarin. Dafür lässt sie sich zu leicht einschüchtern, ist nicht tough genug und es fehlt ihr auch ein wenig an kriminalistischem Instinkt. Das sollte unbedingt geändert werden, weil ich ihr die Rolle als Ermittlerin sonst nicht abnehmen kann. Der Kriminalfall der in die Handlung eingebaut wurde, wirkt gut gemeint. Erscheint aber eher deplatziert, besonders auch, weil ein echter Krimi anders geschrieben wäre. Zu allererst sollte deshalb von der Autorin festgelegt werden, welches Genre denn nun bedient wird. Wenn man das weiß, kann man zum einen die richtigen Leser erreichen und zum anderen die Geschichte in die richtige Richtung fortführen. Die weiteren Protagonisten, allen voran Ulis Freunde Ben und Isi spielen im Buch nur Nebenrollen, sind beide jedoch auch gut entwickelt und haben mir gefallen. Sie passen gut zur Handlung und ergänzen diese. Als Uli dann in München Fuß gefasst hat, kommt Sven in die Geschichte. Dieser Handlungsstrang war mich jedoch zu schnell erzählt, zu vorhersehbar und nahm deswegen etwas die Spannung aus der Handlung. Leider ist dieses Buch auch in zwei Bücher geteilt. Dies wäre aufgrund der geringen Seitenzahl nicht unbedingt nötig gewesen, wurde der Autorin jedoch angeraten. Allerdings wurde die Geschichte genau an einem Punkt beendet, die den Leser zumindest interessiert zurück lässt. Wer jetzt angebissen hat, wird sicherlich auch das zweite Buch lesen wollen. Fazit: Andrea Seidl hat eine interessante Rahmenhandlung geschaffen, die ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat. Da die Handlung mittendrin endet, kann man noch nicht sagen, wie weit sich die Geschichte am Ende fügt und alles zueinander passt. Insgesamt gute drei Punkte für eine flüssig lesbare Geschichte, der es jedoch noch etwas an Umsetzung mangelt. Und auch für Uli, der ich die Rolle als Ermittlerin nicht abnehme.

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  • Mit Kommissaren spielt man nicht

    Mit Kommissaren spielt man nicht
    Tinalini

    Tinalini

    24. April 2013 um 19:58

    Wieder ein Buch, das vom Fremdgehen lebt.   Ulrike, genannt Uli, ist also seit 1,5 Jahren mit Daniel zusammen. Als dieser dann am „Halbjahrestag“, von dem Uli ein riesen Tamtam macht, mit ihr Essen gehen will, räumt sie zu Hause schon den halben Kleiderschrank aus, weil sie der festen Überzeugung ist, Daniel wolle sich von seiner bildhübschen und vor allem reichen Frau trennen, um bei Uli in die 2-Zimmer-Wohnung mit 1,40m breitem Bett einzuziehen. Für eine 32jährige Frau, die dazu noch Polizistin ist, finde ich das reichlich naiv. Und mal ehrlich, wie viele Männer trennen sich für ihre Affären von der Ehefrau/Familie?   Natürlich verlässt Daniel seine reiche Frau nicht, sondern macht mit Uli Schluss und sorgt dafür, dass sie umzieht. Ich habe grad mal Google Maps befragt, zwischen Regensburg und München liegen knappe 130 km.   Uli leidet natürlich wie verrückt, zwischendurch soll sie an einem Mordfall mitarbeiten, schließlich ist sie bei der Kripo.   Dann zieht sie um, und lernt direkt den nächsten Mann kennen. Einen Monat vorher hat „ihre große Liebe“ mit ihr Schluss gemacht und nu das.   Ich bin an sich ein großer Freund von offenen Enden und Fortsetzungen. Hier aber endet die Geschichte mittendrin und ohne, dass großartig was passiert wäre. Stellt euch den ersten Teil von Harry Potter vor und es endet an Halloween, nachdem die drei bis dahin noch nicht Freunde den Troll besiegt haben. Anscheinend wurde der Autorin geraten, das Buch zu teilen, ich finde es aber hier wenig angebracht.   Ich glaube, die Autorin würde das Buch gern als Frauen-Krimi einordnen. Ein Frauenroman ist es allemal, erfüllt es doch die gängigen Kriterien: Frau, Mann, Liebe, Kaputt, Trauer, neue Liebe. Beim Krimi fehlt mir irgendwie die Mitarbeit unserer Protagonistin.   Insgesamt erscheint sie mir sehr naiv, manchmal sogar fast dumm. Wo mir ständig eindeutige Hinweise auffallen, sollte sie als Polizistin doch extra geschult sein, so etwas zu bemerken. Uli läuft hier durch die Geschichte, als gäbe es kein Morgen. Sie ist egoistisch, kümmert sich kaum um die Belange ihrer Freunde, ist häufig abweisend, gar zickig und war mir insgesamt einfach nicht sympathisch.   Außerdem habe ich das Gefühl, dass Ulrike vielleicht ein kleines Alkoholproblem hat. Sie hat jeden Tag in der Geschichte Alkohol getrunken, mehr als einmal auch über die Maßen. Von der Trunkenheit am Steuer wollen wir mal gar nicht anfangen. Vielleicht bin ich auch einfach nur der totale Anti-Alkoholiker, weil ich höchstens 1 bis 2 Mal im Monat Alkohol trinke, aber niemals unter der Woche.   Alles in allem bin ich von dem Buch leider ziemlich enttäuscht. Die Handlungen der Protagonistin waren für mich 95% der Zeit nicht nachvollziehbar, ich fand sie außerdem die meiste Zeit zu naiv für ihr Alter/ihren Beruf. Das Ende war hier nicht offen, man hat einfach ein wahrscheinlich (ich kenne ja den zweiten Teil nicht) in sich geschlossenes Buch in der Mitte geteilt. Es gibt hier auch keinen Cliffhanger, der mir Lust auf den nächsten Teil machen würde.

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