Andrea Stift-Laube Die Stierin

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Inhaltsangabe zu „Die Stierin“ von Andrea Stift-Laube

Maeve arbeitet in einem Käseladen. In den Pausen schnitzt sie Figuren aus einer mythischen Vorzeit: ein Streitheer und zwei Stiere. Abends geht sie zu ihrem Mann Alli, der mit jedem Tag bestimmender wird. In einer anderen Zeit wird die Halbgöttin Maeve mit einem Messer am Hals von einem fremden König vergewaltigt. Aus Scham erzählt sie niemandem davon. Ihre Rache aber stürzt zwei Völker in einen blutigen Krieg, aus dem kein Sieger hervorgehen kann. Ein Chor – drei Frauen aus einer anderen Welt – trägt den Mythos in die Gegenwart. Der alte Konflikt bricht wieder auf. Andrea Stift-Laube webt den alten irischen Mythos zu einer makabren Geschichte um Macht und Gerechtigkeit. So düster ihre Figuren auch sein mögen, sie sind auf eigentümliche Weise vertraut und zutiefst sympathisch. "Es war alles voller Blut, der Fußboden, die Ladentheke, die Arbeitsplatte. Ich konnte nur einen Gedanken fassen: Etwas war mir aus der Hand genommen worden."

Sehr mythisch und symbolträchtig und gleichzeitig heftig realistisch. Ein kleines Buch das doch sehr viel Raum einnimmt.

— miro76
miro76

Ein besonderes Leseerlebnis- durchwoben von einer Art mystischer Geschichte - will Aufmerksamkeit- bietet viel Raum zum Interpretieren

— Buchraettin
Buchraettin

Eine Käsehändlerin, Gewalterfahrung & irische Mythologie. Eine berauschende Geschichte über Veränderung & starke Frauen. Ein Leseereignis!

— elane_eodain
elane_eodain

Brutal und poetisch. Mystisch und doch so real. Bedrückend und bezaubernd zugleich. Ein Buch voller Gegensätze, dass diese wunderbar vereint

— beerenbücher
beerenbücher

Zarte Betrachtungen wechseln sich mit gewalttätigen Szenen ab und doch harmoniert es, wie ein Rhythmus, dem man sich nicht entziehen kann.

— Gela_HK
Gela_HK

Grandios: Doppelbödig, mythologische Komponenten, fesselnd, verstörend, sehr eigen, (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: belohnt

— StefanieFreigericht
StefanieFreigericht

Definitv anders! Definitiv anspruchsvoll! Ein Buch, auf das man sich einlassen muss und das es einem mal mehr, mal weniger leicht macht.

— leselea
leselea

Eine tolle leseerfahrung! Sprachlich grossartig aus meiner Sicht, die Geschichte als ganzes, da bin ich noch etwas unentschieden.

— Gwenliest
Gwenliest

Puristisch und sehr gut geschliffen wird die Geschichte einer Frau erzählt, deren Leben von männlicher Gewalt beherrscht wird

— krimielse
krimielse

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  • Lesermeinung zu "Die Stierin" von Andrea Stift-Laube

    Die Stierin
    elane_eodain

    elane_eodain

    25. August 2017 um 15:34

    »Ich gehe nach Hause, an meinem Berg vorbei. Vielleicht gehen wir einen kleinen Moment lang nebeneinander her, der Berg und ich, wer weiß das schon in Zeiten wie diesen.« INHALT: Maeve, die Besitzerin eines kleinen Käseladens, führt ein zurückgezogenes und fremdbestimmtes Leben durch einen Mann, der viel verlangt, aber wenig gibt. Bis eines Tages eine schwarzgekleidete Frau ihren Laden betritt und mit sich einen Mythos in die Gegenwart bringt. GEDANKEN: Ein wenig verwirrend wirkt die Geschichte anfangs, da man die immer wiederkehrenden Passagen des Chors noch nicht einzuschätzen vermag. Seite für Seite wird das Bild klarer, dabei zwar nicht weniger kurios, aber ich tauchte tief ein in Maeves Geschichte und  auch in die irischen Mythologie, der ich persönlich schon zuvor sehr zugeneigt war. In einer solchen Art habe ich aber noch nicht darüber gelesen. Umso begeisterter bin ich. »Ich habe heute ein kleines Tier geschnitzt, aus übrig gebliebenem, hart gewordenem Käse. Es sieht aus wie ein Stier. Ein kleiner, kräftiger Stier. Er hat zwei Hörner und ein markantes Antlitz.« Immer näher kommt Maeve, die Käsehändlerin, der irischen Königin Maeve. »Die irische Königin provozierte also einen langen Krieg, und das nur, weil sie einen Stier besitzen musste, der so prächtig war wie der Stier ihres Mannes. Und immer ähnlicher werden auch ihre Erfahrungen mit von Männern verursachter Gewalt. Doch wird ihre Reaktion darauf die selbe sein? Die vielen Andeutungen im Buch auf die Mythologie regen an, neben dem Lesen des Buches noch auf die Suche nach mehr Geschichten zu gehen, in der Mythologie zu stöbern, zu interpretieren und immer neue Verbindungen zu suchen. Andrea Stift-Laube ist eine absolut besondere Geschichte gelungen, die mit keiner vergleichbar ist, zwischen Realität und Mythologie, wunderschön und brutal zugleich. Dieses Buch ist so viel größer als seine realen Ausmaße, es wächst weit darüber hinaus und bringt viele Themen mit sich, über die sich das Nachdenken und Weiterdenken lohnt. FAZIT: Eine Käsehändlerin im jetzt und eine keltische Königin der Vergangenheit verschmelzen durch ihre Gewalterfahrungen miteinander. Eine berauschende Geschichte über Veränderung. Ein Leseereignis!

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1703
  • gefangen zwischen Mythologie und harter Realität

    Die Stierin
    miro76

    miro76

    23. July 2017 um 11:30

    Maeve hat von ihrem gewalttätigen Ehemann einen Käseladen geerbt. Das Schicksal hat sie von ihrem besitzergreifenden Gatten befreit und nun lebt sie zurückgezogen, aber selbstbestimmt ein beschauliches Leben. Bis wieder ein Mann in ihre Leben tritt und die Geschichte sich zu wiederholen droht. Aber Maeve hat diesmal Unterstützung. Drei Schwestern stehen ihr bei. Drei Figuren aus der irischen Mythologie. Der Chor.Maeve, eine misshandelte Frau und eine irische Halbgöttin. Gefangen zwischen ihrer Vergangenheit und der Welt der Mythologie. Andrea Stift-Laube hat mit diesem Buch einen ganz besonderen Roman vorgelegt. Das Buch spannt sich fast bis zum Zerreißen zwischen alter Mythologie und harter Realität. Einerseits liest es sich sagenhaft schön, andererseits brutal bis zur Gänsehaut. Es ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Man kann es nicht einfach in einem Stück runterlesen. Es verlangt meine Zeit und es verlangt meine volle Aufmerksamkeit. Wenn man diesem kleinen Buch genügend Raum einräumt, dann spürt man das Besondere daran. Die Verknüpfung der Mythologie mit der Existenz einer fast gebrochenen Frau ist hier sehr gut gelungen und lässt eine Kraft auferstehen, die wir nicht geahnt hätten. Ein alter Konflikt, der wohl seit Bestehen der Menschheit schwelt.  

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  • Ein besonderes Leseerlebnis- durchwoben von einer Art mystischer Geschichte

    Die Stierin
    Buchraettin

    Buchraettin

    09. March 2017 um 10:22

    Maeve besitzt einen Käseladen. Sie ist um die 50 Jahre. Sie lebt in einer Stadt mit einem Berg. Der Chor, auch dieser erhält in der Geschichte eine Erzählstimme, anfangs war mir unklar, wen er darstellt. Ali, Maeves Freund. Anfangs ein netter Mann, zeigt er bald sein wahres Gesicht. Ein Geschichte voller Mystik, Geheimnisse, aber auch Brutalität, die viel Interpretationsraum bietet. Die Autorin arbeitet im Buch sehr viel mit Beschreibungen. Diese erzeugen Bilder im Kopf des Lesers. Mir war es manchmal zu brutal. Einige Szenen sind heftig und da dieses bildhafte Erzählen wirklich sehr gelungen ist, steigen diese Bilder in den Kopf des Lesers. Da musste ich schon eine Lesepause einlegen und tief durchatmen. Es ist eine Mischung aus einer fast märchenhaften anmutenden Erzählung, das aber nichts romantisches an sich hat, sondern auch hier brutale Szenen beinhaltet mit dieser Erzählung über die Käseverkäuferin.  Frauen stehen hier im Mittelpunkt in beiden Perspektiven. Starke Frauen, denen dennoch Gewalt angetan wird. Frauen, die sich rächen.  Für mich verweben sich diese Perspektiven im Laufe des Buches immer mehr. Es gibt viele Bilder, viele Beschreibungen, die mich als Leser manchmal etwas ratlos zurücklassen. Die mich interpretieren lassen, die nachdenklich machen- und es ist dennoch fesselnd. Ein Buch, das viel Raum zum Interpretieren bietet.  Es ist keine Geschichte, die sich so weglesen lässt. Die Geschichte will Aufmerksamkeit, will Zeit und die Muße darüber nachzudenken, Interpretieren, Entdecken und Deuten. Für mich machte hier der Klappentext einmal neugierig, da hier beschrieben wird, dass die Autorin irische Mythen in die Geschichte verwoben hat. Das sind so Details für mich, die mich inspirieren darüber nach zu recherchieren, mich weiter zu informieren und zu schauen, wieviel Mythos steckt in der Geschichte. Ungewöhnlich der Stil, die wörtliche Rede wird nur mit kleinen Trennstrichen gekennzeichnet. Aber auch Einschübe des Chors, einer  Erzählperspektive, die im Buch immer wiederauftaucht und durch eine Feder gekennzeichnet ist. Ein wunderschönes kleines Detail, das ich sehr liebe, ist das Lesebändchen, das muss ich noch erwähnen. Ein besonderes Leseerlebnis- durchwoben von einer Art mystischer Geschichte - will Aufmerksamkeit- bietet viel Raum zum Interpretieren und voller Bilder.

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    • 3
  • Leserunde zu "Die Stierin: Roman" von Andrea Stift-Laube

    Die Stierin
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's? Maeve arbeitet in einem Käseladen. In den Pausen schnitzt sie Figuren aus einer mythischen Vorzeit: ein Streitheer und zwei Stiere. Abends geht sie zu ihrem Mann Alli, der mit jedem Tag bestimmender wird. In einer anderen Zeit wird die Halbgöttin Maeve mit einem Messer am Hals von einem fremden König vergewaltigt. Aus Scham erzählt sie niemandem davon. Ihre Rache aber stürzt zwei Völker in einen blutigen Krieg, aus dem kein Sieger hervorgehen kann. Ein Chor – drei Frauen aus einer anderen Welt – trägt den Mythos in die Gegenwart. Der alte Konflikt bricht wieder auf.Andrea Stift-Laube webt den alten irischen Mythos zu einer makabren Geschichte um Macht und Gerechtigkeit. So düster ihre Figuren auch sein mögen, sie sind auf eigentümliche Weise vertraut und zutiefst sympathisch. "Es war alles voller Blut, der Fußboden, die Ladentheke, die Arbeitsplatte. Ich konnte nur einen Gedanken fassen: Etwas war mir aus der Hand genommen worden." Andrea Stift-Laube wurde 1976 in der Südsteiermark geboren. Sie studierte Sprachwissenschaft und Germanistik, ist Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift Lichtungen und lebt als Schriftstellerin und Publizistin in Graz. Sie schreibt u.a. für manuskripte, schreibkraft, Der Standard, Wiener Zeitung, Die Presse (Spectrum). Sie veröffentlichte mehrere Romane sowie Prosa, Lyrik und Essays, zuletzt erschien „Auf Watte“. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a.: Manuskripte-Literaturförderpreis, Staatsstipendium des BKA, Theodor-Körner-Preis, Rotahorn-Literaturpreis >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 221
  • eine harte aber äußerst lesenswerte Kost.

    Die Stierin
    Gwenliest

    Gwenliest

    06. March 2017 um 12:54

    In „Die Stierin“ wird die Geschichte von Maeve erzählt, die einen kleinen Käseladen führt. Ihr Leben ist nicht sehr abwechslungsreich, sondern läuft in ereignislosen geregelten Bahnen ab. Das war nicht immer so, in der Vergangenheit, die völlig anders aussah, hat sie sich häufig in eine mystische Welt rund um die Halbgöttin Maeve geflüchtet. Diese ist stark, kämpft und rächt. Eines Tages betritt ein Mann den Laden, der sich bald immer häufiger einfindet und um Maeve wirbt. Geschmeichelt und optimistisch beginnt Maeve eine Beziehung mit Alli, der sich aber schon bald als völlig anders entpuppt, als man auf den ersten Blick vermutet. Schnell verfällt Maeve in ein altes Muster und verstrickt sich wieder in die Welt die ihr schon einmal ein Ventil war.Sprachlich hat mir die Stierin sehr gut gefallen. Den Leser erwartet ein harmonischer Sprachfluss. Die Sprache ist eher nüchtern, sachlich, streckenweise beklemmend, aber voller Symbolik ausgeschmückt. „Realität“ und Mythologie werden im Laufe der Geschichte immer fester miteinander verwoben und verschmelzen zu einem gewissen Grad. Wenn es um das Thema Mythos geht, wird alles Nötige erklärt, aber darüber hinaus bleibt es dem Leser selbst überlassen, wie viel er zusätzlich recherchieren möchte, wie tief er in die Irische Sagenwelt eindringen möchte. Was mir am meisten auf der Seele brennt, wenn ich an das Buch denke... Die Autorin widmet sich hier einem sehr ernsten Thema: Missbrauch mit Schwerpunkt auf Ehe und Beziehung, emotional wie physisch, und wie dieser verarbeitet wird. Erniedrigung, Demütigung, Gewalt… mich hat die Geschichte sehr mitgenommen. Ich finde es ist ein wichtiges Thema, das auch in der heutigen Gesellschaft noch fast tabuisiert wird. Es gibt zwar viele Möglichkeiten sich Hilfe zu suchen, aber ich weiß nicht ob der Großteil der betroffenen Frauen überhaupt über ihre Erlebnisse sprechen und sich an Vertraute oder Anlaufstellen wenden. Was ich nicht ganz gelungen finde, das ist aber meine ganz persönliche Meinung, den Weg den die Hauptfigur letzten Endes einschlägt. Da hatte ich mir einen etwas anderen Schluss erhofft. Ich fand das Buch dennoch sehr gut und empfehle es gerne weiter, denn ich wünsche diesem ganz besonderen, aufrüttelnden Roman sehr viele Leser und ich bin gespannt was man als nächstes von Andrea Stift-Laube lesen darf... ich halte die Augen offen.

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    • 3
  • "Die Stierin" von Andrea Stift-Laube

    Die Stierin
    beerenbücher

    beerenbücher

    27. February 2017 um 10:24

    Autorin: Andrea Stift-Laube Titel: Die Stierin Gattung: Roman, Erzählung, Poesie, Sage Erschienen: 2017 Gelesene Ausgabe: Kremayr & Scheriau, 2017 ISBN: 978-3-218-01068-9 Gelesen auf: Deutsch Gelesen im: Februar 2017   Zum Buch:Mit einem wunderschönen Cover lockt "Die Stierin" dieses Frühjahr. Doch nicht nur die liebevolle Gestaltung überzeugt, sondern auch der besondere Inhalt. Maeve führt in einem kleinen Städtchen einen Käseladen und leidet unter ihrem gewalttätigen Freund. In ihrer freien Zeit schnitzt sie aus den Käseresten eine alte irische Sage in der sie sich vor der Gewalt flüchtet. In dieser führt die Königin Maeve einen brutalen Rachefeldzug um einen Stier zu erobern. Mehr und mehr verstricken sich die beiden Geschichten, als Maeve immer öfter von Visionen der Königin heimgesucht wird. Eine weitere Verbindungen ist der Chor der drei Krähen, die in Einblendekapiteln das Geschehen kommentieren.Außergewöhnlich fordert Andrea Stift-Laubes Roman volle Aufmerksamkeit. Spielend schafft sie mit poetischer Sprache einen kraftvollen feministischen Roman, der die Frage aufwirft, was die angemessene Reaktion auf Gewalt ist. Trotz der teilweisen sehr starken Brutalität, schafft Stift-Laube es diese erlebbar zu machen, real. Ein wenig beklemmend für den Leser, zeigt sie auf, wie normal für viele Frauen Gewalt in einer Beziehung ist und wie diese damit umgehen. Die mystischen Elemente dienen zur Unterstützung dieses zeitlosen Problems. Durch die ungewohnte Erzählperspektive "wir" erschafft sie eine dritte Dimension in der Geschichte. Für mich war "Die Stierin" eine echte Überraschung und ich kann sie nur jedem ans Herz legen, der den Mut für außergewöhnliche Bücher hat.   Eine der LieblingsstellenZitat: "Das Wort Vergewaltigung will keiner hören, alle seufzen, wenn man es in den Mund nimmt, es ist ein ganz und gar entleertes, ausgeleiertes Wort. Ich  nehme es und ändere es. Ich gehe hin und lebe weiter."[1] Stil und Sprache: Wunderbar poetisch und kraftvoll, schnörkellos und ehrlich.Zitat: "Man sagt aus, wir seinen hysterisch. Man sagt uns, wir wären zu sehr auf Äußerlichkeiten bedacht. Man sagt uns, wir türmen ja gar nicht richtig denken. Man spricht uns einfach alles ab, was uns ausmacht, und weist uns neue Plätze zu. Nicht-Plätze."[2] Schlüssigkeit der Handlung: Drei unterschiedliche Handlungsstränge, immer abwechselnd erzählt. Ein wenig Konzentration bracht man, aber dann ist es sehr stringent. Das hat mir gefallen: Die poetische Sprache.Das hat mir nicht gefallen: Gefreut hätte ich mich hinten über einen Anhang mit einer Zusammenfassung der Sagen. In One Sentence: Brutal und poetisch. Mystisch und doch so real. Bedrückend und bezaubernd zugleich. Ein Buch voller Gegensätze, dass diese wunderbar vereint.Sterne: 5   [1] S.78[2] S.32

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    • 3
  • Symbolisch, mythologisch, poetisch, stark

    Die Stierin
    Gela_HK

    Gela_HK

    24. February 2017 um 10:38

    Ihr Käseladen und der Umgang mit Kunden und Käse gibt Maeve Halt, bildet den Rahmen, um die Demütigungen und Misshandlungen von Männern vergessen zu können. Von Maeve geschnitzte Käsefiguren nehmen die Form einer alten keltischen Sage an. Immer tiefer taucht sie in die grüne Welt von Königin Maeve ein, die ihr Kraft spendet und einen Rückzugsort bietet. Gegenwart und Mythos verschwimmen. Andrea Stift-Laube verknüpft die mir bisher unbekannte keltische Sage " Der Rinderraub von Cooley" mit gegenwärtiger psychischer und körperlicher Gewalt gegen Frauen. Starke literarische Wucht und beklemmende Poesie, die mit Symbolik spielt, zeichnen diesen außergewöhnlichen Roman aus. Schon im Titel " Stierin" findet sich der erste Hinweis, dass es um Veränderung geht, denn es braucht innere Stärke, um sich verändern zu können. Aufmerksamkeit ist gefordert, wenn Sage und Gegenwart eine Symbiose eingehen. Wie weit man sich während des Lesens vom Roman entfernt, um mehr über die irische Mythologie zu erfahren, bleibt jedem selbst überlassen. Mir hat es gefallen, parallel Recherchen anzustellen und Hintergrundinformationen zu finden. http://www.irischemythologie.de/rinderraub.html https://de.wikipedia.org/wiki/Morr%C3%ADgan Selten habe ich mir so viele Notizen gemacht, innegehalten und über das Gelesene nachgedacht. Zarte Betrachtungen wechseln sich mit gewalttätigen Szenen ab und doch harmoniert es, wie ein Rhythmus, dem man sich nicht entziehen kann. Wie die Autorin selbst schreibt, hat sie die Gewalt "lesbar", erträglich, gemacht.   "Feines Glas zersprang in mir, es würgte sich meinen Schlund hinauf,   meiner Mundöffnung entgegen, doch ich biss, ich schluckte, ich   stemmte es wieder hinunter. Die Scherben drückten sich in meinen   Magen und durch dünne Wände in meine Blutbahn hinein. Dort   zirkulieren sie seitdem. An manchen Tagen spüre ich sie weniger, aber   spüren werde ich sie für alle Zeit." Warum erstarren Frauen in Beziehungen, lassen Misshandlung und Demütigung über sich ergehen. Wie reagiert die Umwelt und wie findet sich ein Ausweg. Ein wichtiges allgegenwärtiges Thema, das in diesem Roman gelungen umgesetzt wurde. Eine Leseempfehlung für Leser, die bereit sind, ausgetretene Romanwege zu verlassen.

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  • Ein Mythos in der Gegenwart

    Die Stierin
    Curin

    Curin

    23. February 2017 um 11:09

    In ihrem kleinen Käseladen schnitzt Maeve gerne Figuren, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Dort lernt sie auch ihren Freund Alli kennen, welcher sie erst stark umworben hat, aber sie nun nach und nach immer mehr unterdrückt und unterjocht. Ähnliche Schrecken ereilen die Halbgöttin Maeve aus der irischen Mythologie. Sie wird von einem fremden König vergewaltigt und plant eine grausame Rache. Beide Frauenschicksale prallen plötzlich mit Gewalt aufeinander und scheinen sich zu vermischen... . Gekonnt hat hier Andrea Stift-Laube den irischen Mythos um die kriegerische Halbgöttin Maeve und das Leben einer Frau aus unserer Gegenwart miteinander verwoben. In der Handlung wird immer wieder thematisiert, wie beide Opfer von extremer männlicher Gewalt werden, aber aus Scham alles mit sich selbst ausmachen. Man erlebt richtig mit, wie beide in so eine schlimme Lage gelangen. Durch einen Chor, der nach und nach immer stärker in Erscheinung tritt, wird noch mal eine andere Ebene aufgemacht und die Geschehnisse aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet und schlussendlich in eine andere Richtung gelenkt. Das besondere an diesem Buch ist für mich die symbolträchtige Sprache. Während und selbst nach der Lektüre konnte ich noch über verschiedene entworfene Bilder und Verbindungen zu der Mythologie nachdenken. Wer gerne interpretiert und es schätzt, durch sprachliche Mittel einen noch tieferen Zugang zur Lektüre zu erhalten, wird an ,,Die Stierin" seine Freude haben. Oft hat mich die Geschichte auch an eine antike Tragödie erinnert, bei der der Ausgang vorbestimmt scheint. Sobald Maeve Alli kennenlernt, gerät sie langsam aber sicher in eine Abwärtsspirale. Allerdings bleibt die Deutung des Endes als Katastrophe wieder dem Leser überlassen. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, nur war mir oft zu viel Gewalt im Spiel, die sogar vom Chor gerade zum Ende hin nicht als solche erkannt und entsprechend getadelt wird. Auch die sexuellen Beschreibungen waren mir zuviel. Insgesamt ist ,,Die Stierin" ein etwas düsteres, aber sehr lesenswertes Buch, indem man viel entdecken und interpretieren kann.

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    • 3
  • Maeve die Kriegerin

    Die Stierin
    leselea

    leselea

    20. February 2017 um 14:37

    Es sind zwei Geschichten und doch nur eine, die Andrea Stift-Laube in ihrem Roman Die Stierin erzählt. Da ist Maeve, die in einem kleinen Käseladen arbeitet, in ihren freien Minuten ein Streitheer und zwei Stiere schnitzt und mit ihrem Mann Alli eine unheilvolle, durch Gewalt und Machtmissbrauch bestimmte Beziehung führt. Und da ist Maeve, eine kriegerische Halbgöttin, die von einem fremden König vergewaltigt wird und aus Rache die ganze Erde mit einem grausamen Krieg überzieht. Ein Chor aus beiden Welten kommentiert das Geschehen und führt letztlich zusammen, was zusammengehört. Was die Legende ausspart: die Demütigung, die Vergewaltigung, die Kraft, sich daraus zu erheben. Ich habe einen Bruchteil der Wahrheit gesehen und versuche, daraus zu lernen. Was bleibt, ist mein ganzes Leben. Was bleibt, ist jeder Tag, der noch kommt. (S. 168) Beide Geschichten – Gegenwart und altirischer Mythos, fiktive Geschichte und nicht minder fiktive Sage – verweben, überlagern und ergänzen sich in dieser außergewöhnlichen und anspruchsvollen Erzählung, die nur knappe 170 Seiten benötigt, um wichtige und immer noch aktuelle Fragen aufzuwerfen: Wie geraten (zumeist) Frauen in Beziehungen, die von Misshandlung und Demütigung geprägt sind? Wie geht die Gesellschaft mit Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch um? Welche archaischen Bilder prägen das Geschlechterverhältnis bis heute und ermöglichen Beziehungen wie Maeves? Die Stierin ist dabei keine historische Abhandlung, kein Plädoyer, keine feministische Kampfschrift. Es ist eine Geschichte, die versucht Mechanismen aufzudecken, Motivationen zu verstehen, Vorstellungen aufzuzeigen und dadurch zu hinterfragen. Dies alles geschieht in einer klaren, nüchternen, schnörkellosen Sprache, die dennoch (oder gerade deswegen) die unterschwellige Brutalität der Geschichte hervorragend vermittelt und eine leichte und zügige Lektüre ermöglicht. Trotzdem würde ich das Buch nicht als „leicht zu lesen“ bezeichnen. Es ist hoch symbolisch, beinhaltet immer wieder Anspielungen auf die keltische Mythologie, kommt dem Leser nahe, nur um sich dann doch wieder zu entziehen. Lange habe ich gerätselt, wie dieses Buch zu lesen ist, habe mich in Interpretationen und Deutungen bemüht und versucht einen Zugang zu finden. Doch so funktioniert die Geschichte nicht: Sicher, die Symbolik ist vorhanden und ihre Interpretation läuft sicherlich nicht ins Leere – doch ist man damit nicht am Ende angelangt. Die Stierin eröffnet meiner Meinung nach verschiedene Ebenen, bietet verschiedene Lesarten, die berechtigt nebeneinander stehen und alle die oben skizzierte Thematik behandeln. Will man diesem Roman gerecht werden, so muss man sich als Leser in gewisser Weise zurücknehmen, das Gelesene auf sich wirken lassen und darauf vertrauen, das sich alles fügt. Denn dass diese Geschichte von der Autorin kunstvoll komponiert ist, alles mit allem verbunden ist und ein rundes Ganzes ergibt, spürt man – trotz aller Unsicherheiten und Verständnisprobleme während der Lektüre – von Beginn an. Und tatsächlich sieht man am Ende: Es ist Maeves Geschichte und sie musste so erzählt werden. Meine Rezension klingt in gewisser Weise kryptischer als das eigentliche Buch und wird trotz all meiner Bemühungen dem Roman auch nicht wirklich gerecht. Die Stierin ist daher wieder so ein Buch, das jeder selber lesen und „erfahren“ muss, auch wenn das Buch sicherlich nicht etwas für jeden ist. Man muss sich auf das Erzählte einlassen, es aufnehmen, es überdenken und doch zum Schluss vieles für sich stehen lassen. Wer das kann, wird mit einer besonderen und andersartigen Lektüre belohnt!

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    • 4
  • Nein, dieses Buch will ich NICHT mit jedem teilen – dazu ist es zu einzigartig!

    Die Stierin
    StefanieFreigericht

    StefanieFreigericht

    Ich bin beeindruckt nach der Lektüre. Teilen will ich das Buch NICHT mit jedem – dieses Buch möchten bitte nur die Leser zur Hand nehmen, die bereit sind, sich auf ein ganz spezielles Erlebnis einzulassen. Sie werden belohnt werden. Grandios: Doppelbödig, mythologische Komponenten, fesselnd, verstörend, sehr eigen, (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: belohnt Mythologische Komponenten: Die keltische Maeve, Halbgöttin und Königin, ist eine zentrale Figur der irischen Mythologie, für ihre Mannstollheit bekannt, stark und unerbittlich. Im wohl bekanntesten Epos Irlands will Maeve mit ihrem Mann gleichziehen, der im Gegensatz zu ihr einen sehr starken Stier besitzt. Als sie den von ihr daraufhin erworbenen Stier in den Kampf gegen seinen schickt, endet das für beide Tiere mit dem Tod. sehr eigen: Maeve trifft auf Maeve, die keltische Sage wird transponiert in die Gegenwart. Die Maeve der Gegenwart besitzt einen Käseladen. Die keltische Maeve wurde mit einem Stück Käse getötet. Ein Chor. Das klingt eigen und ist es, ist aber (ganz definitiv) kein Fantasyroman, sondern ein von den reinen Worten her nicht abgehobener, aber sehr literarischer, sehr reicher und symbolhafter Text, denn was hier gemein(sam) ist, ist verstörend: es wird berichtet von männlicher Gewalt, damals – und heute. „Vor einigen Tagen zwang er mich auf die Knie und ich musste so verharren. Das war alles.“ S. 22 Das bleibt nicht „alles“. Beide Frauen verschweigen die Tat. „Man hätte sie mit Mitleid, mit Gerüchten und abschätzigen Blicken ein zweites Mal in den Schmutz getreten.“ S. 124 (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: die „nur“ 176 starken Seiten habe ich aus der Anregung der Leserunde in drei Abschnitten gelesen. Diese haben mir gut getan; die wenigen Seiten sind so komprimiert, dass ich vielfach zurück- und vorgeblättert habe. Der Text ist unglaublich überdacht konstruiert, da ist nichts Zufälliges – selbst die Symbole über den Texten zum Chor haben ihren Sinn. Ich habe drei Abende lang gelesen – immer wieder musste das Buch hingelegt werden, um Platz zu schaffen für die hervorströmenden Assoziationen und Gedankenspiele, die mich auch durch die Tage begleiteten. Da geht es um männliche Gewalt und weibliches (Er-)Dulden, um Rache, um Kampf, um weiblichen Neid, um Selbstwert. Ich fühle mich belohnt – und empfehle die Lektüre, bitte erst nach Austesten anhand der Leseprobe. Dieses Buch ist zu toll, um schlechte Bewertungen anhand einer falschen Erwartungshaltung zu verdienen. http://www.kremayr-scheriau.at/assets/buxmedia/9c9f9fb47562fc98e341896908b85a91.pdf Übrigens macht der Verlag Kremayr & Scheriau alles alles richtig bei der Gestaltung seiner Bücher, dies waren meine ersten (gleichzeitig mit "Fliegenpilze aus Kork"). Da gibt es Lesebändchen selbst bei einer geringen Seitenzahl von knapp unter zweihundert Seiten, diese sind auf haptisch angenehmem (und gut duftendem!!) Papier gedruckt, es gibt zusätzlich zum Umschlagdesign ein dazu passendes Design des eigentlichen Einbandes - die roten Haare setzen sich fort. Auf dem Vorsatzblatt  sind die roten Haare spiegelverkehrt; also rote Farbe als Hintergrund und die Haare in weiß. Und die eigentlichen Buchdeckel des Buches unterhalb des Schutzumschlages sind wiederum dazu gespiegelt. Das Foto davon hängt an. Das ist genial (ich mag keine Cover – aber so etwas ist schon ein bisschen sehr cool) – und die verschiedenen Bücher des Verlages sind bei sonst unterschiedlicher Gestaltung von den Buchrücken her eindeutig zueinander passend. Etwas für alle Sinne, das freut das Bücherherz!

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    • 7
  • Gewalt und Emanzipation

    Die Stierin
    krimielse

    krimielse

    Andrea Stift-Laube zerpflückt in ihrem Buch "Die Stierin" das Thema Gewalt, die von Männern an Frauen verübt wird. Sie erzählt die Geschichte der Käseverkäuferin Maeve, die nach einer gewaltvollen Ehe erneut in eine Beziehung schlittert, in der sie von einem Mann tyrannisiert, unterdrückt und vergewaltigt wird. „Er fing mich also ein. Und behandelte mich bald wie etwas, das man sich eingefangen hatte.“ Maeve' s Geschichte ist verknüpft mit dem alten keltischen Mythos der Königin und Göttin Maeve, die als willensstarke, egoistische, männermordende Nymphomanin galt und nach einer Deutung vielleicht die letzte Königin des alten matriarchatischen Systems war, die sich gegen Männer auflehnte, bevor sich bei den Kelten das Patriarchat durchsetzte. Auch bei der mythologischen Maeve wird Emanzipation und Gewalt thematisiert, und die Trennung von Gegenwart und alter Sage wird durch Visionen und die geistige Flucht der modernen Maeve aus Angst und Scham aufgehoben. Mit Hilfe eines dreistimmigen Chors, der sich am Ende des Buches tatsächlich einmischt, kommentiert die Autorin das Geschehen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Frage, wieso Frauen in Gewaltbeziehungen verharren oder warum sie nach schlechten Erfahrungen erneut in sexuelle Abhängigkeiten von Männern geraten. Dabei geht es weniger darum, zu verstehen, nachzuvollziehen oder sich damit zu identifizieren, sondern es wird davon berichtet, wie es dazu kommen kann. Das Buch zeigt den Mut zu Veränderungen bei unterdrückten Frauen, die sich bereits von ihrer Umwelt zurückgezogen haben und kein Aufsehen wollen, wenn auch auf markabere Weise. Was die Autorin auf etwa 170 Seiten in knapper, sehr präziser, schnörkelloser und geschliffener Sprache erzählt und wie sie dem Leser dabei ihre düsteren Frauenfiguren seltsam nahe bringt, schaffen andere auf vielen hundert Seiten nicht. Weder Ausschweifungen noch unnötigen Worte, nur das Wesentliche in kurzen Sätzen wird dargelegt, dennoch wirkt der Text durch Aufbau und Struktur und auch durch den Chor melodisch, fast rhythmisch. Sehr viele Symbole mit oder ohne Bezug zur keltischen Sage, die im Laufe der Geschichte parallel erzählt wird, ergeben ein anspruchsvolles und gut durchdachtes Buch, auf das man sich einlassen muss. Es ist kein Text, der sich schnell nebenbei liest, und mit dieser Art Literatur Ungeübte wie ich brauchen ein wenig Einstimmung darauf. Doch die (gar nicht so große) Mühe lohnt sich sehr, das Lesen hat mir unglaublich viel Freude an der Geschichte, an der Sprache und an der Entschlüsselung der verwendeten Bilder bereitet. Ich halte es außerdem für ein hochaktuelles und sehr wichtiges Thema, dem sich die Autorin auf ungewöhnlich brilliante Art genähert hat. Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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