Eine wunderbare Lesezeit durfte ich in Three Pines verbringen. Eine Krimi, der alles bietet, was ich mag. Ausgezeichnet geschilderte Protagonisten, Bekannte und Unbekannte, die die verschiedensten Charaktereigenschaften mitbringen. Eine harmonische Umgebung, Menschen, die liebevoll miteinander umgehen, Menschen, die Geheimnisse verbergen und undurchsichtig sind. Und natürlich einen spannenden Fall mit psychologische Hintergrund und kriminellen Potenzial.
Der erste Fall, an dem Gamache und Jean zusammen ermittelten und bei dem sie sich kennenlernten, wird erzählt. Dabei handelte es sich um den Mord an der Mutter zweier, damals 10 und 14 Jahre alter Kinder. Die Kontakte zu den Kindern blieben bestehen und werden spannend erzählt. Aber auch ein geheimer Raum und der Mord an einer Frau, der zunächst wie ein Selbstmord aussah, werfen Fragen auf.
Obwohl dies der 18. Krimi der Reihe ist, hat mich Louise Penny wieder überrascht. Die Weiterentwicklung der Protagonisten ist so glaubhaft und tiefgründig, dass es eine Freude ist, ihnen wieder zu begegnen. Der Krimi kommt ohne blutige Verfolgungsjagden und Schießereien aus und ist dennoch spannend und fesselnd. So dass man sich wünscht, noch lange dort bleiben zu können. Für mich gab es keine unnötigen Längen.
Es ist erstaunlich, dass eine Reihe auch nach 18 Folgen noch immer Neues, Überraschendes bietet, dass die Hauptcharaktere noch immer so sympathisch und glaubhaft altern und sich weiter entwickeln, und man schon gespannt auf den nächsten Band ist.







