Tod im Wald der Engel

von Andrea Tillmanns 
4,2 Sterne bei19 Bewertungen
Tod im Wald der Engel
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Neue Kurzmeinungen

engineerwifes avatar

Spannender Debutkrimi, den ich in der Leserunde gerne gelesen habe ... sympathische Autorin!

tweedledees avatar

Unterhaltsamer Krimi der zeigt, wie schnell man plötzlich in den Fokus von Ermittlungen geraten kann

Alle 19 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tod im Wald der Engel"

Ländliches Idyll mit tödlichem Potential

„Anna fluchte leise, als sie über einen Ast stolperte, der mitten auf dem Weg lag. Eigentlich schien der Vollmond hell genug, doch ab und an, wenn eine Wolke an ihm vorbeijagte, war der schmale Pfad kaum noch zu erkennen.“

„Tod im Wald der Engel“, der neue Krimi der Grevenbroicher Autorin und Physikerin Andrea Tillmanns, beginnt mit einem abendlichen Spaziergang auf der Ölgangsinsel. Hier möchte die Malerin Anna nach der misslungenen Vernissage ihrer Bilder ein wenig zur Ruhe kommen. Doch das gelingt ihr nicht – die romantische Stimmung, die sie bei früheren Spaziergängen hier empfunden hatte, ist verschwunden, stattdessen wirkt die Gegend laut und bedrohlich. Dann taucht auch noch eine streunende Katze mit blutigem Fell auf. Wie sich herausstellt, stammt das Blut von einem Toten, und plötzlich steht Anna unter Mordverdacht. Denn bei der Leiche handelt es sich um Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers. Er war es, der während ihrer Vernissage für einen Eklat gesorgt und ihr in einem hässlichen Streit „Kastrationsphantasien“ und „Mordgelüste an allen Männern“ vorgeworfen hatte.

Diese öffentliche Demütigung reicht als Mordmotiv, findet die ermittelnde Kommissarin und schenkt Annas Unschuldsbeteuerungen wenig Glauben. Also beginnt Anna auf eigene Faust zu ermitteln, wer ein Interesse an Lanskis Tod haben könnte. Bald entdeckt sie, dass es der Redakteur auf der Jagd nach der nächsten Schlagzeile mit dem journalistischen Berufsethos nicht so genau genommen hat. Anscheinend hatte auch die ermittelnde Kommissarin eine Rechnung mit dem Toten offen. Als Anna schließlich die Kette der scheinbaren Zufälle, die sie an den Tatort geführt haben, weiterverfolgt, wird ihr klar, dass der Täter eine persönliche Einladung zu ihrer Vernissage erhalten haben muss – denn nur auf dem Gemälde in der Einladung sind die Erzengelwurz-Stauden zu sehen, die ausschließlich auf der Ölgangsinsel wachsen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783770015917
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Droste Verlag
Erscheinungsdatum:11.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 6 Monaten
    Tod im Wald der Engel

    Anna ist Malerin und hat gerade eine Vernissage hinter sich, die alles andere als gelungen ist dank des Redakteurs Hartmut Lanski. Sie spaziert über die Insel, um sich zu beruhigen und trifft dabei auf eine Katze und eine Leiche. Sie streichelt die Katze, die blutbehaftet ist und gerät dadurch in Mordverdacht, denn die Leiche ist Helmut Lanski. Die Ermittlungen laufen nur in ihre Richtung, so macht sich Anna selbst auf die Suche nach dem Mörder, und stellt dabei fest, wie unbeliebt der Redakteur war, und dass es eine Menge Täter geben könnte.
    Anna erzählt die Geschichte. So hat man guten Einblick in ihre Gedanken und begibt sich mit ihr auf Tätersuche. Auch wenn sie keine Ermittlerin ist, hat sie doch ein besseres Geschick, die Leute auszufragen. Die vertrauen sich ihr eher an. Und die kleine Katze trägt auch einiges zum Lösen des Falles bei. Die Spannung wird leicht gesteigert, und bis zum Ende erkennt man den Täter nicht. Der Schreibstil ist flüssig mit viel Lokalkolorit und teils auch humorvoll.

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    wampys avatar
    wampyvor 7 Monaten
    Die Nebenfiguren überdecken die Schwäche der Hauptfigur

    Buchmeinung zu Andrea Tillmanns – Tod im Wald der Engel

    „Tod im Wald der Engel“ ist ein Kriminalroman von Andrea Tillmanns, der 2017 im Droste Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Andrea Tillmanns, 1972 in Grevenbroich am südlichen Rand des Niederrheins geboren, ist promovierte Physikerin und arbeitet hauptberuflich an der FH Bielefeld als Professorin für Physik und Messtechnik. Neben der Physik gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei den Mörderischen Schwestern sowie im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS).

    Klappentext:
    Tatort Niederrhein

    Bei einem abendlichen Spaziergang auf der Ölgangsinsel findet Künstlerin Anna Berg einen Toten. Ausgerechnet Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers, der kurz zuvor bei ihrer Vernissage für einen Eklat gesorgt hat. Plötzlich steht Anna unter Mordverdacht. Weil die ermittelnde KommissarinAnnas Unschuldsbeteuerungen wenig Glauben schenkt, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Und findet schnell heraus, dass es Lanski auf der Jagd nach der nächsten Schlagzeile mit dem journalistischen Berufsethos nicht so genau genommen hat ...

    Meine Meinung:
    Das Erste, was mir beim Lesen auffiel, war die Erzählform. Inhaltlich war es ohne Zweifel eine Ich-Erzählung aus der Sicht der Malerin Anna, formal wurde es aber in der dritten Person erzählt. Daran habe ich mich während der gesamten Lektüre gestossen. Anna, die Hauptfigur, fühlt sich als Verdächtige und beschließt selbst zu ermitteln, weil sie der Polizei und hier insbesondere der ldie Ermittlung leitenden Kommissarin nicht traut. Sie ermittelt mit viel Herz und versucht Informationen zu sammeln, um den Täter zu erkennen. Sie macht dies nicht besonders fundiert, hat aber ein Talent. Mit Leuten in ein Gespräch zu kommen. Dabei wird die Stärke des Romans deutlich. Die Autorin hat den Figuren eine Seele gegeben und ich als geborener Niederrheiner habe das Gefühl gehabt, der ein oder anderen Figur schon mal begegnet zu sein. Anna selber blieb mir aber fremd. Sie wechselte die Verdächtigen fast nach jedem Gespräch und handelte wenig zielgerichtet. Als sie dann trotz Katzenallergie ein junges Kätzchen in die Wohnung aufnahm war es endgültig mit ihrer Glaubwürdigkeit vorbei. Am Ende wurde der Fall gelöst, aber es lag nicht an Annas Anstrengungen. Dies ist einer der seltenen Fälle, wo mir die Nebenfiguren gut gefallen haben, aber ich mit der Hauptfigur überhaupt nicht zurecht kam. Dies hat mein Lesevergnügen deutlich getrübt. Die Sprache ist etwas trocken aber durchaus okay. Auch eine gute Portion Humor wird in den episodenhaften Szenen deutlich.

    Fazit:
    Obwohl die Hauptfigur wirklich nicht punkten konnte, haben es die Nebenfiguren mit ihren Episoden zumindest zum Teil herausgerissen. Ich vergebe knappe drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

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    rewarenis avatar
    rewarenivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Verdächtige, die es vor der Polizei schafft, den wahren Täter auf zu spüren.
    Anna und das Kätzchen

    Die Malerin Anna hat es nicht leicht. Um ihren Kopf frei zu bekommen, nach ihrer misslungenen Vernissage, stolpert sie auch noch auf der Ölgangsinsel im Dunkeln über eine Leiche. Dass sich auch noch eine kleine, mit blutigem Fell behaftete Katze an ihre Fersen hängt, macht für die Katzenhaarallergikerin Anna, die ganze Sache auch nicht leichter. Noch dazu, weil sie sehr schnell von der Kommissarin Richards als Mordverdächtigte gilt. Bei der Leiche handelt es sich um Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers, der wie sich bald herausstellt, nicht viele Freunde hatte. Da für Anna die Mordermittlungen der Polizei zu langsam vor sich gehen, beginnt sie selbst zu ermitteln und immer mehr scheint es so, dass der Mörder auf ihrer Vernissage war. Fotos von dieser Veranstaltung sollen dabei helfen. Bis es aber so weit ist den Täter zu überführen, muss Anna noch vielen falschen Spuren nach gehen, bis sie an ihr Ziel kommt.

    Der Roman ,,Tod im Wald der Engel´´ ist ein gut geschriebener Niederreihn- Krimi  von Andrea Tillmanns. Die Autorin entführt den Leser in eine Geschichte, in der die eher unscheinbare und manchmal auch naiv wirkende Anna ihre Unschuld beweisen will. Sie schafft es immer wieder durch spontane Einfällen und geschickten Fragen, ihr Gegenüber dazu zu bringen, Dinge aus zu plaudern die für sie interessant sind. Die Kommissarin sammelt kaum Pluspunkte, da sie arrogant, unfreundlich und nicht unbedingt objektiv wirkt. Hier stehen sich zwei ganz unterschiedliche Frauen gegenüber, wo Anna den Großteil der ,,Ermittlungen´´ erledigt. Es ist ein eher ruhiger Krimi, wo es einiges an Lokalkolorit gibt und speziell Pflanzenfreunde auf ihre Kosten kommen. Ein angenehmer und flüssiger Schreibstil lässt den Leser schnell vorwärts kommen und man taucht schnell in die Geschichte ein. Besonders nett ist auch, dass die kleine Katze einen nicht unwichtigen Beitrag bei diesem Roman leistet und die Szenen mit ihr und der Allergikerin Anna werden immer wieder auch humorvoll beschrieben. Die Autorin legt viele Spuren aus und es ist kaum möglich heraus zu finden, wer der Täter ist, da muss man wirklich bis zum Ende mit rätseln.

    Ein schön geschriebener Krimi, der durch Spitzfindigkeit, Humor und interessante Gedankengänge besticht.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 8 Monaten
    Malerin sucht Mörder

    Nach ihrer Vernissage versucht Anna bei einem Spaziergang ihren Kopf freizubekommen. Der Redakteur des Neusser Lokalkuriers Hartmut Lanski hatte ihr mächtig zugesetzt und ihr Männerfeindlichkeit vorgeworfen. Auf der Ölgangsinsel streichelt sie eine kleine Katze und hat Blut an ihren Händen. Das Blut stammt von Lanski, der tot im Gebüsch liegt. Anna gerät unter Mordverdacht. Da sich die ermittelnde Kommissarin auf Anna eingeschossen hat, macht sich Anna an eigene Ermittlungen um ihre Unschuld zu beweisen..

    Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen.

    Anna will sich von dem Verdacht reinwaschen und findet, dass die Polizei zu wenig tut. Daher unterhält sie sich mit allen möglichen Leuten. Obwohl sie recht naiv an die Ermittlungen rangeht, erfährt sie doch verblüffend viel. Das gelingt natürlich nicht immer.

    Die kleine Katze spielt in den Ermittlungen auch noch eine Rolle. Außerdem wird sie von der Kommissarin an Anna gegeben, das sie nicht in der Wache bleiben kann. Aber Anna hat eine Katzenhaarallergie.

    Der Tote ist ein höchst unangenehmer Mensch. Um zu seinen Artikeln zu kommen, wendet er ziemlich fiese Methoden an und es bleibt niemand von ihm verschont.

    Ich wollte beim Lesen natürlich auch herausfinden, wer der Täter ist. Das ist mir nicht gelungen.

    Ein unterhaltsamer und spannender Krimi mit Lokalkolorit.

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    Biest2912s avatar
    Biest2912vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannend geschrieben.
    Rezension Tod im Wald der Engel

    Rezension

    Tod im Wald der Engel

    Andrea Tillmanns

     

    Hauptfiguren:

    Anna Berg: Künstlerin findet beim Spazieren gehen eine Leiche und steht dann unter Mordverdacht.

    Lanski: Journalist und der Tode den Andrea gefunden hat beim Spazieren gehen.

     

    Klappentext:

    Tatort Niederhein

    Bei einem abendlichen Spaziergang auf der Ölgangsinsel findet Künstlerin Anna Berg einen Toten. Ausgerechnet Hartmut Lanski, Redakteur der Neusser Lokalkuriers, der kurz zuvor bei ihrer Vernissage für einen Eklat gesorgt hat. Plötzlich steht Anna unter Mordverdacht. Weil die ermittelnde Kommissarin Annas Unschuldsbeteuerung wenig Glauben schenkt, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Und findet schnell heraus, dass es Lanski auf der Jagd nach der nächsten Schlagzeile mit dem journalistischen Berufsethos nicht so genau genommen hat…

     

    Cover:

    Ich finde es ein dunkles/ finsteres Cover genau richtig für ein Krimi. Mit einem alten Boot drauf. Ich würde es sofort in die Hand nehmen und den Klappentext lesen.

     

    Meinung:

    Danke an Andrea Tillmanns für das Leseexemplar zur Leserunde. Das Buch lässt sich flüssig in einem weg lesen. Anna habe ich gleich ins Herz geschlossen und konnte sie auch verstehen, warum sie gleich selber ermittelt hat. Ich fand es mutig von ihr es auf eigene Faust zu probieren, wenn ihr schon die Polizistin nicht glaubt. Was mir in diesem Buch sehr aufgefallen ist das es ein paar Ungereimtheiten gab und der Schluss sehr erprobt geendet hat. Leider. Jedoch war die Geschichte auch sehr spannend bis zum Schluss, denn man wollte den Mörder ja unbedingt heraus finden. Doch die Person wäre ich in der ganzen Geschichte nicht gekommen. Ich fand es eine Spannende Unterhaltung.

    Deshalb bekommt diese spannende Geschichte 4/5 Sterne.

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    connychaoss avatar
    connychaosvor 8 Monaten
    Unterhaltsam

    Nach ihrer Vernissage geht Anna noch auf der Ölgangsinsel spazieren. Sie möchte zur Ruhe kommen und die vernichtenden Kommentare eines Journalisten vergessen. Doch alles kommt anders als sie dort eine Leiche entdeckt. Es ist der Journalist, der sie vorher so kritisiert hat. Anna gerät unter Verdacht. Da die Ermittlungen der Polizei sehr schwerfällig sind, ermittelt Anna auf eigene Faust. Er Schreibstil liest sich sehr leicht und flüssig, ich habe das Buch an einem Nachmittag ausgelesen und fühlte mich gut unterhalten. Die Spannung wird gleich zu Anfang aufgebaut und auch bis zum Schluss aufrecht erhalten. Es gibt genug Spielraum für eigene Spekulationen und eine sehr überraschende Auflösung.

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    Anna_Naumanns avatar
    Anna_Naumannvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi, der den Leser auch ohne unnötiges Blut an die Seiten fesselt.
    Ein Verbrechen auf der Ölgangsinsel

    Ein schönes, schlichtes Cover, das mit seinem düsteren Hintergrundbild perfekt die Stimmung der Geschichte einfängt. Sowohl das Bild, als auch der Titel haben mit der Handlung im Buch zu tun. Ich hatte mich auf einen ruhigen, aber spannenden Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht!


    Die Künstlerin Anna wird in einen Mordfall verwickelt und ist für die Polizei auf einmal Hauptverdächtige Nummer eins. Doch ist alles nur Zufall, oder möchte ihr jemand einen Mord anhängen? Anna beginnt auf ihre Art zu ermitteln, um Beweise für ihre Unschuld zu finden. Dabei folgt sie verschiedenen Spuren, ist manchmal auf der falschen Fährte, stellt aber die richtigen Fragen und kommt so immer weiter voran mit ihren Ermittlungen. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber ein Kätzchen spielt eine wichtige Rolle bei der Suche nach dem Mörder ;) 


    Die Hauptperson Anna finde ich sehr sympathisch. Zu Beginn ist sie ziemlich naiv und ermittelt erstmal drauflos, aber sie lernt aus ihren Fehlern und streicht so immer mehr Verdächtige von ihrer Liste. Oder hat sie dabei jemanden übersehen?


    Die Autorin kann sehr gut Umgebungen beschreiben, ohne dabei zu langweilen oder kitschig zu werden. Die Ölgangsinsel, die man auch auf dem Cover wieder findet und die ein wichtiger Handlungsort ist, war vor meinem inneren Auge völlig lebendig.


    Andrea Tillmanns spielt mit dem Leser. Anfangs ist jeder Verdächtige ein guter Kandidat als Mordverdächtiger. Doch erst am Schluss, erfährt man, wer wirklich der Täter ist. Obwohl die Autorin immer wieder Hinweise einstreut, tappt man doch ziemlich lang im Dunklen oder verdächtigt den Falschen. Aber dann gibt auf einmal alles einen Sinn :D


    Die Autorin schreibt flüssig und man kommt beim Lesen nicht ins Stocken. Ich mag diesen leichten und unkomplizierten Satzbau sehr.


    Mein Fazit: Ein ruhiger Krimi, der ohne viel Blut und Leichen auskommt und trotzdem nicht langweilig wird. Der Fokus liegt auf den Ermittlungen der Künstlerin. Ich hatte einen schönen Leseabend und habe das Buch fast in einem Rutsch zu Ende gelesen. Daher vergebe ich fünf von fünf Sternen und bin gespannt, ob und wie es weiter geht :)

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: spannende Suche nach dem wirklichen Mörder
    Unter falschem Verdacht


    Die Künstlerin Anna gerät auf ihrer Vernissage mit dem Reporter Lanski in Streit, da er ankündigt, in seinem Artikel die Bilder als abartig zu bezeichnen. Um sich wieder zu beruhigen, geht Anna nach der Veranstaltung, nachdem  eine Besucherin der Vernissage von der Ölgangsinsel bei Nacht geschwärmt hat, dort spazieren. Sie findet dort ein blutverschmiertes Kätzchen und eine Leiche. Da der Tote als Lanski identifiziert wird, gerät Anna unter Verdacht. Für die ermittelnde Beamtin Richards scheint Anna als Täterin festzustehen. Anna beschließt, sich selbst auf Mördersuche zu begeben.. Je mehr Anna über Lanski herausfindet, desto größer wird der Kreis der Verdächtigen. Lanski ist vor Diffamierungen nicht zurückgeschreckt, um Aufmerksamkeit für seine Artikel zu bekommen. Auch seine geschiedene Frau und seine Kollegen hätten Gründe für die Tat gehabt. Oder ist es doch eher so, dass jemand gezielt versucht, Anna zu schaden und Lanski hatte einfach Pech ?
    Die Geschichte wird aus der Sicht Annas erzählt. Man nimmt teil an ihren Überlegungen hinsichtlich des möglichen Täters und erlebt mit ihr das ganze Gefühlschaos, das die Mordermittlung für sie mit sich bringt. Dadurch kann man sich gut mit ihr identifizieren und es macht Anna gleichzeitig sympathisch. Die Handlung ist spannend und ich wusste bis fast ganz am Schluss nicht, wer der Mörder war. Dabei gab es durchaus Hinweise, so dass die Lösung stimmig ist.
    Der Krimi ist ein klassischer "Wer war`s" und zeigt, dass ein Buch auch spannend und unterhaltsam sein kann ohne Serienmörder.

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer Krimi der zeigt, wie schnell man plötzlich in den Fokus von Ermittlungen geraten kann
    Wer ist der Mörder?

    Die Malerin Anna hat die Trennung von ihrem Freund in ihren Bildern verarbeitet. Viel schwarz und rot, die seltene Erzengelwurz sogar geknickt dargestellt. Klar dass die Bilder nicht jeden Geschmack treffen, nicht alle Besucher der Vernissage sind von den Bildern angetan. Doch der Journalist Lanski greift Anna in einem Streitgespräch persönlich an. Um erst mal wieder runterzukommen geht Anna nach der Vernissage auf die Ölgangsinsel, dort in der Natur hofft sie die nötige Ruhe zu finden.

    Im Dunkeln findet sie ein junges Kätzchen, das sich verletzt haben muss, denn sein Fell ist mit Blut besudelt. Anna untersucht die Katze, die erstaunlicherweise keine offensichtliche Verletzung aufweist. Sie vermutet ein anderes verletztes Tier in der Nähe und ruft kurzerhand die Feuerwehr an. Als auch die Polizei erscheint wird ihr klar, dass es sich wohl nicht um ein verletztes Tier handelt. Etwas weiter im Gebüsch liegt ein Toter und Anne ist plötzlich die Hauptverdächtige in einem Mordfall.

    Anna hat es wirklich nicht leicht, im einen Moment war die Kritik an ihren Bildern noch das Wichtigste für sie, im nächsten Moment sitzt sie auf der Polizeiwache, muss ihre Kleider und ihr Auto der Spurensicherung übergeben und die ermittelnde Kommissarin verhält sich schon fast feindselig. Als Anna erfährt, wer der Tote ist wird ihr klar, dass sie in großen Schwierigkeiten ist. Sie weiß dass sie den aufdringlichen Journalisten Lanski nicht umgebracht hat, aber für die Polizei scheint sie als Täterin schon festzustehen. Anna hat keine große Hoffnung, dass auch in andere Richtungen ermittelt wird und stellt kurzerhand eigene Nachforschungen an. Anfangs noch recht ungeschickt, aber sie lernt rasch dazu und kann so nach und nach Motive und Verdächtige ausschließen. Das kleine Kätzchen ist inzwischen bei ihr eingezogen, auch das hat sie der unfreundlichen Kommissarin zu verdanken.

    Ich fand den Krimi erfrischend anders, weil nicht die Polizeiarbeit im Vordergrund steht, sondern Anna als Privatperson, die mit ihren eigenen Methoden ermittelt. Sie muss sich nicht an Gesetze oder Vorschriften halten und greift dann auch zu unkonventionellen Mitteln, um an Informationen zu kommen. Sie ermittelt im Privatleben des Ermordeten, an seinem Arbeitsplatz und recherchiert seine bisherigen Artikel. Schnell wird klar, dass Lanski es mit der Journalistenehre nicht so genau genommen hat und verschiedenen Menschen auf die Füße getreten ist. Ob unter ihnen der Mörder zu finden ist?

    Mir hat Anna als Protagonistin gut gefallen, interessant fand ich auch die Informationen zu den verschiedenen Pflanzen, die auf der Ölgangsinsel beheimatet sind. Die Auflösung hat mich überrascht, ich lag mit meinem Verdacht voll daneben :-)

    Fazit: Unterhaltsamer Krimi der zeigt, wie schnell man plötzlich in den Fokus von Ermittlungen geraten kann.


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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Plötzlich wird sie zur Verdächtigen - und nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand!
    Zur falschen Zeit am falschen Ort

    „...Aber die letzten Tage hatten ihr deutlich gezeigt, wie schmal der Grat zwischen dem Status einer Zeugin und einer Verdächtigen war...“


    Annas Vernissage hat bei ihr Frust hinterlassen. Deshalb spaziert sie danach über die Ölgangsinsel in Neuss. Dort folgt ihr eine kleine Katze. Als sie deren Fell berührt, hat sie Blut an den Händen. Sie vermutet im Gebüsch ein verletztes Tier und ruft die Polizei. In dem Moment kann Anna noch nicht ahnen, dass sie plötzlich in einen Mordfall verwickelt wird.

    Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen.

    Schon die erste Begegnung mit der Polizei wird für Anna ein Schock. Ihr Auto und ihre Kleidung bleiben in Kommissariat. Sie fühlt sich eher als Verdächtige, denn als Zeugin. Deshalb beginnt sie selbst zu ermitteln.

    Der Schriftstil ist ausgewogen. Anna ist Künstlerin. Nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund muss sie mit ihren Bildern selbst für ihren Lebensinhalt aufkommen. Ein Journalist hat die Bilder ihre letzten Ausstellung verrissen und unterstellt ihr Männerfeindlichkeit und Aggressivität.

    Der ist ausgerechnet der Tote.

    Obiges Zitat gibt Annas psychischen Zustand gut wieder. Es dürfte kein angenehmes Gefühl sein, von der eignen Unschuld zu wissen und doch häufig zur Polizei zitiert zu werden, um neue Fragen zu beantworten. Schnell findet Anna heraus, dass Lanski, der Tote, mehrere brisante Baustellen hatte. Auch die ermittelnde Kriminalkommissarin stand im Fokus seiner Kritik. An die kommt Anna nicht heran. Alle andern Punkte aber arbeitet sie akribisch ab. Bei der Gelegenheit darf ich sie durch den Ort begleiten und lerne so einige Besonderheiten kennen. Dazu gehört insbesondere auch die Pflanzenwelt, denn die Erzengelwurz war ein Motiv von Annas Bildern.

    Gekonnt versucht Anna, ihren Gegenüber wichtige Informationen zu entlocken. Nicht immer ist das von Erfolg gekrönt. Wenn man sich zu einem Thema unterhält, von dem man nur wenig Ahnung hat, fühlt sich das an wie das Laufen auf rohen Eiern und kann schnell zu Problemen führen. Ein Verdächtiger nach dem anderen wird so ausgeschlossen. Natürlich gehe ich als Leser alle Umwege mit.

    Die kleine Katze, die erst einmal auf der Wache bleiben musste, wird ihr von der Kommissarin bei einem der Gespräche in die Hand gedrückt. Das verlangt von Anna einen weiteren Drahtseilakt. Sie will Verantwortung übernehmen, leidet aber an einer heftigen Katzenhaarallergie. Meiner Ansicht nach bewältigt sie die Situation gut.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie zeigt, was es für Folgen haben kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist.


    Kommentare: 3
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    AndreaTillmannss avatar

    Liebe Krimi-Fans,

    zu Beginn des neuen Jahres lade ich euch gemeinsam mit dem Droste Verlag zu einer Leserunde zu meinem neuen Niederrhein-Krimi „Tod im Wald der Engel“ ein. Wir verlosen dazu 20 Taschenbücher. Bewerben könnt ihr euch bis zum 12. Januar 2018. Die Gewinner werden am 14. Januar hier bekanntgegeben.

    Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass man nach Erhalt des Buches auch wirklich an der Leserunde teilnimmt sowie abschließend eine Rezension schreibt.

    Da sich eine besondere Pflanze bereits im Titel des Romans versteckt, würde ich mich bei der Bewerbung um eine Antwort auf folgende Frage freuen: Welche Pflanze mögt ihr besonders gern, oder welche Pflanze hat für euch eine besondere Bedeutung?

     

    Zum Inhalt:

    Alles beginnt mit einem abendlichen Spaziergang auf der Ölgangsinsel. Hier möchte die Malerin Anna nach der misslungenen Vernissage ihrer Bilder ein wenig zur Ruhe kommen. Doch das gelingt ihr nicht – die romantische Stimmung, die sie bei früheren Spaziergängen hier empfunden hatte, ist verschwunden, stattdessen wirkt die Gegend laut und bedrohlich. Dann taucht auch noch eine streunende Katze mit blutigem Fell auf. Wie sich herausstellt, stammt das Blut von einem Toten, und plötzlich steht Anna unter Mordverdacht. Denn bei der Leiche handelt es sich um Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers. Er war es, der während ihrer Vernissage für einen Eklat gesorgt und ihr in einem hässlichen Streit „Kastrationsphantasien“ und „Mordgelüste an allen Männern“ vorgeworfen hatte.

    Diese öffentliche Demütigung reicht als Mordmotiv, findet die ermittelnde Kommissarin und schenkt Annas Unschuldsbeteuerungen wenig Glauben. Also beginnt Anna auf eigene Faust zu ermitteln, wer ein Interesse an Lanskis Tod haben könnte. Bald entdeckt sie, dass es der Redakteur auf der Jagd nach der nächsten Schlagzeile mit dem journalistischen Berufsethos nicht so genau genommen hat. Anscheinend hatte auch die ermittelnde Kommissarin eine Rechnung mit dem Toten offen. Als Anna schließlich die Kette der scheinbaren Zufälle, die sie an den Tatort geführt haben, weiterverfolgt, wird ihr klar, dass der Täter eine persönliche Einladung zu ihrer Vernissage erhalten haben muss – denn nur auf dem Gemälde in der Einladung sind die Erzengelwurz-Stauden zu sehen, die ausschließlich auf der Ölgangsinsel wuchsen …


    Und nun freuen wir uns auf eure Bewerbungen :-)

    AndreaTillmannss avatar
    Letzter Beitrag von  AndreaTillmannsvor 6 Monaten
    Hallo Blaustern, danke für deine Rezension! Viele Grüße Andrea
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