Andrea Treuenfeld In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel“ von Andrea Treuenfeld

Bewegende Schicksale vertriebener deutscher Jüdinnen in Israel

- Lebensbilder von ergreifender Dichte und Intensität

- Mit zahlreichen Fotos und Zusatzinformationen sowie einem Vorwort von Günther Jauch

Als sie flohen, waren sie kleine Mädchen oder junge Frauen. Man nahm ihnen die Heimat, die Familie und ihre Würde. In Palästina wurden sie die 'Jeckes': Deutsche, die nicht willkommen waren, denn ihre Sprache war die der Mörder.

Jetzt, im Alter, kommen die Erinnerungen zurück: Mit ihren sehr persönlichen Geschichten geben in diesem Buch 16 Jüdinnen, die dem Naziregime entkamen, Auskunft über ihr Leben. Sie erzählen von einer fröhlichen Kindheit, die abrupt endete. Sie berichten von ihrem Weg nach Palästina, der Not der ersten Jahre, dem Aufbau und Beheimatung in Israel mit all seinen frohen und traurigen Seiten.

In Lebensbildern von ergreifender Dichte werden hier jüdische Frauenschicksale im Horizont des Holocaust sichtbar und Erfahrungen aufbewahrt, die erinnert und nacherzählt werden müssen.

Stöbern in Biografie

Weil jeder Atemzug zählt

Sehr offene Lebensgeschichte

Steph86

Die amerikanische Prinzessin

Gut geschriebene Biografie über ein Geschichtskapitel, das ich von dieser Seite her noch nie betrachtet habe!

Manuela_Kraemer

Federnlesen

Spannend, informativ, kurzweilig - ein Muss für jeden Naturliebhaber.

Sikal

Troublemaker

Ein Buch, das Augen öffnet.

jujumaus

Ich bin das Mädchen aus Aleppo

ich bin einfach nur enttäuscht ... Bana wird benutzt um eine Geschichte zu schreiben die von einem Kind in dem Alter unmöglich verfasst sein

knusperfuchs

Nicht direkt perfekt

Nicole Jäger schafft es mit ihrer charmanten Art einen beim lesen nicht nur zum Schmunzeln sondern prustend zum Lachen zu bringen!

PiaDis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel" von Andrea von Treuenfeld

    In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel

    WinfriedStanzick

    26. October 2011 um 09:16

    Andrea von Treuenfeld, geb. 1957, hat in Münster Publizistik und Germanistik studiert und nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung lange als Kolumnistin, Korrespondentin und Leitende Redakteurin für namhafte Printmedien, darunter Welt am Sonntag und Wirtschaftswoche, gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt als freie Journalistin Biografien und Reportagen mit Schwerpunkt Israel, das sie regelmäßig bereist, seit sie Ende der siebziger Jahre zum ersten Mal in einem Kibbuz lebte und dort Menschen traf, die aus Nazideutschland geflohen waren. Auch später bei weiteren Aufenthalten und bei der Begegnung mit weiteren deutschen Juden, stellte sie sich immer wieder die Fragen: „Wie war es, die Schule, die Freunde und manchmal auch die Eltern und Geschwister verlassen zu müssen? Wie war es, legal per Schiff oder illegal auf dem Landweg, in ein neues Leben aufzubrechen, in dem absolut nichts mehr war wie zuvor? Wie war es, sich in dem Unbekannten einzurichten, Familien zu gründen und wachsen zu sehen – während das Unfassbare des Holocausts erst langsam bekannt wurde und damit auch die Verluste in der eigenen Verwandtschaft?“ Als eine der in diesem Buch von Andrea von Treuenfeld interviewten Frauen, Dr. Elly Freund, eine Kinderärztin aus Breslau, einmal zu ihr sagte: „Hundert Jahre könnte man füllen mit Geschichten. Aber die Geschichten gehen verloren, weil wir nicht reden können. Ein ganz großes Schweigen, von einer Generation zur nächsten“, da entschloss sich Andrea von Treuenfeld, mit all den Frauen Gespräche zu führen, die sie in langen Jahren bei Besuchen und Aufenthalten in Israel kennengelernt hatte und deren Geschichte aufzuzeichnen. Frauen kommen hier zu Wort, die in ihrer neuen Heimat verspottet und teilweise auch verachtet wurden, weil ihre Einwanderung nicht zionistisch motiviert war. In Deutschland als Jude ausgegrenzt und verfolgt, wurden sie nun in Palästina als Jecke oder Jeckete beschimpft. Und dennoch haben die Jeckes, weil sie ihre in der Heimat gewohnten charakteristischen Eigenschaften wie Disziplin, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit beibehielten, durch das Festhalten an ihrer Kultur das neue Land Israel geprägt wie kaum eine andere Gruppe von Einwanderern. Lange Zeit ist diesen Menschen, den Jeckes, in Israel die Anerkennung für ihre Lebensleistung versagt geblieben. Inzwischen aber wird ihr Andenken in Israel geehrt und „der Spottname ist zur Auszeichnung geworden“. Wenn man diese 16 bewegenden und berührenden Lebensgeschichten liest, weiß man auch warum.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks