Andrea Wölk Der den Regen schenkt

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Inhaltsangabe zu „Der den Regen schenkt“ von Andrea Wölk

Amber Maguire, 34 Jahre alt, hat vor vielen Jahren im Streit das Haus ihrer Kindheit verlassen. Als sie zur Beerdigung ihrer Mutter nach Olympia (State Washington) zurückkehrt, trifft sie nicht nur auf alte Freunde, sondern auch auf Hayden, ihre unerfüllt gebliebene Jugendliebe. Wie immer folgt Amber ihrem ersten Impuls und will vor allen Problemen flüchten. Aber so leicht, wie sie es sich vorgestellt hat, kann sie ihr früheres Leben nicht hinter sich lassen. Zu allem Überfluss flammen ihre Gefühle für Hayden wieder auf, der noch immer eine ungewöhnliche Anziehung auf sie ausübt. Kann Amber die Schatten ihrer Vergangenheit abschütteln und ein neues Leben beginnen? Die Briefe, die ihre Mutter ihr hinterließ, sollen ihr dabei helfen. Als die aufdringliche Elisabeth auftaucht, kommt Amber ein fürchterlicher Verdacht. Sind die Narben auf ihrer Seele doch zu tief, um einen Neuanfang zu wagen?

Ein schönes Buch für „Sie“, voller Gefühle. Mit sympathischen Protagonisten, einer angenehmen Portion Tiefgang und vielen Verwirrungen.

— beate_bedesign
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    Der den Regen schenkt
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    03. August 2013 um 16:07

    Inhalt: Amber war noch sehr jung, als sie im Streit ihr Elternhaus verlassen hat und jeglichen Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat. Jetzt muss sie zurück nach „Hause“, um dort die Beerdigung ihrer Mutter zu organisieren. Als sie dort ankommt, trifft sie auf alte Freunde und auf ihre heimliche Jugendliebe Hayden. Zu allem Überfluss flammen die Gefühle für ihn wieder auf. Ihr erster Impuls sofort nach der Beerdigung wieder zu verschwinden, wird durch ihren Verleger vereitelt. Er erteilt ihr einen Auftrag für den sie noch ca. ein halbes Jahr in dieser Gegend bleiben muss. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich ihrer Vergangenheit zu stellen und zu versuchen sie zu verarbeiten. Sie findet Briefe ihrer Mutter an sie, die ihr dabei helfen – aber auch viele neue Fragen aufwerfen. Meine Meinung: Ein typisches Frauenbuch. Voller Gefühlschaos und Romantik. Genau richtig für gemütliche Stunden zum abschalten und genießen. Ich habe ja schon einige Bücher von Andrea Wölk gelesen und ich mag ihren Schreibstil total. Auch hier wieder. Schon auf den ersten Seiten bin ich in das Buch gefallen und erst am Ende mit einem *hach* wieder aufgetaucht. Amber selbst ist eine sympathische Protagonistin, aber sie selbst ist das reinste Gefühlschaos. Sehr jung und im Streit von zu Hause weggegangen, kann sie Gefühle nur sehr schwer zulassen. Und die Erfahrungen der letzten Jahre haben sie darin bestätigt, dass es gut und richtig ist keine zu haben. Kein Wunder also, dass sie sich selbst nicht mehr versteht, als so viele Gefühle über sie hereinbrechen. Hayden mochte ich nicht sofort – aber auch er hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und so langsam erschleicht er sich meine volle Sympathie. Ethan dagegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen und ich konnte sogar seine Stimme in meinem Kopf hören. Außerdem liebe ich Leute, die noch so richtig herzhaft lachen können. Und das kann er wirklich gut. Das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht von Amber geschrieben. Lediglich hin und wieder kann ich auch Hayden’s Gedanken lesen. Eine wichtige Rolle spielen in dieser Geschichte die Briefe von Amber‘s Mutter. Durch diese Briefe erfährt die Leserin und natürlich auch Amber, was in ihrer Mutter in all den Jahren vorgegangen ist und was sie erlebt hat. Es hat mich sehr berührt die Entwicklung zu lesen, die Amber’s Mutter gemacht hat, aber auch wie Amber auf die Briefe reagiert hat. Es ist wirklich schade, dass die beiden sich nicht mehr sehen und aussprechen konnten. Aber irgendwie auch sehr verständlich, dass beide keinen Kontakt zu der jeweils anderen aufgenommen haben. Ein Zitat habe ich noch mitgebracht. Meiner Meinung nach drückt es ganz wunderbar Amber’s Stimmung und den schönen Schreibstil von Andrea Wölk aus. Zitat – Pos. 50 eBook „Wolken zogen am Himmel auf, sie passten gut zu meiner Stimmung und der Leere in meinem Kopf. Mein Weg führte mich geradewegs in ein Gewitter, doch es machte mir nicht viel aus. Als es zu regnen begann, empfand ich den Regen wie einen schützenden Mantel, den ich eng um meinen Körper schlang.“ Und jetzt freue ich mich auf Teil 2 der Seattle-Story: „Der die Nacht erhellt“, den ich direkt im Anschluß lesen werde. Mein Fazit: Ein schönes Buch für „Sie“, voller Gefühle. Mit sympathischen Protagonisten, einer angenehmen Portion Tiefgang und vielen Verwirrungen auf dem Weg zum Glück.

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  • Zu spät für Versöhnung

    Der den Regen schenkt
    kiki62

    kiki62

    07. May 2013 um 16:22

    Bibliographie: • erscheinen 2013 im Oldigor Verlag, 2. Auflage • 265 Seiten Inhalt: Amer Maguire muss zu ihrer Heimatstadt Olympia zurück. 16 Jahre hat sie diesen Ort vehement gemieden, hat jeden Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen. Machte sie sie doch dafür verantwortlich, dass sie große Liebe Hayden verloren hat. In der Zwischenzeit ist Amber eine recht erfolgreiche Fotografin geworden. Doch die Nachricht vom Tod ihrer Mutter zwingt Amber dazu, wieder nach Olympia zu fahren. Unmittelbar nachd er Beerdigung erfährt sie, dass sie gemeinsam mit Hayden das Haus ihrer Mutter geerbt hat. Langsam nähern sich die beiden einstigen Liebenden wieder an. Auch ihre Gefühle treten Stück für Stück wieder in den Vordergrund. Amber findet in ihrem einstigen Elternhaus eine Menge Briefe, Briefe, die ihre Mutter an sie geschrieben hat, aber leider nicht abgeschickt hatte. Mit großer Überwindung liest Amber den ersten Brief. Schon dieser hinterlässt bei ihr ein Schuldgefühl. Je mehr Briefe sie liest, um so mehr erkennt sie, dass sich ihre Mutter sehr geändert hatte und viel unternommen hatte, um sie wieder zu finden. Auch ihre Gefühle zu Hayden werden immer intensiver. Doch als dessen Ex-Frau wieder auftritt, wird ihre neu gewonnene Liebe auf eine harte Probe gestellt. Dennoch kann Hayden sie davon überzeugen, dass sein Verhältnis zu seiner Ex Elisabeth längst beendet ist. Amber verfällt in ihre alten Verhaltensregln. Sie flüchtet, wenn Probleme auftreten. Ihr großer Halt sind in dieser Zeit die Briefe ihrer Mutter, die ihr die Verstorbene immer näher bringt. Auch erfährt sie viel über das Leben ihres einstigen Geliebten. So sind es nicht zuletzt die Briefe, die ihr das Vertrauen zu Hayden zurückbringen. In der Zeit ihres Aufenthaltes in ihrer Heimatstadt beschließt sie, sich wieder hier niederzulassen. Die Briefe legen eine Menge neuer Erkenntnisse offen, verursachen Wehmut und Schuldgefühle. Halt gibt ihr in dieser Zeit neben ihren alten Freunden Hayden, den sie über alles liebt. Thematik und Umsetzung: Gleich zwei Themen greift die Autorin in ihrem Roman auf. Da gibt es die Frage nach Vergebung und zu spätem Aussprechen. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob eine Liebe Jahre überstehen kann und ob sie wieder neu entfacht werden kann. Amber ging weg, weil ihre Mutter ihr ihre Liebe zu Hayden missbilligt hat. Auch Jahre konnten sie nicht versöhnen. Sie hat nie die Gelegenheit genutzt, sich mit ihr auszusprechen. Erst durch die Briefe gelingt ihr eine Versöhnung, die in einem Schuldbewusstsein gipfelt. Zum anderen blüht gleichzeitig die alte Liebe wieder auf. Beide sind gereift, haben Erfahrungen gesammelt. Doch ihre Liebe blieb unterschwellig immer da. Für Amber steht am Ende fest, dass sie sich schon viel früher hätte bei ihrer Mutter melden sollen. Sie hat ihre Heimat verlassen und nie eine Möglichkeit gefunden, ihr zu verzeihen. Ihr Stolz und ihre Wut behielten immer die Oberhand. Nie erhielt die Mutter Gelegenheit, ihr zu sagen, dass sie ihr Verhalten zutiefst bereut hat. Letztendlich kann der Leser den Schluss ziehen, dass die Mutter an gebrochenem Herzen gestorben ist, da sie neben ihrer Tochter auch noch ihren geliebten Mann verloren hat, den sie nach Ambers Verlassen kennen und lieben gelernt hat. Die nie abgerissenen Gefühle zu ihrer Jugendliebe lassen den Schmerz in Amber erträglöich werden. Die Autorin schreibt in der personalen Erzählform. Amber beschreibt ihre Gefühle und Erfahrungen. Sie reflektiert über ihre Vergangenheit, ihre Jugend. Distanz bekommt der Roman durch die Sichtweise von Hayden, der mehr Hintergrundwissen hat, als Amber selbst. Der Roman ist kein Buch, das durch Spannung im herkömmlichen Sinn geprägt ist. Vielmehr gelingt es der Autorin, den Leser zum Weiterlesen zu animieren, weil er wissen will, ob Amber eine Versöhnung mit ihrer Mutter herstellen kann und ob beide, Amber und Hayden wieder zueinander finden. Etwas unklar ist die Wahl des Titels. Das Cover hingegen bringt Assoziationen zu letztendlich gewählten Wohnort der beiden Liebenden. Das buch lässt sich angenehm lesen, obwohl es auch an einigen Stellen etwas langatmig erscheint. Es gibt wenig spannungsgeladene Momente. Für Liebhaber solcher Literatur ist es aber durchaus zu empfehlen. 

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  • Rezension zu "Der den Regen schenkt" von Andrea Wölk

    Der den Regen schenkt
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    17. December 2012 um 07:25

    Um die Beerdigung ihrer Mutter zu organisieren macht sich Amber Maquire nach 14 Jahren wieder auf den Weg nach Hause. Sie will alles schnell hinter sich bringen, die Beerdigung, anschließend das Haus verkaufen. Sie ist damals im Zorn von ihrer Mutter geflüchtet und rechnet auch jetzt nicht damit, dass sie sich im Geiste noch mit ihr versöhnen kann. Sie trifft ihre Jugendliebe wieder, Hayden, und auch jetzt noch all den vielen Jahren fühlt sie Schmetterlinge im Bauch, wenn sie ihm begegnet. Sie findet beim Aufräumen einen Karton mit Briefen. 26 Briefe, die ihre Mutter im Abstand von einem halben Jahr an sie geschrieben, aber nie abgeschickt hatte. Durch diese Briefe lernt sie ihre Mutter neu kennen, eine Mutter, die sie nun schmerzlich vermisst. In den Briefen taucht auch immer wieder ein Name auf... Hayden. So sehr Amber Hayden auch liebt, eines kann sie nicht, hat sie nie gelernt... jemandem zu vertrauen. Auch Hayden scheint ihre Versuche des Vertrauens immer wieder zu missbrauchen... Amber Maguire ist die Protagonistin dieses Buches. Eine 34-jährige Frau, die ihre Mutter nach einer bösen Auseinandersetzung verlassen hat und nie mehr zurück gekommen ist, sich auch nie telefonisch oder anderweitig gemeldet hatte. Jetzt wo sie tot ist, kehrt Amber nach Hause zurück. Sie ist inzwischen Fotografin, die schon mehrere Bildbände veröffentlicht hat. Sie ist frei und ungebunden, hat kein festes Zuhause und ist mit ihrer Kamera immer unterwegs auf der Suche nach neuen Motiven. Als sie jetzt mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert wird, ist es auch eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Sie findet die Briefe ihrer Mutter und lässt sich viel Zeit, diese zu lesen. Es gelingt ihr, das Leben ihrer Mutter nachzuvollziehen, die eine Wandlung vollzogen hatte. Eine Wandlung zum Positiven und Amber bereut beim Lesen mehr als einmal, dass sie nie mehr den Kontakt zu ihr gesucht hatte. Eine Chance, die ihr nunmehr für immer verwehrt wurde. Die Beziehung, die sich zwischen Amber und Hayden anbahnt, steht unter keinem guten Stern. Amber ist nicht in der Lage, Hayden zu vertrauen, zu oft sieht sie Hayden in Situationen, die gegen ihn sprechen. Bei ihrem notorischen Misstrauen ihm gegenüber sieht sie nicht ein, dass es sich um Missverständnisse handelt. Auch wenn Hayden diese immer erklären kann, flüchtet sie irgendwann vor ihm und bleibt lieber allein als immer wieder belogen zu werden. Das Buch ist aus der Sicht von Amber in der Ich-Form geschrieben worden. Ausnahmen gibt es bei den Briefen der Mutter, in denen diese Amber direkt anspricht und in den Passagen, in denen Ereignisse aus der Sicht von Hayden erzählt werden. Andrea Wölk ist es gelungen, dass ich mittels Kopfkino und ihrer detaillierten Beschreibungen der Örtlichkeiten diese bildlich vor Augen hatte. Die Qualen und Kümmernisse, die Amber beschäftigten und auch die Gedankengänge von Hayden lassen sich sehr gut nachvollziehen und sind glaubhaft dargestellt. Es ist ein Buch, das mich gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Mit ihrem flüssigen Schreibstil zieht die Autorin die Leser in ihren Bann. Ein wunderbares Buch, in dem es nicht nur um Herzschmerz geht, sondern auch um Freundschaft, Vertrauen und der Vergangenheitsbewältigung einschließlich Schuldgefühlen. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.

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  • Rezension zu "Der den Regen schenkt" von Andrea Wölk

    Der den Regen schenkt
    Fabella

    Fabella

    27. February 2012 um 17:07

    Ein richtiges Herzschmerz-Buch. Wundervoll für kühle Regentage, um sich gemütlich auf die Couch zu kuscheln und zu genießen. Denn die Autorin entführt einen in eine Welt, in der alle Gefühle miteinander verbunden sind: Freude, Leid, Erinnerung, Zukunft, Glück, Verlust, Angst, Vertrauen, Mißtrauen. Das Buch ist in der Ich-Form der Protagonistin Amber geschrieben. Das macht es zu einem recht persönlichen Buch und läßt einen mit Amber mitleiden. Diese Form wird nur unterbrochen, wenn Amber die Briefe ihrer Mutter liest oder wenn es der Autorin notwendig scheint, aus Haydens Sicht Gedanken mit hineinzubringen. Durch unterschiedliche Font-Typen ist es jedoch sehr übersichtlich gestaltet. Ein bißchen verwirrend zu lesen fand ich allerdings, daß das ganze Buch kursiv gedruckt ist. So läßt es sich meiner Meinung nach nicht ganz so flüssig lesen. Die Geschichte selbst zieht einen mit sich. Amber ist eine total unsichere junge Frau, die keinen Halt im Leben hat. Wenn überhaupt gibt ihr Ethan - ihr Verleger der Bildbände für die sie fotografiert - ein bißchen Halt. Das reicht für zwischenmenschliche Beziehungen aber lange nicht aus. Und so überfällt Amber immer wieder Mißtrauen. Das macht ihr eine Beziehung zu Hayden eigentlich unmöglich, denn immer wieder geschehen Dinge, die sie davon überzeugen wegzulaufen. Und damit bringt sie auch Hayden an den Rand dessen, was er ertragen kann. Sehr interessant fand ich die Briefe der Mutter. Sie sind zwar immer recht kurz gehalten, spiegeln aber sehr gut die Empfindungen der Mutter und ihre Veränderung im Laufe der vierzehn Jahre mit sich. Ich fand es schade, daß Ambers Mutter am Ende nicht über ihren Schatten gesprungen, so wie sie es in ihren Briefen überlegte. Die Figur des Hayden gefiel mir übrigens sehr gut. Ein durch und durch symphatischer Mensch. Ein bisschen verschroben, brummig, zurückhaltend und doch das Herz auf dem rechten Fleck und zu tiefen Gefühlen mächtig. Also irgendwie ein typischer Mann. Ich bewundere ihn für seinen Langmut, ich hätte ihn wohl so nicht mit Amber gehabt ;) Fazit: Wer ein Buch für ein paar schöne unterhaltsame Stunden sucht, ein Buch, das das Herz erwärmt, der ist hier genau richtig. Eine schöne Liebesgeschichte mit vielen Hindernissen.

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  • Rezension zu "Der den Regen schenkt" von Andrea Wölk

    Der den Regen schenkt
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    21. December 2011 um 00:58

    „Bücher extra für SIE geschrieben“ steht auf der Homepage des Oldigor Verlages geschrieben. Und genau das darf man bei diesem Buch erwarten. Es ist Herzschmerz und Romantik pur, also nichts für Männer…. ;-) Dieses Buch erschien bereits 2010 unter dem Titel „Was immer Dir bleibt“, wurde dann überarbeitet und kam im März 2011 als Neuauflage heraus. Schon das Cover vermittelt einen romantisch-verträumten, leicht nachdenklichen Eindruck. Da ich ein Fan von Gesichtern auf Buchcovern bin, war ich sehr angetan, auch wenn ich finde, dass das Gesicht noch besser hätte zur Geltung kommen können. Der Schreibstil gefiel mir von Anfang an sehr gut und war wunderbar flüssig zu lesen. Schon bei den ersten Sätzen hatte man genaue Bilder der Personen und Landschaft vor Augen, alles erschien sehr plastisch. Sehr schön fand ich auch das nicht alltägliche Schriftbild. In drei unterschiedlichen Schriftarten werden die Passagen der Protagonisten dargestellt. So weiß man sofort, wer im folgenden Absatz den größten Raum einnimmt. Die geschaffenen Protagonisten und Nebenfiguren waren sehr gut ausgearbeitet, facettenreich und wirkten authentisch. Es gelang mir leicht, mich mit Amber ein großes Stück weit zu identifizieren. Es mag daran gelegen haben, dass über sie aus der „Ich-Perspektive“ heraus geschrieben wurde. Ihre Gefühlswelt war sehr gut dargestellt, ich kam nicht umhin mit ihr zu lieben und zu leiden. Manchmal hätte ich sie allerdings am liebsten geschüttelt, damit sie sich nicht immer wieder in ihrem Misstrauen verliert. Das rang mir mir mit der Zeit doch manchmal etwas Unverständnis ab. Beachtet man allerdings hierbei ihre Vergangenheit, so möchte man dann doch Nachsicht walten lassen. Hayden, Ambers alten und neuen Freund, hatte ich ebenso schnell ins Herz geschlossen. Liebe machte in seinem Fall nicht blind, sondern verzieh viel. Die Nachsicht die er oft mit Amber hatte war bewundernswert. Erstaunlich fand ich die Darstellung von Ambers toter Mutter. Sie, die die Briefe schreibt, wirkt ebenso plastisch wie die lebenden Protagonisten. An ihren Briefen konnte man gut ablesen, wie sich das Fühlen und Denken eines Menschen im lauf der Zeit verändern kann. Was die anderen Romanfiguren angeht, so waren mir (fast) alle sehr sympathisch. Allen voran Ambers Chef Ethan. Alle kamen sehr gut zur Geltung und nahmen genau den richtigen Raum ein, um gut zu wirken und die Geschichte voran zu bringen. Ich hätte Keinen missen wollen. Hier wartet Romantik und Gefühl pur. Man erhält einen guten Rundumblick in die Gegenwart, als auch in die Vergangenheit. Ein wunderschöner Roman über Liebe, Leid, Veränderung, Vertrauen, Einsicht und Nachsicht. Einfach zum dahinschmelzen.

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