Andrea Weisbrod Kernfrage

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Inhaltsangabe zu „Kernfrage“ von Andrea Weisbrod

Teresa Kerns amerikanischer Großonkel Anton Küppers stirbt überraschend bei einer Familienfeier in Koblenz an einer Überdosis Insulin. Teresa, Historikerin mit kriminalistischer Spürnase, vermutet, dass Anton ermordet wurde, und nimmt die Fährte des mysteriösen Killers auf. Liegt der Grund für das Verbrechen in Anton Küppers Nazivergangenheit oder geht es um persönliche Motive? Teresa verstrickt sich tief in der dunklen Geschichte ihrer Familie. Was als romantische Familienreise beginnt, wird schnell zu einem ganz realen Albtraum.

Tolle MIschung aus Familiensaga und Krimi - spannend bis zum Schluss.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Fesselnde Mischung aus Familiendrama und Krimi

— Julitraum
Julitraum

Hervorragender FamiliensagadramaKrimi der den Bogen zwischen Baltimore und Koblenz spannt

— danielamariaursula
danielamariaursula

Die Schatten der Vergangenheit - spannend bis zum Schluss!

— mabuerele
mabuerele

Man kann sich seine Familie nicht aussuchen. Glücklicherweise ist nicht jede Familie so schlecht wie Teresas.

— buecherwurm1310
buecherwurm1310

Interessanter und vielschichtiger Familienkrimi. Teilweise hatte ich eher das Gefühl einen Roman zu lesen, da die Spannung zu kurz kam.

— CanYouSeeMe
CanYouSeeMe

Was längst gemeinte Vergangenheit heutzutage noch alles anrichten kann. Was mit Liebe begann endete in Gier, Selbstverwirklichung und Hass.

— Postbote
Postbote

Grandioser Roman um eine Familiengeschichte - leider einen Punkt Abzug, da die Spannung im Mittelteil eindeutig zu kurz kommt.

— Isador
Isador

Spannende und bewegende Familiengeschichte mit Krimi.

— Talitha
Talitha

Ein spannender Kriminalroman rund um die gut gehüteten Geheimnisse der Familie Küppers, Teresas Vorfahren!

— miro76
miro76

Stöbern in Krimi & Thriller

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Diesmal beschäftigen die mütterlichen Vorfahren Teresa Kern

    Kernfrage
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Teresa Kern, den Lesern noch aus „Tote Väter“ gut in Erinnerung, muss sich mit dem, nach Amerika ausgewanderten Teil ihrer mütterlichen Familie auseinandersetzen. Was als nette Einladung zu einem Familientreffen gedacht ist, entpuppt sich zu einem handfesten Intrigenspiel, das Teresa in Lebensgefahr bringt. Andrea Weisbrod schickt Teresa gemeinsam mit den Lesern auf die Reise in die Vergangenheit. Der historische Bogen spannt sich vom Ersten Weltkrieg bis in das Jahr 2004. In mehreren Handlungssträngen wird die Geschichte Teresas Familie dargestellt. Immer wieder kreuzen sich die verschiedenen Erzählstränge. Neid, Missgunst, unerfüllte Erwartungen und wirtschaftliche Not prägen die Familienmitglieder, lassen ihre guten und bösen Wesenszüge heranreifen. Das Buch ist spannend, dramatisch, vielschichtig – eine fesselnde Familiengeschichte, die durch die Taten und Untaten Einzelner zur Kriminalgeschichte wird. Das Wortspiel mit dem Titel „Kernfrage“ und dem Familiennamen „Kern“ finde ich sehr reizvoll. Um es mit Geheimrat Goethe zu sagen „das also ist des Pudels Kern!“.

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    • 4
  • Leserunde zu "Kernfrage" von Andrea Weisbrod

    Kernfrage
    weisbrod_andrea

    weisbrod_andrea

    Ein Jahr ist vorbei und ich kann es kaum fassen: Gerade richte ich meine zweite Leserunde auf lovelybooks ein! Diesmal geht es um meinen zweiten Kriminalroman "Kernfrage", der am 1. Juli im Gmeiner-Verlag erscheint. Wer meinen ersten Krimi "Tote Väter" (Gmeiner-Verlag 2014) gelesen hat, wird in "Kernfrage" eine alte Bekannte wiedertreffen: Teresa Kern, Historikerin mit kriminalistischem Spürsinn. Am Ende des ersten Krimis hatte sie gehofft, ihrer düsteren Vergangenheit zu entkommen. Ein Trugschluss, wie sie in Kernfrage bald feststellen muss. Diesmal gerät sie tief in die dunklen Abgründe der Familie ihrer Mutter – und am Ende selbst in Lebensgefahr. Eine romantische Familienreise, die sie mit Cousinen und Großtante nach Koblenz unternimmt, wird schnell zum Albtraum. Die Geschichte spielt erneut auf drei zeitebenen und spannt den Bogen vom 1. Weltkrieg bis ins Jahr 2004. Der Gmeiner-Verlag stellt mir erfreulicherweise wieder 20 Exemplare für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Leserunde zur Verfügung. Ich selbst möchte, wie beim letzten Mal, aktiv teilnehmen und auf eure Fragen und Kommentare antworten.

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    • 484
  • Der Fluch der (eigentlich nicht) bösen Tat

    Kernfrage
    Matzbach

    Matzbach

    Teresa Kern befindet sich nach den in "Tote Väter" beschriebenen Ereignissen auf der Flucht in Südostasien. Da erreicht sie eine e-mail einer Cousine aus den USA, in der sie zum Geburtstag ihrer Großtante mütterlicherseits, Sophie, eingeladen wird. Weil sich ihre finanziellen Mittel dem Ende zuneigen und Baltimore weit weg von Paris und Koblenz, der beiden Handlungsorte des ersten Romans, ist, sagt sie zu und reist in die Vereinigten Staaten. Dort wird sie wohlwollend aufgenommen und es scheint so zu sein, dass sie ihren Platz im Leben gefunden hat. Doch anlässlich eines Familientreffens in Koblenz wird ein Großonkel ermordet und Teresa gerät in den Fokus einer finsteren, Generationen übergreifenden Geschichte. Insgesamt umspannt der Roman einen Zeitraum von 91 Jahren und vier Generationen, wobei letztendlich alles durch einen kurzen, leidenschaftlichen und unbedachten Moment ausgelöst wird. Doch die Gier der Menschen macht daraus eine wahrhaft fürchterliche Familiengeschichte. Kleiner Wermutstropfen: ein, hier aus Gründen der Lesespannung nicht weiter ausgeführtes dramaturgisches Element wäre meiner Ansicht nach nicht nötig gewesen und war zu viel des Guten.  

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    • 2
  • Familie kann man nicht aussuchen

    Kernfrage
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    Teresa Kern versucht die Vorgänge von Paris zu vergessen und hat sich in Asien zurückgezogen. Da erhält sie eine Einladung zum Geburtstag ihrer Großtante Sophie in Baltimore. Sie nimmt die Einladung an und fühlt sich dort gleich aufgenommen. Ihre Cousine Joanna und deren Sohn Freddie haben eine Reise nach Koblenz geplant, zu der sie Teresa einladen. Ihr ist nicht ganz wohl dabei, zu viel ist in der Vergangenheit in Koblenz geschehen. Sie sind kaum in Koblenz, als Teresas Großonkel Toni unerwartet bei einem Familientreffen stirbt. Während im Vorgängerband „Tote Väter“ die Familiengeschichte von Teresas Vater erzählt wurde, erfahren wir in diesem Band die Geschichte mütterlicherseits. Berichtet wird aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedene Zeitebenen. So gelingt es der Autorin, den Leser zu Fesseln und bis zum Ende auch ein wenig hinters Licht zu führen. Teresa muss feststellen, dass auch diese Seite ihrer Familie ihre Geheimnisse wahrt und eine ganze Reihe unangenehmer Personen hervorgebracht hat. Die Charaktere sind glaubhaft und authentisch dargestellt. Es ist schön zu erleben, wie sich die Einzelnen im Laufe der Zeit entwickeln. Ein prügelnder und saufender Vater, eine Mutter die arbeitet und den Mund nicht aufmacht und eine Reihe von Kindern, das ist die Familie, die schwere Zeiten in Koblenz durchmacht. Delia nimmt eine besondere Position in der Familie ein, sie wird von der Mutter verwöhnt und sieht auf ihre Geschwister herab. Der intelligente Anton wird zu wohlhabenden Verwandten gegeben, damit er eine vernünftige Schulbildung bekommt. Aber auch er entgeht der Prügel nicht. Die gutmütige Hermine, führt schon als Kind den Haushalt, schützt ihre Geschwister wo sie nur kann und muss trotzdem ganz besonders unter dem Vater leiden. Da ist es kein Wunder, dass einige der Kinder ihr Heil in Amerika suchen, möglichst weit weg von Koblenz. Joanna und ihr Sohn Freddie sind über alle Maßen freundlich zu Teresa. Sind sie wirklich so uneigennützig? Es ist eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einem überraschenden Ende. Auch wenn ich dieses Buch nicht als klassischen Krimi bezeichnen würden, konnte mich die Geschichte dennoch fesseln. Empfehlenswert!

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    • 3
  • wenn Schmerz Generationen überdauert.

    Kernfrage
    Gwendolina

    Gwendolina

    ... um es vorweg zu nehmen Tote Väter der erste Kriminalroman mit Teresa Kern, die auch Dreh und Angelpunkt in Kernfrage ist hat mir sehr gut gefallen. Ich habe ihn aus Neugier kurz voher gelesen. Das Wissen hilft einem Teresa und ihre Gesamtsituation besser zu verstehen, aber man kann Kernfrage gut und gern für sich lesen. So bin ich aber dennoch in Versuchung gekommen beide Bücher permanent zu vergleichen. Für mich ist Kernfrage kein wirklicher Kriminalroman (bis auf die letzten 40 Seiten) sondern vielmehr ein tragisches Familiendrama. Teresa Kern ist nach einer Auszeit in Asien zurück. Aufgespürt von ihrer Verwandschaft mütterlicherseits. Anlass ist der 88. Geburtstag von Sophie der Schwester ihrer Großmutter, die in den 50er Jahren in die USA ausgewandert ist. Teresa, die ja wahrlich nicht viel Familie übrig hat, fliegt kurzentschlossen in die USA um den Rest der Sippe kennenzulernen. Eine Reise in die Vergangenheit, nicht nur für Teresa sondern auch für den Leser beginnt. Gemeinsam mit der Verwandtschaft reist Teresa nach Koblenz auf den Spuren ihrer Ahnen. Parallel wird die tragische Familiengeschichte von Sophie und ihren Geschwistern, denen nichts erspart geblieben ist, erzählt. Die Kinder der Familie die vieles ausbaden, einstecken und erdulden müssen untereinander, seitens der Eltern und der Zeit. Einige düstere Familiengeheimnisse, Tragödien, historische Ereignisse wie erster und zweiter Weltkrieg, finden ihren Platz in diesem Roman. Andrea Weisbrod hat die Fäden geschickt geknüpft und einen wirklich spannenden und intelligent konstruierten Roman geschrieben, dessen Handlung so mitreissend war, dass ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Wieso "nur" 3 Sterne... die Passagen, die in der Gegenwart gespielt haben, waren für meine Begriffe leider nichtssagend und platt und haben dafür für mich einen zu großen Raum eingenommen, im Vergleich zu den wirklich fesselnden Passagen aus der Vergangenheit. Dennoch habe ich das Buch sehr gern gelesen und mich würde interessieren wie es mit Teresa Kern, die eine sehr interessante Figur ist, weitergeht. Fazit: ein tolles Buch dessen Potenzial aus meiner Sicht leider nicht ausgeschöpft wurde und für mich persönlich nicht an den ersten Teil Tote Väter rankommt, obwohl die Geschichte hier eine komplexere und psychologisch und thematisch interessantere ist.

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    • 4
  • Familiengeheimnisse

    Kernfrage
    Athene100776

    Athene100776

    Teresas Großonkel Toni verstirbt unerwartet. Woran ist er gestorben und wurde vielleicht nachgeholfen? Teresa macht sich auf den Weg, dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, dabei kommen immer mehr Familiengeheimnisse ans Licht. Kurze Zeit später findet sie sich mit ihrer Großtante in einem geschlossenen raum wider, in welchem der Wasserpegel kontinuierlich steigt. Wird es Teresa gelingen, Licht in die dunkle Seite ihrer Familie zu bringen ? "Kernfrage" ist für mich der erste Roman der Autorin und an manchem Stellen im Buch wünschte ich mir, den ersten teil gelesen zu haben, um einfach mehr Hintergrundwissen zu haben. Nichts desto trotz versteht es die Autorin den Leser zu fesseln und ihn verschiedene Zeitebenen erleben zu lassen. So spielt der Roman in der heutigen Zeit, aber die Familiengeheimnisse beziehen sich zurück bis ins Jahr 1913. Ein Schicksal einer Familie, die alle anspricht, da es jeden treffen kann. Die handelnden Personen werden glaubwürdig und sehr interessant dargestellt, manche schließt man sofort ins Herz und andere mag man gar nicht. Sehr schön ist die Entwicklung der einzelnen Personen im Laufe der Jahre.  Langeweile oder Desinteresse kam bei mir in keinem Moment vor, denn ich fieberte ständig mit, wie es weiter geht, was geschehen wird und wie sich alles zusammenfügt. Zumal die Autorin viele Emotionen in den Roman eingebaut hat, die einfach niemanden kalt lassen. Einige Punkte sind meines Erachtens noch offen, da kann sich der Leser ein eigenes Bild machen oder vielleicht werden sie auch in einem Folgeroman näher behandelt.

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    • 3
    weisbrod_andrea

    weisbrod_andrea

    03. September 2015 um 11:07
  • Spannende und bewegende Familiengeschichte mit Krimi-Elementen

    Kernfrage
    Talitha

    Talitha

    Teresa Kern ist vor Verfolgern auf der Flucht (als Folge von Band 1 "Tote Väter"), als sie eine Email bekommt: für ihre Großtante Sophie in Baltimore soll eine Geburtstagsfeier steigen. Sophie gehört zu einem Teil der Familie, der nach dem zweiten Weltkrieg in die USA ausgewandert war. Teresa stimmt zu und begibt sich bald mit ihrer Verwandtschaft auf Europareise, welche in Koblenz, dem einstigen Stammsitz der Familie, tragisch endet. Daneben wird in einem zweiten Erzählstrang die Vergangenheit der Familie erzählt, wie Sophie und ihre Geschwister mit ihren Eltern in Koblenz vor und im zweiten Weltkrieg lebten und wie es schließlich zur Auswanderung kam. Neben dieser spannenden und bewegenden, und dazu noch super geschriebenen Familiengeschichte gibt es noch einen Mord aufzuklären, der jedoch recht spät im zweiten Drittel des Buches so richtig zum Tragen kommt. Wer also einen handfesten klassischen Krimi erwartet, der könnte enttäuscht sein. Mich hat die Familiengeschichte sehr interessiert, daher fand ich es nicht so schlimm, dass diese einen Großteil des Buches einnahm. Am Ende wird auch geklärt, wie Familie und Gewalt zusammenhängen. Das war sehr geschickt dramaturgisch ausgeführt, so dass man als Leser wirklich überrascht wird. Mein Fazit ist daher auch ganz klar 5 Sterne. Hier kommen Krimileser, die gerne mal abseits von den normalen Krimigeschehen lesen wollen, auf ihre Kosten, ebenso Leser, die sich für die deutsche Geschichte und Familiengeschichten interessieren. Ich kann das Buch jedenfalls sehr weiterempfehlen!

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    • 2
  • Familiengeheimnisse und ihre späten Folgen

    Kernfrage
    miro76

    miro76

    Nach dem Debakel in Paris hat Teresa Kern versucht möglichst spurlos das Land zu verlassen, weil sie nicht sicher ist, ob sie verfolgt wird von den Komplizen des Ex-Cops, den sie hinter Gitter gebracht hat. Sie versteckt sich in Asien und versucht in der Einsamkeit ihre Wunden heilen zu lassen. Da überrascht sie eine Nachricht aus Amerika. Ihre Cousine Joanna nimmt Kontakt auf und lädt sie ein nach Baltimore, um den Geburtstag ihrer hochbetagten Großtante Sophie zu feiern. Begeistert nimmt Teresa die Einladung an, wusste sich doch nicht einmal, dass noch eine Schwester ihrer früh verstorbenen Großmutter am Leben war. Als Historikerin ist sie natürlich hoch erfreut zu erfahren, was ihre Großtante an Geschichten zu erzählen hat. Schnell findet sie Anschluss und Geborgenheit in ihrer neu gewonnenen Familie. Großtante Sophie wird von ihrer Nichte Joanna und deren Sohn Freddie mit einer Reise nach Koblenz überrascht, um noch einmal ihren Geburtsort zu sehen und Teresa soll die Familie bei dieser Spurensuche begleiten. Teresa ist nicht wohl bei der ganzen Sache. Was wird sie in Koblenz erwarten? Sie versucht ihre Erinnerungen an ihren Vater und die Erlebnisse in ihrer Heimatstadt zu verdrängen, um sich ganz ihrer neuen Familie zu widmen. Gleichzeitig erzählt uns Andrea Weisbrod die traurige Geschichte der Familie Küppers. Teresas Urgroßmutter Wilhelmine trug ein schweres Los. Ihr Mann war ein gewalttätiger Alkoholiker, es mussten sieben Kinder gefüttert werden und die Zeiten standen schlecht für einen Schneiderei, während der Kriegsjahre. Die Familie trug schwer an diesem Schicksal. Zwei Kinder starben, zwei Kinder wurden kurz nach dem 2. Weltkrieg als Näherinnen nach Amerika geschickt und nach dem Tod der Eltern folgten auch Sophie und Anton ihren Geschwistern nach Baltimore. Delia, Teresas Großmutter, ist da schon nicht mehr am Leben. Sie hinterlässt ihren Mann und ihre Tochter Elisabeth, Teresas Mutter. Doch in Koblenz läuft nicht alles wie geplant. Die große Familienfeier, wo alle weitläufigen Verwandten zusammenkommen sollen endet in einem Desaster. Großonkel Toni liegt tot in der Herrentoilette. Hatte er einen plötzlichen Herzinfarkt? Oder hat hier jemand nachgeholfen? Und auch Teresa muss sich in einer ausweglosen Situation wiederfinden. Eingesperrt im Keller des ehemaligen Küppers-Haus, wartet sie mit Großtante Sophie auf das Hochwasser, das das Haus schon mehrmals bis ins Erdgeschoß geflutet hat. Äußerst spannungsgeladen ist dieser zweite Band rund um Teresa Kerns Familiengeschichte. Auch dieser Band lebt von den historischen Fakten und ich darf anmerken, dass ich beide Erzählstränge – also die Familiengeschichte durch das 20. Jahrhundert und Teresas Geschichte heute – mit wachsendem Interesse verfolgt habe, weil sich in beiden Strängen die Spannung immer mehr aufbaut. Es gibt so viele ungeklärte Fragen und nahezu mit allen meinen Erklärungsversuchen lag ich falsch. Und das liebe ich an einem Kriminalroman – er darf einfach nicht vorhersehbar sein. Chapeau liebe Andrea! Es ist dir wieder perfekt gelungen mich zu überraschen und ich bin absolut begeistert von deinem 2. Roman! Obwohl die Erwartungen recht hoch lagen, hat mir doch das Debut schon so gut gefallen, wurden sie bei weitem übertroffen. Danke für dieses spannende und interessante Buch!

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    • 5
  • Eines der besten Bücher des Jahres 2015

    Kernfrage
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    Ich habe wirklich schon sehr lange kein Buch mehr gelesen, das mich dermaßen gefesselt und bewegt zurück gelassen hat. Ich würde es bis jetzt auf meine Top List 2015 packen. Worum geht es? Dieses ist das zweite Buch der Autorin Andrea Weisbrod, das von der Historikerin Teresa Kern handelt, die es im Leben wirklich nicht leicht hat. Sie tummelt sich in Asien, als sie eine Einladung in die USA bekommt, von mehr oder weniger entfernten Verwandten, die eine große Familienfeier in Koblenz planen. Doch anstatt zu Feierlichkeiten kommt es eher zu Albträumen und Sterbefällen.  Wer dahinter steckt? Etwa ein Killer, auf den Spuren von Teresas altem Nazi-Großonkel? Das müsst ihr schon selbst heraus finde. Das Buch teilt sich in mehrere Zeit- und Handlungsstränge auf. Zum einen spielt es im Elternhaus von Teresas Großmutter Delia in Koblenz in der Zeit der beiden Weltkriege und danach und im "heute", also im Jahr 2004. Man hat als Leser aber keine Probleme den Zeitsprüngen zu folgen, da die Kapitel datiert sind. Besonders die Kapitel aus der Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um eine dramatische Familiengeschichte, die zum Teil auch sehr traurig ist. Dadurch, dass immer etwas Neues passiert, bleibt es durchweg spannend und man will immer wissen, wie es weiter geht und wann die Geheimnisse aufgedeckt werden. Der Leser kann wunderbar miträtseln und Vermutungen über die Familiengeheimnisse anstellen. Als klassischen Krimi würde ich dieses Buch nicht bezeichnen. Dazu geht es viel zu sehr um die Vergangenheit der Familie. Doch das finde ich gar nicht schlimm. Ich bin immer auf der Suche nach Neuem, nach außergewöhnlichen Büchern, die sich nicht in Schubladen pressen lassen, und dieses ist im weitesten Sinne so eins. Fazit: Ein tolles, lesenswertes, spannendes, geheimnisvolles Buch! Für Krimi-Fans, Familiengeschichten-Liebhaber, Historiker und und und. Für jeden ist etwas dabei.

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    • 5
    weisbrod_andrea

    weisbrod_andrea

    03. September 2015 um 11:02
  • Eine spannende Familiengeschichte

    Kernfrage
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    Anton Küppers, der amerikanische Großonkel von Teresa Kern wird bei einer Familienfeier leblos auf der Toilette gefunden. Erste Vermutung: er starb an einem Herzinfarkt! Bei der gerichtlichen Untersuchung stellt sich allerdings heraus, dass er an einer Überdosis Insulin gestorben ist. Nur die Einstichstelle liegt so, dass er es selber gar nicht gewesen sein kann. Wer hat ihm diese Dosis verabreicht und warum? Teresa begibt sich auf Spurensuche und diese reichen weit in die Kriegsjahre zurück. Eine spannende Familienreise beginnt…   Kernfrage ist der zweite Kriminalroman mit der Hauptfigur Teresa Kern. Ich muss gestehen, dass ich den ersten Fall „Tote Väter“ nicht kenne. Trotzdem kam ich, auch ohne Vorkenntnisse, sehr gut in die Geschichte rein. Der Schreibstil war sehr gut, aber die verschiedenen Zeitsprünge und Charaktere machten am Anfang das lesen etwas zeitaufwendiger. Wahrscheinlich wäre es doch von Vorteil, den ersten Teil vorher gelesen zu haben, denn wie ich erfahren habe, bauen diese beiden Teile aufeinander auf und somit wäre es ein wenig leichter gewesen. Nun gut…zurück zu diesem Buch. Nach einer Weile konnte ich die Personen auseinander halten und zuordnen und die Geschichte um Teresa Kerns Familie wird verständlicher und spannender. Die Charaktere und die Umgebungen wurden sehr detailliert beschrieben und ich hatte das Gefühl, dass ich teilweise vor Ort dabei war. Andrea Weisbrod hat in diesem Buch sehr viele Handlungen und Wendungen eingebaut und somit eine Spannung erzeugt, so dass ich dieses Buch gar nicht mehr weg legen konnte. Allerdings würde ich dieses Buch nicht als Kriminalroman bezeichnen, eher von einer dunklen Familiengeschichte. Trotz alledem war es eine sehr interessante und mitreißende Geschichte und das Ende war für mich vollkommen überraschend, aber sehr gut ausgearbeitet worden. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die historischen Hintergründe, die von der Familiengeschichte der Küppers/Kerns erzählen. Ich finde es immer wieder sehr faszinierend zu erfahren, wie die damaligen Lebensumstände waren und wie sie erlebt worden sind. Irgendwie kann man sich das gar nicht vorstellen, wie es damals in der Zeit zu ging und man ist wirklich froh, dass man in der heutigen Zeit leben darf.   Dieser Roman ist eine spannende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund und wer solche Bücher gerne liest kommt voll und ganz auf seine Kosten. Ich kann ihn nur weiter empfehlen.

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    • 2
  • fesselnde und psychologisch interessante Familiengeschichte

    Kernfrage
    irismaria

    irismaria

    "Kernfrage" von Andrea Weisbrod ist eine spannende Geschichte, in der die Hauptperson die Geschichte ihrer Familie kennen lernt. Im Mittelpunkt der Erzählung in der Jetztzeit steht die Historikerin Teresa Kern, die nach den traumatischen Ereignissen in Paris sich eine Auszeit in Asien nimmt (die Vorgeschichte wird in Band 1 "Tote Väter" erzählt). Sie erhält eine Nachricht einer ihr bisher unbekannten Verwandten und wird zum runden Geburtstag der  Großtante Sophie nach Baltimore eingeladen. Teresa fühlt sich bei Großcousine Joanna und Cousin Freddie in Amerika sehr wohl und sieht auch Chancen für einen beruflichen Neustart. Der andere Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit. In ihm wird der Werdegang von Sophie und ihrer Familie erzählt, einer Familie, die durch Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt war. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich fand besonders den Vergangenheits-Erzählstrang fesselnd. Nicht so gut finde ich, dass der Buchrückentext Ereignisse verrät, die erst sehr spät im Buch vorkommen. Auch ist die Bezeichnung Krimi eher irreführend. Ich kann "Kernfrage" als fesselnde und psychologisch interessante Familiengeschichte sehr empfehlen und bin schon gespannt, wie es mit Teresa weiter geht.

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    • 2
  • Rezension zu "Kernfrage" von Andrea Weisbrod

    Kernfrage
    dorli

    dorli

    Teresa Kern versteckt sich immer noch in Südostasien, als sie eine Einladung von ihrer Großcousine Joanna Ingalls erhält. Teresa wird gebeten, nach Baltimore zu kommen und mit ihrer Großtante Sophie deren 88. Geburtstag zu feiern. Teresa nimmt die Einladung an. Auf der Geburtstagsfeier wartet Joanna mit einer weiteren Überraschung auf: alle werden sich gemeinsam auf eine Spurensuche in die alte Heimat begeben und nach Koblenz reisen. Krönender Abschluss soll dann ein Familienfest mit allen noch lebenden Verwandten werden… „Kernfrage“ ist bereits der zweite Kriminalroman um die Historikerin Teresa Kern. Obwohl ich den ersten Band und damit die Hintergründe zu Teresas Flucht nach Asien nicht kenne, habe ich schnell in diese Geschichte hineingefunden und nicht das Gefühl gehabt, dass mir wichtige Informationen fehlen. Andrea Weisbrod erzählt in diesem Krimi eine spannende, sich über mehrere Generationen ersteckende Familiengeschichte, die in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt und ein Geheimnis birgt, das bis in das Jahr 2004 nachwirkt. Die Handlung wechselt ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Während man in den Jahren 2003/2004 Teresa auf ihrem Weg von Ho-Chi-Minh-Stadt über Baltimore nach Koblenz begleitet, lernt man in den historischen Abschnitten Teresas Vorfahren kennen und kann die ganz unterschiedliche Entwicklung der Küppers-Kinder verfolgen. Während die Krimihandlung im Gegenwartspart erst im letzten Drittel des Buches richtig Fahrt aufnimmt, hat mich die mitreißende Familiengeschichte von Anfang an fest im Griff. Das Familienleben der Küppers ist geprägt von den schweren Zeiten – Geld ist knapp, die Einkünfte aus der Schneiderwerkstatt der Eltern reichen gerade zum Überleben. Der alkoholkranke Vater ist brutal, er schlägt seine Kinder schon wegen Nichtigkeiten. Mutter Wilhelmine schweigt zu allem und hat nur das Wohl ihrer Tochter Delia im Sinn. Während alle Geschwister und besonders die kleine Hermine in Haushalt und Werkstatt kräftig mit anpacken müssen, wird Delia verwöhnt und verhätschelt. Der intelligente Anton wird auf Anraten seines Lehrers zu Verwandten nach Köln geschickt, um ihm dort eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. Anton hofft auf ein angenehmeres Leben, doch auch Onkel Gustav, Inhaber eines feinen Modegeschäfts, prügelt den Jungen tagtäglich. In der Schule hingegen blüht Anton auf. Richard und Walter erkranken an Diphtherie, Ida und Auguste wandern schon in jungen Jahren als Näherinnen in die USA aus, nur Sophie bleibt stets an Hermines Seite. Es ist durchweg fesselnd, den ungleichen Werdegang der Geschwister zu beobachten, denn die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten, indem sie den Leser über einige Hintergründe lange Zeit im Dunklen tappen lässt. So habe ich zum Beispiel immer wieder gegrübelt und spekuliert, warum Wilhelmine Küppers ihre Tochter Delia stets bevorzugt und wie eine Prinzessin behandelt, ihre anderen Kinder aber kaum bis gar nicht beachtet. Dieses und auch einige andere Fragen klären sich im Verlauf der Handlung, so dass sich zum Schluss ein stimmiges Bild ergibt und man alle Geschehnisse bestens nachvollziehen kann. Sowohl die Krimihandlung als auch die dramatische Familiengeschichte endeten für mich mit Überraschungen - besonders die Geschichte der Geschwister Küppers erhält einen verblüffenden Schlusspunkt, der vieles noch einmal in ein ganz neues Licht rückt. „Kernfrage“ ist spannend, dramatisch, vielschichtig – eine fesselnde Familiengeschichte, die Stück für Stück zum Krimi wird.

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  • Ich hatte etwas anderes erwartet

    Kernfrage
    Ignatia

    Ignatia

    20. August 2015 um 10:28

    Klappentext FAMILIENBLUT Teresa Kerns amerikanischer Großonkel Anton Küppers stirbt überraschend bei einer Familienfeier in Koblenz an einer Überdosis Insulin. Teresa, Historikerin mit kriminalistischer Spürnase, vermutet, dass Anton ermordet wurde, und nimmt die Fährte des mysteriösen Killers auf. Liegt der Grund für das Verbrechen in Anton Küppers Nazivergangenheit oder geht es um persönliche Motive? Teresa verstrickt sich tief in der dunklen Geschichte ihrer Familie. Was als romantische Familienreise beginnt, wird schnell zu einem ganz realen Albtraum. Autor Andrea Weisbrod, geboren 1966, verbrachte ihre Kindheit mit Eltern und Dackel in einem kleinen Westerwalddorf. Ihre gesamte Schulzeit absolvierte sie in Koblenz, wo sie sich mit ihrer Clique die Wochenenden mit Videoabenden, Haschpfeifchen, Erdbeersekt, Spaghetti mit Würstchen, New Wave und langen Diskonächten um die Ohren schlug. Nach Abschluss eines Geschichtsstudiums zog sie im Jahr 2000 nach Paris und arbeitete dort erfolgreich als Journalistin im Bereich Kultur und Lifestyle. In Paris entstand ihr zweiter Krimi »Kernfrage« um die Hassliebe zwischen Geschwistern und ein Familiengeheimnis mit fatalen Auswirkungen. Als Koblenzerin mit französischem Herzen lebt sie mit ihrem Mann und zwei quirligen Töchtern zwischen Paris, der französischen Atlantikküste und ihrer alten Heimatstadt. Meine Meinung Über dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen, der Klappentext liest sich sehr interessant und somit war ich gespannt was mich bei dem Buch erwarten wird. Ebenso dass es in meiner alten heimatstadt spielt finde ichi gut. So kann man sich die Schuplätze einfach besser im Kopf projezieren weil man sie kennt. Beim recherchieren im Internet fand ich heraus, dass es Teresa Kerns zweiter Fall ist. Ok, mal sehen ob es beim lesen auffällt, oder ob ich Probleme bekommen werden. Einen Hinweis auf eine Reihe ist von außen her nicht erkennbar. Erst im Innenteil, aber den liest man ja selten bevor man ein Buch auswählt. Zu dem Inhalt brauche ich wohl nicht mehr viel schreiben, da der Inhalt der Geschichte aus dem Klappentext hervorgeht. Der Schreibstil der Autorin fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Die Zeiten springen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dieses ist zwar durch die Daten zu Kapitelbeginn gekennzeichnet, verwirrte mich beim lesen trotz allem. Es waren mir persönlich zu viele Personen involviert und zu manchen Zeiten kam ich nicht mehr wirklich mit, wer mit wem in welchen Zusammenhang steht. Das erschwerte mir das lesen. Die Ereignisse die hier, vor allem zu Kriegszeiten, dargestellt wurden, kann man sich leider sehr gut vorstellen. Leider deswegen, weil es wohl keine einfache Zeit war. Man spürt die Kälte des Krieges, die Situationen zu Hause, weil es an allem mangelte. Die Behandlung der Kinder zu dieser Zeit und der Kampf ums nackte überleben. Das berührte mich beim lesen doch sehr muss ich sagen. Allerdings war mir halt vorher nicht bewusst, dass dieses Buch viele Kapitel aus dieser Zeit enthalten wird. Dachte, es wäre ein reiner Gegenwartkrimi, kann die Kriegszeiten nicht sie wirklich gut lesen da es mir einfach zu Nahe geht. Ein kleiner Hinweis im Klappentext dazu wäre nett gewesen. Ich hatte eine Passage im Buch, wo ich dachte, ok, diese Recherche hätte gründlicher erfolgen müssen, da es so einfach nicht wirklich stimmt. Aber ich denke, das viel mir auch nur auf, weil ich mich mit dem Thema genauer beschäftigen muss. Es kann sein, das es dem normalen Leser ohne diese Hintergrundinfo noch nicht mal auffällt. Finde aber trotzdem, dass die Fakten hierzu stimmen sollten. Fazit Ein Buch mit Hintergründen aus der Kriegszeit. Es war von der Geschichte her ganz nett, konnte mich aber einfach nicht wirklich fesseln. Sterne ***

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  • Schatten der Vergangenheit

    Kernfrage
    mabuerele

    mabuerele

    „...In meinem Herzen zerbröckelte der letzte Rest Schutzmauer aus Zuversicht und Vertrauen, aus Fröhlichkeit und Unschuld. Der Panzer, der seit vielen Jahren um mein zappelndes Lebensorgan wucherte, schließt sich mit einem leisen Knirschen...“ Wir schreiben das Jahr 2004. Teresa ist mit ihrer 88jährigen Tante Sophie in einem Kellerraum eingesperrt, in dem das Wasser immer höher steigt. Teresa erinnert sich, was seit 2003 geschah. Sie lebt seit einiger Zeit in Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort erreicht sie eine Mail von Großcousine Joanna und Cousin Freddie. Beide laden sie zu einem Besuch nach Baltimore ein, um gemeinsam den Geburtstag von Sophie zu feiern. Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben, der sich in mehrfacher Hinsicht von den üblichen Büchern des Genres unterscheidet. Zum einen wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen erzählt, zum anderen spielen Mord und Mordversuch erst spät eine Rolle. Das Geschehen in der Gegenwart berichtet Teresa aus ihrer Sicht. Teresa ist Historikern und hat vor wenigen Monaten von den dunklen Seiten ihres Vaters erfahren. (Anmerkung: Davon erzählt die Autorin in „Tote Väter“). Von ihrer amerikanischen Verwandtschaft hat sie außer Joanna nie jemand kennengelernt. Deshalb nimmt sie die Einladung an. Der Strang der Vergangenheit beginnt im Jahre 1923 in einer Handwerkerfamilie. Dort wächst Delia, Teresas Mutter, auf. Sie ist die älteste Tochter und wird von der eigenen Mutter bevorzugt. Ihre jüngere Schwester Hermine dagegen ist der Willkür und den brutalen Schlägen des Vaters ausgesetzt. Die Eltern üben das Schneiderhandwerk aus. Anton, der älteste Sohn, wird zum Onkel geschickt, um auf Empfehlung des Lehrers eine höhere Ausbildung absolvieren zu können. Auch hier sind Schläge an der Tagesordnung. Das Buch ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das liegt an der abwechslungsreichen Handlung, bei der mich vor allem der Teil der Vergangenheit gefesselt hat. Es werden immer ein paar Jahre übersprungen und so wesentliche Entwicklungsetappen der Familie erzählt. Es ist ein Leben in Lieblosigkeit, das bei den Kindern gravierende Spuren hinterlässt. Krieg und Nachkriegszeit werden beleuchtet. Die Zeit in Amerika klingt nur an. In der Gegenwart stehen Joannas Aktivitäten im Vordergrund. Sie möchte alle Familienmitglieder zusammenbringen und plant eine große Familienfeier in Koblenz. Der Schriftstil des Buches ist ausgefeilt. Das zeigt sich unter anderem in der detaillierten Beschreibung des Alltagslebens der Vergangenheit. Gekonnt operiert die Autorin mit passenden Adjektiven. Für psychische Durchdringung der Protagonisten findet sie nicht nur treffende Worte. Die seelischen Verletzungen werden insbesondere in den Handlungen und den Emotionen deutlich. Hinzu kommen sehr komplexe Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder. Hermines Hoffnungslosigkeit, die sie mit ihrer Freude am Kochen und Backen kaschiert, Tonis Kälte, die ihm hilft, die Schläge des Onkels zu kompensieren, Delias Streben nach Höherem, das den Geschwistern, insbesondere Hermine, nur eine dienende Rolle zubilligt, sind einige der Kernpunkte der Geschichte. In der Gegenwart werden vor allem Teresas Gefühle und Verletzungen durchleuchtet. Das neue Leben in Amerika bekommt ihr. Doch die Katastrophe lauert schon in der Ferne. Das obige Zitat stammt von Teresa. Sie spricht es fast am Ende des Buches aus. Das Cover mit den zwei leeren Stühlen ist ungewöhnlich. Nach dem Lesen des Buches findet man dafür aber viele Erklärungen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das lag nicht nur an der ungewöhnlichen Erzählweise, sondern auch an der spannenden Handlung und den historisch gut recherchierten Fakten.

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