Andrea Weisbrod Tote Väter

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Inhaltsangabe zu „Tote Väter“ von Andrea Weisbrod

In einer Pariser Absteige findet die Historikerin Teresa Kern einen Toten: Karl Stein - erfolgreicher Koblenzer Anwalt und Vater ihrer Jugendfreunde. Teresa ermittelt auf eigene Faust und gerät zwischen Paris und Koblenz auf eine unheimliche Reise in ihre eigene Vergangenheit, denn ihr tödlich verunglückter Vater und der ermordete Anwalt sind durch ein düsteres Geheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg verbunden …

EIn packender Krimi, der die dunkelsten Seiten zweier Familien aufdeckt. Ich möchte nicht in Teresas Haut stecken.

— Bellis-Perennis

spannender & logisch gut aufgebauter Kriminalroman, auf mehreren Zeitebenen, zwischen Koblenz & Paris! Familie kann man sich nicht aussuchen

— Gwenliest

"Tote Väter" war für mich schwer zu lesen. Zeitweise war ich kurz davor aufzugeben ... aber ich mochte das Buch trotzdem

— SaranaFenwa

Spannender Krimi über eine Tochter auf der Suche nach der Identität des Vaters - empfehlenswert

— jutscha

Tiefgründiger Krimi mit einer komplexen Rahmenhandlung, der vor allem für Leser interessant ist, die eine vielschichtige Geschichte mögen

— Nicky_G

Nicht nur Krimi, auch düstere Familiengeschichte, gut geschrieben

— Booky-72

"Tote Väter" besticht durch einen tollen Erzählstil & zeigt eindrücklich auf, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart beeinflussen kann.

— Sick

Viel Spannung, einige kleine Kritikpunkte, aber insgesamt ein Lesevergnügen, das ich gern empfehle.

— IlonGerMon

Ergreifendes Familiendrama!

— Mrs. Dalloway

Wahnsinnig spannendes Thema und eigentlich gut geschrieben und recherchiert - nur bleibt leider viel grundlegende Hintergrundinfo ausgespart

— TochterAlice

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Das Original

Spannender Anfang, dann lange lähmend, hintenraus wieder spannend, das Ende enttäuschend.

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  • Was verbindet die toten Väter?

    Tote Väter

    Bellis-Perennis

    Als Teresa Kern, eine Historikerin mit Neigung zur Kriminalistik, im Nebenzimmer ihres Hotels in Paris den sterbenden Karl Stein findet, ahnt sie noch nicht in welche Abgründe sie verwickelt wird. Der Tote ist nämlich kein Unbekannter für sie: er ist der Vater der Zwillinge Falk und Christine, die Teresa zu ihren engsten Freunden zählt. Andrea Weisbrod lässt Teresa gemeinsam mit den Lesern in die Tiefen der menschlichen Seele eintauchen. Geschickt pendelt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Manchmal ist erhöhte Aufmerksamkeit nötig, um die Zeit- und Ortswechsel nicht zu übersehen. Die Handlung ist gut durchgedacht. Die Figuren sind in ihrer Bosheit genial erdacht. Die eine oder andere nimmt im Verlauf der Geschichte eine vielleicht doch unerwartete Entwicklung. Ein extra spannender Krimi, der mich bis zu seinem Ende nicht losgelassen hat.

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    • 3

    KruemelGizmo

    26. September 2015 um 16:40
    Floh schreibt So soll ein guter K rimi sein. Klingt lesenswert!

    Denke ich auch!

  • Düstere Vergangenheit

    Tote Väter

    Helene2014

    16. August 2015 um 09:49

    Teresa Kern, eine Historikerin, hat sich in ein etwas heruntergekommenes Hotel in Paris zurückgezogen, um die Vergangenheit ihres Vaters aufzuarbeiten. Da findet sie plötzlich im Zimmer nebenan den sterbenden Karl Stein, erfolgreicher Koblenzer Anwalt und Vater ihrer Jugendfreunde. Kurz selbst im Fokus der Polizei, entschließt sie sich, herauszufinden, wer Karl Stein ermordet hat und wie das alles mit der Vergangenheit ihres Vaters, der Karl Stein offensichtlich sehr gut kannte, zusammenhängt. Die Geschichte spielt in Paris und in Koblenz.  Da ich ursprünglich aus Koblenz komme, war dieser Krimi schon fast ein Muss für mich. Leider spielte das Buch hauptsächlich in Paris und Koblenz kam nicht so oft vor, wie ich es mir gewünscht hätte, was aber nicht weiter schlimm war.  Der Roman handelt sowohl von der Gegenwart in Paris und der Jugendzeit von Teresa in Koblenz, als auch von der Vergangenheit von Teresas Vater während des Krieges und der Besatzungszeit in Frankreich. Die Zeitsprünge waren am Anfang etwas verwirrend, aber man gewöhnte sich relativ schnell daran. Nicht immer wusste man sofort, in welcher Zeit man gerade war, aber irgendwie las man das Buch dadurch wesentlich aufmerksamer um den Anschluss nicht zu verpassen.  Die einzelnen Zeiten waren sehr gut beschrieben und ich habe einiges Neues über die Lage in den besetzten Gebieten und die Kriegsgefangenschaft erfahren. Die Jugendzeit Teresas in Koblenz war ebenfalls sehr gut eingefangen, was ich aus eigenem Erleben bestätigen kann.  Der Schreibstil war sehr schön, wenn auch am Anfang etwas ungewohnt.  Die einzelnen Personen waren sehr gut beschrieben. Nur mit Teresa bin ich irgendwie nicht richtig warm geworden. Ich weiß eigentlich garnicht genau, woran es gelegen hat. Während ich mir andere Personen sofort gut vorstellen konnte, empfand ich bei ihr eine gewisse Distanz.  Fazit: ein sehr gut geschriebener Krimi auf mehreren Zeitebenen, informativ und spannend. Von mir verdiente 4 Sterne. 

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  • Super Story

    Tote Väter

    JessicaLiest

    Inhalt: In "Tote Väter" geht es um traumatisierte Soldaten, ein düsteres Familiengeheimnis, mordende Väter und einen Toten im Hotel – als die Historikerin Teresa Kern in Paris zufällig auf den sterbenden Karl Stein stößt, Vater ihrer Jugendfreunde und erfolgreicher Anwalt in Koblenz, beginnt für sie eine unheimliche Reise in die Vergangenheit. Teresa ermittelt auf eigene Faust und gerät zwischen Paris und Koblenz auf eine unheimliche Reise in die Vergangenheit: Ihr tödlich verunglückter Vater und der ermordete Anwalt sind durch ein düsteres Geheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Wurde Karl Stein Opfer seines kriminellen Doppellebens oder liegt das Motiv weiter entfernt? Mit historischem Spürsinn deckt Teresa zwischen Paris und Koblenz mörderische Machenschaften auf, die ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg haben! Cover: Das Cover finde ich sehr gut gelungen. Es gefällt mir richtig gut und passt hervorragend von Inhalt des Buches. Charaktere: Sie haben mir gut gefallen. Jeder hat seinen eigenen Kopf + seine eigenen Ecken und Kanten, was ich auch gut finde. Ich hatte stets ein Bild von ihnen im Kopf und fand sie gut ausgearbeitet. Schreibstil: Der Schreibstil war wirklich großartig! Es gab so gar nichts zu bemängeln. Auch die Spannung war gigantisch! Großes Lob. Meine Meinung: Dieses Buch hat eindeutig Suchtpotenzial! Einmal angefangen und schon konnte man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Kopfkino hatte so einiges zu tun. Die Spannung war von der ersten Seite an da und zog sich auch bis zur letzten hin. Es wurde wirklich nie langweilig. Es hat mich einfach überzeugt und ist einfach 1000 zu empfehlen.

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    • 2
  • Leserunde zu "Tote Väter" von Andrea Weisbrod

    Tote Väter

    weisbrod_andrea

    So, liebe Leute, hier kommt sie nun, meine erste Leserunde! Ehrlich gesagt bin ich ziemlich aufgeregt. Ein Buch schreiben und veröffentlichen ist die eine Sache. Im direkten Kontakt mit Lesern und Leserinnen konkretes Feedback zu bekommen, ist eine ganz andere. Für mich absolutes Neuland! Tote Väter ist mein erster Roman, bisher habe ich Sachbücher veröffentlicht. Es hat lange gedauert, bis ich das Buch überhaupt mal jemand gezeigt oder gar bei einem Verlag eingereicht habe. Dann ging plötzlich alles ziemlich schnell. Jetzt richte ich hier auf Lovely Books meine erste Leserunde ein. Hoher Feuchte-Hände-Faktor, das könnt Ihr mir glauben! Der Gmeiner-Verlag stellt mir freundlicherweise für unsere Leserunde 20 Leseexemplare zur Verfügung, die den Teilnehmern per Post zugeschickt werden. Ich werde an der Leserunde regelmäßig aktiv teilnehmen. Eure Fragen sind mir daher immer willkommen. Am Ende dieser Einladung findet Ihr eine Inhaltsangabe meines Buches.  Nun bin ich schon sehr gespannt auf Eure Bewerbungen! Herzliche Grüße Andrea Weisbrod INHALTSANGABE: In "Tote Väter" geht es um traumatisierte Soldaten, ein düsteres Familiengeheimnis, mordende Väter und einen Toten im Hotel – als die Historikerin Teresa Kern in Paris zufällig auf den sterbenden Karl Stein stößt, Vater ihrer Jugendfreunde und erfolgreicher Anwalt in Koblenz, beginnt für sie eine unheimliche Reise in die Vergangenheit. Teresa ermittelt auf eigene Faust und gerät zwischen Paris und Koblenz auf eine unheimliche Reise in die Vergangenheit: Ihr tödlich verunglückter Vater und der ermordete Anwalt sind durch ein düsteres Geheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Wurde Karl Stein Opfer seines kriminellen Doppellebens oder liegt das Motiv weiter entfernt? Mit historischem Spürsinn deckt Teresa zwischen Paris und Koblenz mörderische Machenschaften auf, die ihren Ursprung im Zweiten Weltkrieg haben!

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    • 306
  • Tote Väter

    Tote Väter

    Themistokeles

    Bei diesem Krimi muss man sich vor allem bewusst sein, dass er kein typischer Krimi ist, sondern auch sehr viele historische Aspekte mit einbringt, viel erzählt, was nicht den aktuellen Fall direkt betrifft, aber einem viele Hintergrundinformationen gibt. Darauf muss man sich auf jeden Fall einlassen können, ansonsten sollte man die Finger von diesem Buch eher lassen, da man möglicherweise enttäuscht würde. Ich persönlich muss gestehen, dass ich diesen Fakt gar nicht schlecht fand und auch ehrlich dazu sagen, die Kapitel, welche in der Vergangenheit spielen und einem aus anderen Zeiten, als der Gegenwart erzählen, fand ich bei weitem interessanter, als die, welche in der aktuellen Zeit spielen. Was vielleicht auch daran gelegen hat, dass ich die Charaktere in diesen Abschnitten einfach besser verstehen konnte, mir ihre Handlungsweise nachvollziehbarer erschienen. Ein wenig schade fand ich es, dass man nie so genau sagen konnte, in welcher Zeit manche Abschnitte ganz genau spielten, denn es viel mir z.B. sehr schwer die Jugendzeit von Teresa wirklich einzuordnen, waren es nun die 70er oder doch schon fast eher die 80er? Trotzdem fand ich alle diese Hintergrundinformationen, wie die Dinge zu dem gekommen sind, wie es in der Situation der Gegenwart ist, sehr spannend. Es zeigt einfach sehr gut auf, wie die Vergangenheit sich doch stark, auch über lange Strecken, auf die Gegenwart auswirken kann. Was mich wohl vor allen Dingen auch an den Abschnitten in der Gegenwart ein wenig gestört hat, war wohl die Tatsache, dass mir so gut wie jeder Charakter, mal abgesehen vom Kommissar, mir vorkam, als hätte er oder sie einen Sprung in der Schüssel und zwar einen meist sehr großen. Irgendwie waren mir das einfach ein paar zu viele psychisch mitgenommene Charaktere auf einmal. Letztendlich gab es zwar bei allen, außer vielleicht einer Person, genügend Erklärungen, wieso sie sich so verhalten, aber trotzdem war das nicht so mein Geschmack. Vor allen Dingen auch Teresa konnte ich so oft gar nicht verstehen von ihren Handlungen und Motivationen her, dass sie auch eine Protagonistin ist, mit der ich nicht richtig warm wurde. Sie war in Ordnung, aber verstanden und mit  ihr fühlen, konnte ich nicht wirklich. Insgesamt fiel es mir letztendlich auch einfach zu schnell auf, wie die meisten Dinge lagen. Sowohl bei den Handlungen in der Vergangenheit konnte man schon sehr schnell erahnen, wie die Zusammenhänge liegen und es blieb mir eigentlich nur ein einzige Punkt, den ich ganz so zunächst nicht erahnt hatte und ebenso gab es selbst im Fall der Gegenwart für mich nur einen einzigen Punkt, den ich zunächst nicht unbedingt erwartet hätte. Alles in allem ein interessantes Buch, aber mir hat es persönlich einfach nicht so 100%ig zugesagt, weil irgendwie kaum ein normaler Charakter in diesem Buch auftauchte und alle irgendwie psychisch nicht wirklich auf der Höhe zu sein schienen.

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    • 2

    weisbrod_andrea

    03. February 2015 um 09:40
  • Schwerer Stoff, Gute Geschichte

    Tote Väter

    SaranaFenwa

    "Tote Väter" war für mich schwer zu lesen. Zeitweise war ich kurz davor aufzugeben ... An sich war die Geschichte nicht schlecht, jedoch haben mich die Sprünge sehr verwirrt. Und ich hab manches mal mehrmals einen Abschnitt lesen müssen, da ich irgendwo hängen geblieben bin. Oder einfach nicht verstanden hab wo ich jetzt wieder war. Manchmal war es mir als hätte man mich einfach in ein anderes Buch gesetz ... Der Schreibstil hat mir zusätzlich noch einmal das Lesen erschwert, trotz der Tatsache, dass es eigentlich sehr schön geschrieben ist.   Trotz dem würde ich, dass Buch empfehlen, da es an sich eine wirklich tolle Geschichte mit nur wenig Kritkpunkten ist. Nur war sie mir trotz Vorliebe für durchaus komplexe Geschichten zu ... komplex und zu verwirrend.   Ein großes Dankeschön, dass ich das Buch lesen durfte und vier Sterne für eine gute Geschichte, die ihren Beginn im 2. Weltkrieg hat.

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    • 2
  • Ich konnte es nicht aus der Hand legen

    Tote Väter

    Gospelsinger

    30. January 2015 um 20:48

    „Der Tod selbst scheint friedlich zu sein, leise und wunschlos, nur der Moment des Sterbens, der Akt des Loslassens, des Für-immer-Gehens und Nie-mehr-Wiederkommens, der hält die Schrecken, die Angst bereit.“ Die Historikerin Teresa Kern hat sich in Paris in einem billigen Hotel einquartiert, weil sie über die Vergangenheit ihres tödlich verunglückten Vaters forschen möchte, der während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich stationiert war. Als sie aus dem Nebenzimmer beunruhigende Geräusche hört und nachsieht, findet Teresa dort einen sterbenden Menschen vor. Zu ihrer Überraschung kennt sie den Mann, der kurz nach Eintreffen des Notarztes stirbt: Es handelt sich um den Anwalt Karl Stein, dem Vater einer Schulfreundin von Teresa, mit der sie schon lange keinen Kontakt mehr hat. Durch diesen seltsamen Zufall neugierig geworden, begibt Teresa sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit und in die Vergangenheit ihres Vaters. Und da warten so einige erschreckende Überraschungen auf sie. Nach den ersten Seiten hätte ich das Buch fast zur Seite gelegt, weil ich mit dem Schreibstil nicht zurecht kam. Als dann auch noch Schweißflecken unter den Armen eines ärmellosen Pullis vorkamen, wollte ich die Lektüre abbrechen. Aber dann wurde mir bewusst, dass es mir einfach nicht möglich war, das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte hatte mich schon fest gepackt, und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Kurz danach war mir der Schreibstil dann völlig schnurz (und das will bei mir etwas heißen), ebenso wie die Tatsache, dass die Nacht immer weiter voranschritt. Um fünf Uhr morgens habe ich das Buch befriedigt, da ausgelesen, zugeklappt. Teresa Kern ist ein authentischer Charakter mit Ecken und Kanten (und wird hoffentlich zur Serienheldin). Dass ihr Urteilsvermögen nicht immer optimal ist, wirkt realistisch. Teresa versucht, hinter die Dinge zu schauen und die historischen Hintergründe zu beleuchten, und dabei dröselt sie eine äußerst verwickelte Geschichte auf. Diese Geschichte um Krieg, Freundschaft, düstere Geheimnisse und Verrat ist vielschichtig und sehr, sehr spannend.

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  • Tote Väter – familiäre Verstrickungen

    Tote Väter

    Nicky_G

    Teresas Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ihr Erbe besteht unter anderem aus zwei Kisten, in denen sich die Vergangenheit ihres Vaters befindet, über die sie ziemlich wenig weiß. Also mietet sie sich in einem schäbigen Pariser Hotel ein, um mehr herauszufinden. Eines Abends vernimmt sie aus dem Nachbarzimmer komische Geräusche, denen sie auf den Grund geht und dabei einen sterbenden Mann vorfindet. Ihre Hilfe ist allerdings vergeblich und die Überraschung umso größer, als sie merkt, dass es sich um den Vater zweier ehemaliger Schulfreunde handelt. Was hatte der reiche Anwalt in diesem Hotel zu suchen, wo er doch eigentlich auf Elchjagd in Polen sein sollte? Nach und nach findet Teresa die Wahrheit heraus, die eng mit der Vergangenheit ihres Vaters verknüpft ist. Der Leser wird mit auf eine Reise in die Vergangenheit genommen, die bis zum 2. Weltkrieg zurückreicht. Was ist damals in Frankreich passiert? Woher kannten sich der Tote und Teresas Vater? Nur langsam kommt Licht ins Dunkel, in dem es einige Sackgassen und falsche Fährten gibt. Erzählt wird die Familiengeschichte äußerst spannend mit abgründigen Tiefen, die nicht nur Teresa erschüttern. Etwas verwirrend dabei sind die zahlreichen Sprünge in der Geschichte, die nicht auf dem ersten Blick erkenntlich sind. Da öfter die gleichen Personen auftauchen von dem vorherigen Kapitel, muss man sich erst verdeutlichen, in welcher Zeit das Erzählte gerade spielt. Statt der Nummerierungen der Kapitel hätte hier das Datum oder zumindest die Jahreszahl geholfen. Auch fallen manchmal kleinere logische Ungenauigkeiten auf, die aber nicht für die Gesamthandlung interessant sind, wie z. B. dass sich eine Figur zwei Mal setzt. Ansonsten ein tiefgründiger Krimi mit einer komplexen Rahmenhandlung, der vor allem für Leser interessant ist, die eine vielschichtige Geschichte mögen.

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    • 3

    heidi_59

    23. January 2015 um 16:57
  • Spannender Krimi über eine Tochter auf der Suche nach der Identität des Vaters

    Tote Väter

    jutscha

    Teresa hat bei einem Autounfall ihre Eltern verloren. Sie beschließt, einen Roman über ihren Vater Ferdinand zu schreiben. Sie reist nach Frankreich und bezieht ein Zimmer in einem kleinen Hotel in Paris, da ihr Vater im 2. Weltkrieg in Frankreich stationiert war. Im Nebenzimmer ihres Hotels findet sie eines Tages Karl Stein, den Vater ihrer Jugendfreunde Christine und Falk sterbend vor. Dadurch trifft sie auch Christine wieder und steht ihr bei, indem sie zur Beerdigung nach Koblenz fährt. Nach ihrer Rückkehr nach Paris verliebt sie sich in den ermittelnden Kriminalbeamten Akim. In einem weiteren Handlungsstrang geht die Autorin zurück in den letzten Weltkrieg. Hier werden Erlebnisse des Vaters erzählt. Der Leser erfährt, was Ferdinand am letzten Abend in Frankreich erlebt. Teresa findet im Nachlass ihres Vaters Fotos, die ihn mit Karl Stein zeigen. Waren die beiden befreundet? Von Christine erfährt sie, dass die Familie nicht wusste, warum Karl in Paris war. Sie vermuteten ihn in Polen auf der Jagd. Ein dritter Handlungsstrang spielt in Teresas Jugend. Damals fand sie in Karls Arbeitszimmer kinderpornografische Fotos. Was hatte es damit auf sich? Finden sich in den Fotos von Ferdinands Nachlass auch die von dem letzten Abend in Frankreich? Ein Mädchen wurde ermordet, aber das Verbrechen wurde nie aufgeklärt. Was hatten die beiden Familien außer der Freundschaft der Kinder miteinander zu tun? Warum kam Karl so oft nach Paris? Und was hatte er mit den pornografischen Fotos zu tun? Fragen über Fragen, die sich überwiegend erst zum Schluss der Geschichte aufklären und mich dabei teilweise sehr überraschten. Das Buch hat mir gut gefallen, vor allem auch, weil ich Koblenz so gut kenne. In Gedanken bin ich immer im Auto oder auf dem Fahrrad mitgefahren. Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut. Bis zum Schluss gab es Überraschungen, was ich sehr mag. Auch wurde erst am Ende klar, wie die Handlungsstränge zusammenhängen und was die beiden Familien außer der Freundschaft der Kinder miteinander zu tun hatten. Manchmal hatte ich zwar Probleme, wenn es in die Vergangenheit ging, weil ich es teilweise nicht gleich gemerkt habe, aber nach einigen Zeilen kam dann das „Aha“ und ich wusste wieder, wo ich dran war. Der Schreibstil ist leicht lesbar. Es war mir gut möglich, mich in die Protagonisten hinein zu versetzen. Aufgrund der hohen Spannung und der Überraschungseffekte kann ich den Roman weiterempfehlen. Für mich ist er 4 von 5 Sternen wert.

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    • 2
  • Nicht nur Krimi - auch düstere Familiengeschichte

    Tote Väter

    Booky-72

    Aus der Inhaltsangabe: In einer Pariser Absteige findet die Historikerin Teresa Kern einen Toten: Karl Stein - erfolgreicher Koblenzer Anwalt und Vater ihrer Jugendfreunde. Teresa ermittelt auf eigene Faust und gerät zwischen Paris und Koblenz auf eine unheimliche Reise in ihre eigene Vergangenheit, denn ihr tödlich verunglückter Vater und der ermordete Anwalt sind durch ein düsteres Geheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg verbunden... Der Roman wurde aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Teresa geschrieben und erzählt, womit man sehr gut in die Geschichte eintauchen kann. Erzählt wird aus 3 verschiedenen Zeitebenen: der Gegenwart, mithilfe von Rückblenden aus der Zeit vor 15 Jahren und aus der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit. Im Laufe ihrer Nachforschungen über den Tod von Karl Stein trifft Teresa Christine Stein wieder, die vor 15 Jahren mit ihrem Zwillingsbruder Falk neu in Teresas Klasse kam, und mit denen sie damals viel unternommen hat. Alkohol und Drogen waren damals häufig im Spiel. Teresa kommt nicht nur einem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur, das ihren Vater und seine Kriegsvergangenheit betrifft. Ihre früheren Freunde und sogar der ermittelnde Polizist haben gehörig Dreck am Stecken. Gelungene Mischung aus Krimi und Familiengeschichte. Zügig zu lesen, gut recherchiert und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. 4 Sterne für dieses gelungene Krimidebüt.

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    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148

    kubine

    09. January 2015 um 21:13
  • Wie Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst

    Tote Väter

    IlonGerMon

    Andreas Weisbrod folgt in ihrem Debütroman TOTE VÄTER einem heute beliebten und üblichen Rezept – sie lässt eine Privatperson in die Hauptrolle der Ermittlerin schlüpfen und öffnet damit eine Menge Möglichkeiten, der Geschichte interessante Wendungen zu geben. Dies ist ihr sehr gut gelungen, auch wenn ich einen kleineren Kritikpunkt nicht verschweigen möchte. Dazu später mehr. Teresa Kern, Historikerin, hat bei einem Autounfall beide Eltern verloren. Sie zieht sich in der Folgezeit in ein billiges Hotel in Paris zurück und beginnt, die Geschichte ihres Vaters in den Kriegs- und Nachkriegsjahren zu ergründen, um daraus ein Buch zu machen. Viele Monate hat der Vater als deutscher Besatzer in Frankreich agiert, gemeinsam mit einem Freund, der wie er selbst aus Koblenz stammte. Aufgeschreckt durch eigenartige Geräusche betritt Teresa das Nachbarzimmer und findet dort Karl Stein, einen Koblenzer Juristen und Vater zweier ihrer Jugendfreunde, der Zwillinge Christine und Falk. Karl Steins Vater Wilhelm war der Freund von Teresas Vater während der Besatzungszeit in Frankreich, auch nach Kriegsende gab es noch Verbindungen der beiden. Auf Bitten und Betreibens der früheren Freundin Christine reist Teresa zurück nach Koblenz und dies wird auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Noch einmal erlebt und erinnert Teresa die Freundschaft zu den Zwillingen und die Verbindungen der beiden so ungleichen Familien. Damit sind die drei Handlungsebenen umschrieben, in denen dieser Roman erzählt wird. Leider – und das ist mein Hauptkritikpunkt – sind diese Ebenen nicht gut erkennbar von einander abgegrenzt. Erst nach den ersten Sätzen merkt man, dass man sich gerade wieder in einer anderen Ebene befindet, das hätte ich mir mit einer besseren Lösung gewünscht. Ein weiterer Handlungsstrang entsteht um den Pariser Polizeibeamten Akim, der auf Teresa, die zunächst als verdächtig, später als Zeugin gesehen wird, eine faszinierende Anziehungskraft entwickelt. Die sich hier anbahnende Beziehung der beiden Protagonisten fand ich etwas zu dick aufgetragen, auch die überbordenden Ereignisse und Zusammenhänge am Ende hätten gut für einen weiteren Roman gereicht. Auch dies ein kleiner Kritikpunkt meinerseits, denn die Aufdeckung der Kriegsereignisse und –zusammenhänge wie auch das Hineinreichen derselben in die nachfolgenden Generationen war schon Stoff genug für einen überzeugenden Roman. Trotz dieser Anmerkungen habe ich das Buch gern gelesen. Es ist insgesamt spannend geschrieben, steigert sich in der Spannung kontinuierlich und zum Ende hin muss man es einfach in einem Rutsch durchlesen. Auch aus diesem Grund empfehle ich es gern weiter.  

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    • 2
  • Die Sünden der Väter

    Tote Väter

    buecherwurm1310

    Historikerin Teresa hat sich nach dem Tod der Eltern in ein einfaches Hotel in Paris einquartiert, um die Geschichte ihres Vaters zu recherchieren und in einem Buch zu veröffentlichen. Als sie eines Nachts merkwürdige Geräusche im Nebenzimmer hört, schaut sie nach und findet dort den sterbenden Karl Stein. Er ist ihr bekannt, weil sie mit seinen Kindern, den Zwillingen Falk und Christine, befreundet war. Warum musste er sterben? Teresa ist von dem Polizisten Akim fasziniert, der sie zunächst verdächtigt. Es gibt Verbindungen zwischen Teresas Familie und der Familie Stein. Teresa muss weit in die Vergangenheit zurück, um die Hintergründe des Todes von Karl Stein herauszufinden. Es zeigt sich, dass der Krieg nicht nur Auswirkungen auf die betroffenen Menschen hat, sondern auch auf die nachfolgenden Generationen. In diesem Fall hat er dafür gesorgt, dass die Menschen Moral und Menschlichkeit über Bord geworfen haben. Geld regiert die Welt und so schreckt man vor kriminellen Handlungen nicht mehr zurück. Die Geschichte wird aus Teresas Sicht erzählt. Geschickt sind die verschiedenen Zeitebenen (Krieg- und Nachkriegszeit, die 80er Jahre und die Gegenwart) miteinander verknüpft. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Die Personen werden gut charakterisiert, so dass man ihr Denkweisen nachvollziehen kann. Ihre vielschichtigen Beziehungen und ihre extremen Handlungsweisen sorgen dafür, dass die Geschichte spannend ist und bis zum Ende spannend bleibt. Der Schluss ist dann aber nochmals eine Überraschung. Spannungsgeladen und überraschend.

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    • 2
  • Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

    Tote Väter

    Sick

    04. January 2015 um 12:57

    Teresa Kern hat ihr altes Leben hinter sich gelassen. Nach dem Tod ihrer Eltern hat sie sich ihr Erbe in Form von vier riesigen Truhen und etwas Geld geschnappt und ist damit nach Paris gezogen. Hier möchte die Historikerin den Nachlass ihres Vaters durchsehen und aus den Funden ein Buch schreiben. Eigentlich weiß sie nicht viel über ihren Vater Ferdinand, den unnahbaren, der nur im jährlichen Frankreich-Urlaub wirklich glücklich schien. Aber die vielen Briefe und Fotos werden Teresa helfen herauszufinden, wer ihr Vater wirklich war. Sie hat kaum angefangen die Unterlagen durchzugehen, als sie eines Abends im Nachbarzimmer ihres Hotelzimmers den sterbenden Karl Stein findet. Teresas Verwirrung könnte nicht größer sein, denn sie kennt diesen Mann. Er war der Vater ihrer Jugendfreunde Falk und Christine, aber die gesamte Familie hat sie schon seit beinahe fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen. Was hat der vermögende Anwalt aus Koblenz in einem heruntergekommenen Hotel in Paris gemacht? Als in Ferdinands Papieren immer wieder der Name Stein auftaucht, beginnt Teresa auch über Karls Tod nachzuforschen... Schon zu Beginn des Buches wird gleich mit der Tür ins Haus gefallen. Teresa findet Karl und wird von der Polizei gleich mal als Verdächtige verhört. Doch es gibt nicht viele Spuren und die Ermittlungen verlaufen langsam aber sicher im Sande. Teresa verbringt ihre Tage mit Recherchen im Hotel oder erkundet die Pariser Straßen. Dabei wird sie zunehmend von Akim begleitet, einem Polizisten, den sie bei den Ermittlungen kennen gelernt hat. Diese Streifzüge sind so detailliert geschildert, dass man beinahe glaubt, man sei dabei. Vor allem das Viertel Bellevue wird so schön beschrieben, dass man es sich gerne mal selbst anschauen würde. Aber nicht nur Paris wird als Schauplatz gewürdigt. Auch Teresas Heimat Koblenz ist ein wichtiger Ort, denn zwischendurch begleitet man Teresa in ihre Jugendzeit, die sie mit Falk und Christine Stein erlebt hat. Diese bestand neben der Abiturvorbereitung hauptsächlich aus sturmfreien Wochenenden bei den Steins und Partys in der Villa. Denn genau wie ihre Kinder waren auch Karl und Susanne Stein keine Kinder von Traurigkeit. Diese Ausflüge in die Vergangenheit sind so authentisch geschildert, dass es tatsächlich so hätte stattfinden können. In diesen beiden Erzählsträngen wird die Handlung aus Teresas Sicht beschrieben, im dritten Strang ist Ferdinand die Hauptfigur und alles wird aus der personalen Perspektive erzählt. Er wird mit Mitte zwanzig nach Frankreich geschickt und erlebt dort zusammen mit Wilhelm Stein, der etwa zehn Jahre älter ist als er, den Sommer seines Lebens. Doch vom idyllischen Frankreich werden beide nach Russland an die Front geschickt, wo sie in Kriegsgefangenschaft geraten. Die Erlebnisse reichen bis in die Nachkriegszeit, ja sogar bis in Teresas frühe Kindheit, an die sie selbst nur noch wenige Erinnerungen hat. Für den Leser ist es spannend die einzelnen Situationen miteinander in Verbindung zu bringen und über das große Ganze nachzudenken. Anfangs hat man nur wenige Anhaltspunkte, aber ab etwa der Hälfte ergibt sich langsam ein Muster, das jedoch umfangreicher und auch brutaler ist, als zunächst vermutet. Die meisten Beteiligten haben eine oder mehrere Leichen im Keller, die es gilt auszugraben und nicht nur Teresa wird schockierende Entdeckungen machen. Die Anzahl der Personen ist übersichtlich, was ihren Beschreibungen zugute kommt. Ich empfand sie als sehr real, die Gefühle als eindringlich und vor allem Teresa hat mir sehr gut gefallen. Über sie würde ich gerne noch mehr lesen. "Tote Väter" besticht durch einen tollen Erzählstil und zeigt eindrücklich auf, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart beeinflussen kann. Wer gerne schmutzige Geheimnisse aufdeckt, ist hier genau richtig! Die Reihe um Teresa Kern: - Tote Väter - Kernfrage (Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Andrea-Weisbrod/Kernfrage-1166951776-w/rezension/1168449235/)

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  • eine Historikerin entdeckt die eigene Familiengeschichte

    Tote Väter

    irismaria

    In "Tote Väter" von Andrea Weisbrod steht die Historikerin Teresa Kern im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist in Paris, um dort über ihren Vater zu recherchieren, der als Soldat in Frankreich im Krieg war. Im Nebenzimmer ihres Hotelzimmers findet sie einen Toten, der wie sie aus Koblenz kommt: es ist der Anwalt Karl Stein, dessen Zwillinge mit Teresa in den Achziger Jahren zusammen Abitur gemacht haben. Im Zuge der Ermittlungen erfährt Teresa viel über ihre eigene Familiengeschichte und die Verbindung zu dem Toten und seinen Kindern. Die Geschichte ist eine Mischung aus Krimi und Familiengeschichte mit einem Schwerpunkt auf Teresas Jugend. Wer in ähnlichem Alter ist, wird hier einiges an Musik, Moden und Verhaltensweisen wiedererkennen.  Die Handlungsorte Paris und Koblenz kommen atmosphärisch gut rüber. "Tote Väter" ist von Beginn an spannend und voller Überraschungen. Ein kleines Minus ist für mich die Häufung von kaputten Persönlichkeiten und kriminellem Verhalten. Davon abgesehen kann ich das Buch sehr empfehlen!

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