Andrea Wulf

 4.4 Sterne bei 45 Bewertungen

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Die Abenteuer des Alexander von Humboldt

Erscheint am 25.03.2019 als Hardcover bei C. Bertelsmann.

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Rezension zu "Die Vermessung des Himmels" von Andrea Wulf

Zu wenig Wissenschaft
verruecktnachbuechernvor einem Monat

In diesem Buch geht es um die Vermessung von Sonne und Erde im Jahre 1769. Da den damaligen Wissenschaftlern keine Hightechgeräte zur Verfügung standen, berechneten sie weltweit den Abstand der Sonne zur Erde mit Hilfe des Venustransit, dieser tritt nur ungefähr alle einhundert Jahre einmal auf.

Dafür, dass dieses Buch auf echten Fakten basiert,lässt es sich gut lesen. Es ist spannend zu lesen mit welchen Strapazen die damaligen Wissenschaftler zu kämpfen hatten.
Man merkt, dass Andrea Wulf gut für dieses Buch recherchiert hat.
Die Reisebeschreibungen nehmen meiner Meinung nach zu viel Platz ein. Ich hatte mir ein bisschen mehr wissenschaftliche Inhalte gewünscht.

Es werden so viele spannende Themen angeschnitten und ich als Leser blieb mit vielen Fragen zurück.
Es fehlt die Einordung ins große Ganze.
Wer sich für die Reiseberichte der damaligen Zeit interessiert, der ist mit diesem Buch gut beraten.

Wer allerdings, so wie ich einfach mehr Wissenschaft erwartet, wird leider nicht glücklich.
Von meiner Seite gibt es keine Leseempfehlung.

Ich habe das Buch von bloggerportal bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

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W

Rezension zu "Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur" von Andrea Wulf

"Alles hängt mit allem zusammen"
Waschbaerinvor 2 Monaten

Dieses Hörbuch von Andrea Wulf "Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur" ist für mich eine einzige Offenbarung. Fünf Sternchen sind mir noch zu wenig. Dieses Buch wurde in über 30 Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt gelesen. Ich gestehe, dass ich dieses Hörbuch immer und immer wieder höre. Und jedes Mal verstehe ich mehr.

Bei diesem Werk handelt es sich um ein Sachbuch. Doch wer nun stöhnend meint, ein Sachbuch sei doch eine viel zu trockene Angelegenheit, der wird bei diesem Werk seine Meinung revidieren müssen. Ich habe selten ein so mitreißendes und vitales Sachbuch gehört/gelesen wie das vorliegende. Keine langweiligen Aufzählungen, keine öden Statistiken hat die Autorin bemüht. Das hat sie auch bei dem aufregenden und unsteten Leben des Alexander von Humboldt nicht nötig. 

Die Autorin Andrea Wulf, eine Deutsche die schon viele Jahre in London lebt, hat sehr viel Zeit und Arbeit in die aufwändigen Recherchen investiert. Ist selbst um die Welt gereist um die Orte zu besuchen, die hier zur Sprache kommen. Alexander von Humboldt, inzwischen von vielen vergessen, hat der Welt unauslöschliche Spuren aufgedrückt. Über den ganzen Erdball verstreut stand sein Name Pate bei der Benennung von Flüssen, Orten, Landstrichen, Pflanzen usw. 

Das Leben von Alexander von Humboldt begann in einer lieblosen, preußischen Familie, wobei der Vater versuchte seinen Söhnen die Nähe zu geben, zu der die Mutter nicht in der Lage war. A.v.H. sollte ein biederer Staatsdiener werden, doch es zog ihn schon in jungen Jahren hinaus in die Welt. Wenn ich alle seine Stationen, bevor er den amerikanischen Kontinent  als Wissenschaftler erobert hier aufführen wollte, es wäre ein riesiges Kapitel für sich.  Nur so viel, es hört/liest sich sowas von fesselnd und spannend, dass man das (Hör)Buch nicht mehr weglegen möchte. Ich habe ganze Nächte damit verbracht. Großes Lob an Andrea Wulf.

Doch es ist nichts gegen die Beschreibungen seiner Expeditionen in Süd- und Mittelamerika. Als Hörer/Leser fiebert man mit, wenn er sich mit seinen Weggefährten durch beißende Kälte und hohe Schneewehen kämpft, auf der einen Seite der Berg, auf der anderen der tiefe Abhang. Das ist Abenteuer pur. Seine Expeditionen führten ihn in bis dahin unbekannte Weiten, ließen A.v.H. unendlich viele Zeichnungen anfertigen, die noch heute von Bedeutung sind. Drückt man in der Moderne auf den Auslöser einer Kamera, so musste A.v.H. seine Entdeckungen akribisch nachzeichnen um es den Menschen in Europa und Amerika nahe zu bringen. Die Autorin lässt viele seiner Weggefährten zur Sprache kommen. Stellvertretend möchte ich nur Johann Wolfgang von Goethe nennen, mit dem er freundschaftlich sehr verbunden war.

"Alles hängt mit allem zusammen", fasste Alexander von Humboldt die Ergebnisse seiner Forschungsreisen in einem Satz zusammen. Als Hörer/Leser beginnt man die Welt zu verstehen.

Alexander von Humboldt konnte nie großes Kapital aus seinen Forschungsreisen schlagen und starb als armer Mann. Doch als ich  dieses Buch hörte kam ich zu der Überzeugung, dass er "reicher" war als viele, die Millionen auf ihren Konten anhäuften. Nicht jeder Reichtum lässt sich in Heller und Pfennig ausdrücken. Sein Vermächtnis hat Alexander von Humboldt für uns alle unsterblich gemacht - auch wenn man ihn heute in unserem Land fast vergessen hat. Dank dieses wundervollen (Hör)Buches rückt uns die Autorin Alexander von Humboldt wieder ins Bewusstsein


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Rezension zu "Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur" von Andrea Wulf

Eine Reise in die Natur
Antigone8vor 4 Monaten

Diese ausgezeichnete Humboldt Biografie nimmt uns mit in eine Zeit, als unsere Welt noch nicht vollständig vermessen und entzaubert war. Wir folgen einem der größten Universalgelehrten auf seinem Weg der Erkenntnis und zum Erkennen der Zusammenhänge in der Natur. Andea Wulf hat mit diesem Buch ein wahres Meisterwerk geschaffen, dass sowohl durch eine akribische Recherche als auch durch eine reiche Sprache zu überzeugen weiß. 


Keine einzige Seite wirkt überflüssig oder ermüdend sondern im Gegenteil, je mehr ich gelesen habe, desto mehr wollte ich wissen. Die Autorin beginnt ihr Buch in der Kindheit von Alexander von Humboldt und schlägt einen großen Bogen bis über den Tod des genialen Gelehrten hinaus. Im letzten Teil geht sie darauf ein, welchen Einfluss die Schriften von Humbolt auf nachfolgende Wissenschaftler ausübte und zeigt dem Leser dadurch Humboldts Erbe auf.

Auch wird sehr deutlich, welchen Einfluss Alexander von Humboldt darauf hatte und noch immer hat, wie wir Umwelt bis heute wahrnehmen. Seine Schriften sind zudem noch heute aktuell wie nie, hat er doch schon sehr früh den verheerenden Einfluss des Menschen auf Ökosysteme erkannt und vor den Folgen gewarnt. Dieses Buch kann auf so vielen Ebenen begeistern, Erkenntnisse vermitteln und unterhalten, dass es auf jeden Fall eine Leseempfehlung darstellt.

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