Die Vermessung des Himmels

von Andrea Wulf 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Die Vermessung des Himmels
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Irves avatar

Akribisch recherchiert und sehr lesenswert umgesetzt!

Alle 2 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Vermessung des Himmels"

Die Geschichte des größten wissenschaftlichen Abenteuers im 18. Jahrhundert erzählt dieser Wissenschaftsthriller, der an jenen magischen Moment erinnert, als die Dimensionen des Universums erstmals Kontur gewannen. Bestsellerautorin Andrea Wulf blickt zurück auf den Sommer des Jahres 1769, als beim Venusdurchgang erstmals Wissenschaftler weltweit zusammenarbeiteten, um den Abstand zwischen Sonne und Erde exakt zu ermitteln. Sie reisten in die entlegensten Regionen und bestanden gefährliche Abenteuer. Das Buch erschien im Verlag C. Bertelsmann unter dem Titel »Die Jagd auf die Venus«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328102281
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:09.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Chibi-Chans avatar
    Chibi-Chanvor 9 Monaten
    Alles andere als zähe Informationslektüre

    Meine Meinung

    Geschichte

    In „Die Vermessung des Himmels“ oder in Englisch „Chasing Venus“ – wie ich es treffender finde – geht es um die Vermessung der Entfernung von Sonne und Erde durch die Hilfe des Venustransits, der nur alle 100 Jahre circa passiert.
    Klingt nach einer reichlich fachbezogenen, zähen und langweiligen Lektüre, doch erstaunlicherweise war dem nicht so. Trotz des zähen Themas, werden viele Zwischenszenen eingebaut, die beispielsweise die Reisen der Astronomen beschreibt. Diese Szenen lockern das Buch immer wieder auf und geben Zeit, um Informationen verarbeiten zu können.
    Die Informationsabschnitte werden veranschaulicht durch Bildern, die das physikalische Denken auch für Laien einfach macht. In einer anderen Rezension las ich, dass das Buch wohl fachlich nicht so korrekt sein soll, wie es vielleicht wirkt. Da ich weder Astronome, noch Historiker bin, fiel mir keine Ungenauigkeit ins Auge. Auf fast jeder Seite gibt es eine Quellenangabe, die zudem noch tiefer ins Detail geht. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass sie selbst in den Fachgebieten Hilfe durch Experten bekommen hat und sie noch auftretende Fehler auf ihre Kappe nimmt. Bezeichnungen wie „Europa“ bevor seiner eigentlichen Zeit, dienen wahrscheinlich einfach zur Veranschaulichung. So werden auch Städte teilweise mit heutigem Namen benannt und der frühere Name in Klammern beigefügt.
    Das Buch kann man grob in Vorbereitungen und Reise unterteilen. Dabei ist die Vorbereitung für mich oftmals verwirrend gewesen. Viele Länder schickten mehrere Astronomen auf die Reise, somit sind viele Namen von Menschen und Orten gefallen. Doch bei der eigentlichen Reise gab es kleine Kapitelüberschriften, die genau dabei aushalfen.
    Das Buch endete letzten Endes 100 Seiten früher als erwartet, da sich an die 100 Seiten mit Literaturverzeichnis, Begriffserklärungen und anderen Fakten beschäftigte. Für die Forscher unter uns.

    Charaktere

    Zu den Charakteren ist nicht viel gesagt. Sie haben alle gelebt und Großes für diesen bedeutenden Schritt geleistet. Historisch schienen sie mir korrekt dargestellt worden zu sein. Charakterzüge und ähnliches scheinen so aus Erzählungen und Schriften übernommen worden zu sein.
    Bei den wichtigsten Leuten gab es Zeichnungen, die die Herren darstellten.

    Schreibstil & Sichtweise

    Der Schreibstil war sehr angenehm und locker für ein auf Fakten basierendes Buch. Es lies sich schnell und flüssig lesen. Keine Pausen werden benötigt, denn diese bietet das Buch.
    Geschrieben ist das Buch durch einen neutralen Erzähler, der die Geschehnisse von oben herab betrachtet. Es gibt keinen Protagonisten.

    Cover & Titel

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt die Schifffahrt, die für viele Astronomen ein Muss war und darüber die Laufbahnen einiger Planeten. Vermessungen, die auch auf Meer vollzogen werden mussten. Es symbolisiert für mich eine lange Reise.
    Die Vermessung des Himmels ist ein inhaltlich korrekter Titel, der jedoch verwirren mag. Schließlich misst man nicht die Größe des Himmels, sondern man misst mithilfe des Himmels die Entfernung zwischen Sonne und Erde. Der Titel der Hardcoverausgabe ist weitaus besser gelungen.

    Zitat
    “ ‚Die Wissenschaft zweiter Nationen kann in Frieden leben‘, sagte er, ‚während die Politik krieg führt‘. “
    – Seite 295

    Fazit

    Ein wirklich interessantes und gut geschriebenes Buch. Wenn mich mehr Themen von der Autorin interessieren, würde ich wieder gerne mit Freuden zu ihren Werken greifen. Eine gute Bildungsgrundlage über einen wichtigen Schritt der Menschheit.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Irves avatar
    Irvevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Akribisch recherchiert und sehr lesenswert umgesetzt!
    Kommentieren0

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks