Andrea Zehendner GralsKidzz

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Inhaltsangabe zu „GralsKidzz“ von Andrea Zehendner

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  • Rezension zu "GralsKidzz" von Andrea Zehendner

    GralsKidzz

    Cabo

    18. June 2012 um 22:30

    Inhalt: Stephanos hat es wirklich nicht leicht. Trotz aller Bemühungen, ein normales Leben zu führen, will ihm das nicht so recht gelingen. Zum einen ist da seine esoterisch angehauchte Mutter, zum anderen neigt er dazu, in schwierigen Situationen regelrechte Schweißausbrüche und Sehstörungen zu bekommen. Als würde das sein Leben nicht schon kompliziert genug machen, taucht auch noch ein körperloses Wesen in seinem Kopf auf und gibt ihm ungefragt Ratschläge und Kommentare. Dieses Wesen behauptet auch noch, Stephanos wäre ein Gralskind, was auch immer das sein mag. Da Stephanos jedoch schnell erkennt, dass er seinen stetigen Begleiter schlecht durch Nichtbeachtung loswird, beschließt er sich auf dessen seltsamen Vorschläge und Hinweise einzulassen und erkennt schon bald, dass er scheinbar wirklich nicht so normal ist, wie er gerne wäre. Meinung: “GralsKidzz” ist der Debüt-Roman der deutschen Autorin Andrea Zehendner und handelt hauptsächlich vom anfangs 17-jährigen Stephanos und seinem Leben. Zu Beginn hardert er mit mal größeren, mal kleineren Problemen, wie es für Teenager in diesem Alter eben normal ist. Bis auf seine gelegentlich auftretenden Sehstöhrungen hat er keinerlei besonderen Eigenschaften an sich. Bis zu dem Tag, als er Merlin begegnet, einer sehr penetranten und besserwisserischen Stimme in seinem Kopf, die ihn langsam an seine Lebensaufgabe heranführen möchte. Doch Stephanos kann sich nicht so recht damit anfreunden, dass er übernatürliche Kräfte hat und Begriffe wie Gralskind und Gralsenergie versucht er konsequent zu verleugnen. Nur langsam akzeptiert er seine Fähigkeiten und die damit verbundene Verantwortung. Für jede kleine, neue Information braucht er gefühlte Wochen, um seinen Wiederstand gegen Merlin aufzugeben. Dieser ganze Plot hat mich als Leser erst einmal total unschlüssig zurück gelassen, und macht es mir jetzt auch nicht leicht, etwas darüber zu schreiben. Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Handlung irgendwie langweilig und total absurd fand. Es ist durchaus Spannung vorhanden, denn die erste Hälfte des Buchs habe ich innerhalb kürzester Zeit gelesen, aber irgendwann steckt sie einfach fest. Es sind dann durchaus noch gute und spannende Stellen vorhanden, aber diese werden einfach nicht befriedigend weiter verfolgt, sondern verlaufen sich in Alltagstrott. Zudem fällt Stephanos Reaktion auf Merlin immer gleich aus: Unglauben, Verleugnen, aller größter Wiederstand, zweifelhaftes Ausprobieren, mit der neuen Information abfinden. Anfangs was es durchaus nachzuvollziehen, irgendwann ging es mir aber auf die Nerven, weil nichts Neues mehr kam. Ein weiterer Punkt, der mich etwas verwirrt hat, ist die ganze Geschichte um den heiligen Gral. Hier hat die Autorin wirklich etwas Großes geschaffen; man kann deutlich erkennen, dass sie sehr viel Fantasie hat und die Details gut durchdacht sind. Trotzdem waren mir Merlins Erklärungen nicht immer schlüssig, teilweise waren es einfach viel zu viele Informationen über diese fremde Welt auf einmal, und um die Zusammenhänge alle 100% zu verstehen, musste ich einige Passagen mehrmals lesen. Gewiss kann man solche Stellen auch einfach überlesen, denn die Haupthandlung kriegt man auch ohne tieferes Verständnis für den Gral mit. Da hier aber schon eine so detaillierte Funktion ausgedacht wurde, wollte ich diese auch im Ganzen verstehen. Was die Personen angeht, wurde ich auch sehr zwiegespalten zurück gelassen. Stephanos ist durchaus sympatisch, man fühlt als Leser teilweise genauso wie er; man ist überfordert von den ganzen Gralsbeschreibungen, man möchte, dass Merlin mal endlich seine Klappe hält, um die Informationen in Ruhe verarbeiten zu können und tut das meiste sowieso erst mal als Schwachsinn ab. Genauso verhält sich auch Stepahnos, wodurch sich der Leser gut mit ihm identifizieren kann. Im weiteren Verlauf der Geschichte jedoch, ging er mir auf die Nerven. Trotz eines Zeitsprugs von ca. 3 Jahren hat er sich kein Stück weiter entwickelt und genauso rumgenörgelt wie als Jugendlicher. Es machte den Eindruck, als sei seine Entwicklung mit der Spannung zusammen stehen geblieben. Gegen Ende wird es jedoch wieder besser. Merlin war mir persönlich zu oberflächig. Ich hätte ihn mir eher wie eine Art großväterlichen Ratgeber vorgestellt, stattdessen gibt er nur schlaue Sprüche von sich (die anfangs durchaus witzig sind) und stellt Stephanos oft als dumm dar, indem er ihn wie ein Kleinkind behandelt. Hier konnte ich Stephanos teilweise ablehnende Haltung ihm gegenüber voll nachvollziehen. Was die Nebencharaktere angeht, war ich total überrascht. Die wichtigsten von ihnen sind gut ausgearbeitet, super beschrieben und zeigen durchaus eine tiefere Entwicklung. Allen voran sind da Stephanos Eltern, die beide eine nicht zu verachtende Wandlung durchleben, welche sehr authentisch und glaubhaft dargestellt wurde. Auch andere, im späteren Verlauf noch wichtige Nebencharaktere werden von Anfang an detailliert eingeführt. Ein weiterer Pluspunkt bei den Nebencharakteren war für mich die Liebe zum Detail auch bei total unwichtigen Personen, wie zum Beispiel dem Dönermann. Sprachlich ist das Buch gut gelungen. Größtenteils ist es leicht und flüssig zu lesen, bis auf die oben schon bemängelten Stellen, in denen Merlin die Grals-Zusammenhänge beschreibt. Das eBook ist zudem verlagsfrei erschienen und dafür ist es (sprachlich gesehen) qualitativ sehr hochwertig; es gibt gemessen an der Länge sehr, sehr wenige Fehler. Die kindle-Version hat eine Dateigröße von 395 kb, die Seitenzahl ist mit 222 angegeben. Das Cover gefällt mir nicht so gut, was aber eher daran liegt, dass ich mit dem Motiv nichts anfangen kann. Die Erde passt vom Thema her gut, allerdings ist mir die Bedeutung der Kappe schleierhaft. Trotz allem macht das Cover für ein verlagsfrei erschienenes Buch einen seriösen Eindruck. Fazit: “GralsKidzz” konnte mich leider nicht überzeugen. Die anfangs vorhandene Spannung verläuft sich und wird auch nicht wieder aufgebaut, was dazu führt, dass das Buch ab der zweiten Hälfte ziemlich an Fahrt verliert. Für die fantasievolle Idee und die gute Umsetzung der Nebencharaktere vergebe ich 2 Sterne.

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  • Rezension zu "GralsKidzz" von Andrea Zehendner

    GralsKidzz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. May 2012 um 21:48

    Der 17 jährige Stephanos Taschke hört Stimmen. Die Stimme gehört zu Merlin, der ihn zu seiner Bestimmung drängen will - seine Fähigkeit zum Wohle der Menschen einsetzen. Zunächst hat er Zweifel an seiner geistigen Gesundheit, versucht auch erfolglos Merlin zu ignorieren, ergiebt sich aber schließlich seinem Schicksal und will herausfinden, was dieser nervige Typ ständig von ihm will. . Wie so oft bei Übersinnlichem oder Fantastischem habe ich zunächst meine Schwierigkeiten gehabt, mich auf diese Elemente der Handlung einzulassen. Andrea Zehendner hat es aber geschafft, mir diese kleine, aufdringliche Stimme schmackhaft zu machen - als innere Stimme vorgestellt, die wie eine Intuition zu einem "spricht", erscheint sie auch gar nicht mehr so übersinnlich. . Charmant empfand ich die Beschreibung von Stephanos' Familie, die bodenständig und alltäglich wirkt. Streit, Probleme mit Heranwachsenden, Mutterns schreckliche Kochkünste - alles enthalten. Der Vater wirkt in einigen Situationen unverständlich, fast so als verheimlicht er etwas, die Mutter ist hingegen extrem durchgeknallt, dafür erahnt sie Stephanos Gabe und will ihn unterstützen, wenn auch mit sehr unkonventionellen Mitteln. . Die Handlung ist an sich nicht schlecht, zwischendurch baut sich durch die Unvorhersehbarkeit gute Spannung auf, aber Stephanos Weg zur Beherrschung seiner Fähigkeit und die damit verbundenen Erkundungs- und Entdeckungsversuche waren mir in der Masse zu detailliert. Jedes noch so kleine Gedanken- und Gefühlsfitzelchen wird erklärt, die Körperhaltung und -bewegung beschrieben. Einerseits ist es ja nötig, um die Fähigkeit auch als Leser zu verstehen, andererseits nahm es mir etwas den Leseschwung, wenn es wieder und wieder auftaucht und dadurch langatmige Längen entstehen. Dazu kommt noch Merlins Eigenart, wie ein Allwissender aufzutreten, um Stephanos mit Informationen zu überschütten, die er -genau wie ich- erst einmal verarbeiten müsste, bevor die nächste Ladung an Infos geliefert wird. Und Stephanos reagiert darauf immer gleich; erst abwehrend und bockig, anschließend wird Merlins Vorschlag halbherzig ausgetestet um abschließend alles anzuzweifeln, was Merlin ihm erklärte. . Die Sprache wirkt modern und gesellschaftlich angepasst, so wie 17jährige heutzutage sprechen - nicht immer höflich und angenehm, aber authentisch. . Insgesamt geht es in der Handlung um das Erwachsenwerden von Stephanos, der zu Beginn noch unreif und jugendlich wirkende 17Jährige macht einen großen Entwicklungssprung Richtung Selbstständigkeit. Diesen Entwicklungssprung verfolge ich als Leser aber nicht, die Handlung unterbricht an einem Punkt und setzt im nächsten Kapitel einige Jahre später wieder an. Dort wirkt Stephanos abgeklärter, reifer, aber auch noch deutlicher distanziert von seiner Familie. Die Zurückgezogenheit, die bereits zum Beginn des Ebooks deutlich wird, hat sich noch weiter verstärkt. . *Fazit:* Andrea Zehendner verfolgt mit ihrem Debütroman "Gralskidzz" eine ungewöhnliche Idee, die sie verständlich und für meinen Geschmack stellenweise zu ausführlich erklärt - ein wenig straffer hätte mir dieser Roman noch besser gefallen.

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  • Rezension zu "GralsKidzz" von Andrea Zehendner

    GralsKidzz

    stephanie_bauerfeind

    18. April 2012 um 10:24

    Es fällt mir schwer etwas über das Buch zu sagen ... außer ... es hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte mit Tiefgang, die zum Nachdenken über die eigene Bestimmung im Leben anregt. Die Geschichte beginnt, als die merkwürdigen Dinge, rund um den 17jährigen Stephanos anfangen sein Leben massiv zu beeinflussen. Im Buch gibt es einen Zeitsprung von ca. 3 Jahren, was in dieser Zeit passiert bleibt weitestgehend im Dunklen. Ich empfand das als wohltuend, denn ich denke durch den Zeitsprung bleiben unnötige Längen aus. 4 statt 5 Punkte, weil mir hier und da ein wenig die Spannung im Text fehlte. Obwohl sich die Beschreibung so liest, als sei es ein Jugendbuch, werden meiner Meinung nach die meisten jugendlichen Leser schwer Zugang finden. Der amazon-Beschreibung nach hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt!

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