Andreas Altmann

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Triffst du Buddha, töte ihn!

Triffst du Buddha, töte ihn!

 (45)
Erschienen am 03.04.2017
Gebrauchsanweisung für die Welt

Gebrauchsanweisung für die Welt

 (52)
Erschienen am 06.04.2018
Reise durch einen einsamen Kontinent

Reise durch einen einsamen Kontinent

 (24)
Erschienen am 31.08.2018
34 Tage, 33 Nächte

34 Tage, 33 Nächte

 (20)
Erschienen am 01.02.2006
Notbremse nicht zu früh ziehen!

Notbremse nicht zu früh ziehen!

 (21)
Erschienen am 01.12.2003
Einmal rundherum

Einmal rundherum

 (14)
Erschienen am 23.03.2002
Der Preis der Leichtigkeit

Der Preis der Leichtigkeit

 (14)
Erschienen am 01.10.2007

Neue Rezensionen zu Andreas Altmann

Neu

Rezension zu "In Mexiko" von Andreas Altmann

„Bloßes Leben, Tag für Tag.“
Sikalvor 3 Monaten

 

Der Autor Andreas Altmann, Reisejournalist, vielfach ausgezeichnet, nimmt uns mit auf eine Reise in ein aufregendes Land – oder wie der Untertitel bereits ankündigt „Reise durch ein hitziges Land“.

 

Wer sich hier über Traumstrände, türkisblaues Meer und Hotelburgen informieren möchte, ist fehl am Platze. Altmann beschreibt das ungeschönte Mexiko, das Land der Drogenkriege, der Korruption, der Schießereien und der alltäglichen Gewalt. Er vertieft sich in örtliche Zeitungen, informiert sich in Fernsehnachrichten und unterhält sich mit den Menschen vor Ort. Er interessiert sich für das Ungewöhnlich, das scheinbar Uninteressante und für den Menschen von Nebenan.

 

Doch der Autor beschreibt auch mit einer teilweise sehr poetischen Sprache das Schöne und Angenehme, kulturelle Besonderheiten, die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen, die Farbpalette und Vielfalt dieses Landes. So viel zum Positiven dieses Buches.

 

Ich muss hinzufügen, dass es für mich das erste Buch von Andreas Altmann war und ich mit zynischen oder abschätzenden Bemerkungen über Menschen ein Problem habe. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Autor ein Faible für schöne Frauen hat und jedes Mal seine Fantasie spielen lässt, wenn ihm eine zu Gesicht kommt. Das mag ja alles recht sein, nur muss das nicht alle paar Seiten hervorgekehrt werden, während er oftmals korpulente Menschen negativ behaftet. Diese Oberflächlichkeit war mir zuwider. Auch ist es jedem selbst überlassen, ob und welchem Glauben man frönt und welchen Stellenwert die Kirche einnimmt – hierfür muss niemand belächelt oder mit zynischen Bemerkungen überhäuft werden. Gerade von einem weltoffenen Reisenden erwarte ich mir Toleranz und keine spöttischen Kommentare.

 

Was ich vermisste, war ein Literatur- oder Quellenverzeichnis. Worauf stützt der Autor seine Aussagen? Auf Zeitungsberichte? Auf sein Wissen?

 

„Untersuchungen ergaben, dass jene Tarahumara, die in die Städte ziehen und sich assimilieren, dick und kurzatmig sterben.“

 

Welche Untersuchungen? Leider wurde ich aus manchen Aussagen einfach nicht schlau.

Ebenfalls irritierte mich diese Aussage: „… Beim Hinausgehen klaue ich einen Ohrhörer für mein Radio. Drei Meter neben einem Aufpasser. Ich tue das zweimal pro Jahr, um meine Reflexe zu überprüfen. Sonst habe ich keine Rechtfertigung.“

 

Man merkt sehr wohl, dass er ein Kenner des Landes ist und auch die Veränderungen der letzten Jahrzehnte offensichtlich sind. Viele Geschichten waren für mich eine Freude zu lesen, von hohem Unterhaltungswert und sehr informativ. Doch mit so manchen Aussagen und Bemerkungen des Autors hatte ich definitiv ein Problem und das nahm mir auch die Freude an diesem Buch. Daher gibt es auch nur 2 Sterne dafür.

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für das Leben" von Andreas Altmann

Liebeserklärung an das Leben
Buchstabenliebhaberinvor 6 Monaten

Das Leben will gelebt werden. Intensiv, mit jeder Faser des Herzens. Das Leben wartet nicht, es ist keine Bushaltestelle mit starrem Fahrplan, es ist mehr Karussell und Achterbahn und bunte Wundertüte. Die wilde Fahrt startet und niemand weiß, was kommt. "life ist always bigger than you!"(S.10)


Ich denke, es ist von Vorteil, andere Bücher des Autors bereits gelesen zu haben. Wer " Das Scheißleben meines Vaters,  das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend" gelesen hat, versteht die Intensität, mit der Andreas Altmann schreibt. Wer so gelitten hat, hat ein anderes Verständnis von Freiheit, von Selbstbestimmtheit, von Liebe, Respekt, Achtung. Hat eine ganz andere Haltung zu Religion.

"Einer der um die Abgründe weiß, aber sich nicht hineinziehen lässt, dem gehört etwas, das haltlose Bewunderung fordert: Heiterkeit und Tiefe."(S.18)

Die Kapitel  erzählen von Momenten im Leben. Von echten Gentlemen, nervigen Kindern und Eltern, von fiesen Schmerzen nach einem Unfall, vom Scheitern, von bedrohlichen und berührenden Szenen, von Gier, Scheinheiligkeit und Moral. Alltagsgüte. Nonsens, irren Erfindungen, Überfällen, Hilfsbereitschaft. Unsägliches Leid. Echte Liebe, Zärtlichkeit. Von Irren, Sterbenden, und lebenden Toten. Aus den verschiedensten Gründen.

"Das Buch muss mit einem Jubelschrei enden, einem lauteren, einem ohne den Hauch von Schadenfreude. Jubel als Aufputschmittel für unser größtes Geheimnis, unser Leben."(S. 232)

Ein Buch, das berührt und Mut macht. Dass an Dankbarkeit und Demut erinnert. Das alle Facetten des Lebens zeigt. Auch wenn es nicht immer ideal läuft, lohnt es sich, das Beste draus zu machen. Niemals den Kopf in den Sand stecken. So hab ich den Autor verstanden.

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Es gibt Existenzen, die haben es im Leben wirklich nicht einfach, allerdings ist eine harte Kindheit kein Garant für schriftstellerische Begabung oder Erzähltalent. Nur weil jemand über sein Schicksal schreibt nachdem er 185 Jobs und die halbe Welt bereist hat, heißt das nicht, dass automatisch alles aus seiner Feder gut ist.

Nur weil jemand vom eigenen Vater verprügelt wird, ist er kein begandeter Erzähler - so auch im Fall von "Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend" von Andreas Altmann. In seinem Fall wäre es besser gewesen, er hätte einfach Tagebuch geführt, alles einem Therapeuten erzählt und es dabei belassen. Stattdessen ist hierbei ein wirklich selten schlechtes Hörbuch, gelesen vom Autor persönlich, rausgekommen.

Die autobiographische Story des jungen Andreas, der als Sohn eines Händlers für religiöse Devotionalien in Altötting und einer psychisch eher instabilen Mutter aufwächst ist hart, grausam und von physischer und psychischer Gewalt geprägt, leider wird das Ganze so unemotional runtergelesen, dass mir das, was dem kleinen Andreas zustößt irgendwie völlig kalt lässt und nach zwei Stunden auch nicht mehr interessiert. Berichte darüber, wie er zu dem älteren Bruder aufschaut, weil der Klavier spielen und sein Zimmer vollfurzen kann finde ich ziemlich befremdlich.

Alles in allem kein sonderlicher Hörgenuss, da ich leider auch eine starke Abneigung gegen Hörbuchsprecher mit Akzent habe, weshalb ich das Ganze auch nach der dritten CD abgebrochen habe. Muss man sich einfach nicht antun.


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Gespräche aus der Community

Neu
Habt ihr Lust auf eine Reise mit mir um die Welt? Wir fliegen, fahren oder laufen jetzt nicht gemeinsam los, sondern ich dachte da eher an mein neues Buch "Gebrauchsanweisung für die Welt", das ihr gemeinsam in einer Leserunde lesen und mir dazu Fragen stellen könnt. Das Buch ist im September bei Piper erschienen.

Hier noch ein paar mehr Infos:
Die Einsamkeit ägyptischer Provinzhotels. Überlandfahrten im stinkenden Bus. Moderne Raubritter in Kolumbien. Gefrorenes Zahnputzwasser in Sibirien. Gepökelter Schafskopf zum Frühstück. Materialmüde Hängebrücken. Hitze. Durchfall. Fieber. Angst. Aber auch: die Zartheit eines Abends in Kabul. Verständigung mit Händen und Füßen. Staunen im Tempel. Freude beim Überlisten eines Grenzbeamten. Der Herzschlag des Zugfahrens. Die Großzügigkeit von Fremden. Mit Shakespeare und Eric Clapton in Nowosibirsk. Eine Liebelei in der Wüste. Das Spätnachmittagslicht über dem Berg Sinai. Kaum jemand hat sich dem Zauber und den Härten fremder Länder so ausgeliefert wie Andreas Altmann, und seine Anweisung ist nichts weniger als eine wilde Liebeserklärung an das Reisen.

--> Leseprobe zum Buch

Bis einschließlich 03. Oktober habt ihr jetzt Zeit, euch für diese Leserunde und eines der 25 Freiexemplare zu bewerben, die ich zusammen mit meinem Verlag gern vergeben möchte. Die Gewinner nehmen dann automatisch an der Leserunde teil und schreiben eine Rezensionen zum Buch. Natürlich ist auch jeder herzlich in der Leserunde willkommen, der sich das Buch anderweitig besorgt oder schon kennt.

Wenn ihr also dabei sein und "Gebrauchsanweisung für die Welt" für die Leserunde gewinnen möchtet, dann beantwortet folgende Frage im Unterthema "Bewerbung":

Wohin wolltet ihr schon immer mal reisen und was hat euch bisher davon abgehalten?

Ich wünsche uns viel Freude bei der Leserunde!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Andreas Altmann wurde am 02. Oktober 1949 in Altötting (Deutschland) geboren.

Andreas Altmann im Netz:

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