Andreas Altmann Getrieben

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Inhaltsangabe zu „Getrieben“ von Andreas Altmann

Vorwarnung: "Es wäre schön, wenn die Leute beim Verlassen des Theaters gedankenverloren auf die Fahrbahn gerieten und von einem Taxi überfahren würden." (Edward Albee) Andreas Altmann hat Albee ernstgenommen. Seine moralabstinenten Stories verstören, entrücken, konfrontieren den Leser mit seinen eigenen dunklen Seiten. Aber keine Angst, A.A. geht nicht über Leichen – über Leichtverletzte aber schon. Andreas Altmann ist getrieben von Reiselust. In diesem Buch mit größtenteils bislang unveröffentlichten Abenteuer- und Liebesgeschichten unternimmt der Autor mit seinen Reisen in die Ferne immer auch eine Reise zu sich selbst, auf der Suche nach dem wilden Leben. Denn allen Stories gemein ist Altmanns unbezwingbares Verlangen nach jener Unmittelbarkeit der Erfahrungen, um derer willen er auch Schmerz und Leid nicht scheut, wenn sie ihm nur Augenblicke größtmöglicher Intensität versprechen.Schön für den Leser, kann er doch teils voyeuristisch, teils schaudernd, teils gerührt an Erfahrungen teilhaben, die von Diebstählen bis Drogenexzessen, von romantischer Verführung bis hin zu ganz speziellen sexuellen Erfahrungen reichen. Reflexionen über den Sprachverfall, über seine literarische Initiation oder seine prämierte Reportage über ein Aidskloster komplettieren das Buch des Kisch-Preisträgers. Gemeinsam ist allen Geschichten, dass Altmann nicht in Ordnung und Bestätigung, sondern im Widerständigen und überraschenden Moment, im Fremden das Lebendige als das ausschließlich Lebenswerte sucht. Seine nicht selten aufblitzende antibürgerliche Amoralität relativiert sich dadurch als ein besonderer Weg der Sinnsuche.

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    Getrieben

    R_Manthey

    10. July 2015 um 09:32

    Andreas Altmann graut vor der Wohlfühlgesellschaft. Und er widmet dieses Buch mit zahlreichen Erzählungen allen, "die ihr Recht auf ein eigenständiges, eigenwilliges Leben nicht verraten haben". Weil ich keine Ahnung habe, was die Wohlfühlgesellschaft sein soll, bleibt mir wohl auch das Grauen vor ihr erspart. Ansonsten kann man sich durch die Altmannsche Widmung zunächst durchaus angesprochen fühlen, auch wenn man die in ihr versteckte Selbsterhöhung des Autors ahnungsvoll belächelt. Die Stories aus der weiten wilden Welt werden dieser Ahnung dann auch schnell gerecht und erweisen sich als Geschichten aus Altmanns kleinem Ego-Universum. Sein unstetes Leben lässt vermuten, dass er sucht und nicht weiß wonach. Von diesem merkwürdigen Weg erzählen seine Geschichten. Seine Helden scheuen sich oft nicht davor, andere Menschen zu betrügen. Nicht etwa aus Not, sondern aus Prinzip. Sie klauen Bücher und betrügen Versicherungen, damit sie das Leben in sich fühlen, die Angst, das Risiko oder Gott weiß was. Im Grunde geht es dabei wohl eher nur darum, sich das eigene miese Handeln schönzureden. Gelegentlich macht sich sogar der liebe Gott darüber lustig und lässt den Ich-Erzähler impotent werden, als eine Geliebte Kind und Ehe verlangt und damit sein "Recht auf ein eigenständiges, eigenwilliges Leben" in schreckliche Gefahr bringt. Irgendwann trifft man, wenn man beim Betrügen besonders clever sein will, zwangsläufig auf seinen Meister. Auch davon berichtet dieses Buch. Und von noch vielem anderen aus Altmanns Leben, das in der Tat ziemlich bunt und wild zu sein scheint. Mich hat es recht bald angefangen zu langweilen, obwohl die Geschichten sehr gut geschrieben sind. Allerdings scheint sich der Autor auf der Suche nach Tiefe im Leben in recht flachem Gebiet verirrt zu haben. Dafür lernt man ihn wenigstens tiefer kennen. Und das erweist sich wenigstens für eine Weile als recht amüsant.

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  • Rezension zu "Getrieben" von Andreas Altmann

    Getrieben

    Kossi

    29. May 2008 um 14:13

    Er bringts! Und vor allem über die Sprache! Andreas Altmann hat eine wunderbare Art, sich und sein Leben, bzw. seine Erfahrungen auszudrücken. Fast zärtlich und behutsam wandern die Augen des Lesers über seine Worte, die sich zu atemberaubenden Sätzen formen. Wäre dieses Buch in anderer Schreibweise verfasst worden, aber mit dem gleichen Inhalt, so könnte man meinen, es sei ein "Schundbuch". Geht es doch auch um diverse "Randthemen" dieser Gesellschaft wie Vergewaltigung, homosexuelle Körpervereinigung und sogar Sex mit Tieren. Ja, ich gestehe. Die Geschichten, in denen Altmann über Frauen, Liebe und Sex in den verschiedensten Formen schreibt, haben mir am besten gefallen. Eben weil der Schreibstil so außergewöhnlich toll ist, dass man kaum merkt, dass er über Sex schreibt und man dennoch fasziniert davon ist! Zudem hat mich seine Liebe zu Büchern, Buchstaben und Worten beeindruckt. Steht sie meiner eigenen Leidenschaft dazu doch in einem sehr engen Verhältnis gegenüber. Auch hier habe ich jedes einzelne, wunderbar überlegte Wort, genossen. Obwohl das Buch in kleinere Kurzgeschichten unterteilt ist, hat man doch das Gefühl, eine Art Roman zu lesen. Denn in jeder Geschichten lernen wir ja den Autor besser kennen, bis er uns letztendlich ans Herz wächst und man sich fragt "Was erlebt er wohl sonst noch alles?" Ich muss sagen, dass ich Bücher mag, die "anders" sind und das ist dieses auf jeden Fall. Denn welcher Autor würde in einem Vorwort schreiben, dass er dem "falschen" Leser von diesem Buch abraten möchte? Bei mir hat es genau das Gegenteil bewirkt, denn ich dachte "Pöh... er will mir abraten? Jetzt erst recht!" Eine gelungene Idee, die neugierig auf das Buch macht! Getrieben.... vom Leben.... schrieb Altmann dieses Buch... lassen auch Sie sich von ihm treiben. Bin begeistert!

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