Andreas Blühm Masters of Impressionism

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Inhaltsangabe zu „Masters of Impressionism“ von Andreas Blühm

Kölns ältestes Museum, das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud – kurz Wallraf genannt –, ist eine der großen klassischen Gemäldegalerien Deutschlands und besitzt die bedeutendste Sammlung westlicher Kunst vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert im westdeutschen Raum. Seine Sammlung impressionistischer Malerei ist gar die größte in Deutschland – nicht zuletzt dank der Gemälde der Fondation Corboud, die im Jahre 2001 als Stiftung des Schweizer Sammlers Gérard J. Corboud an das Wallraf übergegangen sind. Die besonderen Schätze des Impressionismus, die das Wallraf zu seinem Sammlungsbestand zählt, werden nun erstmals in einem prachtvollen Bildband vereint. Monet, Renoir, Sisley und viele andere große Meister werden mit ihren Werken in den Blickpunkt gestellt. Ein Augenschmaus für den Leser auf einem Rundgang durch die Malereigeschichte von 1874 bis 1926.

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  • Rezension zu "Masters of Impressionism" von Andreas Blühm

    Masters of Impressionism

    HeikeG

    12. August 2008 um 15:41

    "Alle Kunst ist der Freude gewidmet." Diese Worte Friedrich Schillers können als Leitmotiv über dem wunderschönen Bildband "Meister des Impressionismus" stehen, denn es ist fürwahr eine Freude, dieses prachtvolle Werk aus dem Hause Hatje Cantz anzuschauen und in den farbenfrohen Gemälden aus der Zeit des Impressionismus zu versinken. Auf 344 großformatigen Seiten mit 290 farbigen Abbildungen werden dem Leser und Betrachter die Türen des Kölner Wallraf-Richartz-Museums geöffnet, das wohl einzigartig in Deutschland (und weit darüber hinaus), die Geschichte dieser Malerei in Breite und Tiefe so gut erzählen kann. Einzigartig vor allem daher, da das ganze Panorama des Impressionismus vor dem Betrachter ausgebreitet werden kann, beginnend mit den Vorläufern, Hauptmeistern, Nachfolgern sowie deutschen und niederländischen Sonderwegen. Alle zweihundertsiebzig Gemälde, die im Bestand des Museums sind, werden in diesem Band vorgestellt. Ein Feuerwerk an Farben und Impressionen. Apropos Impressionen: Der Begriff Impressionismus leitet sich von dem lateinischen Wort impressio, -onis ab, was Eindruck, Sinnesempfindung bedeutet. Namensgeber war das Landschaftsbild "Impression, soleil levant" (1872) von Claude Monet (befindet sich heute im Musée Marmottan Monet in Paris). Das inzwischen berühmteste Gemälde des Impressionismus fiel allerdings in seiner ersten Ausstellung beim Publikum durch, für uns heute kaum vorstellbar. Ebenso wie die Bilder von Monet, Cézanne, Pissaro, Renoir, Degas und anderen "Impressionisten". Aufgrund ihrer Maltechnik bezeichnete man sie als "Intransigeants" ("Die Eigensinnigen") und sie ernteten nur Spott und Kritik. Im Jahre 1874 veranstalteten die Künstler auf eigene Initiative eine Kunstausstellung, wiederum mit einer katastrophalen Resonanz beim Publikum und den "Offiziellen". Der Kritiker Louis Leroy beschimpfte Claude Monet als "Impressionisten" (Künstler des "flüchtigen Augenblicks") und bezichtigte ihn der Oberflächlichkeit. Nach dieser Ausstellung sprach jeder nur noch von den "Impressionisten", was anfangs sehr abwertend gemeint war. "Ich will ganz Auge sein" (Édouard Manet) In Frankreich lag der Ursprung dieser Kunst, etwa ab dem Jahre 1870. "Die Epoche von der ersten Impressionisten-Ausstellung bis zum Tod Monets 1926 war dank der Franzosen eine Blütezeit der Malerei.", schreibt der Herausgeber und Direktor des Kölner Wallraf-Richartz-Museums Andreas Blühm in seinem Vorwort. Denn trotz der anfänglichen Häme und Misserfolge ließen sich die Maler nicht entmutigen und malten weiter. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden sie dann endlich die ihnen gebührende Beachtung. Endlich wurde Hohn und Spott durch Anerkennung ersetzt und entwickelte sich zu einem internationalen Phänomen, zu dem in Deutschland Maler wie Max Liebermann, Max Slevogt und teilweise Lovis Corinth gezählt werden. Betrachtet man heute diese wunderschönen, meist mit wenigen, lockeren, groben und eher kurzen Pinselstrichen eingefangenen flüchtigen Augenblicke, die größtenteils bis zur Skizzenhaftigkeit, verschwommen dargestellten Objekte in zumeist hellen und kräftigen Farben, erfährt man geradezu einen Glücksrausch. Nicht mehr das erzählende Thema, sein Wesen oder gar das abstrakte Ding an sich stehen im Vordergrund, sondern die leuchtenden Farben und deren subjektive Wahrnehmungen: eine neue Art des Einfangens und Malens sensueller "Eindrücke", des Festhaltens von Sinneseindrücken auf der Leinwand. Aus der Entfernung verschwimmen die Farben und erzeugen mit Hilfe des Gehirns des Betrachters einen Eindruck über das Detail. Dadurch wird dessen Fantasie mit einbezogen, der Schauende nimmt aktiv an der Wirkung eines Bildes teil. Komposition, räumliche Wirkung und Linien treten zurück. Gegenstände und Licht und Schatten werden durch das Spiel von Licht und Farben auf der Oberfläche dargestellt. Treffend formulierte dies der französische Lyriker Jules Laforgue: "Das impressionistische Auge ist der menschlichen Entwicklung am weitesten voraus, es ist das Auge, das die kompliziertesten Verbindungen von Nuancen und Farbtönen erfasst und wiedergegeben hat... Die Impressionisten gaben die drei großen Illusionen auf, nach denen sich die akademischen Maler richteten - Linie, Perspektive und Atelierbeleuchtung. Wo der eine nur die Konturen der Objekte sieht, sieht der andere die wirklich lebendigen Linien, die sich nicht aus geometrischen Formen, sondern aus tausend unregelmäßigen Strichen zusammensetzen, die aus der Entfernung zum Leben erweckt werden. Wo der eine die Dinge auf Grund seiner theoretischen Komposition perspektivisch in regelmäßig gestaffelten Ebenen sieht, sieht der andere, wie die Perspektive aus tausend hingetupften Nuancen und Pinselstrichen und durch den sich wandelnden Zustand der Atmosphäre geboren wird." "Welche Freiheit. Welche Leichtigkeit in der Fraktur!" (Louis Leroy) Und zu ergötzenden Betrachtungen lädt dieser Bildband ein. Nach einem Vorwort und einer kurzen Einführung in die Geschichte des Impressionismus durch Eva-Maria Klother - beide zweisprachig (deutsch, englisch) -, werden die Türen der Museumsräume weit aufgestoßen und geben den Blick auf ihre bezaubernde Sammlung frei. Gegliedert in die einzelnen Abschnitte dieser Epoche wandert der Betrachter von den Vorläufern (u. a. Daubigny, de la Pena, Courbet oder Boudin), über die Anfänge, die Reifezeit, die Moderne bis zur jüngeren Generation dieser zauberhaften Malereiform auf einem imaginären Zeitenstrahl entlang. Tür um Tür öffnet sich und entfaltet seine Pracht. Namen wie Paul Gauguin, Camille Pissaro, Claude Monet, Edouard Manet, Auguste Renoir, Paul Cezanne oder Vincent van Gogh klingen in den Ohren. Aber auch weniger bekannte Künstler und Künstlerinnen werden dem Betrachter dargeboten und stehen keinesfalls im Schatten ihrer berühmten Vertreter. So zählten zweifelsohne die beinahe zu lebenden Landschaftsimpressionen von Gustave Caillebotte (z. B. "Die Ebene von Gennevilliers, gelbe Felder" [1884] oder "Nebenarm der Seine, Herbststimmung" [1890]), Henri Morets "Heidelandschaft von Saint-Guinolé bei Pont-Aven" [1900], Maxime Maufras "Winterlandschaft" [1890] oder die "Blühenden Apfelbäume" [ca. 1900] oder der grandiose "Sonnenuntergang bei Croisic, bretonische Landschaft" [1895] von Fernand Loyen du Puigaudeau zu den Favoriten der Rezensentin, obwohl es wahrlich schwer fiel, zu werten. Fazit: Ein wahres Feuerwerk an Farben strömt auf den Betrachter ein. Ein Bild schöner als das andere. Auf jeden Fall sind die Neugier und der unbedingte Wunsch geweckt, die Werke auch im Original zu betrachten.

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