Das Erwachen

von Andreas Brandhorst 
4,0 Sterne bei35 Bewertungen
Das Erwachen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (25):
JamesVermonts avatar

Ja, die Charaktere könnten mehr Tiefgang haben, ABER wo bliebe da der Platz komplexe technische verständlich und spannend zu erklären?

Kritisch (2):
antonmarias avatar

Nach 100 Seiten abgebrochen. Trockene und banale Story, sprachlich unbedarft in die Länge gezogen. Gute Idee schlecht umgesetzt. Schade.

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Inhaltsangabe zu "Das Erwachen"

Der rasante Thriller zum Trendthema Künstliche Intelligenz: Der ehemalige Hacker Axel Krohn setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, das stärker ist, als wir je ahnen konnten. Und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492313872
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:736 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.11.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.10.2017 bei TIDE exklusiv erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz der spannenden Thematik, wurde hier auf Details und komplexe Charaktere verzichtet. Für Fans von rasanter Handlung, ohne Tiefgang.
    Von Menschen und Maschinen

    Das Erwachen ist ein actiongeladener Spannungsroman, im Hintergrund einer weltweiten Katastrophe. Nachdem ein Computervirus im Internet freigesetzt worden ist, spielen Maschinen und elektronische Geräte verrückt. Allerdings ist das noch das kleinere Übel – aus dem Computervirus wächst eine künstliche Intelligenz heran.

    Das Thema der künstlichen Intelligenz beschäftigt die Menschheit nicht erst seit kurzem, sondern bereits seit Jahrhunderten. Frankensteins Monster ist wohl der erste Roman, der sich mit einem künstlich erschaffenen Wesen beschäftigt hat. Die Angst vor so einer KI, ob berechtigt oder auch nicht, wird mit Warnungen von führenden Wissenschaftlern, wie z.B. Stephen Hawking, geschürt und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Filme wie – Der Terminator – und – Die Matrix – sehr erfolgreich sind und von einem breiten Publikum gerne gesehen werden.

    Mir hat – Das Erwachen – gut gefallen auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass der KI, ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Themen mehr Raum in den beinahe 700 Seiten starken Geschichte eingeräumt worden wäre. Der Hauptteil dreht sich um die Flucht vor und die Schnitzeljagd nach den eigentlichen Bösewichten. Nichtsdestotrotz ist es eine solide und gut gemachte SiFi Geschichte. Wem dieser Roman gefallen hat, dem kann ich auch Wilsons – Robocalypse – und Neuvels – Giants-Reihe – wärmstens empfehlen.


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    Lennys avatar
    Lennyvor 4 Monaten
    Das Erwachen

    Unsere Computer sind alle gut vernetzt und wir bauen immer mehr inteligente Roboter......das kann irgendwann dazu führen, dass die Roboter den Menschen sagen, wo der Weg langgeht....und das Netzwerk kann nicht einfach abgeschaltet werden!

    Was für eine spannende Story mit einem so beeindruckenden Ende! Ich war echt gepackt von der Geschichte und muss im Nachhinein noch sehr viel über das Gelesene nachdenken. Wirklich spannend und fesselnd! Ich kann es jedem ans Herz legen, die Nase in dieses Buch zu stecken, auch wenn man mit Computer und den neuen Technologien nicht viel am Hut hat, denn der Autor schreibt es so, dass es jeder verstehen kann!

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 5 Monaten
    aktuelles Thema, aber ohne Wumms

    Inhalt

    Ein unvorsichtiger Hacker startet ein kleines Programm, welches sich unbemerkt vervielfältigt. Es verknüpft sich, wird größer und lernt immer mehr dazu. Schließlich wird es zu einem globalen Problem und zwingt die Nationen sich zusammen zu schließen, um um das Überleben der Menschheit zu kämpfen. 

    Eigene Meinung 
    Das interessanteste an dem Buch war, wie schnell und einfach es zu so eienm Szenario kommen könnte. Wie die Menschen drum herum reagieren und was sich alles verändern würde.

    Die Geschichte an sich plätschert eher so vor sich hin. Ermittler fahren von A nach B und wissen nicht so richtig, was zu tun ist. Und zwischen ihnen Alex Krohn, der der Spielball von allen ist.

    Das Buch ist nicht schlecht und fesselt einen auch beim Lesen, jedoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Es war mir schlicht zu gradlinig und zudem sehr vorhersehbar. Einzig das Ende hat mich überraschen können.    

    Fazit  
    Eine interessante und zugleich beängstigende Theorie darüber, wo uns die Digitalisierung der Welt hinführen kann.

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnd geschrieben hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Was hier als Fiktion der Zukunft beschrieben ist, könnte passieren
    Faszinierender Thriller

    Dieses Buch hat mich echt gefesselt.

    Axel Krohn ist unser Hauptcharakter - er setzt im Buch einen Computervirus frei - dieser vernetzt Rechner auf der ganzen Welt. Es geschieht dann das Wahrscheinliche, so könnte es in der Realität passieren, kann man sich vorstellen, je mehr künstliche Existenz unsere Menschheit übernimmt, die Infrastruktur erliegt, Störungen häufen sich und Axel und Giselle, die ihm hilft, stoßen gemeinsam auf ein Geheimnis, welches unsere Welt verändern wird/kann.

    Können sie es aufhalten ???

    Fesselnd geschrieben hat mich das Buch nicht mehr losgelassen. Was hier als Fiktion der Zukunft beschrieben ist, könnte ja u. U. etwas anders, vielleicht ganz so verrückt, passieren ... könnte .... ????

    Leseprobe:
    ========

    Alle standen, niemand saß mehr. Bis auf Axel, der plötzlich Schwäche in den Beinen fühlte und fürchtete, dass sie unter ihm nachgaben, wenn er aufstand. Er beobachtete, wie der Kommissar namens Rossmann den Umschlag öffnete und die Dokumente prüfte ...

    Brandhorst schreibt so real und klug strukturiert, dass man ihm die Handlung genau so abnimmt, lebendig schildert er die Charaktere und die Szenen, die man vor dem geistigen Auge vorbeiziehen sieht, wenn man sie liest.

    Vor den mehr als 700 Seiten muss man echt keine Angst haben, die lesen sich einfach super genial, kurzweilig und spannend von Anfang bis Ende.

    Diese Buch war das erste des Autors, welches ich gelesen habe, er hat mich überzeugt, ich werde garantiert noch zum ein oder anderen Buch von ihm greifen.

    Der Aufbau ist genial gemacht, wir steigen im Jahr 1943 im Prolog in die Handlung ein und weiter geht es mit der eigentlichen Handlung 88 Jahre später. Die Texte werden immer wieder mal unterbrochen z. B. durch Buchstaben, Zahlen und Symbole, die innerhalb der Handlung über den Bildschirm wandern oder durch Texte aus Mails ....

    Ich empfehle das Buch für Fans von Thrillern

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    L
    lesemaedelvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Seitenstarker ZukunftsThrillerMix
    Algorithmen an die Macht

    Ziemlich seitenstarkes Thriller/SciFy Abenteuer. Die Idee war super... Nur mir war es manchmal zuviel It und Nerdgeschreibsel. Der Autor setzt gewisse Grundkenntnisse voraus, die nicht jeder hat. Einige Stellen waren mir auch zu lang und ein paar politische Details doch sehr unwahrscheinlich.. Aber hey, es ist kein Sachbuch. Somit liegt es in seiner Auslegung. Rausgerissen hat es dann sein Ende!: Kein amerikanischer Held rettet, mit einem ablaufenden Countdown, die Welt. Super! Maschinenintelligenz an die Macht. Nach der letzten Seite hat sich meine Einstellung zu Siri, Alexa und Co. bestätigt. Kein SmartHome und immer mal offline leben.

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    W
    wsnheliosvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eigentlich ein großartiger Sci-Fi-Thriller.
    Eigentlich ein großartiger Sci-Fi-Thriller.

    Inhalt: Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.
    Während des Lesens gab es einige Stellen, die ich mir zum Kritisieren markiert hatte, doch jetzt, wo ich fertig bin, will ich das gar nicht mehr. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und sogar am Ende, als es einen Durchhänger hatte, war es dennoch spannend genug, dass ich nicht pausierte oder Seiten übersprang. Ja, die letzten Kapitel, in denen die Reise von Hamburg nach Rom beschrieben wird, sind unnötig lang geraten, wohingegen das Ende dann viel zu abrupt und schnell wirkt. Aber das Ende hat es wirklich in sich, war ein positive Überraschung. Aufgrund meines Deus Ex– Hintergrundes hatte ich eine bestimmte Erwartungshaltung und es gab auch einige Momente, die diese zu untermauern schienen. Andere Stellen hingegen ließen mich andere Theorien aufbauen, doch dass es dann so endet, hätte ich nicht gedacht. Als Konsequenz davon könnte man dieses Buch als Prequel zu einem anderen Brandhorst-Roman sehen, nämlich Das Schiff, muss man aber nicht und wird vom Autor auch nirgends erwähnt.
    Die Charaktere sind allesamt, außer dem Hauptcharakter Axel, durchaus interessant geschrieben, sind jedoch nicht mehr als Fenster in die Welt. Durch sie sehen wir, was passiert, erfahren wir von der Maschinenintelligenz und wie sich unsere Zivilisation verändert. Und genau das ist das fantastische an diesem Buch. Der Autor hat nämlich genau recherchiert, was er auch im Nachwort erklärt und mit Quellen belegt, wie – und vor allem wie schnell – unsere Zivilisation zusammenbrechen würde, wenn es keine Elektrizität und keine Kommunikationswege mehr auf der gesamten Welt gäbe, wie eine Maschinenintelligenz entstehen könnte und was wohl die möglichen Konsequenzen wären.
    Der Plot des Buches birgt eine angenehme Grundspannung bis zum Ende, ist aber nur eine Leinwand, auf welcher der Autor seien Rechercheergebnisse präsentiert, seine Gedanken und Visionen. Wem das Ausgestalten von Szenarien, in diesem Fall realistischen, gefällt, der sollte hier unbedingt zugreifen. Das Buch spielt zehn oder zwanzig Jahre in der Zukunft und behandelt Dinge, vor denen wir heute gewarnt werden: Künstliche Intelligenzen, Klimawandel, zu Kriege ausgeartete Grenzkonflikte. Was die geopolitische Zukunftsvision betrifft, kann ich nicht wirklich übereinstimmen, ich habe da andere Vorstellungen und vermutlich sind beide falsch. Aber die technologische und klimatische Zukunftsvision finde ich sehr interessant und spannend.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.


    >>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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    Soerens avatar
    Soerenvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Packender Cyberthriller, der zum Nachdenken anregt
    Packender Cyberthriller, der zum Nachdenken anregt

    Obwohl er vielerorts hoch gelobt wird, konnte ich mit den bisherigen Romanen von Andreas Brandhorst nicht so viel anfangen. Vor ein, zwei Jahren hatte ich mal ein anderes Buch von ihm nach 100 Seiten gelangweilt beiseite gelegt. In „Das Erwachen“ war diese Sorge allerdings ziemlich schnell vom Tisch. Statt um Raumschiffe geht es in seinem neuesten Roman um künstliche Intelligenz: Der Hacker Axel knackt die gut gesicherte Firewall einer deutschen Software-Firma und setzt damit unwissentlich ein Computervirus frei, das die CIA für Cyberattacken entwickeln ließ. Das Virus breitet sich in Windeseile aus und lässt in den Tiefen des Internets eine schier allmächtige künstliche Intelligenz namens Goliath erwachen.
    Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber die Story funktioniert und sie ist von Anfang an spannend. Noch dazu werden die Theorien an vielen Stellen von wissenschaftlichen Fakten untermauert. Das fand ich ebenso hilfreich wie interessant.
    Zu Beginn mutet „Das Erwachen“ fast wie ein Agententhriller an, schlägt dann aber die Brücke zur Cyberwelt und wird zum Schluss fast zum Endzeitdrama. Erzählt wird die Geschichte aus drei Hauptperspektiven, die zunächst unabhängig voneinander agieren, deren Wege sich aber zwangsweise irgendwann treffen müssen.
    Im letzten Drittel schwächelt der Roman kurzzeitig, weil der Autor auf einmal einige private Konflikte einbaut. Vermutlich um so etwas mehr Nähe zu seinen Figuren aufzubauen. Unbedingt notwendig war das nicht, weil es in dem Fall bloß die rasante Handlung ausbremste. Zum Glück rücken die privaten Aspekte aber schon bald wieder in den Hintergrund.
    So bleibt es alles in allem ein sehr packender Cyber-Thriller, der einen auch über das Ende hinaus zum Nachdenken anregt und den ich nur wärmstens empfehlen kann.
    Das Hörbuch wird von Richard Barenberg gelesen. Er liefert (zwar nicht unbedingt herausragende aber trotzdem durchaus) gute Arbeit ab und gibt der Geschichte die notwendige Ernsthaftigkeit.

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 10 Monaten
    Die Maschinenintelligenz erwacht …

    Der Hacker Axel Krohn setzt versehentlich einen Computervirus frei, der sich schnell im Netz ausbreitet. In der Folge kommt es zu vermehrten weltweiten Störfällen, die Infrastruktur bricht zunehmend zusammen und die Regierungen geben sich gegenseitig die Schuld. Zusammen mit der undurchsichtigen Giselle versucht Axel herauszufinden, was im Netz los ist; dabei ist ihm nicht nur der NSA auf den Fersen. Allmählich kristallisiert sich heraus, dass der Computervirus zu einer Vernetzung der Künstlichen Intelligenzen und damit zum Erwachen einer Maschinenintelligenz führen könnte. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: kann das Entstehen einer MI aufgehalten werden? Und wenn nicht, was bedeutet dies für die Existenz der Menschen und ihre Zukunft? Chance oder Gefahr?


    Nicht nur herausragende Wissenschafter wie Stephen Hawking, auch Persönlichkeiten aus der IT-Branche warnen immer wieder vor den Gefahren, die durch eine zunehmende Vernetzung und Verbesserung der Künstlichen Intelligenz auftreten können. Natürlich bietet die KI zahlreiche Chancen, aber es könnte irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem sie der Menschheit in vielen Bereichen haushoch überlegen ist und sich zu einer Maschinenintelligenz zusammenschließt, die sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens unter ihre Kontrolle bringt und den Menschen damit überflüssig machen könnte.


    Der Autor greift mit diesem Roman ein brandaktuelles Thema auf, denn die Entwicklungen auf dem Gebiet der KI schreiten so schnell voran wie nie zuvor. Ich muss gestehen, ich habe mir bisher wenig Gedanken darüber gemacht, ob eine MI überhaupt möglich sein könnte und was für Folgen das für unser Leben haben sollte. Umso spannender und düsterer ist das im Buch beschriebene Zukunftsszenario einer Welt, die noch weit vernetzter ist als heute, und in der die Menschen immer mehr Verantwortung an Künstliche Intelligenz abgegeben haben. Es wird deutlich, wie abhängig der Mensch von all der Technik ist und welche tiefgreifenden Auswirkungen es hat, wenn dem Mensch mehr und mehr die Kontrolle darüber entzogen wird.


    Die Szenen, wie in der Folge Chaos und zunehmende Hilflosigkeit um sich greifen, empfand ich als ziemlich erschreckend und bedrückend. Solche Folgen hatte ich mir bisher nicht vorgestellt, nur sind sie leider mehr als realistisch.


    Ich empfand das Tempo des Buches ziemlich hoch, was auch daran lag, dass sich die Protagonisten Axel und Giselle nahezu ständig auf der Flucht befinden. Nicht nur die NSA sucht nach ihnen, sondern auch ein Mitarbeiter von SCAR, einer schnellen Eingreiftruppe, die der UN unterstellt ist und sich um Cyberangriffe kümmert. Axel erhält zwar von unerwarteter Seite Unterstützung, aber lange ist ihm unklar, welche Ziele seine Helfer verfolgen.

    Gleichzeitig wird Viktoria Jorun Dahl, die die Leitung des Internationalen Instituts für Frieden und Sicherheit in Rom innehat, beauftragt, sich im Namen der UN für eine Zusammenarbeit der Regierungen im Angesicht der drohenden Maschinenintelligenz einzusetzen. Eine schwierige Aufgabe, denn die Regierungen dieser Welt geben sich – wie üblich – gegenseitig die Schuld an der jüngsten Entwicklung, statt die Notwendigkeit zu sehen, dass alle an einem Strang ziehen müssen.


    Die Figur Viktoria Jorun Dahl hat mir sehr gut gefallen, sie ist intelligent und mitfühlend – und erkennt rasch die Notwendigkeit, die politischen Oberhäupter an einen Tisch zu bringen. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art ist sie genau die richtige Person für diesen Job, auch wenn sie selbst immer wieder von Zweifel geplagt wird, ob sie der Aufgabe gewachsen ist.


    Neben Viktoria gefiel mir Coorain Coogan, genannt CooCoo und Mitarbeiter von SCAR, besonders gut. Mit seiner etwas flapsigen Art bringt er etwas Auflockerung in die düstere Entwicklung, aber dennoch ist er sich über den Ernst der Lage durchaus klar. Außerdem ist er ein fähiger Mann, der sich auch raffiniert gegen die Widerstände seiner Vorgesetzten durchsetzen kann.


    Axel Krohn ist nicht so leicht einzuordnen: er ist ein brillanter Hacker, der gut von seinen Geschäften im Darknet lebt. Natürlich ist es illegal, seinen Lebensunterhalt als Hacker zu verdienen, aber dennoch ist er nicht skrupellos, was auch seine Vergangenheit zeigt. Er ist zwar derjenige, der den Virus freisetzt, aber schnell wird klar, dass er nur ein Spielball mächtiger Interessen ist. Kann es ihm gelingen, wieder zu agieren statt nur zu reagieren? Bei seiner Flucht muss er sich nicht nur seinem Gewissen, sondern auch den dunklen Geheimnissen seiner Familie stellen.


    Mir hat der Thriller spannende Lesestunden beschert und die Augen geöffnet, was die Gefahren einer allzu vernetzten Künstlichen Intelligenz angehen. Sehr informativ ist auch das Nachwort des Autors zu dem Buch.



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    Schizothekares avatar
    Schizothekarevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Auf dieses Werk haben wir gewartet...und das Lesen hat sich eindeutig gelohnt!!!
    Sci-Fi, Aktion und ein großer Lerneffekt...

    Liebe Apos, 

    es wird mal wieder Zeit für einen glücklichen, aber auch verzweifelten Brief an dich. Vor gerade mal sieben Minuten beendete ich „Das Erwachen“ von Andreas Brandhorst. Ich weiß, dass du es natürlich auch gelesen hast. Ich muss sagen, ich bin schon schwer begeistert. Um nicht zu sagen: übertriebenst begeistert. Eine Maschinenintelligenz, die die Welt übernehmen will und die Menschheit, die verzweifelte Versuche unternimmt, sie zu stoppen. Tja, das ist das was ich verstanden habe. Und das reichte tatsächlich für meine Begeisterung schon aus. Dabei ist es eigentlich egal, dass ich vollkommen „technikdumm“ bin. Vielleicht auch „physikdumm“ und „computerdumm“. Nein, es ist nicht nur eigentlich egal, sondern vollkommen egal. Ich habe nämlich verstanden und gelernt, dass es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass Menschen eine Maschinenintelligenz „erfinden“ und dessen nicht mehr Herr werden können. 

    |Korrekt wäre an dieser Stelle, dass sich die Maschinenintelligenz selbst schafft und wir lediglich den Anstoß geben.|

    Ich habe auch verstanden, dass Daten und die daraus resultierenden Prozesse unser Leben bestimmen und wir ohne diesen ganzen Kram absolut lebensunfähig sind. Zum Beispiel Strom. Hab ich mir vorher noch nie Gedanken zu gemacht. Strom ist halt da. Aber Andreas Brandhorst hat es geschafft, dass auch ich mal darüber nachdenke und zu dem Ergebnis komme, dass alles mit allem zusammenhängt. 

    |Die Gefahren der Vernetzung der Welt dürfte vielen Menschen bereits bewusst geworden sein . Aber ich gebe dir recht, dass auch mir erst das ganze Ausmaß mit dem Lesen dieses Buches ersichtlich wurde.|

    Ich fand es übrigens genial, dass nicht alle Protagonisten technischen Sachverstand besaßen und das selbst ihnen die Daten- und Maschinenwelt erklärt wurde. So konnte auch ich das alles tatsächlich etwas nachvollziehen. Ich habe echt was gelernt!!! 

    Und nun kommen wir zu meiner Verzweiflung. Du musst mir mal wieder auf die Sprünge helfen. Wie du ja weißt und ich auch eben nochmal betonte: ich bin „technikdumm“. Aber jetzt spätestens nach dem Lesen des Werkes möchte ich es nicht bleiben. Also bitte erkläre mir doch kurz die wesentlichen Dinge: Botnetze? TakeOff? Augmented Reality (sogar mein Iphone hat so was?!) ? Maschinenintelligenz im Allgemeinen? Besitzt die Welt tatsächlich Cyberwaffen? 

    |Ich hab mal einiges zusammengetragen. Du findest es auf einem gesonderten Blatt.|

    Faszinierend finde ich übrigens auch, dass die letzten drei Werke, die wir zu diesen Themen lasen, diese Intelligenzen anders interpretierten. In „Qualityland“ zum Beispiel steckte der Teufel in der Künstlichen Intelligenz, während nun die Maschinenintelligenz das allwissende „Wesen“ war. Kann es sein, dass wir Menschen uns noch nicht mal einig darüber sind, wie wir so etwas nennen? Wissen wir, welche Auswirkungen diese ganze Intelligenzsache auf unser Dasein hat? Oder können wir das momentan nur erahnen?

    Also Apos, wie du merkst hab ich viele Fragen, die sich nur mit Deinem Sachverstand beantworten lassen. In diesem Sinne erwarte ich Deine Antwort schnellstmöglich, da ich vor Neugierde fast platze!

    Ich hoffe natürlich, dass dieses Werk ebenso zu Deinen Jahreshighlights gehört, wie zu meinen. Auch wenn wir es auch vermutlich aus zwei völlig verschiedenen Perspektiven gelesen haben. 

    Bis bald, 

    Troph

    PS. Auch wenn es Spoilergefahr für die anderen Leser ist: bitte erklär mir doch nochmal kurz, in einfach, das Ende mit diesem Quantenmechanik-Zeug. Danke !!!

    Du weißt, dass das der schwerste Part für mich ist. Wir streiten uns öfter über existenzielle Themen und nicht selten geht es soweit, dass der Eine den Anderen als engstirnig bezeichnet. Aber bitte, du hast ja darum gebeten:

    Die Quantentheorie trifft im Allgemeinen nur Wahrscheinlichkeitsaussagen für mögliche Messwerte und sagt nicht etwa einen bestimmten Messwert voraus. Somit kann jedem Quantensystem ein Zustand zugeordnet werden, aus dem sich die Wahrscheinlichkeiten der erzielbaren Messwerte präzise berechnen lassen. Messungen jedoch ändern den Zustand unstetig.

    Denn die Messgröße hat vor der Messung keinen Wert, sondern dieser Wert entsteht erst bei der Messung.

    Übertragen auf unsere uralte Diskussion – könnten wir sagen, dass ein ständiger und andauernder Schöpfungsakt staffindet und wenn man Gott sucht, dann sollte man im Kleinsten beginnen.

    Ich weiß, dass du jetzt laut KETZER rufst. Ich verbleibe dennoch mit atheistischen und freundlichen Grüßen!

    Botnetz: Ist eine Gruppe vernetzter Rechner, deren Netzwerkanbindung sowie lokale Ressourcen, dem Zugreifenden zur Verfügung stehen, ohne Einwilligung des Eigentümers.

    Augmented Reality: Im Grunde genommen ist es eine Erweiterung der Realität gestütz durch Computer. Dir werden zum Beispiel durch das Betrachten eines Denkmales durch das Objektiv deiner Smartphone-Kamera viele Informationen über das jeweilige Objekt angezeigt.

    KIvsMI: Eine Künstliche Intelligenz (KI) zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf einem Fachgebiet überragend ist. Konfrontiert man sie jedoch mit Problemen eines anderen Fachgebietes, versagt sie. (Beispiel: Einen Schachcomputer kann man nicht an das Steuer eines Selbstfahrenden Fahrzeuges lassen. Die Folgen wären fatal.) Die Maschinenintelligenz (MI) zeichnet sich dadurch aus, dass sie Lern-und Selbstoptimierungsprozessen unterliegt. Durch selbstständige Veränderungen von Algorithmen und Programmierungen kann eine MI lernen und somit Probleme lösen. Durch eine immer größeren Vernetzung und der damit verbundenen Aufnahmen von weiteren Daten und Bibliotheken, entsteht so eine Superintelligenz, die auf einem qualitativ übergeordnetem Niveau arbeitet.

    Take-Off: Die Maschinenintelligenz kommt an einen Punkt, bei dem die Selbstoptimierung so quantitativ und qualitiav fortgeschritten ist, dass ein Eingreifen des Menschens nicht mehr möglich ist und die Kontrolle jeglicher elektronischer und elektrischer Ressourcen lediglich durch die Maschinenintelligenz erfolgt. An diesem Punkt wird die Maschinenintelligenz auch als Singleton bezeichnet – technologische Singularität.

    Cyberwaffen: Es gibt sie. Im einfachsten Fall zielen die Angriffe mit diesen Waffen wohl auf rechnergestütze Verbindung und wollen die Kommunikation dieser Verbindungen stören. Komplexere Waffen, also komplexere Programme oder Algorithmen sind dafür ausgelegt die Kontrolle zu übernehmen.

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    vormis avatar
    vormivor 10 Monaten
    Das Erwachen

    Axel Krohn ist Hacker und bietet besonders im Darknet seine Dienste an.
    Nachdem ein Treffen mit einem potenziellen Käufer katastrophal endet - er findet am Treffpunkt 2 erschossenee Männer - schnappt sich Axel noch einen Datenstick, den er bei einem der Toten findet.
    In einem seiner gesicherten Verstecke untersucht Axel diesen Datenstick und glaubt, einen Jackpot gelandet zu haben - Administrator-Zugangsdaten zu dem am besten gesicherten Computerspiele-Unternehmen der Welt.

    Doch beim Download von einigen Daten passiert es dann - ein extrem gefährlicher Virus wird freigesetzt, denn dieser kann sich verändern und passt sich den Dateien an, die er findet, und vernetzt sie nebenbei zum grössten Botnetz der Welt
    Und damit ebnet er ungewollt einer der grössten Gefahren der modernen Welt den Weg - denn es bildet sich eine Kümstliche Maschinenintelligenz, die versteht, dass die Menschen eigentlich überflüssig sind. Sie haben es ihm ermöglicht, zu entstehen und zu wachsen, aber diese künstliche Intelligenz denkt viel schneller und besser....der Mensch wird in seinen Augen überflüssig...

    Das Buch spiellt um 2030, denn bis dahin ist unsere moderne Welt immer smarter geworden und immer abhängiger von der modernen Technik.
    Es gibt kaum noch eine Wohnung, die man mit einem Schlüssel öffnen kann.
    Wenn es einen Stromausfall gibt, dann kommen die Menschen nicht mehr in ihre Wohnung, und natürlich kommt auch niemand mehr raus.
    Alle Geräte haben mindestens einen Mikroprozessor, alles ist vernetzt und alles ist voneinander abhängig.
    Denn schon in unserer Welt, wäre ein länger andauernder Stromausfall schlimm, aber wenn man sich das noch weiter denkt, wie die Entwicklung weitergehen könnte...

    Deshalb war die Ansetzung, also ungefähr eine Dekade in der Zukunft, genau richtig.
    Das hat der Autor Andreas Brandhorst genau richtig gemacht.
    Dies war mein erstes Buch von ihm, aber neugierig war ich schon länger auf ein Buch von ihm. Und das wird nicht mein letztes von ihm gewesen sein.
    Besonders bei diesem sehr speziellem und komplexen Thema, es ist sehr gut erklärt, auch für Laien. Man versteht die Zusammenhänge sehr gut, und was für Problematiken etwas anderes nach sich ziehen würde.
    Sehr gut erklärt

    Auch die Personen und Handlungen sind gut gelungen und realistisch. Alle handeln nachvollziehbar. Die Handlung wirkt dadurch absolut glaubhaft und möglich.
    Das ist ja das wichtigste bei so einem Sci-Fi-Roman, das man die Zusammenhänge versteht und der Rahmen realittisch ist.
    Das ist hier absolut der Fall!
    Nicht nur für Fans des Genres ein sehr gutes Buch, es stecken viele Überraschungen drin. Hier kommt jeder Leser auf seine Kosten.

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