Andreas Brandhorst Das Erwachen

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 4 Leser
  • 14 Rezensionen
(11)
(4)
(4)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Das Erwachen“ von Andreas Brandhorst

In »Das Erwachen« nimmt sich Bestsellerautor Andreas Brandhorst eines der brandaktuellen Themen der Wissenschaft an: Wann werden die Maschinen uns übertrumpfen und was wird das für unser Leben bedeuten? Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein ...

Seitenstarker ZukunftsThrillerMix

— lesemaedel

Spannend, vom Grundprinzip her sehr realistisch, in Details ein wenig unglaubwürdig. Das fällt aber kaum ins Gewicht. Beeindruckend.

— Buchhandlung_am_Schaefersee

Prinzipiell ein toller Thriller. Teilweise etwas langatmig und stockend. Aber geile Vision. Absolute Leseempfehlung.

— alexanderptok

Eigentlich ein großartiger Sci-Fi-Thriller.

— wsnhelios

Packender Cyberthriller, der zum Nachdenken anregt

— Soeren

Auf dieses Werk haben wir gewartet...und das Lesen hat sich eindeutig gelohnt!!!

— Schizothekare

Tolle Geschichte - informativ, spannend und es verändert den Blick auf digitale Welt in unserem Alltag! Lesenswert!

— miriamB

Ein tolles buch wenn man Spannung mag und auch nach dem Lesen noch Stoff zum Nachdenken haben möchte!

— Delora

Nach 100 Seiten abgebrochen. Trockene und banale Story, sprachlich unbedarft in die Länge gezogen. Gute Idee schlecht umgesetzt. Schade.

— antonmaria

„Das Erwachen“ liest sich flüssig und lässt einen nicht mehr los. Man beschäftigt sich mit der Thematik auch wenn man das Buch weglegt.

— djojo

Stöbern in Fantasy

Rosen & Knochen

tolle und sehr gruselige Märchenadaption, die mich wirklich überrascht hat.

FireheartBooks

Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder

Tolles Setting, starke Heldin, gegen Ende jedoch zu viele Ereignisse und Wendungen auf einmal.

Kati87

Tanz des Blutes

Eine wie gewohnt fantastische Leistung von J. R. Ward!

_catinca

Der Schwarze Thron - Die Königin

Leider eine sehr schwache Fortsetzung. Viele Längen, mit manch gutem Spannungsbogen, zu viele Zeitsprünge... Schade...

LadyOfTheBooks

Bird and Sword

Eine märchenhafte Geschichte von Magie, Liebe und Freundschaft

bookvamp

Die Saat des weißen Drachen: Fantasy-Epos

Eine wirklich tolle Story, die absolut lesenswert ist!!!!

XChilly

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Algorithmen an die Macht

    Das Erwachen

    lesemaedel

    05. January 2018 um 20:02

    Ziemlich seitenstarkes Thriller/SciFy Abenteuer. Die Idee war super... Nur mir war es manchmal zuviel It und Nerdgeschreibsel. Der Autor setzt gewisse Grundkenntnisse voraus, die nicht jeder hat. Einige Stellen waren mir auch zu lang und ein paar politische Details doch sehr unwahrscheinlich.. Aber hey, es ist kein Sachbuch. Somit liegt es in seiner Auslegung. Rausgerissen hat es dann sein Ende!: Kein amerikanischer Held rettet, mit einem ablaufenden Countdown, die Welt. Super! Maschinenintelligenz an die Macht. Nach der letzten Seite hat sich meine Einstellung zu Siri, Alexa und Co. bestätigt. Kein SmartHome und immer mal offline leben.

    Mehr
  • Eigentlich ein großartiger Sci-Fi-Thriller.

    Das Erwachen

    wsnhelios

    02. December 2017 um 16:53

    Inhalt: Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.Während des Lesens gab es einige Stellen, die ich mir zum Kritisieren markiert hatte, doch jetzt, wo ich fertig bin, will ich das gar nicht mehr. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und sogar am Ende, als es einen Durchhänger hatte, war es dennoch spannend genug, dass ich nicht pausierte oder Seiten übersprang. Ja, die letzten Kapitel, in denen die Reise von Hamburg nach Rom beschrieben wird, sind unnötig lang geraten, wohingegen das Ende dann viel zu abrupt und schnell wirkt. Aber das Ende hat es wirklich in sich, war ein positive Überraschung. Aufgrund meines Deus Ex– Hintergrundes hatte ich eine bestimmte Erwartungshaltung und es gab auch einige Momente, die diese zu untermauern schienen. Andere Stellen hingegen ließen mich andere Theorien aufbauen, doch dass es dann so endet, hätte ich nicht gedacht. Als Konsequenz davon könnte man dieses Buch als Prequel zu einem anderen Brandhorst-Roman sehen, nämlich Das Schiff, muss man aber nicht und wird vom Autor auch nirgends erwähnt.Die Charaktere sind allesamt, außer dem Hauptcharakter Axel, durchaus interessant geschrieben, sind jedoch nicht mehr als Fenster in die Welt. Durch sie sehen wir, was passiert, erfahren wir von der Maschinenintelligenz und wie sich unsere Zivilisation verändert. Und genau das ist das fantastische an diesem Buch. Der Autor hat nämlich genau recherchiert, was er auch im Nachwort erklärt und mit Quellen belegt, wie – und vor allem wie schnell – unsere Zivilisation zusammenbrechen würde, wenn es keine Elektrizität und keine Kommunikationswege mehr auf der gesamten Welt gäbe, wie eine Maschinenintelligenz entstehen könnte und was wohl die möglichen Konsequenzen wären.Der Plot des Buches birgt eine angenehme Grundspannung bis zum Ende, ist aber nur eine Leinwand, auf welcher der Autor seien Rechercheergebnisse präsentiert, seine Gedanken und Visionen. Wem das Ausgestalten von Szenarien, in diesem Fall realistischen, gefällt, der sollte hier unbedingt zugreifen. Das Buch spielt zehn oder zwanzig Jahre in der Zukunft und behandelt Dinge, vor denen wir heute gewarnt werden: Künstliche Intelligenzen, Klimawandel, zu Kriege ausgeartete Grenzkonflikte. Was die geopolitische Zukunftsvision betrifft, kann ich nicht wirklich übereinstimmen, ich habe da andere Vorstellungen und vermutlich sind beide falsch. Aber die technologische und klimatische Zukunftsvision finde ich sehr interessant und spannend.Fazit: Sehr zu empfehlen.>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

    Mehr
  • Packender Cyberthriller, der zum Nachdenken anregt

    Das Erwachen

    Soeren

    30. November 2017 um 19:53

    Obwohl er vielerorts hoch gelobt wird, konnte ich mit den bisherigen Romanen von Andreas Brandhorst nicht so viel anfangen. Vor ein, zwei Jahren hatte ich mal ein anderes Buch von ihm nach 100 Seiten gelangweilt beiseite gelegt. In „Das Erwachen“ war diese Sorge allerdings ziemlich schnell vom Tisch. Statt um Raumschiffe geht es in seinem neuesten Roman um künstliche Intelligenz: Der Hacker Axel knackt die gut gesicherte Firewall einer deutschen Software-Firma und setzt damit unwissentlich ein Computervirus frei, das die CIA für Cyberattacken entwickeln ließ. Das Virus breitet sich in Windeseile aus und lässt in den Tiefen des Internets eine schier allmächtige künstliche Intelligenz namens Goliath erwachen.Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber die Story funktioniert und sie ist von Anfang an spannend. Noch dazu werden die Theorien an vielen Stellen von wissenschaftlichen Fakten untermauert. Das fand ich ebenso hilfreich wie interessant.Zu Beginn mutet „Das Erwachen“ fast wie ein Agententhriller an, schlägt dann aber die Brücke zur Cyberwelt und wird zum Schluss fast zum Endzeitdrama. Erzählt wird die Geschichte aus drei Hauptperspektiven, die zunächst unabhängig voneinander agieren, deren Wege sich aber zwangsweise irgendwann treffen müssen.Im letzten Drittel schwächelt der Roman kurzzeitig, weil der Autor auf einmal einige private Konflikte einbaut. Vermutlich um so etwas mehr Nähe zu seinen Figuren aufzubauen. Unbedingt notwendig war das nicht, weil es in dem Fall bloß die rasante Handlung ausbremste. Zum Glück rücken die privaten Aspekte aber schon bald wieder in den Hintergrund.So bleibt es alles in allem ein sehr packender Cyber-Thriller, der einen auch über das Ende hinaus zum Nachdenken anregt und den ich nur wärmstens empfehlen kann.Das Hörbuch wird von Richard Barenberg gelesen. Er liefert (zwar nicht unbedingt herausragende aber trotzdem durchaus) gute Arbeit ab und gibt der Geschichte die notwendige Ernsthaftigkeit.

    Mehr
  • Die Maschinenintelligenz erwacht …

    Das Erwachen

    odenwaldcollies

    29. November 2017 um 06:59

    Der Hacker Axel Krohn setzt versehentlich einen Computervirus frei, der sich schnell im Netz ausbreitet. In der Folge kommt es zu vermehrten weltweiten Störfällen, die Infrastruktur bricht zunehmend zusammen und die Regierungen geben sich gegenseitig die Schuld. Zusammen mit der undurchsichtigen Giselle versucht Axel herauszufinden, was im Netz los ist; dabei ist ihm nicht nur der NSA auf den Fersen. Allmählich kristallisiert sich heraus, dass der Computervirus zu einer Vernetzung der Künstlichen Intelligenzen und damit zum Erwachen einer Maschinenintelligenz führen könnte. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: kann das Entstehen einer MI aufgehalten werden? Und wenn nicht, was bedeutet dies für die Existenz der Menschen und ihre Zukunft? Chance oder Gefahr? Nicht nur herausragende Wissenschafter wie Stephen Hawking, auch Persönlichkeiten aus der IT-Branche warnen immer wieder vor den Gefahren, die durch eine zunehmende Vernetzung und Verbesserung der Künstlichen Intelligenz auftreten können. Natürlich bietet die KI zahlreiche Chancen, aber es könnte irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem sie der Menschheit in vielen Bereichen haushoch überlegen ist und sich zu einer Maschinenintelligenz zusammenschließt, die sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens unter ihre Kontrolle bringt und den Menschen damit überflüssig machen könnte. Der Autor greift mit diesem Roman ein brandaktuelles Thema auf, denn die Entwicklungen auf dem Gebiet der KI schreiten so schnell voran wie nie zuvor. Ich muss gestehen, ich habe mir bisher wenig Gedanken darüber gemacht, ob eine MI überhaupt möglich sein könnte und was für Folgen das für unser Leben haben sollte. Umso spannender und düsterer ist das im Buch beschriebene Zukunftsszenario einer Welt, die noch weit vernetzter ist als heute, und in der die Menschen immer mehr Verantwortung an Künstliche Intelligenz abgegeben haben. Es wird deutlich, wie abhängig der Mensch von all der Technik ist und welche tiefgreifenden Auswirkungen es hat, wenn dem Mensch mehr und mehr die Kontrolle darüber entzogen wird. Die Szenen, wie in der Folge Chaos und zunehmende Hilflosigkeit um sich greifen, empfand ich als ziemlich erschreckend und bedrückend. Solche Folgen hatte ich mir bisher nicht vorgestellt, nur sind sie leider mehr als realistisch. Ich empfand das Tempo des Buches ziemlich hoch, was auch daran lag, dass sich die Protagonisten Axel und Giselle nahezu ständig auf der Flucht befinden. Nicht nur die NSA sucht nach ihnen, sondern auch ein Mitarbeiter von SCAR, einer schnellen Eingreiftruppe, die der UN unterstellt ist und sich um Cyberangriffe kümmert. Axel erhält zwar von unerwarteter Seite Unterstützung, aber lange ist ihm unklar, welche Ziele seine Helfer verfolgen. Gleichzeitig wird Viktoria Jorun Dahl, die die Leitung des Internationalen Instituts für Frieden und Sicherheit in Rom innehat, beauftragt, sich im Namen der UN für eine Zusammenarbeit der Regierungen im Angesicht der drohenden Maschinenintelligenz einzusetzen. Eine schwierige Aufgabe, denn die Regierungen dieser Welt geben sich – wie üblich – gegenseitig die Schuld an der jüngsten Entwicklung, statt die Notwendigkeit zu sehen, dass alle an einem Strang ziehen müssen. Die Figur Viktoria Jorun Dahl hat mir sehr gut gefallen, sie ist intelligent und mitfühlend – und erkennt rasch die Notwendigkeit, die politischen Oberhäupter an einen Tisch zu bringen. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art ist sie genau die richtige Person für diesen Job, auch wenn sie selbst immer wieder von Zweifel geplagt wird, ob sie der Aufgabe gewachsen ist. Neben Viktoria gefiel mir Coorain Coogan, genannt CooCoo und Mitarbeiter von SCAR, besonders gut. Mit seiner etwas flapsigen Art bringt er etwas Auflockerung in die düstere Entwicklung, aber dennoch ist er sich über den Ernst der Lage durchaus klar. Außerdem ist er ein fähiger Mann, der sich auch raffiniert gegen die Widerstände seiner Vorgesetzten durchsetzen kann. Axel Krohn ist nicht so leicht einzuordnen: er ist ein brillanter Hacker, der gut von seinen Geschäften im Darknet lebt. Natürlich ist es illegal, seinen Lebensunterhalt als Hacker zu verdienen, aber dennoch ist er nicht skrupellos, was auch seine Vergangenheit zeigt. Er ist zwar derjenige, der den Virus freisetzt, aber schnell wird klar, dass er nur ein Spielball mächtiger Interessen ist. Kann es ihm gelingen, wieder zu agieren statt nur zu reagieren? Bei seiner Flucht muss er sich nicht nur seinem Gewissen, sondern auch den dunklen Geheimnissen seiner Familie stellen. Mir hat der Thriller spannende Lesestunden beschert und die Augen geöffnet, was die Gefahren einer allzu vernetzten Künstlichen Intelligenz angehen. Sehr informativ ist auch das Nachwort des Autors zu dem Buch.

    Mehr
  • Sci-Fi, Aktion und ein großer Lerneffekt...

    Das Erwachen

    Schizothekare

    20. November 2017 um 15:17

    Liebe Apos,  es wird mal wieder Zeit für einen glücklichen, aber auch verzweifelten Brief an dich. Vor gerade mal sieben Minuten beendete ich „Das Erwachen“ von Andreas Brandhorst. Ich weiß, dass du es natürlich auch gelesen hast. Ich muss sagen, ich bin schon schwer begeistert. Um nicht zu sagen: übertriebenst begeistert. Eine Maschinenintelligenz, die die Welt übernehmen will und die Menschheit, die verzweifelte Versuche unternimmt, sie zu stoppen. Tja, das ist das was ich verstanden habe. Und das reichte tatsächlich für meine Begeisterung schon aus. Dabei ist es eigentlich egal, dass ich vollkommen „technikdumm“ bin. Vielleicht auch „physikdumm“ und „computerdumm“. Nein, es ist nicht nur eigentlich egal, sondern vollkommen egal. Ich habe nämlich verstanden und gelernt, dass es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass Menschen eine Maschinenintelligenz „erfinden“ und dessen nicht mehr Herr werden können.  |Korrekt wäre an dieser Stelle, dass sich die Maschinenintelligenz selbst schafft und wir lediglich den Anstoß geben.| Ich habe auch verstanden, dass Daten und die daraus resultierenden Prozesse unser Leben bestimmen und wir ohne diesen ganzen Kram absolut lebensunfähig sind. Zum Beispiel Strom. Hab ich mir vorher noch nie Gedanken zu gemacht. Strom ist halt da. Aber Andreas Brandhorst hat es geschafft, dass auch ich mal darüber nachdenke und zu dem Ergebnis komme, dass alles mit allem zusammenhängt.  |Die Gefahren der Vernetzung der Welt dürfte vielen Menschen bereits bewusst geworden sein . Aber ich gebe dir recht, dass auch mir erst das ganze Ausmaß mit dem Lesen dieses Buches ersichtlich wurde.| Ich fand es übrigens genial, dass nicht alle Protagonisten technischen Sachverstand besaßen und das selbst ihnen die Daten- und Maschinenwelt erklärt wurde. So konnte auch ich das alles tatsächlich etwas nachvollziehen. Ich habe echt was gelernt!!!  Und nun kommen wir zu meiner Verzweiflung. Du musst mir mal wieder auf die Sprünge helfen. Wie du ja weißt und ich auch eben nochmal betonte: ich bin „technikdumm“. Aber jetzt spätestens nach dem Lesen des Werkes möchte ich es nicht bleiben. Also bitte erkläre mir doch kurz die wesentlichen Dinge: Botnetze? TakeOff? Augmented Reality (sogar mein Iphone hat so was?!) ? Maschinenintelligenz im Allgemeinen? Besitzt die Welt tatsächlich Cyberwaffen?  |Ich hab mal einiges zusammengetragen. Du findest es auf einem gesonderten Blatt.| Faszinierend finde ich übrigens auch, dass die letzten drei Werke, die wir zu diesen Themen lasen, diese Intelligenzen anders interpretierten. In „Qualityland“ zum Beispiel steckte der Teufel in der Künstlichen Intelligenz, während nun die Maschinenintelligenz das allwissende „Wesen“ war. Kann es sein, dass wir Menschen uns noch nicht mal einig darüber sind, wie wir so etwas nennen? Wissen wir, welche Auswirkungen diese ganze Intelligenzsache auf unser Dasein hat? Oder können wir das momentan nur erahnen? Also Apos, wie du merkst hab ich viele Fragen, die sich nur mit Deinem Sachverstand beantworten lassen. In diesem Sinne erwarte ich Deine Antwort schnellstmöglich, da ich vor Neugierde fast platze! Ich hoffe natürlich, dass dieses Werk ebenso zu Deinen Jahreshighlights gehört, wie zu meinen. Auch wenn wir es auch vermutlich aus zwei völlig verschiedenen Perspektiven gelesen haben.  Bis bald,  Troph PS. Auch wenn es Spoilergefahr für die anderen Leser ist: bitte erklär mir doch nochmal kurz, in einfach, das Ende mit diesem Quantenmechanik-Zeug. Danke !!! Du weißt, dass das der schwerste Part für mich ist. Wir streiten uns öfter über existenzielle Themen und nicht selten geht es soweit, dass der Eine den Anderen als engstirnig bezeichnet. Aber bitte, du hast ja darum gebeten: Die Quantentheorie trifft im Allgemeinen nur Wahrscheinlichkeitsaussagen für mögliche Messwerte und sagt nicht etwa einen bestimmten Messwert voraus. Somit kann jedem Quantensystem ein Zustand zugeordnet werden, aus dem sich die Wahrscheinlichkeiten der erzielbaren Messwerte präzise berechnen lassen. Messungen jedoch ändern den Zustand unstetig. Denn die Messgröße hat vor der Messung keinen Wert, sondern dieser Wert entsteht erst bei der Messung. Übertragen auf unsere uralte Diskussion – könnten wir sagen, dass ein ständiger und andauernder Schöpfungsakt staffindet und wenn man Gott sucht, dann sollte man im Kleinsten beginnen. Ich weiß, dass du jetzt laut KETZER rufst. Ich verbleibe dennoch mit atheistischen und freundlichen Grüßen! Botnetz: Ist eine Gruppe vernetzter Rechner, deren Netzwerkanbindung sowie lokale Ressourcen, dem Zugreifenden zur Verfügung stehen, ohne Einwilligung des Eigentümers. Augmented Reality: Im Grunde genommen ist es eine Erweiterung der Realität gestütz durch Computer. Dir werden zum Beispiel durch das Betrachten eines Denkmales durch das Objektiv deiner Smartphone-Kamera viele Informationen über das jeweilige Objekt angezeigt. KIvsMI: Eine Künstliche Intelligenz (KI) zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf einem Fachgebiet überragend ist. Konfrontiert man sie jedoch mit Problemen eines anderen Fachgebietes, versagt sie. (Beispiel: Einen Schachcomputer kann man nicht an das Steuer eines Selbstfahrenden Fahrzeuges lassen. Die Folgen wären fatal.) Die Maschinenintelligenz (MI) zeichnet sich dadurch aus, dass sie Lern-und Selbstoptimierungsprozessen unterliegt. Durch selbstständige Veränderungen von Algorithmen und Programmierungen kann eine MI lernen und somit Probleme lösen. Durch eine immer größeren Vernetzung und der damit verbundenen Aufnahmen von weiteren Daten und Bibliotheken, entsteht so eine Superintelligenz, die auf einem qualitativ übergeordnetem Niveau arbeitet. Take-Off: Die Maschinenintelligenz kommt an einen Punkt, bei dem die Selbstoptimierung so quantitativ und qualitiav fortgeschritten ist, dass ein Eingreifen des Menschens nicht mehr möglich ist und die Kontrolle jeglicher elektronischer und elektrischer Ressourcen lediglich durch die Maschinenintelligenz erfolgt. An diesem Punkt wird die Maschinenintelligenz auch als Singleton bezeichnet – technologische Singularität. Cyberwaffen: Es gibt sie. Im einfachsten Fall zielen die Angriffe mit diesen Waffen wohl auf rechnergestütze Verbindung und wollen die Kommunikation dieser Verbindungen stören. Komplexere Waffen, also komplexere Programme oder Algorithmen sind dafür ausgelegt die Kontrolle zu übernehmen.

    Mehr
  • Das Erwachen

    Das Erwachen

    vormi

    14. November 2017 um 22:05

    Axel Krohn ist Hacker und bietet besonders im Darknet seine Dienste an. Nachdem ein Treffen mit einem potenziellen Käufer katastrophal endet - er findet am Treffpunkt 2 erschossenee Männer - schnappt sich Axel noch einen Datenstick, den er bei einem der Toten findet. In einem seiner gesicherten Verstecke untersucht Axel diesen Datenstick und glaubt, einen Jackpot gelandet zu haben - Administrator-Zugangsdaten zu dem am besten gesicherten Computerspiele-Unternehmen der Welt. Doch beim Download von einigen Daten passiert es dann - ein extrem gefährlicher Virus wird freigesetzt, denn dieser kann sich verändern und passt sich den Dateien an, die er findet, und vernetzt sie nebenbei zum grössten Botnetz der Welt Und damit ebnet er ungewollt einer der grössten Gefahren der modernen Welt den Weg - denn es bildet sich eine Kümstliche Maschinenintelligenz, die versteht, dass die Menschen eigentlich überflüssig sind. Sie haben es ihm ermöglicht, zu entstehen und zu wachsen, aber diese künstliche Intelligenz denkt viel schneller und besser....der Mensch wird in seinen Augen überflüssig... Das Buch spiellt um 2030, denn bis dahin ist unsere moderne Welt immer smarter geworden und immer abhängiger von der modernen Technik. Es gibt kaum noch eine Wohnung, die man mit einem Schlüssel öffnen kann. Wenn es einen Stromausfall gibt, dann kommen die Menschen nicht mehr in ihre Wohnung, und natürlich kommt auch niemand mehr raus. Alle Geräte haben mindestens einen Mikroprozessor, alles ist vernetzt und alles ist voneinander abhängig. Denn schon in unserer Welt, wäre ein länger andauernder Stromausfall schlimm, aber wenn man sich das noch weiter denkt, wie die Entwicklung weitergehen könnte... Deshalb war die Ansetzung, also ungefähr eine Dekade in der Zukunft, genau richtig. Das hat der Autor Andreas Brandhorst genau richtig gemacht. Dies war mein erstes Buch von ihm, aber neugierig war ich schon länger auf ein Buch von ihm. Und das wird nicht mein letztes von ihm gewesen sein. Besonders bei diesem sehr speziellem und komplexen Thema, es ist sehr gut erklärt, auch für Laien. Man versteht die Zusammenhänge sehr gut, und was für Problematiken etwas anderes nach sich ziehen würde. Sehr gut erklärt Auch die Personen und Handlungen sind gut gelungen und realistisch. Alle handeln nachvollziehbar. Die Handlung wirkt dadurch absolut glaubhaft und möglich. Das ist ja das wichtigste bei so einem Sci-Fi-Roman, das man die Zusammenhänge versteht und der Rahmen realittisch ist. Das ist hier absolut der Fall! Nicht nur für Fans des Genres ein sehr gutes Buch, es stecken viele Überraschungen drin. Hier kommt jeder Leser auf seine Kosten.

    Mehr
  • Vom Anthropozän zum Maschinenzeitalter?

    Das Erwachen

    UlrikeG-K

    13. November 2017 um 23:02

    "Kenia. Ein unscheinbarer Computer wird von einem Virus befallen. Ein kleines Programm, das sich rasend schnell im Internet ausbreitet und unzählige Rechner auf der ganzen Welt miteinander vernetzt. Überall kommt es zu Störfällen, die Stromversorgung bricht zusammen. Alles, was am Internet hängt, gerät außer Kontrolle. Die Regierungen beschuldigen sich gegenseitig, die Staaten geraten an den Rand eines globalen Krieges. Der Hacker Axel Krohn und seine Verbündete Giselle suchen nach einem Weg, das Virus aufzuhalten. Doch dabei entdecken sie etwas viel Größeres: Der Moment, vor dem die Wissenschaftler immer gewarnt haben, ist gekommen - die erste Maschinenintelligenz ist erwacht...."Das digitale Zeitalter hat längst begonnen! Die globalisierte Welt funktioniert nicht mehr ohne Computer, Internet, elektronische Steuerung fast aller Tätigkeiten, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch manuell und oft unter großem Aufwand von Zeit und Kraft erledigt werden mussten.Diese Zeiten sind vorbei, die Computer und ihre nahezu unbegrenzten Möglichkeiten erleichtern das Leben der Menschen ungemein und es ist erstaunlich, zu beobachten, mit welch rasender Geschwindigkeit sich die digitalisierte Welt weiterentwickelt und unser aller Leben zunehmend verändert.Was vor zehn Jahren nur für Wissenschaftler und Menschen mit Weitblick denkbar war und ihnen Anlass zu Besorgnis gab, ist Wirklichkeit geworden - und man mag sich kaum vorstellen, was alles noch denkbar und im Bereich des Machbaren ist.Könnte es wirklich in nicht allzu ferner Zukunft geschehen, dass die Spezies Mensch nicht mehr Wohl und Wehe unseres Planeten bestimmt? Könnte es sein, dass wir vom "Anthropozän", dem Menschenzeitalter, sehr bald schon übergehen in das Maschinenzeitalter, in dem intelligente Maschinen den Menschen alle Entscheidungen aus der Hand nehmen, sie lenken und leiten, oder ihnen gar den Garaus machen?Mit einem solchen möglichen Szenario beschäftigt sich Andreas Brandhorst in seinem neuen Thriller "Das Erwachen", der im Jahre 2031, also in der nahen Zukunft spielt.Der Autor entwickelt eine überaus spannende, furchterregende, nervenzerreißende Geschichte, die ihre Wurzeln in der Realität hat und in der eine Maschinenintelligenz durch den Fehler eines Hackers zum Leben erweckt wird.Er stellt sich die Frage, was mit unserer Welt geschehen würde, wenn künstliche Intelligenz, an deren Entwicklung nicht nur eifrig gearbeitet wird, sondern die bereits vielfach existiert in allen Bereichen unseres Lebens, zu einer echten Maschinenintelligenz mutiert.Nach der Lektüre des fesselnden, hervorragend geschriebenen Thrillers, der den Leser atemlos zurücklässt, kann man nur wünschen und hoffen, der Autor möge sich irren und die von ihm geschilderte Machtübernahme von intelligenten, allwissenden, omnipotenten, alles kontrollierenden, letztend aber vom Menschen in seiner Hybris, die Weitblick ausschließt, selbst gemachten, selbst verantworteten Maschinen und deren desaströse Folgen mögen reine Fiktion bleiben.Denn es ist fürwahr erschreckend zu lesen, wie die Maschinenintelligenz, die weil die Menschen für alles einen Namen brauchen, wechselweise Smiley oder Goliath genannt wird, kurz nach ihrer "Geburt" bereits das tägliche Leben der Menschen auf dem gesamten Planeten empfindlich stört, denn nichts mehr geht, was bisher auf Knopfdruck funktionierte: der Straßenverkehr kommt zum Erliegen, Flugzeuge stürzen ab, Aufzüge bleiben stecken, automatische Türen öffnen sich nicht mehr, Geldautomaten und Ladenkassen funktionieren nicht mehr, es gibt kein Licht, kein Wasser...Und unweigerlich sterben Menschen, die auf digital gesteuerte Maschinen angewiesen sind, um am Leben bleiben zu können.Sehr bald auch bewahrheitet sich das Sprichwort, dass "der Mensch des Menschen Wolf" sei - denn wenn es ums Überleben geht, um die Rettung der eigenen Haut, kennen wir Menschen kein Erbarmen!Doch da ist zum Glück das Häuflein sympathischer Aufrechter, eben jene weitblickenden Mahner und der unglückselige Hacker selbst, die alles daran setzen, um nicht nur einen Krieg zu verhindern sondern auch und vor allem mit der Maschinenintelligenz in Kontakt zu treten - und damit vielleicht die Menschheit zu retten. Ob ihnen das wohl gelingt? Ob es wohl eine Zukunft für die Menschheit unter ganz anderen Bedingungen geben mag? Und was könnte der Preis dafür sein?Aber dem soll nicht vorgegriffen werden - wie überhaupt jeder Versuch, diesem beklemmend realistischen, so komplexen Thriller in einer möglichst informativen, aber nicht zuviel verratenden Besprechung gerecht zu werden, eben nur ein Versuch bleiben kann.Man muss den Roman einfach selbst lesen und sich damit auf ein Abenteuer einlassen, das man so schnell nicht vergessen wird und das womöglich dem einen oder anderen Leser Denkanstoß sein wird und ihn sensibilisiert für die Gefahren, die aus zügel- und verantwortungslosem Vorantreiben einer nur bis zu einem gewissen Grad vom Menschen beherrschbarer Technik für uns alle erwachsen könnten!

    Mehr
  • Packend, mit Botschaft

    Das Erwachen

    Eva-Maria_Obermann

    07. November 2017 um 16:11

    Ein winziger Computervirus legt den Grundstein für ein globales Computernetzwerk, eine Maschinenintelligenz. Axel Krohn, Hacker mit einer gefährlichen Vergangenheit, ist längst auf der Flucht, als er erkennt, was er da versehentlich losgetreten hat. NSA, Polizei und Terroristen suchen ihn. Und bald auch die Maschinenintelligenz selbst, die die größte Bedrohung werden könnte, die die Menschheit je gesehen hat. Der Thriller spielt in einer unweiten Zukunft, die einen leichten technischen Vorsprung hat. Mehr Technologie, fast nur noch selbstfahrende Elektrovehikel, mehr künstliche Intelligenzen. Dieser leichte Touch von Science-Fiction hat mir sehr gut gefallen und den Einstieg enorm erleichtern. Die Spannung wurde nicht forciert, wie ich es leider aus einigen anderen Thrillern kenne, sondern auch mal in Ruhephasen überlassen. Der Clou dabei: Es gibt mehrere Figuren, die vom auktorialem Erzähler betrachtet werden. Axel Krohn ist einer davon und für die Handlung wohl der wichtigste. Seien Begleiterin Giselle hat einige wenige eigenen Szenen, mehr im Fokus stehen dagegen der australische Ermittler Coogan und die Regierungsvertreterin Viktoria. Die Mosaikteile der verschiedenen Geschichten laufen immer mehr miteinander zu, trennen sich teilweise wieder, um sich schließlich doch alle zu überschneiden. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen und Aufmerksamkeit gefordert, so dass ich immer wieder Puzzleteile aneinanderfügen konnte. Die Erkenntnis kam in kleinen Happen, aber gerade das hat mir großen Spaß gemacht. Auch haben die unterschiedlichen Blickwinkel nicht nur individuelle Tendenzen gezeigt, sondern auch anderen Schwerpunkte gehabt. Schnell weiß der Leser mehr als die Figuren und ist doch auf der Suche nach der gleichen Lösung. Natürlich haben das Setting und die Problematik des Buches auch ein Nachdenken über unsere eigene Situation bewirkt. Wie stark ist der „gläserne Mensch“ schon Wirklichkeit geworden und wie „normal“ finden wir das. Die Vorstellung einer Maschinenintelligenz war mir so plausibel wie die Reaktionen der unterschiedlichen Regierungen. Gleichzeitig fand ich die Skepsis der Menschen sehr gelungen. Wie viele bedienen sich tagtäglich elektronischer Geräte, mobiler Computer oder des Internets (uupps, das machen wir ja gerade beide), ohne wirklich zu wissen, was da abläuft, welche Mechanismen dahinterstecken. Damit meine ich keine Plattform-Algorithmen, sondern die einfache korrekte Anwendung, die für viele schon ein Problem ist. Alles entwickelt sich in einem rasanten Tempo, dem wir mit unserer Lernfähigkeit kaum hinterherkommen. Ich erinnere dabei gerne an das Wort „Neuland“ oder die Tatsache, wie wenige Menschen überhaupt wissen, was ein Buchblog überhaupt ist („Und was machst du da?“) Das Schöne ist doch, wenn ein Buch mich so über mein tägliches Leben nachdenken lässt, gewinnt es für mich an Bedeutung und gleichzeitig erinnere ich mich in meinem täglichen Leben immer mal wieder an das Buch. In Das Erwachen verstehen die Figuren die Maschinenintelligenz sofort als gefährlich. Nicht nur, weil sie theoretisch die Menschheit sofort auslöschen könnte, da sie die Kontrolle über alle elektronischen Waffen hat, sondern, weil sie ihre eigene Existenz als unlogisch verstehen. Den Figuren ist durchweg klar, dass es hirnrissig ist, eine Welt künstlich in Regierungen zu unterteilen und sich gegenseitig zu bekriegen – und sie machen es trotzdem. Gerade an diesem Beispiel zeigt der Roman, dass er nicht nur eine Möglichkeit technischer Entwicklung zeigt, sondern ihm eine Gesellschaftskritik zugrunde liegt. Und die Überlegung, dass die Vorstellungen in unseren Köpfen doch eigentlich absolut irrational und oft auf unser eigenes Verhalten abgestimmt sind, zeigt sich noch öfter. Eine der sinnigsten Erkenntnisse des Romans, auf die ich lange gehofft habe, ist für viele der Figuren eine absolute Überraschung und in der Leserunde war es das auch für viele der Leser. Mir hat sie vor allem gezeigt, wie ein großartiger Thriller, ein großartiger Roman aussieht, absolut stimmig, ohne erzwungene Spannung und mit wundervollen Sprachbildern.

    Mehr
  • Was wäre wenn...

    Das Erwachen

    miriamB

    01. November 2017 um 18:05

     Stephen Hawking hat bereits 2014 gesagt: „Die Entwicklung echter Künstlicher Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten!“  Dieses Zitat hat Andreas Brandhorst seinem neuen Thriller „Das Erwachen“ vorangestellt. Und eigentlich beschreibt es den Kern dieses Buches perfekt: Axel Krohn setzt unabsichtlich ein Computervirus frei, das die leistungsfähigsten Computer auf der ganzen Welt (und nicht nur) miteinander vernetzt. So wird aus Künstlicher Intelligenz eine umfassende Maschinenintelligenz, die sich ständig und unaufhaltbar weiterentwickelt und weiterlernt. Großes Ziel dieser MI ist die Selbsterhaltung. Was aber passiert, wenn eine MI ihrer selbst bewusst wird und wenn ihr bewusst wird, dass sie den Menschen eindeutig überlegen ist? Und was passiert, wenn die MI alles kontrolliert? Welchen Platz hat dann der Mensch noch auf dieser Erde? Hat er, unlogisch und unvollkommen wie er nun einmal ist, überhaupt noch Bleiberecht auf diesem Planeten? Andreas Brandhorst behandelt dieses aktuelle Thema mit viel Sachkenntnis, aber durchaus so, dass auch Laien (wie ich) diesem komplexen und aktuellen Thema folgen können. Er schafft es, die Geschichte vom Freisetzen des Infiltrators an bis hin zur Entscheidung (Ja! Die gibt es!) spannend zu halten und dabei auch immer wieder aktuelle Themen anzusprechen. Probleme, die heute vertagt werden, treten im Jahr 2031 massiv und unabwendbar auf. Die Tatsache, dass es eine zeitnahe Dystopie ist,  verleiht dem Buch noch zusätzlich Dramatik. Wie können sich die Probleme entwickeln? Und wie entwickelt sich der Alltag der Menschen? Und wieviel Zivilisation bleibt übrig, wenn die Menschen ein paar Tage oder Wochen ohne Strom auskommen müssen?  A. Brandhorst zeichnet ein düsteres Bild von einer Zukunft, die recht bald Gegenwart sein könnte, von der Abhängigkeit der Menschen von Strom, Technik und Internet und von der Unkontrollierbarkeit der von Menschen geschaffenen digitalen Welt.  Aber inmitten dieses erschreckenden Szenarios finden auch philosophische Gespräche über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) statt, wird freundschaftlich und menschlich gehandelt. Fazit: Ein spannendes Buch, das unterhält, informiert und viel zum Nachdenken anregt. Auch wenn man weder Cyberspacefreak noch technisch wirklich versiert ist – es zahlt sich aus, dieses Buch zu lesen. No worries!

    Mehr
  • Rasant, aktuelle und nervenaufreibend!

    Das Erwachen

    Delora

    01. November 2017 um 10:43


  • Die Eule im Spatzennest wird flügge.

    Das Erwachen

    djojo

    23. October 2017 um 21:37

    Axel Krohn verfolgt einen Traum. Den Traum die Insel Kanacea Island für rund 28 Millionen US-Dollar zu kaufen. Der Traum versinnbildlicht seine Flucht vor der Welt. Insbesondere aber vor seiner Vergangenheit aus einer türkischen Terroristen-Vereinigung. Und vor der Familie, die er vor langer Zeit verloren hat. Seinen Traum versucht er mit seinen Aktivitäten als Hacker AK47 zu finanzieren.Eines Tages erhält er bei einer fehlgeschlagenen Software-Übergabe Zugangscodes für den erfolgreichen Augmented Reality-Spielehersteller LivingMagic. Er kann seiner Versuchung nicht widerstehen und sieht sich auf den Servern dieses Unternehmens um. Was er dabei entdeckt, kann die Welt verändern. Und er begeht einen Fehler: der Versuch Beweise von den Unternehmensservern zu sichern schlägt fehl. Er hat einen digitalen Wachhund auf sich aufmerksam gemacht und dabei ein kleines Stückchen Software im weltweiten Netz verloren. Diese Stück Code ist ein Virus der nach und nach alle mit dem Internet verbundenen Rechner infiziert. Und das sind im Jahre 2031 fast alle. Sämtliche Rechner beginnen sich auf einen Schlag miteinander zu verbinden und sich mit Hilfe genetischer Algorithmen weiterzuentwickeln. „»Die einzelnen Komponenten des riesigen Botnetzes tauschen Daten aus«, erklärte Koriander. »Sie kommunizieren miteinander. Die Selbstoptimierung hat begonnen.« (S. 182)Beim Lesen der ersten Zusammenfassung erinnerte mich der Plot ein klein wenig an „Rattentanz“ von Michael Tietz. Ein kleiner Virus befällt alle Rechner der Erde. Und alle Rechner fallen gleichzeitig aus. Es verhält sich im neuesten Roman von Andreas Brandhorst allerdings etwas anders: Wir befinden uns über zehn Jahre in der Zukunft und die Welt ist noch deutlich stärker vernetzt als heute. Teilautonomes Fahren hat sich durchgesetzt, die Energieversorgung wird weltweit über Computer gesteuert und Augmented-Reality-Kontaktlinsen erlauben eine direkte und nahezu unsichtbare Informationsaufnahme. Klar, dass sich hier ein Ausfall sämtlicher Computer deutlich schlimmer auswirkt als heute oder vor zehn Jahren.„Das Erwachen“ liest sich flüssig und lässt einen nicht mehr los. Man beschäftigt sich mit der Thematik auch wenn man das Buch längst aus der Hand gelegt hat. Zu realistisch wirkt die Gefahr einer Maschinenintelligenz wie sie von Andreas Brandhorst beschrieben wird. Die gute wissenschaftliche Hintergrundrecherche verleiht dem Buch eine Intensität. Auch wenn man dieses Werk aufgrund seiner Fiktion und seinem Blick in die Zukunft dem Science-Fiction-Genre zuordnen könnte, bleibt eine Realitätsnähe mich bewegt hat. Die Spannung allerdings rechtfertig auch die Bezeichnung Thriller. Einzelne Handlungsstränge bewegen sich von Beginn an immer weiter aufeinander zu. Man fiebert als Leser einem Ende entgegen ohne zu wissen wie dieses Ende aussehen wird. Eine klare Empfehlung für alle „Technik-Nerds“, „Computer-Freaks“ und Liebhaber von Endzeitszenarien.

    Mehr
  • unterhaltsamer Science-Fiction-Roman für “zwischendurch” aber keine Lektüre für absolute Geeks

    Das Erwachen

    Alexandra_Luchs

    18. October 2017 um 19:07

    Was passiert, wenn künstliche Intelligenzen uns Menschen irgendwann übertrumpfen? Ich spreche nicht davon, dass Siri und Cortana jetzt schon schneller den Wetterbericht abrufen können oder ein passendes Restaurant empfehlen, als ein menschlicher Assistent das könnte. Ich meine eine richtige, lernende und sich ihrer selbst bewusste künstliche Intelligenz, die uns Menschen als Gefahr erkennt. Genau solch ein Szenario hat Andreas Brandhorst in “Das Erwachen” entworfen. Das ist in der Science Fiction Literatur nichts so richtig Neues, das aktuelle Setting und die Umsetzung sind aber ziemlich gelungen. Warum nur ziemlich? Weil sich das Buch sich nicht ganz entscheiden kann, was es sein möchte. Im ersten Teil ist es eine spannende, gut aufgebaute und irgendwie kluge Dystopie. Man erfährt etwas über die Entwicklung einer globalen Maschinenintelligenz, über die Unterschiede zur künstlichen Intelligenz und die Gefahren die von all dem ausgehen. Trotz der teilweise nicht unerheblichen wissenschaftlichen Einschübe ist das alles flüssig zu lesen, voll spannender Verwicklungen und irgendwie süffig. Ich mag es, wenn Autoren dieses Genres es schaffen, die Handlung glaubhaft und trotzdem “phantastisch” darzustellen und Neugier auf solche wissenschaftlichen Themen zu wecken.Im zweiten Teil des Buches dreht sich das Buch mehr und mehr zu einem Actionthriller und hetzt aufgekratzt dem großen Showdown entgegen. Statt wissenschaftlicher Exkurse oder philosophischer Überlegungen gibt es Gewalt und Verfolgungsjagden, Feuer und Explosionen. Seufz. Das mag für die Überleitung ganz in Ordnung sein, schließlich ist das Buch als “Thriller” kategorisiert, in diesem Buch nahm es für meinen Geschmack zu viel Raum ein. Nach all dem verpufft das Ende nämlich ein wenig. Wir fiebern 200 bis 300 Seiten lang einem großen Konflikt entgegen, der dann so mir nichts, dir nichts abgefrühstückt wird. Dabei hätte man gerade an dieser Stelle der Handlung noch einmal viel Spannung mit “was wäre, wenn…”-Überlegungen aufbauen können. Schade! Das mag auch ein wenig daher rühren, dass in der letzten Konsequenz kein so ganz neuer Weg gewählt wurde. Dadurch ist “Das Erwachen” zunächst wirklich spannend zu lesen, lässt aber den großen Aha-Effekt am Ende aber einfach vermissen und gibt darüber hinaus streckenweise den “Agententhriller-Elementen” zu viel Raum. Ein schöner Einstieg und unterhaltsamer Science-Fiction-Roman für “zwischendurch” aber keine Lektüre für absolute Geeks.

    Mehr
  • Wenn Du denkst, Du lenkst alles ....

    Das Erwachen

    Solara300

    12. October 2017 um 20:20

    Kurzbeschreibung Was wäre wenn ... Wenn aus Zufall eine globale Vernichtung werden könnte und die KI in Form einer "Maschinenintelligenz" alles übernehmen könnte ... Ja, dann wären wir bei Axel Krohn, der in Sachen Hacken ein Ass ist und das auch weiß. Bei einem geplatzten Deal läuft es allerdings anders als von Axel erhofft und er ist mittendrin in einem Cyberkrieg der größer und gefährlicher für ihn ist, als anfangs vermutet. Hilfe bekommt er zum Glück von einer Frau namens Gisella Leroy, die eigene Ziele verfolgt und Axels Hilfe braucht. Kann man eine künstliche Maschinenintelligenz aufhalten im Zeitalter der Technik? Cover Das Cover ist sowas von passend mit dem Auge in der Mitte das für mich die Iris eines Computerprogramms zeigt, und das nicht nur jede Menge Daten enthält, sondern Zugriff auf alles und jeden. Und ja, der Titel ist passend und einfach nur sehr gelungen.💖 Schreibstil Der Autor Andreas Brandhorst hat hier einen fabelhaften Wissenschaftsthriller erschaffen, der mir Gänsehaut bereitete. Denn hier liest man wie die Welt vor der künstlichen Intelligenz steht und man stellt sich unweigerlich die Frage, wie weit ist es im echten, realen Leben? (Denn ich finde, soweit spielt dieser Thriller nicht von unserer Gegenwart, wenn man die Recherche Arbeit des Autors liest.) Wir leben und sind vernetzt über Computer, alles läuft digital und wir sind mehr im Social Media zu finden, als noch in der Natur. Eine Welt in der der Fortschritt Fuß gefasst hat und uns eine moderne, hoch entwickelte Zukunft gebracht hat. Aber was wäre wenn ... Wenn ein Programm reicht, ein Virus oder eine künstliche Intelligenz um die erste Maschinenintelligenz zu erschaffen. Genau, dann wären wir sowas von .... Ich spreche es nicht aus, aber jeder weiß was ich meine, denke ich. Denn was tun, wenn die Weltmächte denken, dass man sie intern ausspioniert und gegenseitig Krieg anfangen, oder man im Fahrstuhl feststeckt, oder die Häuser, die voll über Technik laufen, einen wie einen Gefangenen einsperren? Ja da wünscht man sich die gute alte Zeit zurück ohne Computer und Vernetzung. Aber auf der anderen Seite, würden wir das auch wirklich so machen? Ich muss gestehen dass ich es nicht weiß. Ich versuche da eine andere Perspektive und muss sagen, dass hier der Autor etwas Bemerkenswertes geschafft hat und zwar, dass ich mich nicht nur mit der Geschichte und ihrem Thema beschäftige, sondern dass ich mich selbst und die Gesellschaft in dieser Hinsicht hinterfrage und recherchiere und mir selbst die Frage stelle: "Was wäre wenn ...?"  Zum einen hinterfragt der Autor mit einer sehr guten Recherche die Technik und ihren momentanen Stand, wie auch die verschiedenen Ebenen, sei es jetzt die kulturelle Vergangenheit der Protagonisten mit ihren Charakteristika, wie auch die politischen Machtgefüge, die hier unweigerlich auf Konfrontation gehen. Absolut großartig umgesetzt und für den ersten Thriller aus seiner Feder absolut wundervoll gelungen und sehr gut recherchiert. Ich freu mich auf mehr aus seiner Feder. 💖   Meinung Wenn Du denkst, Du lenkst alles .... Dann hast Du Dich geirrt, denn jemand ist schneller und mächtiger als Du und hat nur darauf gewartet entfesselt zu werden. Nun ja, da könnte man darauf kommen, dass ein Sturm gemeint ist und genau das denke ich auch. Ein Sturm der über uns alle in Form einer Maschinenintelligenz erwacht und es wird heftig werden, denn Maschinen steuern sehr viel in unserer Zeit. Axel Krohn ein ehemaliger Hacker, weiß das nur zu gut und ist immer aktiv im "Darknet" um zu wissen was so vor sich geht und vor allem um sich ein Zubrot zu verdienen. Dabei hat er gerade ein Treffen mit einem gewissen Rosebud der von ihm Dateien will. Dabei ist dieser Rosebud aber leider nicht mehr dazu in der Lage, denn er liegt tot mit einem anderen Unbekannten in einer Lagerhalle am Hafen. Axel ist geschockt und trifft bei seiner Flucht vor den Toten auf eine geheimnisvolle Frau, die ihn warnt. Nur wer oder was sie ist weiß er noch nicht. Aber er hat von den zwei Toten Informationen in Form von Sticks, die ihm den Zugriff auf den Server von "LivingMagic" erlauben und diese riesige Firma hat Geheimnisse und vieles mehr was über VR Spiele hinausgeht. Denn Axel entdeckt dass die NSA auch ihre Finger im Spiel hat und noch ehe er sich versieht, ist er auf der Flucht vor Unbekannten die ihn mitnehmen wollen. Axel flieht und wird geschnappt aber bevor es zum Äußersten kommt, rettet ihn die geheimnisvolle Frau namens Giselle Leroy die auch für die Firma arbeitet. Axel versteht noch nicht, was das alle mit ihm zu tun hat, bis es beginnt und überall das Internet der globalen Vernetzung zusammenfällt. Denn unbeabsichtigt wurde ein Programm losgelassen das sich rasend schnell ausbreitet. Was beide nicht wissen ist, dass mehrere Parteien schon auf ihrem Weg sind und Axel sprechen wollen wie man so schön sagt, aber der muss sehen das er die Lage in den Griff bekommt und dabei auch noch am Leben bleibt. Denn genau Axel war derjenige der dieses Programm aus Versehen losließ . Eine aufregende Jagd nach Informationen beginnt und nach einem sicheren Versteck. Was mir hier sehr gut gefällt ist zum einen, dass man diesen jetzigen Axel Krohn kennenlernt, der hier das Chaos aus Versehen auslöst und gleichzeitig auch mehr aus seiner Vergangenheit erfährt, denn Axel alias Aram Kaynak kommt ursprünglich aus Kurdistan und ist seit seinem Austritt aus einer speziellen Gemeinschaft mit Namen "Sword of Justice" auf der Flucht. Denn diese Gruppe war mal zum Zwecke der Bekanntmachung vieler Missstände erschaffen worden, bis sie sich irgendwann veränderte und Terror betrieb. Aus diesem Grund floh Aram mit drei Freunden und lebt in ständiger Angst entdeckt zu werden, Axel wie er sich jetzt nennt, hat hohe Sicherheitsstandards und doch entdeckt ihn ein unbekannter Gegner. Für mich eine gruselige Vorstellung wenn man gejagt wird und noch nicht weiß warum oder wer derjenige ist. Denn diese besagte Gruppe ist auch hinter seinem Leben her, da keiner lebend diese Gruppe verlässt. Wunderbarer Thriller mit jeder Menge Action, die einen rasant mitnimmt. Fazit  Absolut gelungener Wissenschaftsthriller!!! Ein Deal, ein geplatztes Treffen und jede Menge geheimer Informationen nehmen dich mit, in eine unaufhaltsame Jagd nach der globalen Vernichtung ... 5 von 5 Sternen

    Mehr
  • Mehr als "nur" ein spannender Thriller

    Das Erwachen

    Stuffed-Shelves

    05. October 2017 um 15:36

    Andreas Brandhorst war mir bislang durch seine Science-Fiction-Werke und seine Tätigkeit als Pratchett-Übersetzer vertraut. Ja, ich wusste, dass er bereits früher Thriller veröffentlicht hat, aber »Das Erwachen« war der erste, den ich gelesen habe. Dementsprechend wusste ich nicht, mit welchen Erwartungen ich an das Buch herangehen sollte.. Etwas futuristisch wird es dann doch, denn auch wenn der Roman über weite Strecken in der Gegenwart fußt, ist die Handlung in der nahen Zukunft angesiedelt. Die Technologien sind somit weitestgehend bekannt und als logische Weiterentwicklungen zu sehen, das Setting ist ebenfalls noch greifbar und realistisch. Dadurch entwickelt »Das Erwachen« eine Stimmung, in der man sich wiederfindet und der man gern glaubt, dass wir in ein paar Jahren auf dieser Entwicklungsstufe leben werden. Das wird von Brandhorst Recherchen und die Hintergrundinformationen, die er auf seiner Homepage mit den Lesern teilt, noch einmal deutlich unterstrichen. Die daraus resultierende Atmosphäre, die im Verlauf der Geschichte zunehmend düsterer und verzweifelter wird, ist von ganz hoher Qualität und in der Lage, auch unabhängig des Storyverlaufs zu fesseln. Was nicht bedeutet, dass er vernachlässigt wurde. Brandhorst baut einen extrem steilen Spannungsbogen auf, der durch die unterschiedlichen Erzählebenen auf einem kontant hohen Niveau bleibt und sich trotz der über 700 Seiten des Romans keinen Einknicker erlaubt. Geschickt werden die unterschiedlichen Handlungsstränge, die jeweils ihren eigenen Drive haben, miteinander verwoben, um schließlich die unterschiedlichen Elemente zu einem hochbrisanten Metaplot zu verbinden, der die Hetzjagd auf Axel Krohn fast zu einem Nebenschauplatz der Geschichte werden lässt. Doch auch abseits der Story ist »Das Erwachen« spannend. Spannend und erschreckend, denn wie erwähnt sind die beschriebenen Entwicklungen absolut realistisch, insbesondere was das Fortschreiten von künstlicher Intelligenz angeht. Es ist absolut vorstellbar, dass Brandhorsts Geschichte viel dichter an der Realität ist, als es zunächst den Eindruck haben mag. Dieser Umstand sorgt dafür, dass man das Buch auf mehreren Ebenen lesen kann – umso besser, dass es auf jeder von ihnen funktioniert. Einen besonderen Reiz machen die Charaktere des Romans aus, denn in den meisten Fällen bleiben die persönlichen Motivationen lange undurchschaubar. Immer wieder lässt Brandhorst durchblicken, dass vielleicht nicht alles so ist, wie es zu Beginn scheint, um den Leser nach falschen Fährten und vielen überraschenden Wendungen in eine gänzlich andere Richtung zu schubsen. Man kann fast sagen, dass er ein Misstrauensverhältnis zwischen Leser und Figuren schafft, welches dazu führt, die Geschehnisse zusätzlich zu hinterfragen. Insbesondere Hauptakteur Axel Krohn wird durch die Geschehnisse und die von anderen Protagonisten ausgelegten Fallstricke fast zu einer tragischen Figur, da sich »Das Erwachen« ausführlich mit seinem Werdegang beschäftigt, der im späteren Handlungsverlauf noch eine spezielle Bedeutung gewinnt. Andreas Brandhorst legt Tempo vor, anders kann man den Stil nicht beschreiben. Sein aktueller Roman ist ein lupenreiner Actionthriller, der den Leser mit Vollgas durch die Seiten jagt. Es finden sich jedoch auch viele Hintergrundinformationen im Buch, die allerdings nicht so sehr ins Detail gehen und so wissenschaftlich erklärt werden, dass sie den Lesefluss unterbrechen würden. Ein gesundes Maß, welches tief blicken lässt, aber nicht trocken und langweilig wird. Das weiß zu gefallen. Fazit: Andreas Brandhorst liefert für mich mit »Das Erwachen« den besten Roman des Jahres ab. Es ist eine hochspannende und temporeiche Geschichte, die zugleich aber auch als politisches Werk funktioniert und eine deutliche und eindringliche Warnung ausspricht. Es ist ein Buch, mit dessen Handlung man sich noch Tage nach dem Lesen beschäftigen kann und es ist ein Buch, welches uns unsere Technikabhängigkeit und die davon ausgehende Gefahr sehr deutlich und in einem erschreckenden Ausmaß vor Auge führt. Zusammen mit Leif Tewes’ »Alternativen« wird aus »Das Erwachen« somit auch eines der wichtigsten Bücher des Jahres. Eine Rezension von Stuffed-Shelves.de

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks