Andreas Brandhorst Der letzte Regent

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Regent“ von Andreas Brandhorst

Als der letzte Regent stirbt, entbrennt ein blutiger Machtkampf um die Herrschaft Bereits seit über zweitausend Jahren kämpft das Endurium, ein Bündnis aller Menschenwelten, gegen die außerirdischen Ayunn. Als der fünfhundertjährige Regent des Enduriums stirbt, soll der Chronist Xavius herausfinden, wer hinter dem gewaltsamen Tod des Herrschers steckt. Doch schnell entbrennt ein schmutziger Machtkampf um die Nachfolge des Regenten, und Xavius gerät zwischen die Fronten. Und dann greifen auch noch die Ayunn an, denn sie sehen ihre Chance gekommen, die führungslose und geschwächte Menschheit nun endgültig zu zerstören.

Solide erzählt, düster, aber atmosphärisch, bisweilen wirr, der Schluss stark, die Pointe aber unnötig verschenkt.

— StefanBommeli
StefanBommeli

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Leseratt

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JulesBarrois

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  • Mysteriös und atomsphärisch

    Der letzte Regent
    StefanBommeli

    StefanBommeli

    03. May 2017 um 09:28

    Der Letzte Regent ist ein solide geschriebenes Sci-Fi-Buch, das einige altbekannte Konzepte (z.B. Unsterblichkeit) auf überraschende und raffinierte Weise aufgreift. Es ist gelungen aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt und hält seine Spannung über weite Strecken aufrecht. Punktuell driftet es etwas ins Unverständliche, visionsartige Passagen erschliessen sich nur schwer. Der Schluss ist düster, sehr atmosphärisch – der eigentliche Plot ist jedoch m.E. zu konstruiert und im Grunde unnötig (darum nur 4*). Lesenswert!

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  • Die Rettung der Menschheit?

    Der letzte Regent
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    06. September 2013 um 14:27

    Inhalt Seit zweitausend Jahren, seit der Zerstörung der Erde durch das feindliche Volk der Ayunn, ist zwischen ihnen und der Menschheit Krieg. Als der 500 Jahre alte Regent des Enduriums bei einer Zusammenkunft mit rebellierenden Vertretern der menschlichen Splitterwelten ermordet wird, droht eine neue Angriffswelle der Ayunn die Führung der Menschen endgültig zu zerstören. Der Chronist Xavius wird in die Splitterwelten geschickt, um den Mord aufzuklären. Ein Hinterhalt wirft ihn in die Hände der Rebellen, doch auch das Endurium ist nun hinter ihm her und die Ayunn greifen wieder an. Wird Xavius die Wahrheit über den Mord des Regenten herausfinden, bevor es zu spät ist? Meine Meinung Mit dem vorliegenden Roman hat der Autor wieder einmal eine faszinierende Welt mit interessanten Figuren und einer spannenden Handlung entwickelt. Und wie ich es bei den Büchern von Andreas Brandhorst liebe, erzählt er wieder in einer bildhaften und intensiven Sprache, die so vielen Szenen und Welten eine besondere Atmosphäre gibt und oft irreale Stimmungen erzeugt. Das Endurium, die Welt, in der der menschliche Hauptprotagonist Xavius lebt, ist äußerst spannend. Es besteht aus mehreren Sonnensystemen mit vielen Welten und ist von den Menschen besiedelt. Die Bewohner sind zum einen Vivi, lebende Menschen und zum anderen Morti, nämlich Vivi die mithilfe eines kontrollierten Todes die Unsterblichkeit gewinnen, dabei aber auch Emotionen aufgeben. Einerseits fehlt damit den Morti etwas Entscheidendes, was das Leben eines Menschen ausmacht, aber andererseits sind sie damit auch rational, ihr Verstand wird nicht von Gefühlen abgelenkt und ihr Handeln wird auch nicht durch negative Emotionen beeinflusst. Ihre Aufgabe ist es, die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Daneben gib es noch die Splitterwelten, vom Endurium unabhängige Menschenwelten, die gegen die Morti und die Entwicklung des Enduriums, das ihrer Meinung nach mehr und mehr eine „tote Welt“ zu werden droht, rebellieren. Ganz besonders spannend ist hierbei das Rätsel um die Stille Stadt. Aufgebaut auf der zerstörten Erde und Zentrum für die Umwandlungen der Vivi in die Morti ist sie immer auch Ziel der Rebellen, die dort das Wissen des Regenten zu bergen hoffen. Denn die Stadt birgt auch das große Geheimnis des Regenten ... Die Figuren sind ebenfalls spannend zu lesen, denn sie sind nicht einfach weiß und schwarz, sondern vielschichtig und ihre Beweggründe sind nachvollziehbar, bieten aber auch immer viel Raum für Spekulationen. Auch die Entwicklung des Chronisten ist schlüssig. Aufgewachsen in der ihm bekannten Welt, kämpft er mit der Verarbeitung vieler neuer Informationen und besonders auch Manipulationen und wächst daran. Neben den steinern wirkenden Morti gibt es noch weitere interessante Figuren wie z. B. Empathen, Menschen mit besonderen Begabungen. Neben Welten und Figuren bieten die Bücher des Autors aber auch meist noch eine andere Ebene, die den Leser in fremde Gedanken, andere Realitäten oder andere Welten führt. Hier im Buch findet sich Xavius immer wieder in einer irreal wirkenden Realität wieder, die für zusätzliche Spannung sorgt, fragt man sich doch sowieso schon die ganze Zeit, wer hier in der Geschichte die Wahrheit sagt, wer lügt oder manipuliert. Ganz besonders gut gefällt mir auch hier wieder, dass die Geschichte auch zum Nachdenken anregt, wenn man die Gesellschaft der Morti und die Beweggründe für ihre Handlungen und die jahrhundertelange durchgeplante Entwicklung beobachtet. Und daneben die Rebellen, die die Menschheit in Gefahr sehen, die die Morti doch unbedingt retten wollen. Man fragt sich, wie es soweit kam, was das Endurium ursprünglich hat entstehen lassen. Ich fand es durchweg spannend, mich mit dieser Geschichte zu beschäftigen. Wer gerne Raumschiffe und technische Errungenschaften mag, wird hier auch auf seine Kosten kommen, ohne dass dies Überhand nimmt oder unverständlich wird. Auch fremde Planeten werden beschrieben, von denen der Planet Bluestone mit seinem ganz besonderen Ökosystem derart faszinierend und unheimlich für mich war, dass ich davon sehr gerne noch eine eigene Geschichte lesen würde. Für mich war dies wieder ein vielseitiger und spannender Roman mit viel Kopfkino und einer überraschenden Aufklärung.

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  • Das Überleben der Menschheit steht auf dem Spiel

    Der letzte Regent
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    28. August 2013 um 19:05

    Der Chronist des Enduriums, Xavis V Xavius, wird Zeuge des Treffens zwischen dem Regenten des Enduriums, Avedo M Avedis und Vertretern der Splitterwelten, in dessen Anschluß der Regent ermordet wird. Die Vertreter der Splitterwelten stehen im Verdacht, für diesen Mord verantwortlich zu sein und zusammen mit den Ayunn, den größten Feinden des Enduriums, einen Angriff zu planen. Xavius bekommt von Avedis' Stellvertreter den Auftrag, zu den Splitterwelten zu fliegen, um die Hintergründe für den Anschlag aufzudecken. Dabei gerät er in einen Hinterhalt und plötzlich ist das ganze Universum hinter ihm her. Normalerweise lese ich keine Science-Fiction, aber da dieses Buch von Andreas Brandhorst ist, war es keine Frage, daß ich es lesen werde. Und ich muß sagen, daß mich das Buch – wieder – sehr positiv überrascht hat. Ich hatte anfangs die Befürchtung, daß die vielen technischen Errungenschaften in dem Buch und deren Verwendung mich vielleicht zu sehr verwirren und mich in meinem Lesefluss stören würden, aber das war unbegründet. Einige technische Details erschlossen sich beim Lesen bzw. ihre Bedeutung war eher unrelevant für das Verständnis der Handlung – außerdem gibt es am Ende des Buches noch ein Glossar zu den Begriffen und Charaktere. Sobald man in der Welt des Enduriums angekommen ist, liest sich das Buch flüssig und spannend. Mit ein paar Vermutungen lag ich gar nicht so verkehrt und es gab noch einige überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Das Endurium besteht aus Morti (Menschen, die in der Stillen Stadt auf der Erde einen kontrollierten Tod gestorben sind, lebende Tote sozusagen), die die Fäden im Endurium ziehen, und den Vivi, den lebenden Menschen. Nur der Regent, ein Mortus, kennt alle Geheimnisse des Enduriums, die in einem Schrein in der Stillen Stadt auf der seit 2000 Jahren zerstörten und verwüsteten Erde liegen. Die Erde wurde seinerzeit von den Ayunn zerstört und sie sind seither die größten Feinde der Menschheit – eine dritte Angriffswelle scheint bevor zu stehen. Daneben gibt es die Splitterwelten, Menschenwelten, die unabhängig vom Endurium sind. Die Beschreibungen des Enduriums und einzelner Welten sind sehr gut gelungen, ich konnte sie bildlich vor mir sehen. Was mir auch wieder gut gefallen hat, daß der Autor die Charaktere nicht einfach in Schwarz-Weiß darstellt, sondern ich mir als Leser ein eigenes Bild von der jeweiligen Lebensform machen und bewerten konnte. Xavis V Xavius, Chronist und ein Vivus, ist ein überzeugter Anhänger des Enduriums: für ihn sind die Forderungen und Ansichten der Splittermenschen eine Beleidigung der bestehenden Ordnung. Aber im Laufe der Handlung melden sich bei ihm kleine Zweifel und aufgrund der Entwicklung bleibt ihm irgendwann nichts anderes übrig, als sich seinen Zweifel zu stellen; Xavius' Entwicklung fand ich sehr überzeugend. Auch in diesem Buch war ich mir als Leser nicht sicher, wem man trauen kann oder wem nicht, was wirklich ist und was nicht – das hat der Autor wieder sehr gut hinbekommen. Ich habe seit 20 Jahren keine Science-Fiction mehr gelesen, dieses Buch dürfte das nun geändert haben. Unbedingt lesen!

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