Andreas Brandhorst Diamant

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Inhaltsangabe zu „Diamant“ von Andreas Brandhorst

Die Menschheit hat es geschafft! Mit Hilfe der Kantaki, insektoider Aliens, die über die Technik des überlichtschnellen Raumflugs verfügen, ist es ihr gelungen, ferne Welten zu besiedeln. Die Herrschaft darüber teilen sich zwei wirtschaftliche Großmächte, das Konsortium und die Allianz. Doch feindliche Wesen bahnen sich ihren Weg zurück an die Macht: Einst in ein Zeitgefängnis verbannt, wollen die gefährlichen Temporalen die Galaxis erneut mit Krieg überziehen. Dabei missbrauchen sie Rungard Avar Valdorian, ehemaliges Oberhaupt des Konsortiums, als ihren Helfer. Werden Menschen, Kantaki und ihre Verbündeten das Universum noch retten können?

Liebe, Tod, Verzweiflung und Zeit - mehr braucht Andreas Brandhorst nicht, um diesen epochalen Roman zu schreiben.

— einz1975

Starker Auftakt der sechsteiligen Kantaki-Reihe, den ich sehr empfehlen kann!

— MalinaAnningan

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    Diamant

    einz1975

    26. September 2017 um 11:59

    Zeit - wer möchte sich nicht selbst gern mehr davon? Wir wünschen uns so viel zu erleben und zu entdecken, dass man am Ende sagen kann, man hat auch wirklich gelebt. So ähnlich geht es auch Lidia. Eine junge Frau, die sich nichts mehr wünscht, als Pilotin auf einem Kantaki-Schiff zu werden. Sie lernt Dorian kennen, der reiche Sohn eines unglaublich großen Konsortium-Anführers. Für wen wird sie sich jetzt wohl entscheiden? Für den jungen Mann der ihr alle Wünsche erfüllen kann oder für ihren eigenen Weg? Dorian kann es einfach nicht fassen sitzen gelassen zu werden.Er, der ihr alles bieten kann, der alles kaufen und besitzen kann, warum entscheidet sie sich nicht für ihn? Doch kommen wir jetzt ein wenig von dieser Liebesstory weg und schauen uns die Sciencefiction hinter der Geschichte an. Da haben wir die Kantaki. Ein insektenartiges Volk, welches mit ihren Schiffen Raum und Zeit überwinden können. Niemand ist seither so weit entwickelt wie sie. Die Menschen konnten durch dieses Volk erst aufbrechen zu den Sternen und haben in den letzten Jahrhunderten die Galaxie langsam erobert.Viele andere Völker beherbergt unsere Milchstraße noch, obwohl wir nur ein winzig kleiner Teil von etwas viel Größerem sind. Brandhorst erklärt auch interessante theologische Ansätze über Gott oder besser gesagt das, was man als solches wahrnimmt. In vielen Passagen helfen deutliche Erklärungen den Kosmos, wie er ihn sich vorstellt, wahr werden zu lassen. Egal ob alte Ruinen, zeitlose Raumspalten oder ein Krieg der mit Anomalien ausgefochten wurde, hier bekommt wirklich jeder von Allem etwas. Mit einer guten Portion Vorstellungskraft, werdet ihr euch auch sehr wohl fühlen, wäre da nicht unser Held der Geschichte.Als tragische Figur und Bindeglied zwischen den Welten, verfällt Dorian nicht nur seinem Egoismus, sondern auch seinem Stolz. Sein Weg pflastern wahrlich unheimlich viele Leichen und auch wenn nicht immer gewollt, führen alle Taten am Ende eben doch zum gleichen Ergebnis. In einigen Phasen möchte man ihn manchmal gar nicht mehr begleiten, viel zu unangenehm fühlt man sich in seiner Gegenwart. Selbst das Finale erweist sich nur als Sprungbrett zu Teil Zwei und öfter habe ich mir schon gewünscht, er würde einfach sterben und alles hätte endlich ein Ende.Fazit:Liebe, Tod, Verzweiflung und Zeit - mehr braucht Andreas Brandhorst nicht, um diesen epochalen Roman zu schreiben. Tief traurige Momente, wechseln die Bilder mit fanatischen Bildnissen über Raum und Zeit. Unglaubliche Welten werden gefunden und unsere Leben als Wimpernschlag in der Geschichte erkannt. Ich bin mir sicher, dass wirklich erst am Ende der Romanreihe sich endgültig alles erklärt, was hier angesprochen wird. Wer den Einstieg jetzt wagt, wird auch definitiv hängen bleiben. Matthias Autor: Andreas BrandhorstTaschenbuch: 592 SeitenVerlag: Piper VerlagSprache: DeutschErscheinungsdatum: 01.08.2017ISBN: 978-3-492-28121-8

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  • Starker Auftakt der sechsteiligen Kantaki-Reihe, den ich sehr empfehlen kann!

    Diamant

    MalinaAnningan

    16. August 2017 um 12:22

    Kurzbeschreibung Der Planet Erde im Jahr 2075. Was einst die Wiege der Menschheit war, ist nun Schauplatz grausamer Kriege, globaler Wirtschaftskrisen und selbstverschuldeter Naturkatastrophen. Wer es sich leisten kann, verlässt den Planeten mithilfe von Raumschiffen, die sich inzwischen innerhalb unseres Sonnensystems bewegen können. Hier treten die ersten Kantaki in Kontakt mit der Menschheit. Die Kantaki sind eine uralte insektoide Rasse und den Menschen weit überlegen. Mit ihren Raumschiffen können sie enorme Entfernungen überwinden und Passagiere ebenso wie Fracht transportieren - gegen entsprechende Bezahlung versteht sich. Dreitausend Jahre später hat die Menschheit nahezu die gesamte Galaxie besiedelt und gemeinsam mit anderen Spezies einen gigantischen Krieg überstanden, dessen Spuren noch nicht nicht völlig beseitigt sind. Einflussreiche Wirtschaftskonglomerate konkurrieren im großen galaktischen Machtspiel, dabei tun sich vor allem die “Allianz” und das “Konsortium” hervor, die einander feindlich gesinnt sind. Noch immer besteht eine Abhängigkeit von den Diensten der Kantaki, die als Einzige menschliche Passagiere transportieren können. Für machthungrige Magnaten stellt dies ein Problem dar, eines von vielen Problemen mit denen sich Rungard Avar Valdorian, Oberhaupt des Konsortiums, befassen muss. Als sein Leben in Gefahr gerät verschieben sich Valdorians Prioräten jedoch. Um sich zu retten, sieht er sich gezwungen, drastische Schritte zu ergreifen und sucht Kontakt zu seiner längst vergessen geglaubten Jugendliebe Lidia, der einzigen Frau der sein Reichtum nichts bedeutet hat und deren sehnlichster Wunsch es war, als Pilotin der Kantaki das unendliche All zu erkunden. Cover Ein modernes, harmonisch gestaltetes Cover in Schwarz und Blautönen mit geschickt platzierten Lichteffekten. Zu sehen sind ein paar kleinere Raumschiffe, dahinter ein sehr viel größeres, geheimnisvoll wirkendes Schiff. Da will man doch gleich los lesen! Schreibstil Der Aufbau des Buchs ist ordentlich und übersichtlich; nebst der erwähnten Kapiteleinleitungen finden sich im Anhang ein Glossar und eine umfangreiche Chronologie. Alle Kapitel werden von einer knappen Zeit- und Ortsangabe eingeleitet, was die Orientierung vereinfachen kann. Prinzipiell lässt sich aber auch ohne solche Angaben aus den ersten paar Sätzen eines jeden Kapitels schließen kann, wann und wo es spielt und aus wessen Perspektive erzählt wird und so komme ich das trotz zahlreicher Zeitsprünge und Perspektivenwechsel gut mit. Die Wortwahl wirkt häufig wissenschaftlich und ist gut verständlich. Das Erzähltempo entspricht meinem Geschmack, schnelle, actionreiche Szenen wechseln mit langsameren, die tiefen Einblicken in die abstrakte Welt der Kantaki bieten. Schauplätze und Hintergründe sind präzise ausgearbeitet. Bei den Haupt- wie Nebenfiguren hätte ich mir allerdings gewünscht, mehr über ihre Motive zu erfahren. Mit einigen Nebenfiguren konnte ich leider nicht so recht warm werden. Erwartet hätte ich auch eine völlig andere Entwicklung der beiden Hauptfiguren; dass meine Erwartung hier nicht erfüllt wurde finde ich aber sehr interessant und auch wenn ich beim Lesen geradezu irritiert war, gefällt es mir doch, dass ich überrascht wurde. (Ich rede hier um den heißen Brei herum, weil ich sonst spoilern müsste.) Der für mich wichtigste Aspekt an einem Roman: Ich hatte Spaß beim Lesen, konnte mir alles bildhaft vorstellen und wurde sehr gut unterhalten. Meinung Im ersten Band der sechsteiligen Kantaki-Saga begleitet der Leser die Lebenswege zweier sehr verschiedener Menschen, der Kantaki-Pilotin Lidia und dem Wirtschaftsmagnaten Valdorian, die sich in ihrer Jugend kennen und lieben gelernt haben, aber schnell feststellen mussten, dass sie unterschiedliche Ziele im Leben verfolgen. Trotzdem bleiben sie in gewisser Weise verbunden und können einander nie völlig “loslassen”.  Als mir beim Lesen klar wurde, dass ich so etwas wie eine Liebesgeschichte in den Händen hielt, machte ich mich auf das Schlimmste gefasst. Kitsch und Schnulzen - Verzeihung, “Romantik” meine ich natürlich  - sind nun wirklich nicht mein Fall. Aber trotzdem schafft es auch dieser Roman von Andreas Brandhorst, mich sofort in seinen Bann zu ziehen.  Von Kitsch keine Spur, erzählt er von der unendlichen Vielfalt, die das Leben bietet und von Entscheidungen, die immer andere Möglichkeiten ausschließen. Das ist eigentlich ziemlich traurig und ich überlege, ob ich traurigen Liebesgeschichten vielleicht doch was abgewinnen kann. Dabei kann ich die Wünsche und Vorstellungen beider Protagonisten recht gut nachvollziehen. Ein wenig mehr hätte ich aber dann doch gerne über ihre Gefühle füreinander erfahren, um besser zu verstehen, warum sich zwei so unterschiedliche Personen überhaupt füreinander interessieren. Die ganze Geschichte spielt vor dem Hintergrund einer galaktischen Krise, bei der die andauernde Feindschaft zwischen Konsortium und Allianz eine große Rolle spielt. So lernt der Leser einige spannende fremde Planeten kennen und begegnet interessanten Spezies, allen voran natürlich die geheimnisvollen Kantaki, die mir ausgesprochen gut gefallen. Ihre “Fremdartigkeit” ist detailreich dargestellt und macht mich immer neugieriger, je mehr ich über sie erfahre. Dass die Kantaki - und nicht nur sie - die Zeit beeinflussen können, habe ich mit hochgezogener Augenbraue zur Kenntnis genommen. Mit der Manipulation der Zeit kann man tolle Sachen anstellen, aber leider auch ganz leicht die beste Geschichte versauen. Bei “Diamant” ist das Spiel mit der Zeit gut gelungen wie ich finde. Obwohl ich überkritisch nach Logiklöchern gesucht habe und darauf wartete, dass irgendeine Figur oder Fraktion beginnt, ihre Macht auszunutzen und unglaubhafte Dinge mit der Zeit zu treiben, konnte ich keine “Fehler” finden. Im Gegenteil, für mich war immer klar ersichtlich, dass Zeit im Kantaki-Universum ein fragiles Konstrukt ist, das nur mit höchster Vorsicht beeinflusst werden kann. Ich bin sehr gespannt, wie das in den Fortsetzungen weitergeht.

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  • Zwei Menschen auf einer Odyssee durch Zeit und Raum

    Diamant

    Hypokras

    25. August 2015 um 09:56

    Die Station: Venus - Soft Sci-Fi. Und so beginnt es: »Sol-System 17. September 2075 Mutter Rrirk stakte in den Pilotendom, den Raum, der das Zentrum der hyperdimensionalen Struktur ihres Schiffes bildete. Flüsternde und raunende Stimmen begleiteten sie, kamen sowohl von den vielen Segmenten des Schiffes, durch die Bindungskräfte existenzieller Harmonie zusammengehalten, als auch aus dem Transraum und seinen zahllosen Fäden, die sich zwischen allem Existierendem spannten.« Zusammenfassung Kurz: Das Schicksal zweier Menschen hängt zusammen und von ihm hängt das Schicksal des Universums ab. Etwas länger: Lidia DiKastro will Xeno-Archäologie studieren und Rungard Avar Valdorian, der Magnatensohn und künftiger Führer einer der beiden grossen Wirtschaftsmächte im von Menschen besiedelten Raum verliebt sich in sie. Meine Meinung Zuerst könnte man tatsächlich meinen, es gehe um die Beziehung dieser beiden enorm gegensätzlichen Menschen. Denn Lidia entdeckt, dass sie über "die Gabe" verfügt. Sie lässt sich zur Kantaki-Pilotin ausbilden und so trennen sich die Wege der zwei Liebenden. Allerdings sind ihre Schicksale derart miteinander verknüpft, wie es noch nicht mal der nichts dem Zufall überlassende Valdorian ahnt. Er denkt, er zieht sämtliche Fäden. Er ist aber auch sonst ziemlich egozentrisch. Ganz anders Lidia. Sie ist eine Träumerin. Sie möchte das Universum sehen. All die Wunder die es birgt. Deswegen wird sie Kantaki-Pilotin, weil die Kantaki, eines der ganz alten Völker, gewissermassen "ausserhalb" der Zeit leben. Glücklicherweise verzichtet Andreas Brandhorst darauf, sich zu sehr in technischen Details zu verlieren. Er beschreibt die Geschichte, den Wandel den zwei Personen durchleben. Wobei sich beide nicht wirklich "ändern", ihre charakterlichen Grundzüge treten aber während dieses ersten von drei Bändern immer deutlicher hervor. Immerhin umfasst das Buch einen Zeitraum von etwa 120 Jahren. Die Figuren sind zu beginn ganz normal, fast ein wenig langweilig. Sie werden jedoch wie gesagt im Laufe der Geschichte immer plastischer und glaubhafter. Was mich am Stil etwas gestört hat war, dass Herr Brandohrst stark zu Wiederholungen zu neigen scheint. Er wiederholt sich, zwar nicht oft, aber einige Themen, Begriffe, Situationen werden von ihm immer mal wieder wiederholt. ;) Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern das Hörbuch gehört. Zu Beginn hatte ich Mühe mit Ernst Meincke, dem Sprecher, fand ihn langweilig. Aber das Buch oder die Geschichte, die Personen sind das zu Beginn auch. Mit Fortschreiten der Geschichte verschwindet auch dieser Eindruck. Fazit Ich bin grade dabei, "Metamorph", den zweiten Band der Kantaki-Trilogie zu hören und werde mir auch den drittel Teil noch bei Audible besorgen. Zu Deutsch: Kaufempfehlung. Gesamteindruck Sprache / Stil: 8/10 Figuren: 9/10 Handlung: 10/10 Schlusswertung: 9/10 Punkte

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  • Rezension zu "Diamant" von Andreas Brandhorst

    Diamant

    Staeljmun

    25. February 2010 um 19:41

    War eher anstrengend zu lesen, hat sich aber gelohnt

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