Andreas Brandhorst Die Stadt

(38)

Lovelybooks Bewertung

  • 57 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 3 Leser
  • 9 Rezensionen
(7)
(14)
(10)
(4)
(3)

Inhaltsangabe zu „Die Stadt“ von Andreas Brandhorst

Zwischen Himmel und Hölle – der neue Andreas Brandhorst Nach einem Unfall ist es für Benjamin Harthman, eines der Opfer, schon zu spät: Er ist tot. Doch dann wacht Harthman wieder auf, mitten in einer seltsamen Stadt, einer Stadt voller verstorbener Menschen. Ist es das Paradies oder gar die Hölle? Benjamin Harthman macht sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis dieses seltsamen Ortes …

Nach einem gemächlichen Einstieg sehr spannende Story

— Elwe
Elwe

Spannend...war ein toller Zeitvertreib in den Sommerferien!

— lilo1010
lilo1010

Großartig: Man rätselt und fiebert mit bis zur faszinierenden Enthüllung am Ende.

— Sajon
Sajon

Sehr überraschende, bizarre Idee, die etwas an der Umsetzung scheitert - war mir stellenweise zu langatmig

— Aleshanee
Aleshanee

Völlig neue Idee über das Jenseits - beeindruckend!

— Jeami
Jeami

Ich fand es absolut spannend.. eine ganz neue Idee. super genial

— Buchraettin
Buchraettin

Stöbern in Fantasy

Wédora - Schatten und Tod

Viel Potential, leider nicht wirklich ausgeschöpft.

KaMaMi

Stadt der Finsternis - Unheiliger Bund

Kate is back! Und diesmal muss sie einige schwere Entscheidungen treffen.

I_like_stories

Darien - Die Herrschaft der Zwölf

Hier stimmt einfach alles, tolle Figuren, schöner Schreibstil und eine interessante Handlung. Ich hoffe auf einen 2 Teil :)

Sternlein

Constance Verity

Das Buch klingt wie ein irrer Trip - und genau das ist es auch!

I_like_stories

Isle of Seven (Siebenstern-Dilogie Band 1)

Der erste Teil der Dilogie fängt super an. Es wird nicht langweilig. Die Welt ist interessant und gar nicht so abwegig

Carina_Kriesten

FALLEN: Kein Abgrund ist tief genug

Grandioser Auftakt einer neuen Reihe!

Tina_Kiefer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • geht so

    Die Stadt
    evilein

    evilein

    24. February 2017 um 10:24

    Die Story erinnert mich entfernt an die Soul-Beach Triologie, war aber für mich, gerade gegen Ende sehr verworren.  Benjamin hat einen Verkehrsunfall, bei dem seine Lebensgefährtin ums Leben kommt. Er ebenfalls, denkt er, erwacht aber in einer seltsamen Stadt , die quasi eine Zwischenwelt auf dem Weg ins Jenseits sein soll. Dort ist es im Prinzip genau so wie im Leben , nur das man, einmal getötet, immer wieder aufwacht . Die Rückblenden in sein Leben waren mir im Zusammenhang mit der Geschichte zu verworren - nicht wirklich das was ich erwartet hatte

    Mehr
  • Die Stadt

    Die Stadt
    FabAusten

    FabAusten

    08. July 2016 um 02:45

    Benjamin Hartmann ist tot. Die letzten Sekunden seines Lebens verstrichen auf einer Straße. Das jedenfalls glaubte er bis er sich plötzlich auf einer anderen Straße wiederfindet. In einer fremden Stadt. Was ist mit ihm geschehen? Ist er gar nicht gestorben? Oder sieht so etwa das Jenseits aus? Die Grundidee besticht gleichermaßen durch Einfachheit und Einfallsreichtum. Was wäre, wenn nach dem Tod keines der durch die Religionen versprochene Jenseits-Modell in Kraft tritt, sondern eine Nachwelt, die der unseren ähnelt? Und was genau unterscheidet beide Welten? Oder stellt die Stadt eine ganz eigene Art von Himmel oder Hölle dar? Eine vielversprechende Prämisse, die wirklich neugierig macht. Leider hapert es an der Umsetzung der Möglichkeiten. Zum einen ist die Geschichte keineswegs so ereignisreich wie die hohe Seitenzahl suggeriert. Manche Ideen wirken außerdem allzu prosaisch (Apfelkerne als bewusstseinserweiternde Droge), sind surreal (Personen aus Glas) oder ihr Sinn nicht dargelegt (Personen aus Glas). Zum andern erinnert sie über weite Strecken an ein Computerspiel. Die Spielfigur muss durch ein wechselndes Setting geführt werden. Sie muss sich vor feindlichen Kreaturen in Acht nehmen, Rätsel lösen und Herausforderungen meistern. All das wirkt wie am Reißbrett entworfen: schematisch und aseptisch. Benjamin Hartmanns Gefühl in einer konzipierten Realität zu stecken, erfasst auch den Leser. Niemals entsteht der Eindruck, als würde die Geschichte einen natürlichen, sich bedingenden Verlauf nehmen. Selbstverständlich sind alle literarischen Werke Konstrukte ihrer Autoren. Allerdings besteht doch die Kunst darin, dem Leser vorzugaukeln, eine Geschichte entwickele sich aus sich selbst heraus. Als ergebe sich mühelos eins aus dem anderen. Andreas Brandhorst schafft dies allerdings nicht. Statt dem Protagonisten und damit dem Leser Hinweise zu liefern, die er verfolgen kann, werden nur wenige und dazu noch unverständliche Andeutungen gemacht. Der Leser wird nicht angeregt, dies oder jenes zu hinterfragen und kann sich keinen eigenen Reim machen. Und statt Hintergründe sukzessive darzulegen, entscheidet sich der Autor für die einfachste aller Methoden. Er lässt am Ende einfach eine Figur lang und breit die Zusammenhänge darlegen. Dieses Vorgehen ist schlichtweg einfallslos und belegt die Schwächen des Plots. Auch inhaltlich überzeugt das Ende bzw. die Erklärung nicht. Die große Frage, was es mit der Stadt auf sich hat, schwebt über allem. Also schlägt der Leser sich trotz aller Stolpersteine und der hohen Seitenzahl bis zum Ende durch. Es soll ja keine verlorene Liebesmüh gewesen sein. Doch statt sein Durchhaltevermögen zu belohnen d.h. ihn zu verblüffen, wird er schließlich mit der denkbar einfachsten Erklärung abgefertigt. Der Versuch, diese Tatsache mit pseudo-physikalischen, -philosophischen und -spirituellen Begrifflichkeiten zu verdecken, ist mehr als offensichtlich. Für den Autor ist es vielleicht ein zufriedenstellender Abschluss seiner Geschichte. Für den Leser ist es alles andere als das. Hat er nicht gerade einen ausgeprägten Hang zur wissenschaftlichen Schwafelei, dann fühlt er sich wahrscheinlich nicht nur leicht auf den Arm genommen, sondern gehörig verschaukelt. Erschwerend wirkt sich außerdem aus, dass keine Bindung zwischen Leser und irgendeiner der gezeigten Personen entstehen will. Nicht einmal der Protagonist vermag Interesse zu wecken, geschweige denn so etwas wie Empathie. Am Ende könnte das im Fall von Benjamin sogar Absicht gewesen sein, bremst aber nichtsdestotrotz das Interesse an ihm und seinem Schicksal. Die Sprache entwickelt keine eigene Melodie, wirkt teilweise hölzern und überzeugt nur selten mit treffenden, nachklingenden Formulierungen. Insgesamt überzeugt Die Stadt nicht. Weder die Geschehnisse noch die Figuren oder die finale Erklärung wissen zu überzeugen oder gar zu fesseln. Das anfängliche Wohlwollen des Lesers wird zunehmend bestraft und seine Bereitschaft, weiterzulesen, strapaziert. Je mehr die Geschichte fortschreitet, desto mehr sinkt das Lesevergnügen und der Wille zur positiven Bewertung. Außerdem hätten immense Kürzungen dem Plot gutgetan. Die Stadt ist wohl nur geeignet für Leser, die sich an ihrem eigenen Intellekt berauschen möchten und sich wenig um den tatsächlichen Gehalt der Geschichte kümmern.

    Mehr
    • 5
  • Dead or alive?

    Die Stadt
    simonfun

    simonfun

    29. June 2016 um 02:30

    Der Grundgedanke dieser Geschichte hat mich fasziniert und neugierig gemacht. Den Tod als auf einer Stadtinsel gestrandeten Seele darzustellen ist anders. Die philosophischen Fragen der Toten sind genauso vielfältig wie einfältig. Wie so oft bei religiös angehauchten Themen. Was mich dennoch gestört hat, war, dass die Höheren Wesen oder gar Aliens nie genauer be-, oder besser, umschrieben wurden. Das Totenreich zu umschreiben ist eh schon schwer und fantasylastig und genau deshalb verstehe ich nicht, warum der Autor nicht den letzten Schritt seiner Einstellung geschrieben hat. Warum nicht eine eigene Idee über das Jenseits dem Leser samt Schluss präsentieren?Die Symbolik in diesen Roman ist mir durchaus klar, aber mehr Klarheit des Autors hätte hier gutgetan.Wie auch immer - seltsamerweise gut und unbefriedigend gleichzeitig!

    Mehr
  • Mal was völlig anderes

    Die Stadt
    Aleshanee

    Aleshanee

    19. May 2015 um 07:23

    3,5 Sterne Zum Inhalt Ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag hat Benjamin Hartman einen schweren Autounfall. Gerade als er beschließt, sich mehr um die Beziehung zu seiner Frau Kattrin als um die Arbeit zu kümmern ... doch jede Hilfe kommt zu spät: er stirbt noch am Unfallort. Doch ist er wirklich tot? Als Benjamin wieder aufwacht, befindet er sich am Rande einer Stadt. Einer Stadt in der die Toten wieder zum Leben erweckt werden und deren Grenzen scheinbar niemand überschreiten kann. Er hat Glück, dass ihn Louise findet, denn das Paradies nach dem Tod sieht wahrlich anders aus. Die Gebäude scheinen uralt und zerfallen, nachts kommt ein Nebel, der grauenhafte Kreaturen in sich birgt und mitten in der Stadt wabert dunkle Schwärze, das "Loch", aus dem die gefährlichen Schatten kommen. Was hat es mit dieser Stadt auf sich? Warum ist Benjamin hier gelandet - und ist es wirklich nur eine Bewährungsstation zwischen dem Paradies und der Hölle? Das sind Fragen, die Benjamin einfach nicht loslassen und ihn damit zwischen die Fronten der "Gemeinschaft" und den "Streunern" treiben ... Meine Meinung Als ich gesehen hab, das Andreas Brandhorst selber schreibt, musste ich natürlich auf jeden Fall ein Buch von ihm ausprobieren. Bisher war mir sein Name nur aus den Übersetzungen der Scheibenweltromane von Terry Pratchett geläufig und ich wollte natürlich wissen, was und worüber er selber so schreibt :) Diese Geschichte hat auf jeden Fall was. Die große Frage, was kommt nach dem Tod, wird hier sehr ungewöhnlich und überraschend thematisiert. Am Anfang hab ich noch nicht recht den roten Faden gefunden und es wirkte etwas konfus, aber aus Sicht des gerade frisch verstorbenen Benjamin Harthman auch nicht verwunderlich. Was macht und wie reagiert man, wenn man inmitten einer Stadt voller "toter" Menschen aufwacht, keine Möglichkeit hat, dieser Situation zu entkommen und einem der Sinn des ganzen verborgen bleibt? Der Autor hat hier kurze Kapitel aus einer auktorialen Perspektive gewählt, was mein Gefühl beim Lesen, wie Benjamin die Situation erlebt, noch verstärkt hat. Eine teilweise sehr schöne, bildhaft beschreibende Sprache, bei der ich mir vieles sehr genau vorstellen konnte. Eine triste, hoffnungslose Atmosphäre hat die Irrealität des ganzen sehr gut zum Ausdruck gebracht. Dadurch, dass am Anfang alles etwas verwirrend war, bin ich beim Lesen immer wieder über Fragen gestolpert, die sich aus der Situation ergeben. Ich hab ja wie jeder andere auch meine ganz eigene Sicht, was nach dem Tod mit den Menschen passieren könnte und Andreas Brandhorst hat hier ein sehr bizarres, aber am Ende durchaus schlüssiges Szenario geschaffen, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Wie im "richtigen Leben" auch, haben sich in der Stadt Gruppen gebildet: Die Gemeinschaft, die sich in der Stadtmitte ein den Verhältnissen angepasstes, relativ angenehmes Leben geschaffen hat. Ihr Anführer ist Hannibal, eine Art Prediger, der an die Gerechtigkeit glaubt und daran, dass sie einer Art Prüfung unterzogen werden, die entweder in den Himmel oder in die Hölle führt. Der Gegenpol sind die Streuner, die am Stadtrand mit Hunger und tödlichen Gefahren leben müssen - denn auch die Toten können sterben. Ja, auch im Tod kann man sterben und auch wenn man danach wieder "aufersteht" geht mit jedem Tod Schmerz und Verlust einher. "Der Tod ist ein Dieb" heißt es, der Erinnerungen an das Leben stiehlt - aber was genau verliert man? Warum treffen genau diese Menschen in der Stadt aufeinander und welche Rolle spielt Benjamin in dem ganzen? Seine Reaktionen sind sehr gut nachvollziehbar und vor allem der Drang, hinter diese Kulisse zu blicken. Die Stadt selbst ist sehr differenziert beschrieben. Sie scheint ein Eigenleben zu haben, verändert ihr Aussehen, die Zeit läuft asynchron und selbst die Tages- und Jahreszeiten variieren je nach Stadtviertel. Sie greift in die Handlungen der Menschen ein, schafft und zerstört Gebäude und reagiert selbständig auf Ereignisse ohne erkennbaren Sinn. Der Anfang war richtig spannend und hat mich sehr gut in die Handlung eintauchen lassen. Zwischendurch zieht es sich immer wieder ein bisschen und ab der Hälfte hat es mich nicht mehr so packen können. Die Frage nach dem Warum steht zwar immer im Raum, aber die Entwicklung hat einige Umwege genommen. Das hätte ich mir etwas komprimierter gewünscht und dafür eingehender auf die Frage, was hinter all dem steckt. Hinweise gibt es viele und erst am Ende, das wieder an Spannung und Tempo zunimmt, gibt es eine überzeugende und überraschende Lösung mit einem runden Abschluss. Fazit Eine sehr bizarre, beeindruckende Sicht auf ein "Leben nach dem Tod" dass mich in seiner Idee, aber nicht ganz in seiner Umsetzung überzeugen konnte. Anfangs etwas verwirrend, mit einem gut durchdachten Motiv und einigen Längen hat es mir trotzdem imponiert! © Aleshanee Weltenwanderer

    Mehr
  • Jenseits mal ganz anderst

    Die Stadt
    Jeami

    Jeami

    05. November 2013 um 14:04

    Auch wenn die Geschichte in vielen Teilen völlig wirr und krude rüberkommt der Grundgedanke des Jenseits, so wie ihn der Autor darstellt hat mir sehr gefallen. Das ist mal was ganz anderes :-)

  • Rezension zu "Die Stadt" von Andreas Brandhorst

    Die Stadt
    Joern

    Joern

    22. December 2011 um 12:28

    Viel gibt es da eigentlich nicht zu sagen, nachdem mir "Die Kinder der Ewigkeit" ziemlich gut gefallen hat, habe ich mich gleich an "Die Stadt" gewagt. Leider geht es auch hier wieder im großen und ganzen um Themen wie das ewig Leben oder das Leben nach dem Tot etc. Das scheint wohl ein wichtiger Punkt für den Autor zu sein. Leider reicht "Die Stadt" in keinsterweise an "Die Kinder der Ewigkeit" ran. Sowohl die Charaktere alls auch die Story sind schwach, das Ende ist schwach. Ich war froh als ich es durch hatte. Mehr als 2/5 Sterne kann ich da nicht vergeben.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stadt" von Andreas Brandhorst

    Die Stadt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2011 um 11:36

    Als Benjamin Harthmann an seinem 40. Geburtstag gemeinsam mit seiner Frau Kattrin bei einem Autounfall ums Leben kommt, findet er sich zu seiner großen Verwirrung in einer rätselhaften Stadt wieder. Deren allesamt eher eigenwillige Bewohner teilen sich auf in die “Gemeinschaft”, die zwar uneingeschränkten Zugriff auf einen sich immer wieder selbst auffüllenden Supermarkt hat, aber gleichzeitig strengen Regeln Folge zu leisten hat, und die “Streuner”, die vom skrupellosen Dago angeführt werden. Aufgrund seiner Freundschaft zur ausgestoßenen Louise ist Benjamin in der Gemeinschaft schnell nicht mehr willkommen. Erst, als die beiden gemeinsam versuchen, was noch niemandem gelungen ist, nämlich aus der Stadt zu fliehen, beginnt er, sich immer mehr an sein vergangenes Leben zu erinnern - und zu erkennen, dass es ein schreckliches Geheimnis gibt, das ihn mit all ihren Bewohnern verbindet… Brandhorst entwickelt einen sehr interessanten Plot, löst ihn aber nicht konsequent auf, so dass am Ende einige aufgeworfene Fragen unbeantwortet bleiben. Die Figuren orientieren sich stark an gängigen Stereotypen, eine Entwicklung der Charaktere findet leider nicht statt. Auch sprachlich hat “Die Stadt” nichts Außergewöhnliches zu bieten, sondern wartet mit sich wiederholenden Floskeln auf. Wegen der spannenden Geschichte, die ehrlicherweise aber auch auf 200 Seiten weniger funktioniert hätte, gibt’s trotzdem 3 Sterne. Für Mystery-Fans, die Geschichten im Stil von Shutter Island mögen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stadt" von Andreas Brandhorst

    Die Stadt
    Mandel

    Mandel

    16. July 2011 um 16:00

    Groß und gefüllt, aber dennoch leer, ist die Blase mit den Antworten auf die Frage: Was geschieht mit mir, wenn ich sterbe? Benjamin Harthman erfährt dies am eigenen Leib und wacht auf in einer Stadt voller Toter. Das Buch Benjamin Harthman stirbt an seinem 40. Geburtstag bei einem Autounfall. Dabei sollte dieser Tag in vielerlei Hinsicht ein Neuanfang werden. Vor allem im Bezug auf Kattrin, seiner Frau. Wiedererwartend ist er nicht tot – oder etwas doch? Zumindest scheint er zu leben. Er atmet, er kann sich bewegen und er spürt sein Herz an der richtigen Stelle. Aber die Umgebung sieht so anders aus. Kurz nachdem er erwacht läuft ihm Louise über den Weg und klärt Benjamin darüber auf, dass in dieser Stadt jeder mindestens einmal gestorben ist. Es ist eine Stadt voller toter Menschen. Doch dies ist noch lange nicht das größte Geheimnis, das diese geheimnisvolle Stille zu verbergen hat und Benjamin spielt darin eine größere Rolle, als ihm lieb ist. Fazit Für Benjamin und die restlichen Bewohner der Stadt scheint es ein ewiges Leben zu geben. Denn sie sterben nie. Zumindest nicht vollends. Irgendwann wird jeder wieder lebendig. Und mit jedem Mal geht etwas von ihnen selbst verloren. Eine utopische Vorstellung, nicht war? Und hinzukommend ein neuer Anstoß wie das Leben danach sein könnte, wobei die von Andreas Brandhorst konzipierte Geschichte eher unwahrscheinlich ist. Ein Science Fiction Roman, der nicht nur in diesem Punkt für Aufsehen sorgt, sondern auch im Hinblick auf die politischen Gegebenheiten interessant ist. Korruption, Diktatur, der Kampf um Gerechtigkeit und der Streit um die wahre Macht, sind nur wenige Punkte, die der Autor mit starken Charakteren umsetzt. Verschiedenste Persönlichkeiten treffen aufeinander und lassen den Leser ist eine Stadt voller mysteriöser Kreaturen und einem merkwürdigen Nebel eintreten. Der Leser geht mit Benjamin mit und versucht gemeinsam mit ihm zu verstehen, was in dieser und mit dieser Stadt vorgeht. Trotz dieser wirklich gelungenen Elemente sind einige Passagen zu lang geraten und nehmen dieser 592 Seiten langen Lektüre die Brisanz. Für ein Buch mit diesem starken Thema, ist es schade, dass teilweise Textstellen auftauchen, die im Gesamtkontext lächerlich wirken, wie zum Beispiel der Bezug auf das Paradies durch einen Apfelbaum, welcher zudem der einzige Baum in der gesamten Stadt ist. Natürlich ist es Science Fiction, weshalb es der Realität nicht entsprechen muss, allerdings sollte es sich so anfühlen, als ob man in eine andere Realität abtaucht. Kurzum sind die Charaktere sehr gut gewählt, allerdings in die falsche Umgebung eingebettet worden.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Stadt" von Andreas Brandhorst

    Die Stadt
    sleepingbeauty

    sleepingbeauty

    26. March 2011 um 14:03

    "Neugier ist weder Vermessenheit noch Sünde." Dieses Buch hab ich mir rein nach Bauchgefühl gekauft und es war eindeutig eine gute Entscheidung. Zum Inhalt: Benjamin wacht in der Stadt auf, das Enzige was er weß: er ist gerade eben gestorben. In der Stadt trifft er eine Reihe weiterer Menschen und sie sind ebenfalls tot und dennoch atmen, fühlen und leben sie. Die Zeit in der Stadt verläuft asynchron, manche sind seit 80 Jahren dort und 1993 gestorben, andere sind seit 50 Jahren tot und 2012 gestorben. Keiner weiß ob es sich um das Jenseits handelt, oder eine Zwischenform zwischen Himmel und Hölle. Sicher ist aber, selbst wenn man nocheinmal stirbt, man wacht wieder und wieder in der Stadt auf und es wird immer schmerzhafter. In der Stadt haben sich im Kampf ums "Überleben" drei Gesellschaften gebildet: Die Gemeinschaft (sie halten an der Religion fest: die Stadt sei eine Prüfung des Glaubens und entscheide über Hölle oder Himmel), die Streuner (nackter Kampf ums überleben ohne den Komfort des Verpflegungsnachschubs der Gemeinschaft) und die Unabhängigen (Einzelgänger die weder das eine noch das andere sein wollen.) Benjamin steht nun vor der Wahl welchen Weg er geht, denn es hat noch keiner geschafft die Stadt zu verlassen. Nach und nach wird ihm aber klar, dass etwas mit seinen Erinnerungen nicht stimmt und er beginnt zu zweifeln: Ist er vielleicht gar nicht tot? Die Geschichte beginnt unheimlich spannend mit Benjamins Tod und seinem Erwachen in der Stadt. Die Sicht des Lesers entspricht dem Unwissendem Benjamin, alles was er von seinen Mitmenschen über die Stadt erfährt, fühlt sich auch für den Leser wie eine Einführung an. Das Lesen ist geprägt von Neugier, wie Benjamin stellt man sich Fragen und will wissen wieso gibt es die Stadt, was gibt es außerhalb und wieso kann niemand raus? Richtig gut gemacht finde ich, dass Benjamin sich Stück für Stück erinnert und man als Leser dieses Puzzle selbst zusammenfügt. Es ist als würde man sich selbst erinnern und das finde ich wirklich großartig gemacht. Ich habe schon lange nicht mehr bei einem Buch derart mitgefiebert. In nahezu einem Leserausch habe ich die letzten paar hundert Seiten verschlungen und bin einfach nur begeistert. Dieses Buch ist Nervenkitzel pur, es spielt mit der Neugier des Lesers und dem umheimlichen Setting. Mich hat es wunderbar unterhalten und deshalb bekommt es auch 5/5 Sterne.

    Mehr