Andreas Brandhorst Ikarus

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Inhaltsangabe zu „Ikarus“ von Andreas Brandhorst

Auf einer Welt im Tau-Ceti-System, mehr als zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt, hat sich eine fortschrittliche Zivilisation entwickelt. Doch die Menschen, die dort leben, sind nicht frei – sie leben unter der strengen Beobachtung der Regulatoren, einer mächtigen außerirdischen Spezies. Die einzige Hoffnung auf Freiheit ist ein Geheimprojekt namens Ikarus, das der Regierungsrat Takeder vorangebracht hat. Doch der ist gerade ermordet worden. Ein Katzund-Maus-Spiel von galaktischen Ausmaßen beginnt …

Kann die Kopie eines Mensch sich ändern und eine eigene Identität finden?

— RawQ
RawQ

Auf Takeder wurde ein erfolgreicher Mordanschlag verübt. Jetzt soll er als sein eigener Klon herausfinden, wer dafür verantwortlich ...

— Splashbooks
Splashbooks

Ich persönlich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Außerirdische Wesen, entfernte Planeten und ein erbitterter Kampf um Freiheit. Für Fans von Space Opera ein unbedingtes Muss!

— Bücherpinsel
Bücherpinsel

Stöbern in Science-Fiction

Superior

Ich liebe dieses Buch mit seinen Wendungen - ein super Auftakt und ein klasse Verlag!

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Scythe – Die Hüter des Todes

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IrisBuecher

Spin - Die Trilogie

Sehr langes, aber tolles Buch mit tiefgreifend, umfassender Geschichte. Für SciFi-Fans sehr zu empfehlen.

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Weltasche

Von Seite 1 bis zum Schluss Liebe für jede Zeile <3

vk_tairen

SUBLEVEL 1: Zwischen Liebe und Leid

Hier erwarten den Leser definitiv überraschende Wendungen und keine vorhersehbare Handlung

Meine_Magische_Buchwelt

Rat der Neun - Gezeichnet

Für Fans sicherlich solide Kost. Mir fehlte das originelle, spannende.

PagesofPaddy

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  • Ein Roman, der wohl selbst einmal durch eine 'Konvergenz' gefallen ist.

    Ikarus
    RawQ

    RawQ

    29. July 2016 um 12:34

    Ich muss gestehen, dass ich, nachdem ich das großartige »Das Schiff« von Brandhorst gelesen habe, von Ikarus doch etwas enttäuscht bin.Auch in diesem Roman entführt er den Leser in eine komplexe dichte Welt. Allerdings gelingt es ihm nicht diese kohärent und glaubwürdig zu halten. Zu viele Fraktionen, zu viele Spezies, Namen und Stimmen in Köpfen lassen Risse entstehen, über die der Plot im zickzack springt und sich mir oft nicht mehr logisch erschließt.Bei der Suche nach einem Mörder, würde ich dem folgen von Spuren und Indizien erwarten, die langsam und mit Wendungen zu dem Täter führen, aber hier folgt der Hauptcharakter irgendwelchen Stimmen und Adressen, die aus dem nichts kommen, dies kulminiert zwar zu in sich spannende Szenen, führt aber im Gesamtplot zu nichts.So einige Dinge wirken arg konstruiert, wenn z.B. der Protagonist immer wieder Schwächeanfälle bekommt (Teil des Plots) und in der nächsten Szene plötzlich sich wieder zusammenreißt und die unmöglichsten Anstrengungen meistert. Dennoch sind die Szenen für sich exzellent geschrieben und ihre Spannung entschädigt für einiges.Ein interessantes Universum (das ein wenig an Hyperion erinnert), indem vielleicht eine Serie besser gewesen wäre als ein Roman, der leider etwas über das Ziel hinausschießt.

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  • Ikarus, rezensiert von Götz Piesbergen

    Ikarus
    Splashbooks

    Splashbooks

    13. October 2015 um 09:40

    "Das Kosmotop" war ein gelungenes Paradebeispiel für epische Science Fiction. Der Autor Andreas Brandhorst hatte mit diesem Roman ein unvergleichliches Meisterwerk geschrieben. Und jetzt liegt mit "Ikarus" sein neuster Roman vor. Jamo Jamis Takeder war Zeit seines Lebens ein wichtiger Politiker auf seinem Planeten Tayfun. Er hatte vor allem mit der sogenannten Independenz zu tun, einer Gruppierung von Aliens, die die Welt und andere menschliche Kolonien vom Rest der Galaxie abschirmen und beherrschen. Takeder hatte etwas entdeckt und wurde daraufhin umgebracht. Doch vor seinem Ableben hinterließ er eine Verfügung, sein Bewusstsein in einen Klon, einen sogenannten Kopiaten zu übertragen. Dieser hat jetzt den Auftrag, den Mörder des Originals zu finden. Doch dafür hat er nur 20 Tage Zeit. Danach schaltet er sich selber aus. Und gleichzeitig wird ihm klar, dass es um mehr geht, als einen simplen Mord. Der Plan "Ikarus" spielt eine wichtige Rolle. Nur worum es sich dabei handelt, weiß er nicht. Zuerst wirkt es wie normaler Mordfall, nur eben unter SciFi-Umständen. Doch dann, im Laufe des Romans, wird die Sache immer epischer. Und dies geschieht fast unmerklich. Irgendwann hat die Handlung von "Ikarus" enorme Ausmaße erreicht. Und wenn man das merkt, ist man erstaunt. Keine Zweifel: Andreas Brandhorst stellt mit "Ikarus" erneut sein Können unter Beweis. Die Handlung, die er zu Papier bringt, ist spannend und offeriert wiederholt Plottwists. Und zwar vom Anfang bis zum Ende. Selbst kurz vor dem Finale gibt es eine Wendung der Handlung, die man so nicht hat kommen sehen. Und die trotzdem noch logisch und nachvollziehbar ist.Rest lesen unter: http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22532/ikarus

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  • Spannungsgeladenes Science Fiction-Abenteuer

    Ikarus
    Piranhapudel

    Piranhapudel

    01. August 2015 um 10:59

    Vor fast genau einem Jahr hatte ich mein Science Fiction-Debüt mit Brandhorsts Das Kosmotop. Das war für mich ein ziemlich harter Brocken: zum ersten mal richtige SF und dann auch noch so komplex und detailreich, mit rasanten Reisen mit und durch alle möglichen und unmöglichen Gegenden und Maschinen und natürlich mit politischen Verwicklungen und Intrigen. Trotz der recht anstrengenden Lektüre konnte mich das Buch damals so richtig fesseln und ich bin dem Genre treu geblieben. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit keine derart komplexe SF mehr gelesen, bis dann eben Ikarus vorbeikam. Komplex und groß, diese Eigenschaften scheinen die Romane von Andreas Brandhorst auszumachen und ich kann nur sagen: Das ist gut so. Zu Beginn von Ikarus wacht der Protagonist Jamo Jamis Takeder auf. Aus dem Schlaf? Keineswegs, denn er wurde ermordet, hat allerdings vorher angeordnet, dass für einen solchen Fall sein Bewusstsein in einen Kopiaten übertragen wird, damit dieser selbst die Ermittlungen durchführen kann. Der Kopiat, komplett violett, erinnert sich jedoch zunächst überhaupt nicht an alles, eine Stimme in seinem Kopf allerdings verrät ihm, dass diese ihm nach und nach mehr enthüllen wird. Was Takeder allerdings spürt, ist der unbändige Wunsch nach der Aufklärung seiner Ermordung. Ein Kopiat, der sich nicht an die letzten zwei Tage seines Originals, auch nicht an weitere scheinbar wichtige Momente und schon gar nicht an die eigene Ermordung erinnert. Klingt das nicht spannend? Es ist noch spannender! Takeder übernimmt hier die Rolle eines unzuverlässigen Erzählers, weil seine Erinnerungen eben so unvollständig sind. Das ganze Buch hindurch musste ich mich fragen, was wirklich passiert sein könnte und welche Beweggründe sein Original wohl hatte. Die Suche nach dem Mörder ist zwar bis zum Ende eine große Antriebskraft, doch ziemlich schnell wird klar, dass natürlich noch viel komplexere Probleme und Intrigen stattgefunden haben. Diese zu verstehen oder im Kopf zu entwirren war für mich fast unmöglich, sodass ich von Andreas Brandhorst im Verlauf der Geschichte wieder und wieder überrascht wurde. Genau diese Vielschichtigkeit ist es, die den Roman neben der Suche nach dem Mörder die Würze und Spannung gibt. Der Holder Takeder lebte auf den Planeten Tayfun, der sich mit weiteren von Menschen besiedelten Planeten zur Independenz zusammengeschlossen hat. Diese Independenz wird allerdings, entgegengesetzt zum Namen, von mächtigen Regulatoren kontrolliert und ist somit ganz und gar nicht frei. Das politische und wirtschaftliche System auf diesem Planeten hingegen macht die meisten Menschen erst so richtig unfrei: der originale Takeder war ein Holder, ein Inhaber von Lizenzen, die er verkaufen konnte und somit zu einem der reichsten Männer auf dem Planeten wurde. Die anderen Bewohner teilen sich auf in Kreditoren und Debitoren, wobei man scheinbar besonders schnell in die Situation letzterer herab rutschen kann und es sehr schwierig ist, wieder genügend Kreditorenpunkte zu erarbeiten, um ein normales Leben zu führen. Schuldner sind hier eben nichts wert. Wie das Leben in diesem System also wirklich aussieht, erfährt der Leser hier durch weitere Handlungsstränge und Sichtweisen, die sich nach und nach mit den Ereignissen um Takeder verflechten. Ikarus glänzt einerseits durch das Spannungsfeld Wissen — Nicht Wissen — Vermutungen, andererseits auch durch faszinierende Details dieser Welt, deren Weite man kaum fassen, die aber trotzdem vor dem inneren Auge zum Leben erwachen kann. Dazu kommt noch der packende Charakter des Kopiaten sowie weitere interessante Charaktere, die sich allesamt rasant und mitreißend entwickeln.

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  • Ikarus

    Ikarus
    rallus

    rallus

    31. July 2015 um 12:00

    Der Holder Jami Jamis Takeder ist tot. Der Kopiat Jami Jamis Takeder erwacht ohne Bürgerrechte in seinem violetten Körper und hat 20 Tage Zeit, seinen (eigenen) Mörder zu finden. Nach diesen 20 Tagen stirbt sein Körper, keine weiter Kopie ist möglich. Die Tätigkeiten des Kopiats werden von einer Kommission aufgezeichnet, zusätzlich hat der Kopiat von seinem Vorgänger aber noch 1 % des Vermögens der Holding mitbekommen, um die Suche komfortabel zu gestalten. Jamis ist verwirrt, die Aufzeichnung seines getöteten Ichs liegt 2 Tage zurück, was hat Jamis dazu getrieben sein Bewusstsein aufzuzeichnen, ahnte er von dem Mord? Was oder wer ist die Stimme, die in seinem Inneren spricht und ihm Informationen zuflüstert, die er nicht zuordnen kann? Die menschliche Rasse wird seit 400 Jahren von den Regulatoren, einem Zusammenschluß von 12 höher entwickelten Zivilisationen,  begrenzt, beschnitten, die menschlichen Kolonien auf den Planeten sind voneinander abgeschnitten. Wir sind im Tau-Ceti-System 12 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Regeln werden von den Besatzern gemacht, nur wenige Menschen, die in Creditoren, Debitoren und Herrschenden, die 'Holder', aufgeteilt sind, kommen in den Genuss von höher entwickelter Technik und Privilegien. Daneben existiert eine Widerstandsgruppe, die Liberalisten, die die 4 Jahrhunderte lange Isolation beenden will. In diese Welt werden der Kopiat und der Leser ahnungslos geworfen. Vor seinem Tod war Jamis ein mächtiger Holder, jetzt ohne Bürgerrechte und ohne vollständige Erinnerung an sein früheres Leben, versucht er sich verzweifelt zurecht zu finden. Wem kann er trauen? Hatte der echte Takeder überhaupt Freunde? Welche Rolle spielen seine Frau, oder sein Sohn Erik, der nach seinem Tod den Vorstand der Holding übernahm?Das Wirtschaftsunternehmen verkauft sogenannte Lizenzen, der Regulatoren Hardware, was sind die Interessen der fremden Spezies, warum werden die Menschen eingesperrt? Aus der Sicht von Takeder erleben wir die ersten 'Gehversuche' in diesem atemlosen Thriller und dann wird der Kopiat auch noch Opfer eines Giftanschlages, der die Lebenszeit des violetten Körpers nochmal drastisch reduziert. Brandhorst hält sich hier nicht mit Erklärungen auf, der Leser muss sich die meisten Punkte mühsam zusammenreimen. Es ist eine verwirrende Welt, die Brandhorst hier parat hat, aber auch eine, die sich von dem vorherigen Bestseller Kosmotop unterscheidet. Das Einzige was beide verbindet, ist die Fülle von Ideen, die auf den Leser hereinprasseln. Hier ist noch mehr Aufmerksamkeit gefragt, das Tempo und die Spannung werden bis aufs Äußerste angezogen. Der Leser fühlt sich wie Takeder, ein Kopiat, mit unzureichendem Wissen ausgestattet, ein Gift, das in seinem Körper zirkuliert, auf der Suche nach dem Mörder, ohne Wasser oder Essen zu benötigen (wie der Körper des Kopiaten) ist er dem Buch ausgeliefert! Dass nach der Hälfte des Romanes die Hoffnung und Zuversicht des Kopiaten und des Lesers auf eine neue Tiefstmarke gesunken ist, das Buch aber trotzdem noch nicht einmal bei der Hälfte der Seiten ist, erstaunt, dann fasziniert es einen, wie Brandhorst noch den letzten Rest von Spannung und Komplexität in die Geschichte verpackt. Das Tempo wird noch atemloser, noch dichter, bis Brandhorst wirklich die maximale Aufmerksamkeitsspanne des Lesers erreicht hat. Ikarus ist nicht bloß ein atemloser Thriller mit Materialschlacht, das Konzept des Ikarus der den Göttern trotzt und der Erde flieht ist hier als Assoziation zu dem geheimen Projekt Ikarus zu verstehen, das Auflehnen der Menschheit gegen ihre Wächter. Auffallend ist auch das vollkommen andere Konzept von Ikarus zu Kosmotop. Hatte ich beim Kosmotopen gedacht, Brandhorst hatte hier seine Ideen für Jahrzehnte verschleudert, wurde ich bei Ikarus eines Besseren belehrt. Was unter dem Tempo leidet, sind dann doch etwas die Figuren. Außer mit Takeder und vielleicht noch Mercurio, dem Führer der Liberalisten, wird man mit keiner anderen Nebenfigur warm, auch wenn teilweise sogar aus ihrer Sicht erzählt wird. Ob Ikarus jetzt nun der Sonne zu nahe kommt und deswegen zu hart auf dem Boden aufschlägt, mag der geneigte Leser selber lesen. Für mich ist Brandhorst einer der interessantesten, packendsten, innovativsten und spannensten lebenden Science Fiction Autoren, von dem ich bestimmt noch nicht das letzte Buch gelesen habe.    

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  • Auf der Suche nach dem eigenen Mörder

    Ikarus
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    28. July 2015 um 17:25

    Inhalt Wir befinden uns auf Tayfun, einem von 17 von Menschen besiedelten Planeten. Die Gesellschaft ist unterteilt in Kreditoren und Debitoren, wobei letztere es schwer haben, von ihrer Schuldnerseite weg zu kommen. Deshalb haben sich einige zu den sogenannten Liberisten zusammengeschlossen, um gegen dieses System anzukämpfen. Auf Seiten der Kreditoren stehen dagegen die einflussreichen Holder, die über Vermögen und Macht verfügen. Die Rigger, eine weitere Spezies, halb Mensch, halb Maschine, mischen ebenfalls mit und versuchen, ihren Einfluss zu erhöhen. Die Macht, die über allen steht: die Regulatoren: Seit 400 Jahren kontrolliert und isoliert diese außerirdische Intelligenz die Menschen auf diesem Planeten und nimmt sogar verstärkt Einfluss auf das Wetter. Als deren Aktivitäten mehr und mehr zunehmen, wird langsam klar, dass sie irgendetwas im Schilde führen. Etwas, das mit der Verbotenen Zone auf dem Planeten zu tun hat... Als Jamo Jamis Takeder erwacht, ist das erste, das er erfährt, sein eigener Tod. Ihm wird klargemacht, dass er nur eine Kopie seines vor zwei Stunden ermordeten Originals ist und nun laut einer Testamentsvereinbarung 20 Tage Zeit hat, seinen Mörder zu finden. Als Kopiat macht er sich nun auf die Suche nach Informationen über die letzten Geschehnisse und muss erkennen, dass ihm zwei Tage an Erinnerungen fehlen und nicht nur das, sondern auch sonst ist sein Erinnerungsvermögen bruchstückhaft. Ohne zu wissen, wem er trauen kann, wer die Wahrheit spricht und was er kurz vor seinem Tod getan hat, versucht er aus den vielen Puzzleteilen ein vollständiges Bild zu erhalten, um seinen Mörder zu finden. Und immer wieder stolpert er über das Wort „Ikarus“. Was hat es damit auf sich? Wusste er einst darüber Bescheid? Meine Meinung Mit „Ikarus“ ist dem Autor wieder eine sehr spannende Geschichte gelungen. Science-Fiction mit Thriller- bzw. Krimi-Elementen machten die Geschichte für mich zu einem tollen Rätselraten, bei dem ich als Leserin sehr gut mit der Figur des Takeder mitfiebern konnte. Vieles sprach dafür, dass sein Tod mit „Ikarus“ zu tun hatte, doch wer oder was steckte dahinter und wer wollte davon profitieren und einen Mord dafür begehen? Takeders Suche, und damit auch die des Lesers, wurde erschwert durch die Erinnerungslücken und die Ungewissheit, wem man trauen konnte. Sollte der Original-Takeder sich tatsächlich mit den Rebellen getroffen haben, die er so verabscheute? Warum hat sich sein eigentlich bester Freund so seltsam verhalten? Und woher kommen die Stimmen, die ihm Anweisungen gaben? .... Gemeinsam mit dem Kopiat versuchte ich beim Lesen, mich zu orientieren und Zusammenhänge zu finden. Vieles war seltsam und erst einmal unverständlich, doch nach und nach klärten sich die Fragen und wurde mir die Welt, in der wir uns hier im Buch bewegten, deutlicher. Denn wir begleiten nicht nur Takeder, sondern auch den Liberisten Mercurio und lernen so die andere Seite kennen, die schon lange versucht, sich den Fesseln des Schuldensystems zu entziehen. Auch die Bekanntschaft mit einem Rigger, halb Mensch halb Maschine sorgt für spannende Momente. Und die Szenen mit einigen Debitoren macht auch deren Los deutlich, immer wieder darum zu kämpfen, von der Debitoren- auf die Kreditorenseite zu wechseln, auch wenn sie dafür riskante Aufträge annehmen müssen. Takeder lernt bei seinen persönlichen Ermittlungen nicht nur, was es mit Ikarus auf sich hat, sondern lernt auch die ihm eigentlich bekannte Welt dabei neu kennen, mit anderen Augen eben. Auch wenn sein Original ihn immer wieder gerne beeinflussen möchte, so wird der Kopiat mit der Zeit immer eigenständiger und bewertet das Gesehene und Gehörte ganz neu. Diese Veränderung der Persönlichkeit war sehr gut mitzuerleben, ich konnte es richtig spüren beim Lesen. Aber auch die anderen Figuren waren sehr interessant und lebendig beschrieben. Ihre Gedanken und ihre Motivationen waren spannend zu lesen und auch die Nebenfiguren hatten alle Ausstrahlung, z. B. hatte Takeders Ehefrau nur kurze Auftritte, aber dafür sehr deutliche. Und die anderen Spezies wie z. B. Rigger, Glaziale und Regulatoren waren natürlich auch wieder sehr beeindruckend in ihrer Art und ihren Handlungen. Besonders beeindruckend war, wie in den anderen Büchern des Autors auch, wieder die beschriebene Welt. Die Beschreibungen des Planeten Tayfun, die Schiffsstadt der Regulatoren, das Apartment Takeders u. ä. auf der einen Seite und die virtuellen Welten, die Reisen durch die Datennetze und Zeitparallaxen auf der anderen Seite. Ob real oder virtuell, ich hatte wieder vermehrtes Kopfkino beim Lesen! Ich bewundere immer wieder die vielseitige Fantasie des Autors und seine besondere Fähigkeit, durch seinen Schreibstil in meinem Kopf intensive Bilder und Filme zu erzeugen. Es ist sicherlich kein Buch zum Nebenher lesen, das würde ich bei keinem der Bücher des Autors tun, sondern die Handlung erfordert auch bei dieser Geschichte wieder viel Aufmerksamkeit. Dann ist es aber ein ganz besonderes Lesevergnügen und belohnt wird man auch hier wieder damit, dass alle Fäden am Schluss doch zusammenfinden. Und nach einem actionreichen und spannenden Finale bietet das Ende dann auch noch einen schönen Ausklang.

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  • für mich war das leider

    Ikarus
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. July 2015 um 16:27

    ein Schlag in's Wasser. Ich würde das Buch persönlich leider nicht weiterempfehlen. Für mich sind es verschiedene Handlungsstränge, die einfach nicht so richtig zueinander finden wollen. Die Reise in den Datennetzen ist mir schlichtweg zu stark an Matrix angelehnt. Der Körperliche Verfall von Takeder und dem anderen Kopiaten der einmal im Buch auftaucht, ist mit zu schlecht beschrieben. METEO finde ich ebenfalls nicht gut umgesetzt. 2 1/2 Sterne von mir wenn's ginge. Zwei finde ich sind dann aber doch zu wenig, deshalb 3.

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  • Anspruchvolle SF

    Ikarus
    gagamaus

    gagamaus

    24. July 2015 um 14:11

    Der Holder Takeder wird ermordet aufgefunden. In weiser Voraussicht hat er aber wenige Tage vor seinem gewaltsamen Tod eine Kopie seines Geistes anfertigen lassen und verfügt, dass dieser als blauer Kopiat versuchen soll, seinen Tod aufzuklären. Dafür bleiben ihm allerdings nur kurze 20 Tage, dann wird der Kopiat sich zersetzen. Obwohl einer der Hauptaspekte dieser Geschichte die Suche nach einem Mörder ist und das Ganze deshalb durchaus Strukturen eines Thrillers hat, ist es immer noch ein reinrassiger Science Fiction. Und Andreas Brandhost hat dafür das ganze Repertoire aufgefahren. Da bewohnen Menschen eine Vielzahl unterschiedlicher Planeten, die man auf sehr zukunftsträchtige praktische Art bereisen kann. Da gibt es eine fremde Intelligenz, die die Menschheit kontrolliert und die intelligenter und mächtiger scheint, als die Menschen. Da gibt es Sprünge durch Raum und Zeit und Maschinen und Klone bevölkern diese Zukunftswelt. Es ist kein Buch, welches man so einfach nebenher wegschwarten kann. Es verlangt die volle Aufmerksamkeit des Lesers, fordert zum Miträtseln auf, erklärt teils schwierigste technische und politische Zusammenhänge. Das Personal ist vielfältig und relativ groß, die Charaktere sind differenziert beschrieben und so manche Überraschung wartet auf Takeder und auf den Leser. Das Ende ist zufriedenstellend. Der Mörder wird gestellt und die in Aussicht gestellte  Zukunft ist anders als zuerst von mir erwartet. Eine Leseempfehlung für alle Brandhorst-Fans und Freunde anspruchsvoller SF-Romane

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    • 3
  • Eine Kopie jagt den Mörder seines Originals

    Ikarus
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    24. July 2015 um 10:47

    Als der einflußreiche Holder Jamo Jamis Takeder von Tayfun zu sich kommt, erfährt er, daß er lediglich ein Kopiat mit den Erinnerungen des Holders ist, da dieser vor wenigen Stunden ermordet wurde. In seinem Testament hat er verfügt, daß er als Kopiat das Recht hat, seinen eigenen Mord aufzuklären – dafür hat er 20 Tage Zeit, bevor sein Kopiatenkörper zerfällt. Aber es geht nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern auch um das Geheimnis von Ikarus. Mit Ikarus führt der Autor die Leser auf den Planeten Tayfun, einer von siebzehn von Menschen besiedelten Planeten, die sich zur Independenz zusammengeschlossen haben. Die Menschen sind allerdings nicht unabhängig, sondern werden seit vierhundert Jahren von den mächtigen Regulatoren kontrolliert. Die menschliche Gesellschaft auf Tayfun unterteilt sich in Kreditoren (Gläubiger) und Debitoren (Schuldner). Auf der Kreditorenseite wollen einige der mächtigen und einflußreichen Holder die Kontrolle der Regulatoren durchbrechen, während auf der Debitorenseite die sogenannten Liberisten im Untergrund dafür kämpfen, das Kreditoren-/Debitorensystem zu überwinden. Der Leser erlebt Tayfun aus der Sicht des erwachten Kopiaten Takeders und seinen Erinnerungen, die jedoch lückenhaft sind, wie sich bald herausstellt. Man wird in eine unbekannte Welt geworfen und vieles hört sich erstmal unbekannt an, aber im Laufe der Lektüre werden die Fragen nach und nach beantwortet. Sehr hilfreich ist in dem Zusammenhang auch das Glossar am Ende des Buches. Mir hat das Kennenlernen von Tayfun und die Suche nach Takeders Mörder und Ikarus wieder sehr viel Unterhaltung und Spannung bereitet. Jamo Jamis Takeder besticht nicht unbedingt durch seine sympathische und menschenfreundliche Art. Vielmehr erscheint er zynisch, seine Ehe und sein Verhältnis zu seinem Sohn sind miserabel, die Debitoren sind ihm nur gut genug, wenn sie seinen Zielen dienen, die Liberisten sieht er als Verbrecherbande an. Allerdings muß er als Kopiat bald feststellen, daß er eben kein Mensch mehr ist und damit deutlich weniger Rechte und Ansehen geniesst als die Debitoren. Andreas Brandhorst entwickelt eine spannende und rätselhafte Geschichte und mir schwirrten während des Lesens viele mögliche Theorien durch den Kopf, von denen höchstens Bruchstücke zutreffend waren. Bis zum Schluß wurde ich immer wieder mit neuen Wahrheiten verblüfft. Das Ende finde ich sehr gelungen, weniger Action, sondern eher ein ruhiger Abschluß. Insgesamt ist Ikarus wieder ein sehr gelungener Science-Fiction-Roman des Autors, der mir viele spannende Stunden beschert hat.

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