Andreas Brandhorst Kinder der Ewigkeit

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Inhaltsangabe zu „Kinder der Ewigkeit“ von Andreas Brandhorst

Was macht ein Profikiller, wenn die Menschen den Tod besiegt haben? Die Zukunft: Die Menschen haben sich in der Galaxis ausgebreitet und zahlreiche Allianzen mit Außerirdischen geschmiedet. Und sie haben – mittels hoch entwickelter Biotechnik – den Tod besiegt. Keine guten Zeiten also für unseren Helden, möchte man meinen, übt er doch den Beruf eines Profikillers aus. Doch dann erhält er wider Erwarten noch einen Auftrag. Einen Auftrag, der das Universum für immer verändern wird …

Überraschend gut und spannend geschriebene SpaceOpera SciFi - komplexe Story, komplexes Universum

— Elwe
Elwe

Spannend bis zum Schluss.

— gorgophol
gorgophol

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  • Fantastisch-märchenhafte, spannende Science Fiction

    Kinder der Ewigkeit
    Elwe

    Elwe

    02. July 2015 um 01:07

    In einer Zukunft, die so weit entfernt ist, dass die Erde nur noch eine ferne Erinnerung ist, besteht das zivilisierte Universum aus tausenden besiedelter Planeten, auf deren Bewohner unter dem Diktat der Magister - gigantischen, im All schwebenden Supercomputern mit einem Bewusstsein - ein relativ sorgenfreies Leben führen. Alles schwebt in delikater Balance - einerseits wird das Recht des Individuums auf Privatsphäre streng geschützt, andererseits können die Bewohner Aufstiegspunkte durch Projekte für das Gemeinwohl verdienen, mit denen sie sich die langwierige und kostspielige Therapie bis zur Unsterblichkeit erkaufen können. Die, die es geschafft haben, die Erlauchten, leben auf ihren eigenen 'hohen Welten', auf denen kein Wunsch unerfüllt bleibt - und widmen sich Projekten, bei denen tausend Jahre mehr oder weniger keine Rolle spielen. Doch unerwartete Vorkommnisse erschüttern die Ordnung. Die Filigrane - Transport-Portale über Wurmlöcher, die die Welten physisch und virtuell miteinander verbinden - beginnen auszufallen, und aus den defekten Portalen tauchen fremde Angreifer auf, die aus allen möglichen Zeitaltern zu stammen scheinen. Und der Forscher Esebian, der sich die Bezahlung für seine Aufstiegstherapien zur Unsterblichkeit früher mit Auftragsmorden verdient hat, aber noch nicht am Ziel ist, wird von einem Unbekannten erpresst, einen spektakulären Mord zu begehen. Der Lohn soll der letzte Schritt zur Unsterblichkeit sein. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht, und natürlich steht viel mehr auf dem Spiel, als nur der Tod eines einzelnen Mannes ... 'Kinder der Ewigkeit' braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, und das liegt vor allem an der Fremdartigkeit der Welt, die das Buch vor dem Leser ausbreitet. Man braucht die ersten hundert Seiten, um die Fülle an Begriffen und Konzepten zu verstehen, mit denen dieses Universum angefüllt ist. Und auch die Charaktere geben sich zu Beginn etwas spröde. Doch als Leser wird man für seine Geduld belohnt - denn hat man es erst einmal geschafft, sich einzulesen, entfaltet die Geschichte bald einen Sog, der man sich nicht mehr entziehen kann. Das Buch ist eine Mischung aus Thriller, Space Opera und Technologie-Fantasy  - und sticht weit über den Durchschnitt heraus. Die Welten und Technologien sind intelligent und vielfarbig entworfen, die Story komplex und spannend und voller Wendungen. Für Leser, die vielschichtige Fantasy und ScienceFiction mögen, eine tolle Lektüre. Ich hatte den Autor zuvor nicht auf dem Schirm, aber muss mir jetzt dringend anschauen, was er sonst noch zu bieten hat. Leseempfehlung!

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  • Hochwertige deutsche SF

    Kinder der Ewigkeit
    gorgophol

    gorgophol

    29. June 2014 um 12:25

    Die Zukunft. Menschen leben ewig. Alle Menschen? Nein.  Esebian ist einer der anderen. Als Killer versucht er alles, um sich die Behandlungen leisten zu können, die auch ihm die Unsterblichkeit ermöglichen. Ein letzter Auftrag soll ihm den letzten Schritt finanzieren.  Doch alles läuft anders als geplant und Esebian findet sich in einer unglaublichen Verschwörung wieder, die die Grundfesten der zukünftigen Gesellschaft zu erschüttern.  Auf fast 700 Seiten entwirft Andreas Brandhorst eine atemberaubende Zukunftsvision, die bis ins kleinste Detail durchdacht ist. Der Leser findet sich in einer unbekannten Welt wieder, die ihn so schnell nicht mehr los lässt. Dabei wird die Spannung zunächst langsam aufgebaut und dann Schritt für Schritt nach oben getrieben. Langeweile kommt nie auf.  Deutsche SF auf allerhöchstem Niveau. LESEN!!!

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  • Rezension zu "Kinder der Ewigkeit" von Andreas Brandhorst

    Kinder der Ewigkeit
    Joern

    Joern

    21. June 2011 um 16:20

    Die Kinder der Ewigkeit war mein erstes Buch von Andreas Brandhorst und ich wurde nicht enttäuscht. Zu beginn ist es ziemlich schwer die vielen fremdartigen Namen unter einen Hut zu bringen. Dies gilt nicht nur für die Personen des Romans sondern auch für Planeten/System/Rang/Rassen/etc. Bezeichnungen. Wenn man jedoch akzeptiert dass man am Anfang nicht so ganz durchblickt, erwartet einem ein durchaus angenehmes Buch. Dass besondere hierbei ist sicher nicht so sehr die Story sondern viel mehr die philosophischen Fragen die dieses Buch anregt. Da wären z.B. Themen wie Ewiges Leben, Gleichberechtigung von Gesellschaftsschichten, Sinn des Lebens und noch einige mehr. Ebenfalls bin ich bis zur Auflösung nicht dahinter gekommen wie das Buch enden könnte. Der Mittelteil des Buches ist definitiv am spannendsten. Da wollte ich das Buch nicht mehr aus der Handlegen. Jedes Kapitel endet mit Cliffhangern. Zum Ende hin flacht es meiner Meinung nach etwas ab, dem Gesamtlesevergnügen tut das jedoch kaum einen Abbruch. Alles in allem ist es ein wirklich gelungener Roman, den ich aber aufgrund der Komplexität erst ab 16 Jahren empfehlen würde. Für Leute die Raumschlachten oder Kampfszenen erwarten, würde ich auch eher abraten. Es ist mehr ein Sci-Fi Krimi. Mal angenehm anders und für Sci-Fi auch anspruchsvoll. Fazit: Lesenwert 4/5 Sterne

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  • Rezension zu "Kinder der Ewigkeit" von Andreas Brandhorst

    Kinder der Ewigkeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2010 um 18:09

    In der fernen Zukunft dreht sich jegliches Streben der Menschheit um den Aufstieg zur Unsterblichkeit. Doch während Einige die nötigen Anforderungen dafür legal erwerben und den Magistern dienen, hyperintelligenten Maschinen, die über die Menschheit wachen, verlassen Andere den Pfad des Legalen und töten um selbst unendlich lange zu Leben. So wie Esebian, den nur noch ein einziger Auftrag von der Unsterblichkeit trennt. Doch diesmal ist es kein gewöhnlicher Mord, der Esebian dazu bringt sein Gelübte - niemals wieder zu töten - hinter sich zu lassen: Er soll den Vorsitzenden aller Unsterblichen selbst seines Lebens berauben... Andreas Brandhorst schickt seinen Protagonisten Esebian hierbei nicht nur durch seine eigene Vergangenheit, die in Form abgespeicherter Persönlichkeiten ihn ihm ruht, sondern auch durch eine Vielzahl von Welten, verbunden mit spinnennetz-artigen Filigranen, die die Raumzeit krümmen, zu allerlei fremden Rassen und bionisch-verbesserten Menschen, hinein in eine handfeste Verschwörung, die nichtmal von den besten planetaren Biogehirnen vorausgesagt werden konnte und weit zu der mystischen Ur-Rasse der Incera zurückreicht... sprich: durch eine verdammt tempo- und ideenreiche Space Opera, die sich vor den internationalen Kollegen in keiner Weise zu verstecken braucht. Der Schreibstil bleibt jederzeit unauffällig, aber angenehm und flüssig zu lesen - was sich zwar hier wie ein Kritikpunkt anhört, aber durchaus positiv gemeint ist. Brandhorst schweift nicht zuviel ab, verknüpf Gedankengänge nahtlos mit der Handlung, wird niemals zu technisch und entwirft Kapitel die weder zu kurz noch zu lang sind, ohne jemals etwas zu künstlerisch oder aufgesetzt wirken zu lassen. Zudem versteht er es seinen Protagonisten durch emotionale Höhepunkte Tiefe zu verleihen und stehts frisch mit altbekannten Motiven umzugehen. Motive, die zwar alle zweifelsohne aus anderen Romanen dieser Gattung entliehen zu sein scheinen, aber dennoch so homogen miteinander verwoben wurden, als hätten die Weber der Wurmloch-Filigrane selbst Hand angelegt. Es bleibt immer spannend und temporeich, kaum eine Seite erscheint zuviel um dieses ausgearbeitete Universum halten zu können, wenngleich die Flut an spannenden, absurden und erschreckenden Ideen für Einige wohl zu viel des Guten sein könnte und nicht unbedingt viel neue Einzelteile bietet, weshalb Brandhorst hier ein großer Meilenstein verwehrt bleibt. Im Bereich deutscher Science Fiction gibts allerdings wohl im Moment niemand, der ihm das Wasser reichen könnte.

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