Andreas Clenow

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Stocks on the Move

Stocks on the Move

 (2)
Erschienen am 20.07.2016

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Rezension zu "Stocks on the Move" von Andreas Clenow

Wie man einen Aktien-Index oft schlagen kann
R_Mantheyvor einem Jahr

Dieses Buch enthält eine vollständige Handelsstrategie, die, in 16 Jahren auf den S&P 500 angewandt, eine durchschnittliche Jahresrendite von 12,3% erbrachte, während der Index selbst nur auf 5,2% kam. Sein maximaler Drawdown lag bei -55%. Die Handelsstrategie schonte mit -24% die Nerven dagegen wesentlich besser. Aus 100.000 Dollar wären auf diese Weise etwas mehr als 660.000 Dollar geworden.

Bekanntlich geht die Momentum-Methode davon aus, dass Aktien, die bereits eine Weile gestiegen sind, auch noch weiter steigen werden. Deswegen geht der Autor folgendermaßen vor: Er nimmt sich einen marktbreiten Index (hier immer der S&P 500) und sortiert seine Mitglieder danach, wie sie sich im Sinne des Momentum-Zugangs bisher verhalten haben. Dazu wird zunächst die exponentielle Regressionssteigung der letzten 90 Tage berechnet und annualisiert (also auf ein Jahr hochgerechnet). Danach berechnet man den sogenannten Determinationskoeffizienten, der aussagt, wie gut die Preisdaten zur berechneten exponentiellen Regressionsgeraden passen. Beide Zahlen werden anschließend multipliziert. Auf diese Weise erhält man eine geordnete Liste des S&P 500. Nun werden folgende zusätzliche Filter eingeführt: (1) Aktien, deren Kurse unter ihrer 100-Tage-Linie stehen, werden aus der Liste gestrichen, (2) Aktien, die in den letzten Tagen um mehr als 15% gestiegen sind, fallen ebenso heraus.

Nun kann man mit dem vorhandenen Cash anfangen die Liste von oben nach unten zu kaufen bis das Geld alle ist. Vorher bestimmt man selbstverständlich die zu kaufenden Positionsgrößen mit Hilfe der Volatilität (hier gemessen mit ATR(20)) und ihrem vorher zu definierendem Einfluss auf das Depot. Man findet auf Seite 117 ein Flussdiagramm, das die vollständige Strategie abbildet. Gehandelt wird stets nur an einem Wochentag (beim Autor mittwochs). Da sich die oben erwähnte Liste selbstverständlich permanent ändert, muss jede Woche überprüft werden, ob alle Depotwerte noch in der oberen Abteilung (beim Autor die ersten 20% der Liste) liegen. Falls nicht, fliegen sie aus dem Depot. Das so frei gewordene Kapital wird stets sofort reinvestiert, falls dies nach den Marktumständen erlaubt ist. Jeden zweiten Mittwoch werden die Positionsgrößen entsprechend der veränderten Volatilität neu berechnet und die Positionsgrößen (falls nötig) verändert. Steht der Index unter seiner 200-Tage-Linie, sind keine Neukäufe erlaubt.

Die Methode wird im Buch ausführlich erklärt. Es gibt wirklich nur ein schwaches Kapitel – und das ist ausgerechnet das, in dem die Sortiermethode erläutert wird. Man kann sich da zwar durchfinden, aber der Autor macht es einem nicht unbedingt leicht - warum auch immer. Ein sehr großer Teil des Buches ist der Analyse der einzelnen Jahre gewidmet, in denen nach dieser Strategie gehandelt wurde. Anschließend wird die Methode noch einmal ausgehend von ihren tatsächlichen Resultaten analysiert.

Wer also eine Methode sucht, mit der man einen Index schlagen kann, dann steht hier eine solche bereit. Von 1999 bis 2014 wurde der Markt bis auf 2006 und 2009-2011 immer geschlagen, teilweise deutlich.

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