Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker

von Andreas Dresen 
4,1 Sterne bei19 Bewertungen
Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (15):
Sandra1978s avatar

Steampunk as it should be - spannend und fantastisch verknüpft mit echten historischen Gegebenheiten - absolutes Lesemuss

Kritisch (2):
steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar

bewundernswerter Ideenreichtum, doch durch den starken Fokus auf die Maschienen bleibt der Rest etwas auf der Strecke...

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Inhaltsangabe zu "Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker"

Wilhelmstadt, 1899. Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Gadgets.
Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer.
Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Doch der Geheime Kommerzienrat Oppenhoff setzt alles daran, ihre Suche zu vereiteln und seine Spuren zu verwischen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862822744
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:264 Seiten
Verlag:Acabus Verlag
Erscheinungsdatum:14.07.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    loralees avatar
    loraleevor 2 Jahren
    Industrialisierung trifft auf futuristischen Steampunk

    Ja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Es ist durch und durch Steampunk und ein fantastischer Einstieg in die Reihe um Wilhelmstadt und der plietschen Ingenieurin Johanne de Junker. Mein eReader fing schon an, sich solidarisch in ein mechanisch betriebenes Lesegerät zu verwandeln.

    Wilhelmstadt im ausgehenden 19. Jahrhundert ist eine Stadt am Puls der Zeit, aufstrebend, auf wirtschaftliches Wachtum gepolt. Hier wimmelt es von spannenden dampfbetriebenen Erfindungen. Eine fantastischer als die andere. Ich bin begeistert von der Kreativität des Autors. Es gelingt ihm, die Aufbruchsstimmung, die damals historisch tatsächlich herrschte, einzufangen und mit der rein fiktiven Steampunk Welt zu verknüpfen. Das macht seine Welt authentisch. Die ersten Autos überholen ganz selbstverständlich Kutschen, die von mechanischen Pferden gezogen werden, der neue Roman des jungen Autors Jules Verne ist in aller Munde und die Reformbewegung ist auf dem Vormarsch. Es ist eine Gesellschaft, die glaubt, unendliche Ressourcen zur Verfügung zu haben, sich im Industrierausch befindet, sich aber auch sehr schwer aus ihren preußischen Zwängen lösen kann.

    Wilhelmstadt ist eine flexible Stadt, die auf Stahlplatten gebaut ist. Wenn alle Rohstoffe in der Umgebung abgebaut sind, zieht die Stadt samt Gebäuden, Bewohner, etc. einfach um - und wird Stahlplatte für Stahlplatte abgebaut und am neuen Standort wieder zusammengesetzt. Johanne ist Mechanikerin und Tochter eines stadtbekannten Ingenieurs und Erfinders. Der ist einer Machtintrige zum Opfer gefallen und Johanne versucht heraus zu finden, wer dahintersteckt.

    Johanne und ihre Freunde kommen allerdings eher skizzenhaft bei mir an. Ich hätte mir mehr Charakter gewünscht. Die ausführlichen Beschreibungen der dampfbetriebenen Stadt drängen die Handlung und die Charaktere an den Rand. Dennoch ist die Geschichte spannend bis zuletzt, wo sie allerdings in eine recht plakative Richtung abdriftet. Ich würde es schon fast schrill nennen. Das muss man mögen.

    Ich mag es. Und empfehle dieses Buch allen eingefleischten Steampunk Fans, die sich der Faszination von dampfbetriebenen Welten nicht erwehren können.

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Steampunk as it should be - spannend und fantastisch verknüpft mit echten historischen Gegebenheiten - absolutes Lesemuss
    Alternativ fantastisch - schöne alte neue Welt die Spaß macht

    Ich habe nach langer Zeit total Lust gehabt mich mal wieder ein bisschen in das Steampunk-Genre einzulesen.  Auf der Suche bin ich auf den Acabus Verlag und dieses Werk gestoßen – ein absoluter Glücksgriff !

    Inhalt :

    Wilhelmstadt Ende des 19. Jahrhunderts.

    Nachdem das Schiff Juggernauth auf seiner Jungfernfahrt aus mysteriösen Gründen gesunken ist , der geniale Ingenieur Julius deJonker dabei fast ums Leben kam und ihre Mutter kurz darauf vor Gram verstarb, kehrt die junge Johanne deJonker mit Ihrer Freundin und Dienerin Miao nach Wilhelmstadt zurück – um festzustellen, dass ihre Familie von Kaiser Wilhelm komplett enteignet wurde, da dieser ihrem Vater die Schuld am Tod seines Neffen gibt, der auf dem gesunkenen Schiff den Tod fand.

    Überzeugt davon, dass der Tod ihres Vaters kein Unglück, sondern Mord war, macht sie sich auf die Suche nach Beweisen, um ihren Vater zu rächen. Hauptverdächtig ist der größte Konkurrent Ihres Vaters, der Kommerzienrat Oppenhof, der immer mehr Macht in Wilhelmstadt an sich reißt, während seine Konkurrenten bankrott gehen oder gar verschwinden.

    Dabei stößt sie auf immer mehr in eine geheimnisvolle Verschwörung verwickelte, zum Teil hochkarätige Personen, wird selbst zur Gejagten und erfährt Dinge über Ihre Eltern und ihre Herkunft, von denen sie nichts geahnt hat.  Zuletzt muss sich Johanne entscheiden – Rache für ihren Vater, oder das Leben ihrer Freunde ? Ein rasantes Wettrennen um Leben und Tod und die Verhinderung eines Attentats, das die ganze Welt verändern könnte, stehen auf dem Spiel. ….

    Das Buch und meine Meinung dazu

    Zuerst muss ich mal erwähnen, dass die ganze Aufmachung des Buches und das schöne Cover mich auf den ersten Blick total angesprochen haben. Die Schriftart, die Namen der Protagonisten, die gezeichneten Luftschiffe und die Zahnräder- so stimmig zur Story und zum Genre, ich saß teilweise nur da und habe das Cover angeschaut und war ganz verliebt J

    Was vielleicht vom Inhalt her erst einmal nicht besonders auffallend wirkt, wird durch die Steampunk-Welt zum absoluten Leseerlebnis : Dampfbetriebene Katzen, Pferde und Affen, fantastische Maschinen, die mit Gedankenantrieb funktionieren, dampfbetriebene Ersatzkörperteile, eine mobile Stadt die komplett auf verschiebbaren Metallplatten erbaut ist – und dies alles verknüpft mit einem realistischen historischen Hintergrund.

    Hier entdeckt man auf jeder Seite neue fantastische Sachen. Diese fiktive Welt der alternativen industrielle Entwicklung ist vom Autor spürbar mit viel Liebe und Begeisterung zum Detail entworfen worden und das spürt man in jedem Satz.

    Ich bin jetzt verliebt in Steampunk J Und wenn ich das richtig interpretiere wird es mit den Abenteuern von Johanne deJonker noch weitergehen – ich freue mich schon sehr darauf. Prädikat : Ein wundervoller Einstieg für jeden, der erfahren möchte, was Steampunk bedeutet – und für alle anderen einfach nur ein tolles Lesevergnügen.

     

     

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 4 Jahren
    1. Band der Johanne-deJunker-Reihe

    1877 wurde Wilhelmstadt offiziell von Kaiser Wilhelm gegründet. Acht herausragende Ingenieure waren an der Gründung dieser aufstrebenden Stadt beteiligt, die Herren deJonker, Oppenhoff, Vandenvries, von Eyth, Barabas, Motte, Pilow und Hessen. 22 Jahre später, im Jahr 1899, ist Wilhelmstadt die modernste Stadt des Kaiserreiches. Der alte Kaiser ist nicht mehr, doch die Stadt wächst und gedeiht weiter, in ihr werden Erfindungen gemacht, die die Welt noch nicht gesehen hat. Nicht alle Ingenieure sind weiterhin aktiv an der Weiterentwicklung der Stadt beteiligt. Einige sind bankrottgegangen oder es ereilte sie an anderes Unglück.


    Bis vor kurzem war Julius deJunker jedoch nach wie vor ein erfolgreicher Ingenieur, doch dann geschah ein Unglück. Bei einem Experiment auf dem Schiff Juggernauth ging dieses unter - nur Julius überlebte schwer verletzt. Er liegt seitdem im Koma. Doch das war noch nicht einmal das schlimmste an der Tragödie. Mit an Bord der Juggernauth befand sich Carl Anton von Sachsen-Meiningen, der Lieblingsneffe des Kaisers. Auch dieser kam ums Leben, doch seine Leiche wurde bisher nicht geborgen. Auf Grund dieses Unglücks verlor die Familie deJunker alles, ihr gesamtes Hab und Gut, ihre Titel, ihr Vermögen, ihre Würde. Auguste deJunker ertrug diesen Ruin nicht und starb an gebrochenem Herzen. Die einzige Tochter des Ehepaares, Johanne, befand sich zum Zeitpunkt der Tragödie außer Landes - nach ihrer Rückkehr muss sie nun in dieser für sie völlig neuen Welt zurechtkommen. Hilfe erhält sie vom Grafen von Eyth, einem der Mitbegründer von Wilhelmstadt, engstem Freund ihres Vaters und Johannes Patenonkels. Auch dieser kann sie nicht vor dem sozialen Abstieg bewahren, doch dank seiner Hilfe haben sie und ihr Gefolge, bestehend aus Josef, dessen Frau Marianne und Johannes Leibwächterin Miao, wenigstens ein Dach über dem Kopf.


    Für Johanne steht fest, dass ihr Vater keinesfalls Schuld an diesem Unglück haben kann, zu genau war er in seinen Planungen und Durchführungen. Es muss einen anderen Grund gegeben haben, warum die Juggernauth unterging. Ihr einziges Lebensziel ist von nun an: Rache und Gerechtigkeit für ihre Familie. Zwar kann sie erste Indizien für eine Verschwörung sammeln, doch echte Beweise hat das nicht. Nur ihr Vater könnte alles aufklären, doch dieser liegt im Koma und ist nicht ansprechbar. Dann erfährt Johanne durch Zufall von Saladin Sansibar, der die Gedanken von Menschen offenbaren kann. Johanne weiß sofort, dass dies die einzige Möglichkeit ist, an die Erinnerungen ihres Vaters zu kommen. Tatsächlich willigt Saladin Sansibar ein, der jungen Frau zu helfen, doch was sich dann offenbart, wirft mehr Rätsel auf, als Johanne jemals vermutet hätte. Wird sie jemals den guten Namen ihrer Familie wieder herstellen und Rache nehmen können?



    Der 1. Band der Johanne-deJunker-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Immer wieder fasziniert bin ich davon, wie der Autor die Symbiose zwischen Historie und SciFi geschafft hat, denn so wie er diese in seinem Roman geschildert hat, wirkt diese so wirklichkeitsnah, dass man sich unwillkürlich fragt: warum hatten die Menschen früher nicht solche Erfindungen? Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet, wobei natürlich die Figur der Protagonistin Johanne deutlich hervorsticht. Diese ist, entgegen der damaligen gesellschaftlichen Normen, nicht unbedingt das, was man als folgsames Töchterchen kennt, sondern hat ihren eigenen Kopf und sie ist auch bereit, diesen zu riskieren, wenn sie der Meinung ist, dass die Sache es wert ist. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend erarbeitet, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und es am Stück gelesen habe. Nun bin ich sehr gespannt, wie es mit Johanne weitergeht, aber ich denke, von der jungen Frau dürfen wir noch einiges erwarten.


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    abetterways avatar
    abetterwayvor 4 Jahren
    Abenteuer!

    Inhalt:
    "Wilhelmstadt, 1899. Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Gadgets. Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer. Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Doch der Geheime Kommerzienrat Oppenhoff setzt alles daran, ihre Suche zu vereiteln und seine Spuren zu verwischen."

    Meinung:
    Der Schreibstil ist gut und der Autor bleibt durchgehend in der Rolle und beschreibt wirklich das Abenteuer sehr sehr spannend.
    Die Geschichte ist eine Mischung aus meherern Elementen (Mystery und Krimi) was ich durchaus gelungen finde. Die Idee der Geschichte ist gut und ich finde man kann diese gut fortsetzen.

    Ich freue mich wirklich schon auf Band zwei.

    Fazit:

    Spannende Geschichte mit tollen Charakteren. Ich freue mich auf Band 2.

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    Slevs avatar
    Slevvor 4 Jahren
    Steampunk für Anfänger

    Wilhelmstadt, 1899. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Apparaturen.

    Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer.

    Wer Steampunk (noch) nicht kennengelernt hat, erhält hier einen adäquaten Einstieg. Andreas Dresen schafft es, die verrücktesten Apparaturen imponierend und detailverliebt zu beschreiben. Der Autor siedelt seine Geschichte, voller Intrigen und Geheimnisse, in einer typisch industriellen Gesellschaft mit untypischen Erfindungen an.

    Johanne deJonker kämpft nach dem mysteriösen Unfall ihres Vaters nicht nur mit Armut und Ausgrenzung, sondern gerät durch ihre Nachforschungen in ein politisches Ränkespiel.

    Die souveräne Protagonistin und zahlreiche Anspielungen auf historische Persönlichkeiten und Ereignisse schaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre, die durch das erzählerische Talent des Autors komplettiert wird. Fans phantastischer Literatur mit außergewöhnlichem Setting,  sollten einen Blick riskieren.
    Das Cover fängt die Stimmung des Buches sehr gut ein und war nicht umsonst in der Top Ten des „Beauty and the Book Award“ der Frankfurter Buchmesse.  

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    lenasbuecherwelts avatar
    lenasbuecherweltvor 4 Jahren
    Lena 13 J. rezensiert "Wilhelmstadt"

    Es ist das Jahr 1899 in Wilhelmstadt. Aus dieser  hochindustrialisierten Stadt kommt Ingenieur Julius deJonker. Er ist an Bord der "Juggernauth", als diese versinkt und das ganze Team samt Neffe des Kaisers ertrinkt- das ganze Team, außer Julius deJonker. Er ist der einzigste Überlebende und liegt seit dem im Koma.
    Der Kaiser gibt ihm die Schuld an dem Tod seines Neffen und verarmt und enteignet die Familie.

    Die Tochter von Julius, Johanna ist ganz sicher, dass ihr Vater nichts mit dem Tod des Neffen zu tun hat. Sie macht sich auf die Suche nach dem wahren Schuldigen. Doch dieser setzt alles daran, nicht entdeckt zu werden!
    "Wilhelmstadt" kommt aus dem Genre Steampunk. Steampunk ist eine Variante der Science-Fiction, hat dystopische Elemente und oft spielt Mechanik eine große Rolle.
    Auch Wilhelmstadt lebt von mechanischen Dingen, beispielsweise von dampfbetriebenden Pferden.
    Die hochmoderne Stadt sprüht vor neuen und witzigen Ideen! Viel ist dort hochmodern, doch auch in den "reichen"  Städten leben arme Leute.
    Wie zum Beispiel die deJonkers. Verarmt und enteignet leben sie nun und warten auf das Aufwachen von Vater Julius.
    Und Tochter Johanna kann einfach nicht glauben, dass ihr Vater an dem Tod des Kaisers Neffen schuld ist.
     Auch wenn ihre Familie scheinbar alles verloren hat, gibt sie nicht auf und macht sich auf die Suche nach dem wahren Verbrecher...

    Protagonistin Johanna war mir wirklich sympathisch. Sie kämpft um ihren Vater und um die Familienehre und gibt sich mit Antworten, die sie selbst nicht richtig findet, nicht zufrieden.
    Und auch der Schreibstil des Buches ist gut zu lesen...
    Aber leider wurde die Geschichte nach dem Einstieg doch sehr langatmig und verworren.
    Die sehr ausführlichen Beschreibungen der Erfindungen waren am Anfang toll, doch es wurde so oft in der Geschichte wiederholt, dass es langweilig wurde.

    Für ein langsames Lesen hat auch die verworrene Handlung gesorgt und so kam ich immer langsamer voran.

    Die Idee von " Wilhelmstadt" hat mir wirklich gut gefallen und auch mit den Charakteren kam ich gut zurecht.
    Die Beschreibungen der innovativen Erfindungen waren wirklich interessant zu lesen, doch irgendwann hatte ich davon auch genug. Die sehr verworrene Handlung sorgte leider dafür, dass das Buch an manchen Stellen langatmig wurde.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Mit Schirm, Charme, Dampf und vielen Ideen

    Klappentext:
    Wilhelmstadt, 1899. Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Gadgets.

    Mitten in der Nacht versinkt die "Juggernauth" in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer.

    Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Doch der Geheime Kommerzienrat Oppenhoff setzt alles daran, ihre Suche zu vereiteln und seine Spuren zu verwischen.

    Der Autor:
    Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Aachen. Schon immer war er von fremden Welten fasziniert - von der wilden Atlantik-Küste Südirlands genauso wie von den Sagen und Legenden seiner Heimat. Und so findet sich in seinen Kurzgeschichten genauso wie in seinem Debütroman "Ava und die STADT des schwarzen Engels" eine fesselnde, gleichsam skurrile und charmante Mischung aus Fantasy-Elementen, klassischer Mythologie und einem scharfen Blick für die Kuriositäten der Gesellschaft und des Alltags.

    Meine Meinung:
    Johanne deJonker ist eine Kämpferin, auch wenn sie (fast) alles verloren hat. Durch ein Schiffsunglück kam der Neffe von Kaiser Wilhelm II. ums Leben, für dessen Tod ihr Vater Julius verantwortlich gemacht wird. Der Kaiser hat Johanne und ihrer Familie sämtlichen Besitz abgesprochen, und nun haust sie mit ihrer Leibwächterin Miao, Marianne und Joseph, den beiden Bediensteten, in einer unwirtlichen Gegend in Wilhelmstadt.
    Doch so leicht lässt sich die energische Johanne nicht unterkriegen. Sie will herausfinden, was mit der "Juggernauth", dem Schiff, wirklich passiert ist. Dabei ist die Luftnomadin Miao eine große Hilfe.
    Doch welche Rollen spielen der undurchsichtige Varieté - Künstler Saladin Sansibar und der Graf von Eyth? Nach und nach lichten sich die Ereignisse und befördern ungeahnte Verstrickungen zutage.

    "Wilhelmstadt" ist ein Steampunk - Roman, der vor Ideen nur so sprüht. So gibt es vollautomatische Kochstellen, dampfbetriebene Pferde und andere Tiere, sowie Zeitungsautomaten. Der Friedhof birgt seine dunklen Geheimnisse und die Schwingungsorgel sorgt für Überraschungen.
    Trotz all der Begeisterung waren mir die Beschreibungen manchmal zu ausufernd und ich hatte das Gefühl, dass die Handlung an sich nicht sonderlich vorangebracht wurde. In den letzten Kapiteln wurde die Geschichte aber immer spannender und nervenaufreibender.

    Wilhelmstadt, das auf Stahlplatten gebaut und hochmodern ist, wartet mit den neuesten Technologien auf, doch auch hier gibt es Armut und den täglichen Kampf ums Überleben. Ein Ort der Gegensätze, die zeigen, dass auch Reichtum und Mittellosigkeit eng beeinander liegen.

    Besonders gefallen hat mit Hauptmann Esser, der ständig seinen Samowar dabei hatte, weil er ohne seinen geliebten Tee in Konfliksituationen nicht auskommt.
    Gewünscht hätte ich mir, dass die Nebenfiguren, wie Miao oder Joseph, der den dunklen Künsten frönt, mehr Beachtung geschenkt worden wäre, aber es ist ja eine Reihe, also bietet die Geschichte noch viel Spielraum.

    "Wilhelmstadt" ist ein einfallsreicher, bunter Steampunk - Roman mit einer starken Heldin, die ihren Weg geht und sicher noch die ein oder andere Entdeckung in den nächsten Teilen machen wird.

    4 Sterne.

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: bewundernswerter Ideenreichtum, doch durch den starken Fokus auf die Maschienen bleibt der Rest etwas auf der Strecke...
    Steampunk wird nicht mein Genre

    Kurzbeschreibung:
    Wilhelmstadt, 1899. Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Gadgets. Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer. Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Doch der Geheime Kommerzienrat Oppenhoff setzt alles daran, ihre Suche zu vereiteln und seine Spuren zu verwischen.

    Meinung:
    Dies ist mein erstes gelesenes Buch aus dem Genre Steampunk. Ich war gespannt, was mich erwartet, denn eigentlich klingt die Idee dahinter ja recht interessant. Und auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen.

    Als es dann ans Lesen ging, fand ich es anfangs auch noch ziemlich fesselnd, welche tollen Erfindungen sich der Autor ausgedacht und in die Vergangenheit gepackt hat. Auch Wilhelmstadt selbst ist alles andere als gewöhnlich, da die Stadt in zerlegbare Segmente aufgeteilt ist und über ein reichlich ausgeprägtes Tunnelsystem verfügt.

    Doch auch wenn ich diese Erfindungen zu Beginn interessant fand, wurden die ausführlichen Beschreibungen dessen, wie diese Maschinen genau aussehen und was sie vermögen schon bald langwierig und danach einfach nur zu viel. Die Spannung, die durch die brisante Ausgangslage von Johanne durchaus vorhanden ist, wird dadurch immer wieder heruntergefahren und die Haupthandlung durch unendliche Menge an skurrilen Maschinen und Geschöpfen überlagert.

    Ich mag nicht abstreiten, dass manche dieser Erfindungen durchaus mal ein Schmunzeln oder ein Staunen bei mir hervorgerufen haben, aber je weiter sich der Roman dem Ende entgegenneigte, desto öfters war ich nur noch genervt davon. Auch die Handlung selbst wird mir dann etwas zu verworren, bzw. haben sich mir nicht alle Hintergründe und Zusammenhänge wirklich komplett logisch erschlossen. Evtl. mag das aber auch daran gelegen haben, dass meine Aufmerksamkeit bei weitem nicht mehr so hoch war, wie vielleicht am Anfang noch.

    Die Charaktere sind durchaus etwas Besonderes und nicht alltäglich. Johanne setzt alle Hebel in Bewegung um den guten Namen ihres Vaters wieder reinzuwaschen und herauszufinden was wirklich an Bord der Juggernauth passiert ist. Dabei lässt sie sich oft von ihrer Rache leiten und sorgt mir ihrem Verhalten auch für den einen oder anderen Lacher. Und doch merkt man, dass die Beschreibung ihrer Person, oder auch der Menschen in ihrem Umfeld viel zu kurz kommen. Ihre Leibwächterin Mioa, oder ihr Diener Joseph, der ständig von schwarzen Künsten spricht, scheinen noch so viele verborgene Geheimnisse zu haben, dass es echt schade ist, dass sie im Vergleich zu den Maschinen so extrem kurz kommen.

    Der Schreibstil ist an sich recht angenehm zu lesen und zeigt einiges an Kreativität. Jedoch leidet das Erzähltempo mit der Zeit spürbar an den ausführlichen Maschinenbeschreibungen.

    Fazit:
    Ich befürchte, Steampunk wird nicht mein Genre werden. Ich finde zwar den Ideenreichtum, den der Autor an den Tag gelegt hat immer noch bewundernswert, aber für mich blieben durch den starken Fokus auf die unendlichen Erfindungen sowohl die Handlung, als auch die Charaktere und die Spannung etwas zu sehr auf der Strecke. Mit der Zeit musste ich mich schon sehr zum Weiterlesen motivieren, weshalb ich nicht mehr als 2 Sterne vergeben kann.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur okay
    Meine Meinung zu: Wilhelmstadt - Die Abenteuer der Johanne deJonker von Andreas Dresen

    Nach zweimaligen Anlauf wollte ich das Buch nun doch zu Ende lesen. Man kann sicher schon aus meinem ersten Satz erkennen, dass mich das Buch nicht wirklich vom Hocker gerissen oder sonst irgendwie in seinen Bann gezogen hat. Möglicherweise war hier auch meine Erwartungshaltung zu hoch, aber irgendwie wollte der Funker einfach nicht überspringen.

    Der Autor stellt uns Wilhelmstadt im Jahr 1899 vor. Eine Stadt auf einer Stahlplatte. Luftschiffe, Luftpiraten - hier besonders Miao - , Dampftiere aber auch andere beeindruckende Wesen beherrschen die Stadt bzw. Welt. Da gibt es aber auch Johanne (man beachte das "E" am Ende). Sie kehrt nach Wilhelmstadt zurück, um ein Schiffsunglück genauer unter die Lupe zu nehmen. Hierfür wurde nämlich ihr Vater verantwortlich gemacht und die Familie enteignet. Doch das alte Dienerehepaar steht zu ihr und hilft bei der Aufklärung.

    Obwohl man der Geschichte einfach und leicht, dank des lockeren Schreibstil folgen kann, konnte ich keinen wirklichen Zugang finden. Ich habe gelesen und gelesen, jedoch hat mich die Geschichte nicht angesprochen. Deshalb vergebe ich hierfür 3 von 5 Sterne.

     

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 4 Jahren
    Rezension zu "Wilhelmstadt"

    Wilhelmstadt 1899. Johanne deJonker, ehemals Tochter aus reichem Hause, steht vor dem Nichts. Ihr Vater, der Ingenieur, der mit neuen Technologien ausgestatteten „Juggernauth“ ist mit samt dem Neffen von Kaiser Wilhelm II. im Rhein versunken. Julius deJonker ist der einzige Überlebende des Unglücks. Da der Kaiser ihn für den Unfall verantwortlich macht, wird das komplette Vermögen der Familie enteignet. Johanne indessen glaubt nicht an die Schuld ihres Vaters und setzt alles daran die wahren Schuldigen zu finden. Zusammen mit Miao, einer ehemaligen Luftnomadin und ihren beiden Angestellten setzt sie alles daran, den Fall aufzuklären. Doch der wahre Täter weiß, seine Spuren gut zu verwischen.

    „Wilhelmstadt“ war der zweite Roman, der mich in die Welt des Steampunk entführt hat. Die Ideen zu den einzelnen Maschinen haben mich absolut begeistert. Alles war sehr gut beschrieben und ich konnte es praktisch schon vor meinen Augen sehen. Johanne war eine Frau, die wusste was sie wollte und war somit für mich sehr sympathisch. Mit jammernden Dämchen komme ich nicht sehr gut zu recht, auch wenn Johanne ab und an etwas getan hat, das man sich vielleicht ein zweites Mal hätte überlegen sollen. Ich fand den versteckten Humor auch sehr erfrischend, das ist genau meine Wellenlänge.

    Den Titel für den ersten Band „Die Maschinen des Saladin Sansibar“ finde ich allerdings etwas unglücklich gewählt. Zuerst versteht man den Zusammenhang zwischen Titel und Buch nicht und dann verrät er doch zu viel. Alles in allem trotzdem ein sehr gelungenes Werk und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil der Reihe. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    acabus_verlags avatar

    Mit Volldampf Richtung Abenteuer!

    Die Havarie der "Juggernauth" besiegelt den Untergang der Familie  deJonkers. Zu viel deutet auf menschliches Versagen des Ingenieurs Julius deJonker hin, als dass der Kaiser den Tod seines Neffen kommentarlos hinnehmen kann. Fortan ermittelt Johanne, Julis‘ Tochter und Erbin, um die mysteriösen Umstände des Unglücks aufzudecken.

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    Bis zum  03. August 2014 könnt Ihr Euch für eines der Bücher bewerben*. Wenn Ihr ein E-Book bevorzugt, gebt bitte dies bei der Bewerbung an. Ab dem 04. August nimmt Euch der Autor Andreas Dresen mit auf eine Reise nach Wilhelmstadt. Zusammen mit Johanne deJonker macht Ihr Euch, zwischen mechanischen Katzen und laufenden Teekesseln, auf die Suche nach den wahren Schuldigen der Katastrophe.

    Selbstverständlich steht die Leserunde jedem Besitzer von "Wilhelmstadt" offen.

    *Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu. Falls Ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab.

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