Wie schon im ersten Band “Mein Rom“ begeben wir uns auf eine Spurensuche nach Vergangenem. Begleitet wird Englisch wieder von seinem aufmüpfigen Sohn. Eine alte Dame muss sich so schrecklich über eine Führung des Journalisten aufgeregt haben, dass sie ihren Glauben an die Kirche verloren hat. Nachdem die Enkelin sich bitter beschwert, macht Leo seinem Vater große Vorwürfe. Die beiden versuchen zu rekonstruieren, an welcher Stelle sich die mittlerweile verstorbene Dame erschreckt haben könnten und wir entdecken mit Ihnen grausame und erschütternde Ereignisse, in die die katholische Kirche verwickelt ist. Nebenbei gibt es Restaurant Tipps, Fahrradrouten und Philosophie.
Auch dieses Buch hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht. Andreas Englisch hat so viel Know-how über die ewige Stadt, das es unerschöpflich scheint. Obwohl ich Rom schon des Öfteren besucht habe, habe ich hier wieder sehr viel Neues erfahren und mein Buch ist voller Kleberchen, da ich all dieser Orte mit dem neu erworbenen Wissen sehen möchte.
Lediglich die Rahmenhandlung wirkte wieder unglaublich konstruiert, trivial und durchschaubar wie ein Kinderbuch. Das stört nicht wirklich, ist aber eigentlich überflüssig und nervt.
Zieht man diese also vom eigentlichen Inhalt des Buches ab, bleibt ein außergewöhnlicher und sehr guter Reiseführer, der uns Wege weist, die wir sonst niemals in Rom entdeckt hätten.




















