Der Letzte seiner Art

von Andreas Eschbach 
3,7 Sterne bei345 Bewertungen
Der Letzte seiner Art
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Positiv (206):
schlaubibastis avatar

Gewohnt hohe Eschbach-Qualität.

Kritisch (39):
HannahTizias avatar

nicht fertig gelesen da keine Spannung

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Inhaltsangabe zu "Der Letzte seiner Art"

Eine Verbindung von Mensch und Maschine: ein perfekter Soldat? Oder ein schwacher Invalide?

In einem kleinen irischen Fischerdorf lebt ein Mann, der ein Geheimnis hütet. Nein, mehr als das, er ist das Geheimnis ...

Sie hatten ihm übermenschliche Kräfte versprochen. Stattdessen wurde er zum Invaliden. Er hatte gehofft, ein Held zu werden. Stattdessen muss er sich vor aller Welt verbergen. Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis eines geheimen militärischen Experiments, eines Versuchs, der auf tragische Weise fehlgeschlagen ist. Für seinen Opfermut erhielt er die Freiheit, den Rest seines Lebens dort zu verbringen, wo er es sich wünschte. Im Gegenzug musste er sich verpflichten zu schweigen.

Doch es gibt da jemanden, der sein Geheimnis kennt - und er ist ihm bereits auf der Spur.

Mit seinem Roman Der Letzte seiner Art hat Bestsellerautor Andreas Eschbach eine Mischung aus Science Fiction- und Wissenschaftsthriller geschrieben, der bis zur letzten Minute fesselt!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404271504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:10.06.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.10.2008 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    schlaubibastis avatar
    schlaubibastivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Gewohnt hohe Eschbach-Qualität.
    Gewohnt hohe Eschbach-Qualität.

    Inhalt:

    Duane Fitzgerald, der in einem kleinen irischen Fischerdorf lebt, hütet ein Geheimnis.  Ein Geheimnis das faszinierend und erschreckend zu gleich ist. Duan wurde vom Militär aufgerüstet – geUpgraded. Mit Hilfe der modernen Technologie kann er besser sehen, schneller laufen und besser hören als jeder gewöhnliche Mensch. Kurz um, der perfekte Elitekämpfer. Doch es ging etwas schief und das Experiment wurde abgebrochen und aufgegeben. Das Militär ermöglicht es ihm an einem Ort seiner Wahl zu leben, wenn er dafür über das Experiment Stillschweigen bewahrt. Doch es kommt anders, ein Journalist taucht auf und beginnt Fragen zu stellen, für ihn lebensnotwendige Lieferungen bleiben aus und auf einmal wird Duan beschossen und eine Jagd um Leben und Tod beginnt.

    Meinung:

    Gewohnt hohe Eschbach-Qualität. Sehr ausführliche realistisch klingende Beschreibungen der Biomodifikationen des Protagonisten. Eschbach zeigt gleich zu Beginn die schwächen und Probleme dieser Technologie auf – Duane kann sich anfangs nicht bewegen, da die Batterie, welche die Motoren in seinem Körper steuert einen Wackelkontakt hat. Grundsätzlich wirkt die Technologie, welche in Duane verbaut wurde deutlich in die Jahre gekommen, und es wird deutlich das Duane eigentlich „veraltet“ ist. Eschbach wirft hier gleich die Frage auf „was ist wenn die Technologie in mit veraltet ist?“. Es werden gerade zu Horrormäßig anmutende Operationen beschrieben, bei welchen Duane umgebaut wird,  und das ohne sich zu sehr in überflüssigen Details zu verlieren. Das der Protagonist dann auch noch Seneca liest und das Ganze von der philosophischen Schiene her angeht, rundet die Geschichte ab. Bei mir wurde das Buch am ersten Abend komplett leergelesen, kurz um ein sehr kurzweiliger Roman, mit dem man definitiv Spaß haben kann.

    https://www.sebastian-haeutle.de/2018/03/buchrezension-der-letzte-seiner-art-andreas-eschbach/

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    Annejas avatar
    Annejavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Interessant, aber ausbaufähig
    Das Leben eines Cyborgs

    Dieses Buch kam durch eine Schenkung in meine kleine, aber feine Bibliothek. Ich hatte noch kein Buch des Autors und wurde mit der Zeit immer neugieriger. So kam es dazu das ich endlich zu meinem ersten "Eschbach" griff und ihn las . Was dabei heraus kam erfahrt ihr jetzt.
    Der Einstieg gelang mühelos und überraschte mit einem spektakulären, aber auch gewaltvollen Start in die Geschichte. Wir lernen Duane, unseren Hauptprotagonisten, in einer heiklen Situation kennen, aus der er nur sehr schwerlich entkommt. Nachdem diese überstanden war, erfuhren wir im Laufe der Erzählung wie er zu dieser Situation kam. Leider zog sich dies an einigen Stellen, da man nie komplett erfuhr wie er zu seinem Körper kam. Ich hätte es schöner gefunden die Geschichte von vorne bis hinten zu erfahren, anstatt an willkürlich gewählten Punkten seines Lebens, ein Stück davon zu erzählen. 
    Dieses Buch war trotzdem etwas besonderes, da es mal eine ganze andere Sicht präsentierte. Aus anderen Büchern kannte man das fehlgeschlagene Projekte sofort zerstört wurden, um die Geheimhaltung zu gewährleisten. Aber hier durften wir ein solches Projekt erleben, welchem die Freiheit geschenkt wurde. 
    An was es mir fehlte, war zeitweise die Spannung. Auch wenn die Story an sich sehr interessant war, hätte ich mir hier und da doch einen kleinen Kick gewünscht. Die Beschreibungen zu Duane´s Körper waren zwar interessant, hatten aber nur einen geringen Unterhaltungswert. Mich langweilten sie sogar, da sie sehr unspektakulär beschrieben wurden. Dabei waren sie so besonders und unheimlich wertvoll. 
    Das Ende war für mich eigentlich der wahre Höhepunkt des Buches, da man hier endlich Duane in Aktion erleben konnte. Leider endete das Buch zu früh und hätte mit ein paar Seiten mehr, etwas endgültiges gehabt. 
    Emotional hatte ich auch etwas zu kämpfen, da sich Gefühlsregungen zu Ereignissen nicht einstellen wollten. Selbst wenn Duane in den höchsten Tönen von seiner heimlichen Liebe schwärmte, kam es mir nicht echt genug vor.

    In der Geschichte geschah noch einiges mehr, welches jedoch einen zu großen Überraschungseffekt besaß, so das ich es nicht preis geben möchte. 

    Hier kann ich in erster Linie natürlich Duane nennen, um welchen es sich auch im Buch dreht. Duane selbst ist Soldat der Marine gewesen, bevor sich dem Projekt anschloss und nach jenen, eine Leben in Irland wählte.
    Er entwickelte eine Liebe zu Seneca, dessen Lyrik man auch vor jeden neuen Kapital findet. Ich selbst konnte damit nicht viel anfangen, da mir dieses Gebiet absolut nicht liegt. 
    Stellenweise wirkte Duane auf mich etwas dümmlich und kreativlos, da er seinem freien Leben keinen wirklichen Sinn gab. Er unternahm zwar stets Spaziergänge, aber diese ohne großen Sinn oder Ziel.Nur zum Ende erlebte ich schließlich den Duane, den ich von vornherein haben wollte. 
    Neben seinem Leben erfahren wir hin und wieder etwas über die Personen in dem kleinen Dorf. Unnatürlich fand ich hier, das er schon längere Zeit dort wohnte, die Leute ihn aber kaum kannten. Eine Anspielung darauf, das man sich in Dörfern eigentlich gegenseitig kennt.
    Natürlich erlebten wir auch Momente mit seinem vorherigen Arbeitsplatz und seinem ehemaligen Chef, welcher sich immer noch für ihn einsetzt. Kein Wunder, er sieht seine Schöpfung wie einen Sohn und behandelt ihn auch dementsprechend. Auch spätere Handlungen zeugten von Liebe und einer gewissen Opfergabe.
    Ich habe eine ältere Variante des Buches ergattert, welche aus der Outbreak Edition von Weltbild stammte. Zu diesem Buch gibt es wahrscheinlich noch mehrere in diesem Design. 
    Ich fand das Cover derer nicht schlecht, finde aber das aktuelle Cover des Buches um Längen besser. 
    Die interessante Geschichte eines Mannes, der seinen Körper aufgab, aber immer noch mit seinem Herz handelte.

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    J
    Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unamerikanisch – im besten Sinne
    Unamerikanisch – im besten Sinne

    Wenig klassische Action, viel Charakterstudie. Dabei wurde es mir nie langweilig. Als Leser taucht man 350 Seiten lang ein in den Bewusstseinshorizont der desillusionierten, zynischen und viel über philosophische Schriften von Seneca sinnierenden Hauptfigur. Duane wirkt echt, sodass ich Anteil an seinem Schicksal nahm. Nicht selbstverständlich, da er nicht nur ein Opfer ist und aufgrund seines Machogehabes eigentlich nicht für den typischen Sympathieträger steht. Besonders faszinierend und dabei auch erschütternd fand ich die Rückblenden. Erkenntnisse zu politischen Machenschaften empfinde ich als tragisch und realistisch. Die Beschreibungen zum Umfeld (irisches Hafenstädtchen) geraten atmosphärisch.
    Das Ende lässt noch Fragen offen. Einige werden’s nicht mögen, für mich ist dieses Ende sehr stimmig. Wenn Duane in so vielen elementaren Fragen keine Gewissheit erlangt hat, ist es dann nicht viel passender, wenn man auf diese Weise angeregt wird, ein bisschen über alternative Enden zu grübeln und darüber wie man selbst agiert hätte?!
    Auch wenn das Buch etwa 15 Jahre alt ist, sind die Themen „Technik in der Kriegsführung“ und „Ethik der Medizin“ modern wie nie.
    Mein erster Andreas-Eschbach-Roman war sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig. Ich freue mich über gewonnene Denkanstöße und habe Lust, mehr in dieser Richtung zu lesen.

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    soetoms avatar
    soetomvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Im Grunde ein solider Sciencefiction, aber bei mir ist der Funke nicht übergesprungen. Kann man aber gut lesen.
    Eigentlich lese ich Eschbach wirklich gerne...

    Eschbach habe ich einmal bei einer Lesung erlebt, in der er sagte, beim Sciencefiction ginge es ihm nicht im erster Linie um das Technische (das ntürlich zum Genre gehört), sondern vor allem um die Menschen, ihre Gefühle und Ziele. Das macht seine Bücher für mich lesenswert und klappt hier leider irgendwie nicht.

    Aber von vorne: Der Held der Geschichte ist ein ehemaliger US-Soldat, der Teil eines geheimen Projekts war. Ihm wurden verschiedene Geräte implantiert, um ihn zu einer Art Super-Soldaten zu machen. Als das Projekt erfolglos eingestellt wird, weredn die modifizierten Soldaten in den Ruhestand versetzt und so findet der Held sich im Haus seiner Eltern in einem abgeschiedenen Fischerdorf in Irland wieder.
    Dann taucht plötzlich ein Mann auf, der sagt, er wisse von dem Geheimprojekt.

    Die Geschichte ist eigentlich eine spannende Agenten-Story über Verrat, Verschwörung und Vertrauen - also alles was dann dazu gehört. Alles wird vom Cyborg-Soldaten selber als Ich-Erzähler berichtet, sowohl die Vorgeschichte als auch die aktuellen Ereignisse. Dabei verschieben und vermischen sich die Handlungsebenen manchmal ein wenig, was durchaus zur Spannung beiträgt. Aber: Ich hab nie das Gefühl bekommen, dass ich das Innenleben eines Menschen nachvollziehen konnte, der eine "Nuklearbatterie" im Bauch hat. Es mag an mir gelegen haben, aber ich habe den Zugang zu der Hauptperson nicht gefunden. Auch die halbherzig eingeflochtene Lovestory wirkt auf mich eher aufgesetzt.

    Aber ich muss der Vollständigkeit halber auch dazu sagen, dass die Handlung bis zum Schluss spannend ist. Und das Ende bringt eine wirklich unerwartete, plötzliche Wendung.

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    5n4k3s avatar
    5n4k3vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: anders als gedacht
    Der Letzte seiner Art von Andreas Eschbach

    Klappentext:
    In einem kleinen Fischerstädtchen an der Küste Irlands lebt ein stiller, einsamer Mann ein stilles, einsames Leben. Die meisten Leute im Ort kennen ihn nur vom Sehen. Die Leiterin der Bibliothek kennt ihn als jemand, der viel liest, und auf der Post ist man daran gewöhnt, dass er alle drei bis vier Tage ein immer gleich aussehendes, schweres Paket abholt, das postlagernd geschickt wird.

    Doch eines Tages taucht ein Unbekannter auf, der nach ihm sucht. Ein Unbekannter, der etwas weiß, das er nicht wissen dürfte, und damit eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen auslöst.

    Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis geheimer Versuche, einen perfekten Soldaten, den vollkommenen Krieger zu schaffen. Diejenigen, die ihn verfolgen, müssen ihn zugleich fürchten.

    Sie ahnen nicht, dass er sich verändert hat...

    Meine Meinung:

    in endeffekt geht es um einen Mann der freiwillig an einen geheimen Projekt namens "Steel Man" teil nimmt, dass so ziemlich nach hinten los geht. Die hälfte der Anwärter haben den "umbau" nicht überstanden und die die ihn überstanden haben wurden in Frührente geschickt , weil sie nicht richtig funtionieren.
    Was übrig bleibt ist ein gebrochener Protagonist der sich selbst bemitleidet, nicht aus die Gänge kommt und auf eine Philosophische Schiene fährt (das nicht negativ gemeint ist) und nur in der Vergangenheit lebt.

    Die Geschichte ist 80% Vergangenheits Duselleien und 20% Gegenwart.

    Das Buch war ehr ein Zeitvertreib als spannend oder mitreisend. Schade.

     

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    Hypokrass avatar
    Hypokrasvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hochgezüchteter Soldat will nicht mehr.
    Cyborg im Ruhestand

    Die Station:

    Erde - Erdzentrierte Sci-Fi.

    Und so beginnt es:

    »Am Samstagmorgen erwachte ich blind und halbseitig gelähmt. Ich bin schon oft blind gewesen und auch schon oft halbseitig gelähmt, aber in letzter Zeit bin ich öfter beides gleichzeitig, und das fängt allmählich an, mir Sorgen zu machen.«

    Zusammenfassung

    Kurz: Ein frühpensionierter Cyborg-Super-Marine lebt in einer kleinen irischen Stadt zurückgezogen und friedlich, bis eines Tages jemand nach ihm sucht. Jemand, der nichts von ihm wissen dürfte ...
    Etwas länger: Duane Fitzgerald hat sich als junger Marine freiwillig für ein hochgeheimes militärisches Experiment gemeldet. Einen Supersoldaten wollten sie aus ihm und noch einigen anderen machen. Was ihnen auch gelang. Duanes Sinne lassen jeden Spürhund vor Neid erblassen, seine Reflexe lassen die Bewegungen einer Raubkatze wie die eines betrunkenen Nilpferds aussehen und bei einem Ringkampf mit ihm würde jeder Grizzly den Kürzeren ziehen. Die Sache hat nur einen Haken: Seine ganzen Superkräfte basieren auf geheimer und höchst experimenteller Technik und er selber wird auch nicht jünger. So hat der "Super-Stahl-Mann" nicht nur mit den ganz gewöhnlichen Tücken des Alltags zu kämpfen, sondern auch damit, dass er keine gewöhnliche Nahrung mehr zu sich nehmen kann, jedenfalls nicht, wenn er sie bei sich behalten will.
    Eines Tages fängt ein Fremder an im Ort Fragen nach ihm zu stellen und ihn zu suchen. Zuerst versucht Duane den Fremden zu meiden, was ihm dank seiner Sinne und Fähigkeiten auch gelingt. Aber dann laufen sich die beiden doch über den Weg, was für den Fremden letztlich den Tod bedeutet.

    Meine Meinung

    Die Bücher von Andreas Eschbach die ich bisher gelesen habe lasen sich alle fast von selbst. Sie sind so geschrieben, wie ich ein Buch auch schreiben wollte: Ohne Füllmaterial. Und es gibt keinen Deus ex machina, das Ende ist schlüssig und wenn man es genau nimmt das einzig wirklich stimmige und überhaupt mögliche Ende, falls man bei einem Sci-Fi Roman von "möglich" als Kriterium sprechen kann, handelt es sich hierbei doch nicht um "Hard-SF".
    Man wird zu Beginn der Geschichte gleich mitten in den Alltag von Duane geworfen und gewinnt dadurch möglicherweise den Eindruck, dass dem Buch was abginge, wird doch gleich offen dargelegt, dass Duane Fitzgerald ein Cyborg ist. Da der Weg, wie der Leser in die Geschichte mit hineingenommen wird aber ein wenig offensichtlicher ist macht es auch nichts, einige Details schon vorher zu kennen. Einzig an einer Stelle war ich ein kleines bisschen "enttäuscht", weil ich sofort gewusst habe, was diese Situation zu bedeuten hat. Von diesem kleinen Mangel abgesehen - Ja, ich finde es nunmal schade wenn ich vorher weiss, was passieren wird - ist es ein sehr leicht und flüssig zu lesendes Buch mit einer guten Geschichte und plastischen Charakteren. So weiss ich genau wie der Bruder der Frau, die Duane, seit er in Irland lebt, aus der Ferne anhimmelt, aussieht. Oder ich sehe den Gesichtsausdruck einer der Feinde von Duane im Moment, in dem er realsiert, mit wem er es hier zu tun hat.

    Fazit

    Falls es noch nicht rausgekommen ist hier im Klartext: Kaufen und lesen! Das Buch hat etwas mehr als 350 Seiten und liesst sich weg wie nichts.

    Gesamteindruck

    Sprache / Stil: 9/10
    Figuren: 10/10
    Handlung: 8/10 Wegen dieser einen Sache da ...
    Schlusswertung: 9/10 Punkte

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    CanYouSeeMes avatar
    CanYouSeeMevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gut geschriebenes, solides Buch mit interessantem Protagonist. Leider nicht sehr spannend.
    Der Letzte seiner Art

    3,5 Sterne

    In einem kleinen irischen Fischerdorf lebt ein Mann, der ein Geheimnis hütet. Nein, mehr als das, er ist das Geheimnis. Sie hatten ihm übermenschliche Kräfte versprochen. Stattdessen wurde er zum Invaliden. Er hatte gehofft, ein Held zu werden. Stattdessen muss er sich vor aller Welt verbergen. Denn Duane Fitzgerald ist das Ergebnis eines geheimen militärischen Experiments, eines Versuchs, der auf tragische Weise fehlgeschlagen ist. Für seinen Opfermut erhielt er die Freiheit, den Rest seines Lebens dort zu verbringen, wo er es sich wünschte. Im Gegenzug musste er sich verpflichten zu schweigen Doch es gibt da jemanden, der sein Geheimnis kennt - und er ist ihm bereits auf der Spur.

    ‚Der Letzte seiner Art‘ ist mein erstes Buch von Andreas Eschbach und es hat mir gut gefallen. 
    Die Story ist interessant und gar nicht so weit weg von der Realität. Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen, den Hauptcharakteren angepasst und authentisch.
    Die Handlung wird aus Sicht des Cyborgs Duane Fitzgerald erzählt. Dieser ist mir schon nach den ersten Seiten sympathisch gewesen. Sehr interessant sind auch die vereinzelten Rückblenden in Duanes voriges Leben und die Zeit in der Kaserne. 
    Ein Spannungsbogen ist zwar vorhanden aber irgendwie konnte mich die Handlung nicht wirklich mitreißen. Die Morde waren nicht überraschend und auch die Entlarvung der Drahtzieher war nicht unvorhersehbar. 
    Das Ende hat mich dann doch überrascht, es passt gut zum restlichen Inhalt und rundet das Buch gut ab.
    Insgesamt ist ‚Der Letzte seiner Art‘ ein gut geschriebenes, solides Buch mit interessantem Protagonist. Leider hält sich die tatsächliche Spannung in Grenzen.

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    Traumfeders avatar
    Traumfedervor 4 Jahren
    Der Letzte seiner Art

    Inhalt
    Duane Fitzgerald führt ein abgeschiedenes Leben in einem kleinen Ort an der irischen Küste. Niemand kennt ihn wirklich oder ahnt wer er tatsächlich ist. Duane hat einst zu einer geheimen Einheit gehört, die von der amerikanischen Regierung umgerüstet wurde. Man operierte sie, verbesserte sie, machte sie zu Cyborgs. Zum Einsatz kamen sie jedoch nie, stattdessen schickte man sie in den Ruhestand jedoch mit der Verpflichtung über die Einheit und die Experimente zu schweigen. Doch nun taucht ein Fremder in Duanes Rückzugsort auf und stellt gefährliche Fragen. Bald geschieht ein Mord und seltsame Männer tauchen auf. Duane ist klar, sein Leben wird nicht mehr so sein wie zuvor, denn man hat ihn zum Ziel erklärt.

    Meine Meinung
    "Der Letzte seiner Art" ist die Geschichte eines Mannes, der bereit war für sein Land alles zu geben und von diesem schließlich doch verraten wurde.

    Duane Fitzgerald ist ein Soldat, der bereit war alles für sein Land zu tun. Er wurde ausgewählt um Teil eines geheimen Programms der Regierung zu sein. Zusammen mit einigen anderen Männern, lies er sich operieren und wurde zum Cyborg. Er ist durch die Hölle gegangen um die Menschen zu beschützen, die Gelegenheit dazu bekam er jedoch nie. Zu Hälfte Mann zu Hälfte Maschine und doch in beidem als nutzlos eingestuft. Die einzige Freiheit, die ihm blieb war zu wählen, wo er den Rest seines Lebens unauffällig verbringen würde. Doch selbst diese Möglichkeit ist eingegrenzt, denn die Abhängigkeit durch das Experiment besteht trotz allem. In einem kleinen irischen Dorf versucht er nun ein ruhiges Leben zu führen. Duane ist allerdings klar, dass die Mechanik in seinem Körper altert und verschleißt, irgendwann wird er keine andere Wahl haben als sich erneut in die Hände des Militärs begeben zu müssen. Eben diesen Moment will er so lange wie möglich hinauszögern, doch leider spielt die Zeit gegen ihn.

    An sich, ist dieser Thriller eigentlich eher ruhig gehalten. Es gibt kaum große Schießereien oder wilde Verfolgungsjagden. Viel mehr zielt er auf die mentale Ebene. Es ist dieses Warten, das die Nerven gespannt hält. Ob es nun das Warten auf den Ausfall eines Körperteils ist oder auch das Warten auf den Zugriff durch die fremden Agenten, spielt dabei keine Rolle.

    Interessant gestaltet sich die Geschichte auch durch die Rückblicke. Duane erinnert sich an die Zeit, als alles begann. Wie die Operationen begannen und er nach und nach seine Freunde verlor. Ob alles funktionierte oder doch Fehlfunktionen auftraten. Es ist ein Rückblick, wie er zu dem wurde, was er ist und wie die Situation sich entwickelte.
    Richtig hart ist jedoch die Erkenntnis, zu der Duane gelangen muss. Es ist die Erkenntnis darüber, dass man ihn nicht mehr braucht und deshalb Jagd auf ihn macht. Das Wissen, was man aus ihm machen will. Schön zu lesen war allerdings auch, dass Duane trotz seiner abgeschiedenen Lebensweise Menschen gefunden hat, die sich um ihn sorgen und ihn aus der Gefahr helfen wollen.

    Der Schreibstil, den Eschbach hier verführt, hat viele umschreibende Elemente. Zeitweise wiederholen sich diese sogar, was manchmal auch als störend empfunden werden kann. Zu oft wird die graue Pampe von Essen angesprochen, die er zu sich nehmen muss. Manchmal waren es auch die Informationen über seine ganzen Funktionen und Schaltkreise, die an der ein oder anderen Stellen unangebracht waren.

    Das Ende des Buches ist relativ offen, doch eben auch so, dass man sich denken kann, was danach kam. Der Autor überlässt es dem Leser zu entscheiden, was er im Ende sehen will. Es ist zwar interessant es so zu sehen, andererseits wünscht man sich doch einen wirklichen Abschluss. Man wünscht sich zu erfahren, was tatsächlich danach mit ihm geschehen würde.

    Es mag sein, dass das Buch seine Schwächen hat, man gerne mehr erfahren hätte oder an manchen Stellen weniger gehabt hätte. Doch gleichzeitig hat es etwas äußerst fesselndes an sich. Es ist der Nervenkrieg, der die Spannung erhält und fasziniert.

    Fazit
    "Der Letzte seiner Art" von Andreas Eschbach beeindruckt durch eine Geschichte, die durchaus realistisch sein könnte. Ob es nun der Umbau des Menschen zum Cyborg oder dessen Eliminierung durch die Regierung, der Gedanke dies könnte bereits geschehen, besteht bei mir durchaus. Die Regierung behält ihr Eigentum nun mal gerne im Blick und holt es sich auch zurück, wenn es sein muss.

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    miekens avatar
    miekenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: schockierend realistische Geschichte, die einen zurücklässt mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit eines unerfüllten Lebens
    Der 6 Millionen Dollar Mann lebt unter uns

    Ein militärisches Projekt ohne Rücksicht auf Verluste. Experimente an Soldaten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Das versprochene Leben als Held, endet in einem Leben als einsamer Invalide ohne Zukunft.

    Ein Mann, mehr Maschine als Mensch, lebt zurückgezogen und einsam in Irland. Eigentlich zu jung um Frührentner zu sein. Zu groß und zu schwer um unauffällig zu bleiben. Duane Fitzgerald hat sich seinem Schicksal ergeben, bis einige seltsame Dinge in dem kleinen Ort geschehen. Wer ist der Fremde, der nach ihm sucht. Kennt er sein Geheimnis?

    Erzählt wird aus der Sicht des Protagonisten Fitzgerald. Während des gesamten Buchs gibt es neben dem aktuellen Ereignissen, immer wieder Rückblenden seines Lebens. Seine Kindheit, seine Jugend, bis zur Gegenwart. Eine bedrückende und beängstigende Atmosphäre, die einem klar macht, dass dieses Schicksal nicht so weit hergeholt ist.

    Der Schreibtstil hat mir sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Andreas Eschbach und sicher nicht das Letzte. Die Geschichte lebt von dem Protagonisten, seinem Pragmatismus und resoluten Sichtweise auf die Dinge des Lebens. Seinem Hang zu Büchern und Poesie. In gewisserweise ist es sogar immer wieder amüsant, wie er sich und seinen Körper durchs Leben zwingt.

    Kommentare: 4
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    Babschas avatar
    Babschavor 5 Jahren
    Menschwerdung einer Maschine

    Die Lebensgeschichte eines Cyborgs, von ihm selbst erzählt. Sein Name ist Duane Fitzgerald und er lebt seit vielen Jahren allein und unerkannt in einem Kaff an der irischen Küste, als sein beschauliches Leben auf einmal außer Kontrolle gerät. Ein geheimnisvoller Ausländer versucht verzweifelt, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Und es tauchen weitere Unbekannte in der Stadt auf, die ihn rund um die Uhr beobachten. Duane merkt, dass seine Vergangenheit ihn einholt, erkennt aber erst, als es zu spät ist, was hier wirklich gespielt wird.

    Ein gelungener, atmosphärisch dichter Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Während die spannende Handlung im Hier und Jetzt auf einen unbekannten Höhepunkt hin zusammenläuft, erzählt Fitzgerald dem Leser in vielen Rückblenden seine ganze traurige Lebensgeschichte aus der Sicht eines von insgesamt zehn schicksalhaft Geschlagenen, nämlich von den amerikanischen Streitkräften zur Kampfmaschine aufgerüsteten und später fallen gelassenen Männern. Der seine übermenschlichen Fähigkeiten so liebt wie hasst, der bindungsunfähig nach dem Sinn seiner Existenz sucht und Trost einzig in den Werken von Seneca findet.

    Die beklemmende Metamorphose eines von seinen Schöpfern manipulierten Maschinenmenschen auf seiner verzweifelten Suche nach einem Weg zurück zum Humanen, der ihm jedoch so grausam wie selbstverständlich verwehrt bleiben muss.
    Düster und beklemmend und gar nicht so weit von der Realität entfernt. 

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