Andreas Eschbach Ein König für Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Ein König für Deutschland“ von Andreas Eschbach

Was wäre, wenn demokratische Wahlen manipuliert würden? Oder sind sie es bereits? Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein - die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt ... Bestsellerautor Andreas Eschbach hat mit "Ein König für Deutschland" einen erfindungsreichen Roman zum Thema Wahlmaschinenmanipulation geschrieben.

Eine spannende und packende Geschichte um Manipulation und Macht, die es zu lesen lohnt.

— NicoleP

Für "Ein König für Deutschland" hätte Andreas Eschbach eine Krone mehr als verdient.

— John_Baker_Sander

Ab der Hälfte zu vorhersehbar, aber gute Idee

— danielhw

An sich kein schlechtes Buch, aber ich hatte mir schlichtweg was anderes vorgestellt, daher hat es meine Erwartung nicht erfüllt.

— melcherroy

Genial!

— P_Gandalf

Nach "Der Jesus-Deal" eher enttäuschend. Es fehlt die Spannung und das Ende ist sehr vorhersehbar. Stellenweise eher langatmig geschrieben.

— Sahani88

Grandioses Thema und phantasievolle Umsetzung - absolut lesenswert

— Dataha

Starke Idee, gute Umsetzung, schwaches Ende.

— Simon48_

Großartig! Monarchie, Wahlbetrug, Rollenspiel - gleich mehrere Ideen in einer spannenden Geschichte verpackt. Mind-blowing.

— Sajon

Witz, Scharfsinn und Spannung. MUST READ!

— MartinFischer

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  • Ein König für Deutschland

    Ein König für Deutschland

    NicoleP

    20. August 2017 um 18:57

    Ist es denkbar, dass in unserer heutigen Zeit wieder ein König Deutschland regieren könnte? Dafür braucht ein zukünftiger König nicht viel: Er muss nur eine Wahl gewinnen und das Grundgesetz ändern. Absurd? Unmöglich? Wie soll das denn gehen? Das lässt doch das Grundgesetz gar nicht zu, oder etwa doch?Vincent Wayne Merrit hat im Auftrag ein Computerprogramm geschrieben, mit welchem Wahlcomputer manipuliert werden können. Es mehren sich die Hinweise, dass genau dieses Programm die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst hat. Nun soll dieses Programm auch die nächsten Bundestagswahlen in Deutschland entscheiden. Wie soll diese Manipulation und somit der Wahlbetrug bewiesen werden?Der Roman von Andreas Eschbach ist erschreckend realistisch. Er bestätigt auch alle meine Vorbehalte gegen den Einsatz von Wahlcomputern. Die Geschichte zeigt auf, dass jeder Computer jederzeit im Sinne der jeweiligen Interessengruppe programmiert werden kann. Warum sollte dies also nicht auch bei Wahlcomputern möglich sein?Das Buch liest sich nicht eben mal so. Es fordert seinen Leser heraus. Fußnoten versorgen den Leser mit Hintergrundinformationen oder nennen Quellen. Dadurch muss die Geschichte nicht ständig wegen eines Blickes in ein angehängtes Glossar unterbrochen werden.Andreas Eschbach zeigt, dass es mit einfachsten Mitteln möglich ist, das Schicksal und die Zukunft eines Landes und seiner Bevölkerung zu bestimmen. Die Geschichte macht klar, dass die Menschen zu naiv mit der zur Verfügung stehenden Technik umgehen. Im Buch gibt es leicht verständliche Erklärungen, zum Beispiel der Vergleich eines Getränkeautomaten mit einem Geldautomaten.Es ist ein genialer Roman, den ich jedem empfehlen kann. Er verdeutlicht, wie verletzlich wir trotz oder vielleicht gerade wegen der technischen Möglichkeiten sind. Eine spannende und packende Geschichte um Manipulation und Macht, die es zu lesen lohnt.Weitere Rezis unter www.nicole-plath.de

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  • Monarchie in Deutschland wieder einführen? Eschbach zeigt wie es gehen könnte!

    Ein König für Deutschland

    heddesheimer

    25. June 2016 um 14:20

    Lieben Sie Science-Fiction? Nein! Dann sollten Sie unbedingt dieses Buch von Andreas Eschbach lesen «Ein König für Deutschland». Ich glaube, es wird genau Ihren Geschmack treffen, wenn Sie das Genre der über-technisierten Science-Fiction nicht mögen. Denn obwohl Andreas Eschbach als Sci-Fi Autor bekannt ist, gehört dieser Roman mehr in das Genre «Thriller» mit Sci-Fi-Elementen.Eschbach schreibt über den Alltag eines gewöhnlichen Lehrers, der plötzlich einen Brief von seinem Sohn aus USA erhält. Die Story handelt von Wahlmaschinen in Deutschland. Erinnern Sie sich an Diskussionen, ob Wahlen künftig besser mit Computern durchgeführt werden sollten? Die Sicherheitsexperten waren dagegen, und deswegen werden heute immer noch Wahlzettel von Hand ausgezählt.Eschbach schafft es, den Leser in eine Welt zu entführen, wo die Wahlmaschinen tatsächlich zum Einsatz kommen. Natürlich schafft es jemand, diese Computer zu manipulieren. Doch statt diese Vorlage in einer Katastrophe enden zu lassen, wie man es üblicherweise vom Sci-Fi-Genre erwarten würde, entsteht eine humorvolle und irgendwie groteske Geschichte, die am Ende doch nachdenklich stimmt.In einer Zeit, wo die Britten aus der EU austreten und jemand wie Donald Trump US-Präsident werden könnte, erscheint diese Vision von Eschbach fast schon zu real. Dennoch kann ich die Lektüre uneingeschränkt empfehlen, denn Eschbach schreibt sehr humorvoll und versteht es, die absurd erscheinenden Situationen dennoch in einen plausiblen Kontext zu packen.Es ist eines der lustigen Werke von Andreas Eschbach. Dass er auch anders kann zeigen Werke wie «Der letzte seiner Art» oder «Todesengel», die einen eher düsteren Tenor besitzen. Wer allerdings gern mal herzhaft lachen will, ist bei «Ein König für Deutschland» gut aufgehoben.

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    • 2
  • Spannend und erschreckend realitätsnah

    Ein König für Deutschland

    Dataha

    Vincent Wayne Merrit wächst bei seiner Mutter in Philadelphia auf, seinen deutschen Vater, den Gymnasiallehrer Simon König, kennt er nur aus Briefen. Vincent ist Computerspezialist und als Hacker schon mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Dies wird vom Verbrecher Benito Zantini ausgenutzt. Er sperrt Vincent in sein eigenes Haus ein und erpresst ihn dazu, ein Programm zu schreiben, das Wahlcomputer manipulieren kann und zunächst in Deutschland angewendet werden soll. Vincent kann fliehen und schickt eine CD mit der Kopie des Programms an seinen Vater, dem sie jedoch gleich wieder von Zantini gestohlen wird. Außerdem kontaktiert Vincent einen kleinen Kreis von jungen Computerfreaks in Deutschland. Alle zusammen versuchen, den geplanten Wahlbetrug zu beweisen. In diesem Buch geht es um Computerkriminalität. Andreas Eschbach vermischt hier sehr geschickt Realität mit Fiktion. Im November 2000 gab es bei den Präsidentschaftswahlen in den USA erwiesenermaßen einen Skandal bei der Auszählung von Wählerstimmen und bei der hessischen Landtagswahl wurden im Jahre 2008 bereits Wahlcomputer eingesetzt. Diese sind zurzeit in Deutschland nicht erlaubt. Dennoch ist das Thema weiterhin aktuell. Alle der Wahrheit entsprechenden Abschnitte sind mit Fußnoten ergänzt. Dort stehen kurze Erläuterungen sowie Möglichkeiten, sich näher über das entsprechende Thema zu informieren, wenn man es denn gerne möchte. Dadurch wird die Handlung nicht durch langwierige Erklärungen unterbrochen, man wird aber dennoch auf die brisante Realität des Themas aufmerksam gemacht. Durch die flüssige Schreibweise lassen sich auch schwierigere Passagen sehr gut lesen. Der Autor schreibt gerne utopische Geschichten und auch hier lässt er seiner Fantasie mitunter freien Lauf – eine Mischung, die mich immer wieder begeistert. Das Cover ist eine gut gelungene Karikatur, das genau auf das Buch abgestimmt ist. Das muss hier unbedingt erwähnt werden, denn passende Cover gibt es eher selten. Fazit: Ein König für Deutschland ist ein spannendes, lehrreiches und vor allem nachdenklich stimmendes Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen und kann es durchaus weiterempfehlen.  

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    • 2
  • Was wäre, wenn ...?

    Ein König für Deutschland

    Duffy

    26. July 2015 um 09:22

    Vincent Merrit entwickelt ein Computerprogramm, mit dem sich Wahlmaschinen manipulieren lassen. Natürlich versucht auch jemand, an das Programm heranzukommen, um es zu Geld zu machen. Vincent schickt es zu seinem Vater nach Deutschland, wo es diesem abgenommen wird. Gleichzeitig versucht eine Gruppe, die Manipulierbarkeit von Wahlmaschinen zu entlarven. Beide Ereignisse fallen zusammen und die Gruppe gründet, um ihre Thesen zu beweisen, eine Partei, die sich bei der Bundestagswahl für die Rückkehr Deutschlands in eine Monarchie einsetzt. Sie gewinnt die Bundestagswahlen. Ist nun Merrits Programm zum Einsatz gekommen? Ist die Wahl manipuliert und muss Deutschland eine Monarchie ausrufen? Eschbach hat anlässlich der strittigen Wahl von George Bush in den USA dieses Szenario entworfen und blickt mal wieder nach vorne und vermischt gekonnt Realität und Fiktion. Das, was so unglaublich klingt, liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Und welche Konsequenzen daraus entstehen können, wird hier eindrucksvoll und nachdrücklich geschildert. Im ersten Teil des Buches wird zwar viel Fachwissen vermittelt, doch wenn man den einen oder anderen technischen Aspekt nicht versteht, dann ist es nicht so wesentlich für das Verständnis des gesamten Romans, also sollte man sich beim Lesen nicht entmutigen lassen. Alles andere ist von gewohnter Eschenbach-Qualität, der sich trotz der futuristisch anmutenden Handlung immer nah an der Realität bewegt. Um es genau zu formulieren, sehr nah und sehr bedrohlich. Gerade das macht das Buch nicht nur spannend sondern auch wertvoll, denn die hier geschilderten Ereignisse liegen nicht weit von der Gegenwart und den technischen Möglichkeiten entfernt. In Zeiten von Abhörskandalen rund um den Globus eigentlich schon mehr eine gefürchtete Gegenwart. Sehr empfehlenswert!

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  • Nur bedingt zu empfehlen

    Ein König für Deutschland

    kirsten_brox

    27. February 2015 um 10:34

    Ich wünschte, ich könnte schreiben wie Eschbach. Seine Szenen sind immer plastisch und zum miterleben, selbst wenn sie gerade ganz banale Inhalte haben.  Dieser Roman ist ein Plädoyer - und im Nachwort schreibt der Autor es nochmal wortwörtlich hin: "Wahlcomputer sind eine Gefahr für die Demokratie und damit für Freiheit und Frieden - und außerdem vollkommen überflüssig. Die herkömmliche Methode, Kreuze auf Stimmzetteln zu machen, ist erprobt, eingeübt und von unschlagbarer Zuverlässigkeit." Die Handlung ist realistisch, erschreckend realistisch und die zentrale Botschaft wird ein wenig arg betont. Fast fühlt man sich einem Missionar gegenüber, denn aus jeder Figur und aus jedem Handlungsstrang tropft die Prämisse. Die unzähligen Fußnoten tun ein übriges. Für mich hätte es ein bisschen weniger Holzhammer sein dürfen, dafür fehlt ein richtiges Ende mit Knalleffekt. Man hat den Eindruck, dass das Buch zum Erscheinungstermin vor der Bundestagswahl etwas in Hektik fertig gestellt werden musste und so werden offene Handlungsfäden mit einer sehr heissen Nadel sehr lose zusammen geführt. Thema und Sprache waren jedoch so gut, dass ich es trotzdem bedingt empfehle.

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  • Heikles Thema wieder gelungen umgesetzt!

    Ein König für Deutschland

    Aleshanee

    16. February 2015 um 15:56

    Klappentext Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein - die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt ... Meine Meinung Der Klappentext greift hier schon etwas vor, denn eigentlich beginnt die Handlung im Jahr 2000 - und nicht in Deutschland, sondern in den USA: Der junge Amerikaner Vincent Wayne Merrit kommt mit 20 Jahren zum ersten Mal mit dem Gesetz wegen Betrügereien in Konflikt. Durch einen von ihm programmierten Trojaner konnten Kreditkartennummern geknackt und viele Menschen um ihr Geld betrogen werden. Er sitzt seine Haftstrafe ab und kommt danach an einen Job, den er sich immer erträumt hat. Die Herausforderungen als Programmierer sind sein Steckenpferd und so gerät er schon bald an den Auftrag eines Regierungsabgeordneten. Dass es darum geht, wie man ein Programm für die Präsidentschaftswahl, also die Wahlcomputer, manipulieren kann, bereitet Vincent dennoch ein schlechtes Gewissen, denn welche Auswirkungen das Ganze hat, wird ihm erst bewusst, als es schon zu spät ist. Seine Ängste, dass ihm oder seiner Firma jemand auf die Schliche kommt, scheint jedoch unbegründet – bis eines Tages jemand vor seiner Tür steht, der das Ganze groß aufziehen möchte; und zwar in Deutschland. Hier wird der Geschichtslehrer Simon König in die ganze Sache verwickelt und findet sich plötzlich als "Anwärter" auf den Thron von Deutschland wieder. Ich finde es immer unglaublich, wie Andreas Eschbach fundierte Tatsachen so geschickt in seine fiktiven Geschichten einflicht, dass man am Ende glaubt: Ja, das könnte tatsächlich so gewesen sein! Anfangs musste ich mich ein bisschen durchbeißen, weil es viele Infos zum Thema Wahlpolitik und vor allem dem Programmieren und Manipulieren von Daten geht, alle Quellen dazu findet man in den Fußnoten. Trotzdem war es nicht langweilig und ein guter Aufbau zur Geschichte, die in Teil 2 dann so richtig Fahrt aufnimmt. Die Handlung gliedert sich in vier Teile 1 - Das Programm, das Vincent entwickelt 2 - Das Spiel, das in Deutschland damit beginnt 3 - Die Wahl, die das Programm herausfordert 4 - Der König, der das Spiel gewonnen hat Kurze Kapitel und die schnörkellose Schreibweise trösten schnell über die Detailverliebtheit weg, die der Autor hier vor allem in der ersten Hälfte auslebt. Für PC-Freaks sicher interessant, für mich ein aufschlussreicher Einblick. Der komplette erste Teil wird aus Vincents Perspektive beschrieben, ab dann wechseln sich die Sichtweisen ab. Ein weiterer Hauptprotagonist ist natürlich Simon König, Mitte 50 und Geschichtslehrer eines Gymnasiums. Durch eine unbedachte Aktion steht er plötzlich im Mittelpunkt eines Wahlkampfes zum König für Deutschland, der eigentlich für ganz andere Zwecke ins Leben gerufen worden war. Zusammen mit einem bunt zusammen gewürfelten Haufen junger "Rebellen" lebt er plötzlich einen Traum, den er so nie erwartet hatte. Eschbach greift hier wieder sehr gekonnt gesellschaftliche und politische Probleme auf, die sich durch die ganze Entwicklung von Bildung, Computer und Machtspielchen ziehen. Mich hat es auf jeden Fall fasziniert, obwohl, oder vielleicht gerade weil ich mich damit bisher kaum beschäftigt habe. Fazit Ein gelungenes Gedankenexperiment über die Möglichkeiten der Manipulation und der Glaubwürdigkeit der Reformen. Mit sympathisch echten Charakteren und einem unglaublich glaubwürdigen Clou, über den man erstmal nachdenken muss. © Aleshanee Weltenwanderer

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  • Ein typischer Eschbach - "Was wäre wenn?" - Gut durchdacht!

    Ein König für Deutschland

    Penelope1

    19. January 2015 um 09:42

    Was wäre wenn… ? Dieser Frage stellt sich Andreas Eschbach wieder einmal, dieses Mal in seinem Roman „Ein König für Deutschland“. Unvorstellbar eigentlich, dass es im Deutschland des 21. Jahrhunderts einen König geben soll – oder vielleicht doch nicht…? Für Lehrer Simon rückt diese Option auf einmal nah – ganz nah… Und je mehr er sich mit diesem Thema auseinandersetzt, umso mehr gefällt es ihm : die Welt verändern, oder wenigstens Deutschland – wer träumt nicht manchmal davon – und Simon soll nun also tatsächlich diese Macht erhalten – kaum vorstellbar. Möglich machen sollen es Wahlcomputer – Wahlmaschinen, die bereits des öfteren eingesetzt wurden, z.B. bei Wahlen in Amerika und Europa, und natürlich auch in Deutschland. Sie bieten viele Möglichkeiten, vereinfachen die Wahl, umso mehr in einer Zeit, in der ohne Technik kaum noch etwas zu funktionieren scheint… Doch die Technik hat auch ihre Tücken, ist nur so gut wie ihr Programm – und somit so gut wie der Programmierer. Und was, wenn sich hier Fehler einschleichen – unbewusst oder manipuliert? Eschbach „spielt“ die Situation durch, von Anfang bis zum Ende, wobei es mich immer wieder erstaunt, wie es ihm gelingt, am Ende wieder „die Kurve“ zur Realität zu halten. Auch wenn ich mir persönlich ein etwas ausführlicheres „Auflösen“ gewünscht hätte, so ist es auf jeden Fall schlüssig und rundet den Roman gekonnt ab. Zugegeben: Der Autor nimmt es sehr genau, er hat intensiv recherchiert und gerade im ersten Teil des Buches gibt es reichlich erklärende Fußnoten, die die beschriebenen Ereignisse untermauern und erläutern. Dies lenkt teilweise vom Roman-Geschehen ab, macht jedoch andererseits sehr nachdenklich und untermauert die dargestellten Gefahren, zeigt, dass das Szenario keine reine Fiktion ist, sondern uns näher ist als man zunächst glaubt… Fazit: Hochaktuell, gut recherchiert, durchdacht bis zum Ende, dabei spannend und fesselnd - ein typischer Eschbach!

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  • Rezension zu "Ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach

    Ein König für Deutschland

    Feli

    Ein König für Deutschland, wer kann sich so etwas in unserer heutigen Demokratie noch vorstellen? Simon König, Lehrer an einem Gymnasium, gerät durch seinen Sohn an ein Computer-Programm, mit welchem sich Wahlmaschinen manipulieren lassen. Doch als ihm das Programm geklaut wird, gerät seine Welt völlig aus den Fugen. Er lernt ein paar junge IT-Spezialisten kennen, mit welchen er zusammen eine frei erfundene Partei zur Wiedereinführung der Monarchie gründet, um eine mögliche Wahlmanipulation aufzuzeigen. Aber kann das gelingen? Wird es einen neuen König für Deutschland geben? Andreas Eschbach ist einer meiner Lieblingsautoren. Seine bisherigen Bücher haben mich immer in den Bann gezogen, so auch sein neuestes Werk "Ein König für Deutschland". Das erste Viertel zog sich ein wenig dahin, da Eschbach hier vor allem die Wahlen in den USA rund um Georg W. Bush und eine mögliche Wahlmanipulation beschreibt. Doch im Laufe des Romans wird klar, warum diese Vorgeschichte so lang und ausführlich sein muss. Eschbach macht in seinem Buch sehr stark darauf aufmerksam, wie manipulierbar doch eingesetzte Wahlcomputer sein können. Ein normaler Mensch könne sich gar nicht vorstellen, wie schnell Computerspezialisten so ein Programm hacken können, um eine Wahl zu manipulieren. In seinem Buch macht Eschbach Wahlmaschinen dafür verantwortlich, dass in den Präsidentschaftswahlen in den USA vor allem im Staat Florida so viele Probleme entstanden sind und unerwarteterweise Bush dort Wahlsieger und somit auch Präsident geworden ist. Dass eine Wahlmanipulation auch in Deutschland möglich ist, zeigt der Ortswechsel nach Deutschland, wo im Jahr 2009 die Wahlen zum Bundestag anstehen. Die rund um Simon König gegründete Monarchie-Partei nimmt Ausmaße an, die sich so keiner vorstellen konnte. Das Bundesverfassungsgericht hat zwar ein Gesetz verabschiedet, welches den Einsatz der derzeitigen Wahlcomputer verbietet, trotzdem aber eine Tür für neugestaltete Wahlmaschinen offen lässt. Damit die Demokratie auch eine Demokratie bleiben kann, bestärkt Eschbach vor allem in seinem Nachwort, dass auf gedruckte Wahlzettel zu keiner Zeit verzichtet werden könne. Andreas Eschbach hat mit "Ein König für Deutschland" ein aktuelles Problem aufgegriffen und spannend, interessant und brilliant dargestellt. Es ist toll, wie er immer wieder topaktuelle Themen in seinen Büchern verarbeitet, super zu lesen und für jeden zu empfehlen!

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    • 3

    Feli

    31. October 2014 um 13:45
    Arun schreibt Merke ich mir mal!

    Sehr gut! Eine gute Wahl! =D

  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. 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    • 2011
  • Zähes Werk über das Risiko von Wahlmaschinen

    Ein König für Deutschland

    Schlehenfee

    29. August 2014 um 12:05

    Simon König ist ein ganz normaler Lehrer in Deutschland, mit leichtem Hang zur Spießigkeit. Sein unehelicher Sohn ist Amerikaner, Hacker und daher öfters mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. In letzter Zeit läuft aber alles gut für Vincent, der nun als Programmierer arbeitet. Was sein Vater nicht weiß: Im Auftrag dubioser Regierungskreise hat Vincent ein Programm zur Manipulation von Wahlmaschinen geschrieben. Daher wird er nun von dem zwielichtigen „Magier“ Zantini und seinen Kumpanen bedroht und erpresst, die sich mit Hilfe der manipulierten Geräte zu Macht und Geld betrügen wollen. Eines Tages erhält Simon einen beunruhigenden Anruf seines Sohnes, der seinen beschaulichen Alltag völlig auf den Kopf stellt. Aus einer Idee wird eine Partei und Simon der nächste König für Deutschland. Ich mochte Andreas Eschbachs Roman „Ausgebrannt“ sehr, in dem er gekonnt Fakten und Fiktion vermischte, um uns eine Zukunft ohne Erdöl spannend darzustellen. Dies hatte ich mir auch von „Ein König für Deutschland“ erhofft. Als Aufhänger des Romans und als Inspiration diente Eschbach der Skandal um die Präsidentschaftswahlen 2000 in den USA, bei denen vor allem in Florida wochenlang Stimmen nachgezählt werden mussten und am Ende George W. Bush mit einem hauchdünnen Vorsprung als Sieger hervorging, obwohl sein Konkurrent Al Gore in Hochrechnungen und Prognosen klar vorne gelegen hatte. Die Vorgänge sind gut recherchiert und im Text selbst durch zahlreiche Fußnoten mit Quellenangaben hinterlegt. Leider blieben dabei mein Lesefluss und die Spannung auf der Strecke. Andere Passagen der Handlung waren wiederum flüssig zu lesen und interessant, vor allem Vincents Gedanken, als er sieht welch Schindluder mit seinem Programm getrieben wird und Simons Entwicklung vom biederen Lehrer zum „König“. Andreas Eschbachs Erfahrung als Programmierer wird in zahlreichen technischen Details deutlich, bei denen mir als Laie der Kopf schwirrte und ich nicht in allem folgen konnte. Was mir obendrein auffiel, ist der oberlehrerhafte Unterton, der aus Zeilen unterschwellig herauskam, so dass einem kaum eigene Interpretationsmöglichkeiten blieben. Eschbachs Meinung gegen Wahlcomputer und seine Hypothese eine Verschwörung bei der US-Wahl 2000 sind eindeutig. Natürlich sollte (und ist) bei mir wie jedem anderen Bürger Misstrauen gegen manipulierbare Geräte bei so etwas wichtigem wie Wahlen Voraussetzung sein. Mir gefiel nur nicht die Art und Weise, wie diese Botschaft an den Leser überbracht wurde. Positiv waren einige wenige Charaktere, vor allem Vincent, Simon und dessen Ex-Frau die Klatschreporterin. Aber die Rollenspiel- und Computerfreaks wirkten manchmal zu abgedreht und die Leichtgläubigkeit der Öffentlichkeit gegenüber Simons Partei zur Wiedereinführung der Monarchie zu aufgesetzt. Letztendlich bleibt die Frage, ob Eschbachs Roman nicht schon überholt ist, da das Verfassungsgericht mittlerweile den Einsatz von Wahlgeräten in Deutschland gestoppt hat. Auch wenn mich „Ein König für Deutschland“ größtenteils enttäuscht und wenig Interesse beim Lesen geweckt hat, werde ich sicherlich noch einige Romane von Andreas Eschbach lesen, denn die Art und Weise wie er Fakten mit Fiktion koppelt ist einzigartig und seine Zukunftsvisionen immer aufrüttelnd.

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  • Schon richtig gewählt?!

    Ein König für Deutschland

    Kirschbluetensommer

    "Ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach handelt von einem jungen Programmierer namens Vincent W. Merrit, der ein Computerprogramm im Auftrag eines US-Politikers schreibt, das die Wahlcomputer bei der nächsten Präsidentenwahl manipulieren soll. Einige Jahre später wird er von einem Italiener erpresst, nochmal ein ähnliches Programm zu schreiben, das dann in Deutschland verwendet werden soll. Um sich abzusichern schickt er eine Kopie des Programmes an seinen Vater, der in Deutschland lebt. Die CD wird dem Vater zwar kurz darauf gestohlen, aber durch seinen Sohn kommt der Vater, Simon König, in Kontakt mit anderen Computerfreaks. Zusammen entwickeln sie dann die Idee, die Manipulation auffliegen zu lassen, indem sie eine Partei gründen, die so absurd ist, dass niemand sie wählen würde. Und so entsteht die Partei "Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie" mit Simon König als neuem König für Deutschland. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Wer nicht so viel Ahnung von Computern hat, wird sich vielleicht bei den etwas ausführlichen Erklärungen der Programme langweilen. Das Buch baut auf Fakten auf und der Autor verwendet im gesamten Roman immer wieder Fußnoten, um diverse Behauptungen zu untermauern. Dadurch bekommt die Story eine sehr realistische Note. Andreas Eschbach schreibt in seinem Nachwort sinngemäß, dass mit diesem Werk auf die Gefahren von Wahlcomputern aufmerksam machen möchte. Seine Empfehlung an die Politik ist es, auch weiterhin Wahlen nur und ausschließlich über den bisherigen, erprobten und erfolgreichen Weg - nämlich Papier und Stift - durchzuführen. Teilweise ist die Geschichte auch durchschaubar, aber dennoch gibt es gerade auch gegen Ende noch die eine oder andere überraschende Wende. Mein Fazit jedenfalls ist: Ein tolles Buch, das gerade heute sehr aktuell ist und eindrücklich darstellt, wie leicht manipulierbar doch Computer und damit auch Wahlergebnisse sein können.

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    • 4
  • Warum ich immer Briefwahl mache

    Ein König für Deutschland

    Krimifee86

    19. March 2014 um 13:51

    Inhalt: Vincent Wayne Merrit, ein US-Amerikaner deutscher Abstammung, kann vielem widerstehen, aber keiner Herausforderung, seine Fähigkeiten als Programmierer unter Beweis zu stellen. Auch nicht, als er im Herbst 2000 beauftragt wird, mal eben ein Programm zu schreiben, mit dem man über Wahlcomputer abgegebene Stimmen fälschen könnte. Nur ein Prototyp, heißt es, zu Studienzwecken. Noch ahnt niemand, dass den USA die umstrittensten Präsidentschaftswahlen aller Zeiten bevorstehen. Kommt Vincents Programm zum Einsatz, um George W. Bush an die Macht zu bringen? Vincent weiß es nicht, aber die Hinweise mehren sich ... Acht Jahre später wird Vincent erpresst, noch einmal ein solches Programm zu schreiben. Um sich abzusichern, schickt er alles heikle Material nach Deutschland, zu seinem Vater Simon König. Bloß versteht der nichts von Computern und begreift deshalb erst, als er mit ein paar jungen Computerfreaks und Wahlcomputergegnern zusammenkommt, was das alles bedeutet. Gemeinsam entwickeln sie den Plan, eine Partei zu gründen, damit die Wahlen zu gewinnen und auf diese Weise die Gefährlichkeit von Wahlmaschinen zu entlarven. Und was könnte absurder sein als eine Partei zur Wiedereinführung der Monarchie? Es kommt, wie es kommen muss: Simon König gewinnt. Doch warum den Schwindel aufdecken? Warum nicht wirklich König von Deutschland werden? Cover: Das Cover finde ich super. Es zeigt eine abgewandelte Form des Bundesadlers mit einer Krone auf dem Kopf und stellt damit genau den Inhalt des Buchs dar. Für mich absolut ein Cover wie es sein sollte, es passt zum Buch und ist zugleich noch auffällig und witzig. Schreibstil: Tja, leider für mich das größte Manko des Buchs – der Schreibstils des Autors. Schade drum, aber ich persönlich brauche bei Büchern von Eschbach immer unglaublich lange, bis ich wirklich in die Geschichte rein komme. Das liegt daran, dass er arg wissenschaftlich schreibt und es mir manchmal so vorkommt, als würde ich gerade einen Beitrag in irgendeiner Fachzeitschrift lesen. Auch die Fußnoten empfinde ich in meinem Lesefluss als extrem störend, so etwas gehört für mich einfach nicht in die normale Unterhaltungsliteratur, sondern nur in wissenschaftliche Abhandlungen. Davon abgesehen hat es Eschbach auch nicht richtig geschafft, mir die Charaktere näher zu bringen. Einzig Simon habe ich irgendwann zu lieben gelernt, alle anderen – selbst Vincent – blieben für mich blass und ohne jede Emotion. Die Story: Wie heißt es so schön zu Beginn des Buchs? Wahlen werden nicht von denjenigen entschieden, die ihre Kreuzchen machen, sondern von denjenigen die, die Stimmen auszählen (frei wieder gegeben). Aber das ist im Endeffekt das Thema des Buchs und für mich wahnsinnig spannend: Wahlmanipulation. Ich fand es wirklich aufregend mitzuverfolgen, wie man eine Wahl manipulieren kann und was eine solche Manipulation für Folgen haben kann – wie zum Beispiel einen König für Deutschland. Gerade jetzt im Nachgang zu den Bundestagswahlen, die ich dieses Jahr sehr intensiv und hautnah verfolgen konnte und durfte für mich eine wirklich gut gelungene Story. Fazit: Am Anfang hatte ich Probleme, in die Geschichte hineinzufinden und auch das Ende hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Weil der Mittelteil aber wirklich grandios war und ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe, gibt es von mir vier Punkte. Ein bisschen weniger Wissenschaft hätte dem Buch meiner Meinung nach gut getan, denn wenn ich wissenschaftliche Abhandlungen lesen möchte, gehe ich zur Bundeszentrale für Politische Bildung.

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  • WAS WÄRE WENN...

    Ein König für Deutschland

    MamaBuecherschrank

    10. March 2014 um 21:44

    ... ein ganzes Volk sich dazu entscheidet, zur Monarchie zurück zu kehren?  Vincent ist ein verurteilter Hacker, der es einfach nicht lassen kann. Gerade das macht ihn erpressbar. So wird er dazu gezwungen, ein Programm zu scheiben, mit dem man Wahlcomputer manipulieren kann. Seine Auftraggeber fälschen damit die Wahl des amerikanischen Präsidenten. Aber damit geben sie sich nicht zufrieden und zwingen Vincent, weiter zu machen. Dem gelingt die Flucht, und weil er keinen sicheren Ort für das Programm kennt schickt er es an seinen leiblichen Vater in Deutschland, den er noch nie gesehen hat. So landet das brisante Programm bei dem Lehrer Simon König, der auch noch dazu gezwungen wird, es einzusetzen. Um den Betrug offensichtlich zu machen erfindet er eine Partei, die kein vernünftiger Mensch wählen würde: die VWM (Volkspartei zur Wiedereinführung der Monarchie)Aber die Sache entwickelt eine ungeahnte Eigendynamik...  Bisher war ich von Eschbach nur knallharte Thriller gewohnt. Hier zeigt er sich von seiner zynisch-ironischen Seite, und die gefällt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sicher ist die Handlung so völlig unrealistisch, aber die Brisanz und Aktualität des Themas ist nicht von der Hand zu weisen. Ich würde diesen Roman nicht als Thriller sondern eher als Satire einstufen, aber empfehlenswert ist er auf jeden Fall.

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  • Super!

    Ein König für Deutschland

    Hallorin

    04. May 2013 um 11:07

    Eschbach wie immer: genial, umfassend recherchiert, aktuell, spannend und witzig - ich habe mich wahrhaft KÖNIG-lich amüsiert bei dieser Lektüre ;) Ich kann mich einigen Vorrednern, die den Roman langatmig und die Fußnoten ablenkend fanden, kein bißchen anschließen. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich selbst Programmierer bin und daher meine Affinität zum Thema von Haus aus hoch ist. Zwar bin ich kein Überflieger wie Root oder Vincent (ich kann keinen Virus aus dem Kopf programmieren, ich fürchte, ich kann überhaupt keinen Virus programmieren...), aber ich habe genügend Sachverstand, um das Grundthema des Buches voll und ganz zu unterstützen: Wahlcomputer sind absolut überflüssig!

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  • Ein schlagender Beweis gegen Hörbücher!

    Ein König für Deutschland

    Sonnenwind

    30. April 2013 um 19:58

    Dieses Buch habe ich schon lange. Ich kaufe alle Eschbachs, sobald sie erscheinen. Nur fiel dieses in meine Hörbuch-Testphase, und deshalb habe ich es als Hörbuch gekauft. Und war ziemlich enttäuscht. Schlecht war auch das natürlich nicht, aber bei weitem nicht die gewohnte Eschbach-Qualität, wo einen das Thema so packt, daß man über Wochen nicht davon loskommt. Als ich mir dann später eBook und Print gekauft habe, hatte ich lange keinen Mut anzufangen, weil ich dachte, das ist jetzt das erste Buch, wo sich die Qualität einfach nicht auf dem gewohnten Level findet. Und siehe da: Ich muß bekennen, ich habe mich getäuscht! Das Hörbuch ist in erschreckender Weise gekürzt - es beginnt auf Seite 137 im Buch. Die ganze Heranführung ans Thema ist unterschlagen worden, übrig geblieben ist eine recht nette Geschichte, aus der man entnehmen kann, daß Wahlcomputer was Schlechtes sind. Aber das Ganze bewegt sich weit von dem ansonsten selten erreichten Schreibstil von Andreas Eschbach. Aber nun das Buch! Super! Genial! Das Infotainment, was mich bei Eschbach-Büchern so fasziniert, ist hier genauso beeindruckend wie immer. Das Thema gewinnt eine Brisanz, wie man es nur bei wenigen Autoren findet. Ich kann also noch immer bei der Aussage bleiben: Eschbach lohnt sich immer! Es müßte bestraft werden, seine Bücher zu kürzen. Das Buch setzt ein bei den Wahlen von George W. Bush, die ja bis heute das "G'schmäckle" - wie die Schwaben sagen - der Manipulation tragen. Das Ganze wird ansprechend verpackt in eine spannende Geschichte um einen jungen Computerfreak, der ein Programm geschrieben hat, das Wahlcomputer manipulieren kann. Um einige Ecken wird das dann in Deutschland bei der Bundestagswahl 2009 eingesetzt. Um zu beweisen, daß betrogen wird, gründen einige Computer-Fachleute eine Partei zur Wiedereinführung der Monarchie. Und die gewinnt aufgrund dieser Manipulationen die Wahl mit Zweidrittelmehrheit! Schlüssig aufgebaute, spannende und informative Story über die generelle Einstellung gegenüber Computern. Wir sind so daran gewöhnt, uns der Helferlein zu bedienen, daß wir es oft sträflich vernachlässigen, uns Gedanken über die Hintergründe zu machen. Das hat ein Ende, wenn man dieses Buch gelesen hat. Absolute Leseempfehlung für alle, die nicht nur die Zeit totschlagen wollen, sondern Bücher lesen, die Zusammenhänge verdeutlichen und einem die Augen öffnen für Dinge, die man leicht übersieht. Aber gleichzeitig: Deutliche Warnung vor dem Hörbuch! Sträflich gekürzt und jeglicher Finesse beraubt!

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