Herr aller Dinge

von Andreas Eschbach 
4,3 Sterne bei257 Bewertungen
Herr aller Dinge
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Positiv (217):
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Ich habe "Herr aller Dinge" als Hörbuch gehört. Und mit knappen 24h Hörzeit, ist dieses Hörbuch ein richtiger Wälzer...aber ein guter!

Kritisch (10):
DeansImpalas avatar

Für meinen Geschmack etwas zu langatmig.

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Inhaltsangabe zu "Herr aller Dinge"

Zwei Kinder aus zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters in Tokio, und Hiroshi, der Sohn der Wäscherin. Sie begegnen sich im Alter von zehn Jahren und freunden sich an, obwohl die Eltern den Kontakt missbilligen. Zu unüberwindbar seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagen sie - und bringen Hiroshi damit auf eine ebenso einfache wie geniale Idee. Die Wege der Freunde trennen sich, führen Jahre später wieder zusammen und trennen sich erneut. Die ganze Zeit über verfolgt Hiroshi nur ein Ziel: die Umsetzung seines Planes zur Überwindung aller sozialen Unterschiede. Denn nur so, glaubt er, kann er Charlottes Liebe gewinnen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404168330
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:704 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:20.09.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.09.2011 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Wolfsregenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe "Herr aller Dinge" als Hörbuch gehört. Und mit knappen 24h Hörzeit, ist dieses Hörbuch ein richtiger Wälzer...aber ein guter!
    Hörbuch-gelesen von Sascha Rotermund

    So, dies ist meine erste Rezension über Lovelybooks.

    Zudem wird dies eine Hörbuchrezension, das Buch selbst steht bzw. stand schon ewig ungelesen in meinem Regal.


    Sascha Rotermund ist ein großartiger Vorleser und schafft es mit seiner Stimme immer wieder, mich zu fesseln und mit zu nehmen auf eine Reise durch die Welt, die Zeit und die Geschichte zweier Menschen.

    Zwischen den Sequenzen des Hörbuchs wird recht eindrucksvolle Musik eingespielt, die sowohl Spannung schafft, als auch aufrecht erhält. Nach den Musikstücken erfolgt meist ein Charakterwechsel oder Szenenwechsel, was mir gut gefallen hat.

    Kurz gesagt geht es in Herr aller Dinge um einen Jungen namens Hiroshi und ein Mädchen mit Namen Charlotte, deren Schicksale auf ewig verbunden zu sein scheinen in Hiroshis Ziel, alle Menschen reich zu machen.

    Dieses erklärte Ziel des jungen Hiroshi, geplant in Tokio, bildet den roten Faden der Geschichte und wird in den erzählten Lebensgeschichten von Hiroshi und Charlotte immer wieder auf gegriffen.

    Die Thematik, so spannend sie auch ist, beherrscht die Geschichte nicht.

    Vielmehr scheint es in diesem Buch um den Lebensweg zweier Menschen zu gehen, welche sich immer und immer wieder, über die ganze Welt hinweg verteilt, zu treffen vermögen.

    Die Lösung, welche Hiroshi sich ausdenkt, um alle Menschen reich zu machen, ist gut recherchiert, ebenso und vor allem, die Probleme, welche seine Idee mit sich bringt.


    Das Ende das Buches dann, hat mir leider nicht mehr so gut gefallen wie die Geschichte an sich, auch wenn es nur all zu verständlich war.

    In allem, finde ich, ein hervorragendes Werk, welches sich trotz der enormen Länge zu hören gelohnt hat und bei welchem mir zu keiner Zeit langweilig war.

    Ich würde Autor als auch Vorleser weiter empfehlen.

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    Kristin84s avatar
    Kristin84vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das "Hauptthema" kam in dem Buch irgendwie zu kurz. Wahrscheinlich weil die Nebenhandlung definitiv zu viele Seiten in Anspruch genommen hat
    Irgendwie am Thema vorbeigeschrieben

    Zum Inhalt: 

    Hiroshi, ein kleiner Junge aus ärmlichen Verhältnissen, hat einen großen Traum: Er will dafür sorgen, dass in der Zukunft alle Menschen gleich reich sind. Niemand soll mehr hungern, sozialen Unterschiede wären passé. Für die Verwirklichung seines Traums arbeitet er hart und gibt nicht auf. Wird er es schaffen? Kann er allen Widrigkeiten trotzen und seinen Traum in die Wirklichkeit umsetzen?  


    Meine Meinung: 

    Mein erster Andreas Eschbach! Bisher habe ich von dem Autor noch nichts gelesen und war daher schon ein wenig gespannt, wie er so schreibt. Der Schreibstil selbst war zu Beginn  des Buches ganz angenehm, da er irgendwie eine ruhige Art hatte, die Story zu erzählen und Dinge zu beschreiben. Ich als Leser hatte also zu Beginn des Buches das Gefühl, dass der Autor mich sanft in die Geschichte hineinführen möchte, bevor es dann später turbulent wird - was man ja irgendwie bei der Kurzbeschreibung erwartet. Nur irgendwie hat der Autor vergessen zum richtigen Zeitpunkt in den Roman ein wenig Spannung und Action aufzunehmen. Wenn ich ehrlich bin, passiert in der ersten Hälfte des Buches so gut wie gar nichts. Es kommt keine Spannung auf und man fragt sich eigentlich, was dieses Buch mit der Kurzbeschreibung auf dem Umschlag zu tun hat. Klar es kommt immer wieder das Thema auf, dass der Hauptcharakter Hiroshi die Idee hat, dass alle Menschen in der Zukunft gleich reich sein sollten. Aber dieses - in meinem Augen - eigentliche Hauptthema wird auf den ersten 300 Seiten nicht wirklich thematisiert. Man liest eigentlich nur wie Hiroshi und die Botschaftertochter Charlotte älter bzw. erwachsen werden und sich ihre Wege immer wieder kreuzen. Dieser Abschnitt des Buches ist nicht schlecht geschrieben und auch angenehm zu lesen, aber es hat in meinen Augen nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Thema zu tun! Man wartet beim Lesen regelrecht darauf, dass Hiroshi endlich offenbart, welche tolle Idee er hat. Manchmal hatte ich beim Lesen wirklich das Gefühl, dass der Autor gar nicht weiß, wie die Idee aussieht und versucht, den Leser hinzuhalten, bis ihm was einfällt. Dadurch zog sich die Geschichte natürlich und ich habe immer mal wieder das Buch weggelegt und Lesepause eingelegt, weil einfach nichts passiert ist.  


    Anscheinend nach der Hälfte des Buches ist dem Autor dann eingefallen, wie er die Idee, das alle Menschen gleich reich sein sollten, umsetzen kann und präsentiere sie dem Leser. Am Anfang fand ich sie auch nachvollziehbar, wenn auch irgendwo nicht ganz 100%ig durchdacht. Aber okay, es war ein Anfang. Doch dann ging es los, dass der Autor mit technischen Fachbegriffen nur so um sich schmiss, die ich als technischer Laie so gar nicht verstanden habe und mich teilweise auch langweilten. Ich weiß nicht, ob Andreas Eschbach in seinen anderen Büchern auch so technikaffin ist. Wenn ja, dann sind seine Bücher wohl eher nichts für mich. Als ich dann über die ganzen technischen Einzelheiten hinweg war, war ich gespannt, wie der Autor die Geschichte weiter spinnt, denn da lagen noch ein paar Seiten vor mir. Was dann kam, war für mich einfach too much. Ich kann nicht sagen was es war, um euch nicht zu spoilern, aber die Geschichte bekam dann ein Wendung, bei der ich nur den Kopf schütteln konnte und mir gedacht habe: "Was soll das?". Es hat in meinen Augen absolut nichts in dem Buch verloren und hat mich in meiner Vermutung bestätigt, dass der Autor am Anfang des Buches eigentlich selbst nicht gewusst hat, wo die Reise hingeht. Beim Schreiben sind ihm dann wohl ein paar Dinge eingefallen, die man ja mit in das Buch aufnehmen könnte - ob es passt oder nicht, ist egal, sie werden trotzdem reingeschrieben. 


    Für mich war dieses Buch eine Reise durch mehrere Genre, von Lovestory über Thriller bis Science-Fiction, wobei es für mich nicht so aussah, als wäre dies so gewollt. Der Autor konnte sich meiner Meinung nach nicht entscheiden, was er eigentlich schreiben möchte. Meinen Geschmack hat er mit diesem Buch definitiv nicht getroffen und ich bin derzeit noch unschlüssig, ob ich einem anderen Buch von Andreas Eschbach eine Chance geben sollte.  


    Mein Fazit: 

    Eine gerade Linie, wo die Story hinführen sollte, und weniger Seiten hätten dem Buch wirklich gut getan.

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    RickysBuchgeplauders avatar
    RickysBuchgeplaudervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht schlecht aber auch nicht überragend
    Nicht schlecht aber auch nicht überragend

    Rezension
    Herr aller Dinge von Andreas Eschbach
    Genre: Dystopie/ Science-Fiction
    Seiten: 689
    Verlag: Bastei Lübbe
    Klappentext:
    Zwei Kinder aus zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters in Tokio, und Hiroshi, der Sohn der Wäscherin. Sie begegnen sich im Alter von zehn Jahren und freunden sich an, obwohl die Eltern den Kontakt missbilligen. Zu unüberwindbar seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagen sie - und bringen Hiroshi damit auf eine ebenso einfache wie geniale Idee. Die Wege der Freunde trennen sich, führen Jahre später wieder zusammen und trennen sich erneut. Die ganze Zeit über verfolgt Hiroshi nur ein Ziel: die Umsetzung seines Planes zur Überwindung aller sozialen Unterschiede. Denn nur so, glaubt er, kann er Charlottes Liebe gewinnen.
    Meine Meinung:
    Geschichte:
    Der Schreibstil ist angenehm und sehr ruhig gehalten. Die Geschichte habe ich sehr interessant gefunden und auch die Grundidee war sehr interessant. Leider gab es öfter mal unnötige Längen, die mich eher irritiert haben. Irgendwie hat es der Geschichte an Spannung gefehlt, die erst gegen Ende gekommen ist.
    Hier gibt es 3 von 5 Gryffindor – Punkten
    Charaktere:
    Hiroshi war irgendwie sehr sympathisch und zu Anfang sehr bemitleidenswert. Er hat sich während der Geschichte stark verändert und seine Besessenheit wurde schlimmer. Charlotte war mir ein wenig suspekt. Sie kam mir sehr verloren vor und ich hatte das Gefühl, dass sie alles dafür getan hat um unglücklich sein. Die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet.
    Hier gibt es 2 von 2 Hufflepuff – Punkten
    Emotionen:
    Die Emotionen kamen eher spärlich rüber. Man hatte mit Hiroshi Mitleid, Charlotte war eigenartig und die Besessenheit konnte man irgendwie nachvollziehen aber das war es auch schon.
    Hier gibt es 1 von 2 Slytherin – Punkten
    Aufmachung/ Design:
    Wenn man mir das Buch nicht ausdrücklich empfohlen hätte, hätte ich es nicht gekauft. Das Cover trifft absolut nicht meinen Geschmack, dennoch passt es hervorragend zu der Geschichte.
    Hier gibt es 1 von 1 Ravenclaw – Punkten
    Fazit:
    Die Geschichte war ganz ok, aber nichts was mich vollkommen begeistert hätte.
    Insgesamt gibt es: 7 von 10 Buchplaudis

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Technik, Roboter und Wirtschaft
    Technik, Roboter und Wirtschaft

    Zunächst möchte ich auf das Cover eingehen. Es ist silber-gold gehalten und es ist eine Europa-Karte zu sehen. Irgendwie kam mir die Aufmachung bekannt vor und nach einiger Grübelei wusste ich auch woher: Die Euro-Münzen. Das Buch ist also wie eine Euro-Münze gestaltet, was mich begeistert hat, weil es extrem gut zur Geschichte und zum Inhalt dieses Buches passt. 
    Die Idee hinter dem Buch ist sehr gut und es wird ein sehr aktuelles Thema angesprochen, das wohl zu jeder Zeit aktuell sein könnte. Die Schere zwischen Arm und Reich ist auf der Welt sehr groß, nicht nur zwischen verschiedenen Ländern, sondern auch innerhalb der einzelnen Staaten. Meiner Meinung nach ist es somit eines der größten Probleme, die die Menschheit hat. 
    So sehr mir die Idee hinter dem Buch und die Aktualität der Thematik gefallen haben, war ich doch etwas von der Umsetzung enttäuscht. 
    Das Buch ist in Kapitel mit Unterkapitel geteilt und trotzdem tauchen immer wieder zeitliche und örtliche Sprünge auf, die mich als Leser verwirrt haben und ich immer erst einmal nicht wusste, wo und wann wir uns befinden. Das Buch beginnt in der Kindheit von Hiroshi und seiner Freundin Charlotte und springt dann immer mal ein paar Jahre vor - auch außerhalb der Kapiteluntergliederung. Das hat mir nicht gefallen, weil es die Handlung immer wieder unterbrochen hat und ich mich neu zurecht finden musste.
    Über lange Strecken des Buches wird die Erfindung von Hirsohi erklärt, was viele technische Details vor allem im speziellen Themenbereich der Nanotechnologie beinhaltet. Des Weiteren spielen Wirtschaft, Technik, Roboter und Paläoanthropologie eine große Rolle. Das fand ich zwar teilweise sehr interessant, wurde mir dann aber doch zu viel, wenn über viele Seiten hinweg Dinge erklärt wurden, die mir mit der Zeit langweilig und unverständlich wurden.
    Sehr schön dagegen fand ich, dass einem die japanische Kultur ein bisschen näher gebracht wird. So erfährt man z. B., dass in Japan der Schuljahreswechsel nicht im Sommer, sondern im April stattfindet. 
    Insgesamt hat mir die Idee hinter der Geschichte gefallen, die für meinen Geschmack aber zu detailliert mit technischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen umgesetzt wurde. Ich kann das Buch auf jeden Fall all denen empfehlen, die sich mit Technik, Robotern und Wirtschaft ein bisschen auskennen bzw. die das interessiert und die sich in diesem Themengebiet weiterbilden möchten.
    Mir war es ein bisschen zu viel davon und deswegen gibt es - trotzdem gute - drei Sterne von mir.

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    Laralinavor einem Jahr
    Herr aller Ideen

    "Herr aller Dinge"-  mit diesem Buch beweist Eschenbach (der mir bis dahin völlig unbekannt war) welch ein Talent er sowohl für die Sprache als auch für die Charakterzeichnung der Figuren hat. Die Idee ist Genial und völlig neuartig, zumindest habe ich vorher noch nichts derartiges gelesen. Ich geriet durch Zufall an dieses Buch, muss aber zugeben, daß es mich sehr wohl zum nachdenken angeregt hat. Nach "Herr aller Dinge" habe sehr lange und intensiv über die Bedeutung von Reichtum bzw Geld nachgedacht. Für mich zeigt Andreas Eschenbach allein damit das einem dieses Buch noch nach Jahren im Gedächtnis bleibt, wer der "Herr aller Ideen" ist.

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    Karsten_Gebhardts avatar
    Karsten_Gebhardtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Titel genial, Sprache super, Inhalt klasse, Ende sensationell!
    Bester Eschbach ever!

    Für mich ist das eines der besten Bücher von Andreas Eschbach. Warum? Weil er in diesem Buch den Mut zu einem richtigen – und nicht offenen (wie in einigen anderen seiner Bücher, z.B. Eine Billion Dollar, Ausgebrannt, Ein König für Deutschland) – Ende hatte. 

    Ich bin ein großer Fan von Andreas Eschbach, habe nahezu alle Bücher von ihm (teils mehrfach) gelesen, ehrlich gesagt: verschlungen.

    Zum Buch: Teilweise fand ich es zunächst langatmig, dennoch sensationell. Auf sowas muss man erst mal kommen! Die Auflösung am Ende ist nahezu fantastisch. Die Kindergeschichte zu Beginn, wie Charlotte und Hiroshi sich kennenlernen, fand ich genial als Einstieg. Im Mittelteil wird es wie gesagt etwas langatmig. Aus meiner Sicht gibt Eschbach zu viele Erklärungen ab zu Techniken, Funktionsweisen usw.  Das ist zwar nicht tragisch, kann man ja überblättern, das Phänomen allerdings ist, dass man trotz Überblättern den Faden nicht verliert. Ergo wären das (für mich) überflüssige Informationen. Für „richtig“ schlaue Leser sind sie natürlich ein verlockendes Angebot.

    Ab der Reise Charlottes zu der Insel wird es einfach atemberaubend: klar, fetzige Spannungsbögen!

    Die Aufklärung später ist für mich eine wirklich geniale Idee Eschbachs. Ganz große Fiktion!!!

    Ich kann das Buch allen Eschbach-Fans und überhaupt allen Sci-Fi-Fans nur aller wärmstens empfehlen.  

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    NicolePs avatar
    NicolePvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wer dieses Genre mag, sollte sich den Roman nicht entgegen lassen.
    Herr aller Dinge

    Hiroshi lebt mit seiner Mutter in Tokio. Sie arbeitet in der Französischen Botschaft. Von seinem Fenster aus hat Hiroshi einen Blick in den Garten der Botschaft. Dort entdeckt er eines Tages ein Mädchen, Charlotte, die Tochter des Botschafters. Die beiden lernen sich kennen und bekommen den sozialen Unterschied zu spüren.

    Hiroshi hat schon als Kind eine Idee, wie der Unterschied zwischen Arm und Reich aufgehoben werden könnte. Er glaubt, dass es in einer Welt, in der niemand mehr arbeiten muss und somit auch niemand mehr Geld braucht, es keinen Unterschied mehr geben wird. Diese Idee wird Hiroshi nicht mehr loslassen. Jahre später erinnert er sich an diese Kindheitsidee. Als Experte in der Robotertechnik versucht er, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

    Charlotte begleitet eine Expedition ins „ewige Eis“ nach Russland. Auf einer Insel zieht sich das Eis zurück und Wissenschaftler wollen herausfinden, welchen Einfluss die Klimaerwärmung auf die Insel hat. Was sie allerdings auf dieser Insel finden werden, konnte sich niemand vorstellen.

    In „Herr aller Dinge“ begleitet der Leser Hiroshi und Charlotte von ihrer Kindheit an. Was als harmlose Idee eines kleinen Jungen aus einfachsten Verhältnissen begann, entwickelt sich mit den Jahren zu einer Erfindung, die die Welt verändern wird. Während Hiroshi hartnäckig sein Ziel verfolgt, trifft er immer wieder auf Charlotte.

    Andreas Eschbach schafft es, dass die Geschichte um Hiroshi und Charlotte von Beginn an einen Spannungsbogen aufbaut, der – abgesehen von wenigen etwas „langatmigen“ Stellen – konstant bleibt. Von Kapitel zu Kapitel stellen sich neue Fragen ein. Offen bleibt auch, was die im Klappentext genannte “hochentwickelte Zivilisation“ genau war. Wo kamen sie her, wer waren sie und was taten sie, dass heute niemand mehr von ihrer Existenz weiß?

    Wer dieses Genre mag, sollte sich den Roman nicht entgegen lassen. Er regt auch zum Nachdenken darüber an, was passieren könnte, wenn Dinge außer Kontrolle geraten. Auch gut gemeinte Ideen, die eigentlich helfen sollten, können ungeahnte Ausmaße annehmen.

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 2 Jahren
    was hätte sein können...

    Wow - was für ein Werk! Die erste Hälfte des Buches ist mitnichten mit Science-Fiction-Elementen gespickt und dennoch: Von der ersten bis zur letzten Seite ist es ein Meisterwerk geworden. Es beweist auch, dass der Schriftsteller nicht nur auf dieses Genre reduziert werden darf, da sind Spannung, Dramatik, Emotionen im Überfluss. Hiroshi hat als kleiner Junge den Traum, alle Menschen reich zu machen, welchen er seiner Freundin, die aus besseren Verhältnissen stammt, mitteilt. Eine mystische, magische Verbindung der beiden entsteht und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Das allein ist schon überaus erstaunlich für eine SF-Geschichte. Nachdem Hiroshi mehr oder weniger zufällig eine Technologie in die Hände fällt, die seinen Traum wahr werden lassen könnte, verändert sich der Roman in einen Nanotechnik-Thriller mit immer wieder überraschenden Wendungen mit oder ohne Happy End? Diese Einschätzung bleibt dem Leser überlassen. Wird es Hiroshi gelingen, die Technik zu kontrollieren? Wird er mit Charlotte zusammenkommen? Ein unfassbar komplexer und dichter SF-Roman, der mich nachhaltig beeindruckt hat und zeigt, dass man dieses Genre nicht auf wenige Elemente reduzieren darf und muss. Absolut phantastisch!

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    P_Gandalfs avatar
    P_Gandalfvor 2 Jahren
    Spannender Roman um die Nano-Technologie

    Eschbach beschreibt auf intelligente Art und Weise, welcher Segen und welcher Fluch aus der Nutzung von Nano-Robotern entstehen könnte. 
    Die Geschichte ist als Lebensgeschichte von Charlotte und Hiroshi verpackt, die sich als Kinder kennenlernen und sich im Laufe ihrer Leben immer wieder mehr oder weniger zufällig begegnen. Eschbach baut daraus eine Love-Story auf, was ungewöhnlich ist.
    Hiroshi begleiten wir von der Idee, die Unterschiede zwischen Arm und Reich aufzuheben bis zur Erkenntnis, welche destruktive Macht Nano-Roboter haben können.
    Einzig das Ende ist meiner Meinung zu idealistisch. Wenn der "Ur-Assembler" schon einmal erfunden wurde, wird die Vernichtung des Wissens niemanden davon abhalten, irgendwann einen solchen erneut zu erfinden.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 2 Jahren
    Mit viel Geduld ...

    Hiroshi hat schon als Kind eine Idee: Die Unterschiede zwischen arm und reich zu beseitigen, sodass jeder reich sein kann. Was als kleines Gedankenspiel beginnt, endet in einer Erfindung, die dem Ziel sehr nahe kommt. Der erwachsene Hiroshi arbeitet mit der Nanotechnik, erfährt viel, entwickelt viel und erfindet eben das, was natürlich auch in sein totales Gegenteil verkehrt werden kann. Dabei kommt er einem Geheimnis von ungeheurer Tragweite auf die Spur. Das allerdings auch von einem großen Verbrechen zeugt.
    Andreas Eschbach ist natürlich als versierter Schriftsteller unumstritten. Außerdem verfügt er über ein hohes Maß an Phantasie und Sachkunde. Und genau die wird diesem Roman zum Verhängnis, denn um seinen komplexen Inhalt gerecht zu werden, muss Eschbach tief in die Kiste wissenschaftlicher Erkenntnisse greifen und das geht nur über seitenlange physikalische Abhandlungen, die ein Fachmann ganz sicher nachvollziehen kann, den Durchschnittsleser aber einfach nur dazu bringt, Seiten zu überblättern, weil er eben die ganze Physik nicht versteht oder verstehen will. Trotzdem leidet die Story nicht so darunter, als wäre ein langjähriges Studim notwendig, sie begreifen zu können. Aber es wird zäh, zumal auf den fast 700 Seiten dann auch nicht so viel passiert. Einige Konfrontationen, einige kleinere Scharmützel, ein wenig Romantik und Liebe darf natürlich nicht fehlen. Schon recht früh wird klar, wie das Ganze endet, nur der Weg dorthin ist halbwegs offen. Die Spannungsbögen sind behutsam, ein richtiger Peak will sich nicht aufbauen und es gibt nur ganz wenige Absätze im Buch, bei denen man unbedingt weiterlesen will.
    Ein gutes Thema, gut recherchiert, gut erzählt, aber das Entscheidende fehlt - man fühlt sich nicht von dem Roman gefangen. Es dauert, bis man ihn gelesen hat, er ist trotz seiner aktuellen Bezüge einfach zu langatmig, ihm fehlt das Zwingende. Freunde des schnellen Lesens sollten sich überlegen, ob sie diese 700 Seiten in Angriff nehmen. Interessant ist das Thema allemal, nur die Etikettierung als Thriller ist natürlich etwas zwiespältig.

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