Andreas Eschbach Herr aller Dinge

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Inhaltsangabe zu „Herr aller Dinge“ von Andreas Eschbach

Zwei Kinder aus zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters in Tokio, und Hiroshi, der Sohn der Wäscherin. Sie begegnen sich im Alter von zehn Jahren und freunden sich an, obwohl die Eltern den Kontakt missbilligen. Zu unüberwindbar seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagen sie - und bringen Hiroshi damit auf eine ebenso einfache wie geniale Idee. Die Wege der Freunde trennen sich, führen Jahre später wieder zusammen und trennen sich erneut. Die ganze Zeit über verfolgt Hiroshi nur ein Ziel: die Umsetzung seines Planes zur Überwindung aller sozialen Unterschiede. Denn nur so, glaubt er, kann er Charlottes Liebe gewinnen.

Nicht schlecht aber auch nicht überragend

— RickysBuchgeplauder

Technik, Roboter und Wirtschaft

— MellisBuchleben

Titel genial, Sprache super, Inhalt klasse, Ende sensationell!

— Karsten_Gebhardt

Eigentlich 3, 5 Sterne, da das Buch etliche Längen hat.

— Felidae65

Ein typischer Eschbach mit coolen High-Tech Verschwörungen. Leider etwas zu langatmig.

— DramaturgiaBlog

Wer dieses Genre mag, sollte sich den Roman nicht entgegen lassen.

— NicoleP

Für meinen Geschmack etwas zu langatmig.

— DeansImpala

Der Autor muss eine Wahnsinnsphantasie haben! Das meine ich positiv - ein Roman für alle, die sich mit ein bisschen Sci-Fi anfreunden können

— yesterday

Meisterhaft! Bin begeistert, flüssiger Schreibstil, unvorhersehbare Wendungen. Ein Must-Read. So viele Fragen: "was wäre wenn...?".

— Loki_Laufeyson

Eine großartige Idee und eine spannende Geschichte. Für mich persönlich etwas zu traurig und düster.

— Sajon

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  • Nicht schlecht aber auch nicht überragend

    Herr aller Dinge

    RickysBuchgeplauder

    16. October 2017 um 19:36

    RezensionHerr aller Dinge von Andreas EschbachGenre: Dystopie/ Science-FictionSeiten: 689Verlag: Bastei LübbeKlappentext:Zwei Kinder aus zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters in Tokio, und Hiroshi, der Sohn der Wäscherin. Sie begegnen sich im Alter von zehn Jahren und freunden sich an, obwohl die Eltern den Kontakt missbilligen. Zu unüberwindbar seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagen sie - und bringen Hiroshi damit auf eine ebenso einfache wie geniale Idee. Die Wege der Freunde trennen sich, führen Jahre später wieder zusammen und trennen sich erneut. Die ganze Zeit über verfolgt Hiroshi nur ein Ziel: die Umsetzung seines Planes zur Überwindung aller sozialen Unterschiede. Denn nur so, glaubt er, kann er Charlottes Liebe gewinnen.Meine Meinung:Geschichte:Der Schreibstil ist angenehm und sehr ruhig gehalten. Die Geschichte habe ich sehr interessant gefunden und auch die Grundidee war sehr interessant. Leider gab es öfter mal unnötige Längen, die mich eher irritiert haben. Irgendwie hat es der Geschichte an Spannung gefehlt, die erst gegen Ende gekommen ist. Hier gibt es 3 von 5 Gryffindor – PunktenCharaktere:Hiroshi war irgendwie sehr sympathisch und zu Anfang sehr bemitleidenswert. Er hat sich während der Geschichte stark verändert und seine Besessenheit wurde schlimmer. Charlotte war mir ein wenig suspekt. Sie kam mir sehr verloren vor und ich hatte das Gefühl, dass sie alles dafür getan hat um unglücklich sein. Die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet.Hier gibt es 2 von 2 Hufflepuff – PunktenEmotionen:Die Emotionen kamen eher spärlich rüber. Man hatte mit Hiroshi Mitleid, Charlotte war eigenartig und die Besessenheit konnte man irgendwie nachvollziehen aber das war es auch schon. Hier gibt es 1 von 2 Slytherin – PunktenAufmachung/ Design:Wenn man mir das Buch nicht ausdrücklich empfohlen hätte, hätte ich es nicht gekauft. Das Cover trifft absolut nicht meinen Geschmack, dennoch passt es hervorragend zu der Geschichte.Hier gibt es 1 von 1 Ravenclaw – PunktenFazit:Die Geschichte war ganz ok, aber nichts was mich vollkommen begeistert hätte.Insgesamt gibt es: 7 von 10 Buchplaudis

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  • Technik, Roboter und Wirtschaft

    Herr aller Dinge

    MellisBuchleben

    11. August 2017 um 12:05

    Zunächst möchte ich auf das Cover eingehen. Es ist silber-gold gehalten und es ist eine Europa-Karte zu sehen. Irgendwie kam mir die Aufmachung bekannt vor und nach einiger Grübelei wusste ich auch woher: Die Euro-Münzen. Das Buch ist also wie eine Euro-Münze gestaltet, was mich begeistert hat, weil es extrem gut zur Geschichte und zum Inhalt dieses Buches passt. Die Idee hinter dem Buch ist sehr gut und es wird ein sehr aktuelles Thema angesprochen, das wohl zu jeder Zeit aktuell sein könnte. Die Schere zwischen Arm und Reich ist auf der Welt sehr groß, nicht nur zwischen verschiedenen Ländern, sondern auch innerhalb der einzelnen Staaten. Meiner Meinung nach ist es somit eines der größten Probleme, die die Menschheit hat. So sehr mir die Idee hinter dem Buch und die Aktualität der Thematik gefallen haben, war ich doch etwas von der Umsetzung enttäuscht. Das Buch ist in Kapitel mit Unterkapitel geteilt und trotzdem tauchen immer wieder zeitliche und örtliche Sprünge auf, die mich als Leser verwirrt haben und ich immer erst einmal nicht wusste, wo und wann wir uns befinden. Das Buch beginnt in der Kindheit von Hiroshi und seiner Freundin Charlotte und springt dann immer mal ein paar Jahre vor - auch außerhalb der Kapiteluntergliederung. Das hat mir nicht gefallen, weil es die Handlung immer wieder unterbrochen hat und ich mich neu zurecht finden musste.Über lange Strecken des Buches wird die Erfindung von Hirsohi erklärt, was viele technische Details vor allem im speziellen Themenbereich der Nanotechnologie beinhaltet. Des Weiteren spielen Wirtschaft, Technik, Roboter und Paläoanthropologie eine große Rolle. Das fand ich zwar teilweise sehr interessant, wurde mir dann aber doch zu viel, wenn über viele Seiten hinweg Dinge erklärt wurden, die mir mit der Zeit langweilig und unverständlich wurden.Sehr schön dagegen fand ich, dass einem die japanische Kultur ein bisschen näher gebracht wird. So erfährt man z. B., dass in Japan der Schuljahreswechsel nicht im Sommer, sondern im April stattfindet. Insgesamt hat mir die Idee hinter der Geschichte gefallen, die für meinen Geschmack aber zu detailliert mit technischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen umgesetzt wurde. Ich kann das Buch auf jeden Fall all denen empfehlen, die sich mit Technik, Robotern und Wirtschaft ein bisschen auskennen bzw. die das interessiert und die sich in diesem Themengebiet weiterbilden möchten.Mir war es ein bisschen zu viel davon und deswegen gibt es - trotzdem gute - drei Sterne von mir.

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  • Herr aller Ideen

    Herr aller Dinge

    Laralina

    02. June 2017 um 22:19

    "Herr aller Dinge"-  mit diesem Buch beweist Eschenbach (der mir bis dahin völlig unbekannt war) welch ein Talent er sowohl für die Sprache als auch für die Charakterzeichnung der Figuren hat. Die Idee ist Genial und völlig neuartig, zumindest habe ich vorher noch nichts derartiges gelesen. Ich geriet durch Zufall an dieses Buch, muss aber zugeben, daß es mich sehr wohl zum nachdenken angeregt hat. Nach "Herr aller Dinge" habe sehr lange und intensiv über die Bedeutung von Reichtum bzw Geld nachgedacht. Für mich zeigt Andreas Eschenbach allein damit das einem dieses Buch noch nach Jahren im Gedächtnis bleibt, wer der "Herr aller Ideen" ist.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Bester Eschbach ever!

    Herr aller Dinge

    Karsten_Gebhardt

    17. January 2017 um 21:33

    Für mich ist das eines der besten Bücher von Andreas Eschbach. Warum? Weil er in diesem Buch den Mut zu einem richtigen – und nicht offenen (wie in einigen anderen seiner Bücher, z.B. Eine Billion Dollar, Ausgebrannt, Ein König für Deutschland) – Ende hatte.  Ich bin ein großer Fan von Andreas Eschbach, habe nahezu alle Bücher von ihm (teils mehrfach) gelesen, ehrlich gesagt: verschlungen. Zum Buch: Teilweise fand ich es zunächst langatmig, dennoch sensationell. Auf sowas muss man erst mal kommen! Die Auflösung am Ende ist nahezu fantastisch. Die Kindergeschichte zu Beginn, wie Charlotte und Hiroshi sich kennenlernen, fand ich genial als Einstieg. Im Mittelteil wird es wie gesagt etwas langatmig. Aus meiner Sicht gibt Eschbach zu viele Erklärungen ab zu Techniken, Funktionsweisen usw.  Das ist zwar nicht tragisch, kann man ja überblättern, das Phänomen allerdings ist, dass man trotz Überblättern den Faden nicht verliert. Ergo wären das (für mich) überflüssige Informationen. Für „richtig“ schlaue Leser sind sie natürlich ein verlockendes Angebot. Ab der Reise Charlottes zu der Insel wird es einfach atemberaubend: klar, fetzige Spannungsbögen! Die Aufklärung später ist für mich eine wirklich geniale Idee Eschbachs. Ganz große Fiktion!!! Ich kann das Buch allen Eschbach-Fans und überhaupt allen Sci-Fi-Fans nur aller wärmstens empfehlen.  

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  • Herr aller Dinge

    Herr aller Dinge

    NicoleP

    25. September 2016 um 17:59

    Hiroshi lebt mit seiner Mutter in Tokio. Sie arbeitet in der Französischen Botschaft. Von seinem Fenster aus hat Hiroshi einen Blick in den Garten der Botschaft. Dort entdeckt er eines Tages ein Mädchen, Charlotte, die Tochter des Botschafters. Die beiden lernen sich kennen und bekommen den sozialen Unterschied zu spüren.Hiroshi hat schon als Kind eine Idee, wie der Unterschied zwischen Arm und Reich aufgehoben werden könnte. Er glaubt, dass es in einer Welt, in der niemand mehr arbeiten muss und somit auch niemand mehr Geld braucht, es keinen Unterschied mehr geben wird. Diese Idee wird Hiroshi nicht mehr loslassen. Jahre später erinnert er sich an diese Kindheitsidee. Als Experte in der Robotertechnik versucht er, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen.Charlotte begleitet eine Expedition ins „ewige Eis“ nach Russland. Auf einer Insel zieht sich das Eis zurück und Wissenschaftler wollen herausfinden, welchen Einfluss die Klimaerwärmung auf die Insel hat. Was sie allerdings auf dieser Insel finden werden, konnte sich niemand vorstellen.In „Herr aller Dinge“ begleitet der Leser Hiroshi und Charlotte von ihrer Kindheit an. Was als harmlose Idee eines kleinen Jungen aus einfachsten Verhältnissen begann, entwickelt sich mit den Jahren zu einer Erfindung, die die Welt verändern wird. Während Hiroshi hartnäckig sein Ziel verfolgt, trifft er immer wieder auf Charlotte.Andreas Eschbach schafft es, dass die Geschichte um Hiroshi und Charlotte von Beginn an einen Spannungsbogen aufbaut, der – abgesehen von wenigen etwas „langatmigen“ Stellen – konstant bleibt. Von Kapitel zu Kapitel stellen sich neue Fragen ein. Offen bleibt auch, was die im Klappentext genannte “hochentwickelte Zivilisation“ genau war. Wo kamen sie her, wer waren sie und was taten sie, dass heute niemand mehr von ihrer Existenz weiß?Wer dieses Genre mag, sollte sich den Roman nicht entgegen lassen. Er regt auch zum Nachdenken darüber an, was passieren könnte, wenn Dinge außer Kontrolle geraten. Auch gut gemeinte Ideen, die eigentlich helfen sollten, können ungeahnte Ausmaße annehmen.

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  • was hätte sein können...

    Herr aller Dinge

    itwt69

    21. August 2016 um 15:05

    Wow - was für ein Werk! Die erste Hälfte des Buches ist mitnichten mit Science-Fiction-Elementen gespickt und dennoch: Von der ersten bis zur letzten Seite ist es ein Meisterwerk geworden. Es beweist auch, dass der Schriftsteller nicht nur auf dieses Genre reduziert werden darf, da sind Spannung, Dramatik, Emotionen im Überfluss. Hiroshi hat als kleiner Junge den Traum, alle Menschen reich zu machen, welchen er seiner Freundin, die aus besseren Verhältnissen stammt, mitteilt. Eine mystische, magische Verbindung der beiden entsteht und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Das allein ist schon überaus erstaunlich für eine SF-Geschichte. Nachdem Hiroshi mehr oder weniger zufällig eine Technologie in die Hände fällt, die seinen Traum wahr werden lassen könnte, verändert sich der Roman in einen Nanotechnik-Thriller mit immer wieder überraschenden Wendungen mit oder ohne Happy End? Diese Einschätzung bleibt dem Leser überlassen. Wird es Hiroshi gelingen, die Technik zu kontrollieren? Wird er mit Charlotte zusammenkommen? Ein unfassbar komplexer und dichter SF-Roman, der mich nachhaltig beeindruckt hat und zeigt, dass man dieses Genre nicht auf wenige Elemente reduzieren darf und muss. Absolut phantastisch!

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  • Spannender Roman um die Nano-Technologie

    Herr aller Dinge

    P_Gandalf

    16. August 2016 um 14:20

    Eschbach beschreibt auf intelligente Art und Weise, welcher Segen und welcher Fluch aus der Nutzung von Nano-Robotern entstehen könnte. Die Geschichte ist als Lebensgeschichte von Charlotte und Hiroshi verpackt, die sich als Kinder kennenlernen und sich im Laufe ihrer Leben immer wieder mehr oder weniger zufällig begegnen. Eschbach baut daraus eine Love-Story auf, was ungewöhnlich ist.Hiroshi begleiten wir von der Idee, die Unterschiede zwischen Arm und Reich aufzuheben bis zur Erkenntnis, welche destruktive Macht Nano-Roboter haben können.Einzig das Ende ist meiner Meinung zu idealistisch. Wenn der "Ur-Assembler" schon einmal erfunden wurde, wird die Vernichtung des Wissens niemanden davon abhalten, irgendwann einen solchen erneut zu erfinden.

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  • Mit viel Geduld ...

    Herr aller Dinge

    Duffy

    25. May 2016 um 09:50

    Hiroshi hat schon als Kind eine Idee: Die Unterschiede zwischen arm und reich zu beseitigen, sodass jeder reich sein kann. Was als kleines Gedankenspiel beginnt, endet in einer Erfindung, die dem Ziel sehr nahe kommt. Der erwachsene Hiroshi arbeitet mit der Nanotechnik, erfährt viel, entwickelt viel und erfindet eben das, was natürlich auch in sein totales Gegenteil verkehrt werden kann. Dabei kommt er einem Geheimnis von ungeheurer Tragweite auf die Spur. Das allerdings auch von einem großen Verbrechen zeugt.Andreas Eschbach ist natürlich als versierter Schriftsteller unumstritten. Außerdem verfügt er über ein hohes Maß an Phantasie und Sachkunde. Und genau die wird diesem Roman zum Verhängnis, denn um seinen komplexen Inhalt gerecht zu werden, muss Eschbach tief in die Kiste wissenschaftlicher Erkenntnisse greifen und das geht nur über seitenlange physikalische Abhandlungen, die ein Fachmann ganz sicher nachvollziehen kann, den Durchschnittsleser aber einfach nur dazu bringt, Seiten zu überblättern, weil er eben die ganze Physik nicht versteht oder verstehen will. Trotzdem leidet die Story nicht so darunter, als wäre ein langjähriges Studim notwendig, sie begreifen zu können. Aber es wird zäh, zumal auf den fast 700 Seiten dann auch nicht so viel passiert. Einige Konfrontationen, einige kleinere Scharmützel, ein wenig Romantik und Liebe darf natürlich nicht fehlen. Schon recht früh wird klar, wie das Ganze endet, nur der Weg dorthin ist halbwegs offen. Die Spannungsbögen sind behutsam, ein richtiger Peak will sich nicht aufbauen und es gibt nur ganz wenige Absätze im Buch, bei denen man unbedingt weiterlesen will.Ein gutes Thema, gut recherchiert, gut erzählt, aber das Entscheidende fehlt - man fühlt sich nicht von dem Roman gefangen. Es dauert, bis man ihn gelesen hat, er ist trotz seiner aktuellen Bezüge einfach zu langatmig, ihm fehlt das Zwingende. Freunde des schnellen Lesens sollten sich überlegen, ob sie diese 700 Seiten in Angriff nehmen. Interessant ist das Thema allemal, nur die Etikettierung als Thriller ist natürlich etwas zwiespältig.

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  • Japanischer Junge will Armut besiegen.

    Herr aller Dinge

    Hypokras

    Die Station: Uranus - Deutschsprachige Sci-Fi. Und so beginnt es: »»Ich weiß jetzt, wie man es machen muss, damit alle Menschen reich sind«, sagte Hiroshi. « Zusammenfassung Kurz: Die Idee eines armen japanischen Jungen könnte die Armut in der Welt beseitigen Etwas länger: Beim Schaukeln kommt Hiroshi DIE Idee: Er weiss jetzt - mit rund zehn Jahren - wie man es anstellt, dass alle Menschen reich sind. Ihm ist klar, dass das Problem nicht beim Geld liegt, sondern bei der Arbeit die zu tun ist. Also will er allen Menschen die Möglichkeit geben, nur noch das zu tun, was sie _wollen_, anstatt das, was sie _müssen_. Er will sie vom "Zwang der Arbeit" befreien. Während der nächsten Jahre trifft man immer wieder auf Hiroshi und Charlotte, in die er sich schon als kleiner Junge verliebt. Jemand hat mal den Vergleich zu "Harry met Sally" gezogen, der allerdings nur teilweise greift. Meine Meinung Was ich bisher über die Bücher von Andreas Eschbach geschrieben habe trifft auf "Herr aller Dinge" erst recht zu: Es liesst sich fast von selbst etc. ;) Was mir noch selten am Ende eines Buches überhaupt und am Ende eines Sci-Fi Romans speziell passiert ist war das Augenwasser, das ich nur mit Mühe zurückhalten konnte. Und ich kann nicht mal genau sagen warum. Es gibt mehrere mögliche Erklärungen, die ich hier aber alle nicht anführen kann. Ich werde bestimmt niemandem den Lesespass verderben. Da ich das Hörbuch gehört und nicht das Hardcover gelesen habe gibt es noch etwas zum Sprecher zu sagen: Ich mag Sascha Rotermund. Er ist zwar nicht mein Favorit, aber es gibt trotzdem Bücher, die können bestimmte Leute nicht richtig rüberbringen. Er macht seine Sache gut und es wird einem nie langweilig beim Zuhören. Die Figuren im Buch sind so plastisch und real beschrieben, dass ich einen der (oder den) Antihelden nach zwei Sätzen schon nicht ausstehen konnte, was sich bis zum Schluss trotz weniger "Menschlichkeitsanfälle" nicht mehr änderte. Aber auch die Nebenfiguren, die keine wirklich wichtige Rolle spielen, dennoch nicht wegzudenken sind, sind glaubhaft und wirken nicht eindimensional oder Klischeehaft. Ich dachte bei allen: "Den könnte ich kennen, der ist doch wie ..." Die Sprache ist "angemessen", soll heissen, dass sie zu den Personen und gegebenheiten passt. Die Hackfresse von reichem Schnösel der noch nie einen Finger krumm machen musste (ausser um den Golfschläger fest zu halten) klingt anders als Hiroshi, der im engen Tokio als Kind einer alleinerziehenden Mutter aufwächst. Ich mag Bücher, die mich glauben oder zumindest ahnen lassen, dass das doch eigentlich möglich sein müsste/könnte/sollte. Zumindest wünscht man es sich bei diesem Buch, dass es so wäre. Und obwohl ich Happy-Ends fast schon zwingend voraussetze, liebe ich dieses Buch. Okay, es ist raus. Das Buch hat kein Happy-End wie es im Buche steht. Aber das hatte auch das letzte Buch, das ich von Andreas Eschbach gelesen/gehört hatte, nicht. Macht aber nichts, wenn das Ende jeweils SO stimmig ist, dass man sich anschliessend sagt: "Genau so, und nicht anders muss es enden. Alles andere hätte einfach nicht gepasst." Und so war es. Nur eines noch: Es wird innerhalb des Romans schlüssig erklärt, warum alle SETI-Pakete-Rechner-und-Zurückschicker ihre CPU-Zeit sinnvoller verwenden können. ;) Fazit Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: Kaufen! Gesamteindruck Sprache / Stil: 10/10 Figuren: 10/10 Handlung: 10/10 Schlusswertung: 10/10 Punkte Keine Chance, geht nicht anders.

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    • 2
  • Grandios!!! Eins meiner Jahreshighlight!!!

    Herr aller Dinge

    Federzauber

    07. September 2015 um 13:27

    "Was wäre, wenn alle Menschen gleich reich wären? " Dieser Satz hatte es mir sofort angetan, und ich musste mir das Buch sofort besorgen und wissen was Andreas Eschbach daraus macht. Ein absolut beeindruckendes und grandioses Buch!!! Die unglaublichen Ideen, Erklärungen und die Umsetzung, lassen einen sprachlos zurück. Mich konnte das Buch von der ersten bis zur letzten Seite komplett überzeugen, fesseln, mitreißen. Obwohl es sehr wissenschaftlich und technisch ist, konnte ich alles nachvollziehen Die Genialität des Buches und des Autors ist unglaublich!!! So ein Buch habe ich noch nie gelesen. Unglaublich gut durchdacht, sehr tiefgehend und vielschichtig, mit zwei sehr liebenswerte Protagonisten, die ich sehr mochte. Eine Frage, die aus vielen verschiedenen Blickwinkel durchleuchtet wurde, logisch und teilweise sehr unerwartet beantwortet wurde. Es war durchweg sehr spannend und interessant und sehr, sehr gut durchdacht. Ich bin von dem Buch ganz begeistert und möchte auf jeden Fall weitere Bücher des Autors lesen! Ein ganz großes Buch!!! Ein Jahreshighlight für mich!!! Note: 5/5 ( mit Pluspunkt :-)

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  • Ein großartiges Buch!

    Herr aller Dinge

    Aleshanee

    23. June 2015 um 08:32

    Zum Inhalt Das Buch beginnt recht ruhig mit dem Leben von Hiroshi in Tokio, der zusammen mit seiner Mutter in einer beengten Wohnung gegenüber der französischen Botschaft aufwächst. Als er zufällig die Tochter des französischen Botschafters, Charlotte, kennenlernt, ist er grade mal 10 Jahre alt, doch obwohl die beiden getrennte Wege gehen, scheint das Schicksal andere Pläne mit ihnen zu haben. Auf seinem Lebensweg begegnen Hiroshi ständig die Unterschiede, Hürden und Dogmen, die die Gesellschaft sich durch das Geld geschaffen hat. Durch seine Mutter hat er schon als Kind lernen müssen, welch großen Unterschied es macht, ob Menschen viel oder wenig Geld haben. Seine Gedanken kreisen um dieses Thema, denn im Laufe seines Lebens wird er immer wieder mit den Spannungen der Gesellschaft konfrontiert, die alleine aufgrund des Geldes entstehen. Doch er hat einen Plan und setzt als Erwachsener alles daran, dieses Ungleichgewicht aufzuheben: er hat eine Idee, wie alle Menschen gleich reich sein können ... "Es ging, was Reichtum anbelangte, in Wirklichkeit gar nicht um Geld, wie alle immer dachten. Es ging darum, wer die Arbeit tat!" S. 76 Meine Meinung Ich habe in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass das Buch viel zu lang ist und man sich einiges hätte sparen können. Der Meinung kann ich mich nicht anschließen, denn ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur fesselnd! Zuerst habe ich natürlich auch ganz neugierig darauf gewartet, was denn nun dieser Plan ist, wie Hiroshi Kato die Menschheit von der Last der Macht des Geldes befreien will - aber Andreas Eschbach hat mich so geschickt mit der Geschichte der beiden Protagonisten in den Bann gezogen, dass das gar nicht mehr so wichtig war. Dabei erzählt er aus der auktorialen Sichtweise und wechselt die Perspektiven meistens zwischen Hiroshi und Charlotte. Die beiden haben keinen einfachen Start ins Leben, jeder von ihnen trägt eine andere Art von Last. Gerade Hiroshi, in armen Verhältnissen aufgewachsen, spürt sehr oft, wie sehr der Besitz von Geld, oder dessen Fehlen, den Menschen beeinflusst, während Charlotte niemals finanziellen Mangel leidet, es ihr dafür aber an Gefühlen fehlt. Von ihrer Kindheit an erhält man einen Querschnitt ihres Lebens und wie das Schicksal zwischen ihnen die Fäden spinnt. Beide sind extrem eigenwillig und scheinen etwas gemeinsam zu haben; dabei kamen sie mir meistens vor wie Feuer und Wasser. Obwohl ich mit keinem von beiden wirklich wahre Freundschaft schließen könnte, habe ich mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten. Eschbach hat es hier wunderbar verstanden, echte Gefühle und Gedanken zu transportieren, die manchmal unangebracht scheinen, aber gerade darum nur allzu menschlich sind. Hiroshi hält hartnäckig an seinen Zielen fest, wirkt aber immer einsam, ohne wirklich Ruhe zu finden. Getrieben von seiner Idee und dem eisernen Willen, seinen Plan in die Tat umzusetzen, muss er viele Brücken hinter sich abreißen. Charlotte ist ebenfalls einsam, aber auf ganz andere Art und Weise. Auch sie wirkt getrieben, doch hat sie kein Ziel vor Augen, auf das sie zusteuern könnte. Als würde sie nicht zu sich finden und eher unbedacht vor sich hin leben. Zur Thematik gibt es wieder eine wahre Flut an Gedankengängen und Handlungssträngen, bei denen man die Hintergründe gar nicht vermutet und trotzdem läuft es doch immer wieder auf das leidige Thema Geld und Macht hinaus. Egal, ob es um die Lebensgewohnheiten der Japaner geht, die frühe (die sehr frühe) Menschheitsgeschichte, eine Polarexpedition oder die Nanotechnologie - der Autor baut alles so geschickt in die Geschichte ein und ich bewundere immer wieder das ganze Wissen, das er mit einfachen Worten so beeindruckend vermitteln kann! Es klingt bunt zusammengewürfelt, aber es kommt im Laufe der Seiten immer mehr der Sinn dahinter hervor. Alles ist logisch aufeinander aufgebaut und obwohl ich nicht immer sofort wusste, wohin die nächste Entwicklung führen wird, war alles bis ins Detail konsequent und schlüssig durchdacht! Die erste Hälfte des Buches wächst langsam heran, was sich aber nicht unnötig in die Länge gezogen hat, sondern nötig war, um den Effekt zu erhöhen. Denn die Geschichte entwickelt dann plötzlich eine Eigendynamik, die die Spannung extrem erhöht! Von einem Moment auf den anderen passiert auf einmal etwas völlig unerwartetes und ich bin nur noch fassungslos und fasziniert durch die Seiten geflogen! Gegen Ende hab ich sogar tatsächlich in einer Szene Gänsehaut gekriegt und einige Tränen sind geflossen. Wieder mal ein sehr beeindruckendes Buch von Herrn Eschbach :) Manche Puzzleteile wurden etwas konstruiert auf den besten Platz gesetzt, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Fazit Trotz der ruhigen Atmosphäre und dem langsamen Aufbau der Geschichte war ich von Anfang an fasziniert. Wie Andreas Eschbach hier mit der Idee spielt und so viele abwechslungsreiche Facetten zeigt und dennoch beim Thema bleibt war ein genialer Zug. Der Überraschungseffekt mit einem eiskalten Guß ist ihm auf jeden Fall gelungen! Eine wunderbare Geschichte, die einen zum Nachdenken bringt. © Aleshanee Weltenwanderer

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  • verbesserungsbedürftig

    Herr aller Dinge

    Amalia7

    18. May 2015 um 20:15

    Die Idee die der Autor hatte ist wirklich gut, doch meiner Meinung nach mangelt es an der Umsetzung. Mich fasziniert der Gedanke des Protagonisten Hiroshi, eine Welt zu erschaffen in der alle Menschen gleich sind, bzw. es kein arm oder reich mehr gibt. Der Einblick in seine  Kindheit erklärt, dass diese ihn geprägt hat. Dies ist wirklich eine gute Grundlage für diese Geschichte, doch je weiter man liest, desto mehr zieht sich die Geschichte hinaus. Man hat über hunderte Seiten lang das Gefühl, es geht nicht um die Verwirklichung Hiroshis Idee, sondern lediglich um zwischenmenschlichen Beziehungen. Klar, diese sollten eine Rolle spielen, jedoch rücken sie zu sehr in den Vordergrund. Nebenfiguren werden leicht mit Hauptfiguren gleichgestellt und der ganze Prozess wird verlangsamt.  Es hat bei mir wirklich gedauert bis ich das Buch durch hatte, da ich leider zwischendurch das Interesse verloren habe, aufgrund eben dieser Momente, die nicht genug Spannung beinhalteten. Die scharfe Wendung zum Schluss, kommt sehr unerwartet und irgendwie etwas zu unvorbereitet.  Daher kann ich nur sagen, dass es wirklich eine super tolle Idee für einen Roman ist, jedoch Verbesserungsbedarf an dem Schreibstil und der generellen Handlung besteht. 

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  • Spannend, aber viel zu lang

    Herr aller Dinge

    Bouggo

    14. May 2015 um 16:14

    Spannend wird das Buch erst ab Seite 412 (von 687) mit dem Teil "Charlottes Insel". Davor eine ewig lange Beschreibung der Kindheit und des Studiums der beiden Protagonisten, angefüllt mit reichlich Sexszenen, auf die ich gut verzichten kann. Wenn ich so etwas brauche, dann sehe ich mir doch lieber einen Porno an. Aber anscheinend kriegt man ja heute kein Buch mehr verkauft ohne einen gewissen Erotikanteil. Alles, was vor der Seite 412 steht ist komplett verzichtbar. Das, was man daraus für das Verständnis der Geschichte benötigt, darauf wird auf den folgenden 276 Seiten ausreichend hingewiesen, die Vorgeschichte erschließt sich aus diesen Bemerkungen. Ab "Charlottes Insel" wird es allerdings richtig spannend, das ist Science-Fiction, wie ich ihn mag. Meine Empfehlung: Lesen, aber nur das letzte Drittel. Wegen der überflüssigen Länge ein Abzug von 2 Punkten. Hat mich mindestens 10 Stunden unnütze Lesezeit gekostet.

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  • Wie mache ich alle Menschen reich? Ein ausgezeichnetes Was-Wäre-Wenn Gedankenexperiment

    Herr aller Dinge

    awogfli

    25. December 2014 um 12:50

    Am Anfang schien dieser Roman von Andreas Eschbach ein wirtschaftliches bzw. moralisch ethisches Konzept zu beinhalten, wie man für alle Menschen Reichtum gewährleisten könne, und auf die Antwort war ich sehr gespannt. Nach einer traditionellen technisch in sich konsistenten theoretischen Lösung des Problems inklusive aller nachhaltigen Ressourcen- und Energiefragen bzw. -restriktionen bleiben wirklich nur noch gesellschaftliche Fragen übrig, was Menschen ohne Arbeit dann mit sich und ihrer Umwelt anfangen würden. Eschbach vollführt an dieser Stelle der Geschichte die erste wunderbare Wendung, indem er ein epochales Scheitern des praktischen Experiments konstruiert, das ebenso logisch wie simpel ausgedacht ist und das tatsächlich einem perfektionistischen Techniker in der Theorie entgangen sein könnte. Herrlich! Dann dreht sich die Geschichte erneut um 180 Grad zu einem netten Liebesroman, in dem die beiden Hauptprotagonisten einfach nicht zueinander finden können und als mir gerade ein bisschen langweilig wurde, befinde ich mich innerhalb von ein paar Seiten in einer Szenariokombination von Lems Unbesiegbaren und Terminator 2 - Wahnsinn! Zum Schluss werden auch noch Alternativhypothesen bezüglich der Existenz von Ausserirdischen in unserem Universum aufs Tapet gebracht, die als Forschungshypothese genauso fundiert sind, wie die heute wissenschaftlich anerkannten Theorien. Ich liebe die Logik des Autors und bin wirklich froh, dass er Luft- und Raumfahrt studiert hat, um mit seinen Hintergrundwissen solche Stories schreiben zu können. 4,5 Sterne (aber aufgerundet) denn die Liebesgeschichte war mir um eine Nuance zu lang :-) Fazit: Absolut lesenswert, dieser Roman der viele ethische, wirtschaftliche, romantische, klassisch technische und Science-Fiction Elemente aufweist und daher für mich sehr schwierig einzuordnen ist.

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