NSA - Nationales Sicherheits-Amt

von Andreas Eschbach 
4,8 Sterne bei52 Bewertungen
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (51):
Wuschels avatar

Ein absolut grandioses Buch, das zum Denken anregt, denn was wäre gewesen wenn und wie könnte es in der Zukunft aussehen?

Kritisch (1):
StefanieFreigerichts avatar

Zum Ende ziemlich kranker Horrorschocker, wenn auch der Plot zunächst genial daherkommt, eine "modernisierte" NS-Zeit

Alle 52 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "NSA - Nationales Sicherheits-Amt"

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Erscheint Oktober 2018

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785726259
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:28.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.09.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne44
  • 4 Sterne7
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Wuschels avatar
    Wuschelvor 3 Stunden
    Kurzmeinung: Ein absolut grandioses Buch, das zum Denken anregt, denn was wäre gewesen wenn und wie könnte es in der Zukunft aussehen?
    Das Internet vergisst nicht!

    Beschreibung:

    Das Nationale Sicherheitsamt – kurz: NSA - ist für den Frieden im Land verantwortlich. Es überwacht die Bürger  und hilft der Regierung eine Volkshetze zu vermeiden. Dies ist der Ort, an dem Helene Bodenkamp und Eugen Lettke im Jahr 1942 in Weimar beschäftigt sind. Lange Zeit dient Helene treu ihrer Sache, bis ihr Liebster Fahnenflucht begeht. Während sie versucht, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln ihn und ihre Freunde zu schützen, nutz ihr Vorgesetzter Eugen Lettke durch ihre Hilfe das System um seinen ganz eigenen Rachefeldzug zum Abschluss zu bringen.

    Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Mobiltelefone, Internet, soziale Medien etc. gegeben hätte? Die absolute Überwachung ohne das Wissen von heute?

    Meinung:

    Dieses Buch hat mich einfach absolut überwältigt. Das es zu der damaligen Zeit nicht ganz normal zuging, dürfte wohl fast jedem klar sein – Euthanasie,  Lebensborn e. V., usw. Kombiniert man das dann auch noch mit den Möglichkeiten von heute und entwickelt dies weiter, tja, dann kommt man bei NSA raus.

    Zu Anfang bekommt der Leser eine kleine Einführung in die aktuelle Welt und die technische Entwicklung. Oft hat man das Gefühl, dass es gar nicht so abwegig ist was da gerade passiert, zumindest wenn man es ins heutige Zeitalter überträgt. Danach erzählt der Autor die Geschichte der beiden Protagonisten Helene Bodenkamp und Eugen Lettke. Was die einen vielleicht als langatmig bezeichnen, fand ich extrem spannend. Zum einen lernte ich als Leser die beiden Charaktere dadurch besser kennen und bekam so auch etwas über die Zeit vor dem Krieg, dessen Beginn und als sich alles begann zuzuspitzen mit. Quasi ein rundum Paket. Das sorglos spare ich mir, denn das war es mit Sicherheit nicht.

    Helene beeindruckt in meinen Augen durch ihren Ehrgeiz. Obwohl sie aus einer guten Ärztefamilie kommt, hat sie sich schon früh in den Kopf gesetzt, dass sie auf eigenen Beinen stehen möchte. So beißt sie  sich durch das Abitur, wird Programmstrickerin und beginnt ihre Karriere im NSA. Denn Programme stricken, das können nur die Frauen! Während ihre liebevolle Mutter stets versucht ihre Tochter unter die Haube zu bringen, verfolgt diese jedoch ganz eigene Pläne.

    Eugen hingegen erfüllt eher so ein bisschen die Rolle des Antagonisten, denn er als Sohn eines Kriegshelden, muss sich ja nicht alles bieten lassen. Während er also versucht der Front zu entkommen, findet auch er eine Anstellung beim NSA. Dies öffnet ihm ungeahnte Türen, wie er alsbald feststellt, doch das diese ihm auch zum Verhängnis werden können, vergisst er leider dabei.

    Im letzten Drittel des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Ein ganz hervorragendes Konstrukt. Obwohl die Geschichte viele reale Anlehnungen beinhaltet, hat Herr Eschbach dennoch dafür gesorgt, dass man immer wieder daran erinnert wird: Es ist nur Fiktion! Doch gleichermaßen erschreckend, denn sind wir doch mal ehrlich: Wann gehen wir ohne unser Telefon aus dem Haus? Achten wir wirklich darauf was wir online von uns geben oder mit wem wir kommunizieren?  Ebenfalls das Auftauchen verschiedener bekannter Persönlichkeiten wie Anne Frank oder die Geschwister Scholl regen zum Nachdenken an.

    Was für den einen vielleicht ein recht abstruses oder gar schockierendes Ende sein mag, war für mich wunderbar gelungen. Überspitzt und für die Geschichte sehr realistisch, denn so hätte es sein können, wenn es so gewesen wäre. Durch den angenehmen Stil von Andreas Eschbach bin ich förmlich durch das Buch geflogen. Nie wurde mir langweilig, weil er immer wieder etwas in petto hatte, dass ich erfahren wollte.

    Gegen Ende kam es dann vor, dass ich das Buch erst mal zuschlagen musste um das Gelesene zu verarbeiten. Das einzige Manko an der ganzen Geschichte, spielte sich für mich in London ab, worauf ich jetzt aber nicht näher eingehen werde, da es eventuell zu viel verraten könnte. Denn selbst in der heutigen Zeit, hätte man die Folgen – auch für uns – wohl kaum durch die fortgeschrittene Entwicklung lösen können. Für meinen Teil interpretiere ich das inzwischen so, dass es eine dieser Momente war, in denen der Autor zusätzlich betonen wollte, dass es sich bei der Geschichte eben doch um fiktive Ereignisse handelte.

    Fazit:

    Ganz klare Leseempfehlung! Bei uns wandert das Buch bereits durch’s Haus, weil ich jedem damit auf die Nerven gehe – und vermutlich auch jedem mit der Länge dieser Rezension, dabei habe ich wirklich versucht mich kurz zu fassen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    booklovings avatar
    booklovingvor 18 Stunden
    Genialer Roman mit erschreckend realistischem Szenario

    INHALT
    Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...

    Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?
    (Quelle: Klappentext - Lübbe Verlag)


    MEINE MEINUNG
    Mit „NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ ist Andreas Eschbach ein äußerst packender, beklemmender Roman gelungen, der mich seiner brisanten Ausgangsidee und der genialen Umsetzung bis zur letzten Seite (des immerhin 800 Seiten starken Werks!) in seinen Bann gezogen und sehr bewegt zurückgelassen hat.
    Dieses Buch ist eine faszinierende Mischung aus historischem Roman, Dystopie und Politthriller. Der Autor hat für seinen Roman ein brillantes und zugleich beängstigendes Szenario entworfen, in dem er dem Nazi-Regime die Möglichkeiten unserer modernen Technik an die Hand gibt. Geschickt katapultiert er uns in eine Welt hinein, in der das Dritte Reich sich mit Hilfe der rasant entwickelnden Technologien zu einem gnadenlosen, totalen Überwachungsstaat wandelt. Eine erschreckend realistische Welt, in der einerseits Computer, Mobiltelefone und Internet den Alltag der Menschen beherrschen und in der andererseits eine eigens eingerichtete Behörde, das Nationale Sicherheits-Amt in Weimar, an der Erfassung und zielgerichteten Auswertung der gesammelten Daten arbeitet.
    Durch den absolut mitreißenden Schreibstil Eschbachs dauert es nicht lange bis man völlig in die fesselnde, wendungsreiche Handlung abtaucht. Der Autor widmet sich anfangs sehr ausführlich der Vorgeschichte und dem privaten Umfeld seiner Protagonisten, die beide Mitarbeiter des NSA sind: Helene Bodenkamp als sympathische, zunehmend regimekritische Protagonistin und Eugen Lettke als egozentrischer Mitläufer und fieser Antagonist. Die einfühlsame, sehr differenzierte Charakterzeichnung der beiden so unterschiedlichen Hauptfiguren erlaubt tiefe Einblicke in ihr Innenleben. Auch ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist äußerst überzeugend dargestellt. Sehr gut gefallen hat mir ebenfalls die facettenreiche, lebendige Ausarbeitung der vielen Nebenfiguren. Zudem ist es Eschbach hervorragend gelungen, auch einige historische Persönlichkeiten wie die Familie Frank, die Geschwister Scholl oder die Nazigrößen Himmler und Hitler in die Handlung einzubauen, um dieser mehr Glaubwürdigkeit und einen authentischen Touch zu verleihen. Zudem hat der Autor den zeitgeschichtlichen Verlauf bis auf einige, wenige Daten weitgehend übernommen, weicht aber in einigen Details geschickt von den historischen Fakten ab und hat hiermit ein enormes Überraschungsmoment auf seiner Seite.
    Sehr vielschichtig und stimmig sind auch die vielen technischen Details in die historische Umgebung eingebunden worden. So hat Eschbach viele Bezeichnungen sehr glaubwürdig an die damalige Zeit angepasst und altmodische Begriffe einführt wie beispielsweise Komputer, Telephon, Programmstrickerin, Elektropost, Datensilos oder Weltnetz. Sehr anschaulich und eindringlich wird dargestellt, wie die im Dritten Reich aufkommenden, modernen Technologien in Form von gesammelten Daten aus bargeldloser Zahlung, Handyortung, automatischer Gesichtserkennung und Internetverläufen den Nazischergen ungeahnte Möglichkeiten eröffnet haben, um absolute Kontrolle über die Bevölkerung zu haben und ihre ungeheure Macht auszuweiten. Sehr beklemmend ist es mitzuverfolgen, wie mit der Optimierung der Datenauswertung im NSA schrittweise die Freiheit eines jeden Bürgers gnadenlos beschnitten wird und in einem beängstigenden Überwachungsstaat mündet, in dem jeder den höheren Zielen der Naziideologie zu dienen hat.
    Geschickt führt uns der Autor mit seinem Roman die Risiken durch fehlgeleitete Nutzung der Technik vor Augen, insbesondere wenn diese in die falschen Hände oder unter Kontrolle von totalitären Regimen gerät, die Persönlichkeitsrechte und Datenschutz ignorieren. Eine aufwühlende, schockierende Vorstellung, die hoffentlich bei uns niemals im geschilderten Umfang Wirklichkeit werden wird, uns aber schon heute dazu verlassen sollte, sich kritische Gedanken zu dem eigenen Verhalten in der digitalen Welt und seinen digitalen Spuren zu machen.

    FAZIT
    „NSA“ – ein genialer Roman mit einer aufwühlenden, beklemmenden Geschichte und einem beängstigenden, glaubwürdig ausgearbeiteten Szenario, das einen sehr nachdenklich zurücklässt.
    Ein absolutes Lesehighlight!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    R
    Rdannyvor einem Tag
    Kurzmeinung: Beklemmende und spannenden Dystopie.
    Absolut empfehlenswert

    Das Buch fesselt von der erste Seite an. Die 800 Seiten lesen sich sehr entspannt, da Sprache und Stil sehr gut gewählt sind. Auch die Perspektiven und der Wechsel der Protagonisten sind stets gut gewählt.

    Inhaltlich ist es harter Tobak - regt sehr zum Nachdenken an.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    sabrinchens avatar
    sabrinchenvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Prädikat Wertvoll da es zum Nachdenken anregt! Moderne Errungenschaften schaffen es in die Weltkriegszeit!
    Prädikat Wertvoll da es zum Nachdenken anregt! Moderne Errungenschaften in Weltkriegszeit.

    Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch sein sehr spezielles und auch auffälliges Cover.
    Der Klappentext tat dann sein Übriges dazu das ich es sehr interessant fand.

    Von Andreas Eschbach kenne ich einige Bücher und weiss das es meistens von der Norm abweicht, das ist hier mit NSA auch der Fall.
    Mit 800 Seiten ist es schon ein kleiner Wälzer, aber diese sind mit einer Geschichte gefüllt die im Inneren sehr nachhallt und zum Nachdenken anregt.
    Definitiv eine Leseempfehlung für Historik, Krimi, Spionage... Fans.
    Eigentlich kann man dieses Werk keinem bestimmten Genre zuordnen also nehmt es zur Hand und lasst euch vom Klappentext inspirieren.
    Ich werde ganz viel mit anderen Buchbegeisterten über dieses Buch sprechen denn es hat für mich eine komplette neue Herangehensweise.

    Es lässt sich leider 1:1 auf die heutigen Lebenlagen übertragen das macht es umso faszinierender.
    Erzählt wird eine vielfältige, unkonventionelle Handlung in einem verständlichen Schreibstil der komplex und spannend daherkommt.
    Das Buch hat angenehme Kapitellängen.
    Es ist erschreckend realitätsnah und farbig gezeichnete Charaktere geben dem Plot wirkungsvolle Wendungen.
    Historisch belegte bekannte Persönlichkeiten, Gruppierungen und Ereignisse aus den 2. Weltkrieg werden der Handlung angepasst und erhöhen dadurch die Authenzität der Geschichte.
    Moderne Errungenschaften mit denen wir bedenkenlos umgehen schaffen es in ein historisches Setting zu einer der dunkelsten Stunden Deutschlands.
    Bis zum Schluss kommt keine Langeweile auf und daher Prädikat Wertvoll!

    Gelungen 5 Sternewürdig!!!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    calimero8169s avatar
    calimero8169vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Unvorstellbar wenn es so gewesen wäre, ein Alptraum wenn es so kommen würde.
    Fassungslos

    Inhalt

    Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reiches überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen,
    ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

    Eindruck

    Eschbach hat mit diesem Buch einen Nerv getroffen und die Augen nochmals um einiges weiter geöffnet. Der Umgang mit sozialen Medien, der Gebrauch von Mobiltelefonen und Computers ist heikel und sollte mit einer so großen Vorsicht betrieben werden, wie es wohl den wenigsten bewußt ist.

    Schon seit langer Zeit habe ich die Kamera meines Laptops abgeklebt. Warum, was der Auslöser war, weiß ich gar nicht - ich fühlte mich einfach beobachtet. Nach diesem Buch bin ich mir sicher, dass es richtig ist so. Die Vorstellung, dass ich durch all diese Dinge, ja sogar durch den Fernseher beobachtet werden kann, ist beängstigend. Wenn ein Staat die Möglichkeiten hat, ALLES zu kontrollieren und über jeden Einkauf, jedes Gedankengut, beliebig Telefonate mithören kann und sogar über die Aktivitäten in eigenen vier Wänden informiert ist, dann steuern wir, gerade im Hinblick auf die politische Entwicklung in unserem Land, auf ganz dunkle Zeiten zu. Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, wo wir heute stünden, wenn es 1942 tatsächlich bereits diese Möglichkeiten gegeben hätte.

    Die Schauplätze und Charaktere die Andreas Eschbach in NSA geschaffen hat, waren mit sehr nah. Mit allen konnte ich durch diese Geschichte gehen und mir alles sehr gut vorstellen. Den einen habe ich gehasst, mit den anderen habe ich gefiebert, gelitten und geweint. Ich war fassungslos wie dieses Buch endet, aber auch wenn es noch so hart ist - alles andere hätte die Authentizität zerstört.

    Fazit

    Ein großes Dankeschön an Andreas Eschbach für NSA - ein ganz großer Schatz unter meinen Büchern. Es war wieder ein Leseerlebnis vom Feinsten auch, oder gerade, weil es mich sprachlos gemacht hat. Es wird mich Sicherheit nicht das erste und letzte Mal gewesen sein, dass ich NSA lese.

    Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    StefanieFreigerichts avatar
    StefanieFreigerichtvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Zum Ende ziemlich kranker Horrorschocker, wenn auch der Plot zunächst genial daherkommt, eine "modernisierte" NS-Zeit
    Zum Ende ziemlich kranker Horrorschocker, wenn auch der Plot zunächst genial daherkommt

    Zum Ende ziemlich kranker Horrorschocker, wenn auch der Plot zunächst genial daherkommt

    Nein, es geht nicht um die NSA aus den USA – es geht um das fiktive „Nationale Sicherheitsamt“ in Weimar, gegründet noch im Kaiserreich. Die Handlung des Buches ist angesiedelt in einer Zeit, die zugleich historisch und fiktiv ist: die NS-Zeit, allerdings mit einigen klitzekleinen Änderungen. Es gibt bereits sehr funktionsfähige „Komputer“, Volkstelephone mit Bezahlfunktion, es gibt das Weltnetz (Internet). Damit wird aus einem historischen Roman flugs „alternative Geschichte“ (ein Subgenre von S/F, sozusagen „S/F praktisch ohne S/F“, ohne Aliens, Roboter und ähnliches). Der Gedanke ist hier nicht, wie in ähnlichen Büchern „wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte“, sondern „wenn Hitler noch mehr Ressourcen zur Verfügung gehabt hätte“. 

    So etwas mochte ich bis vor kurzem absolut nie lesen, mir war das echte “Dritte Reich” schon gruselig genug – bis ich auf das grandiose „Die Stunde der Rotkehlchen“/”Farthing” von Jo Walton stieß und hier aus dem Beginn zitieren möchte: This novel is for everyone who has ever studied any monstrosity of history, with the serene satisfaction of being horrified while knowing exactly what was going to happen, ....
    ....rather like studying a dragon anatomized upon a table, and then turning around to find the dragon's present-day relations standing close by, alive and ready to bite."
    bzw. (nicht so toll übersetzt)
    „Dieser Roman ist für alle, die sich jemals mit den Monstrositäten der Geschichte beschäftigt haben, schaudernd eigentlich, doch jederzeit wissend, wie es weitergeht, als ginge es um die Autopsie eines toten Drachen, nur um im nächsten Augenblick den sehr lebendigen Nachkommen des Drachen gegenüberzustehen und ihnen ins offene Maul zu starren.“ (Hervorhebungen durch mich). 

    Mit anderen Worten: tröstet euch nicht damit, dass es überwunden sei. Wehret den Anfängen.

    Autor Eschbach wechselt zwischen seinen zwei sehr unterschiedlichen Protagonisten Helene Bodenkamp, behütet aufgewachsene Tochter eines erfolgreichen Arztes, und Eugen Lettke, ärmlich, Halbwaise, die Mutter verbittert, aber von Stolz aufgrund des Heldentodes des Ehemannes durchdrungen. Die beiden jungen Leute teilen ihre Skepsis zur Ideologie der Nazis, und machen doch beide unabhängig Karriere bei der NSA, der Behörde, die sämtlichen elektronischen Spuren von Menschen im eigenen Land und weltweit verfolgt, um diese für die Zwecke der NSdAP auszunutzen. Helene stellt sich als Programmiergenie heraus, eine „Programmstrickerin“, die zunächst nur naiv von der Begeisterung für die Materie getrieben wird. Lettkes Begeisterung dient mehr ... Lettke, seine Vorlieben sind Macht, Demütigung, Herrschaft. Ganz wie damals laufen die historischen Ereignisse sonst ab, der Aufstieg Hitlers, der Einmarsch in Polen, in Frankreich, Pearl Harbour, die Weiße Rose - mit je kleinen "modernisierten" Anpassungen. Als Helene Zweifel kommen, ist sie in großer Gefahr.

    Mir gefiel sehr, wie der Autor fantasievolle eingedeutschte Begriffe gefunden hat, Elektrobrief = Mail, Bauchrednerpuppen = Trolle, Parole = Passwort, oder, mein Favorit: Jemanden das Klo runterspülen = Shitstorm. Ja, so ein wenig sollte man sich mit den Dämonen der Jetzt-Zeit beschäftigt haben, die aus den modernisierten Formen der Dämonen von damals sprechen. Da wird zu Beginn das Tagebuch Anne Franks verraten, die dank der Programmierkünste von Helene sehr einfach aufgefunden werden konnte, da kommt es zu einer Vermischung mit den Gefahren des Heute: Metadaten, Trolle, Trojaner, Triangulation, Vorratsdatenspeicherung, Telefone mit „Alexa“ zur NSA. Den Anfang fand ich noch genial.

    Dann grauste es mich zusehend. Ja, der Gedanke ist genial, ich brauche auch bestimmt nicht nur Bücher mit Happy End, nicht einmal mit geschlossenen Enden und mag keine Liebesschnulzen. Aber das hier ist mir deutlich zu viel. 

    Absolute Warnung für Empfindliche

    Ich habe ähnliche Albträume schon bekommen nach meiner ersten Stephen King – Verfilmung (ein Raucher-Entwöhnungsprogramm, bei dem dem Raucher gesagt wurde, seine Frau würde für jede Zigarette einen Finger verlieren. Nach irgendeinem Kameraschwenk sah man dann die Frau seines rauchentwöhnten Kumpels. Man sah ihre Hand, soweit ich das zusammen bekomme, „mit ohne Finger“. Ich habe das in den 80ern gesehen und mich gruselt es noch heute und ich habe nie wieder Stephen King angerührt – bevor Proteste kommen: das ist meine persönliche Freiheit!).

    Ich habe getan, was ich sonst nie tue. Ich habe bei etwa Seite 759 gespickt. Nein nein nein. Geniale Idee, wenn man so etwas aushalten kann. Um einen „Drachen“ wie oben eingeleitet zu erkennen, muss man das aber nicht, das lenkt nach meiner Meinung nur ab von dem eigentlichen Bösen, es ist etwas zu viel. Nein danke zu Nazis, Diktatoren, Demagogie, Folter, Mord, Rassismus – das muss man nicht wirklich erläutern. Aber auch ein Nein von mir zu kranken Horrorschockern. 

    2 Sterne (ich bin enttäuschter, wenn ich ein Buch zuerst für genial hielt). Und bitte einen großen Teddybären.

    Nachtrag, wegen Rückfragen, WAS ich genau nicht mochte: mit alternativer Geschichte kann ich umgehen (so viel S/F geht noch). Mit "echter" S/F / Fantasy kann und konnte ich nix anfangen, ich fand schon "Karlsson vom Dach" als Kind völlig sinnlosen Blödsinn, etwas, das nicht möglich ist Punkt. 
    Das Buch beginnt als alternative Geschichte, hat aber später Elemente von etwas, was hinausgeht über "was wäre gewesen wenn". Das ist für mich so etwas von völlig willkürlich ausgedacht ...

    Ich mag Bücher, die Fiktion sind im Sinne, dass ich mir das im echten Leben vorstellen kann. Einiges von dem, was ich mir nicht vorstellen kann, MAG ich mir dann noch nicht einmal vorstellen können, das ist für mich der blanke Horror (natürlich könnte man jemandem, um mein Stephen King - Beispiel von oben zu zitieren, das Rauchen abgewöhnen, indem man dessen Frau ein Fingerchen nach dem anderen abhackt - ach ja, mit Grimms Märchen werde ich auch kein Freund ;-) Aber nee.
    Und man kann auch argumentieren, dass Jules Vernes vieles vorwegnahm oder der Star Trek - Kommunikator jetzt als Smartphon herumläuft. Damit hört es dort aber schon auf, oder?
    Und ich bleibe dabei: der ECHTE Horror der NS-Zeit reicht mir. Und die Leute, die sich durch Social Media "fernsteuern" lassen, reichen mir auch.

    Kommentare: 9
    10
    Teilen
    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Zum Nachdenken und zum Hinterfragen so einiger heutigen Gewohnheiten - verpackt in eine spannende und fantastische Geschichte.
    was wäre wenn.......Interessantes Thema und spannende Lektüre

    Das Buch ist wirklich ein Roman, über den man schon während des Lesens, aber sicherlich auch nach dem Beenden, ziemlich viel nachdenken wird.
    Andreas Eschbach hat diesmal eine Mischung aus einem fantastischen-historischen Roman geschrieben. Was wäre.....wenn es im Dritten Reich schon die modernen Möglichkeiten der Kommunikation und der Überwachung gegeben hätte ? Was sind das (auch heute) für Machtinstrumente - die, wenn sie in die falschen Hände gelangen, was ausrichten können?

    NSA steht für das Nationale Sicherheitsamt. Dort arbeiten Eugen Lettke und die junge Helene. Abwechselnd beschreibt der Autor ihren Werdegang, wie sie zur NSA kamen, ihren privaten Hintergrund, ihre Ambitionen und auch ihre Einstellungen. Durch die kapitelweise wechselnden Protagonisten bleibt es immer spannend.  Helene Bodenkamp - die sich verliebt und ihrem Liebsten zu einem Versteck verhilft - fängt an so einiges, was sie an der Arbeit zu sehen und hören - oder als Aufgabe zugeteilt - bekommt, zu hinterfragen . Sie lässt sich auch hinreißen einiges heimlich zu sabotieren oder jedenfalls so zu verändern, dass zumindest ihr Freund nicht zu Schaden kommt.
    Anders hingegen Eugen - er hat seine ganz persönlichen Gründe, um auch privat herumzuschnüffeln und seine Erkenntnisse gezielt auszunutzen.

    Trotz des dicken Wälzers von fast 800 Seiten bleibt die Grundspannung immer bestehen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, weil irgendwas immer passiert. Es geht natürlich auch viel um das Gebiet Programmieren, aber es ist hier alles sehr verständlich und nicht zu wissenschafltich erklärt, es ist ja immer auch ein fantastischer Anteil bei allem dabei. Diese Mixtur, einerseits reale geschichtliche Ereignisse und historische Personen, verknüpft mit einer was-wäre-wenn-Konstellation haben hier eine hochexplosive Mischung ergeben. Durch die sehr verschiedenen Hauptfiguren Eugen und Helene, die hier aufeinander treffen, und in ihrer Art, ihrem Hintergrund, aber auch in ihren Werten und Zielen so unterschiedlich sind, bleibt auch der Anreiz wissen zu wollen, wie es mit dem Einzelnen weiter geht immer konstant hoch. Und - hier kann man einfach nicht spoilern -  Hut ab, das Ende hat es in sich und bietet wiederum viel Raum zum Nachdenken ! Aber etwas anderes hätte ich mir auch kaum vorstellen können.

    Fazit:
    Sehr interessanter Stoff - zum Nachdenken, zum Hinterfragen und für viele spannende Lesestunden. Trotz der vielen Seiten ist man aber schneller durch als man anfangs glaubt, weil man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    J
    JeanetteHvor 5 Tagen
    Vielschichtiger Roman

    Was wäre, wenn es zur Zeit des Nationalsozialismus schon Computer gegeben hätte? Andreas Eschbach mischt in „NSA“ die realen historischen Begebenheiten mit modernen Überwachungstechniken und fiktiven Elementen. Das Ergebnis ist ein vielschichtiger Roman, der trotz seines Umfangs von stolzen 800 Seiten keinerlei Längen aufweist.

    Die Hauptpersonen sind die junge Programmiererin Helene Bodenkamp und der Analyst Eugen Lettke, die beim Nationalen Sicherheits-Amt arbeiten. Dort werden die zahllosen Daten, die das Regime über die Bevölkerung gesammelt hat, verknüpft, um Gegner des Nationalsozialismus ausfindig zu machen.

    Helene ist zu Beginn der Geschichte noch ein Schulmädchen, dass die Begeisterung der Eltern für Hitler hinnimmt, ohne sie zu hinterfragen. Als junge Erwachsene beginnt die zutiefst unsichere Helene, mit derselben unkritischen Einstellung beim NSA zu arbeiten. Erst mit der Zeit werden ihr die erschreckenden Auswirkungen ihrer Arbeit bewusst und sie möchte nicht länger für die Deportation versteckt gehaltener Juden und ähnliche Gräueltaten mitverantwortlich sein. Im Verborgenen beginnt Helene, ihre Möglichkeiten als exzellente Programmiererin zum zaghaften Widerstand zu nutzen…

    Helene ist in diesem Roman die Figur, mit der man fühlt, hofft und bangt. Ganz anders ihr Kollege Eugen Lettke, der die Daten des NSA lieber für seine persönlichen, widerwärtigen Neigungen benutzt. Dennoch verflechtet sich seine Geschichte mit Helenes und die beiden stoßen gemeinsam auf etwas, das größer ist, als sie sich jemals hätten vorstellen können…

    „NSA“ bietet neben einem interessanten Einblick in die Kunst des Programmierens erschreckende Erkenntnisse über das Datensammeln von Regierungen und die daraus entstehenden Möglichkeiten, die Bevölkerung zu kontrollieren und zu unterdrücken.

    Fazit: Ein vielschichtiger Roman, der Realität und Fiktion geschickt miteinander verknüpft und zum Nachdenken über die Gefahren von Datensammlungen anregt – 5 Sterne.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein absolute Lese-Leckerbissen! Eschbach eben!
    Ein absolute Lese-Leckerbissen! Eschbach eben!

    Ein absoluter Lese-Leckerbissen! Eschbach eben!

    Der 1959 in Ulm geborene Autor studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrt-Technik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler sowie Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Heute gehört er zur Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren und ist außerdem einer meiner Lieblingsautoren.

    Inhalt (Klappentext): Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien und deren totale Überwachung? Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.

    Meine Meinung: Wo soll ich bloß anfangen, schwebe immer noch auf Wolke 7 bei diesem Roman. Einem der besten von Eschbach und ein absolutes Jahres-Highlight! Aber eins nach dem anderen …

    Zuerst einmal startet Eschbach – wie in vielen seiner Romane – mit einer supertollen, innovativen Idee. Dieses Mal, einem Gedankenspiel: Was wäre, wenn unsere moderne Computer-Technologie in die falschen Hände geriete, in die Hände einer diktatorischen Regierung, die damit noch schneller und effektiver ihre menschenverachtenden Ziele verfolgen könnte. Meisterhaft verwebt Eschbach dabei Realität und Fiktion und bringt uns vor dem Hintergrund dieser Technologie-Entwicklung zwei Figuren besonders nahe: die Protagonistin Helene Bodenkamp und den Antagonisten Eugen Lettke.

    Auch hier beim Thema Figurenzeichnung versteht es der Autor gekonnt, den Leser emotional an die Figuren zu binden, sehr bald kommt der Zeitpunkt, wo einem nicht mehr egal ist, was mit ihnen passiert – da die äußeren und inneren Konflikte stetig zunehmen, steigert dies auch die Spannung bis zum Zerreißen – und am Ende ist man vom Schicksal der beiden so sehr betroffen, dass man noch lange über sie nachdenkt. Man kann sie einfach nicht vergessen!

    Sehr gut gefielen mir auch die vielen Ideen, die Eschbach in den Plot einstreut – das NSA lässt sich immer neue, ausgefallenere Sachen einfallen, um für die sogenannte Sicherheit des Reichs zu sorgen und somit deren Daseinsberechtigung als Reichsorgan zu rechtfertigen, denn die Angst ist natürlich groß, dass man dem Auftrag nicht gerecht und dann z.B. in den Krieg eingezogen werden könnte. Dabei spielt das Thema Programmierung eine große Rolle, denn die Heldin schreibt Programme und verfolgt damit andere Ziele als z.B. Lettke, ihr Vorgesetzter.

    Zum Ende kann ich nur drei Dinge sagen: wow, wow und wow!!

    Fazit: Ich war ja schon vorher Eschbach-Fan und liebe seine Bücher – v.a. z.B. „Herr aller Dinge“, das ich unbedingt nochmals lesen möchte – aber mit diesem Roman hat sich der Autor echt selbst übertroffen. Das Buch hat zwar mit 800 Seiten deutlich Überlänge, aber ich hätte auch das Doppelte vertragen! Ein absoluter Lese-Leckerbissen in jeder Hinsicht und nicht nur eines meiner Jahres-Highlights, sondern der letzten Jahre! Unbedingt lesen!

    Kommentare: 2
    2
    Teilen
    ReadingFoxys avatar
    ReadingFoxyvor 7 Tagen
    Was wäre wenn...

    NSA wurde von dem Autor Andreas Eschbach verfasst. Er gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Er erhielt bereits etliche Auszeichnungen und Ehrungen.


    NSA umfasst mehrere Jahre, doch sind diese hauptsächlich in den 1940/50er Jahren angesedelt und umfassen den 2ten Weltkrieg. Wir lernen Helene und Eugen kennen und wie unterschiedlich sie mit all den Geschenissen umgehen, die sie erleben. Nur eins haben sie gemeinsam – irgendwann landen beide beim NSA und arbeiten dort an und mit Programmen um Deutschland zum Sieg zu verhelfen. Programme zu dieser Zeit? Ja, denn genau darum geht es hier. Wie hätte es laufen können, wenn es damals schon Computer und eine Weltvernetzung wie heute gegeben hätte? Was hätte man mit all diesem Wissen anfangen können?


    Neben viel privaten Erlebnissen und Konfrontationen erleben wir eine Welt in der man Menschen ohne große Probleme ausfspüren und sie somit vernichten kann. Es ist natürlich viel fiktional, doch hat Eschbach auch einige reale Personen der Zeit einfließen lassen.


    Das macht den Roman noch ein bisschen realer und lässt einen oft über diese Situationen nachdenken. Und genau das ist es, was dieses Buch für mich zu einem ganz wichtigem Buch macht. Heutzutage hinterlässt jeder seinen digitalen Fußabdruck. Hier mal schnell die Adresse eingegeben und hier die PayBack Karte genutzt um Punkte zu sammeln. Vermutlich wissen manche Firmen mehr von einem als Freunde, Familie und vermutlich man selbst über einen.


    Lasst euch nicht von den Seiten anschrecken – die sind so schnell gelesen, dass man das Gefühl hat man hat doch eben erst zu lesen begonnen. Ich kann dieses Buch nur jeden ans Herz legen. Ein Roman, der sich leicht und flüssig lesen und dennoch viel zum nach- und umdenken anregen lässt.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    mrs-luckys avatar
    mrs-luckyvor 2 Monaten
    Das klingt superspannend und von Büchern von Andreas Eschbach wurde ich noch nie enttäscht - das muss ich unbedingt lesen
    Kommentieren
    DocAndrews avatar
    DocAndrewvor 2 Monaten
    Ich mag die Bücher von Andreas Eschbach und das Thema macht erschrocken und nachdenklich. Was wäre gewesen, wenn dies alles möglich gewesen wäre??
    Kommentieren
    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 4 Monaten
    Klingt spannend.
    Kommentieren
    Kats_Bookworlds avatar
    Kats_Bookworldvor 4 Monaten
    Ich freue mich auf das Buch, weil es nach einer richtig tolles Dystopie klingt, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat.
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks