NSA - Nationales Sicherheits-Amt

von Andreas Eschbach 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Ein genial verfasstes Gedankenexperiment, das durch Realitätsnähe und Ergebnis in absolute Schockstarre versetzt. Bester Roman 2018!

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Inhaltsangabe zu "NSA - Nationales Sicherheits-Amt"

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet...

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07GP93RC1
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:28.09.2018
Das aktuelle Buch ist am 28.09.2018 bei Bastei Lübbe erschienen.

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    thenightvor 5 Tagen
    NSA von Andreas Eschbach

    Inhalt. Weimar 1942. Die Programmstrickerin Helene arbeitet beim NSA. Mit aller Hingabe viel Talent und Können entwickelt die junge Frau Komputerprogramme. Programme die ihr Kollege Lettke für seine eigenen, miesen Zwecke benutzt.


    Meine Meinung:

    NSA als ich den Titel und den Klappentext las, war meine Neugier schon geweckt. Was wäre gewesen hätten die Nazis tatsächlich schon Computer gehabt, Mobiltelefone und soziale Netzwerke und mit den Nazis natürlich auch schon alle andere Staaten.

    Selbstverständlich noch nicht so ausgereift wie in der Gegenwart, aber völlig ausreichend um Regimegegner auszuspionieren und dann auszuschalten.

    Ich konnte gar nicht so schnell lesen,wie mein Kopfkino lief, ich musste unbedingt wissen, wie sich Andreas Eschbach die Zeit mit den technischen Möglichkeiten vorstellte. Das Szenario, das der Autor entwickelt ist erschreckend, totale Überwachung, alles was jemals im Weltnetz (Internet) geschrieben wurde, wird archiviert und ist jederzeit abrufbar. Durch die Abschaffung des Bargelds, werden sogar alltägliche Einkäufe gespeichert und anhand der Durchschnittswerte eines Haushalts können die Behörden auf die zu versorgenden Personen schließen und sollten sie zu dem Verdacht kommen, das Regimegegner versteckt werden eingreifen.

    Verschwörungstheoretiker sehen hier vielleicht nicht ganz zu unrecht Parallelen zur Gegenwart.

    Eschbachs Protagonisten sind liebevoll und detailliert ausgearbeitet, auch wenn sein Focus mehr auf Helene zu liegen scheint als auf Lettke und alle anderen, Helene ist die heimliche Hauptfigur über sie erfahren wir am Meisten, ihr Leben, ihre Beziehungen zu den Regimetreuen Eltern, zu ihrem Onkel der der Regierung eher kritisch gegenübersteht und natürlich zu ihrer großen Liebe Arthur, beschreibt der Autor sehr authentisch. Ich mochte sie sehr. Ganz im Gegensatz zu dem kriminellen Eugen Lettke, der nach meinem Verständnis wonach die Nazis ihren Arierstempel vergaben nur äußerlich den Ansprüchen genügt, innerlich ist er ein Widerling, korrupt, feige, egoistisch, ein Vergewaltiger und Verräter,bei genauerem Nachdenken also doch genau das was die Nazis wollten. Mit Lettke hat Eschbach einen Charakter erschaffen über den ich mich wirklich aufregen konnte.

    NSA ist nicht mein erstes Buch des Autors, ich mochte seinen Schreibstil schon immer und auch das er oft aktuelle Themen aufgreift, aber aus irgendeinem Grund hatte ich auch schon häufiger Schwierigkeiten mit dem wie er die Romane enden ließ, ich könnte da jetzt nicht den Finger drauflegen, es war immer nur ein Gefühl. Je näher ich dem Ende kam, desto unruhiger wurde ich also. Vielleicht könnt ihr euch meine Erleichterung vorstellen wenn ihr das Buch gelesen habt, ich liebe das Ende.

    Noch kurz zum Cover, das mir auch sehr gut gefällt, es passt zum Buch und mit dem Auge im Mittelpunkt bringt es dem Betrachter das Thema schon sehr nah.


    NSA NATIONALES SICHERTS-AMT bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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    MissWatson76s avatar
    MissWatson76vor 6 Tagen
    Bilder, die einen nicht mehr loslasse

    Das ist eines dieser Bücher, die man eigentlich gar nicht erst lesen oder hören will, weil es sich schon wieder um den Weltkrieg und Hitler dreht. Aber auf Andreas Eschbach war ich dann doch neugierig und nachdem mir das Buch/Hörbuch das dritte Mal in die Finger fiel, konnte ich doch nicht widerstehen.

    Das Cover ist einfach aber gut gewählt und es fällt auf. Die Sprecherin Laura Maire kannte ich schon von anderen Hörbüchern und war sehr zufrieden mit der Wahl.


    Es geht hier um eine fiktive Realität, in der gezeigt und sehr realistisch dargestellt wird, was gewesen wäre, wenn es zur Zeiten von Hitler und im zweiten Weltkrieg schon Computer gegeben hätte.

    Und das Interessante ist, dass hier zumeist Frauen das Programmieren übernehmen, was uns heutzutage kaum zugetraut wird. Aber die Erklärung dafür ist doch sehr simpel und glaubwürdig. Hierbei lernen wir auch die junge Helene kennen, die für das NSA - das Nationale Sicherheitsamt arbeitet. Das tut sie natürlich in bestem Wissen und Gewissen, denn sie weiß ja nicht, was mit den Ergebnissen der Computeranalysen letztendlich angestellt wird. Das erfährt sie erst sehr viel später.

    Sie lebt im Haus ihrer Eltern, die konservativ sind und an das System glauben. Das tut Helene dann doch auch, aber ihre Welt gerät ein wenig ins Wanken, als sie einen jungen Studenten kennenlernt und mit ihm eine wichtige Diskussion führt, die sie nicht nur zum Nachdenken bringt, sondern auch ihr Herz gewaltig durcheinander bringt.

    Über ihre Freundin Marie und dessen Mann sieht sie den Studenten später wieder und verliebt sich in ihn.

    Ich will nicht zuviel verraten, aber Helenes Leben gerät durch diese Begegnung und durch ein weiteres Ereignis gehörig durcheinander und wird gefährlicher denn je. Ihre ganze Welt wird auf den Kopf gestellt und um die Liebe ihres Lebens zu retten, muss sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen.

    Helenes Leben wird nie wieder so sein wie früher. Und wer hier eine Liebesgeschichte erwartet,  wird doch enttäuscht und gleichzeitig in eine Welt von Spannung, Realität und Fiktion und Bildern gezogen, die er nicht mehr vergessen wird.

    Besonders das Ende und das letzte Bild sind etwas, was einen nicht mehr so schnell loslässt, wirklich grausam und doch fragt man sich dann, was der Autor damit ausdrücken will. Man kann hier ernste, interessante und psychologische Diskussionen und Überlegungen ableiten und es wäre sicher ein gute Buch für den Literaturkurs oder Geschichtskurs.







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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ein genial verfasstes Gedankenexperiment, das durch Realitätsnähe und Ergebnis in absolute Schockstarre versetzt. Bester Roman 2018!
    Prädikat besonders wertvoll!

    Klappentext (Lovelybooks):

    Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

    Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet…

    Meine Meinung:

    „NSA“ war für mich das erste Buch des Autors und Andreas Eschbach hat es damit geschafft,  meine größte Autoren-Neuentdeckung 2018 zu werden.

    Nach Lesen des Klappentextes habe ich bereits vermutet bzw. gehofft, dass der Inhalt meine hohen Erwartungen erfüllen kann, jedoch niemals damit gerechnet, dass es mich derart begeistern wird. 

    Der Einstieg lädt direkt ein in das bereits bestehende Nationale Sicherheits-Amt. Sehr eindrücklich, ja geradezu schockierend, erfährt man unmittelbar zu welchem Zweck dieses Amt gegründet wurde und wie dort mit Hilfe von Überwachungstechnik/-programmen gearbeitet wird. 

    Ich empfand es als ganz große Stärke, wie selbstverständlich diese, für uns selbst noch moderne Technik, im Jahre 1942 bereits zum Einsatz kommt. So zeichnete es sich für mich sehr früh ab, dass es dem Autor hervorragend gelingen wird, ein stimmiges und konsequent durchgezogenes Gedankenexperiment abzuliefern, bei dem Historie und Fiktion eine perfekte Synergie eingehen.

    Nach dem Besuch im NSA portraitiert Andreas Eschbach die Viten der Programmiererin Helene Bodenkamp und ihres Vorgesetzten Eugen Lettke, beginnend bei deren Kindheit/Jugend. 

    Hier zeigt sich dann auch die nächste große Stärke, denn Eschbachs Charakterzeichnung ist in beiden Fällen schlichtweg großartig ausgefallen. Sowohl zu Helene, als auch zum Antagonisten Eugen, fühlte ich mich direkt verbunden. Ihre Entwicklung/Motive waren für mich durchweg greifbar und wurden von diversen Emotionen begleitet. 

    Für mich gestaltete sich der gesamte Handlungsverlauf unfassbar fesselnd und emotional mitreißend. Mich haben zahlreiche Passagen betroffen gemacht und durch den realen Bezug durchfuhr mich oft eine spürbar eiskalte Gänsehaut, die mich nur darin bestärkt, auch zukünftig Vorsicht beim Teilen von privaten Daten im Netz walten zu lassen. 

    An die Vertonung durch Laura Maire musste ich mich anfangs noch gewöhnen, da mir eine männliche Erzählstimme besser gefallen hätte. Im weiteren Verlauf und bezogen auf die Protagonistin Helene, hat sie es aber geschafft, mir eine großartige Hörzeit zu bescheren.  

    Ich wünsche mir, dass dieser Roman viele LeserInnen ähnlich begeistern kann und für die eher „lesefaulen“ Menschen hoffe ich, dass sich ein Produzent ganz schnell die Filmrechte schnappt, denn dieser Stoff schreit förmlich nach einer internationalen mehrteiligen Serienproduktion. 

    Fazit:

    Ein genial verfasstes Gedankenexperiment, das durch Realitätsnähe und Ergebnis in absolute Schockstarre versetzt. Bester Roman 2018!

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