Todesengel

von Andreas Eschbach 
4,2 Sterne bei238 Bewertungen
Todesengel
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Sanjoons avatar

Ok. Eschbach hatte schon bessere. Die Message, die das Buch enthält ist allerdings sehr realitätsnah und regt zum nachdenken an.

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„Todesengel“ zeigt auf, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch läuft und welche Konsequenzen dies für uns alle hat.

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Inhaltsangabe zu "Todesengel"

Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich – er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404172382
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:18.06.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.09.2013 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    NicolePs avatar
    NicolePvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: „Todesengel“ zeigt auf, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch läuft und welche Konsequenzen dies für uns alle hat.
    Todesengel

    Ein alter Mann wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen. Er überlebt, aber seine beiden Angreifer sind tot – erschossen. Als die Polizei Herrn Sassbeck verhört, behauptet er, einen Engel gesehen zu haben. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Liegt hier ein Fall von Notwehr vor, oder war es Selbstjustiz? Ein Journalist kann beweisen, dass Sassbeck die Wahrheit sagt. Wer ist der Unbekannte, der Menschen in Not hilft, wenn auch mit tödlichem Ausgang für die Täter?

    Diese Geschichte wirkt nach dem Lesen noch lange nach. Das Thema Gewalt mit Tätern und Opfern ist sehr gut ausgearbeitet. Viele Emotionen kommen beim Lesen auf. Alle Figuren und Geschehnisse werden ausgezeichnet dargestellt.

    Viele Gedanken, die man sich macht, wenn man von solchen Verbrechen hört, sind auch in diesem Buch zu finden. Oft erkennt man sich selbst, egal ob man mit den Gedanken beim Opfer oder Täter ist. Der Autor schafft es, über dieses schwierige Thema ohne erhobenen Zeigefinger zu schreiben oder eine der beiden Gruppen zu bevorzugen. Es bleibt alleine dem Leser überlassen, wie er mit den Geschehnissen umgeht.

    Auch die Seite der Polizei wird gut dargestellt, denn sie ist oft machtlos. Als Leser nimmt man wahr, dass die Polizei solche Täter nicht abschreckt. Denn, selbst wenn ein Jugendlicher wegen seiner Taten vor Gericht landet, die Täter kommen mit geringen Strafen davon und begehen schon bald neue Straftaten. Auch zu diesem Thema ist eine interessante Stelle im Buch zu finden.

    „Todesengel“ zeigt auf, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch läuft und welche Konsequenzen dies für uns alle hat. Dieses Buch sorgt dafür, dass ein oder Leser etwas fassungslos zurückbleibt. Im Grunde kann man über manche Dinge nur noch den Kopf schütteln, denn leider geht es auf unseren Straßen genau so zu.

    Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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    Ignacio_Mendezs avatar
    Ignacio_Mendezvor 9 Monaten
    Engel oder Psychopath?

    in gerechter, heldenhafter Volkstrecker, oder doch ein psychopathischer Mörder? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Beim Lesen hadert man immer wieder mit sich selbst, ist schockiert vom brutalen Vorgehen des "Todesengels". Gleichzeitig muss man sich eine gewisse Sympathie für ihn eingestehen, denn ist es nicht so, dass er lediglich dem Sünder seine gerechte Strafe zuführt?

    Eine Stadt hält wegen der Taten eines Todesengels den Atem an. Er erscheint scheinbar immer zur rechten Zeit an einem Ort an dem gerade ein unbescholtener Bürger Opfer einer brutalen Gewalttat wird. Der Todesengel wackelt nicht lang und richtet den Täter zu Tode. Augenzeuge beschreiben ihn als Lichtgestalt. Bald verbreiteten sich in der ganzen Umgebung die Taten des Todesengels, nicht wenige sprechen ihm Sympathien zu. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und können zunächst nur tatenlos zusehen.

    Selbstjustiz, ja oder nein? Wie steht es um das eigene Rachegefühl, um das eigene Bedürfnis einen gemeinen Täter für seine Grausamkeiten Leiden zu sehen? Gibt es schlechte und gute Mörder? 

    Fragen, mit denen sich der Leser schnell konfrontiert fühlt. Ein packender Thriller, den man nur ungern aus der Hand gibt.

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor einem Jahr
    Engel oder Psychopath?


    Ein Rentner wird von zwei Jugendlichen in einer U-Bahn-Station grundlos halb tot geschlagen, drei Skinheads prügeln und treten einen jungen Mann bewusstlos, vier Kerle überfallen eine junge Türkin, ein jüdischer Trainer für Selbstverteidigung wird auf dem Heimweg von einigen jungen Arabern angegriffen – und immer erscheint zur Rettung der Bedrängten ein strahlend weißer Engel, der die Täter brutal bestraft und dann spurlos verschwindet. Die Polizei tappt im Dunkeln und vermutet anfangs falsche Aussagen der Überfallenen - für die Bevölkerung der Stadt jedoch handelt es sich hier um einen Engel, einen Racheengel zum Schutz der Wehrlosen. Doch dann bekommt der Journalist Ingo Praise ein anonymes Video zugeschickt, auf dem der „Todesengel“ zu sehen ist …

    Die stets zunehmende Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft, das oft lebenslange Leid der Opfer und die meist geringe Bestrafung der jugendlichen Täter sind nur einige der Probleme, die der Autor Andreas Eschbach hier aufgegriffen und als spannenden Krimi verarbeitet hat. Der Schreibstil ist dabei von beeindruckender Intensität, ausdrucksstark und lebendig. Man merkt, dass sich der Autor mit dem Thema gründlich auseinander gesetzt hat, es von allen Seiten beleuchtet, ohne für eine bestimmte Seite Partei zu ergreifen. Er überlässt es dem Leser, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

    Selbstjustiz und Zivilcourage sind die vorherrschenden Themen des Buches. Soll man das Gesetz in die eigenen Hände nehmen, wenn der Staat versagt? Es wird mehr Mut zum Eingreifen gefordert, doch dass der Helfer sich selbst in Gefahr bringt oder sich gar strafbar macht wenn er den Angreifer verletzt – darauf weist niemand hin. Warum werden die Angreifer vor Gericht mit Samthandschuhen angefasst und wegen widriger Umstände, die zu der Tat geführt haben, noch bedauert, während die Opfer mit ihrem physischen, psychischen und materiellen Schaden meist alleine gelassen werden? Und was geschieht, wenn irrtümlich ein Unbeteiligter zu Tode kommt? Ein erschreckender, dramatischer Schluss, der perfekt zur Handlung passt, stimmt sehr nachdenklich und weckt beim Leser zwiespältige Emotionen.

    Fazit: Ein empfehlenswertes Buch über ein mehr denn je aktuelles Thema – aufregend und sehr spannend umgesetzt.

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    MargareteRosens avatar
    MargareteRosenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klare Regeln für Gewaltverbrecher - keine Gnade!
    Ein Todesengel gibt Opfern Hoffnung

    Ich mag die Geschichten von Andreas Eschbach nicht alle, doch die meisten. Diese Buch gehört dazu.

    Die Story ist klar strukturiert. Zeitliche Sprünge nachvollziehbar und die Anzahl der Protagonisten noch überschaubar.

    Das Ende war erst ziemlich zum Schluß klar.

    Die Botschaften:
    1.  Wenn unsere Gesellschaft klare Regeln und Strafen für Gewalttäter einfordert, sinken die Kriminalitätsraten.

    2. Unsere Gesellschaft sollte mehr der Opfer gedenken und diese unterstützen, als die Gewalttäter in Watte zu packen.

    Sind plausibel und nachvollziehbar.

    Eschbach legt mal wieder den Finger auf die Wunde, da wo unsere Gesellschaft krankt, bietet er eine Lösung. Nicht der Aufruf zur Selbstjustiz, sondern klarere Regeln und Gerechtigkeit.

    Das Cover hat mich sofort angesprochen. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch Seite für Seite verschlungen. Für mich ein weiteres Schmakerl: er greift nicht zu extremen Gewaltbeschreibungen und spielt wieder hervorragend mit der Phantasie des Lesers.

    Fazit: Absolut lesenswert.

    Kommentare: 1
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    BlackWs avatar
    BlackWvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Buch, aber kein Thriller
    Lesenswert durch das Thema und die Charaktere

    Andreas Eschbach ist ohne Frage ein großartiger Schriftsteller. Er spricht sehr wichtige, aufwühlende Themen an. Doch für einen Thriller fehlt das Tempo, würde es eher unter Roman einstufen.

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    MichaelMerhis avatar
    MichaelMerhivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein verdammt schönes Buch, das das Thema Gewalt und Selbstverteidigung behandelt.
    Todesengel, ein verdammt spannendes Buch!

    Wiedermal schafft es Andreas Eschbach, eine Geschichte zu schreiben, die einem direkt in ihren Bann zieht. Es geht weniger um die Täter, als um die Opfer von Gewaltverbrechen. An einigen Stellen wiedeholt sich leider so einiges, aber trotzdem, ist man regelrecht wütend über das was man liest, Man blättert seite für Seite und man denkt, das die aufgestaute Wut irgendwann einmal, ventiliert wird, aber das ist ein trugschuss. Wenn man ersteinmal die letzte Seite gelesen hat, ist man noch wütender und trauriger als zuvor.
    UNBEDINGT LESEN!!!!

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    KarinFrankes avatar
    KarinFrankevor 2 Jahren
    Nahe an der Realität

    Ein Racheengel streift durch die Stadt, rettet die Opfer und bestraft die Täter mit harter Hand. Zuerst glaubt die Polizei an eine Schutzbehauptung, bis die Vorfälle zunehmen.
    Wieder ein sehr guter Eschbach. Ihm gelingt es, ein hochaktuelles Thema in spannender Form zu verarbeiten. Über seinen Schreibstil brauche ich wohl nichts zu sagen, der ist wie immer flüssig und gut zu lesen.
    Auf der einen Seite die Opfer, er schildert anschaulich die Brutalität, der diese ausgesetzt sind und die Angst, die sie noch lange danach begleitet. Auf der anderen Seite die Täter, die vor Gericht oft mit einer geringen Strafe davonkommen. Aber darf man deshalb erbarmungslos töten?
    Der Racheengel jedenfalls ist dieser Meinung und viele Bürger der Stadt jubeln ihm zu. Endlich jemand, der keine Gnade kennt, der etwas gegen die ausufernde Bedrohung unternimmt, der anders als der Staat die Straftaten nicht bagatellisiert, nicht ständig nach Entschuldigungen für die Täter sucht.
    Mit seinem Hauptcharakter, dem Journalisten Ingo Praise geht Eschbach der Frage nach, ob der Staat seine Bürger ausreichend schützen kann und welchen Stellenwert Selbstjustiz hat oder haben kann. Eine Antwort darauf liefert er natürlich nicht, aber jede Menge Anregung zum Nachdenken.
    Einzig das Schluss gefällt mir nicht, daher auch nur vier Sterne statt fünf. Die letzte Bestrafungsaktion des Todesengel endet in einem Fiasko, am Ende bleiben nur Opfer, was ich bei der großartigen Aufarbeitung des Themas als enttäuschend empfand.

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    Babschas avatar
    Babschavor 2 Jahren
    Gesellschaft und ihre Missstände


    Die Story spielt in einer fiktiven deutschen Großstadt, könnte aber auf jede passen. Eschbach lässt hier einen geheimnisvollen Typen von der Leine, hellweiß leuchtend, überirdisch. Und mit zwei Pistolen bewaffnet, mit denen er nachts durch die Straßen streift und immer gerade noch rechtzeitig Menschen, die auf dem Weg sind, soeben von anderen Zeitgenossen zusammengetreten, misshandelt und Richtung Tod befördert zu werden, durch kompromissloses Abknallen der Täter retten kann. Nach kurzer Zeit werden Justiz, Polizei und Medien auf ihn aufmerksam. Schnell heißt er nur noch der Racheengel und wird zum Synonym für gelungene Selbstjustiz in einem Staat, der in letzter Konsequenz immer die Täter und nicht die Opfer schützt . Die Zahl seiner Opfer steigt rasant und damit die Unruhe in allen Schichten der Bevölkerung. Bis zuletzt alles ausser Kontrolle gerät.

    Der Autor nimmt sich in seinem Buch eines tatsächlich äußerst kontroversen und kritischen Themas an, mit dem wahrscheinlich schon jeder mehr oder weniger zu tun hatte. Wer hat tatsächlich den Schneid, sich einzumischen, wenn jemand vor den eigenen Augen von irgendwelchen Durchgeknallten auseinander genommen wird, oft mit Todesfolge? Welches Risiko geht man dabei ein? Und welche Folgen hat das ggf. für einen selbst? Wegschauen oder über sich selbst hinaus wachsen, mit allen eventuellen Konsequenzen? Alltag mittlerweile überall in deutschen Städten. Schwierig, wenn man sieht, wie dann in solchen Fällen später oftmals  "Recht" gesprochen wird. Diesen schwierigen Themenkreis beleuchtet Eschbach über seine Geschichte sehr professionell und gekonnt bis in alle Tiefen.

    Die Hauptfiguren, die im Laufe des Buches miteinander verknüpft werden, blieben mir während der Lektüre irgendwie etwas gesichtslos und weitgehend unsympathisch, da wurden irgendwie dann doch zu viele Klischees reingelegt und rangezogen. Und das Ganze ist irgendwie einfach zu lang, breit und damit in einigen Abschnitten leicht zähflüssig geraten, hier hätte alles etwas straffer ablaufen können.

    Aber wie immer bei Eschbach: Gut recherchiertes, interessantes Grundthema, ideenreiche Wendungen, eine solide story und ein zufrieden stellender showdown. Alles gut.

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    CirillavonCintras avatar
    CirillavonCintravor 3 Jahren
    Wichtige Thematik spannend verpackt


    Und wieder einmal habe ich mich in ein Buch von Andreas Eschbach gestürzt, dieses Mal in einen Thriller ohne ein "Jugend-" davor. Diese Bezeichnung ist auch angemessen, denn er war ein wenig blutiger aber auch echter, als die "Black Out"-Reihe, die mir auch schon sehr gut gefallen hat.
    Diese Geschichte startet rasant und zog mich direkt in ihren Bann. Es gibt mehrere Handlungsstränge und Personen, die man anfangs noch kennen und auseinander halten lernen muss. Doch gerade das ergibt eine eigene Dynamik, die mich sehr schnell bis zur Hälfte dieses doch etwas dickeren Buchs lesen lassen hat. Man ist neugierig, was sich hinter wem verbirgt und wie alles zusammen passen soll. Andreas Eschbach hat es hier wieder geschafft eine Spannung zu erzeugen, die einen nicht mehr loslässt.
    Leider nahm diese Spannung für mich im zweiten Teil des Buches etwas ab. So langsam kennt man alle Charaktere, weiß wie sie ticken oder hat zumindest Vermutungen, was aus ihnen werden könnte. Und leider haben sich meine Vermutungen am Ende auch meist bestätigt, sodass der Überraschungseffekt weg blieb. Die Geschichte wendet sich langsam in eine andere Richtung und auf die Katastrophe zu, diese wird aber noch viel zu lange herausgezögert und einiges wiederholt sich. Der Showdon am Ende konnte mich aber wieder mitreißen.
    Leider wurde ich mit den Akteuren nicht wirklich warm. Die Nebencharaktere waren meist sehr schwarz oder weiß und selten schwer zu durchschauen. Das alleine würde mir wahrscheinlich nicht so viel ausmachen, wenn der Hauptcharakter mir gefallen hätte, aber mein größtes Problem war er. Der Journalist Ingo, der dem Todesengel auf der Spur ist, ist in gewisser Weise naiv, stellt aber seine moralischen Anschauungen über die, aller anderen. Die Idee und das Thema dieses Thrillers sind sehr gut gewählt. Die Thematik Selbstjustiz wurde gut und eindrucksvoll aufbereitet. Zusätzlich werden Jugendkriminalität und die Höhe von Strafen sowie die Rolle der Medien im Bezug auf Gewalttaten angesprochen. Der Fokus wurde gerade auch auf Opfer von Gewalttaten gelegt. Eschbach zeigt, wie verschieden Menschen mit einer solchen Vergangenheit umgehen und wie stark ein solches Ereignis das Leben prägen kann. Diese Geschichte bietet somit viele Denkanstöße bei denen die Charaktere des Buchs sehr extreme Meinungen zu beiden Seiten vertreten.
    Ingo steht in diesem Streitpunkt auf der Seite des Todesengels. Er ist davon überzeugt, dass diese Art der Selbstjustiz der richtige Weg ist und dass der Staat sich alle Mühe gibt Täter zu schonen. In Debatten tritt er selbst sehr aggressiv auf, um seine Zuschauer zu überzeugen. Er wirft anderen vor "selbstgerecht in ihrer Moral" zu sein, war für mich aber der selbstgerechteste Charakter des ganzen Buchs. Andreas Eschbach zeigt mithilfe von Ingo sehr überspitzt aber eindrucksvoll, in welche Richtung man denken kann und wozu das führen kann.
    Insgesamt stehe ich diesem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Charaktere und die im zweiten Teil abfallende Spannung der Handlung steht Eschbachs packendem Schreibstil und einer wichtigen Thematik gegenüber. Im Endeffekt überwiegen aber die mitreißenden Teile des Thrillers und die unzähligen Gedankenanstöße und somit lohnt es sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen.

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    Kleine1984s avatar
    Kleine1984vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein rasanter Krimi zum Thema Jugendgewalt und Zivielcourage.
    Wer schützt die Opfer?

    Wenn Jugendliche einen alten Mann an einer U-Bahn-Station totprügeln, darf dann ein selbst ernannter "Todesengel" einschreiten, um den Mann zu schützen? Und wer ist dieser mysteriös leuchtende Engel, der in Selbstjustiz herumballert? Aufgebaut auf einem Fall, der Dominic Brunners ähnlich ist, versteht Eschbach es Mitleid für die unschuldigen Opfer zu wecken und den Leser mithilfe des Vertreters der Medien, Ingo, so zu beeinflussen, dass man sich zwischendurch wirklich fragt, was noch richtig und falsch ist. Natürlich ist die Story wieder ein wenig amerikanisch überzogen, aber man entwickelt doch eine Sympathie für seine Figuren und er weg, wie man durch schnelle Perspektivwechsel Spannung erzeugt. Am besten hat mir am Ende des Buches das Interview mit Prof. Dr. Chrisitan Pfeifer. (Direktor des Kriminologischen Forschungsinstiuts Niedersachsen) gefallen, weil er einige Aussagen des Buches noch einmal ins rechte Licht rückt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Schiller-Buchhandlungs avatar

    Urlaubsaktion: Verlosung von Hörbüchern - Bitte Titelliste beachten, es gibt pro Titel je ein Exemplar zu gewinnen!

    Die Haupturlaubszeit hat begonnen - hier in Baden - Württemberg beginnen Ende Juli die Sommerferien. Grund genug, eine kleine Aktion für all diejenigen unter Euch zu machen, die längere oder kürzere Reisen vor sich haben und dabei gerne ein Hörbuch hören möchten! Manche von Euch erinnern sich vielleicht, dass wir das vor einiger Zeit schon einmal gemacht haben.

    Wir bekommen immer wieder von den Hörbuchverlagen Hörbücher zum Anhören. Vielleicht kennt Ihr das von Büchern: Die meisten hört man nur einmal an. Also haben wir mal unser Hörexemplarfach durchforstet und schenken Euch Hörbuchfans hier bei Lovelybooks 13 Hörbücher für Eure Urlaubsreise.

    Natürlich sind 2 Haken bei der Sache - wäre ja sonst auch zu schön!

    Der erste Haken: Ihr schreibt uns eine Rezension über Euer Hörerlebnis, das wir auf unserer Homepage oder auf unserem Blog veröffentlichen dürfen.

    Der zweite Haken: Ihr könnt Euch das Hörbuch nicht aussuchen, sondern Ihr schreibt uns, wohin Eure Reise geht und wie viele Kilometer Distanz zwischen Eurem Heimatort und dem Urlaubsziel liegen. Wir wählen dann aus, welches Hörbuch wir Euch schicken - je länger die Reise, desto länger die Hörzeit!

    Damit Ihr aber auch Freude an der Aktion habt, könnt Ihr uns natürlich dazuschreiben, wenn Ihr ein Hörbuch auf gar keinen Fall haben wollt.

    Wir haben Euch die Titel angehängt, die es außer "Der Beobachter" zu gewinnen gibt (nicht irritieren lassen, wenn die Bücher angezeigt werden!)  und sind sehr gespannt, wohin Eure Reisen Euch führen werden! Ihr habt Zeit bis Sonntag, 21.7.2014 um 23.59 Uhr.

    Viel Spaß beim Mitmachen wünscht Euch

    Das Team der Schiller Buchhandlung
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