Andreas Eschbach Todesengel

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Inhaltsangabe zu „Todesengel“ von Andreas Eschbach

Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich – er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf ...

Ein hochsensibles Thema, das zum Nachdenken bringt.

— Kelo24
Kelo24

Klare Regeln für Gewaltverbrecher - keine Gnade!

— MargareteRosen
MargareteRosen

Gutes Buch, aber kein Thriller

— BlackW
BlackW

Ein verdammt schönes Buch, das das Thema Gewalt und Selbstverteidigung behandelt.

— MichaelMerhi
MichaelMerhi

Erschreckend ernüchternd und real. Man gerät mittenrein.

— woll-garten
woll-garten

Großartig! Selten hat mich eine Geschichte so an meinen Ansichten zweifeln lassen.

— Sajon
Sajon

Fesselnd, spannend, nachdenklich stimmend. Ein sensibles Thema großartig umgesetzt

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

Sehr gut gelunegn

— vormi
vormi

Spannender Thriller über Selbstjustiz in einer zu Grunde gehenden fiktiven Stadt

— Soeren
Soeren

Gewalt ist keine Lösung. Oder doch? Eschbach geht einem spannenden Gedankenspiel nach, dem man sich nicht entziehen kann.

— kleinfriedelchen
kleinfriedelchen

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Ich soll nicht lügen

Sehr packend, man rätselt bis zum Ende, wer nun die Wahrheit sagt und wer lügt. Jedoch mir ein bisschen zu verworren.

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  • Leserunde zu "Im Wichtelwald" von Fritz Baumgarten

    Im Wichtelwald
    Averyx

    Averyx

    ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN. DAS IST EINE WICHTELRUNDE! Hallo liebe Wölfe, Seherinnen, Hexen, Jäger oder Dorfbewohner. Ich lade hiermit zur allerersten Wichtelaktion unserer Gruppe ein. Hierbei soll alles etwas persönlicher von statten gehen, deswegen ist es wichtig, dass sich NUR Teilnehmer mindestens EINER Runde bewerben. Andere Lovelybooks-User werden nicht berücksichtigt.                                          Anmeldung Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte unter der „BEWERBUNG“ Kategorie. Wichtig ist, das ihr an eurer Bewerbung sowohl euren aktuellen Wunschzettel sowieso ein paar Informationen über euch dranhängt. Neben einem Buch werden nämlich auch kleine Aufmerksamkeiten verschickt. Beispiel: Averyx*Link zum Wunschzettel* 18 Jahre alt, liebt Schokolade in allen Variationen, hat nie genug Lesezeichen, mag Kunst, liebt Kuscheltierchen, liebt außerdem KatzenUmso länger eure persönliche Beschreibung, desto eher bekommt ihr etwas, das ihr euch auch wirklich wünscht! Falls ihr etwas gar nicht mögt, könnt ihr es natürlich auch dazu schreiben.Weiterhin solltet ihr mir per privaten Nachricht eure Adresse zukommen lassen. Diese wird ausschließlich an die Person weitergegeben, die euch das Wichtelpaket sendet und danach werde ich alle Adressen löschen. Die Versandkosten übernimmt der Versender. Achtung: Als Schweizerwichtel könnt ihr leider nicht an dieser Aktion teilnehmen, da der Versand zu teuer wäre.                                     Umfang und Rätsel Beim Wichteln kommt es mehr auf die Geste als auf das Geschenk an. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Obergrenze von 20 Euro auszuwählen. In dem Paket sollte mindestens ein Buch und je nach Ausreizung des Budgets noch eine Kleinigkeit, eventuell auch etwas Selbstgemachtes enthalten sein. Zudem sollte ein kleines Rätsel aufgestellt werden. Der Empfänger des Paketes soll durch dieses Rätsel erfahren, wer ihn beglückt hat. Seid einfach kreativ!Beispiel: Beim letzten Spiel war ich die Königin der Drachen und der absolut coole Urwolf, davor war ich leider jedes Spiel nur ein Dorfi. Mein Name endet mit einem X. Wer bin ich? Bei dem Rätsel sind euch keine Grenzen gesetzt. Welche Wichtel ihr nun wirklich hattet, wird am Tag nach dem Paketöffnen veröffentlicht. Bei den Geschenken kommt es in erster Linie um die Freude an. Eine schöne Verpackung, Spaß und vorweihnachtliche Stimmung stehen hierbei im Vordergrund. Ihr müsst nicht das neuste, schönste, aktuellste Buch kaufen und es dann einfach lieblos verschicken! Über eine persönliche Nachricht freut sich bestimmt jeder.                                           Datum Da ich mir noch nicht einig bin, wann wir Wichteln wollen, beziehungsweise wann wir die Geschenke gemeinsam auspacken, gibt es hier einen Doodle, bei dem ihr bestimmen könnt, wann ihr gerne auspacken wollt! Nochmal hier alle wichtigen Daten: Anmeldeschluss: Dienstag, 25. OktoberWichtelvergabe per Privatnachricht: Mittwoch, 26. OktoberSpätester Versandt: Donnerstag, 15. DezemberGemeinsames Auspacken: Samstag, 24. DezemberHinweis: Alle Geschenke werden vom eigenen Geld bezahlt, deswegen denkt nochmal nach bevor ihr euch anmeldet. Es geht um liebevolle Geschenke, die toll verpackt sind und einem einfach Freude bereiten. Wenn ihr kurzfristig zurückzieht, ist das ganze ziemlich unfair. Ihr habt Fragen? Dann ab in die Frage/Anmerkungskategorie damit! Teilnehmer: - Stebec- Knorke- Vucha - Katha_stophe - Mitchel - Unzertrennlich- Sch- Elfentroll - Conja - Kirara- Avery

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Ein Todesengel gibt Opfern Hoffnung

    Todesengel
    MargareteRosen

    MargareteRosen

    02. October 2016 um 14:06

    Ich mag die Geschichten von Andreas Eschbach nicht alle, doch die meisten. Diese Buch gehört dazu.Die Story ist klar strukturiert. Zeitliche Sprünge nachvollziehbar und die Anzahl der Protagonisten noch überschaubar. Das Ende war erst ziemlich zum Schluß klar. Die Botschaften:1.  Wenn unsere Gesellschaft klare Regeln und Strafen für Gewalttäter einfordert, sinken die Kriminalitätsraten. 2. Unsere Gesellschaft sollte mehr der Opfer gedenken und diese unterstützen, als die Gewalttäter in Watte zu packen.Sind plausibel und nachvollziehbar.Eschbach legt mal wieder den Finger auf die Wunde, da wo unsere Gesellschaft krankt, bietet er eine Lösung. Nicht der Aufruf zur Selbstjustiz, sondern klarere Regeln und Gerechtigkeit.Das Cover hat mich sofort angesprochen. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch Seite für Seite verschlungen. Für mich ein weiteres Schmakerl: er greift nicht zu extremen Gewaltbeschreibungen und spielt wieder hervorragend mit der Phantasie des Lesers.Fazit: Absolut lesenswert.

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  • Lesenswert durch das Thema und die Charaktere

    Todesengel
    BlackW

    BlackW

    26. September 2016 um 10:53

    Andreas Eschbach ist ohne Frage ein großartiger Schriftsteller. Er spricht sehr wichtige, aufwühlende Themen an. Doch für einen Thriller fehlt das Tempo, würde es eher unter Roman einstufen.

  • Todesengel, ein verdammt spannendes Buch!

    Todesengel
    MichaelMerhi

    MichaelMerhi

    05. September 2016 um 11:03

    Wiedermal schafft es Andreas Eschbach, eine Geschichte zu schreiben, die einem direkt in ihren Bann zieht. Es geht weniger um die Täter, als um die Opfer von Gewaltverbrechen. An einigen Stellen wiedeholt sich leider so einiges, aber trotzdem, ist man regelrecht wütend über das was man liest, Man blättert seite für Seite und man denkt, das die aufgestaute Wut irgendwann einmal, ventiliert wird, aber das ist ein trugschuss. Wenn man ersteinmal die letzte Seite gelesen hat, ist man noch wütender und trauriger als zuvor. UNBEDINGT LESEN!!!!

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  • Nahe an der Realität

    Todesengel
    KarinFranke

    KarinFranke

    31. July 2016 um 14:25

    Ein Racheengel streift durch die Stadt, rettet die Opfer und bestraft die Täter mit harter Hand. Zuerst glaubt die Polizei an eine Schutzbehauptung, bis die Vorfälle zunehmen.Wieder ein sehr guter Eschbach. Ihm gelingt es, ein hochaktuelles Thema in spannender Form zu verarbeiten. Über seinen Schreibstil brauche ich wohl nichts zu sagen, der ist wie immer flüssig und gut zu lesen.Auf der einen Seite die Opfer, er schildert anschaulich die Brutalität, der diese ausgesetzt sind und die Angst, die sie noch lange danach begleitet. Auf der anderen Seite die Täter, die vor Gericht oft mit einer geringen Strafe davonkommen. Aber darf man deshalb erbarmungslos töten?Der Racheengel jedenfalls ist dieser Meinung und viele Bürger der Stadt jubeln ihm zu. Endlich jemand, der keine Gnade kennt, der etwas gegen die ausufernde Bedrohung unternimmt, der anders als der Staat die Straftaten nicht bagatellisiert, nicht ständig nach Entschuldigungen für die Täter sucht.Mit seinem Hauptcharakter, dem Journalisten Ingo Praise geht Eschbach der Frage nach, ob der Staat seine Bürger ausreichend schützen kann und welchen Stellenwert Selbstjustiz hat oder haben kann. Eine Antwort darauf liefert er natürlich nicht, aber jede Menge Anregung zum Nachdenken.Einzig das Schluss gefällt mir nicht, daher auch nur vier Sterne statt fünf. Die letzte Bestrafungsaktion des Todesengel endet in einem Fiasko, am Ende bleiben nur Opfer, was ich bei der großartigen Aufarbeitung des Themas als enttäuschend empfand.

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  • Gesellschaft und ihre Missstände

    Todesengel
    Babscha

    Babscha

    18. June 2016 um 00:11

    Die Story spielt in einer fiktiven deutschen Großstadt, könnte aber auf jede passen. Eschbach lässt hier einen geheimnisvollen Typen von der Leine, hellweiß leuchtend, überirdisch. Und mit zwei Pistolen bewaffnet, mit denen er nachts durch die Straßen streift und immer gerade noch rechtzeitig Menschen, die auf dem Weg sind, soeben von anderen Zeitgenossen zusammengetreten, misshandelt und Richtung Tod befördert zu werden, durch kompromissloses Abknallen der Täter retten kann. Nach kurzer Zeit werden Justiz, Polizei und Medien auf ihn aufmerksam. Schnell heißt er nur noch der Racheengel und wird zum Synonym für gelungene Selbstjustiz in einem Staat, der in letzter Konsequenz immer die Täter und nicht die Opfer schützt . Die Zahl seiner Opfer steigt rasant und damit die Unruhe in allen Schichten der Bevölkerung. Bis zuletzt alles ausser Kontrolle gerät. Der Autor nimmt sich in seinem Buch eines tatsächlich äußerst kontroversen und kritischen Themas an, mit dem wahrscheinlich schon jeder mehr oder weniger zu tun hatte. Wer hat tatsächlich den Schneid, sich einzumischen, wenn jemand vor den eigenen Augen von irgendwelchen Durchgeknallten auseinander genommen wird, oft mit Todesfolge? Welches Risiko geht man dabei ein? Und welche Folgen hat das ggf. für einen selbst? Wegschauen oder über sich selbst hinaus wachsen, mit allen eventuellen Konsequenzen? Alltag mittlerweile überall in deutschen Städten. Schwierig, wenn man sieht, wie dann in solchen Fällen später oftmals  "Recht" gesprochen wird. Diesen schwierigen Themenkreis beleuchtet Eschbach über seine Geschichte sehr professionell und gekonnt bis in alle Tiefen. Die Hauptfiguren, die im Laufe des Buches miteinander verknüpft werden, blieben mir während der Lektüre irgendwie etwas gesichtslos und weitgehend unsympathisch, da wurden irgendwie dann doch zu viele Klischees reingelegt und rangezogen. Und das Ganze ist irgendwie einfach zu lang, breit und damit in einigen Abschnitten leicht zähflüssig geraten, hier hätte alles etwas straffer ablaufen können. Aber wie immer bei Eschbach: Gut recherchiertes, interessantes Grundthema, ideenreiche Wendungen, eine solide story und ein zufrieden stellender showdown. Alles gut.

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  • Rezension zu "Todesengel" von Andreas Eschbach

    Todesengel
    awogfli

    awogfli

    Wenn ich den neuen Roman von Andreas Eschbach mit zwei Attributen beschreiben soll, dann lauten sie: angewandtes ethisches Dilemma und süchtigmachender Pageturner. Zu ersterem ist zu sagen, dass das Thema Notwehr, Notwehrüberschreitung bzw. Nothilfe bei gewalttätigen Angriffen meist jugendlicher Täter mich als Leser permanent in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat. Wie wir in letzter Zeit aus den Medien schmerzlich erfahren haben, kennen die meist mit Alkohol und Medikamenten zugedröhnten Jugendlichen keine Gnade, wenn sie beschlossen haben, jemanden aufzumischen. Vor Gericht bekommen die minderjährigen oft schon mehrfach auffälligen unverbesserlichen Gewalttäter dann meist eine Bewährungsstrafe, auch wenn sie ihr Opfer umbringen und haben leider nichts dazugelernt.. Andererseits waltet gegen Opfer, die sich wehren und gegen Nothelfer, wenn der eigentliche Täter verletzt wird, der erbarmungslose Arm des Gesetzes sowohl straf- als auch zivilrechtlich, was natürlich das Wegschauen begünstigt und die Entwicklung von Zivilcourage bei Zeugen extrem behindert. Dies ist die Grundstory in diesem Roman, als ein Rächer/Helfer auftaucht, der Straftaten verhindert, indem er die Täter während der Tat tötet. Eschbach ist hier ein furioser Roman gelungen, der in derart rasantem Tempo eine spannende Story über Polizei, Staatsanwaltschaft, Täter, Journalisten und auch Traumata der Opfer erzählt, dass man kaum zum Luftholen kommt. Durch das zweischneidige Dilemma, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist, wird auch der Leser gefordert, einerseits seine Law and Order Positionen zu überdenken aber andererseits auch zu reflektieren, was mit dem Strafrecht nicht stimmt, wenn es sich nicht auf der Seite der eigentlichen Opfer stellt. Sprachlich kann der Autor hervorragend mit Worten umgehen, die Figuren sind äußerst liebevoll und komplex entwickelt. Gegen Ende gibt es zwar eine Szene mit dem Journalisten in der der Zufall etwas gar zu konstruiert wirkt, aber dass ich deshalb einen Stern abziehe, das würde der grandiosen Story nicht gerecht werden. Fazit: Sehr lesenswert vor allem für Liebhaber von spannenden rasanten Geschichten.

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  • Wichtige Thematik spannend verpackt

    Todesengel
    CirillavonCintra

    CirillavonCintra

    24. January 2016 um 19:27

    Und wieder einmal habe ich mich in ein Buch von Andreas Eschbach gestürzt, dieses Mal in einen Thriller ohne ein "Jugend-" davor. Diese Bezeichnung ist auch angemessen, denn er war ein wenig blutiger aber auch echter, als die "Black Out"-Reihe, die mir auch schon sehr gut gefallen hat. Diese Geschichte startet rasant und zog mich direkt in ihren Bann. Es gibt mehrere Handlungsstränge und Personen, die man anfangs noch kennen und auseinander halten lernen muss. Doch gerade das ergibt eine eigene Dynamik, die mich sehr schnell bis zur Hälfte dieses doch etwas dickeren Buchs lesen lassen hat. Man ist neugierig, was sich hinter wem verbirgt und wie alles zusammen passen soll. Andreas Eschbach hat es hier wieder geschafft eine Spannung zu erzeugen, die einen nicht mehr loslässt. Leider nahm diese Spannung für mich im zweiten Teil des Buches etwas ab. So langsam kennt man alle Charaktere, weiß wie sie ticken oder hat zumindest Vermutungen, was aus ihnen werden könnte. Und leider haben sich meine Vermutungen am Ende auch meist bestätigt, sodass der Überraschungseffekt weg blieb. Die Geschichte wendet sich langsam in eine andere Richtung und auf die Katastrophe zu, diese wird aber noch viel zu lange herausgezögert und einiges wiederholt sich. Der Showdon am Ende konnte mich aber wieder mitreißen. Leider wurde ich mit den Akteuren nicht wirklich warm. Die Nebencharaktere waren meist sehr schwarz oder weiß und selten schwer zu durchschauen. Das alleine würde mir wahrscheinlich nicht so viel ausmachen, wenn der Hauptcharakter mir gefallen hätte, aber mein größtes Problem war er. Der Journalist Ingo, der dem Todesengel auf der Spur ist, ist in gewisser Weise naiv, stellt aber seine moralischen Anschauungen über die, aller anderen. Die Idee und das Thema dieses Thrillers sind sehr gut gewählt. Die Thematik Selbstjustiz wurde gut und eindrucksvoll aufbereitet. Zusätzlich werden Jugendkriminalität und die Höhe von Strafen sowie die Rolle der Medien im Bezug auf Gewalttaten angesprochen. Der Fokus wurde gerade auch auf Opfer von Gewalttaten gelegt. Eschbach zeigt, wie verschieden Menschen mit einer solchen Vergangenheit umgehen und wie stark ein solches Ereignis das Leben prägen kann. Diese Geschichte bietet somit viele Denkanstöße bei denen die Charaktere des Buchs sehr extreme Meinungen zu beiden Seiten vertreten. Ingo steht in diesem Streitpunkt auf der Seite des Todesengels. Er ist davon überzeugt, dass diese Art der Selbstjustiz der richtige Weg ist und dass der Staat sich alle Mühe gibt Täter zu schonen. In Debatten tritt er selbst sehr aggressiv auf, um seine Zuschauer zu überzeugen. Er wirft anderen vor "selbstgerecht in ihrer Moral" zu sein, war für mich aber der selbstgerechteste Charakter des ganzen Buchs. Andreas Eschbach zeigt mithilfe von Ingo sehr überspitzt aber eindrucksvoll, in welche Richtung man denken kann und wozu das führen kann. Insgesamt stehe ich diesem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Charaktere und die im zweiten Teil abfallende Spannung der Handlung steht Eschbachs packendem Schreibstil und einer wichtigen Thematik gegenüber. Im Endeffekt überwiegen aber die mitreißenden Teile des Thrillers und die unzähligen Gedankenanstöße und somit lohnt es sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen.

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  • Wer schützt die Opfer?

    Todesengel
    Kleine1984

    Kleine1984

    29. December 2015 um 18:14

    Wenn Jugendliche einen alten Mann an einer U-Bahn-Station totprügeln, darf dann ein selbst ernannter "Todesengel" einschreiten, um den Mann zu schützen? Und wer ist dieser mysteriös leuchtende Engel, der in Selbstjustiz herumballert? Aufgebaut auf einem Fall, der Dominic Brunners ähnlich ist, versteht Eschbach es Mitleid für die unschuldigen Opfer zu wecken und den Leser mithilfe des Vertreters der Medien, Ingo, so zu beeinflussen, dass man sich zwischendurch wirklich fragt, was noch richtig und falsch ist. Natürlich ist die Story wieder ein wenig amerikanisch überzogen, aber man entwickelt doch eine Sympathie für seine Figuren und er weg, wie man durch schnelle Perspektivwechsel Spannung erzeugt. Am besten hat mir am Ende des Buches das Interview mit Prof. Dr. Chrisitan Pfeifer. (Direktor des Kriminologischen Forschungsinstiuts Niedersachsen) gefallen, weil er einige Aussagen des Buches noch einmal ins rechte Licht rückt.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. December 2015 um 17:12
  • Erschreckend ernüchternd und real

    Todesengel
    woll-garten

    woll-garten

    18. November 2015 um 09:03

    Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich - er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf - Selbstjustiz versus staatliches Gewaltmonopol. Wie gewohnt greift der Autor ein aktuelles und brisantes Thema auf – die immer öfter auftretende Gewalt von Jugendlichen und die Milde unseres Rechtssystems gegen sie. Dagegen die fast schon zusätzliche Bestrafung der Opfer. Diese Geschichten haben mich so mitgerissen, so ärgerlich gemacht auf unser System, dass ich mich oft auf der Seite des Todesengels erwischt habe. Und wie schnell kann das umschlagen, wenn dann ein Unschuldiger dazwischen gerät. Das Mitwirken der Medien ist auch so ein Thema – heut top, morgen flop, selbst in der Reihe der Journalisten. Und trotzdem beeinflussen sie uns jeden Tag. Alles sehr deprimierend, oder? Eschbachs Schreibstil ist wie immer punktuiert, ehrlich, flüssig, aus dem Leben. Das Buch war eine Achterbahnfahrt, ich fühlte mich hineingezogen, emotional mittendrin, hin und her gerissen… ja in meiner Meinung auch beeinflusst. Mein Fazit: Wieder ein sehr guter Eschbach. Für jeden, der keine Angst vor der Realität hat.

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  • Tolles Buch!

    Todesengel
    DerMichel

    DerMichel

    16. November 2015 um 17:56

    Ich bin ein großer Krimi- und Thrillerfan. Normalerweise greife aber eher zu Büchern ausländischer Autoren, weil mir als Praktiker einfach immer zu viele Ungenauigkeiten und Fehler auffallen, was die Arbeit von Polizei und Justiz anbelangt. Ich bin aber froh, dass ich dieses Buch nicht verpasst habe!  In einem U-Bahnhof in Berlin wird ein Rentner von zwei Jugendlichen brutal verprügelt, nachdem dieser die beiden jungen Männer ermahnt hatte, das Mobiliar im Bahnhof nicht zu beschädigen. Der alte Mann kommt nur mit seinem Leben davon, weil plötzlich ein Engel erscheint und die beiden Täter erschießt. Da Polizei und Staatsanwaltschaft die Geschichte für unglaubhaft halten, werden nun Ermittlungen gegen das Opfer geführt. Dem Journalisten Ingo Praise gelingt es jedoch, dass die Ermittlungen nicht fortgeführt werden, zumal sich in Berlin die Fälle häufen, in denen ein Engel die Rolle der Justiz übernimmt und die Täter direkt hinrichtet.  Die Thematik ist brandaktuell und es ist lohnenswert, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Versagt die Justiz? Könnte man Straftaten verhindern, wenn man härter gegen die Täter (insb. bei Jugendlichen) vorginge? Was ist mit den Opfern? Wie sollte ich mich selbst verhalten? Auf diese Fragen gibt der Autor aber keine plumpen Antworten, sondern beleuchtet alle Seiten und zeigt Möglichkeiten auf. Ich stelle bei mir selbst eine Art Abstumpfung fest, da ich jeden Tag mit solchen Fällen zu tun habe. Manchmal braucht man einen Denkanstoß von außen, um mal wieder über den Rand zu schauen. Ich werde bei der ein oder anderen Entscheidung garantiert an das Buch denken. Insgesamt lässt sich sagen: ein sehr spannendes Buch, gut ausgearbeitete Charaktere und viel Stoff zum Nachdenken.

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  • Todesengel

    Todesengel
    vormi

    vormi

    22. August 2015 um 16:42

    Ein immer wieder ganz aktuelles Thema, was einen sehr beschäftigt und über das man noch lange grübeln kann. "Wenn der Staat seine Bürger nicht mehr schützen kann? Muss es dann nicht Jemand anderes tun?" In Berlin gibt es einen Schutzengel. Er taucht immer da auf, wo eine Gruppe von mehreren Schlägern einen Unschuldigen verprügeln und rettet damit vielen das Leben. Aber er nimmt den Angreifern auch ihres, denn er erschießt diese wortlos und ohne zu verhandeln. In strahlend weißes Licht gehüllt erscheint er den Opfern wie ein Engel. Und so steht sein Name "Racheengel" schnell fest. Eine super spannende Frage - bzw ergeben sich wie von selbst dutzende weitere Fragen - Was ist noch Notwehr? Wo geht Selbstjustiz los? Was darf man an Möglichkeiten anwenden, um andere zu beschützen? Müssen die Täter oder die Opfer geschützt werden? Ist es richtig, daß man Opfer, die sich selbstverteidigen dann anklagen, wenn der Täter verletzt wird? Spannend und immer mal wieder aktuell, leider, und sehr wichtig für alle, die mal in eine bedrohliche Situation kommen. Obwohl, in dem Moment hat man dann ja bestimmt alles wieder vergessen, oder? Muß man dann nicht das nehmen, was für einen an Hilfe erreichbar ist? Werden die Täter zu sehr mit Samthandschuhen angefasst? So von wegen "er/sie/es hatte ja eine schlimme Kindheit"? Andreas Eschbach ist hier ein Buch von unglaublicher Intensität gelungen, der die Stimmungen und die Atmosphäre sehr gut einfangen konnte. Ich bin schon länger ein Fan des Schriftstellers, denn auch wenn ich sein bekanntestes Buch "Das Jesus-Video" noch nicht gelesen habe, schreibt er gerne mal Bücher, die das gewisse Etwas haben und sich ein wenig vom Üblichen abheben. Sie sind, wie ich dann so gerne sage "Mal was Anderes", und das trifft hier wieder mal voll und ganz zu. Ein Buch, das bei mir noch lange nachhallen wird. Denn es bleiben, siehe oben, viele Fragen zurück. Neben den oben gestellten kommen ja noch ganz grundlegende Fragen dazu: Wie würde ich mich verhalten, wenn ich dazu käme und 3 Leute würden Jemanden so verprügeln, daß derjenige schon am Boden liegt? Wegschauen und schnell weitergehen oder einschreiten? Die Protagonisten und die Handlungen sind sehr gut umrissen, glaubhaft und realistisch. Und überaus spannend und eindringlich! Ich kann nur Jedem empfehlen, das Buch zu lesen.

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  • Der Pfad des (Licht-)Kriegers

    Todesengel
    misswinniepooh

    misswinniepooh

    13. August 2015 um 22:37

    Ein Rentner der auf seine U-Bahn wartet und zwei betrunkene Jugendliche daran hindern will, Sitzbänke mutwillig zu zerstören, wird von diesen brutal zusammengeschlagen. Doch bevor der Rentner endgültig das Bewusstsein verliert, hört er zwei Schüsse und sieht eine leuchtende weiße Gestalt die erbarmungslos die Jugendlichen erschießt. Dieser Zwischenfall ist der Auftakt einer bis dato beispiellosen Serie die auf das Konto des „Racheengels“ geht wie ihn die Zeitung nennt. Er streift durch eine deutsche Großstadt und greift da ein, wo ein Unschuldiger durch Zivilcourage in Not und Bedrängnis geraten ist. Er rettet Überfallene und erschießt erbarmungslos die Angreifer. Der Journalist Ingo Praise wird beauftragt Licht ins Dunkel dieser „Selbstjustiz“ zu bringen. Das genau sein Thema ist denn schon seit langem ärgert ihn das ungerechte deutsche Rechtssystem in dem Täter am Ende besser da stehen als die Opfer selbst. Als er bei seinen Recherchen auf noch mehr „Hilfen“ des weißen Engels stößt und das die Justiz diese vertuschen will, versucht Ingo Praise sich diesen Umstand für seine Artikel und für eine TV Sendung die er moderieren soll zu nutze zu machen. Er möchte den Opfern eine Stimme geben, die Unfähigkeit der Justiz sowie die aktuelle Rechtslage bei solchen Fällen von Zivilcourage anprangern und das gelingt ihm sehr gut. Nur welche menschlichen Katastrophen und alte Geister er damit heraufbeschwört wird ihm erst zu spät klar.   Fazit: Dieser Thriller ist mein bisher erstes Eschbach Buch und er hat mir sehr gut gefallen. Durch den modernen schnörkellos direkten Schreibstil findet man direkt in die Geschichte hinein. Die verschiedenen Handlungsstränge sind gut nachvollziehbar und auch die Figuren haben Profil und sind glaubwürdig gezeichnet. Andreas Eschbach hat sich mit diesem Thriller der bereits 2014 erschienen ist ein nach wie vor brandaktuelles und kontroverses Thema angenommen. Das auch mich als Leser nicht unberührt gelassen hat. Den am Ende bleibt die Frage: wer schützt die Opfer vor der Justiz?  Oder wie es der Autor trefflich selbst bemerkt: Zitat: Ob einer gewalttätig wird oder nicht, hat nichts mit seiner Nationalität zu tun, sondern mit seinem Charakter. Man möchte nicht daran erinnert werden, dass es wichtig ist, was für einen Charakter man hat. Sonst müsste man ja etwas tun, Konsequenzen ziehen.

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