Andreas Föhr Schwarzwasser

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Inhaltsangabe zu „Schwarzwasser“ von Andreas Föhr

Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von OpaManfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonstscheint niemand den Toten zu kennen …Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.

Ein Krimi, der mit seinem ausgeklügelten Plot, skurrilen Situationen und wunderbar schrägen Charakteren überzeugen kann.

— BookHook
BookHook

Klasse gelesener Alpenkrimi

— bine525
bine525

Gefiel mir ganz gut, lustige Art.

— Sassenach123
Sassenach123

Gute Fortsetzung der Reihe. Handwerklich gut gemacht und sehr gut gelesen.

— Galladan
Galladan

Die Mischung aus Krimi und Humor gefällt mir sehr. Tolle Wendungen und liebenswerte Charaktere.

— MissStrawberry
MissStrawberry

Krimi mit Humor, aber wenig Spannung.

— Leuchtturmwaerterin
Leuchtturmwaerterin

Das Ermittler-Duo überzeugt. Ein bisschen zu viel Unüberschaubares und Nebensächliches. Zu wenig Spannung.

— Lunamonique
Lunamonique

netter Krimi, der zwar etwas an Spannungsarmut leidet, aber dennoch durch seine humorvolle u spezielle Ermittlungsarbeit zu überzeugen weiß

— DianaE
DianaE

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Das Buch bereitet einem durchaus vergnügliche Stunden, mehr aber auch nicht.

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Interessanter Fall um einen verschwundenen Kunstfälscher mit viel Provence-Flair - für alle die Krimis, Kunst u. Frankreich mögen. Spannend!

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Nahtlose Anknüpfung an Schwesterherz, spannend bis zum Schluss... auch wenn der ein wenig zu weit hergeholt ist.

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Wie auch die letzten 3 Teile spannend, mit überraschenden Wendungen, einem großartigem Finale und einer Spur Liebe. Großartige Reihe!!

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  • Hörrunde zu "Schwarzwasser" von Andreas Föhr

    Schwarzwasser
    TanjaMaFi

    TanjaMaFi

    In Oberbayern wird es spannend In Kommissar Wallner und Polizeioberkommissar Kreuthners siebtem Fall wartet ein kurioser Mord auf die beiden ... oder war es gar keiner? Und wer ist der Tote überhaupt?Macht euch bereit für "Schwarzwasser" und eine Hörrunde voller Hochspannung, trockenem Humor und ungleichen Ermittlern. Egal ob ihr Bayern-Krimi-Fans seid oder zum ersten Mal zum schönen Tegernsee aufbrecht, der brandneue Krimi von Andreas Föhr und die mitreißende Lesung von Michael Schwarzmaier werden euch garantiert packen.Mehr zum InhaltPolizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen ...Mehr zum AutorAndreas Föhr, 1959 im Allgäu geboren, studierte Jura und arbeitet seitdem als Jurist und bei der Rundfunkaufsicht. Vor einigen Jahren begann er Drehbücher zu schreiben, unter anderem für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz.“ Zum Schreiben kam er, da er beim Abfassen der juristischen Schriftsätze gerne an den Formulierungen bastelte. Andreas Föhr liest privat russische Autoren und ist Fan von John Grisham. Die Orte in seinen Geschichten bereist er meistens persönlich um sich vor Ort ein Bild von allem zu machen.Er lebt in Haar bei München.Mehr zum SprecherMichael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.Gemeinsam mit dem Argon Verlag vergeben wir 25 Hörbuchexemplare von "Schwarzwasser" an alle Hörbuchfans und solche, die es noch werden wollen, die sich bis zum 07.06.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bewerben und folgende Frage beantworten:Was gefällt euch besonders an den Tegernsee-Krimi von Andreas Föhr? Oder warum möchtet ihr in spannungsvolle Oberbayern reisen?Ich freue mich auf euch!* Bitte beachtet unsere Richtlinien zur Teilnahme an Hörrunden und Hörbuchverlosungen

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    • 432
  • Ein grundsolider Krimi mit viel Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Humor

    Schwarzwasser
    BookHook

    BookHook

    22. June 2017 um 14:44

    Zum Inhalt:Durch gewisse Irrungen des Schicksals findet das merkwürdige Trio aus Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner, Opa Manfred und der Hundsgeigerin die Leiche des in seinem Haus erschossenen Dieter Wartberg auf. Praktischer Weise treffen sie dort ebenso die junge Lara Evers, die mit der Tatwaffe in der Hand gleich noch ein Geständnis ablegt. Doch schon kurze Zeit später regen sich berechtigte Zweifel an der wahren Identität des Toten – und auch an Lara Evers Geständnis. Eine verzwickte Spurensuche führt die Ermittler immer tiefer in die Vergangenheit…Meine Meinung:„Schwarzwasser“ ist der mittlerweile siebte Fall für Andreas Föhrs ungleiches Ermittlerduo Clemens Wallner & Leonhard „Leo“ Kreuthner, den man aber auch ohne Vorkenntnisse der ersten Bände problemlos lesen und verstehen kann (ich selbst kenne nur „Totensonntag“).Der Fall beginnt nach einem noch undurchsichtigen Prolog, der ins Jahr 1996 zurückführt, mit einem klassischem Krimi-Auftakt: dem Auffinden einer Leiche. Von hier aus breitet der Autor ein Netz aus Irrungen und Wirrungen aus, das seine Ermittler wie seine Leser gleichermaßen die meiste Zeit im Dunkeln tappen lässt, was die wahren Hintergründe und Zusammenhänge dieses Falls anbelangt. Auf den ersten zwei Dritteln hätte dieser Plot durchaus ein wenig mehr Spannung vertragen können – dennoch war dieses Buch für mich aber von der ersten bis zur letzten Seite absolut unterhaltsam. Dies ist dem wohl schrägsten Polizisten der deutschen Krimilandschaft zu verdanken: Polizeiobermeister Leonhard Kreuthner. Er ist ein urbayerisches Original, das stets für die skurrilsten Situationen, die abwegigsten Einfälle und die zweifelhaftesten Methoden sorgt. So betreibt er in seinem – vorsichtig gesagt – etwas „renovierungsbedürftigen“ Hof eine kleine Schwarzbrennerei, fährt ein e-Bike der Marke Eigenbau mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 80 km/h und nimmt es mit dem Gesetz selbst nicht immer ganz so genau („Du wärst der größte Gangster im ganzen Landkreis“ sagt Harry über Kreuthner). Wo Kreuthner ist bleibt garantiert kein Auge trocken und kein Zwerchfell ruhig. Ich habe mich jedenfalls über seine Eskapaden wunderbar amüsieren können, sei es sein Chili-Wettessen, die Anstiftung zu einer aus dem Ruder laufenden Schau-Prügelei oder auch das Spontan-Aufbocken (Volksmund: „Aufkreuthnern“) von Polizeiautos zwecks Fluchthilfe. Einfach herrlich!Aber auch die anderen Charaktere gefallen mir sehr gut. Kreuthners Chef Clemens Wallner sorgt als ausgleichender Pol für die notwendige Ermittlungskompetenz und mit seinem Familienhintergrund, der in diesem Band in einem Nebenstrang eine wichtige Entwicklung erfährt, für eine gute Portion Menschlichkeit und Sympathie. Sein Großvater Manfred, der hier auch seinen Auftritt als Gevatter Tod und Hobby-Chauffeur hat, ist dabei einfach nur zum Gernhaben. Nach vielen ermittlungstechnischen Herausforderungen und unzähligen skurrilen Situationen legt die Spannung im letzten Drittel des Buches deutlich zu und läuft auf ein stellenweise fesselndes Finale zu. Ich hätte nicht gedacht, dass es zum Schluss hin so spannend werden könnte. Letztendlich hat mich die Auflösung wirklich überrascht – und dennoch hat es Andreas Föhr geschafft, alles plausibel und rückwirkend nachvollziehbar aufzulösen. Spätestens hier merkt man den extrem erfahrenen und geschickten Krimi-Autoren, der sein Finale noch mit einem Schuss Dramatik gewürzt hat. Zur Hörbuchproduktion:Hier ist anzumerken, dass es zwei verschiedene Versionen gibt: Der (Audible-)Download ist mit einer Spieldauer von rund 10 Stunden ungekürzt, während die CD-Version mit einer Gesamtspielzeit von 7 Stunden und 37 Minuten auf 6 CD´s gekürzt ist. Ich selbst habe nur die CD-Version gehört und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir inhaltlich etwas gefehlt hätte.Der Sprecher, der deutsche Schauspieler Michael Schwarzmaier, hat bei dieser Produktion einen wirklich fantastischen Job gemacht. Scheinbar ganz mühelos wechselt er zwischen Bayerischen Dialekten in verschiedenen Nuancen, lässt einige Figuren wunderbar berlinern und haucht jedem Charakter eine ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit ein. Es macht einfach unglaublich Spaß, ihm zuzuhören - Besser geht es nicht!FAZIT:Ein Krimi, der mit seinem ausgeklügelten Plot, skurrilen Situationen und wunderbar schrägen Charakteren überzeugen kann.

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  • Traumhaft gelesenen Alpenkrimi-Hörbuch

    Schwarzwasser
    bine525

    bine525

    21. June 2017 um 14:57

    Das Hörbuch hat mich bestens unterhalten, zum schmunzeln und zum mitraten gebracht und auch zu einem Fan von Andreas Föhr Alpenkrimi Autor gemacht. Doch Achtung: Norddeutschen empfehle ich das Buch eher weniger, denn es wird teils kräftig in bayrischen Dialekt gelesen.Der Polizist Wallner hat seine kleine Truppe gut im Griff, wenn nur nicht Kollege Kreuthner es immer wieder auf die Spitze treiben würde. Sein Nebenjob als Schnapsbrenner bringt ihn hie und da in verflixte Situationen doch er hat auch seine guten Seiten, denn als durch eine Alkoholexzess ausuferndes Ergebnis die junge Bedienung Laura des Mordes verdächtigt wird, steht er gnadenlos zu ihr und riskiert viel. Parallel zu dieser momentanen Geschichte gibt es eine 2.Geschichte, die Jahre zuvor das zwielichte Verhältnis zwischen Sittig und Nolte aufzeigt und langsam Licht in den aktuellen Mordfall bringt.Der Alpenkrimi hat es faustdick hinter den Ohren und brachte mich oft und lauthals zum Lachen. Ich kann das Hörbuch nur wärmstens weiterempfehlen, denn mir hat es so gut wie noch kein zweites gefallen und mich spannend sowie lustig unterhalten.

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  • Mordsgaudi

    Schwarzwasser
    Sassenach123

    Sassenach123

    20. June 2017 um 08:41

    Mordsgaudi"Schwarzwasser" von Andreas Föhr ist für mich der erste dieser mittlerweile 7 teiligen Reihe um den Kripochef Clemens Wallner und seinen Kollegen Leo Kreuthner. Der Vater von Wallner, Opa Manfred, ist ein Unikat, schon etwas verwirrt, muss man bei ihm mit allem rechnen. So kommt es, dass Manfred mit Leo Kreuthner einen Faschingsball besucht, verkleidet als der Sensemann. Wallner ist zwischenzeitlich schon mehr als besorgt, da er seinen Großvater nirgends finden kann. Als Kreuthner in der Gaststätte mit einer Frau anbändelt, wird aus Ermangelung einer vorzeigbaren Wohnung die Idee geboren, bei einem Bekannten einzukehren. Manfred muss das Gespann fahren, da Kreuthner es mit dem Alkohol am Steuer des öfteren nicht Ernst genug genommen hat. Wieder erwarten heil angekommen, muss Kreuthner feststellen, dass im Schlafzimmer eine Leiche liegt, eine Bekannte, Lara Evers, scheint die Mörderin zu sein. Nun hat Kreuthner ein Problem, wie soll er dieses Chaos seinem Chef Wallner glaubhaft machen. Eine Verkettung von lustigen Dingen passiert, gepaart mit spannenden Elementen, denn der Tote, Klaus Warthberg, ist gar nicht Klaus Warthberg.......Die Mischung aus humorvollen Einlagen und der Ermittlung waren so in dem Stil neu für mich. Es war auf der einen Seite herzlich erfrischend, aber trotzdem hätte ich mir in Bezug auf die Handlung manchmal mehr Ernst gewünscht. So stand der Krimi für mich leider nicht im Vordergrund. Wobei die Handlung um Klaus Warthberg, gepaart mit der Vergangenheit, die sich um den Anwalt Sitting dreht, der durch wenig Erfolg gezeichnet, in die Hände eines manipulativen Geschäftmannes namens Gregor Nolte gerät, der Sittings Kenntnisse zu seinem Vorteil nutzte, wobei ihm egal war, ob alles legal zugeht, doch sehr interessant war. Das Duo Wallner und Kreuthner bringt auch privates in die Handlung ein. Wallners Vergangenheit ist dabei sehr interessant, doch hier habe ich leider nicht alle wünschenswerten Antworten bekommen, die spart Autor Andreas Föhr sicherlich für weitere Fälle auf. Durch die Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, den verschieden Handlungssträngen, die erst spät zusammenlaufen. und sehr vielen verschiedenen Charakteren muss man genau zu hören um alles zu verstehen, dies besserte sich im weiteren Verlauf des Hörbuches aber. Insgesamt hat mir das Hörbuch gut gefallen, der Sprecher schaffte es mir die Charaktere sehr gut näher zu bringen und machte die humorvollen Einlagen zu einem Erlebnis. Diese Mischung entschädigt mich , so dass ich dem Hörbuch dann doch 4 Sterne gebe. Das Duo Wallner und ganz besonders Kreuthner mit seiner starrköpfigen Art haben mir gut gefallen.

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  • Unruhe in Miesbach

    Schwarzwasser
    VroniCaspar

    VroniCaspar

    19. June 2017 um 19:34

    Schwarzwasser von Andreas Föhr gelesen von Michael Schwarzmaier Kriminaltatort für Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner ist dieses Mal das idyllische Miesbach am Tegernsee. Kommissar Wallner ist auf der Suche nach seinem 86 jährigen Opa, der seit Stunden verschwunden und auch telefonisch nicht zu erreichen ist. Da erhält er die Nachricht vom Fund einer Leiche, einer älteren, und sein Herz bleibt beinahe stehen. Zum Glück findet er Opa kurz darauf bei einer Faschingsfeier, ganz fröhlich und mit einer Sense in der Hand, verkleidet als Tod. Beim Fundort der Leiche von Herrn Wartberg wird eine junge Frau mit einem Revolver in der Hand gestellt. Nach Sichtung der gefälschten Papiere dürfte es die Leiche eigentlich gar nicht geben, denn nichts weist auf seine wahre Identität hin. Wer ist dieser Wartberg, der unter falscher Identität gelebt hat, kannte ihn jemand näher? Durch den Krimi „Eisenberg“ habe ich den Autor Andreas Föhr schätzen gelernt und ich war sehr neugierig auf den Fall „Schwarzwasser“ dieses Mal als Hörbuch. Der Krimi nimmt seinen Einstieg nach der Wende in den 90er Jahren mit korrupten Machenschaften und Geldwäsche im großen Stil und weitet sich bis in die Gegenwart aus. Die Ermittlungen sind gut durchdacht und von Kommissar Wallner folgerichtig und logisch aufgeklärt. Immer wieder sind Spuren gelegt, die in die Irre führen, wodurch die Spannung aufgebaut wird. Humorvolle Einlagen, insbesondere durch Kommissar Kreuthner und seine Vorgehensweise, bringen ihm meine Sympathie entgegen. Der Autor bringt diesen Krimi wieder mit seinem bekannten trockenem Humor an den Leser. Anfangs verwirrten mich die Zeitsprünge und Geschehnisse etwas, hat sich aber bald gelegt. Bemerkenswert ist die Vertonung durch Michael Schwarzmaier, eine markante Stimme für einen Krimi. Wunderbar gelungen sind die Stimmlagen der Dialoge im bayrischen Dialekt. Die urigen Schimpfkanonaden passen herrlich ins Bild und lockern die Atmosphäre richtig auf. Die Stimme des Sprechers ist beim Zuhören sehr angenehm. Der Krimi hat durch den gesprochenen bayrischen Dialekt erheblich Sympathie geweckt, was das Fehlen der knisternden Spannung wieder wett macht. Ich habe mit dem Hörbuch den Autor auch auf eine amüsante Art kennen gelernt, anders als wenn ich das Buch lese, für mich eindeutig eine Bereicherung.

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  • Schatten der Vergangenheit

    Schwarzwasser
    Galladan

    Galladan

    19. June 2017 um 10:47

    Schwarzwasser (7. Band der Reihe um Wallner/Kreuthner)von Andreas Föhr, gelesen von Michael Schwarzmaier. Gekürzte Hörfassung erschienen im Argon Verlag am 1.6.17 Karneval und Kreuthner hat keinen Fuehrerschein. Da lässt er sich von Opa Wallner, passenderweise als Gevatter Tod verkleidet, mit der sexy Michael Huntsgeiger zum Anwesen von Klaus Wartberg chauffieren. Dieser sollte nicht anwesend sein und so hofft Kreuthner auf ein Schäferstündchen mit dem Karnevalsflirt. Derweilen dreht Wallner am Rad als Opa Manfred verschwunden ist und er dann auch noch die Nachricht erhält, dass ein alter Mann tot aufgefunden wurde und das Auto von Wallner am Auffindeort steht. Andreas Föhrs Geschichte spielt in zwei Zeitschienen. Im Berlin von 1996 und in der aktuellen Zeit. Dadurch wird der Hörer erst einmal mit Namen überschwemmt. Ab der zweiten CD hat man sich aber gefangen und kann die kleinen Gemeinheiten die Kreuthner so treibt wieder gut genießen. Außerdem erfahren wir mehr über Wallners Familienleben. Die Geschichte ist interessant, spannend und Kreuthner ist wie gewohnt verhaltensorginell womit dann auch fuer genug Lacher gesorgt ist. Michael Schwarzmaier liest wie gewohnt sehr gut und bringt uns die verschiedenen Protagonisten mit ihren verschiedenen Sprechweisen näher.

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  • Schwarzwasser

    Schwarzwasser
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    17. June 2017 um 20:06

    Nachdem Wallner Opa Manfred seit stundenvermisst, scheint die Sache klar, als er von einer Leiche eines alten Mannes erfährt. Schockiert fährt er zum Tatort, um festzustellen, dass der Tote jemand anderes ist. Manfred ist jedoch trotzdem vor Ort, denn er und Kreuthner waren (unter dubiosen Umständen) die ersten am Tatort. Beide rücken nicht wirklich mit der Wahrheit heraus, die Tatverdächtige kann der Polizei entfliehen und nach einigen Ermittlungen steht fest, der Tote ist nicht der, den er vorgab zu sein. Ein komplizierter Fall für Wallner.Ich kenne aus der Wallner & Kreuthner Reihe bisher nur Band eins ("Der Prinzessinnenmörder"). Diesen Roman habe ich letztes Jahr gehört und da er mir sehr gefallen hat, habe ich nun auch den neusten Fall vom Ermittlerduo gehört.Vorab muss ich sagen, ich würde bei dieser Reihe immer das Hörbuch empfehlen (auch wenn ich die Printausgabe nicht kenne), denn der Autor arbeitet durchaus mit Dialekten und die kommen vorgelesen einfach besser rüber. Michael Schwarzmaier spricht diesen Roman und für den Schauspieler sind Dialekte jeglicher Art keine Herausforderung. Durch seine Interpretation habe ich stets besonders Spaß an den Hörbüchern und ich bin sicher, dass mir die Romane als Printausgabe nicht so sehr zusagen würden, wie die Hörbuchvariante. Der Sprecher passt einfach perfekt zu dieser Krimireihe!Inhaltlich springt der Roman zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. 1996 gab es einen Wirtschaftsskandal in Berlin bei dem die Immobilienfirma Schwarzwasser bankrottging. Wie das mit dem aktuellen Fall zusammen hängt, müssen Wallner und Kreuthner aufklären. Der Roman ist vielschichtig, das Geschehen auf unterschiedliche Art verknüpft und manchmal bin ich durchaus mit den zahlreichen Nebenfiguren durcheinander gekommen. Trotzdem habe ich den roten Faden nie verloren und fand die Geschichte sehr interessant aufgezogen und ausgearbeitet.Zunächst war ich von Kreuthner irritiert - immerhin ist er Polizeiobermeister und dabei verhält er sich anders und dehnt das Gesetz soweit es nur geht. Da ich jedoch seine Entwicklung zwischen dem ersten und dem siebten Fall bisher nicht verfolgt habe, weiß ich nicht, ob die Figur sich in den letzten Romanen bereits so entwickelt hat - ich vermute es einfach und daher habe ich für mich diese ungewohnte Haltung als gegeben hingenommen und die Geschichte und Schwarzmaiers Darbietung einfach genossen, denn sie ist ein interessanter Krimi, der durchaus auch humorvolle Elemente enthält.Fazit: Nach Band eins hat mich nun auch Band sieben sehr gut unterhalten. Ein Hörbuch ist die perfekte Art diese Geschichte mit seinen Figuren und deren Dialekten zu präsentieren, was Schwarzmaier hervorragend macht. Auch wenn ich die Handlung Kreuthners nicht immer nachvollziehen konnte, hat mich Andreas Föhr mit seinem intelligenten Krimi erneut sehr gut unterhalten und ich denke, dass ich sicherlich auch von den anderen Bänden noch den einen oder anderen Roman hören werde, denn die Reihe macht mir Spaß! Audio: 6 CDs - ca. 7h Verlag: Argon Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3839815304 ISBN-13: 978-3839815304

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  • LovelyBooks Hörbuch-Challenge 2017

    Der Vorleser
    Ginevra

    Ginevra

    Ihr liebt das gesprochene Wort genauso wie das geschriebene? Und Hörbücher und Hörspiele gehören in euer Bücherregal genauso wie das gedruckte Buch? Dann seid ihr bei der LovelyBooks Hörbuch Challenge 2017 genau richtig.  Ziel der Challenge ist, das wir in diesem Jahr 15 Hörbücher/ Hörspiele hören und rezensieren. Ablauf:  1. Melde dich mit einem Sammelbeitrag zu Challenge an. Ich werde unter diesem Text eine Teilnehmerliste anlegen mit allen Teilnehmern und diese mit Eurem Sammelbeitrag verlinken. 2. Zwischen dem 01.01. und 31.12.2017 hörst zu 15 Hörbücher/Hörspiele mit einer Mindestlänge von 3 Stunden, egal aus welchem Genre oder wann erschienen. Neu: Bis zu drei Hörspiele dürfen auch kürzer als drei Stunden sein! (sonst ist es zu schwierig, welche zu finden). 3. Wenn du nun ein Hörbuch/Hörspiel gehört und auf LovelyBooks rezensiert hast, schreibe den Link zur Rezension hier in einem Kommentar. Es werden nur rezensierte Hörbücher und Hörspiele gezählt, deren Rezension auf LovelyBooks erschienen sind.  Drei Rezensionen dürfen durch Kurzmeinungen ersetzt werden! 4. Die Unterkategorien dienen dem Austausch untereinander - Du darfst natürlich frei wählen, was Du hören möchtest! 5. Trage den Link zu Deinen Rezensionen auch in Deinen Sammelbeitrag ein. 6. Unter allen TeilnehmerInnen, die die Vorgaben erfüllt haben, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost! Ihr könnt jederzeit einsteigen und mitmachen oder euch wieder abmelden. Denn die Challenge soll vor allen Dingen eins machen: Spaß! Habt Ihr noch Fragen? Dann meldet euch! Ansonsten freue ich mich auf viele Anmeldungen. Falls Eure Links nicht funktionieren sollten, bitte melden!! Teilnehmerliste: Aglaya ban-aislingeach black_horse BellastellaBuchgeborene   Buecherwurm Cathy28 capcola ChattysBuecherblog ChrischiD Cornelia_Ruoff CorniHolmes danielamariaursula Foerdebuch Gelegenheitsleseratte Ginevra Gruenente HeyyHandsome Joolte Kleine1984 Kuhni77 lenisvea leniks Lesebiene27 Letanna loveYouknowMe Luiline LunaLuo Meiky MelE Michicorn MissWatson76 MissStrawberry monida MsChili Nelebooks Nele75 OnlyHope1990 parden Pucki60 robberta sChiLdKroEte Schluesselblume Schnapsprinzessin Seelensplitter Smilla507 Steffi_LeyererTalathiel Thaliomee walli007 Wedma zazzles

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    • 477
  • Wallners siebter Fall

    Schwarzwasser
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    17. June 2017 um 16:24

    Opa Manfred ist seit Stunden verschwunden und da trifft Wallner fast der Schlag, als die Leiche eines alten Mannes gefunden wird. Am Tatort findet Wallner Opa Manfred dann aber quicklebendig – als Tod verkleidet. Die Leiche ist Klaus Wartberg. Während der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es gar keinen Klaus Wartberg gibt. Wer also ist der Tote wirklich – und vor allem: warum wurde er getötet und von wem? Während Kreuthner einer Tatverdächtigen zur Flucht verhilft und wie gewohnt alles verschlimmbessert, wurstelt sich Wallner durch Aussagen und Hinweise und findet Erstaunliches heraus …Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen ist mir beim Hören manchmal etwas arg schwer gefallen, zumal man mit sehr vielen Charakteren und somit Namen zu tun hat. Dass man immer wieder schmunzeln oder gar lachen muss, gefällt mir sehr, lenkt mich persönlich aber auch manchmal etwas vom eigentlichen Geschehen ab. Dennoch ist das Hörbuch auch durchweg spannend – immer wieder passieren völlig unerwartete Dinge. So ein klein wenig Achterbahnfahrt ist ebenfalls integriert: nichts ist so, wie man zunächst glaubte. Das ist ganz große Kunst und gefällt mir sehr – auch wenn ich am Ende komplett durcheinander war! Klingt schräg? Ja, ist es auch – aber dennoch ist das großartig. Das muss man ja auch erst mal so hinbekommen!Die Ereignisse von vor 20 Jahren sind die Ursache für das, was 2016 am Tegernsee geschieht. Was in diesen Jahren alles noch passierte, ist eine logische Aneinanderreihung von Reaktionen, die man recht gut nachvollziehen kann, auch wenn das Ende nicht gut ausgeht für alle daran beteiligten. Der Aufbau sowie die Grundidee sind ganz nach meinem Geschmack.Michael Schwarzmaier liest dieses Hörbuch unbeschreiblich gut ein. Alle Charaktere haben quasi ihre eigene Stimme, dazu noch diverse Dialekte. So bringt er wirklich Lebendigkeit in die Story und man hat die Figuren sehr gut vor Augen. Es gibt viele sehr gute Sprecher, doch so gut können die wenigsten eine so große Anzahl Figuren unterschiedlich vertonen. Das ist ein absoluter Volltreffer und macht das Zuhören zu einem wahren Genuss.Bisher habe ich die Reihe um Wallner und Kreuthner nicht verfolgt. Nur „Totensonntag“ hatte ich gehört und war davon wenig begeistert. Inzwischen weiß ich, dass dies zwar mitten in der Serie entstand, aber die Vorgeschichte dazu darstellt. Und mit solchen nachträglich aufgetauchten Vorgeschichten habe ich bisher noch nie gute Erfahrungen gemacht. Insofern freue ich mich sehr, dass ich Andreas Föhr mit „Schwarzwasser“ noch mal eine Chance gegeben hatte. Das Private rund um die Figuren nimmt nur ein wenig Raum ein und lenkt nicht allzu sehr vom Kriminalfall ab. Ich persönlich hatte zwischendurch einen völlig falschen Verdacht und vermute, das wollte der Autor auch bezwecken. Obwohl Kreuthner ein „Schluri“ ist, sympathisiere ich mit ihm ein wenig, denn wirklich böse ist er nicht, nur eben gerissen und sehr speziell. Ähnlich ist es mit den anderen Charakteren. Sie sind alles Originale und sehr gut ausgearbeitet. Bleibt also festzuhalten, dass ich wirklich gut unterhalten worden bin und somit gebe ich dem Hörbuch vier der fünf möglichen Sterne.

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  • Toller Sprecher, lustiger Krimi, aber Spannung fehlt.

    Schwarzwasser
    Leuchtturmwaerterin

    Leuchtturmwaerterin

    17. June 2017 um 12:53

    "Ein Haus ohne Bibliothek ist wie ein Kuhstall."Inhalt:Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen …Autor:Andreas Föhr, Jahrgang 1958, gelernter Jurist, verfasst seit 1991 erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen. Unter anderem schrieb er zusammen mit Thomas Letocha für SOKO 5113, Ein Fall für zwei und Der Bulle von Tölz. Mit seinen Wallner-Krimis war Föhr zuletzt monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste zu finden.Sprecher:Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.Meine Meinung:Dies ist mein erstes Buch/Hörbuch des Autors Andreas Föhr. Ich habe schon einiges von Freunden erzählt bekommen über seine Art des Kriminalromans und war einfach neugierig, ob er mir zusagen könnte.Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner finden die Leiche eines alten Mannes. Klaus Wartberg. Doch was steckt hinter seinem Tod?Die Story hat einige gute Wendungen, aber die Spannung leidet sehr unter den vielen Erklärungen zwischendurch.Schreibstil/Vortragsweise:Durch zwei verschiedene Zeitebenen (1996 + 2016) versucht der Autor die Spannung etwas zu steigern, was ihm leider meist nur kurz gelingt. Ab und zu verliert man zu Beginn den Überblick in welchem Jahr die Geschichte gerade spielt und wer wer ist. Das bessert sich aber im Laufe der Zeit, da man die Figuren kennenlernt und auseinander halten kann.Der Sprecher Michael Schwarzmaier macht seine Sache wirklich gut. Er verleiht den Figuren Leben und lässt sie durch die Dialekte sehr authentisch wirken. Wirklich klasse!Charaktere:Die Figuren sind glaubhaft und gerade der kauzige Kreuthner wächst dem Hörer (Leser) ans Herz. Leider hat man aber das Gefühl nicht ganz zu wissen, wie Wallner und Kreuthner zueinander stehen, wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt.Der Nebenstrang mit der familiären Situation von Wallner wirkt eher überflüssig und hätte getrost weggelassen werden können. Diese Geschichte hat bloß Seiten gefüllt und die Spannung herausgenommen. Fazit:Eine gut überlegte Idee mit Witz und Humor, die durch zu viele Erklärungen und Wallners persönliche Geschichte sehr an Spannung eingebüßt hat. Ein echter Pluspunkt ist der Sprecher, der die Figuren zum Leben erweckt.Für mich hat es leider nur 3 von 5 Sternen verdient, da es zu viele Flauten für einen Kriminalroman gibt. 

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    • 3
  • Schwarzwasser

    Schwarzwasser
    Lunamonique

    Lunamonique

    15. June 2017 um 18:00

    Für den Auftakt seiner Kriminalromanreihe um Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonard Kreuthner „Der Prinzessinnenmörder“ erhielt Autor Andreas Föhr 2008 den Friedrich-Clauser-Preis. In Band 7 „Schwarzwasser“ hält das Ermittlerduo ein rätselhafter Mord auf Trab. Ein Faschingsball und nächtlicher Ausflug haben ungeahnte Folgen. Leo Kreuthner muss sich schnell eine plausible Geschichte ausdenken, die nicht nur ihn aus der Misere bringt. Eine Tat ist nicht so eindeutig wie es scheint. Clemens Wallner und Leo Kreuthner vertrauen ihrem Gespür und stellen intensive Nachforschungen an. Der Prolog spielt im Herbst 1996 in Berlin. Ein Escort-Girl spielt eine undurchsichtige Rolle oder ist alles ganz harmlos? Autor Andreas Föhr spinnt von Anfang viele Fäden, deren Zusammenhang völlig offen bleibt. Nicht nur der Puzzlestein „Überraschende Alleinerbin“ stellt Fragen auf. Was hat es mit dem Mord auf sich? Die Konstante sind Kommissar Clemens Wallner als intelligenter Ermittler und „Gangster“-Polizeiobermeister Kreuthner mit seinen Alleingängen, Macken und Ansichten. Ein Unikat ist auch Clemens Vater Manfred in seinem speziellen Faschingskostüm. Während des Prologs und am Anfang der Geschichte wirken die Beschreibungen noch recht nüchtern. Mit Leo Kreuthner und Manfred Wallner kommt Humor ins Spiel und der Unterhaltungswert steigt. Beide geraten in verzwickte Situationen. Ein Toter gibt Rätsel auf. Lebte er unter einer falschen Identität? Die Spekulationen nehmen zu. Irrwege sind vorprogrammiert. Sprecher Michael Schwarzmaier kommt mit den speziellen Charakteren immer mehr in Fahrt. Leo Kreuthner hat ein dickes Fell. Clemens Wallner durchschaut Lügen schnell. Dialekte sorgen für Spaß. Als Erzähler ist Michael Schwarzmaier ebenfalls in seinem Element. Trotzdem entsteht der Eindruck, dass die verwirrende Geschichte besser als Buch funktioniert. Es fehlt über lange Strecken an Spannung. Das Tempo ist zu niedrig. Das Undurchsichtige wird bei einer Hörbuchlänge von 420 Minuten überstrapaziert. Unterhaltsame Szenen können nicht alles retten. Ein Schicksal sorgt am Schluss für Spannung. Die Auflösung hat Überraschungen parat. Eine Tragik am Ende wirkt nicht kann so passend. Das Unglück trägt nichts zur Geschichte bei. Was hat es mit der Sense auf sich? Die Frage wird mit viel Humor beantwortet. Auch der Titel lässt sich bald zuordnen. „Schwarzwasser“ lebt von seinem Ermittlerduo und Manfred Wallner als schrägem Charakter. Der Humor kommt an. So mitreißend wie erwartet ist die Geschichte nicht.   

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  • Andreas Föhr – Schwarzwasser

    Schwarzwasser
    DianaE

    DianaE

    15. June 2017 um 17:08

    Andreas Föhr – Schwarzwasser 1996: Rechtsanwalt Sitting hat kein leichtes Leben, mal da einen Job als Erbnachlasser, dann dort mal ein paar Fälle als Pflichtverteidiger. Da ist es schon fast ein Wunder, dass ausgerechnet ein schwerreicher Geschäftsmann ihn als Firmenanwalt haben engagiert. Gegenwart: Während Kriminalkommissar Clemens Wallner einen Mord aufklären soll, läuft es privat auch nicht gerade gut für ihn. Sein vor vierzig Jahren verschollener Vater taucht urplötzlich wieder auf, meidet aber ihn und Opa Manfred. Doch wie soll sie sich Clemens verhalten. Und als wenn das nicht schon schwierig genug ist, scheint auch noch Opa Manfred selbst und sein Partner Leo Kreuthner in den Mord verwickelt zu sein, zwar nur als Zeugen, doch trotzdem scheint Kreuthner etwas was zu verbergen. Eine Tatverdächtige steht schnell fest, doch so wirklich von der Schuld sind weder Wallner noch Kreuthner so überzeugt. Doch Lara kann sich selbst nicht mehr erinnern und das heißt die beiden Polizisten müssen den Tathergang ermitteln. „Schwarzwasser“ ist mein erstes Buch/Hörbuch von Andreas Föhr, der bereits einige Bücher über die ungleichen Polizisten Kreuthner und Wallner geschrieben hat. Mir persönlich fiel es schwer, mich in der Geschichte zurecht zu finden, die zwischendurch recht langatmig mit vielen Handlungssträngen eröffnet wird. Nach und nach fiel es mir dann zwar leichter, auch dem Dialekt zu lauschen, die Spannung selbst wurde aber eher durch Humor, Witz und Charme der Charaktere überlagert, was ich ein wenig schade finde. Es gab einige Überraschungen, die Story war durch die verschiedenen Perspektiv- und auch Zeitwechsel spannender, einige Handlungsstränge blieben bis zum Schluss unübersichtlich, alles im allem ein guter Krimi, wenn er auch meinen Geschmack nicht getroffen hat. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, die Beschreibungen des Autors lassen die Figuren zum Leben erwachsen und machen sie glaubhaft und sind mit emotionaler Tiefe versehen, was mir gut gefallen hat. Kreuthner nimmt es mit seinem Job nicht ganz so ernst, ob es nun Alkohol am Steuer oder spezielle Ermittlungswege sind. An und für sich ist er sympathisch, aber natürlich kann ich ihn als Polizisten überhaupt nicht ernst nehmen. Wallner dagegen war mir deutlich sympathischer, vor allem weil er klug und tough ist, dazu ist er auch sehr charmant. Er hat zwar auch seine Ecken und Kanten, aber das ist auch gut so. Opa Manfred hat mich hier am meisten überzeugen können, mit 86 Jahren freut er sich über den Fasching, wo er sich als Sensenmann verkleidet. Er hat nicht nur einmal für kleine Erheiterungen gesorgt. In der Gesamtheit ergibt sich ein harmonisches und stimmiges Bild, auch wenn ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Michael Schwarzmaier hat dem Hörbuch seine Stimme gelesen und das war ein wirklich großer Pluspunkt. Durch seine emotionale, temporeiche Erzählweise, die jeder Figur seinen eigenen Touch gegeben hat, habe ich das Hörbuch auch beendet. Ich bin mir nicht sicher, dass ich das Print nicht vielleicht zur Seite gelegt hätte. Aber hier ist ganz klar: Der Synchronsprecher hat das Buch ordentlich aufgepeppt und es war ein Hörerlebnis. Das Cover ist düster und beklemmend, es passt zum Inhalt des Buches, genau wie der Titel. Fazit: Ein netter Krimi, der zwar etwas an Spannungsarmut leidet, aber dennoch durch seine humorvolle und spezielle Ermittlungsarbeit zu überzeugen weiß. 3 Sterne.

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