Schwarzwasser

von Andreas Föhr 
4,2 Sterne bei55 Bewertungen
Schwarzwasser
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Rosebuds avatar

Ein spannender und mitreißender Krimi, mit interessanten Wendungen, hat mir gut gefallen,das Ende hätte ich mir anders gewünscht.

Baerbel82s avatar

Spannende Unterhaltung – zum genießen und mitlachen.

Alle 55 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Schwarzwasser"

Der Tegernsee als Krimi-Kulisse: Spiegel-Bestsellerautor Andreas Föhr mit dem 7. Kriminalfall für sein ungleiches Tegernseer Ermittler-Duo, Kommissar Clemens Wallner und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner, liebevoll "Leichen-Leo" genannt! Krimi-Fans und ganz besonders Bayern-Krimi-Fans dürfen sich wieder auf Hochspannung vom Feinsten, einen intelligenten Plot und Föhrs trockenen Humor freuen - auf eine Spurensuche jenseits der Komfortzone im idyllischen Oberbayern, denn Wallner und Kreuthner bekommen es mit einem Toten zu tun, der gar nicht gelebt hat.
Als Kommissar Wallner, Chef der Kripo Miesbach, die Nachricht erhält, man habe die Leiche eines alten Mannes gefunden, bleibt ihm beinahe das Herz stehen: Seit Stunden ist sein Großvater Manfred abgängig und auf dem Handy nicht zu erreichen.
Am Tatort angekommen, stellt Wallner erleichtert fest, dass Manfred wohlauf ist – er und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner haben den Toten - Klaus Wartberg - entdeckt. Am Tatort findet sich auch eine verstörte junge Frau, die die Tatwaffe in der Hand hält. Hat sie Klaus Wartberg ermordet? Schon bald stellt sich heraus, dass der Ermordete gar nicht tot sein dürfte. Ihn hat es nämlich nie gegeben. Seine Papiere sind gut gemachte Fälschungen, der Lebenslauf ist frei erfunden, Freunde oder Familie gibt es nicht. Wer also war der Tote wirklich? Was verbindet ihn mit der jungen Frau? Und warum musste er eine andere Identität annehmen?
Andreas Föhr und sein Tegernseer Ermittler-Duo Wallner&Kreuthner in Bestform!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426654217
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:01.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Franzip86s avatar
    Franzip86vor 3 Tagen
    Der 7. Fall für Wallner und Kreuthner...

    Kurz Vorweg, da ich am wunderschönen Tegernsee lebe, ist diese Reihe eine Pflichtlektüre für mich. Ich finde es toll, Orte die ich kenne im Buch wieder zu entdecken...

    Inhalt: Wallner und Kreuthner haben es diesmal mit der Leiche eines Mannes zu tun, der nie gelebt hat. Als Wallner einen nächtlichen Anruf über den Leichenfundes einer älternen männlichen Leiches bekommt, bleibt ihm fast das Herz stehen, denn Manfred - sein Großvater, ist nicht da und er weiß nicht wo er steckt. Angekommen am Tatort, kann er erleichtert aufatmen, Manfred lebt und gemeinsam mit Kreuthner haben sie die Leiche von Klaus Wartberg gefunden. Am Tatort befindet sich auch eine verstörte junge Frau, samt Waffe. Die Täterin ist schnell gefunden, doch vieles passt nicht zusammen. Oben auf, das Klaus Wartberg nicht Klaus Wartberg ist, da er nie gelebt haben kann... Die Ermittlungen führen Wallner bis nach Berlin und alles kommt anders als anfangs vermutet...

    Meinung: Beim lesen merke ich immer wieder, dass ich derzeit nicht so auf Krimis stehe. Daher fällt mir es schwer direkt das Buch richtig zu bewerten. Was mir schon immer in der Reihe nicht gefällt, ist die Figur von Kreuthner. Er kommt mit allem durch... Wiederum mag ich die Figur von Wallner, wegen ihm, hab ich die Reihe immer sehr gerne verfolgt.

    Ich vergebe für das Buch 4 von 5 Sternen.

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    Tini2006s avatar
    Tini2006vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Solide, gut konzeptionierte Krimi-Unterhaltung.
    Solide, gut konzeptionierte Krimi-Unterhaltung.

    Ein junger Anwalt wird von einem Bösewicht auf den falschen Weg gebracht. Er bereut schon bald, für den Schurken zu arbeiten, will aussteigen - doch es ist zu spät, er hängt schon zu tief drin. Nachdem eines Tages sein Büro verwüstet und seine Sekretärin fast tot geprügelt wird, verschwindet er von einem auf den anderen Tag spurlos...
    Viele Jahre später wird am Tegernsee der 60-jährige Eigenbrötler Klaus Wartberg erschossen in seinem Bett entdeckt. In seinem Haus stößt Kommissar Kreuthner auch auf eine durchgedrehte junge Frau mit einer Pistole in der Hand. Ist sie die Mörderin?

    Auch mit "Schwarzwasser" liefert Andreas Föhr wieder einen soliden, gut durchdachten Krimi-Fall, wie er als Verfilmung um 20.15 Uhr im Hauptabendprogramm laufen könnte - 90 Minuten, die einerseits spannend und unterhaltsam sind, andererseits aber sicher nicht lange im Gedächtnis bleiben, denn das Außergewöhnliche, Unerwartete - tja, das fehlt mir schlichtweg. Da bleibt einfach nichts hängen, worüber man noch länger nachdenken wird. Muss aber auch nicht sein. Für einen Tag auf der Sonnenliege passt`s, und Kommissar Kreuthner ist durchaus eine erheiternde Figur.

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    j125s avatar
    j125vor 5 Monaten
    Für Fans von Kluftinger

    Reiheninformation:
    Hierbei handelt es sich um den 7. Band einer Reihe. Ich kenne die Vorgänger nicht und konnte der Geschichte dennoch sehr gut folgen. Es könnte sein, dass man sich bezüglich einiger Familienverhältnisse spoilert, aber von anderen Fällen wird nichts verraten.

    Inhalt:
    Klaus Wartberg wird in seinem abgelegenen Haus erschossen. Der Mit-60iger führte ein eher zurückgezogenes Leben und hatte kaum Kontakt zur Dorfgemeinschaft. Am Tatort wird eine junge Frau angetroffen, die stark alkoholisiert ist und eine Waffe bei sich trägt. Auf den ersten Blick scheint der Fall eindeutig, doch schnell gibt es erste Zweifel. Auch die Identität des Toten ist bald undurchsichtig, denn ein Klaus Wartberg existiert eigentlich gar nicht. Wer also ist der Tote und wer hat ihn ermordet?

    Meine Meinung:
    Das Buch war in meinem Lesekoffer von lovelybooks und ich habe erst gezögert, ob ich einen siebten Band einer Reihe wirklich lesen will. Bei Krimis und Thrillern ist das nicht immer so schlimm, aber manchmal macht so eine Reihenfolge doch Sinn. Letztendlich hat es mich aber doch neugierig gemacht, dass der Tote eine andere Identität angenommen hat und es war wirklich kein Problem mit dem siebten Band zu starten.

    Schon im ersten Kapitel fiel mir auf, dass das Buch eine Empfehlung für Fans von Kluftinger sein kann. Zwar habe ich meinen letzten Kluftinger vor einer ganzen Weile gelesen, dennoch erinnert mich Kreuthner an den Allgäuer Polizisten. Geografisch befinden wir uns eh in der Ecke. Ich mag es gern, wenn Regionalkrimis Dialekt beinhalten, was auch hier der Fall ist. Aber keine Sorge, auch Nicht-Bayern können der Handlung gut folgen. Kreuthner ist einerseits eine sehr unterhaltsame Persönlichkeit, andererseits biegt er sich alles gern so zurecht, dass es für ihn passt. Das ist eine Eigenschaft, mit der ich nicht immer so gut zurechtkomme.

    Clemens Wallner ist da etwas anders. Er ist ein anständiger Polizist, der versucht seine Fälle zu lösen und dabei das Gesetz zu achten. Ich fand ihn sehr sympathisch und könnte mir vorstellen auch die Vorgänger zu lesen, um mehr über ihn zu erfahren.

    Der Fall war zwar an sich interessant und gut durchdacht, aber leider auch ziemlich offensichtlich. Am Ende gab es eine kleine Überraschung, aber im Großen und Ganzen war für mich viel zu schnell klar wer wer ist. Ich denke, in dieser Reihe wird einfach mehr Wert auf die Charaktere und den Humor gelegt, als auf den Kriminalfall. Das findet sicher bei vielen Einklang, aber für mich reicht es dann meist nur zu einer mittelmäßigen Bewertung. Was aber auch nicht schlecht ist. Dazu gab es auch einfach zu viel Klamauk, der irgendwie ganz witzig war, aber auch ziemlich übertrieben. Da kann man nur hoffen, dass es solche Polizisten in der Realität nicht gibt.

    Fazit:
    Für Fans von Kluftinger definitiv eine Empfehlung. Es ist ein lustiger Regionalkrimi, der ganz gut unterhalten kann, aber mir nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird.

    Reihe fortsetzen?
    Wenn es sich ergibt (zum Beispiel über die Bücherei oder die onleihe), werde ich vermutlich weiterlesen. Aber die anderen Bände kaufen und ins Regal stellen, werde ich eher nicht.

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    Gosulinos avatar
    Gosulinovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gut konstruierter schöner Krimi mit viel Lokalkolorit
    Gut konsturierter und spannender Krimi mit schrulligen Typen

    Fasching. Kommissar Wallner erwartet ein aufregender Abend. Zuerst ist sein Großvater verschwunden, dann taucht dieser als Sensemann verkleidet mit Wallners Kollegen Kreuthner und dessen heimliche Flamme Michaela im Haus von Klaus Wartberg auf, der erschossen in seinem Bett liegt. Daneben eine junge Frau mit Pistole in der Hand.

    Damit beginnt eine verzwickte Ermittlungsgeschichte, die bis ins Jahr 1996 reicht. Denn der alte Wartberg scheint gar nicht Wartberg zu sein und hat die junge Frau ihn wirklich erschossen? Bald ist Wallner einem alten Immobilienskandal auf der Spur. Währenddessen ermittelt Kollege Kreuthner auf seine eigene spezielle Art.

    Andreas Föhr hat wirklich schrullige Typen in einer Gegend mit viel Lokalkolorit erschaffen. Der bayrische Dialekt vollendet dieses Szenario und so manches Mal musste ich mehr als schmunzeln. Der Krimi ist wunderbar zu lesen und sehr gut konstruiert, er ist spannend und bleibt undurchsichtig bis zum Schluss.

    Es hat viel Freude gemacht, das Buch zu lesen, die Charaktere waren einfach nur klasse. Gerne gebe ich es als Leseempfehlung weiter.

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    Bibliomarievor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Auch mit diesem Buch hat mich Föhr wieder überzeugt. Ich bin ein Kreuthner und Wallner Fan!
    Schwarz gebrannt

    Ich muss gestehen – ich bin bekennender Kreuthner und Wallner Fan. Das hat sich auch beim 7. Band gehalten. Die Auftaktszene mit Leo Kreuthner gerät wieder derart skurril, dass sicher manche nur den Kopf schütteln. Aber er gehört mit all seinen Macken und vor allem mit seiner sehr speziellen Auffassung von Recht und Ordnung einfach dazu.

    Im Gegensatz zu Kommissar Wallner, der dessen Aktionen nur mit Kopfschütteln zu Kenntnis nehmen kann. Aber da muss er durch, denn sein Streifenpolizist scheint Mordfälle geradezu anzuziehen. So stolpert Kreuthner nach einem sehr feucht-fröhlichen Faschingsball über die Leiche des zurückgezogen lebenden Pensionärs Klaus Wartberg. Doch diesen Mann scheint es nicht zu geben, gut gemachte, aber falsche Papiere und keinerlei Hinweise auf das Leben des Mannes sind zu finden. Eine harte Nuss für Wallner, dessen Ermittlungen ihn 20 Jahre zurück nach Berlin führen.

    Eine spannende und toll aufgebaute Geschichte, deren ernste Untertöne im Wechsel zu den humorigen Aktionen Kreuthners stehen. Das macht Spaß zu lesen und ich finde, das hat manchmal schon etwas von Karl Valentins absurdem Humor. Ich mag auch die sparsam dosierten Dialoge Kreuthners in tiefbayrischem Dialekt. Aber Andreas Föhr lässt die Geschichte nie in Klamauk abdriften.

    Besonders die Berliner Szenen, die im Jahr 1996 spielen, haben mir gefallen. Wie ein engagierter Rechtsanwalt ohne es zu wollen, in die Fänge von organisiertem Verbrechen gerät und sich immer tiefer verstrickt, ist toll und nachvollziehbar dargestellt. Auch wie Föhr die beiden Erzählebenen zusammenfügt hat mir sehr gut gefallen.
    Kurz: auch der 7. Band war ein Muss für mich.



    Kommentare: 1
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    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder ein grandioser Teil der Wallner & Kreuthner - Reihe mit vielen Highlights und Lachern ... ich sag nur "Aufkreuthnern" :D
    Einfach grandios!

    Kaum zu glauben, dass dies bereits der 7. Teil einer Krimireihe ist, denn es wird und wird einfach nicht langweilig und man kann nach dem Zuklappen des Buches schon wieder die Fortsetzung nicht erwarten. Grandios geschrieben mit der richtigen Mischung aus Herz, Humor und Spannung!

    Seinen Anfang nimmt alles mal wieder damit, dass Polizeiobermeister Leo Kreuthner fast sprichwörtlich über eine Leiche stolpert. Für diese besondere Fähigkeit ist er ja vor allem bei seinem Kollegen Kommissar Clemens Wallner bekannt und, naja, beliebt wäre wohl übertrieben. Kreuthner ist berüchtigt für seine Alleingänge, seine extrem großzügige Auslegung des Rechtssystems und natürlich nicht zuletzt für seinen Schwarzgebrannten. Wallner dagegen zeichnet sich durch eine sehr feine kriminalistische Spürnase, hohe Intelligenz und eine niedrige Toleranzschwelle gegenüber Kälte aus: die Daunenjacke ist quasi sein Markenzeichen.

    Es ist nicht unbedingt nötig, die vorherigen Bände zu kennen, aber glaubt mir: ihr WOLLT sie lesen! Eine komplett gelungene Reihe mit sympathischen, urigen Charakteren, die einem so schnell ans Leserherz wachsen und mit denen man gerne mitfiebert.

    Der Kriminalfall ist klug durchdacht und sehr verschlungen, bis man das gesamte Ausmaß der Wahrheit erkennt, ist man schon fast am Ende des Buches angekommen. Aber dort ist man sowieso viel zu schnell, denn man merkt bei dem hohen Maß an bester Unterhaltung und Spannung gar nicht, wie man Seite für Seite umblättert. Absolut fesselnd und mit einigen lauten Lachern zwischendurch.

    Ein ausführliches Personenregister, ein kurzer Überblick der vergangenen Fälle und sogar ein Kochrezept runden diesen Krimi perfekt ab.

    Dieses Buch und überhaupt die gesamte Reihe kann ich nur wärmstens empfehlen! Freue mich schon auf Band 8.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    und wer ist wer?

    Ich habe zuvor erst ein Buch von und mit Wallner und Kreuthner gelesen - lange her und es gefiel mir damals überhaupt nicht.

    So auch hier - anfangs von diesem Buch habe ich zuerst nur den Kopf geschüttelt und immer vor mich hingemurmelt „ja so ein Schmarrn“ – vor allem bei den Szenen mit dem schon mehr als skurrilen Kreuthner. Das – diese Figur – ist so doof, dass sie schon wieder liebenswert ist. Und alles was mit ihm zu tun hat, ist genauso – um es vorsichtig auszudrücken- doch eher unrealistisch. 

    In diesem Sinne sind wohl auch all die Vorgänger-Bände aufgebaut, denke ich mir mal. Und ob ich das unbedingt lesen muss?

    Was mir aber SEHR gut gefallen hat – das war die Geschichte selber. So komplex und spannend, dass ich einfach immer weiterlesen musste. Klar, man muss schon ein bisserl aufpassen, um bei diesem Verwechslungsspiel nicht durcheinander zu kommen- aber ich habe kein/en Fehler gefunden. Das hat er sehr gut gemacht in meinen Augen, der Herr Föhr….

    Und uns Leser auch erst mal schön an der Nase herumgeführt, obwohl ich ab dem 2. Drittel dann doch fast auf der richtigen Spur war.

    Mal sehen- vielleicht gebe in den anderen Bänden doch auch noch eine Chance….

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    baerins avatar
    baerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit einem kräftigen Schuss Humor!
    Spannender Krimi mit einem kräftigen Schuss Humor!

    Da ich die ersten sechs Bücher dieser Reihe gerne gelesen habe, konnte ich mir den siebten Teil natürlich nicht entgehen lassen! Und ich wurde nicht enttäuscht!

    Der korrekte Kommissar Wallner ermittelt in einem Mord an einem älteren Mann, der unter falscher Identität gelebt hat. Sein chaotischer Kollege Kreuthner, auch Leichen-Leo genannt, hat die Leiche unter suspekten Umständen aufgefunden - eigentlich suchte er nur einen Ort, um seiner Flamme näher zu kommen. Sein eigenes Heim ist dafür weniger geeignet, da es recht herunter gekommen und nach einem Brand in seiner Schwarzbrennerei wenig einladend ist.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Ein Strang handelt vor 20 Jahren in Berlin - es ist quasi die Vorgeschichte zum heutigen Mordfall. Das wird alles sehr spannend und lebendig erzählt, immer wieder gewürzt durch die skurrilen Einlagen von Leo Kreuthner und seinen Kumpels aus der Mangfallmühle, seiner Stammkneipe.

    Endlich erfahren wir in diesem Teil auch mehr über Wallners Familie und seinen verschollenen Vater. Im Anhang befindet sich ein nützliches Personenverzeichnis. Dazu gibt es noch ein Rezept von Leo - ich rate aber dringend vom Nachkochen ab!

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    R
    robbylesegernvor einem Jahr
    was habe ich dieses Buch herbeigesehnt

    " Schwarzwasser ", der nun schon 7. Fall des immer frierenden Kommissar Wallner, überzeugt wieder auf ganzer Linie.
    Dieses Mal taucht der Leser ganz tief in die deutsche Vergangenheit ein und erlebt die Suche nach einem Menschen mit, den es eigentlich gar nicht gibt.Mit gewohntem Humor und einer gehörigen Portion Lokalkolorit, wird eine Verbrecherjagd im beschaulichen Bayern mit gewohnt skurrilen Situationen und Personen erzählt, die mich so manches Mal zu Lachen brachte.

    Kreuthner, der chaotische Polizist in Wallners Team, der sich schon mal gerne am Rande der Legalität bewegt , findet bei einem Stelldichein, das eigentlich romantisch enden sollte eine Leiche. Fast könnte er einem leid tun, denn Kreuthner scheint das Unglück anzuziehen. Doch damit nicht genug, wird bei der Aufklärung des Falles festgestellt, dass es diesen Menschen eigentlich gar nicht mehr gibt. Wallner muss sich ordentlich ins Zeug legen , um dieses Fall zu lösen, obwohl er privat auch so einiges zu bewältigen hat.

    Allein durch seine Protagonisten Kreuthner und Wallner haben die Bücher von Andreas Föhr einen hohen Unterhaltungswert, sind diese Figuren doch so verschieden . Kreuthner, der immer ein Fettnäpfchen findet, um hineinzutreten, aber durch seinen Hang zur halbseidenen Gesellschaft es doch immer schafft, zur Klärung eines Falles beizutragen und Wallner, der sogar bei 20 Grad plus seine wattierte Winterjacke trägt, um nicht zu frieren und mit einem feines Gespür und eine ausgeprägte Beobachtungsgabe ausgestattet ist, um auch komplizierte Fälle zu lösen.

    Auch dieser Fall ist wieder gut konstruiert und überzeugt durch Spannung Humor und wenig Blutvergießen.

    Wollen wir hoffen , dass Andreas Föhr noch viele Geschichten einfallen, um uns weiterhin so gut zu unterhalten.

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor einem Jahr
    Bulle von Tölz meets Rosenheim-Cops

    Andreas Föhr war mir vor der Lektüre von „Schwarzwasser“ kein Begriff, obwohl er schon lange im Autorengeschäft ist. Bevor er Drehbuchautor und schließlich Autor wurde, war Föhr bis Anfang der 1990er Jahre Rechtsanwalt, danach schrieb er unter anderem Bücher für die Erfolgsserien „Die Rosenheim-Cops“ und „Der Bulle von Tölz“ – und exakt daran musste ich nach den ersten gelesenen Seiten denken. Aber alles der Reihe nach.

    Clemens Wallner ist neben Leo Kreuthner der Protagonist der Buchserie, die mit „Schwarzwasser“ bereits sieben Bände umfasst. Aber keine Sorge, man muss nicht alle Teile gelesen haben, um sich beim Aktuellen zurechtzufinden – diese Angst hatte ich davor auch –, „Schwarzwasser“ funktioniert auch alleine recht gut. Wallner und Kreuthner fungieren als eine Art Good Cop und Bad Cop, Wallner der brave, ja fast biedere Leiter der Kripo Miesbach, und Kreuthner der uniformierte Polizist, der es mit den Regeln nicht so genau nimmt und gerne auch mal den korrupten Weg wählt. Die beiden ergänzen sich prima und vereinen Verstand mit Unterhaltung.

    Und an Unterhaltung mangelt es dem Buch nicht, denn alleine der bayerische Dialekt, dessen sich vor allem Kreuthner bedient – Wallner hingegen fast gar nicht –, bringt einiges davon mit; wobei selbst ich, der ich mit dem bayerischen als Wiener ansatzweise vertraut bin, mit einigen Wörtern überfordert war. Die Geschichte ist allerdings zu 90 Prozent im feinsten Oxford Deutsch geschrieben, nur in den Dialogen kommt stellenweise der Dialekt durch.
    Ein zweiter Strang spielt im Berlin von 1996, also 20 Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Dort gerät der Strafverteidiger Dieter Sitting in einen kriminellen Sog, aus dem er so leicht nicht mehr herauskommt. Der Strang ist wesentlich düsterer erzählt als der Bayerische, aber – vielleicht auch deshalb – sehr interessant. Hier setzt Föhr sein juristisches Fachwissen gekonnt ein und verbindet es mit Mafia-ähnlichen Szenen.

    Später verleiht Föhr der Geschichte eine gewisse Tiefe, denn sie entwickelt sich zusehends in einen Wirtschaftskrimi; aber auch auf menschlicher Ebene wird es tiefgründiger, denn Wallners Vater, den er seit 40 Jahren nicht mehr gesehen hat, kündigt sich plötzlich an. Damit gibt Föhr der Geschichte neben einem lustigen, düsteren und spannenden auch einen rührenden und beklemmenden Aspekt und deckt damit nahezu alle Emotionen ab. Der Showdown ist eher gemächlich, und obwohl er ohne Action auskommt, gehen einige Bomben in die Höhe. Im Nachgang findet sich noch ein Kochrezept zu einer Speise, die im Verlauf der Geschichte gekocht wird.

    Weniger ansprechend ist Föhrs Bild von einem Nerd, das bei der Figur des Norbert Petzenberger aka „Der Dude“ eher in die 1990er als ins Jahr 2016 gehört. Nerds sind heutzutage nur mehr in den aller seltensten Fällen ungepflegt und adipös. Es gibt zwar abseits des Dudes noch weitere Nerds, die keineswegs diesem Bild entsprechen, aber der erste Eindruck bleibt eben am ehesten hängen, und den ersten Eindruck bekommt man eben vom Dude.

    Tl,dr: „Schwarzwasser“ ist ein gleichermaßen kluger wie unterhaltsamer Krimi, der einige Emotionen abdeckt und tiefsinniger ist, als man zunächst denkt – und damit kein gewöhnlicher Provinzkrimi ist. Eine Serie, die es Wert ist, weiter zu verfolgen. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

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