Andreas Föhr Totensonntag

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Inhaltsangabe zu „Totensonntag“ von Andreas Föhr

TOTENSONNTAG erzählt Kommissar Wallners allerersten Fall: Im Herbst 1992 ist Clemens Wallner frischgebackener Kriminalkommissar. Bei einem Besäufnis auf einer Berghütte am Tegernsee, zu dem Kreuthner ihn mitgenommen hatte, geraten Wallner und Kreuthner in eine Geiselnahme. Vom Geiselnehmer erfährt Wallner von einer dramatischen Geschichte, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat und die Kreuthner alias »Leichen-Leo« den Hinweis zur Entdeckung seiner ersten Toten liefert. Es handelt sich um ein Skelett in einem edelsteinbesetzten Sarg mit einer Kugel im Schädel …

ein toller Krimi der Reihe von Andreas Föhr, der auf jeden Fall heraussticht, interessanter Einblick in unsere dunkelsten Tage

— Berti07
Berti07

Großer Lesespaß! Andreas Föhr versteht es hervorragend, witzig-chaotische Ermittler durch einen ernsten Fall zu führen.

— Felice
Felice

Kommissar Wallners erster Fall mit ernstem Hintergrund!

— MissJaneMarple
MissJaneMarple

Fazit: Vielschichtiger Krimi, voller Tragik und Humor, spannend und unterhaltsam erzählt.

— Bellexr
Bellexr

Humorvoller Krimi, aus den Anfängen des Ermittlerduos Wallner /Kreuthner, der bis in die Zeit des 2. Weltkrieges zurückreicht

— makama
makama

Spannender Krimi - Rückblick auf die Anfänge des Ermittlerduo´s Wallner und Kreuthner

— Thommy28
Thommy28

Die amüsanten Jugendsünden des Clemens W. - und ein wirklich spannender Fall, der in die letzten Tage des zweiten Weltkriegs führt.

— Caillean79
Caillean79

Geschichte zwischen 1945 und 1992. Sehr gelungen und ansprechend, wobei mich persönlich der Dialekt störte.

— MrsLinton
MrsLinton

Spannend, lustig und grausam Macht nachdenklich, zu was Menschen damals fähig waren

— eulenmama
eulenmama

Noch nie so einen lustigen Krimi gelesen! Echt mal was anderes!!

— schee-blum
schee-blum

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  • eBook Kommentar zu Totensonntag von Andreas Föhr

    Totensonntag
    erwin guenter fuchs

    erwin guenter fuchs

    via eBook 'Totensonntag'

    Hervorragend
    Mo other comment

    Hervorragend,Mo Luther Clement.

    • 6
  • Spannend, witzig und super Handlung!

    Totensonntag
    KerstinTh

    KerstinTh

    30. August 2016 um 08:22

    Es beginnt mit dem 1. Mai 1945. Wir befinden uns in der Nähe von Miesbach. Eine Gruppe mit KZ-Häftlingen, bewacht von SS-Männern, marschiert über die Wiesen und quartiert sich in einer Scheune ein. Nachts wird eine der Frauen flüchtig: Frieda Jonas. Nun wechselt die Handlungszeit und wir befinden uns im Herbst 1992. Leonhardt Kreuthner und Clemens Wallner sind beide erst Anfang zwanzig und noch recht frisch bei der Polizei. Am Abend befinden sich beide, mit noch vielen anderen, auf einer  Hütte zum „Austrinken“. Mit dabei: Thomas „Dammerl“ Nissl, der stadtbekannte Ganove, der nun ausgerechnet heute dingfest gemacht wurde. Da Nissl nicht ins Gefängnis möchte, nimmt er kurzerhand die Anwesenden als Geisel. Auf seiner Flucht erzählt er Wallner von einem mit Edelsteinen besetzen Sarg. Dieser Sarg soll sich in Dürnbach unter der Kirche Sankt Veit befinden. Kreuthner und Wallner machen sich auf die Suche und werden bei Kreuthners Onkel Simon fündig. Und siehe da, bei der Toten im Sarg handelt es sich um Frieda Jonas! Was ist 1945 passiert? Und wieso wurde Frieda aufgebahrt? Es beginnt eine sehr spannende Ermittlungsarbeit, die die Miesbacher Kollegen in die Zeit des Kriegsendes zurückführt und so manch ein Geheimnis ans Licht bringt. In diesem Krimi erzählt Andreas Föhr sozusagen die Vorgeschichte zu seinen bisherigen Krimis um Kreuthner und Wallner. Und dabei werden auch so manche Geheimnisse um die beiden gelüftet. Zum Beispiel, warum Wallner immer friert und warum Kreuthner allein mit seinem Großvater zusammenwohnt. Dieser Krimi ist wieder mal sehr witzig und dennoch spannend. Man hat genug Möglichkeiten selbst mit zu ermitteln und befindet sich bis zum Schluss im Ungewissen, wer der Täter ist. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen!

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  • Mir gefällt die Reihe um den Herrn Kreuthner und dem Wallner!

    Totensonntag
    numinala

    numinala

    11. July 2016 um 21:04

    1992 - Durch eine ... Art Notsituation landet Kreuthner mit einem Gefangenen zum 'Austrinken' auf einer Berghütte. (Die renovieren in diesem Herbst alles und die Getränke müssen daher weg und da bezahlt man nur 10 Mark und schließlich hätte der Kreuthner eigentlich frei gehabt und hat sich doch schon so gefreut auf diesen Abend und gefährlich - nee gefährlich ist der Nissl, also der Gefangene, eigentlich nicht, aber dafür trinkt er auch gerne mal ein Bier.) Leider artet das Ganze auf der Hütte dann etwas aus und es kommt tatsächlich zu einer Notsituation, aber dadurch bekommt Kriminalkommissar Clemens Wallner - 24 Jahre jung - einen Hinweis zu einer versteckten Leiche - angeblich in einem Glassarg, wie Schneewittchen. Sehr unwahrscheinlich, aber kontrolliert werden muss es ja trotzdem. Und tatsächlich finden Wallner und Kreuthner ein Skelett - mit einem Einschussloch im Schädel.... Fazit Dieses ist der fünfte Fall um die beiden Ermittler, der aber zeitlich den ersten Fall dieses Teams erzählt. Erzählt wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen: zum einen im jetzt - also 1992 und zum anderen im Jahr 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges. Föhr gelingt es die beiden Stränge nebeneinander laufen zu lassen und zum Schluss logisch rund zusammenzuführen. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sehr gut beschrieben, der Spannungsbogen spannt sich vom Anfang der Geschichte bis zum Schluss durch und doch muss man an einigen Stellen wirklich herzhaft lachen, was nicht zuletzt an dem Herrn Kreuthner liegt, der auch schon damals ein echter ... im Ruhrgebiet würde man ihn als Schaluppi bezeichnen - also ...ein gerissenes Schlitzohr, war. Also: ein spannender, gut durchdachter Kriminalroman mit Humor, etwas Mundart und Lokalkolorit - ja ich glaube, das trifft es ganz gut. Mir gefällt die Reihe um den Herrn Kreuthner und dem Wallner! Viele Grüße von der Numi

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  • Die Schatten der Vergangenheit!

    Totensonntag
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    Inhalt: Im Herbst 1992 ist Clemens Wallner frischgebackener Kriminalkommissar. Bei einem Besäufnis auf einer Berghütte am Tegernsee, zu dem Kreuthner ihn mitgenommen hatte, geraten Wallner und Kreuthner in eine Geiselnahme. Vom Geiselnehmer erfährt Wallner von einer dramatischen Geschichte, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs ereignet hat und die Kreuthner alias 'Leichen-Leo' den Hinweis zur Entdeckung seiner ersten Toten liefert. Es handelt sich um ein Skelett in einem edelsteinbesetzten Sarg mit einer Kugel im Schädel … Meinung: "Totensonntag" ist der fünfte Teil in der Kommissar Wallner Reihe und zugleich ein Ausflug in die Vergangenheit, zu seinem allerersten Fall. Vieles wird in diesem Buch geklärt, z.B. warum friert der Kommissar immer? wie ist das mit seinen Eltern und Großeltern? warum unterstützt Wallner Kreuthner immer und hält ihm den Rücken frei? und viele mehr. In diesem Fall entführt uns Andreas Föhr teilweise in die Zeit von von 1945, die letzten Tage des Krieges im Tegernseer Tal. Er nimmt uns mit in eine Zeit des Umbruchs, der Hoffnung, aber auch der Intrigen und der Denunziation. Der Schreibstil ist, wie gewohnt, locker und leicht zu lesen. Die Diaoge sind wunderbar im Dialekt des Oberlandes umgesetzt, genau so, wie wir hier eben sprechen. Die Beschreibungen des Lankreis Miesbach und des Tegernseer Tal und seiner Einwohner ist auch absolut authentisch! Fazit: Wieder ein sehr guter und spannender Krimi aus meiner Heimat! Reihenfolge: 1. Der Prinzessinnenmörder 2. Schafkopf 3. Karwoche 4. Schwarze Piste 5. Totensonntag 6. Wolfsschlucht

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    • 10
    Schaefche85

    Schaefche85

    24. December 2015 um 14:04
  • Wallner und Kreuthners erster Fall

    Totensonntag
    Bellexr

    Bellexr

    13. August 2015 um 11:13

    Bei einem Besäufnis in einer Berghütte am Tegernsee im Herbst 1992 kommt es zu einer Entführung. Dumm nur, dass Kreuthner den mutmaßlichen Entführer selbst zum Feiern mitgebracht hat und dieser jetzt mit Wallner als Geisel flüchtet. Von dem Geiselnehmer Thomas Nissl erfährt Wallner von einer Toten, die in den letzten Kriegstagen gestorben ist, ihr gläsernes Grab befindet sich ganz in der Nähe. Der erste Mordfall für Kreuthner und Wallner.   Die Kapelle mit dem edelsteinbesetzten Sarg ist schnell gefunden, darin befindet sich das Skelett einer Frau mit einer Kugel im Schädel. Die Identität der Frau ist schnell festgestellt. Doch warum musste sie sterben, warum scheint sie niemand im Ort zu kennen und warum wurde ein so aufwendiges Grab für sie geschaffen?   Durch regelmäßige Rückblenden schildert Andreas Föhr die Geschehnisse der letzten Kriegstage im Mai 1945. Man erfährt zwar, um wen es sich bei der Frau handelt, allerdings präsentiert Andreas Föhr im Verlauf hierzu auch einige Tatverdächtige, was die Lösung des Falls extrem erschwert. Und auch im Herbst 1992 kommt es zu einem Mord, der in engem Zusammenhang zur dem Mord an Frieda Jonas zu stehen scheint. Offensichtlich will jemand, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt.   Gewohnt flapsig und humorvoll sind die Zusammentreffen zwischen dem gerne auch einmal etwas illegal handelnden Kreuthner und dem überaus korrekten Wallner. Aber bei all der Situationskomik, die immer wieder für Erheiterung sorgt, bietet der Krimi auch viel Dramatik und Tragik. Die Geschehnisse und somit das Schicksal von Frieda Jonas schildert Andreas Föhr gleichsam spannend wie mitfühlend. Die Willkür der Soldaten gegenüber ihren Gefangenen tritt deutlich zu tage, ein Menschenleben zählt nichts, jeder ist um sein eigen Wohl bedacht, um vor den näher rückenden Amerikanern gut dazustehen.   Die Geschichte gestaltet sich äußerst wendungsreich, packend und jederzeit unterhaltsam. Unvorhersehbare Ereignisse bringen neue Tatverdächtige ans Licht und werfen mögliche Motive auf und doch helfen sie nicht wirklich zur Lösung des Falls bei, die so überraschend wie schlüssig daherkommt.   Fazit: Vielschichtiger Krimi, voller Tragik und Humor, spannend und unterhaltsam erzählt.

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  • Wer hat Frieda Jonas ermordet?

    Totensonntag
    Lerchie

    Lerchie

    11. June 2015 um 11:41

    Mai 1945. Der SS-Mann Kieling war mit einer Gruppe KZ-Häftlingen unterwegs. Die Amerikaner kamen immer näher und die Häftlinge bekamen Hoffnung. Doch immer mal wieder fehlte einer. Frieda Jonas war eine junge Frau und sie war sich sicher, dass Kieling sie erkannt hatte. Was würde er tun… 47 Jahre später. Ein Häftling war in der Arrestzelle eingesperrt. Und Kreuthner, der sich schon auf einen schönen Abend gefreut hatte, musste auf ihn aufpassen, weil der Kollege, der eigentlich Dienst gehabt hätte, krank war. Doch als er einen Anruf tätigte, stellte er fest, wie krank der Kollege war… Auf der Hütte trafen Kreuthner und sein Begleiter dann den Kollegen, sowie Kollege Wallner mit der Staatanwältin Claudia Lukas. Doch der Abend sollte anders enden, als geplant… In einer Kapelle nahe einem Bauernhof fanden Wallner und Kreuthner, wie von dem Gefangenen beschrieben, eine Frauenleiche. Sie stellten fest, dass sie erschossen worden war und ließen sie in die Gerichtsmedizin bringen. Doch ihr Tod war schon sehr lange her und es würde schwer sein, den Mörder heute noch zu finden…. Als Wallner in dem Ort nach Frieda Jonas fragte, stieß er zumeist auf Schweigen.  Und dann geschah ein weiterer Mord… Hat Kieling Frieda Jonas erschossen? Was passierte an dem Abend auf der Hütte? Wann hatte der Gefangene von der Frauenleiche gesprochen, die er gefunden hatte? Wer war die Frau? Frieda Jonas?   Wer wurde noch ermordet? Und warum? Alle diese Fragen und noch viel mehr werden in dem Buch beantwortet Das Buch ließ sich gut lesen. Dennoch dauerte es, bis ich in der Geschichte drinnen war. Ich konnte mich nicht mit allen Protagonisten anfreunden. Wie z.B. eine Staatanwältin so handeln kann, wie sie handelte, verstehe ich absolut nicht. Kann es mir auch nicht vorstellen. Sie war mir ehrlich gesagt nicht sonderlich sympathisch. Und dass Wallner dann noch auf sie abfährt, er, der korrekte Beamte? Das verstand ich auch nicht. Allerdings ist er noch recht jung. Trotzdem war das Buch spannend. Das Ende brachte dann noch eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.  

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  • Wwllners erster Fall

    Totensonntag
    makama

    makama

    18. March 2015 um 16:45

    Man schreibt das Jahr 1992 als es auf einer feuchtfröhlichen Feier zu einer Geiselnahme kommt. Nichtganz unschuldig daran ist der junge Polizeibeamte Leo Kreuthner. Die Geschichte endet tödlich für den Gesiselnehmer und der verrät dem jungen Kommissar Wallner von einer Leiche, die in einer alten Kappelle liegen soll. Die Ermittlungen ergeben, dass die Frau im Mai 1945 ermordet wurde. Wer istder Täter? Es gibt etliche Verdächdige, und in dem kleinen Ort leben auch noch einige alte Nazis.... Haben sie mit dem Tod er jungen Frau, die einige Jahre im KZ Dachau verbracht zu tun. Die Ermittlungen erweisen sich nicht ganz einfach und vor allem häufig recht unorthodox, woran der Leo Kreuthner, er eigentlich vom Dienst suspensiert ist erheblichen Anteil hat. Ich kenne dieanderen Bücher von Andreas Föhr nicht, aber dieser Krimi hat mich gut unterhalten, die Charaktere sind manchmal etwas überspitzt und passen gut in die bayrische Landschaft. Deshalb 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

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  • Rückblick auf die Anfänge des Ermittlerduo´s Wallner und Kreuthner

    Totensonntag
    Thommy28

    Thommy28

    09. March 2015 um 16:01

    Über den Inhalt gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite erste Informationen. Ich beschränke mich auf die Ergänzung meiner persönlichen Meinung: Wie bereits erwähnt befasst sich dieses Buch mit dem Beginn der Ermittlerkarriere der beiden Protagonisten Wallner und Kräuter. Dieser zeitliche Rückblick in diesem relativ späten Band der Reihe mag zu Irritationen führen; erwartet man so etwas doch eher zu Beginn einer Reihe. Trotzdem ist das in diesem Fall - zumindest für den Reihenleser - gut gelungen, werden doch dadurch einige Dinge aufgeklärt, die in den vorherigen Bänden offen geblieben waren. Der Schreibstil und die Dialoge sind wieder einmal hervorragend. Eine sehr gelungene Mischung aus ernsthaftem Krimi und erfrischend humorigen Einlagen. Besonders die Dialoge sind manchmal wirklich Klasse! Der Spannungsbogen ist zwar krimitypisch nicht sehr hoch, aber ausreichend. Die eingeschobenen Kapitel aus der Zeit vom Kriegsende 1945 sind realistisch und geben dem Buch einen guten Schub. Das überraschende Ende kann gefallen. Sparen hätte sich der Autor aus meiner Sicht das gerechtigkeitsheischende und unglaubwürdige Detail um die Sühne für das SS Verbrechen aus den letzten Kriegstagen.

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  • Die amüsanten Jugendsünden des Clemens W. (und ein spannender Fall!)

    Totensonntag
    Caillean79

    Caillean79

    16. February 2015 um 19:43

    Mit „Totensonntag“ schickt uns Autor Andreas Föhr in die Jugend seiner beiden Ermittler Clemens Wallner und Leo Kreuthner. Ich muss dazu sagen – die weiteren Krimis mit diesem Duo kenne ich (noch) nicht – aber bald!!! Denn ich bin von dieser Mischung aus amüsantem Regio-Krimi und ernsthafter Vergangenheitsbewältigung sehr angetan gewesen. Manchmal ist es wirklich lustig und man möchte am liebsten lauthals losprusten – aber nie gleitet die Geschichte deshalb ins Lächerliche ab. Zwischendurch ernsthafte und wirklich dramatische Ereignisse, die sich in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs abgespielt haben. Die auf zwei Zeitebenen (1945 / 1992) erzählte Geschichte lebt davon, dass die Kriegsveteranen zu diesem Zeitpunkt Anfang der 90er Jahre weitestgehend noch am Leben sind und sich mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen können (oder müssen). Der reizvolle Kontrast zwischen dem dreisten Kreuthner und dem biederen Wallner setzt zusätzliche Akzente. Nur eins vermochte die gute Lesestimmung (für mich persönlich) etwas zu trüben. Da ich selbst überhaupt keine Verbindung bzw. Affinität zur Tegernsee-Region habe, in der die Handlung angesiedelt ist, habe ich mich in der Krimi-Umgebung nicht so wohl gefühlt wie bei anderen deutschen Kriminalromanen. Und auch der Wechsel zwischen Hochdeutsch und Dialekt kam bei mir daher nicht so gut an. Deshalb einen Stern Abzug. Aber vielleicht müsste man die anderen Romane einfach als Hörbuch hören.

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  • "Totensonntag" von Andreas Föhr

    Totensonntag
    MrsLinton

    MrsLinton

    12. February 2015 um 11:54

    Im ländlichen Gebiet vor München wird eine Geschichte zwischen zwei Welten erzählt: Die Eine, die spielt am 2.Mai 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges und schildert die Geschichte einer jungen Frau, die den Mut hat, beim "Todesmarsch" abzuhauen und sich nun auf der Flucht und in ständiger Lebensangst befindet. Die zweite Geschichte spielt im Jahre 1992 - in der "Gegenwart". Polizist Kreuthner schiebt einen Gefangenen mit kaputtem Bein in einem Rollstuhl den Berg zum Besäufnis des Jahres auf eine Berghütte/Alm hoch und von dort an beginnt es: Eine Geiselnahme, ein mysteriöser mit Edelsteinen besetzter Glassarg, ein Selbstmord. Und das ist erst der Anfang. Beide Handlungsstränge laufen parallel zueinander, finden letztendlich zusammen und ergeben somit eine große, einheitliche Geschichte. Die Charaktere reden im bayrischen Dialekt, was mich anfangs total gestört und genervt hat und ich einfach nicht gut fand - gegen Ende des Buches hatte ich mich aber daran gewöhnt. Ansonsten sind sie sehr authentisch und lebhaft, teilweise sogar total bekloppt und fahrlässig. Des öfteren musste ich laut lachen, weil Passagen einfach so witzig und auch tollpatschig waren - aber das scheint wohl typisch Kreuthner zu sein. Dieser ist übrigens die Hauptperson neben dem Polizist Wallner und beide sind in ihrer Art und Weise und auch in ihren Gegensätzen sehr sympathisch. Auch taucht die Staatsanwältin Claudia (Achtung! Liebesgeschichte!) auf, die gegen Ende des Buches auch nochmal eine eigene Geschichte bekommt. Das Buch liest sich sehr flüssig und fesselt auch, wenn man erst mal richtig reingekommen ist. Die Geschichte ist logisch und stimmig. Die Charaktere sind super entwickelt worden. Wegen des bayrischen Dialekts (und der Schleichwerbung für den FC Bayern München) einen halben Stern Abzug von mir. Ansonsten ein sehr lesenswertes Buch!

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  • Buchverlosung zu "Totensonntag" von Andreas Föhr

    Totensonntag
    Fannie

    Fannie

    10. January 2015 um 16:28

    Beim Neujahrs-Gewinnspiel auf meinem Blog verlose ich 3 tolle Bücher - darunter auch "Totensonntag". Hier könnt Ihr mitmachen: https://buchstabenfaengerin.wordpress.com/2015/01/10/neujahrs-gewinnspiel/

  • Rezension zu "Totensonntag" von Andreas Föhr

    Totensonntag
    tragalibros

    tragalibros

    03. December 2014 um 09:27

    Der junge Kripo-Beamte Clemens Wallner und sein Kollege Kreuthner, bekommen bei einer feucht-fröhlichen Feier einen Hinweis auf einen versteckten Sarg. Nach einer verpatzten Geiselnahme und dem Selbstmord eines Obdachlosen, machen sich die zwei Polizisten auf die Suche nach der Grabstelle. Sie stoßen aber nicht nur auf die Leiche, sondern decken nach und nach eine Geschichte auf, die bis ins Jahr 1945 zurückreicht.   Andreas Föhr hat in diesem Buch zwei Protagonisten erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die beiden Ermittler sich gegenseitig in Schwierigkeiten bringen, über die man herzhaft lachen muss, hat der Autor auch eine spannende Geschichte mit überraschendem, aber gelungenen Schluss geschrieben. Durch den flüssigen Schreibstil, liest sich das Buch sehr schnell. Das einzige Manko an diesem Kriminalroman ist für mich, dass sich die handelnden Personen zum Teil mit Bayrischem Dialekt unterhalten. Diese Gespräche waren anfangs zwar amüsant, gingen mir nach einer Weile aber etwas auf die Nerven. Trotzdem ist "Totensonntag" ein spannender Krimi, der weder durch blutige Morde noch durch übertriebene Gewalt, sondern durch eine spannende Geschichte mit interessantem Hintergrund und zwei komplizierten und herrlich amüsanten Hauptpersonen punktet.

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  • Mord verjährt nicht

    Totensonntag
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Was machst denn für einen Scheiß?“, sagte Wallner, weil er nicht wusste, was er sonst sagen sollte. „Kannst du atmen?“ Nissl nickte und ergriff den Ärmel von Wallners Daunenjacke. „Mir ist kalt“, sagte er, während er Wallner zu sich zog. Der nahm ein Zittern wahr, das so dezent war, dass Wallner es in der ersten Aufregung nicht bemerkt hatte. „Bleib ruhig. Die sind gleich da. Dann holen wir einen Krankenwagen.“ Wallner sah hinunter zu der Stelle, an der der Bergpfad endete und die Forststraße begann. Hier würden in wenigen Minuten einige Fahrzeuge der Polizei eintreffen. Und in einem davon wäre ein Funkgerät, hoffte Wallner, und es kam ihm der Gedanke, dass man alle Polizisten mit Mobiltelefonen ausrüsten sollte. Dann hätte er längst einen Notarzt verständigen können. „Ich muss dir was sagen“, flüsterte Nissl. „Beweg dich nicht so viel. Und spar dir den Atem.“ Wallner zog seine Daunenjacke aus und deckte sie über Nissl. Der hörte nicht auf zu zittern, und jetzt fing auch Wallner damit an. Der Föhn hatte nachgelassen, und die Temperaturen bewegten sich langsam auf den Nullpunkt zu. „Den Sarg aus Glas … ich … ich hab den wirklich gesehen.“ „Wenn du wieder gesund bist, dann zeigst du ihn mir. Einverstanden?“ „Bist a anständiger Kerl.“ Er nahm Wallners Hand. Nissls Hand war erstaunlich weich und kalt wie der Tod. „Zieh die Jacke wieder an. Ich brauch sie nicht.“ „Du brauchst sie“, sagte Wallner und spähte den Berg hinab, ob sich nicht von irgendwo Lichter näherten oder Motorengeräusch zu hören war. „In dem Sarg liegt eine Frau. Sie … sie hat ein Loch im Kopf. Von einer Kugel.“ Nissl konnte nicht weitersprechen. Er hustete und hielt sich die Hand vor den Mund. Die Hand färbte sich schwarzrot, ebenso Nissls Mund. Wallner versuchte, ihn mit einer Geste zu beschwichtigen. „Komm, bitte! Halt dich ruhig. Wir gehen zusammen zu deinem Sarg. Wenn das hier vorbei ist. Versprochen.“ „Ich geh nirgends mehr hin“, hauchte Nissl. „Sankt Veit. Hörst du? Der Sarg ist in Sankt Veit, im Keller.“ Er starrte Wallner mit aufgerissenen Augen an und quetschte dessen Unterarm mit der blutverschmierten Hand. „Ich hab die Frau auf dem Gewissen!“ Der alte Nissl, der hier so dramatisch stirbt, war Wallner und seinem Kollegen Kreuthner gut bekannt. Ein kleiner Ganove, Alkoholiker, ohne festen Wohnsitz und mit einem beachtlichen Vorstrafenregister, was Einbrüche und Diebstähle angeht. Aber dass er einen Menschen auf dem Gewissen haben soll, kann sich niemand vorstellen. Und was soll diese Sache mit dem gläsernen Sarg, in dem schneewittchengleich eine Tote liegen soll? Als die beiden Beamten dem Hinweis nachgehen, stoßen sie auf ein Verbrechen, dessen Aufklärung sie weit in die Vergangenheit führen wird – bis hin zu einem Maitag des Jahres 1945… Diesen Krimi habe ich förmlich eingeatmet! Der Schreibstil war sehr angenehm und kurze Kapitel führten dazu, dass ich immer „nur noch eins“ mehr lesen wollte. Sehr spannende Abschnitte wechselten mit Passagen voller trockenem Humor ab und immer wieder gab es Rückblenden in das Jahr 1945, bei deren Dramatik mir teilweise ganz anders wurde. Der Krimi selbst spielt im Jahr 1992, was insofern bedeutsam ist, als dass es noch reichlich Zeitzeugen für das Ende des zweiten Weltkriegs gibt. Und Beteiligte. Wie ist das, wenn jemand, den man kennt, mit dem man vielleicht sogar verwandt ist, eine SS- oder SA-Vergangenheit hat? Viele von ihnen haben sich nach dem Krieg wieder eine „normale“ bürgerliche Existenz aufgebaut und haben kein großes Interesse daran, über ihr früheres Leben zu reden. Wallner und Kreuthner haben es nicht leicht, die Geister der Vergangenheit aufzuscheuchen. Dass sie aber auf einem guten Weg sind, merken sie schon bald, denn auf den „alten“ Mord folgt ein aktueller. Eins ist doch klar: Wer im Jahre 1945 keine Skrupel hatte, der kennt sie auch 1992 nicht. Obwohl es auch Verdächtige jüngeren Alters gibt… Ein kniffliger Fall! Die Charaktere bieten uns das beliebt-bewährte grundverschiedene Ermittler-Duo, hier noch gewürzt mit einer recht unkonventionellen Staatsanwältin. Wallner ist der leicht spießige, überaus korrekte Typ und Kreuthner, nun ja, das genaue Gegenteil. Alle Freunde von ihnen werden sich freuen, die beiden hier mal als ganz junge Beamte zu erleben. Und wer sich immer schon mal gefragt hat, wieso Wallner ständig friert, erhält in diesem Buch die Antwort darauf. Auch wer Regionalkrimis mag, kommt hier auf seine Kosten. Die bayerischen Schauplätze liefern schöne Landschaftsbeschreibungen, uriges Brauchtum und Dialekt. Ein Nichtbayer (so wie ich) muss aber keine Verständnisprobleme fürchten, denn auch wenn Sätze wie „Du! Du kannst mir mal an Schuah aufblasen!“ nicht zu meinem Sprachgebrauch gehören, kann ich ihre Aussage doch problemlos nachvollziehen ;-) Die Auflösung war schlüssig, die Handlung ließ mich lange miträtseln und brachte sowohl überraschende Wendungen als auch die ein oder andere „Hände-über-dem-Kopf-zusammenschlag“-Situation. Fazit: Spannend, unterhaltsam und anspruchsvoll – dieser Krimi ließ bei mir keinen Wunsch offen.

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    • 13
    clary999

    clary999

    24. October 2014 um 20:38
  • Spannend bis zum Ende

    Totensonntag
    Curin

    Curin

    Der junge Wallner gerät auf einer Berghütte eher zufällig in eine Geiselnahme eines verzweifelten älteren Mannes, der nicht ins Gefängnis will. Er verrät dem jungen Ermittler, dass in einer Gruft in St. Veit eine ermordete Frau begraben sein soll. Wallner beginnt mit den Ermittlungen, die ihn bis zum Kriegsende 1945 zurückführen... . Dem Autor Andreas Föhr ist es gelungen, mit ,,Totensonntag" einen spannenden und authentischen Fall zu schreiben und dem Leser Wallners erste Ermittlung zugänglich zu machen. Die Handlung wird zeitlich gesehen einmal aus dem Jahr 1945 und dann wieder von 1992 erzählt. So erfährt man als Leser zunächst immer ein Stückchen mehr, was damals passiert ist und sieht dann, wie es dem jungen Ermittler gelingt, das Vergangene aufzudecken. Die Figuren werden gut beschrieben und charakterisiert. Man kann sich den jungen Wallner richtig gut vorstellen. Föhr gelingt es, die Spannung kontinuierlich oben zu halten und immer wieder eine Prise Humor einzuarbeiten. Dadurch hat mich der Krimi gut unterhalten und zum Ende hin richtig überrascht. Insgesamt ist ,,Totensonntag" ein toller Krimi, der spannend bis zum Ende bleibt.  

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    • 2
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    20. October 2014 um 19:33
  • Die Schatten der Vergangenheit

    Totensonntag
    walli007

    walli007

    Der junge Kommissar Clemens Wallner ist noch nicht lange mit der Ausbildung fertig, aber schon ein gewissenhafter und präziser Ermittler. Sein Kollege Kreuthner steht dazu im genauen Gegensatz, was aber gerade manchmal dazu führt, dass sich neue Ansätze oder Spuren auftun. Als Kreuthner also mal wieder nicht auf einen Saufabend verzichten will und kurzerhand einen einsitzenden Kleinkriminellen mit in das Lokal nimmt, kommt es fast zu einer Katastrophe. Denn ebenjener Kleinkriminelle bekommt beim Gedanken ins Gefängnis zu müssen eine Panikattacke, während derer die Besucher des Lokals als Geiseln nimmt. Wallner, der auch zugegen ist, bietet sich als Geisel an und versucht alles, die Situation zu entschärfen. Beinahe könnte die Sache glimpflich ausgehen, doch schließlich ist die Furcht des Geiselnehmers so unermesslich, dass dieser es vorzieht in den Abgrund zu springen. Mit seinen letzten Worten berichtet er von einem Mord, der Ende des zweiten Weltkrieges in der Gegend passiert sein soll. Auch Anfang der 1990 waren die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges noch spürbar. Die Kriegsteilnehmer nun großenteils ehrbare Bürger wollen ihre gewonnene Position nicht missen und haben doch Schuld auf sich geladen. Denn wie viele andere auch, so haben sie ihre Machtposition gegenüber Schwächeren rigoros ausgenutzt. Die sinnlosen Todesmärsche in den letzten Kriegstagen zeugen davon. Die Verbindung zwischen damals und der Gegenwart des jungen Wallner ist sehr geschickt und spannend konstruiert, wobei die Frage, was nach dem Krieg alles unter den Tisch gekehrt wurde, keine geringe Rolle spielt. Kaum verwunderlich, dass einiges zutage gefördert wird, das für die Nachkommen der Tätergeneration alles anderes als leicht verdaulich ist. Wenn man sich also für die damalige Zeit und ihre Nachwirkungen in die nachfolgenden Generationen interessiert, wird man hier einen fesselnden Krimi finden, der eine Mahnung sein kann. Dabei geht es zum Glück nicht allzu ernst zu, was auch kaum möglich ist, wenn Kreuthner mit von der Partie ist, für den auch am Anfang seiner „Karriere“ schon der Zweck die Mittel heiligte. Die doch eher ernsthafte Botschaft von Schuld, die man auf sich geladen haben konnte, und die auch viele Jahre später noch zu sühnen ist, geht dadurch nicht verloren. 

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    • 4
    joleta

    joleta

    11. July 2014 um 15:50
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