Das achte Opfer

von Andreas Franz 
4,2 Sterne bei304 Bewertungen
Das achte Opfer
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Positiv (245):
Zirbis avatar

Ein MUSS für alle Julia Durant Fans!

Kritisch (12):
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Ein ganz großer Schuss in den Ofen...

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B004WPH43U
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Knaur eBook
Erscheinungsdatum:09.06.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2015 bei Audio Media Verlag erschienen.

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    Aglayas avatar
    Aglayavor 10 Monaten
    Auf Ermittlungen wird verzichtet

    In Frankfurt werden mehrere reiche und prominente Männer ermordet, offenbar von einem religiösen Fanatiker. Was steckt hinter den Morden, wofür sollen die Männer bestraft werden?

    "Das achte Opfer" ist der zweite Band um die Frankfurter Kommissarin Julia Durant und ihr Team. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

    Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Am häufigsten kommen Julia Durant, ihr Partner Frank Hellmer und der (über die meiste Zeit hinweg namenlose) Mörder zu Wort. Die gewählte Perspektive, vor allem der Einbezug des Täters, führt dazu, dass der Leser über lange Strecken hinweg mehr weiss als die Ermittler. Dafür fehlte mir die Einsicht in die Figuren, ihr Gefühlsleben. So konnte ich oft nicht wirklich nachvollziehen, wieso sie so handelten, wie sie es taten. Wirklich sympathisch wurde mir so niemand, es scheinen ohnehin beinahe alle Figuren Säufer und Kettenraucher zu sein, die keine fünf Minuten ohne Alkohol und Zigaretten aushalten. Dass Hellmer sich ständig nur selbst bemitleidet und Julia sich hauptsächlich für ihr Aussehen zu interessieren scheint, macht die Sache nicht besser.

    Die Handlung hat mich gleich von Beginn weg an "Jung, blond, tot", den ersten Band der Reihe, erinnert. Der Ansatz ist hier zwar ein anderer, aber die Hintergründe sind die gleichen. Da hätte der Autor etwas mehr Fantasie walten lassen dürfen. Nennenswerte Wendungen gibt es keine, was vor allem daran liegt, dass die Polizei nichts macht. Ein Mord geschieht, ein nächster wird angekündigt und was passiert? Nichts. Alle warten einfach auf den nächsten Tag, um die nächste Leiche abzuholen. Sich zu bemühen, das nächste Opfer vor der Tat zu finden und zu schützen oder zumindest mal herauszufinden, wo die ganzen Ankündigungsschreiben herkommen, kommt offenbar keinem in den Sinn. Man fährt zum Tatort, spricht mit den Witwen, lässt die Leichen untersuchen und das war's dann schon. Wer in seinen Krimis gerne die Ermittlungen verfolgt, der wird hier enttäuscht.Es gibt nämlich praktisch keine.

    Der Schreibstil der Autors Andreas Franz liest sich etwas steif und nicht sonderlich flüssig. Störend fand ich insbesondere die ewigen detaillierten Aufzählungen. Was Julia Durant einkauft (Dosenbier), isst (Salamibrot), im Badezimmer macht (nach dem Duschen frische Unterwäsche anziehen), alles wird bis ins Letzte aufgezählt. Aber viele Details machen einen Roman nicht zwingend lebendiger, wie man hier sieht.

    Mein Fazit
    Auf Ermittlungen wird verzichtet

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    Miiis avatar
    Miiivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein ganz großer Schuss in den Ofen...
    Naja...

    Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, dann würde ich eintönig nehmen. Das Buch war einfach unglaublich eintönig und Abwechslung war etwas, das man doch eher vergeblich gesucht hat.
    Sowohl vom Inhalt her, als auch vom Schreibstil hat mich dieses Buch einfach kein bisschen angesprochen und ich hab mehr aus Neugier ob sich noch irgendwas verändern wird als aus echtem Interesse weitergelesen.

    Eine Mordserie erschüttert Frankfurt und die Kripo erhält seltsame Botschaften aus der Bibel, die einen Zusammenhang mit den Mordfällen zu haben scheinen. Julia Durant wird mit dem Fall beauftragt und offen gesagt, das ist auch schon das einzige, was sie mit dem Fall zu tun hat.
    Mit der Zeit kommen zwar einige 'Geheimnisse' ans Licht, aber das ist weniger dem Verdienst der Kripo sondern mehr dem Zufall zuzuschreiben.  Die Beamten kommen selber kein bisschen klar, ich habe das Gefühl, die sind alle eher mit ihren eigenen Problemen beschäftigt.
    Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Dienstzeit wird mehr Alkohol konsumiert, als gesund sein kann, es wird geflucht, Informationen werden verborgen gehalten und und und...
    Nicht zu vergessen, dass man offenbar total entspannt an die Info herangeht, dass es in der Nacht einen weiteren Toten geben wird. Zumindest versuchen, etwas dagegen zu unternehmen? Ach Quatsch, legen wir uns schlafen, warten ab wer der Tote wird und hoffen dann, dass der Mörder nach dem x-ten Mal einen Fehler macht.
    Das einzige, was mich inhaltlich gesehen tatsächlich überrascht hat, war das Ende bzw. der Täter. Dieser war tatsächlich derjenige, auf den ich niemals gesetzt hätte - andererseits gab es auch kaum Anhaltspunkte, von daher war diese Überraschung nicht schwer.

    Schreibtechnisch gesehen war das Buch ebenfalls eine Katastrophe. Wenn man schon auf den ersten paar Seiten liest "Sie ging... Sie machte... Sie trank... Sie erledigte... Sie zog..." ist schnell die Luft raus. Unterschiedliche Satzanfänge werden meines Erachtens nach bereits in der Grundschule gelernt.
    Außerdem gab es soviele Wiederholungen... Das Buch hätte locker nur halb so lang sein können und dennoch wäre nichts vom Inhalt verloren gegangen.

    Insgesamt also von mir einen deutlichen Daumen runter.

    Kommentare: 1
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    P_Gandalfs avatar
    P_Gandalfvor 2 Jahren
    Spannender Krimi

    Das war das 2. Buch von Andreas Franz, das ich gelesen habe. Wieder konnte ich den Roman trotz einiger Kritikpunkte nicht aus der Hand legen.

    Das Buch ist ab der ersten Seite spannend. Man ist sofort in der Story gefangen. Im Laufe der Zeit beginnt man sich immer stärker mit dem Killer zu identifizieren. Wie gerne würde man erleben, dass Täter ihrer gerechten Strafe zu geführt werden. Obwohl ich die Todesstrafe aus ethischen Gründen ablehne, es gibt Verbrechen, bei denen ich einen Todesengel (--> siehe gleichnamiges Buch von Andreas Eschbach) wünsche.
    Wer Kinder missbraucht und zerstört, hat jedes Recht auf Gnade verwirkt.

    Die Beschreibung einer weltweiten operierenden "Organisation" ist beängstigend und entspricht laut dem Autor (--> Amazon "das achte Opfer", dem was dem Autor während seiner Recherchen zugetragen wurde. 

    Der Handlungsbogen wird in die Ermittlungsarbeit von Julia Durant und in die Perspektive des Killers aufgeteilt. Eine Nebenstory ist das Privatleben von Kommissar Hellmer. An keiner Stelle tritt Langeweile auf. Die Auflösung ist stimmig, überraschend und sehr plausibel.

    Was mir nicht gefallen hat, ...
    Die Ermittlungsarbeit hinkt den Geschehnissen hoffnungslos hinterher und man glaubt der Killer könnte ganz Frankfurt ermorden ohne das Julia Durant und ihr Team eine Spur haben. 
    Die Mordkommission müsste eigentlich geschlossen zur Alkoholentziehungskur antreten. Berger wird als Trinker bezeichnet. Durant trinkt anscheinend all abendlich einen Six-Pack und setzt sich nach drei Dosen Bier noch problemlos ins Auto und fährt durch die Gegend. Hellmer gibt es sich mit einer Mischung aus Bier und Wodka - manchmal schon zum Frühstück. Da möchte ich mal die Leberwerte sehen.
    Den Einkaufszettel von Frau Durant (Brot, Salami, saure Gurken und ein Six-Pack Bier + Zigaretten) kennt man Ende auswendig.
    Die Beziehung von Hellmer und Nadine klingt zu schön um wahr zu sein.

    Und trotzdem gebe ich fünf Sterne, weil die Story selbst gut erzählt wird und die Spannung nie abbricht. Und weil die Story betroffen macht.

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    GersBeas avatar
    GersBeavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: 1999: Spannender Krimi in den besseren Kreisen im Taunus
    Ein Krimi über die besseren Kreisen, der einen das Fürchten lehrt

    Inhalt (Klappentext)

    Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo, bzw. direkt an die Hauptkommissarin Julia Durant, obskure Bibelzitate. Man denkt zuerst an einen geschmacklosen Scherz. Als aber zur gleichen Zeit auch ein abscheulicher Mord begangen wird, vermutet Julia Durant einen Zusammenhang. Das Morden geht weiter und trägt immer die gleiche Handschrift: Die Opfer sind alle nackt und auf ihrer Stirn steht in blutigen Ziffern die Zahl 666. Bei ihren Ermittlungen gerät die Polizei immer tiefer in einen Sumpf aus organisiertem Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch.


    Meine Meinung

    Julia Durant und ihre Kollegen arbeiten bis zum Umfallen, um eine abstruse Mordserie zu beenden. Schnell erkennt die Hauptkommissarin, dass der Täter, der seine Opfer quasi „signiert“, sie auf seiner Seite haben will. Er schickt zunächst Briefe mit Bibelzitaten, im Laufe der Mordserie offenbart er seine Motive mehr und mehr. Er vertraut der Justiz nicht und will sich mit seinen Taten rächen an denen, die den Tod seiner beiden halbwüchsigen Kinder verantworten und seiner Frau jeden Lebensmut genommen haben.

    Die Geschichte selbst ist sehr spannend. Sprachlich hätte dem Autor ein kompetentes Lektorat gut getan, das die ständigen Wiederholungen spätestens nach dem dritten Mal gestrichen hätte. Die Kriminalbeamten werden sehr flach und zum Teil unglaubwürdig dargestellt. Das wiederbelebte Verhältnis zwischen Kommissar Hellmer und seiner Geliebten entspricht wohl eher den Wünschen eines Midlifecriselers, denn der Realität.


    Fazit

    4 Sterne (eigentlich 3,7) für einen spannenden Kriminalfall, den ich trotz der oben aufgeführten Mängel nicht aus der Hand legen konnte.

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 2 Jahren
    Sehr spannend und empfehlenswert

    Julia Durant und Frank Hellmer haben ihren zweiten Fall. Wieder einmal wird Frankfurt von einer Mordserie eingeholt. Diesmal scheint der Täter bibelfest zu sein, denn er schickt der Polizei Nachrichten mit Bibelzitaten. Seine Opfer versieht er mit der Zahl 666, der er ihnen mit ihrem eigenen Blut auf die Stirn schreibt. Dem nicht genug, der Täter zieht seine Opfer auch noch nackt aus. Wer tut so etwas und vor allem wieso? Sieht sich der Täter von Gott oder eher von Satan gesteuert? Um die Bibelzitate besser verstehen und einordnen zu können, zieht Julia Durant ihren Vater, einen pensionierten Priester zu Rate.

    Es handelt sich hierbei um einen guten Krimi, der viel Spannung enthält. Ich persönlich bin ein riesen Fan des Ermittlerduos Durant und Hellmer und finde beide sehr sympathisch. Es war wieder mal interessant zu sehen in welche Richtungen und vor allem Abgründe der Gesellschaft uns dieser Krimi brachte.

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    H
    hymovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Runter mit der Männlichkeit
    Runter mit der Männlichkeit

    Das Achte Opfer

    Zur Zeit lese ich sehr viele Bücher von Herrn Franz. Dabei ist mir aufgefallen, dass vieles in mehreren Büchern wiederkehrt. (Zigarettenmarke, ausgekotzter grüner Schleim, Kopfschmerzen linke Schläfe usw.) Das ist halb so wild, aber mich stören auch einige Sachen. Es wird zuviel geraucht, zu viel getrunken und es passiert nie etwas.

    Zum Buch! Das Buch ist spannend erzählt und ich habe bis zum Schluß nicht gewusst wer der Mörder ist. Ein Pluspunkt.

    Die Idee wie die Opfer ermordet wurden ist auch sehr interessant. Runter mit der Männlichkeit. 666 auf die Stirn.

    Allerdings ist der Roman oft zu flach. Daher nur 3 Sterne.

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    VroniMarss avatar
    VroniMarsvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: gähn... absolut langweilig
    Ich - Opfer Nummer 9

    Im zweiten Roman der Julia-Durant Reihe "Das achte Opfer" von Andreas Franz, ermittelt die Kommissarin wieder nach einem Serienmöder. Dabei stoßen ihre Kollegen und sie auf schmutzige Geheimnisse der Reichen und Mächtigen. 
    Oh Mann, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, denn es gibt soooo vieles, was mir gar nicht am Buch gefallen hat. Ab hier herrscht dann auch große SPOILERGEFAHR:

    1. absolut flache, klischeebesetzte Charaktere: alle Polizisten rauchen und ertrinken ihren Schmerz im Alkohol, alle reichen Männer sind böse und sexbesessen
    2. Beschreibung von Banalitäten und ständige Wiederholungen dieser: Julia Durant raucht bei jeder Gelegenheit, trinkt abends immer Dosenbier, zieht sich nach dem Baden immer frische Unterwäsche an und hasst ihren Bauch. Außerdem wird genau beschrieben, was und wieviel sie isst, wie sie ihre Blase entleert, halb-/nackt durch die Wohnung läuft und wie sie sich schminkt. Es wird immer aufgezählt, was alle Figuren tragen (die Frauen meist in sehr gewagter Farbkombination); welche Zigarettenmarke geraucht wird und wie geraucht wird, usw.
    3. absolut vorhersehbarer und langweiliger Handlungsverlauf: man erfährt sehr schnell, wer der Mörder ist und wer umgebracht werden soll; man hat kein Mitleid mit den Opfern, da sie sowieso alle Schweine sind
    4. fehlende Nachvollziehbarkeit: niemand außer der Kommisarin Durant mit dem der feinen Spürnase weiß, was die Zahl 666 bedeutet???Häää??? / die Kriminalbeamten können selber nicht von dem Bittermandelgeruch auf das Zyankali schließen??? Das weiß man doch schon allein vom Krimigucken!!! / Frau Matthäus weiß zwar die genauen Daten, an denen ihr Mann weg war,auswendig (!!!), hat aber nie bemerkt, dass dies immer ein Montag war??? / Durant bekommt ständig Nachrichten vom Mörder. Die werden aber werden auf Spuren untersucht noch nachgeforscht, welcher Bote diese gebracht hat??? / Durant vermutet, dass Winzlow ein Päderast sei, weil er Bilder von Kindern ausstellte. Warum wird hier dieser Begriff verwendet? Päderast ist ein alter Begriff für eine homosexuelle Beziehung zwischen einem Mann und einem Jungen. Wie kommt sie darauf, dass er nur auf Jungs steht? Er könnte doch genauso gut pädophil sein. Mich regt es auf, dass ständig dieser Begriff fällt. / Die Kommissarin drückt ihre Zigarette in einem Aschenbecher an einem noch nicht untersuchten Tatort aus??? / Die Haushälterin entdeckt die Leiche ihres Chefs, der grausam zugerichtet wurde. Zettel und Blume, die neben der Leiche lagen, warf sie vor dem Eintreffen der Polizei in den Papierkorb, weil es doch eh nur "Schwachsinn" war??? / Sie wissen, dass der Mörder ihnen durch die Bibelzitate einen Tipp auf den Beruf des Opfers gibt. Dieses Mal weist es auf einen Arzt hin. Wieso kommen sie nicht darauf, dass es Meininger erwischt? Schließlich waren die anderen Opfer bei ihm in Behandlung! / Die Ermittler müssen wirklich den Begriff "Tyrann" im Lexikon nachschlagen?
    5. Komische Formulierungen bzw seltsamer Schreibstil: "Ihr Mann ist einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen!" Überbringt die Polizei wirklich so diese Nachricht? / "Machen Sie den Weg frei, und kommen Sie mit. Doch zuerst schließen Sie die beiden Köter weg. Aber vorher will ich noch wissen, wie viele Personen sich im Moment hier aufhalten." Total verwirrend!!! / "Hellmer entschied sich für Hühnerfleisch süß-sauer, während Nadine sich Curry-Rindfleisch.... bestellte. Die junge Vietnamesin trat ... an den Tisch, stellte die Gläser mit Wasser darauf und nahm die Bestellung auf." / Wieso wird fast immer die Hauptperson Julia Durant mit dem vollständigen Namen genannt?


    So ich glaube das war es mal so grob. Wie man wohl nur unschwer erkennen kann, konnte mich das Buch überhaupt nicht für sich begeistern. Letztlich fand ich den Titel auch nach der Beendigung des Buches unpassend und langweilig. Ich hätte "Die zwölf Lilien" viel passender gefunden oder einen Titel, der im Bezug zu den Bibelzitaten steht.

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    LindyBookss avatar
    LindyBooksvor 4 Jahren
    Rezension zu "Das achte Opfer" von Andreas Franz

    Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo, bzw. direkt an die Hauptkommissarin Julia Durant, obskure Bibelzitate. Man denkt zuerst an einen geschmacklosen Scherz. Als aber zur gleichen Zeit auch ein abscheulicher Mord begangen wird, vermutet Julia Durant einen Zusammenhang. Das Morden geht weiter und trägt immer die gleiche Handschrift: Die Opfer sind alle nackt und auf ihrer Stirn steht in blutigen Ziffern die Zahl 666. Bei ihren Ermittlungen gerät die Polizei immer tiefer in einen Sumpf aus organisiertem Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch.

    "Das achte Opfer" ist der zweite Teil der Julia Durant-Krimi-Reihe (unbedingt zuerst "Jung, blond, tot" lesen, falls Interesse besteht) und auch das zweite Buch, welches ich von Andreas Franz gelesen habe. Insgesamt war es spannend, interessanterweise bin ich diesmal auch überhaupt nicht auf den Täter gekommen. Ich hatte einen ganz anderen im Verdacht. Und ich wurde gut unterhalten. Aber es gibt auch Schwachpunkte. Manchmal finde ich die Dialoge zu simpel und inzwischen kennt man die Kommissarin doch, mich stören zwar allgemein die "Banalitäten" nicht, die hier oft kritisiert werden, aber wie oft muss man noch lesen, dass sie zu Hause gerne badet, TV ohne Ton guckt und gleichzeitig eine CD aus dem CD-Player hört, im T-Shirt und Slip herum rennt, mehrere Dosen Bier trinkt und sehr viel raucht? Weiterhin werden Einzelheiten, die z.B. bei der Polizei untereinander und bei Zeugen oder Angehörigen von Mordopfern besprochen werden zu oft wiederholt. Natürlich läuft es in der Realität so ab, aber für den Leser ist es doch langweilig, diese Einzelheiten mehrmals genau so detailliert zu lesen. Aber die Handlung hat mir gefallen und dass es in Frankfurt/Main spielt.

    Dieses Buch bekommt von mir gerade so noch 4 Sterne, obwohl mir "Jung, blond, tot" noch ein bisschen besser gefallen hat.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Bibelzitate vom Mörder

    Von einem Unbekannten werden Hauptkommissarin Julia Durant Briefe mit Bibelzitaten zugeschickt. Zur gleichen Zeit werden abscheuliche Morde begangen und Julia vermutet schließlich, dass die Briefe mit den Morden in Zusammenhang stehen. Weitere Morde geschehen, weiter Bibelzitate treffen bei Julia ein. Alle Opfer sind nackt, ihre Geschlechtsteile wurden ihnen abgeschnitten und auf ihrer Stirn stehen die Ziffern 666, geschrieben mit dem Blut der Opfer.

    Meinung / Fazit:

    Das Thema selber ist auch heute noch präsent. Immer noch werden Menschen mit Versprechungen ins Land gebracht, die dann in keinster Weise erfüllt werden. Sie werden unter Androhungen und Misshandlungen zu Dingen gezwungen, die sie freiwillig nicht tun würden. Angst und Scham halten sie davon ab, sich Hilfe zu suchen. 

    Die Beweggründe des Mörders, der der Justiz nicht vertraut, und sich mit seinen Taten für den Tod an seinen Kindern und an der Zerstörung seiner Familie rächt, sind gut dargestellt und regen zum Nachdenken über Recht und Unrecht an. Gingen die treibenden Kräfte doch sogar bis in die höchsten juristischen und politischen Stellen.

    Gerade diese Konstellation erschwerte auch die Ermittlungen und Recherchen, die dann doch noch zum Erfolg führten.

    Leider schweifte die Hauptstory immer wieder in zu viele Nebensächlichkeiten ab. Gerade die ständige Beschreibung, dass HK Julia Durant sich  ( ob sie nun das Büro betrat, an einer Besprechung teilnahm oder bei sich zu hause war ) eine Zigarette anzündete und sie dann im Aschenbecher ausdrückte, ging mir schnell auf die Nerven. Auch scheint sie neben Zigaretten zu rauchen  nur Dosenbier zu trinken, mal eine, mal drei Dosen. Zwar hatte sie in "Jung,blond,tot" auch geraucht, aber die Beschreibung darüber trat nicht so in den Vordergrund, wie in diesem Buch.

    Schade. Für mich verlor die Geschichte durch die ständigen Abschweifungen und der ausführlichen Beschreibung dieser Banalitäten an Qualität.


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    abuelitas avatar
    abuelitavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das achte Opfer" von Andreas Franz

    Nun ja, an Julia Durant scheiden sich die Geister……

    Ich auf jeden Fall mag sie und ich mag auch die „Banalitäten“ , die so viele Reszenzenten bemängeln – im Privatleben der Protagonistin tut sich eben nicht so arg viel und da der Autor aber auch ein bisschen davon berichten möchte, bleibt wohl nichts anderes übrig, als darauf zurückzugreifen. Und sicher ist bei vielen das Leben NOCH öder und gleichförmiger im privaten Bereich…

    Zurück zum Buch ! Mir hat es sehr gut gefallen und ich hatte – ja, egal was Ihr jetzt denkt – auch Mitgefühl – Mitgefühl für den Mörder, der seine Gründe hatte, so zu werden und so zu handeln. Um die Opfer, so boshaft das jetzt klingen mag, war und ist es nicht schade. Mehr aber kann ich dazu nicht sagen, sonst verrate ich zu viel.

    Im übrigen habe ich schon immer daran geglaubt, was der Autor dazu sagt … es ist leider nicht NUR ein Roman, sondern beruht auf tatsächlich stattgefundenen Begebenheiten. Die organisierte Kriminalität - die gibt es und leider viel zu oft erfahren wir aus den Medien, was für Verbrechen - gerade auch an Kindern - begangen wurden. Vieles aber bleibt sicher im Dunkeln….

    Der Schreibstil von Andreas Franz ist einfach und sehr leicht zu lesen und hier in diesem Buch schafft er es, die Spannung kontinuierlich ansteigen zu lassen. Man weiss zwar fast von Anfang an, wo man den Täter zu suchen hat – aber nicht, wer es genau ist.

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