Andreas Gößling Voodoo

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Inhaltsangabe zu „Voodoo“ von Andreas Gößling

Über kaum eine Religion gibt es so viele Vorurteile wie über Voodoo - zu schnell denken wir an Zombies, durchstochene Puppen und blutige Tieropfer. Dabei sind dies alles nur Teilaspekte des Voodoo-Glaubens, der tief im Herzen Afrikas geboren wurde. Der bekannte Mythen- und Kulturforscher Andreas Gößling erhellt die Hintergründe des Voodoo, erklärt die Entstehungsgeschichte und stellt die faszinierenden Gottheiten und komplexen Riten der weißen und schwarzen Magie vor.

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  • Abseits des Hokus Pokus

    Voodoo
    Saphire

    Saphire

    09. December 2014 um 15:13

    Wer faulen Zauber lernen will sollte von diesem Buch die Finger lassen. Es gehört zu den raren Werken die sich dem Voodoo ernsthaft und als Religion nähern. Genau das macht dieses Werk auch zu einer interessanten Angelegenheit. Es beschreibt die geschichtliche Entwicklung der Religion auf Haiti, beleuchtet die theoretischen Grundpfeiler der Religion und stellt sachlich den Ritus des Voodoo dar. Hier geht es nie um eine Art Anleitung zum selber ausprobieren, sondern immer um die möglichst sachliche Beschreibung und religionstheoretische Hinterfragung des Kults. Grade dadurch erlangt das Werk eine unglaubliche Authentizität . Besonders interessant ist die Beleuchtung der einzelnen Gottheiten, die Beschreibung der Besessenheit als Teil des normalen Ritus sowie die Vermischung des Katholizismus und des Voodoo auf Haiti. Die grundsätzlich wertungsfreie Darlegung der einzelnen Zeremonien und Praktiken macht es zudem zu einem unglaublich unreißerisch geschriebenem, lehrreichen Werk, dass eine Religion beleuchtet über die man nichts weiß und über die dennoch so viel Unsinn im Umlauf ist. Wer sich also abseits der großen Religionen informieren will und das auf neutraler und sachlicher Basis, ist mit diesem Buch definitiv an der richtigen Adresse.

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  • Magie, richtig verstanden

    Voodoo
    rumble-bee

    rumble-bee

    05. May 2014 um 16:05

    Ich habe so manchen fragenden Blick geerntet, als ich dieses Buch las. Voodoo?? Du gibst Dich mit Hexerei ab??! Das war höchst verdächtig. Doch hier fangen ja die Missverständnisse schon an. Die wenigsten meiner Mitmenschen wussten, dass es sich beim Voodoo um eine anerkannte Religion handelt, die noch heute praktiziert wird. Und die ausgesprochen farbig und faszinierend ist. Ich habe endlich einmal mit meinen eigenen Vorurteilen aufräumen wollen - außerdem interessiere ich mich schon lange für alle möglichen Weltreligionen. Mit diesem Buch habe ich einen kleinen Glückstreffer gelandet. Andreas Gößling weiß offensichtlich, wovon er schreibt - wenngleich man ihm auch die eine oder andere ein wenig schwärmerische Formulierung nachsehen muss. Er ist, so erfährt man, "Mythenforscher", also durchaus Wissenschaftler. Gleichzeitig aber auch Autor von eher "phantastischen", aber fantasievollen Romanen. Beides merkt man diesem Werk an! Er beschreibt den Voodoo wirklich umfassend, von der Geschichte über die "Heiligengalerie" bis hin zu modernen Praktiken. Es bleibt eigentlich keine Wissenslücke offen. Gleichzeitig spricht er aber auch die emotionalen Aspekte an, und die Bedeutung, welche diese Religion heute noch für die sie Praktizierenden hat. Es ist insofern ein "halbes Sachbuch", als sich der Autor eben an mancher Stelle sehr in die Psyche der Haitianer versetzt. Er schildert aus sehr menschlicher Sicht, dass zum Beispiel Voodoo zur Zeit der (französischen) Besatzung vor allem ein politisches Instrument war. Und wie hinterlistige, politisch findige Hexer dies schon immer auszunutzen wussten. Vor allem dieser Aspekt hat mich an dem Buch sehr überzeugt: hier wird unsere - westliche - Sicht von "gut" versus "böse", von "weißer" versus "schwarzer" Magie sehr relativiert. Man muss eben alles vor einer viel weiteren Perspektive betrachten. Das macht manchen Ritus immer noch nicht "schöner" in unseren Augen, aber verständlicher. Der einzige, winzige Minuspunkt an diesem Buch ist - manchmal - die Sprache, und die Tatsache, dass man nicht immer weiß, woher der Autor seine Kenntnisse bezieht. Oft bezieht er sich auf einen befreundeten Haitianer, einen katholischen Pater, der aus eigener Anschauung vor Ort so manches zu berichten weiß. Vieles bleibt aber auch unklar. Die angehängte Literaturliste ist ebenfalls eher dürftig. Doch letztlich hat das für mich den Wert dieses Buches nicht geschmälert. Ich bin durchweg sehr begeistert, weil mir die Augen geöffnet wurden für ein pralles Stück Leben, das am anderen Ende der Welt stattfindet. Ein Leben und eine Weltsicht, die ich ja nicht immer teilen muss - die mir aber zeigt, wie sehr einen der verstandeslastige Eurozentrismus doch bisweilen in eine Sackgasse führt. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

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  • Andreas Gößling: Voodoo. Götter, Zauber Rituale

    Voodoo
    Raine

    Raine

    20. May 2013 um 21:21

    (Ich beziehe mich auf die ebook-Version.) Der Titel "Voodoo. Götter, Zauber Rituale" beschreibt im Grunde schon sehr umfassend, um was es in diesem Sachbuch geht. Gößling erzählt davon, dass die Wurzeln des Voodoo in der alten, afrikanischen Vodun-Religion liegen, die durch den Sklavenhandel im 16./17. Jahrhundert nach Haiti gelangte. Dort vermischte sich dieser Glaube nicht nur mit anderen Religionen und Kulturen, sondern auch mit dem intensiven Wunsch der dortigen Sklaven nach Freiheit. Auch die sehr umfangreiche Götter- bzw. Geisterwelt (Loas) sowie Beschreibungen zu den verschiedensten Ritualen, werden in diesem Buch behandelt. Meine einzigen Berührungspunkte mit Voodoo sind im westlichsten und kommerziellsten Sinne zu verstehen. Neben kleinen, bunten Püppchen mit Plastiknadeln, die man in Krimskramsläden direkt neben den "So backe ich mir meinen Traummann"- Dosen findet, kenne ich diesen Kult eigentlich nur durch Computerspiele wie "Monkey Island". Aus diesem Grund fand ich es interessant, die Möglichkeit zu bekommen, mehr über diesen fremden Glauben zu erfahren. Der Anfang des Buches war dabei auch sehr hilfreich. Die historische Entwicklung ist faszinierend und fügt die vielen kleinen Halbwahrheiten, die man glaubt über Voodoo zu wissen, zusammen. Jedoch ab der Hälfte des Buches rutscht das Sachbuch langsam in den esoterischen Bereich. Neben Warnungen des Autors, man möge sich von dunkler Magie fernhalten, da man den negativen Einfluss der Geister fürchten müsse, werden detailiert Rezepte und Zauberformeln vermittelt, die gerne auch mal "Jungfrauenblut" und "Tieropfer" beinhalten. Anschließend wird die Schaffung eines "Zombies" umfassend beschrieben, was das Buch dann auch ein wenig abrupt beendet. Nach einem interessanten Einstieg scheint Gößling im Laufe seines Buches an Objektivität zu verlieren, weshalb ich mir nicht sicher bin, inwieweit ich "Voodoo. Götter, Zauber, Ritual" noch als Sachbuch bezeichnen würde. Diese fehlende Distanz wird vielleicht dadurch erklärt, da der Autor auch fiktive Romane zu diesem Thema schreibt. Zudem fehlen dem Buch aus meiner Sicht eindeutig Bilder bzw. Abbildungen, um sich bestimmte Dinge besser vorstellen zu können oder zumindest ein Bild davon zu bekommen, wie sich Voodoo-Anhänger bestimmte Dinge vorstellen. Außerdem würde dem Buch meiner Meinung nach ein Blick auf den Voodoo-Kult aus phsychologischer Sicht nicht schaden. "Besessenheit" war mir hin und wieder zu oberflächlich, um Handlungen wie brutale Tier- und Menschenopfer hinreichend zu erklären. Interpretationen oder Versuche einer rationalen Begründung wären manchmal hilfreich gewesen und hätten mehr erklärt, als die bloße Aussage, dass man es zum Gefallen der Loas tat. Vor allem "Ungläube" bleiben da doch ein wenig skeptisch zurück. Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass das Orginal des Buches bereits 1999 unter dem Pseudonym Pietro Bandini erschienen ist. Fazit: Das Buch bietet faszinierende Einblicke in einen fremden Kult, jedoch mangelt es ihm hin und wieder an Objektivität, Bildern und Interpretationsversuchen.

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  • Rezension zu "Voodoo" von Andreas Gößling

    Voodoo
    Asmodi

    Asmodi

    08. November 2009 um 19:14

    Ein Sachbuch. Über Voodoo. Sachen gibt’s. Ein seriöse Abhandlung über Zombies, durchstochene Puppen und ekstatische Verrenkungstänzer, kann das wirklich sein? Es kann! Nun ja, eigentlich war ein solches Nachschlagewerk längst fällig, bei all den irreführenden Klischees, die infolge greller Italo-Schmodderstreifen und bizarrer Hollywood-Horrorfilmproduktionen gerade in westlichen Breiten so herumgeistern und bei denen Aufklärungsarbeit Not tut. Kulturforscher Andreas Gößling räumt mit dieser Publikation auf mit Vorurteilen, liefert ausgiebig historische Hintergründe, stellt die wichtigsten Götter dieser ungewöhnlichen Religion vor und erläutert den tieferen Sinn der oft bizarr anmutenden Rituale. Wer immer schon mal wissen wollte, was es mit „tanzenden Menschenpferden“ auf sich hat, wer oder was Bokors sind und mit wem genau man es zu tun hat, wenn ein gewisser Damballah plötzlich vor einem steht, der ist mit diesem flüssig zu lesenden Werk erstklassig bedient. Der Autor weiß, wovon er spricht respektive schreibt, und ein besseres Urteil kann man über ein Sachbuch im Grunde nicht fällen.

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