Andreas Gers

 5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Ein Lümmel mit nur Un im Sinn, Die Pendler und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Andreas Gers

Andreas GersEin Lümmel mit nur Un im Sinn
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Ein Lümmel mit nur Un im Sinn
Ein Lümmel mit nur Un im Sinn
 (3)
Erschienen am 06.10.2011
Andreas GersDie Pendler
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Die Pendler
Die Pendler
 (1)
Erschienen am 25.08.2014
Andreas GersWirbelwurm
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Wirbelwurm
Wirbelwurm
 (0)
Erschienen am 01.02.2016

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Rezension zu "Die Pendler" von Andreas Gers

Pendeln zwischen Fantasie und Wirklichkeit
Asmodivor 4 Jahren

Andreas Gers ist Schelmendichter und Gitarrenbarde. Und Landschaftsökologe. Also jemand, der viel rumkommt. Seit vielen Jahren reist er als Künstler von Auftritt zu Auftritt, und als klassischer Berufspendler fährt er zwischen seinem Zuhause im Münsterland und seiner Arbeitsstelle im Ruhrgebiet hin und her. Gelegenheit genug also, sich die Menschen und die Umwelt genau anzuschauen. Und die vielen Fahrten haben dem "Großen Mumpitz", wie Andreas Gers von seinen Fans liebevoll genannt wird, bei seinem satirischen Treiben bestimmt nicht geschadet. Ein feines Gespür für die großen und kleinen Dinge des Lebens sowie eine scharfe Beobachtungsgabe zeichnen den Künstler seit jeher aus.

Andreas Gers' erster Roman heißt "Die Pendler" und handelt denn auch von einer Gruppe von Leuten, die mit der Bahn tagtäglich einen Wechsel zwischen Wohn- und Arbeitsort vornimmt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Notorisch nörgelnd über Fremdbestimmung im Beruf und Langeweile, geraten die Pendler in den Blickwinkel eines fantasiereichen Autors, den die Damen und Herren bitten, über sie was Peppiges, Spannendes, Fetziges zu schreiben. Der Autor soll ihnen mit seiner Schriftstellerkunst den eintönigen Trott des Alltags erträglicher machen. Aber nicht zu viel. Nur so ein bisschen. Aber der Schriftsteller ist nicht zu bremsen, die Geschichten werden immer verrückter und wirrer ... und das hat Folgen!

"Die Pendler" ist nicht unbedingt ein ulkiges Buch, wie man es von dem Autor erwartet hätte. Oh, das Werk ist durchaus lustig, enthält der Stoff doch Skurriles und Amüsantes genug, dies aber wird mit ironischem, manchmal auch gesellschaftskritischen Untertönen und sprachlich locker-flockig serviert. Irgendwie pendelt das Ganze stetig zwischen Sartre und Mumpitz, viel steht zwischen den Zeilen. Ein intelligenter Lesespaß!

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Rezension zu "Ein Lümmel mit nur Un im Sinn" von Andreas Gers

Rezension zu "Ein Lümmel mit nur Un im Sinn" von Andreas Gers
Asmodivor 7 Jahren

Ich kenne den Autor dieses Schelmengedichtbandes seit langem und bin auch mit ihm befreundet. In einem kleinen, aber feinen Schreibforum stieß ich erstmals auf Andreas Gers' versponnen-ironische Verse und war sofort begeistert.
Ich bin ferner nicht unbeteiligt daran gewesen, dass sich ein Verlag für den nicht gerade gewöhnlichen Stoff fand.
Auch habe ich den Klappentext des Buches verfasst.
Darum erwarte bitte keiner, dass ich bei dieser Rezension neutral und journalistisch objektiv bin. Diese Buchbesprechung ist eine sehr persönliche Empfehlung.
"Ein Lümmel mit viel Un im Sinn" ist ein Sammelband ulkiger, höchst amüsanter, spitzfindiger, warmherziger, frecher und verschrobener Gedichte. Man rauscht beim Lesen förmlich durch das Blattwerk. Obendrein ist das Buch wunderhübsch illustriert.

Einer meiner großen Favoriten ist "Der Schlupp":

Es maugelt. Aus dem grusen Lohr
schorrt flax ein schinker Schlupp hervor.
Er mickert zippig, grannt, und dann
kinkt er sein heisches Lickern an.
Doch Weh! Im dumpen Lohrenlicht
ertuppt der Schlupp die Kraale nicht!
Ein schreifes Frickern – und im Schloff
Vergurrt der Schlupp. Es maugelt troff.

Wem das jetzt doch etwas zu sprachklamaukig war, dem kann mit etwas Tiefsinnigem geholfen werden: "Zu Grabe getragen".

Im Regen saß ein Hättichdoch,
zusammengesunken.
Ein Augenblick, der gewunken
hatte: "Jetzt oder nie!", verkroch
sich irgendwo in den Ritzen.
Das Hättichdoch blieb sitzen.

Bald schlenderte ein Irgendwann
durchs triste Gepfütze.
Die Schulter als Stütze
bot es dem Hättichdoch an.

Die beiden sind Freunde geworden,
sie schwelgen in Zukunftsmusik,
verliehen sich Tapferkeitsorden
und übten an allem Kritik.

Dass sie zu Grabe
sich trugen, habe
ich erst nach Jahren
erfahren.

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