Der BFC war schuld am Mauerbau

von Andreas Gläser 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Der BFC war schuld am Mauerbau
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Inhaltsangabe zu "Der BFC war schuld am Mauerbau"

"Immer wieder wurde versucht, eine proletarische Prosa zu er?nden. Die Theoretiker wurden erschossen, die Praktiker verheizt. Jetzt, wo es die daran Beteiligten nicht mehr gibt, ist es endlich einem gelungen. Andreas Gläser steht mit seinem ersten Buch ganz allein auf dem Schlachtfeld der Literatur - im Kampf gegen das Spießertum." Wladimir Kaminer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746618616
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:220 Seiten
Verlag:Aufbau TB

Rezensionen und Bewertungen

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    BRB-Jörgs avatar
    BRB-Jörgvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der BFC war schuld am Mauerbau" von Andreas Gläser

    Kennt Ihr das?: Man kauft sich ein Buch, liest es an, und findet es doof. Nach 30-40 Seiten gibt man auf und stellt es zurück ins Regal, wo es lange vor sich hin vegetiert, bis man ihm irgendwann doch nochmal eine Chance gibt - und plötzlich zündet es. So ging es mir vor wenigen Tagen mit dem vorliegenden Buch. 2002 gekauft, wollte ich damals eigentlich ein Fußballbuch lesen und stellte fest, dass es sich hier eigentlich nur um proletarische Gossenliteratur handelt, und nur nebengründig um Fußball, und der Schreibstil war auch mehr als gewöhnungsbedürftig, also gar nicht mein Ding. Damals war ich 25 Jahre alt. Mittlerweile bin ich 33, habe zahlreiche vergleichbare Bücher gelesen, und wurde nun endlich warm mit Gläsers erstem Buch. Okay, seine Geschichten aus dem "Zonenzombie", einem in den 90er Jahren erschienenen Fanzine rund um den BFC Dynamo, wusste ich schon damals zu schätzen. Nach ein paar Jahren vergleichbarer Lebenserfahrung finde ich mich aber nun im Buch wieder. Gläser beschreibt hier nichts anderes als seine Geschichte, in scheinbar zusammengewürfelten Kapiteln, aber dennoch mit einem roten Faden. Als gelernter DDR-Bürger, alles andere als systemkonform, wurde ihm im August 1989 endlich seine Ausreise nach Westberlin genehmigt, wo er jedoch nie wirklich zurecht kam. Drei Monate später kann er schon wieder seine Familie in Hohenschönhausen besuchen, und bald zieht es ihn schon wieder gen Osten. Als Arbeitsloser in einer Hinterhofs-Erdgeschoss-Wohnung im Prenzlauer Berg schildert er seine Sicht auf die Absurditäten des Lebens, und natürlich spielt Fußball meist eine Rolle - teilweise vordergründig, oftmals nur zwischen den Zeilen, nicht selten mittels Insidergags. Schnörkellos, ehrlich und direkt, subversiv und über alle Maßen beschreibt bzw. karikiert er den typischen Berliner und beweist, dass er als klassicher Proletarier weitaus mehr im Kopf und vor allem wesentlich interessantere Denkansätze hat, als 90% der sogenannten Intellektuellen. Sein Stil bleibt dabei immer frei Schnauze, über manche Formulierungen kann man einfach nur lauthals lachen, und vor allem irgendwo prollig - aber immer mit Niveau. Wer Bücher wie "200 Gramm Punkrock" von Jan Off oder "Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" von Rocko Schamoni liebt, soll hier alleine aus stilistischen Gründen unbedingt mal reinlesen. Aber auch der Inhalt lohnt sich ohne Zweifel...

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    Matzes avatar
    Matzevor 11 Jahren
    Rezension zu "Der BFC war schuld am Mauerbau" von Andreas Gläser

    Baufresse Andreas Gläser schildert höchst amüsant seine Geschichte als „stolzer Sohn des intellektuell unterbelichteten Proletariats“. Aus Perspektive als Anhänger des Berliner Stasi-Klubs BFC Dynamo Berlin blickt er zurück auf Fußballspiele, Pionierferienlager, Erlebnissen mit Frauen und gibt einen interessanten Einblick ins Berlin der Nachwendezeit. Kaminer bezeichnete Gläsers Werk als gelungenes Stück proletarische Prosa. Meine ich auch. Gutes Buch, wenn man sich darauf einlässt!

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    le_chiffres avatar
    le_chiffre

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