Andreas Gröhl Fukushimnobyl

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Inhaltsangabe zu „Fukushimnobyl“ von Andreas Gröhl

Kurz nach ihrer Einstellung im Kernkraftwerk entdeckt die junge Ingenieurin Verena Meier auf ihrem Arbeitsplatz-Computer eine Textdatei, die auf einen Fehler im Sicherheitssystem des Kernreaktors hinweist. Ihre Nachforschungen ergeben, dass diese Datei von ihrem spurlos verschwundenen Vorgänger stammt, der die zu einem GAU führenden Bedienungsschritte veröffentlichen wollte. Bei der Suche nach seiner Anleitung begibt sich Verena Meier in tödliche Gefahr …

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

— JanaBabsi
JanaBabsi

Langatmig

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Interessanter, fesselnder Krimi in der Welt eines Kernkraftwerks.

— Fanti2412
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  • Wie sicher sind unsere deutschen Kernkraftwerke?

    Fukushimnobyl
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    13. June 2015 um 23:05

    Auf der Suche nach einer neuen Arbeit stellt Verena Meier sich im Kernkraftwerk Wesermarsch vor. Aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse bekommt sie den Job sofort. Oder liegt ihre Einstellung vielleicht gar nicht an ihren Kenntnissen sondern daran, dass ihr Vorgänger Golo Hansen spurlos verschwunden ist und sich sonst gerade niemand um diesen Job reißt? Zufällig findet Verena auf der Festplatte ihres PCs eine verschlüsselte Datei mit einem Tagebuchhinweis ihres Vorgängers. Golo Hansen hat es im Simulator tatsächlich geschafft die Funktionen des KKW so zu manipulieren, dass die Kernschmelze unausweichlich ist. Mit diesen Informationen wollte ihr Kollege an die Öffentlichkeit gehen. Der Spürsinn von Verena Meier erwacht und sie möchte wissen was mit Golo Hansen passiert ist und ob es tatsächlich möglich ist einen atomaren SuperGAU herbeizuführen. Als die Kernschmelze im KKW Wesermarsch dann tatsächlich kurz bevor steht, handelt es sich leider nicht um ein ablaufendes Programm im Simulationsraum. Verena ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Ihr Mann Hermann Hendrik übernimmt die Rolle des Hausmannes während Verena die Brötchen verdient. Just zu dem Zeitpunkt als Verena die Stelle im Kernkraftwerk Wesermarsch bekommen hat, taucht ihr Exfreund Udo Lenker wieder auf. Er hat einige Zeit in der JVA verbracht und nach seiner Entlassung macht er sich auf die Suche nach Verena und findet sie auch. Udo Lenker ist ein nervtötender selbstverliebter Gockel der – zumindest am Anfang des Buches – permanent an Sex denkt und diesen natürlich mit „seinem Verenchen“ haben möchte. Dass sie verheiratet ist und 2 Kinder hat stört Lenker nicht weiter zumal Hermann Hendrik in Udos Augen eh nix taugt. Auch wenn Verena ihrerseits nichts mehr mit Udo zu tun haben möchte, ist sie nicht in der Lage ihm dieses unmissverständlich klar zu machen und ihn vor die Türe (in diesem Fall die Autotüre) zu setzen. Udo ist ein sehr anhänglicher und aufdringlicher Ex. So ein echter „Der geht gar nicht“-Typ. Bei Verenas Mutter und Tante hat er aber scheinbar einen Stein im Brett, den die beiden Damen erliegen permanent seinem (nicht vorhandenen) Charme. Verenas Ehemann Hermann Hendrik ist ein gerne und häufig philosphierender Philosoph. Irgendwie hat er in allem was er tut die Ruhe weg. Ihn kann nichts aus der Fassung bringen und für jede Lebenslage hat er ein passendes Zitat oder einen passenden Spruch auf Lager. Es beunruhigt ihn auch keinesfalls, dass der Ex seiner Frau wieder aufgetaucht ist und sich in Verenas Familie breit macht. Die beiden Männer in Verenas Leben könnten gegensätzlicher nicht sein, wobei keinem der beiden meine Sympathie zugeflogen ist. Verena selbst erscheint dem Leser beim Vorstellungsgespräch im KKW sehr souverän. Auch wenn sie noch sehr jung ist verfügt sie über die benötigten Qualifikationen, kann sich im Gespräch entsprechend verkaufen und tritt sehr selbstbewusst auf. Ihr Verhalten gegenüber ihrem Ex Udo Lenker steht im krassen Gegensatz dazu. Bei ihm ist sie nicht in der Lage ihn in seine Schranken zu weisen und lässt sich von ihm einlullen . Bei der Suche nach der Wahrheit um das Verschwinden Golo Hansens ist Udo Lenker jedoch ein nicht zu unterschätzender Faktor der Verena am Ende sogar das Leben rettet. Die Gefahr lauert an Verenas Arbeitsplatz – aber aus einer anderen Richtung als der Leser glaubt. Der Titel „Fukushimnobyl“ und das Cover des Buches signalisieren dem Betrachter, dass die Geschichte zwischen den Buchdeckeln etwas mit den Naturkatastrophen in Fukushima und Tschernobyl zu tun haben muss · Nuklearkatastrophe Tschernobyl 04/1986 · Nuklearkatastrophe Fukushima 03/2011 Beim lesen der Erläuterungen bezüglich der Technik im KKW Wesermarsch fragte ich mich mehrmals wie sicher unsere Kernkraftwerke in Deutschland sind und ob sich ein Szenario wie in „Fukushimnobyl“ tatsächlich ereignen könnte. Als Laie in Sachen Atomkraft (und ich denke das ist ein großer Prozentsatz der deutschen Bevölkerung) müssen wir uns auf die Versicherungen und Beteuerungen der EU-Kommission und der Europäischen Gruppe für nukleare Sicherheit und Abfallentsorgung (ENSREG) verlassen die besagen, dass alle 17 in Deutschland befindlichen Atomkraftwerke sicher seien. Sind sie das wirklich? Wir wissen es nicht, wir müssen es glauben. Der Gedanke hinter der Story und die eingestreuten Erläuterungen bezüglich der Funktionsweise von Kernkraftwerken fand ich sehr interessant und das regte mich, wie schon erwähnt, zum Nachdenken an. Leider konnte mich aber die Umsetzung der Idee zum fertigen Buch nicht überzeugen. Die Protagonisten, neben Verena, Hermann Hendrik und Udo sind das noch ein paar mehr oder weniger wichtige Menschen, handeln sehr oft für mich nicht nachvollziehbar und äußerst unlogisch. Manche Szenen sind über Gebühr in die Länge gezogen, könnten durchaus etwas Straffung vertragen. Was man am Anfang des Buches nur vereinzelt als „zu viel“ wahrnimmt tritt zum Ende des Buches hin geballt auf. Die gute Idee hinter der Story, die Geschichte um einige Seiten bzw. unnötige Dialoge gekürzt und es wäre ein wirklich tolles Buch entstanden. 

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  • Langatmig: Fukushimnobyl - Andreas Gröhl

    Fukushimnobyl
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    Verena Meier beginnt ihren neuen Job im Kernkraftwerk in Wesermarsch. Zwar hat sie früher, als Studentin, auch gegen Atomkraft demonstriert, aber sie braucht den Job, denn sie hat Mann und zwei kleine Kinder zu versorgen. Aber komisch ist es schon, dass sie die Stelle so schnell und unkompliziert bekommen hat. Als sie erfährt, dass ihr Vorgänger spurlos verschwunden ist und sie deshalb so schnell nachgerückt ist, macht sie das stutzig. Als sie dann einen bei der Löschung übrig gebliebenen Tagebucheintrag von Golo Hansen, ihrem Vorgänger, findet und daraus hervorgeht, dass Hansen bei der letzten Simulatorschulung einen Gau verursacht hat und dies auch im Kernkraftwerk selbst möglich ist, fängt sie an zu schnüffeln, ob Hansen wirklich selbst verschwunden ist oder vielleicht „verschwunden wurde“. Verena Meier ist eine taffe berufstätige Frau, die leider eine Schwäche hat: Udo Lenker, ihren Ex-Freund. Der taucht auch just fast in dem Moment auf, als sie ihren neuen Job anfängt und geht ihr, aber auch dem Leser, gewaltig auf die Nerven. Na ja, so einen unsympathischen Charakter braucht ja doch jedes Buch, so zur Abwechslung. Auch wenn ich zugebe, dass ich wegen Udo Lenker ab und an das Buch zugeklappt habe. Auch die Tatsache, dass Verena, auch wenn sie sonst eine ganz vernünftige Frau ist, sich immer wieder auf Udos Spielchen einlässt und einfach keine Konsequenzen ziehen kann. Und damit habe ich schon einen Teil des Problems des Buches angesprochen. Neben dem äußerst spannenden Thema Kernkraft und einem möglichen Gau innerhalb Europas, dem verschwundenen Kollegen und der „Miss Marple“-mäßigen Suche, die Verena im Kraftwerk durchzieht, zieht sich das Buch durch die Nebenhandlungen, Beschreibungen und Ausführlichkeit unnötig in die Länge. Verenas Beziehung zu ihren Eltern, die philosophischen Sprüche ihres Ehemanns oder auch die ausführlichste Beschreibung von Bremerhaven, die ich je gelesen habe, führen mitunter gemeinsam mit der Udo-Lenker-Beziehung zu einem Hin und Her, anstatt sich auf die Suche nach Golo Hansen, bzw. der Möglichkeit eines technisch herbeizuführenden Gaus zu konzentrieren. Diese Langatmigkeit zieht sich durch das Buch und ist auch am verunglückten Ende mitverantwortlich, obwohl auch hier spannende Sequenzen dabei waren und das Ende des Endes genial gelöst war. Allerdings scheint es, dass der Autor allen Personen in den letzten 50 Seiten nochmal einen Kurzauftritt gewähren wollte, was allerdings im Leitstand des Kernkraftwerks unglaubwürdig erscheint. Auch sind die Aktionen dort konfus und unterbrochen von den geringsten Nebensächlichkeiten, so dass, trotz der genialen Lösung am Ende, doch ein schaler Nachgeschmack bleibt. Das Buch war eher nicht meins, aber ich könnte mir vorstellen, dass Leser, die kein bestimmtes Genre bevorzugen, sondern überall „wildern“, damit glücklicher sind, als ich. Doch für mich war die spannende Suche nach dem verschwundenen Mitarbeiter nicht fokussiert genug und leider nur ein schwacher Handlungsstrang und das „bombastische“ Ende war leider recht chaotisch und unglaubwürdig. Fazit: Ein spannendes Thema, welche Verena Meier in Miss Marple Manier löst, doch leider mit vielen Nebenhandlungen und Beschreibungen, so dass das Buch langatmig wird und mit einem chaotischen Finale aufwartet.

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  • Fukushimnobyl

    Fukushimnobyl
    Fanti2412

    Fanti2412

    10. March 2015 um 21:07

    Zum Inhalt: Kurz nach ihrer Einstellung im Kernkraftwerk entdeckt die junge Ingenieurin Verena Meier auf ihrem Arbeitsplatz-Computer eine Textdatei, die auf einen Fehler im Sicherheitssystem des Kernreaktors hinweist. Ihre Nachforschungen ergeben, dass diese Datei von ihrem spurlos verschwundenen Vorgänger stammt, der die zu einem Gau führenden Bedienungsschritte veröffentlichen wollte. Bei der Suche nach seiner Anleitung begibt sich Verena Meier in tödliche Gefahr … (Kurzbeschreibung gem. Monogramm Verlag) Meine Meinung: Krimis gehören zu meinen Lieblingsgenre, deshalb war ich auf das Debüt eines deutschen Autoren gespannt. Die Thematik rund um ein Kernkraftwerk an der Weser, wo es tatsächlich das im Jahr 2011 abgeschaltete "Kernkraftwerk Unterweser" gibt, ist interessant und mal ein ganz anderer Schauplatz als oft üblich. Den Titel "Fukushimnobyl", der aus Fukushima und Tschernobyl zusammengesetzt ist, finde ich in dem Zusammenhang gut gewählt. Auch wenn sich wesentliche Teile der eigentlichen Krimigeschichte auf die Technik in einem Kernkraftwerk beziehen, sind diese auch für Laien gut verständlich und nachvollziehbar dargestellt. Dass eine Katastrophe wie in Fukushima oder Tschernobyl auch in einem deutschen Kernkraftwerk passieren könnte, war für mich eigentlich bisher unvorstellbar. Aber beim Lesen dieser Geschichte vermittelte genau diese Möglichkeit eine düstere und beklemmende Atmosphäre. In der Story wimmelt es nur so von verschiedenen Figuren. Neben der Hauptprotagonistin Verena, deren etwas weltfremder Ehemann und den Kindern spielen Verenas nervige Eltern und auch ein Jugendfreund eine Rolle. Besonders Letzterer war mir sehr unsympathisch, da er sich auf sehr eigenwillige Art wieder in Verenas Leben drängen will. Am Ende spielt er aber in der ganzen Story eine größere Rolle als man ahnen konnte. Außerdem gibt es noch die zahlreichen Mitarbeiter und Kollegen von Verena im Kernkraftwerk, die sehr verschieden sind. Vom Islamisten, der vom Märtyrertod träumt, über einen phlegmatischen Chef, einen faulen Kollegen, der lieber isst als arbeitet, und Atom-Lobbyisten ist alles dabei. Hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen, obwohl jeder irgendwie seine Rolle spielt. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig, hat es aber nicht ganz geschafft, die spannende und teilweise dramatische Atmosphäre zu vermitteln. Der Spannungsbogen der Geschichte steigt nur langsam an, auch wenn zwischendurch immer wieder einschneidende Ereignisse stattfinden. Besonders im Mittelteil plätschert die Geschichte etwas dahin. Im letzten Teil steigert sich die Spannung aber und mündet in einen turbulenten Showdown. Insgesamt ist dem Autor ein gut durchdachter Krimi mit einem realistischen Szenario in einem interessanten Umfeld gelungen, den er räumlich in seiner Heimat angesiedelt hat, die er nebenbei schön und bildhaft beschreibt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, auch wegen des brisanten Themas! Fazit: 4 von 5 Sternen Herzlichen Dank an den Monogramm Verlag für das Rezensionsexemplar! © Fanti2412

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