Andreas Graf

 3,6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Mord an der Rheinbrücke, Silvester am Bodensee und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Andreas Graf, Lyriker & Literaturwissenschaftler, zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, Gedichtbände: - singen Brückenlieder (Muffendorf 2016), - Ballaballa WM-Sonette (Hamburg 2013), - Meer & Mär & Mehr Maritime Gedichte (Poseidon Presse 2013), - männlich & winterfest, Über:Leben in der Stadt (1982)

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andreas Graf

Cover des Buches Tod im Hexenwinkel (ISBN: 9783832118891)

Tod im Hexenwinkel

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Erschienen am 01.01.1990
Cover des Buches Hedwig Courths-Mahler (ISBN: 9783423310352)

Hedwig Courths-Mahler

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Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Mord am Münsterplatz (ISBN: 9783886276479)

Mord am Münsterplatz

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Erschienen am 20.04.2016
Cover des Buches Mord an der Rheinbrücke (ISBN: 9783965550971)

Mord an der Rheinbrücke

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Erschienen am 05.04.2022
Cover des Buches Silvester am Bodensee (ISBN: 9783886275847)

Silvester am Bodensee

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Erschienen am 19.09.2018

Neue Rezensionen zu Andreas Graf

Cover des Buches Tod im Hexenwinkel (ISBN: 9783832118891)
Stefan83s avatar

Rezension zu "Tod im Hexenwinkel" von John Dickson Carr

Gideon Fells erster Fall
Stefan83vor 13 Jahren

Wenn man von den großen Krimiautoren des sogenannten "Golden Age" spricht, darf der Name John Dickson Carr natürlich nicht fehlen.

Als einer von nur zwei Amerikanern war er Mitglied des damaligen Londoner Detection Clubs, dem unter anderen solche Größen wie Agatha Christie, Dorothy L. Sayers und G.K. Chesterton angehörten. Letzterer war nicht nur Jugendidol sondern diente ihm auch als Vorbild für seinen eigenen Krimihelden, den schwergewichtigen und scharfsinnigen Amateurdetektiv Dr. Gideon Fell. Nicht nur Fells Aussehen - riesiger Kopf, massige Gestalt, Kneifer am schwarzen Band, Umhang, Banditenschnäuzer und Zwinkern in den Augen - sondern selbst solche Eigenschaften wie die Vorliebe für Bier und Tabak und die weltzugewandte Lebensfreude galten der damaligen Öffentlichkeit gerade als unverkennbare Merkmale des berühmten Schöpfers von Pater Brown. Sogar die ausgesprochene intellektuelle Streitsucht Dr. Fells und seine für einen literarischen Detektiv nicht selbstverständliche Freude an Detektivgeschichten weisen ihn als Abbild Chestertons aus. In "Tod im Hexenwinkel" löst er seinen ersten Fall.

Die Geschichte spielt im England der frühen 30er Jahre in einem kleinen, abgelegenen Nest namens Chatterham. Hier hält die Familie Starbeth seit Generationen einen mysteriösen Initiationsritus ab. Jeder männliche Erbe muss einmal des Nachts eine gewisse Zeit im Gouverneurszimmer des dortigen Gefängnisses verbracht haben. Der Amerikaner Tad Rampole, auf Empfehlung eines seiner Professoren nach England gereist, wird schon kurz nach seiner Ankunft bei Fell in einen haarsträubenden Kriminalfall verwickelt, denn Martin Starbeth wird wenige Stunden nach Antritt der nächtlichen Probe tot aufgefunden. Sein Genick gebrochen, wie bei so vielen seiner Vorgänger...

Tödliche Tragödien in der Vergangenheit, Aberglaube, eine alte Gefängnisruine mit Hinrichtungsgrube, Nebelschwaden über dem Moor, krude spleenige Dorfbewohner und ein trinkfester, eigenwilliger Privatgelehrter als Detektiv mit einem amerikanischen Watson" an seiner Seite. Carr schwelgt geradezu in den Klischees des britischen Rätselkrimis. Wer sich mit dieser streckenweise völlig künstlichen Kulisse und der arg konstruierten Liebesgeschichte zwischen Tad und Dorothy Starbeth nicht anfreunden kann, wird zu dem Plot wohl keinen Zugang finden. Sieht man aber darüber hinweg, wird man von einer ironischen, augenzwinkernden, gruseligen Geschichte aus dem "guten, alten England" prächtig unterhalten, bei der es bis zum Schluss spannend und die Identität des Mörders im Dunkeln bleibt.

Insgesamt ohne Zweifel ein Klassiker des "Mystery-Crime", der nicht mit Anspielungen auf Genrekollegen ("Ich sehe sie sind in Afghanistan gewesen") geizt, allerdings noch nicht die Klasse späterer Carrs erreicht.

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